Sieben am Sonntag 12.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Weitgehend plastikfrei.

Musik der Woche

Bad Lip Reading ist ein Youtube-Kanal, der genau das macht: Filmausschnitte mit falsch von den Lippen der Figuren abgelesenen Dialogen nachzusynchronisieren. Manchmal kommt dabei auch Musik raus, so wie hier bei Bushes of Love. Und die ist in der Regel alles andere als schlecht, nur halt sehr bizarr. Vor allem Star Wars ist da ein beliebtes Ziel und ich hatte es nicht leicht, zwischen der textlichen Absurdität von Bushes of Love und der völlig unpassend fröhlichen Stimmung von Not a Moon zu entscheiden.

Nachrichten der Woche

Wie kommen die „Klimaskeptiker“ eigentlich an ihre schrägen Daten? Nun, wie man aus einem ziemlich eindeutigen Erwärmungstrend mit statistischen Tricks eine Abkühlung macht, zeigt das Blog Open Mind mit den Messdaten der USA. Das Ergebnis: Kompletter Quatsch, der aber mit korrekten Zahlen operiert. Nur halt mit einem schwer fehlerhaften Datensatz.
Unterdessen kommen zwei neue Quellen für die Luftverschmutzung, einschließlich der Treibhausgase,ans Tageslicht. Zum einen gibt es da die Erkenntnis, dass das eh schon katastrophale Fracking auch eine deutliche Luftverschmutzung mit sich bringt. Und weil das noch nicht reicht, stellt sich auch Plastik (insbesondere Mikroplastik) als Methanquelle heraus.
Wie ein wärmeres Deutschland aussehen wird, erleben wir ja grade: In großen Teilen trocken und verbrannt. Aber es gibt auch Tiere, denen das warme Wetter sehr zu Gute kommt. Der eigentlich sehr seltenen Süßwasserqualle etwa, von der ich durchaus ein Fan bin, die aber eigentlich andere Gewässer gewohnt ist. Sie benötigt tiefe Seen, die sich im Sommer schnell aufwärmen. Und diese Kriterien erfüllen diesen Sommer deutlich mehr Seen deutlich besser als früher.
Es ist dennoch gut, wenn etwa Edeka ein plastikfreies Pfandsystem in der Fleischteke anbietet. Ob das ausgerechnet im Fleischverkauf viel Sinn hat, kann man natürlich debattieren, aber es gibt halt in NRW gar keine militanten Veganer, nur ganz normale, die hin und wieder mal einen Sticker an eine Metzgerei kleben. Aber gut, dass wir das endlich mal geklärt haben!

Gefährlicher sind da schon einige Tendenzen der Digitalisierung. So gab es etwa in Venezuela einen Anschlag mit einer Drohne, an der ein Sprengsatz befestigt war.
Im US-Staat Georgia sind es eher die passiv-aggressiven Wahlmaschinen, die Mist bauen und so eine immer wieder wichtige Warnung liefern, solche Sachen einfach nicht elektronisch durchzuführen. Zettel kann man später nachzählen, elektronische Stimmabgaben sind schlichtweg nicht kontrollierbar.

Und zu guter letzt dieser Comic leider unbekannter Herkunft.

Geniestreich der Woche

Bälle!

Bälle!

Es gibt auf der Welt ein paar gemischte Sportarten, allen voran natürlich Mixed Martial Arts. Aber, so habe ich mich diese Woche gefragt, was wäre eigentlich, wenn man auch Ballsportarten mischen würde?
Das Ergebnis ist Ballball. Ein Spiel, in dem auf einem Feld zwei Mannschaften antreten, die beide unterschiedliche Ballsportarten spielen. Jede Begegnung ist anders und spannend, die Anforderungen an die Spieler sind enorm. Natürlich ist nicht jede Ballsportart mit gemischtem Ballsport kompatibel und es muss spezielle Regeln für die Ballübernahme geben, aber ich denke, Ballball könnte ein sehr spaßiger Sport werden.
Nun bin ich jemand, der Zuschauersport allgemein eher langweilig findet. Fußball und seine direkten Verwandten ganz besonders. Und das wäre bei Ballball wohl auch nicht groß anders, aber da könnte ich wenigstens nachvollziehen, was da an Strategien und wöchentlichen Begegnungen spannend und abwechslungsreich genug ist, um sich darüber ständig zu unterhalten.
Los, mach das jemand! Und wenn auch nur als Videospiel.

Politik der Woche

Eine ruhige Sommerwoche ist für mich Grund genug, statt der üblichen Politik etwas praktisches hier reinzusetzen: Wir machen vom Verein Transition Town MG (oder offiziell „Mönchengladbach im Wandel e.V.“) ein VHS-Seminar zum Thema Upcycling mit diversen Praxisbeispielen.

Wortgeschmeide der Woche

Ich habe keine Ahnung, warum ausgerechnet das Jahr 2030 als Symbol für Die ZukunftTM gilt, aber es ist offenbar die Role, die diese Jahreszahl jetzt hat. Früher war das ja 2000, aber das funktioniert aus offensichtlichen Gründen nicht mehr.
Zu großen Teilen sind die garndiosen Bücher über Die Welt Der ZukunftTM verschwunden. Bücher, die die ständige Verwendung alberner TMs rechtfertigen, voll mit Visionen einer Welt, die offensichtlich nie kommen wird. Die waren großartig.
Der Brockhaus-Verlag hat sich nun daran versucht. Das Ergebnis reicht nicht an die Titel der 70er und 80er heran, aber es ist ein ganz guter Versuch, die (hauptsächlich politische) Zukunft vorherzusagen. Ein bisschen mehr technische Abgefahrenheit hätte allerdings nicht geschadet. Aber dafür braucht man wohl Michio Kaku und Elon Musk. Wobei Elon Musk eigentlich nur die Titel aus den 70ern umzusetzen versucht. nein, Hyperloop und autonome Autos sind keine neuen Ideen. s ist wirklich alte Science-Fiction.
Wo war ich? Ach ja, Brockhaus 2030. Ist gut.

Fotos der Woche

Diesen Mittwoch im Bahnhofskiosk

Diesen Mittwoch im Bahnhofskiosk

Zu meinem Beitrag über das erste Jubiläum von Extra Extra nahm ich dieses Foto vom Kinderheftregal im Bahnhofskiosk auf. Ich denke, das Foto ist eien Wiederholung wert, es ist ein so perfekter Ausschnitt unserer gegenwärtigen Plastikkultur. Endlos Plastiktüten, die allein zum Wegschmeissen gedacht sind, um ein nicht verrottendes Objekt (ein Heft), wo ein einfacher Klebestreifen oder -tropfen reichen würde, um die jeweiligen Beilagen auf den Heften zu befestigen. Und alles in knallbunt.

Die heutige Ankunft in der Dahler Oase brachte eine Überraschung mit sich: Mitten auf dem Weg lag ein etwa vier Meter langer Ast der in sechs Metern Höhe aus dem großen Birnbaum ausgebrochen war. Das muss bei den Sturmböen am Mittwoch oder Donnerstag geschehen sein, als es auch zum ersten Mal seit Wochen endlich wieder regnete.
Den Ast haben wir dann heute auseinandergenommen und die Birnen „notgeerntet“ – über 20 kg waren mit dem Ast runtergekommen. Die müssen nun nachreifen, denn diese Birnensorte wird erst im September reif.

Videos der Woche

Die LegoMagazine brachten diese Woche zwei Minifiguren mit sich: Zunächst Owen Grady in Lego Jurassic World 2 mit einem Aussichtsstand dabei und dann, etwas puristischer, Obi-Wan Kenobi in der Version aus Episode II in Lego Star Wars 39. Zwecks Abwechslung habe ich dazwischen noch ein herrlich beklopptes Modell von Best Lock vorgestellt, das angeblich einen Raptor darstellen soll. Na, wenn sie meinen…

Für Fiction Science habe ich mich inzwischen für einen Rytmus entschieden. Es wird künftig immer Sonntag abend neue Videos dort geben. Für die nächste Zeit immer zwei. So werde ich nach dem Schreiben dieses Blogbeitrags die Videos zu Stygimoloch und den Sauropoden in Jurassic World fertigschneiden und hochladen.
Die Woche drauf geht es dann um Haie, dann Star Wars und dann geht es für zwei weitere Folgen zurück nach Jurassic Park/World.


Extra Extra wird 1!

Am 9. August 2017 ging das erste Video meines Kanals Extra Extra online. Seitdem hat sich dort viel getan und verändert, es gab ein langes Auf und Ab und heute sieht der Kanal völlig anders aus, als ich noch vor einem Jahr erwartet habe. Also, gehen wir zum Jubiläum auf die Reise!

Inhalte: Von Experimentierkästen zu Lego

Ich habe offenbar nie die Geschichte hinter der Entstehung des Kanals erzählt. Denn auch wenn er als Kanal für Heftbeilagen gestartet ist, war das nicht die ursprüngliche Idee.
Die ursprüngliche Idee war ein Kanal für Lernspielzeug, sprich Experimentierkästen und ähnliches. Das Konzept lief auf eine Beratung für Eltern hinaus, was die Produkte ihren Kindern beibringen könnten und ob sie dies gut machten. Allerdings sind die erhältlichen Experimentierkästen alle extrem gleich, es gibt nur relativ wenige Formate, die immer wieder neu aufgelegt werden. Das ist schade und macht es nicht einfach, genug Videos zu produzieren.
Und hier kamen die Heftbeilagen ins Spiel. Von denen gibt es gegenwärtig nicht wenige, wie ein Blick in den nächsten Kiosk, vor allem Bahnhofskiosk, beweist. Oder auf ein Foto des Bahnhofskiosk, das an dieser Stelle ohnehin folgt.

Ich bin im Schreiben des Artikels aufgestanden, zum Bahnhof gefahren und habe dieses Foto gemacht. DAS ist journalistische Integrität!

Ja, ich bin im Schreiben des Artikels aufgestanden, zum Bahnhof gefahren und habe dieses Foto gemacht. DAS ist journalistische Integrität!


Der Gedanke war der, dass dies ja relativ nah an den Lernspielzeugen ist und einige der Hefte sicherlich auch solche dabei haben. Nunja. Hin und wieder gibt es zwar auch solche Sachen, aber das meiste ist halt billigster Plastikkram aus China, der schnell mit einem Aufkleber versehen und dann nacheinander verschiedenen Heften beigelegt wird. Jetzt grade liegt eine Ausgabe der Drei ??? an den Kiosken, bei denen auf einem Teil der Hefte das Logo des Magazins zur Sendung mit der Maus auf der Beilage klebt.
Aber immerhin war so Material da, um jede Woche mit 4-6 neu erschienenen Heften zu füllen. Ich startete also damit, wöchentlich ein Video herauszubringen, das die Beilagen der Woche besprach. Auf diese oft „Extras“ genannten Beilagen bezieht sich auch bis heute der Name des Kanals.
Bereits in der dritten Woche war ich so bei Beilage 22 angekommen und die Sachen begannen, sich zu wiederholen. Den Ausschlag gab der vermaledeite Fidget-Spinne,r der zu diesem Zeitpunkt grade aus der Mode kam und in 1-Euro-Shops verramscht wurde. Das und die zunehmende Länge der Videos brachten damals eine Änderung mit sich: Von diesem Moment an würde ich nur noch ausgewählte Extras besprechen, über die es auch genug zu sagen gab, um ein Video zu drehen. Und jedes Extra würde statt der bald halbstündigen Sammelvideos sein eigenes Video bekommen. Damit endete die Dokumentation des Projekts hier im Blog aber die Videos gingen weiter.
Und bald zeichnete sich ab, dass der Inhalt des Kanals in eine klare Richtung lief: Lego.
Der Grund war ein recht einfacher: Die Lego-Hefte waren die einzigen Hefte, die zuverlässig hochwertige Beilagen hatten, über die sich zu sprechen lohnte. Der erneute Tod der Yps und die qualitativ nicht so pralle Entwicklung der Micky Maus zementierten diesen Trend. Die anderen Sachen schrumpften sehr schnell weg und da es praktisch jede Woche ein neues Lego-Heft gibt, musste ich mir um fehlende Inhalte keine Sorgen machen.
Natürlich versuchte ich, den Kanal weiterzuentwickeln. Im Dezember etwa nahm ich eine Reihe von Experimentiersets unter die Lupe. Das kam aber nicht besonders an. Auch die Versuche, wenig besprochene Sets von Lego-Konkurrenten vorzustellen, liefen eher mittelprächtig, das werde ich aber ab und an noch im Kanal einstreuen. Die Schleich-Dinos sind auch kein sonderlich populäres Thema, aber die halte ich aus eigenem Interesse an den Figuren noch im Kanal.

Besucher und Geld und so

Der Kanal wuchs nach dem Umstieg zunehmend an Abonnenten, Ansichten und Werbeeinnahmen. Als im Dezember mein zu dieser Zeit als Kamera verwendetes Handy kaputtging, hatte er sich auf eine Ausgaben-Einnahmen-Bilanz nahe Null hochgearbeitet. Bei anhaltendem Trend wäre er im April oder Mai profitabel geworden.
Doch dann ging eben mein altes Handy kaputt. Erst drei Wochen später konnte ich ein neues kaufen und dessen Kamera war vollkommen unbrauchbar. Und dann kam eine Mail von Youtube, dass die Bedingungen für die Fähigkeit verändert wurden, mit seinen Videos Geld zu verdienen. Es hieß, man wolle in Zukunft stärker auf die Kanäle schauen, die Werbung schalteten und dafür in Zukunft menschliche Tester die Kanäle überprüfen lassen. Doch dafür sollten die Bedingungen erschwert werden, um die Zahl der zu überprüfenden Kanäle begrenzt zu halten. Nur leider waren davon auch Kanäle betroffen, die bereits für Werbeschaltungen freigegeben worden waren — obwohl diese nach vorherigen Aussagen Youtubes auch schon von Menschen überprüft worden waren. Meiner zum Beispiel.
Plötzlich sollte ich neben den bereits erbrachten 10.000 Videoansichten zusätzlich 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden jährliche Sendezeit zusammenbekommen.
Und die Nachricht kam genau zu dem Zeitpunkt, als ich überlegte, in eine Kamera zu investieren. Denn mein Kanal erfüllte diese Anforderungen nicht, Youtube würde mir also bald mein Einkommen aus den Videos wegnehmen. Das hat mich etwas sehr desillusioniert und enttäuscht. Verstanden habe ich es bis heute nicht, da sich Google als Youtubes Besitzer damit meines Erachtens nur ins eigene Knie schießt, denn die schalten dann ja weniger Werbung.
So kam es also zu einer Unterbrechung des Kanals. Im Laufe der Monate fiel mir aber auf, dass die Abozahlen stabil blieben und immer noch neue Abonnenten hinzukamen. Und so entschied ich mich, dass die Anforderungen von Youtube vielleicht doch noch erreichbar waren. Ich stellte ein Video ein, das die Situation erklärte und begann wieder, Videos aufzunehmen.

Nach diesem Bruch war das Wachstum natürlich deutlich langsamer und ich musste mich wieder auf die vorherigen Zahlen hochkämpfen. Aktuell bin ich bei exakt 63 Videos, 300 Abonnenten, knapp 2 Millionen Videoansichten und 500 Stunden jährlicher Sendezeit. Ich gehe davon aus, dass ich Anfang 2019 wieder Werbung schalten kann, bis dahin ist das ein reines Passionsprojekt.
Ich werde weiterhin versuchen, den Fokus der Videos zu erweitern, aber die Lego-Hefte sind zur Zeit die Hauptattraktion. Was keine Beschwerde ist, Lego ist immer gut. Mal sehen, wo es in Zukunft hingeht.

Videodreh

Am Anfang habe ich recht aufwendige Videos gemacht, mit Schnitten, Einspielern, manchmal sogar Effekten. Es gab ein Intro und ein eigens gestaltetes Vorschaubild.
Inzwischen hat sich das alles deutlich verkürzt: Wenn ich ein Video für Extra Extra drehe, lege ich in der Regel die Requisiten bereit,richte die Kamera aus, schalte die Kamera ein und fange an, zu reden. Das Ergebnis ziehe ich dann in ein Programm zur Videobearbeitung, wo es für Youtube mit einem 20 Sekunden langen statischen Bild am Ende versehen wird, bevor ich das zu diesem Zeitpunkt 1-3 GB große Video mit Hilfe eines Programms namens Handbrake auf eine Größe von 100-200 MB komprimiere. Und dann lade ich das Ergebnis auf Youtube hoch. Als Stativ für die Kamera nutze ich übrigens immer noch einen Selfie-Stick für einen Euro, den ich in einem alten Rucksack fixiert habe. Das funktioniert super.
Alles in allem etwa 20 Minuten Arbeit und eine Stunde warten, während der Computer arbeitet. Ja, Extra Extra ist das mit Abstand am wenigsten aufwendige Format, das ich bediene. Keine Drehbücher, so gut wie keine Nachbearbeitung, einfach nur Kamera an und reden. Deutlich schneller und einfacher als Formate, bei denen ich separat aufgenommenen Ton nachher mit Bildern versehe. Gleichzeitig ist es das erfolgreichste, was übrigens im Videobereich gar nicht mal so selten ist.
Was eine mögliche übergreifende Geschichte angeht, so kommt die hin und wieder auf, aber das entwickelt sich beim Einsprechen spontan und organisch. Mal sehen, wo der Aufbau meiner Roboterspinnenarmee noch hinführt. Momentan denke ich an einen Jubiläums-Brickfilm oder sowas. Nicht dieses Jahr, aber irgendwann.
Ich bin aber auch mit der Zeit deutlich geübter geworden, was die Erstellung und Bearbeitung von Videos sowie das Sprechen bei der Aufnahme angeht. Ich denke, Extra Extra war wichtig, damit ich das flüssige Sprechen für meine Kurzgeschichten und Fiction Science erlernen konnte. Diese wiederum sind deutlich aufwendigere Formate und grade von Fiction Science erhoffe ich mir mittelfristig auch größeren Erfolg.

Aber jetzt erstmal: Auf das erste Jahr mit Youtube (auch in Hoffnung auf eine künftige Alternative), auf das erste Jahr Extra Extra und auf viele erfolgreiche weitere Jahre. Prost!


Sieben am Sonntag 05.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und manchmal haben sie hitzefrei

Musik der Woche

Diesmal ist die Musik der Woche keine musikalische Auswahl, wobei der Song auch nicht schlecht ist.
Dies ist eine Erinnerung an Burkhard Lueneberg, von dessen Tod ich wenige Minuten nach dem letztwöchigen Beitrag erfahren habe. Burkhard war ein Jahr lang mein Bürokollege beim WDR. Ein positiver Mensch mit viel Humor, mit dem es immer sehr kurzweilig war.
ich wünsche seiner Familie und seinen Freunden alles Gute in dieser schweren Zeit.

Nachrichten der Woche

klimaflucht-langFangen wir mit diesem Statement von Ricarda Lang an. Ich finde das sehr gut. Leute, die Migration und Flucht nicht unterscheiden oder die Konsequenzen unserer eigenen Lebensweise nicht sehen wollen können halt nicht.Denn ja, am Ende sind es die westlichen Nationen, die für den Untergang der kleinen Inselstaaten verantwortlich sind. Zunehmend natürlich auch die aufstrebenden Länder Asiens, aber zuallererst Nordamerika und Europa. Wobei ich jetzt auch sagen muss, dass ich Seenomadentum als Konzept gar nicht so schlecht fände. Mich erstaunt es ehrlich gesagt, dass es bis dato keine nennenswerte Zivilisation zur See gab. Aber für die Insulaner gibt es im Moment eben nur zwei Optionen: Migration oder Schwimmen (also, auf Schiffen und Plattformen, nicht wie im Mittelmeer).
Warum es in Europa und insbesondere im zunehmend stur agierenden Deutschland nicht vorankommt mit der Umsetzung neuer Technologien, dafür liefert Andreas Scheuer ein anschauliches Beispiel: Weil es wichtiger ist, die den Fortschritt verschlafende heimische Industrie zu schützen, als endlich voranzukommen. Scheuer scheint die deutschen Ingenieure ja für überaus unfähig zu halten.
Dabei funktioniert das doch anderswo in Deutschland so gut mit der Service-Kultur. Etwa beim Verfassungsschutz, von dem es für die AfD offenbar freundliche Tipps gab, wie man seine Partei aus dem Verfassungsschutzbericht raushalten kann. So nett!

Nicht verwandt, wahrscheinlich nicht verschwägert - Bild: Pedilio

Nicht verwandt, wahrscheinlich nicht verschwägert – Bild: Pedilio


Und fortschrittliche Ideen aus Deutschland gibt es ja auch, man müsste sie nur endlich mal besser unterstützen, statt ständig den in ihrer Kreativität erlahmten Großkonzernen alles Geld in den Rachen zu schütten.
Das da oben zum Beispiel ist Pedilio, eine Mischung aus Velomobil und Solarauto. Es ist zudem eines der wenigen Modelle, bei deren Entwicklung neben Effizienz auch die Alltagstauglichkeit im Vordergrund stand, die also etwas höher sind, einen leichten Einstieg bieten und viel Stauraum vorhalten.
Es hat Ähnlichkeit mit einer Leitra, wenn man sie mit einem Smart kreuzt. Im Velomobilmarkt ist sie ein recht einmaliges Fahrzeug und bereichert den etwas leeren Markt der Alltagsvelomobile für den mit dem Liegerad etwas unübersichtlichen Stadtverkehr.

Ich merke schon, bei dem Wetter ist euch das alles zu trocken. Da muss man quasi ständig duschen. Okay, hier ist für diese Gelegenheit ein Videospiel zum Thema, dessen Beschreibung alles sagt: „Rinse and Repeat is a steamy first person showering game about giving a hunk a helping hand.“ Jepp, ein Einseifsimulator mit diesem sympathischen Herrn:

Und jetzt kann sich bei mir keiner mehr über Sexismus in Videospielen beklagen

Und jetzt kann sich bei mir keiner mehr über Sexismus in Videospielen beklagen, weil das keine Frau ist

Geniestreich der Woche

Ich hätte definitiv ein Bild davon zeichnen sollen,wie ich mir spontan ein Bifidobakterium vorstellte. Die Idee war eine Bakterie (Bakterium),die mit zwei (bi) kleinen Hündchen (Fido) Gassi geht. Leider wurde meine Vorstellugn recht schnell von der Realität eingeholt, dass es sich um eine Gattung von Bakterien handelt, die gespaltene Enden haben. Wobei sie mit diesen lustigerweise doch wieder genau so aussehen, wie ein Kauknochen für Hunde.
Ersatzweise hier ein Welpe,der mit einem Ball spielt:

Bild: Pixabay (Public Domain)

Bild: Pixabay (Public Domain)

Politik der Woche

Im grunde habe ich das politische Vorhaben der Woche hier im Blog ja schon geteilt. Die Überlegungen zum Radschnellweg Mönchengladbach-Roermond finden sich hier.
Übrigens nenne ich das Projekt wegen seiner Stellung im Gesamtnetz und seiner internationalen Natur für mich Het Hartdeel, eine direkte niederländische Übersetzung des deutschen Begriffs „Herzstück“, der so im Niederländischen (meines Wissens) nicht existiert. Quasi eine direkte Symbiose zwischen den Sprachen.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche begeben wir uns mal in die Welt des Comics, speziell des japanischen Comics oder Manga. Für das volle internationale Flair gibt es das dann noch in einer italienischen Übersetzung, denn die wenigsten meiner Leser können wohl Japanisch.
Thermae Romae erzählt von einem römischen Zeitreisenden, der im heutigen Japan landet und von den technischen Errungenschaften der Gegenwart überwältigt ist. Und dann versucht er, diese Errungenschaften (speziell eine japanische Badeanstalt) an das ihm bekannte Alte Rom anzupassen, also alles mit einfacher Mechanik und Sklaven umzusetzen.
Manche Menschen sagen, die Industrielle Revolution habe im Grunde die Sklaverei ersetzt. Was damit gemeint ist, illustriert Mari Yamazaki sehr schön, indem er es kurzerhand wörtlich nimmt.
Es existiert eine Zeichentrick- und eine Spielfilmadaption. Alle Versionen der Geschichte sind empfehlenswert.

Foto der Woche

In der Dahler Oase hat die Erntesaison begonnen, den Anfang machen Brombeeren und Zuckerbirnen, aber auch die ersten Birnen der Sorte Köstliche von Charneux sind dieses Jahr überraschend früh reif (allerdings nur die Exemplare, die in direkter Sonne hingen). Und da es beim gegenwärtigen Wetter nichts zu pflanzen gibt, bestehen die Tage in der Oase zur Zeit nur aus Wässern und Ernten.
Das im Bild ist nur meine Ernte, die etwa ein Viertel der Gesamtmenge ausmacht.

Videos der Woche

Das war nicht ganz der Plan, aber diese Woche beschränkt sich das Youtube-Angebot aufein neues Lego-Video zur Minifigur Jet Jack im letzten Ninjago-Magazin.

Nein, ich funktioniere bei dem aktuellen Wetter absolut nicht gut. Aber die weiteren geplanten Videos kommen noch, keine Hoffnung Sorge.


Radschnellweg Niederrhein

Seit ein paar Wochen bin ich an der konkreten Planung eines Radschnellweges zwischen Mönchengladbach und Roermond. Die Pläne habe ich schon länger im Kopf, aber momentan kommt Bewegung in das Thema und so habe ich mich entschieden, das endlich anzugehen. Und jetzt ist so viel Bewegung drin, dass ich dies schneller tun muss, als ich gedacht hatte. Denn die Presse berichtet über die Vorhaben, mischt dabei hin und wieder verschiedene Überlegungen zusammen und bringt dadurch eine starke Eigendynamik rein, die zu ganz anderen Ergebnissen führen kann.

Karte modifiziert vom KSTA

Karte modifiziert vom KSTA

Die Karte des Kölner Stadtanzeigers ist die mit Abstand beste, die ich gefunden habe, daher habe ich diese als Grundlage für diese Weiterantwicklung genommen. Sie stammt aus diesem Artikel, weshalb die Wege um Köln besonder betont sind. Ignoriert das, es ist der Preis für meine Notlösung. Ich bin selbst einfach nicht sonderlich gut mit Grafik.
Jedenfalls habe ich dort die Projekte aus Mönchengladbach (einschließlich MG-Roermond) in grün eingetragen und sinnvolle Fortführungen dieser Projekte ausserdem in blau ergänzt. Alles nur grob, nehmt das nicht zu genau. Wie gesagt, nicht so gut mit Grafiken.

Der wichtige Punkt ist, dass man die Funktion der Gladbacher Projekte im Gesamtnetz sieht. Hier entsteht potenziell ein zentraler Knotenpunkt, der RS1 (Ruhrgebiet), das Projekt in Düsseldorf und mittelfristig auch das Aachener Netz zusammenführt. Andere Knotenbereiche sind auch sinnvoll (Köln und Aachen scheinen ähnlich zu konzipieren), aber das ist jetzt nicht der Punkt. Hier geht es um den Bereich Mönchengladbach. Ebenso nicht auf der Karte sind diverse auf der Ebene der Städte geplante Vorhaben wie Kleve-Venlo. Ich kenne bei weitem nicht alle davon. Und auch sonst hat niemand eine Gesamtübersicht, was durchaus ein Problem ist. Da komme ich später zu.
Also dann:

RS Niederrhein-West

Radwegenetz MG im Masterplan Nahmobilität der Stadt. Radschnellwege in grün und blau-grün. Etwas unübersichtlich für Rot-Grün-Blinde, ich weiss

Radwegenetz MG im Masterplan Nahmobilität der Stadt. Radschnellwege in grün und blau-grün. Etwas unübersichtlich für Rot-Grün-Blinde, ich weiss


Mönchengladbach plant mit den Verbindungen nach Krefeld und Neuss sowie einer internen Verbindung von der Innenstadt ins vorgelagerte Rheindahlen ein recht gut zusammenhängendes Netz. Das ist ein großer Unterschied zu den oft zusammenhanglosen Planungen des Landes und ein großer Vorteil.
Doch ein attraktives Nahziel fehlt in der Liste der Verbindungen noch: Das niederländische Roermond, Partnerstadt von Mönchengladbach in direkter Grenznähe. Und dazwischen liegt eine Reihe von Orten, die stark an diese beiden Großstädte angebunden sind. Viele Einwohner im deutschen Grenzort Elmpt pendeln täglich in jeweils eine der beiden benachbarten Großstädte und Wegberg ist für viele Mönchengladbacher beliebtes Ausflugsziel.
Damit wird die Streckenführung über Wegberg und Elmpt (plus Niederkrüchten, das einfach davon profitiert, auf dem Weg zu liegen) die sinnvollste für eine solche Westverbindung in die Niederlande.
Dazu kommt das Ausbaupotenzial dieser Strecke. Denn auch für Roermond gibt es hier eine sehr attraktive Aussicht. Und hier kommt dann Brüggen ins Spiel. Wer sich die Karte anscheut, dem fällt vielleicht ein nördlicher Arm des grünen Weges auf. Dieser endet bei Brüggen. Und dann schließt sich ein blaues Stück an. Das blaue Stücke läuft von Brüggen über Nettetal nach Venlo. Dazu muss man wissen, dass die Provinz Limburg noch nicht im niederländischen Netz von Radschnellwegen berücksichtigt ist. Venlo-Maastricht-Aachen gilt als „vielversprechende Route“, aber mehr bisher nicht. Die beiden niederländischen Großstädte und die dazwischen liegenden deutschen Kleinstädte hätten mit einer solchen Verbindung viel zu gewinnen.
Das niederländische Netz ist überraschend zerstückelt. Unten rechts Limburg mit Venlo (V), Roermond (R), Maastricht (Ma) und Aachen (A) - Bild von fietssnelwegen.nl

Das niederländische Netz ist überraschend zerstückelt. Unten rechts Limburg mit u.a. Venlo (V), Roermond (R), Maastricht (Ma) und Aachen (A) – Bild von fietssnelwegen.nl

In älteren Überlegungen hatte ich den Weg noch durch das ehemalige JHQ führen wollen, das seit dem Abzug der NATO leersteht und über große Straßen verfügt, die schnell umzunutzen wären. Die Verbindung wäre auch kürzer gewesen. Aber hier gab es immer das Problem mit dem Durchfahren von Naturschutzgebieten.
Nun gibt es Überlegungen aus Wegberg, sich an den Radschnellweg nach Rheindahlen anzuschließen. Das ist nicht nur politisch günstig. Wegberg stellt zwar einen klaren Schlenker dar, aber es ist für Fahrende in diesem Bereich ein attraktives Ziel, dessen Anbindung lohnt. Zudem kann eine Führung über Wegberg die Naturschutzgebiete umgehen und es gibt eben bereits eine sehr günstig gelegene Planung bis Rheindahlen, an die man das nahtlos anschließen kann.

Elmpt ist fast schon geborener Übergangspunkt für einen solchen Weg. Die dortige Roermonder Straße führt auf einem graden Stück ohne irgendwelche Anwohner ab Elmpt bis ins zu Roermond gehörende Dorf Swalmen. Sie liegt direkt neben der Autobahn und führt sogar auf den selben Grenzübergang wie diese. Es gibt also schlichtweg für den Großteil dieser Straße keinen Grund, warum sie von Autos befahren werden sollte. Sie kann mit Leichtigkeit in einen Radschnellwegeabschnitt umgewandelt werden.
Geht das nicht,so hat Elmpt dort auch noch einen ehemaligen Militärflughafen, der mehr als genug Platz für ein solches Vorhaben bietet und als Flughafen auch noch absolut eben ist. Elmpt ist als Anschlusspunkt schlichtweg perfekt.

Die Überlegungen bei Dalheim

Wegbergs Bürgermeister Stock kam in den letzten Wochen mit der Überlegung in die Presse, einen Radschnellweg Dalheim-Roermond zu bauen. Das hat einige Hintergründe, etwa die Befürchtung, dass die dortige Bahnverbindung reaktiviert werden könnte und dann bald auch Güterzüge fahren. Tatsächlich will die private Euregiobahn die Strecke für ihre Rurtalbahn (Verbindung Mönchengladbach-Dalheim) reaktivieren. Dann gäbe es eine direkte Bahnverbindung Mönchengladbach-Roermond. Dass das absolut im Interesse Mönchengladbachs liegt, dürfte offensichtlich sein. ich muss um Offensichtliches nicht herumdiplomatieren, es ist so.
Hinzu kommt, dass Dalheim kein attraktives Ziel ist. Sorry, es ist ein recht zufälliges Dorf, in dem der Weg hier enden würde. da hat niemand was von. Auch Dalheim nicht. Wobei ich zugeben muss, Dalheim wäre ein möglicher Brückenkopf für eine Verbindung Roermond-Heinsberg-Aachen.

Aber da sind wir auf ein zentrales Problem der aktuellen Planungen und Überlegungen von Radschnellwegen gestoßen: Viele der Planungen sind relativ sinnlose Kleinstverbindungen von 5-6 Kilometern, die in keiner Weise ein zusammenhängendes Netz ergeben. Roermond-Dalheim wäre dafür exemplarisch.
Das ist meines Erachtens kein durchdachtes Vorgehen. Radschnellwege müssen koordiniert angelegt werden, zum Nutzen aller anliegenden Gemeinden und als Teil eines größeren Netzes. Dann kann man die Verbindung Dalheim möglicherweise sogar sinnvoll einbetten, aber momentan sehe ich darin wenig bis keinen Sinn. Es ist einfach zu klein und zu abseits. Dalheim müsste aufpassen, dass diese Verbindung nicht zu einem Strohhalm wird, aus dem Roermond kräftig Wirtschaftskraft absaugt.
In meiner Karte ganz oben gibt es eine blaue Verbindung nach Süden. Das ist Wegberg-Heinsberg-Aachen, wieder eine Verbindung zentraler und untereinander wettbewerbsfähiger Ortschaften, zwischen denen eine großräumige Verbindung sinnvoll ist und von der alle profitieren.

Weitere sinnvolle Verbindungen

Sieht man sich ganz NRW an, fallen ein paar Verbindungen auf, die nach Fertigstellung der aktuell geplanten Wege zentrale Bedeutung erhalten müssten.
Düsseldorf-Wuppertal-Hagen-Dortmund ergänzt den RS1 und bindet die hervorragenden Einrichtungen in Wuppertal (Nordbahntrasse) ins Netz ein.
Bonn-Köln-Düsseldorf-Duisburg ist eine naheliegende Verbindung der rheinischen Großstädte, die zu großen Teilen in Form des Rheinuferweges vorhanden ist, der nur aufgewertet werden müsste.
Krefeld-Duisburg ist ein relativ kurzes Stück, welches eine durchgehende Verbindung von Hamm bis nach Aachen ermöglichen würde. Die beiden Städte haben auch heftigen Pendelverkehr, den man damit reduzieren könnte.
Dass Bielefeld und vor allem Deutschlands „Fahrradhauptstadt“ Münster nicht in das Netz eingebunden sind, ist mir unerklärlich.
Sieht man sich das alles an, wird klar, wo in Zukunft die zentralen Knotenpunkte im überörtlichen Radverkehr in NRW liegen. Von Westen nach Osten: Aachen, Mönchengladbach, Düsseldorf, Köln, Dortmund. Boom-Regionen der Zukunft.


Sieben am Sonntag 29.07.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und manchmal haben sie hitzefrei

Musik der Woche

Was passiert eigentlich, wenn man Africa von Toto in alphabetische Reihenfolge bringt?
Nun, zunächst einmal ist das Ergebnis definitiv nicht mehr sonderlich melodisch. Aber die Idee ist seltsam und sinnlos genug, um hier aufzuschlagen. Glückwunsch!

Nachrichten der Woche

Der Tagesspiegel schreibt einen für diese Zeitung erstaunlich guten Artikel zur Frage der Leistungen der Krankenkassen und warum diese eigentlich homöopathischen Mummenschanz zahlen, aber keine notwendigen Dinge wie etwa Brillen. Und ich kann mich dazu nur selbst zitieren: „Fortschritt durch Marktwirtschaft ist, wenn echte Medizin privat bezahlt werden muss und Zuckerkügelchenherstellern Milliarden zugeschustert werden, weil Glauben profitabler ist als Wissenschaft.“

Da ist doch was verrutscht - Bild: Trisled

Da ist doch was verrutscht – Bild: Trisled

Dieses Liegerad hat mich im ersten Moment etwas verwirrt, ist es mit dem seitlich vom Hauptrohr angebrachten Tretlager doch etwas sehr ungewöhnlich. Ein Blick in das Blog, aus dem es stammt, konnte meine Verwunderung aber auflösen: Das Trisled Sidestep wurde speziell für einen Fahrer gebaut, der nach einer Operation an den Beinen nicht mehr über das Mittelrohr eines normalen Liegerads steigen konnte. Interessant, was für Varianten es manchmal für unvorhergesehene Gebräuche geben kann.
Auch unvorhergesehen beim Radfahren ist der Protest einiger Frauen zur komplett männlich gefüllten Tour de France. Sie machen einfach eine eigene Tour für Frauen. Wobei man natürlich einwenden kann, dass eine Chemiefabrik sowohl im Deutschen wie auch im Französischen weiblich ist.

Aus einem ganz anderen Grund ohne Zugang zur Frauenwelt fand eine andere Aktion statt, die erst jetzt herauskam. Offenbar hat die Labour-Partei Anzeigen so eng gezielt geschaltet, dass sie praktisch niemand ausser dem eigenen Parteivorsitzenden sah, der dann zufrieden war, dass seine Kampagne so viel zu sehen war. So ziemlich die beste Demonstration der Funktionsweise einer Filerblase, die es bisher gab.
Da ist man in Ameirka weiter: Deren Präsident lässt sich von niemandem verarschen. Der verarscht sich einfach selber. Zum Beispiel, wenn seine Handelspolitik die Einfuhr seiner eigenen Werbeartikel verhindert. Upps.
Und auch andere Teile Asiens sind mir manchmal sehr sympathisch. So kam der indische BUndesstaat Sikkim diese Woche
in die sozialen Netzwerke, weil er komplett auf Bio-Landwirtschaft umstellt. Das hat er zwar schon länger geplant, aber aktuell ist es in die Nachrichten gekommen.

Die Ökoreform ist in einem ganz anderen Bereich noch viel sinnvoller, denn aktuell werden die fossilen und nuklearen Kraftwerke ausgerechnet von der laufenden Hitzewelle lahmgelegt. Das Problem ist, dass diese alle mit Wasser laufen, das beim Verdampfen Turbinen antreibt. Und es gibt langsam Probleme, genug Wasser in die Kraftwerke zu bekommen. Die Erneuerbaren haben dieses Problem allesamt nicht und so macht Deutschland mit diesen grade ordentlich Geld, vor allem mit Solarstrom.
Was wieder beweist: Ein ordentlich ausgebautes System mit Erneuerbaren Energien ist deutlich zuverlässiger als ein stark zentralisiertes System mit anfälliger und ressourcenhungriger fossiler Energie.

Geniestreich der Woche

Als könnte ich bei dem Wetter denken. Wobei ich zur Zeit wieder deutlich häufiger an meine alte Vision einer Stadt auf dem Pazifik denke. Eines Tages…

Politik der Woche

Ich wünschte nur, ich wüsste noch, wer das Bild gemacht hat. Karl Saserath? ich sage mal Bild: Karl Sasserath

Ich wünschte nur, ich wüsste noch, wer das Bild gemacht hat. Karl Saserath? ich sage mal Bild: Karl Sasserath

Der ADFC hat einen Stand zum Sommerstart der Unterschriftensammlung der „Initiative Aufbruch Fahrrad“ gemacht und alle in den politischen Gremien aktiven demokratischen Parteien waren vertreten. Am stärksten aber themengerecht die Grünen, die mit Karl Sasserath, Boris Wolkowski und mir gleich zu dritt auftauchten.
Wer die Forderung, den Fahrradanteil in NRW mit neun Maßnahmen auf 25% zu steigern, unterstützen möchte, der findet hier die Sammelstellen sowie weitere Infos zur Initiative.
Das war auch eine gute Zusammenkunft, um unter den Parteivertretern und mit dem ADFC ein paar Radthemen zu besprechen.
Am vorhergehenden Dienstag haben wir in der Grünen Geschäftsstelle auch ein gut besuchtes Treffen zu den Themen Radschnellwege und Verlängerung der S-Bahn-Linie 28 nach Viersen gehabt. Nur Fotos hab ich davon leider nicht. Macht aber nix, es war für alle sehr informativ.

Okay, diesmal weiss ich es aber. Bild: Anita Parker. Hoffe ich jedenfalls, sonst sollte ich mal mit einem Neurologen sprechen, Gedächtnis und so

Okay, diesmal weiss ich es aber. Bild: Anita Parker. Hoffe ich jedenfalls, sonst sollte ich mal mit einem Neurologen sprechen, Gedächtnis und so

Tags drauf fand in Rheydt der CSD statt. Eine Veranstaltung, der wir selbstverständlich nicht fernbleiben konnten.

Wortgeschmeide der Woche

Eva Engelken schreibt schon länger Bücher, abe rbisher waren es eher mit Humor gewürzte Rechtsratgeber. Mit Drei Küsse für Herkules wagt sie sich nun in die Literatur vor und bringt dazu eine recht einmalige Mischung aus Liebesroman und leicht ins absurde gedrehter griechischer Mythologie heraus.
Nun muss ich zugeben, dass Liebesromane absolut nicht mein Ding sind, mythologische Fantasy dafür umso mehr. Ich bin für mich selbst noch unschlüssig, ob das ein Buch für mich ist, aber eine im literarischen Bereich neue Autorin aus Mönchengladbach ist mir dennoch immer eine Empfehlung wert. Oder mindestens ein „Schaut euch mal an, ob das was für euch ist!“

Fotos der Woche

Das könnte je nach Bildschirmauflösung etwas ineinanderfließen, daher schreibe ich hier ein paar Worte hin, um Überschneidungen mit dem Buchlink zu vermeiden.
So, jetzt aber:
Harz an altem KirschbaumSchon lustig, da spreche ich wenige Tage zuvor ein Video über Bernstein ein (siehe weiter unten im Beitrag) und kurz darauf finde ich einen Kirschbaum mit großen Mengen Harz, das bereits steinhart geworden ist. Das sieht schön aus, ist aber schwierig zu fotografieren. Und manches hat mich wirklich überrascht. So kommen einige der Harzteile in Form eines dicken Korkenziehers aus dem Baum. Das hatte ich absolut nicht erwartet, dass Harz genug Druck und Festigkeit hat, um in dieser Art aus dem Baum zu kommen.

Die ersten Birnen 2018

Die ersten Birnen 2018

Nach und nach kommt die Erntezeit. Der Plan in der Dahler Oase ist langfristig durchaus, immer etwas erntereif da zu haben. Aktuell ist es neben den Brombeeren der erste der beiden Birnbäume, der jetzt reif geworden ist. Die kleinen Sommerbirnen hängen wieder in großer Zahl, auch wenn wir immer noch nicht die genaue Sorte kennen (vermutlich Zuckerbirne).

Videos der Woche

Fiction Science beschäftigt sich diese Woche mit der überraschend oft auftauchenden und überraschend selten beantworteten Frage, wie neben den Dinosauriern eigentlich die prähistorischen Pflanzen in den Park kommen.

Extra Extra hat in den letzten zwei Wochen immerhin vier Videos zusammenbekommen. Das Lego-Friends-Sommerspezial hat mich am Kiosk überrascht. Dazu kommen ein kleiner blauer T. rex von Schleich, noch ein wenig Lego Friends und Clay von den Nexo Knights.

Weiter geht es in nächster Zeit bei Fiction Science mit Stygimoloch, Brachiosaurus und Apatosaurus, alles zum Thema „Wieso Dinosaurier ständig ihre Namen wechseln“. Bei Extra Extra steht Ninjago an — und ein etwas anderer Dinosaurier.


Sieben am Sonntag 15.07.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Willkommen zurück, Defiance!
Diese Woche ist eine aktualisierte Version des Online-Spiels Defiance unter dem Titel Defiance 2050 erschienen. Defiance war vor ein paar Jahren mein erstes echtes Online-Spiel,ein Genre, mit dem ich zuvor nie richtig warm geworden bin. Aber seine Herangehensweise, eine Welt zu sein, in der Spieler gleichzeitig spielen udn kämpfen können, aber nicht gegeneinander (es sei denn, sie möchten), war perfekt für mich. Und so begrüße ich das Spiel in seiner Neuauflage.
Es ist ein SF-Spiel in der San Francisco Bay Area, nachdem diese von den Terraforming-Maschinen ausserirdischer Kolonisten verwüstet wurde. Der daraus resultierende Krieg ist nun vorbei, doch das Zusammenleben der Spezies ist noch lange nicht zum Normalzustand zurückgekehrt und die vollkommen veränderte Erde stellt sie vor eine völlig neue Herausforderung.
Oh, und der Soundtrack ist ziemlich gut.

Nachrichten der Woche

Normalerweise konzentriere ich mich ja auf die eher obskuren Nachrichten, aber diesmal liegt es mir am Herzen, einen bereits sehr verbreiteten Text zu empfehlen: Johann Pätzold über seine Erlebnisse und Berichte von den Vertriebenen im Mittelmeer. Den sollte man gelesen haben. Niemand soll sagen können, er habe doch nichts gewusst. Hier der Abschnitt, den man auf jeden Fall kennen sollte, wenn man den Rest zu lang findet:

Lieber würden sie zurück in das Wasser springen und ertrinken, als zurück nach Libyen zu müssen. Die schwangeren Frauen wurden über Monate hinweg von den libyschen Aufsehern vergewaltigt. Und in Europa reden Rechtspopulisten darüber, dass es unverantwortlich sei, als schwangere Frau auf und über das Mittelmeer zu flüchten. Es ist nur leider schwer, als Frau nicht schwanger zu werden, wenn man täglich mehrfach vergewaltigt wird. Und ich denke, es ist legitim, vor seinen Peinigern weg zu laufen. Verzeihen sie meinen Zynismus.

Die Männer waren oft verheiratet und hatten Familie. Sie erzählten, dass man ihre Frauen gerne als demütigende Foltermethode im Beisein der Ehemänner vergewaltigt hat und wenn sie dann schwanger wurden, erschossen hat. Wenn die Töchter noch zu jung waren, hat man ihnen gleich die Kehle durchgeschnitten und mit kleinen Jungen passierte im Grunde dasselbe.

Junge, hübsche Frauen wurden auf Marktplätzen verkauft, wie Vieh. Und das hat sich mit Sicherheit nicht geändert. Das passiert immer noch – und ich befürchte, es ist noch viel schlimmer geworden, seitdem die EU ihre NO WAY Politik, die Festung Europa, aufbaut. Was in Libyen passiert, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Es ist die wahrhaftige Hölle.

Ich weiss, nicht die hier übliche Mischung aus Leichtigkeit und Optimismus. Aber zu wichtig, um es nicht zu teilen.

Okay, zum Ausgleich etwas, worüber die Aufregung nicht lohnt: < a href="https://the-duesseldorfer.de/post-vom-rainer-liebe-aufsichtsraete-der-duesseldorf-congress-sport-events/">Das Düsseldorfer Fußballstadion wird nach dem neuen Hauptsponsor nun Merkur-Arena heissen. Dieser Sponsor ist Deutschlands größte Casino-Kette. Und weil gegen Casinos eine absolut irrationale Hetze läuft, regt sich halb NRW darüber auf, vor allem aber praktisch ganz Düsseldorf. „Glücksspielsucht%ldquo; wird dann als das große Übel angeführt, während niemand die Sponsorenschaft Warsteiners in Frage stellt. Das fünftgrößte Fußballstadion Deutschlands? Die Veltins-Arena.

Wo wir grade beim Bier sind, Anheuser-Busch ordert bei Tesla 800 wasserstoffelektrische Lkw. Das sind die Dinger, die es nlaut deutscher Autoindustrie nie geben wird und an denen nie irgendwer Interesse haben wird. Upps.

Weit verwunderlicher war aus Getränkewelt die Nachricht, dass die USA als einziges eine UN-Resolution nicht unterstützen, die sich für das Stillen von Säuglingen stark macht. Und das nicht einfach so, sondern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Sie störten sich wohl daran, dass die Resolution sich auf Studien bezieht, die industrielle Ersatzprodukte für schädlich befanden.

Babysitter-Gans. Nein, wirklich! - BIld: Wellington Bird Rehabilitation Trust

Babysitter-Gans. Nein, wirklich! – BIld: Wellington Bird Rehabilitation Trust

Dieser Namensvetter von mir hat eine wunderschöne Geschichte voller Liebe und Tragödie. Es ist eine Lebensgeschichte, also endet sie mit dem Tod, aber wenigstens wird Thomas in einer wunderschönen Gedenkzeremonie an seinem Heimatsee bestattet. Vor allem aber ist er wegen der extrem ausführlichen Schlagzeilen zu seinem Tod hier: Blind bisexual goose stuck in love triangle with two swans dies aged 40. Die Daily Mail sogar „Blind bisexual goose named Thomas who spent six years in a love triangle with two swans and helped raise 68 babies dies at the ripe old age of 40“. Das ist quasi schon selbst eine kleine Geschichte.

Sollte Thomas ein Facebook-Profil haben, hat er Glück: Diese sind nach einem BGH-Urteil der letzten Woche vererbbar. Das digitale Erbe und Umgang mit sozialen Medien und eMail-Konten im Todesfall, aber auch mit Besitz an virtuellen Produkten (eBooks, Spiele, Filme usw.) hing lange in der Schwebe, war von AGB-Regelungen und halblegalen Weitergaben von Passwörtern im Testament geprägt. Der BGH sagt nun: Besitz ist Besitz und vererbbar.

Praktisch! - Bild: Pinterest

Praktisch! – Bild: Pinterest

Die englische Sprache kann mitunter recht verwirrend sein. Gut, wenn es da leicht verständliche grafische Hilfen gibt. Hier zum Beispiel das Vokabular zum Bellen eines Hundes, großenabhängig. Gefunden bei Pinterest.

Endlich eine gute Umsetzung! - Bild: GentleTent

Endlich eine gute Umsetzung! – Bild: GentleTent

Hersteller GentleTent gebührt der Titel des ersten gelungen wirkenden Fahradwohnwagens. Der B-Turtle ist zusammengeklapt klein genug, um tatsächlich ohne den extremen Luftwiderstand anderer Modelle hinter einem Fahrrad hergezogen zu werden und ist damit der erste alltagstaugliche Versuch, der mir bekannt ist.

Geniestreich der Woche

Hier, sogar mit Logo. Quasi. Dürft ihr nutzen.

Hier, sogar mit Logo. Quasi. Dürft ihr nutzen.

Es gibt so viele internationale Küchen, wieso nicht mal eine intertemporale? Das Straßen-Fast-Food wurde im Alten Rom erfunden, wo die Arbeiter am Straßenrand zu Frühstück und Mittagspause kleine Mahlzeiten erwerben konnten.
Das Frühstück eignet sich hierzu besonders und erscheint mir tatsächlich recht interessant als Angebot. Im Grunde bestand es aus Brot mit einer Art Kräuterquark oder Olivenöl, Obst und Milch. Stilistisch gut gemacht kann ich mir sowas sehr gut als Basis für einen entsprechenden Anbieter vorstellen. Hätte was, mitten im Bahnhof so ein altrömisch gestaltetes Lädchen mit authentisch altrömischen Gerichten.
Vielleicht mit Spezialwochen für altgriechisch, ägyptisch oder aztekisch. Das wäre so klasse!
Und ich sehe jetzt erst, dass da ein U im Schriftzug ist. Die lateinische Schrift hatte in der Antike kein U, sondern dafür das V verwendet. Tja, wird wohl doch nix.

Politik der Woche

Während die Sommerferien herangerückt sind, habe ich mich intern in Treffen und eMail-Verkehr mit zwei Verkehrsprojekten beschäftigt, die über die Grenzen der Stadt hinausgehen. Eines sogar über die Grenzen der Bundesrepublik.
Zum einen war das ein Treffen mit den Viersener Grünen zur Verlängerung der S28 von Kaarst nach Viersen (mit Halten in Willich und Mönchengladbach-Neuwerk).
Das andere Projekt ist noch nicht spruchreif, wird es aber hoffentlich im Laufe des Sommers werden. Aktuell kann ich nur versprechen: It’s gonna be yuuuge!. Und nein, es ist keine Mauer zu den Niederlanden. Es sei denn, das läuft alles sehr schief.

Die Crème de la Crème (von links: Thomas Diehl, Tim Achtermayer, Lena Zingsheim, Anita Parker) - Bild: Max Lucks

Die Crème de la Crème (von links: Thomas Diehl, Tim Achtermayer, Lena ZIngsheim, Anita Parker) – Bild: Max Lucks


Die Grüne Jugend NRW hat sich dieses Wochenende in Mönchengladbach getroffen und das Amt der Landesvorstandssprecherin neu gewählt. Da habe ich natürlich nichts mit zu tun, ausser, dass ich als Sprecher des gastgebenden Kreisverbandes der Mutterpartei natürlich anwesend war, aber es ist einfach eine schöne Nachricht für unsere Partei in MG. Ich freue mich sehr, dass unsere Lena Zingsheim (3. v.l.) nun dieses Amt bekleiden darf.

Wortgeschmeide der Woche

Leider konnte ich selbst am Freitag nicht dabei sein, aber ich höre viel Gutes von der ersten FuckUp Night in Mönchengladbach. De Idee ist gut und potenziell amüsant: Es kommen Leute auf die Bühne, die wirklich übel auf die Fresse geflogen sind, insbesondere wirtschaftlich. Nicht allein zum Amüsement, sondern auch, um daraus für sich etwas lernen zu können, was für Fehler andere gemacht haben.
Am 12. November ist die nächste, ähnliche Veranstaltungen gibt es auch in anderen Städten (siehe Website hinter dem Link).

Fotos der Woche

In der Dahler Oase blühen endlich erstmals Ringelblumen. Nachdem die erste Saat im warmen November noch ausgetrieben hat, nur um dann mit dem ersten Frost abzusterben, hat diese neue Saat ihre Heimat nun erobert. Und einmal etabliert, sähen Ringelblumen sich immer wieder selber aus. Diese Blumen sidn ein recht wichtiger Schritt auf dem Weg von der Wildnis zum Garten.
Es ist unglaublich, wie sehr die Hitze und Trockenheit die Pflanzen zum Fruchten treiben. Die Brombeeren fangen nun gut einen Monat früher als erwartet an, reif zu werden. Auch Kürbisse und Zucchini sind deutlich schneller, die Süßkirschen haben wir sogar verpasst, weil sie sich deutlich mehr beeilt haben, als erwartet.

Videos der Woche

Zurück zum normalen Modus für Extra Extra: Ein Probe Droid aus Das Imperium schlägt zurück schaut diese Woche rein und sieht auch recht gut aus, ist nur eine Wiederauflage von vor zwei Jahren.

Nächste Woche gibt es bei Extra Extra mal was Neues und Fiction Science kommt auch endlich mit ersten regulären Videos voran. Seid gespannt.


Sieben am Sonntag 8.7.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Wenigstens so lange, bis die Sommerzeit abgeschafft wird, dann wird es eng mit der abendlichen Pünktlichkeit.

Musik der Woche

Der dieswöchige Tod Steve Ditkos macht die Wahl der Musik der Woche klar: Spider-Man muss es sein, Ditkos bekannteste und einflussreichste Schöpfung. Ditko hat hier mit Stan Lee eine Figur geschaffen, die eine zentrale Rolle in der Gegenwartskultur gefunden hat. Ja, in jeden Literaturkanon, der etwas auf sich hält, gehört mindestens ein Spider-Man-Comic. Und ja, das meine ich absolut ernst. Der Einfluss dieses Comics lässt keinen anderen Schluss zu.

Nachrichten der Woche

Lego hat schon vor einem Jahr das Ziel ausgegeben, vom Erdöl wegzukommen. Nun ist das erste Produkt auf diesem Weg erhältlich: Ein Set von Lego-Pflanzenteilen auf Zuckerrohrbasis, dass es in Legos eigenem Onlineshop als Zugabe für alle gibt, die mindestens 35 € ausgeben. Hier ist ein Testvideo.

One shall stand, one shall meow

One shall stand, one shall meow

Wo wir grade bei Spielzeug sind, hier ist eine Optimus-Prime-Hello-Kitty. Ich glaube nicht, dass die Tatsache, dass dies existiert weiterer Worte bedarf. Obwohl, doch, ich kann das noch eine Stufe abgefahrener machen. Es gibt dazu auch eine My Melody als pinker Truck und eine Decepticon-Version mit einer Hello Kitty mit Stacheldraht. Ich habe mir nichts davon ausgedacht.
Das Land Berlin fördert dieses Jahr Lastenräder mit einem Betrag von 200.000 €. Der Fördertopf war noch am selben Tag, an dem er eröffnet wurde, mit folgendem Hinweis ergänzt: „Wir bitten von weiteren Anträgen abzusehen, da aller Voraussicht nach die Fördersumme ausgeschöpft werden wird.“ Flott!
Ähnlich erging es auch der Online-Debattenplattform der EU. Die hatte am Freitag eine Umfrage zur Abschaffung oder Beibehaltung der Zeitumstellung aufgemacht. Der Server brach sofort nach Bekanntgabe praktisch zusammen und erst am nächsten Tag war eine geregelte Meinungsabgabe möglich. Ich wundere mich ja, dass sich alle so schwer tun bei der Abschaffung dieser als nutzlos erwiesenen Maßnahme.
Die Bayrka - Bild: Bento/Osterhofener Zeitung

Die Bayrka – Bild: Bento/Osterhofener Zeitung

In Bayern hat man das Grundprinzip hinter der Burka als fortschrittlich erkannt und solange man keine Kapuze dabeitut, ist es ja was ganz anderes. Und so gibt es an einer bairischen Schule übergroße T-Shirts gegen aufreizende Kleidung.
Bild: Claus Brell

Bild: Claus Brell


Aber Schulen können durchaus auch positives bewirken. So haben wir hier etwa Tobias Venrath und Marius Gödden, die bei der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach ein Spiel vorstellen, mit dem man Spielern die Stromproduktion nahebringen kann. Es funktioniert laut Twitter ähnlich wie Clicker-Spiele, ein etwas exotisches, aber erfolgreiches Genre von Spielen, die sich mit geringem Input selber spielen. Ziel solcher Spiele ist die Optimierung hin zu möglichst großer Ausbeute bei geringer Investition (in diesem Fall unter anderem von Umweltzerstörung).
Sparks, Nevada, gibt uns unsere dieswöchige Erinnerung, dass Arbeitslätze kein Selbstzweck sind. Die Stadt hat mit Milliardeninvestition in Form von Steuererlassen eine riesige Fabrik für Tesla angelockt — und nun ist sie in einer tiefen Finanzkrise.

Geniestreich der Woche

Es gibt diese Woche im Bereich der Ideen vor allem eine Erkenntnis: Ich muss echt mal lernen, wie man programmiert, insbesondere Videospiele.
Die Sache mit den Ideen ist die: Hat man eine, hat man hunderte. Eine Idee ist im Grunde so eine Art Dammbruch, der über Assoziationsketten immer weitere Ideen hervorbringt. Und wenn man sich dann nicht irgendwann hinlegt und einschläft, kann das problemlos ein paar Tage so durchlaufen und am Ende hat man eine Liste mit Ideen, die länger ist, als jedes einzelne fertige Werk es je sein könnte.
Ich gebe mal die obskureren Titel in die Welt: Kebob Fish, Flip Flip Bunny, Shopping Spree, Dachshund, Thyreophoran und Oh, Crab!. Insgesamt habe ich innerhalb eines Tages Notizen für 52 Titel gemacht. Und nicht eins davon ist übrigens ein Ego-Shooter.

Politik der Woche

Politisch ging es für mich diese Woche um interne Fragen. Eigentlich eine Kleinigkeit: Das Anbieten von Trinkwasser in Karaffen anstelle von Mineralwasser in Flaschen, deren Herstellung und Transport in Ländern mit so guter Trinkwasserversorgung und -qualität wie Deutschland eine vermeidbare Umweltbelastung ist.

Wortgeschmeide der Woche

Irgendwas scheint immer zu leiden und dieses Jahr ist es die Literatur. Sorry, nichts Neues diese Woche.

Fotos der Woche

kuscheldenkmalAuf dem Schillerplatz in Mönchengladbach war heute der Greta-Markt. Das Problem des Schillerplatzes ist das Gefallenendenkmal. Das wurde dieses Jahr mit Stofftieren gelöst.

tomate-gruenDie Dahler Oase hat dieser Tage wie fast alle Gartenanlagen mit der Hitze zu kämpfen. Manche kommen damit besser zurecht als andere und eine Gewinnerin und Hoffnungsträgerin ist diese Tomate samt ihrer Artgenossen (die anderen sind noch in der Blüte). Das wird eine sehr dunkle Tomate namens „Schwarze Krim“ und die muss sich beeilen. Zum einen, um ihre dunkle Farbe zu bekommen, zum anderen, weil neben ihr ein „Roter Russe“ steht. Und dass das mal klar ist, im Gemüsebeet wird nicht annektiert!

Videos der Woche

Die Woche bringt wieder eine Doppelportion Lego. Neben der üblichen Heftbeilage (diesmal Polizist Phil aus einer seltsam dystopischen Lego City) gibt es diesmal ein Video zu den übergroßen Lego-Aufbewahrungssteinen, da ich dazu selten was sehe.


Sieben am Sonntag 1.7.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Manchmal sogar vor Sonnenuntergang. Daran merkt man dann, dass die Sommersonnenwende noch recht nah ist.

Musik der Woche

Es ist My-Little-Pony-Zeit! Immer eine beliebte Zeit! Musikeinlagen sind in der Serie alles andere als eine Seltenheit, aber das ist so ziemlich die einzige, an die ich mich erinnern kann. Okay, diese und Apples to the Core, aber Glass of Water ist viel lustiger. Discord wäre fast der Grund, aus dem ich mir eine MLP-Figur geholt hätte, er ist ein herrlicher Charakter. Wie bei den meisten Inkarnationen des Chaos als Naturgewalt.

Nachrichten der Woche

In Afrika hilft Technik im Kampf gegen Propaganda und Fehlmeldungen. So arbeiten Journalisten in Kenia mit Drohnen, um Ereignisse aus der Luft zu beobachten und darüber zu berichten.
Einsatz solcher Technik wird auch zunehmend wichtiger. Und das nicht nur in Entwicklungsländern. Denn in Sachen Pressefreiheit ist es inzwischen Osteuropa, das den Experten von Reporter ohne Grenzen Sorgen bereitet.
Auch in Deutschland wird zunehmend gegen freie Berichterstattung und Aufdeckung von Missständen vorgegangen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Vorhaben von Julia Klöckner (landwirtschaftsministerin des Bundes, CDU), härter gegen verdeckt entstandene Aufnahmen in tierquälerischen Viehbetrieben vorzugehen. Dagegen hat sich inzwischen auch eine Petition gebildet.
Unterdessen hat die unsinnigste einflussreiche Erfindung derdeutschen Geschichte 30. Geburtstag: Der Dax, diese absolut nichtssagende Zahl, die uns allen als die wichtigste der Welt verkauft wird.
Viel wichtiger für das Leben ist die Schule. Oder sollte es zumindest sein, denn die Schule lehrt vor allem viel Bildungsgerümpel und lässt im Gegenzug viel für das Leben konkret wichtiges aus. Das kritisieren aktuell mal wieder ein paar Experten. Mal schauen, ob diesmal was bei rumkommt.
Was wichtige Fragen angeht, mag ich ja Quora. Im allgemeinen sind die Antworten auf dieser Plattform gut und die Fragen interessant. Auf der Fragerseite ist hin und wieder eine reichlich krude Idee dabei, aber manche Fragen sind einfach nur großartig. Etwa diese, ob man einen Hamsterplaneten bekommt, wenn man 1.000.000.000.000.0002 nahe beisammen im Weltall schweben lässt. Ich würde das ja verneinen, da die Gravitation eines einzelnen Hamsters nicht groß genug ist, um mit anderen Hamstern zusammenzuklumpen. Aber viel wichtiger ist, dass jemand die Frage gestellt hat.
In der Kategorie „Das sage ich doch schon seit Jahrzehnten“ haben wir diesmal die Idee, CO2 durch den Anbau von Algen in großer Menge zu binden. Diese dann für die Ernährung zu nutzen, klingt zwar vernünftig, löst aber nicht das Problem mit den Treibhausgasen, da es die Bilanz über die Verdauung wieder auf Null setzt. Aber der Ansatz ist richtig.
Zum Abschluss noch ein interessantes Bild aus den Archiven: Frühe Inlineskater aus dem Jahre 1910. Schon interessant, wie sehr die damals noch aussahen wie verkleinerte Fahrräder. Noch viel interessanter aber, dass die einen fest eingebauten mechanischen Antrieb hatten.
Ich frage mich, ob die damals ähnlich häufig waren wie heute Segways und ähnliche Elektrominiflitzer.

Bild: Library of Congress (Public Domain)

Bild: Library of Congress (Public Domain)

Geniestreich der Woche

Ich bleibe noch ein bisschen bei den Fahrraderfindungen: Mir ist aufgefallen, wie einfach das Fahrrad in seinem Ursprung eigentlich ist. Am Anfang hatte es ja nicht mal einen Kettenantrieb. Damals war es noch die Draisine. Die hätte man im Prinzip schon in der Antike bauen können. Und das wäre eine Revolution gewesen.
Wenn man den Römern das Fahrrad gibt, hätte diese eine Erfindung den Zusammenbruch des Reiches aufhalten können, denn plötzlich würden die Reichweite und Geschwindigkeit eines Boten massiv vergrößern und das unregierbare Imperium organisatorisch deutlich geschrumpft.
Was ich noch nicht weiss ist, was ich mit der Idee mache. Okay, doch, eine Idee habe ich, aber die bewahre ich mir in einer Schublade „tatsächlich gute Ideen“ auf. Vorerst.

Ja, ich habe ewig danach gesucht. Alte Fahrradwerbung auf einer Postkarte, das einzige relevante Bild zu der Idee.

Ja, ich habe ewig danach gesucht. Alte Fahrradwerbung auf Postkarte, das einzige relevante Bild zu der Idee.

Politik der Woche

Es geht auf die Sommerpause zu. Ich habe diese Woche den Anlauf für einige Projekte genommen, die danach stattfinden werden.
Also kann ich für die zweite Jahreshälfte schon mal die Themen Plastik, Radwege und Eisenbahn andeuten. Aber für Konkreteres ist noch keine Zeit.
Eine Thema, das jetzt viel näher ansteht ist die Frage, was zum Teufel wir in Mönchengladbach eigentlich mit unserem Flughafen machen? Das Ding ist komplett überflüssig, aber die Stadt kauft es jetzt zurück und pumpt auf absehbare Zeit jährlich siebenstellige Beträge da rein. Wir brauchen auf jeden Fall ein Konzept, was aus diesem Teil in Zukunft wird.

Wortgeschmeide der Woche

Es hat eine Weile gedauert,aber endlich ist meine erste Übersetzung eines kompletten Buchs auch beim größten Anbieter erhältlich. Rezepte für den Schmortopf bietet genau das, was der Titel verspricht.
Ein Kochbuch zu übersetzen ist eine interessante Aufgabe, denn längst nicht alle in den USA verfügbaren Tatsachen sind auch hier erhältlich und bei manchen sind einige Details unterschiedlich. Auch die Maßeinheiten funktionieren nicht immer — so etwa die berühmte Tasse unbekannter Größe in übersetzten Rezepten, bei der ich mir jedesmal nicht nur die Mühe machte, diese in ml umzurechnen, sondern in manchen Fällen das auch wieder in Gewicht umrechnete (eine Tasse Mehl geht, 237 ml Mehl ist nicht nur wegen der krummen Zahl schwierig).
Wie gesagt, eine interessante Aufgabe, deren Ergebnis nun also auch auf Amazon verfügbar ist.

Fotos der Woche

Fotofreie Woche. Als, ich habe einiges fotografiert, aber nichts Interessantes dabei.

Videos der Woche

Bei Fiction Science kämpfe ich noch mit der Zeitbegrenzung auf 15 Minuten.
Extra Extra läuft dagegen solide weiter. Diese Woche mit einer neuen Ninjago-Figur in Form eines etwas aus dem Stil der Serie herausragenden Cole mit einem übergroßen Hammer, mit dem er wohl Lances Lanze von letzter Woche die Stirn bieten will.


Sieben am Sonntag 24.06.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Das „mehr oder weniger“ ist durchaus gemeint. An manchen Sonntagen ist es einfach so.

Musik der Woche

Nach drei Wochen habe ich ganz klar keine andere Option, als groß zu starten. Zum Beispiel mit einem der besten Songs, die je geschrieben, gesungen, aufgenommen und bevideot wurden. Damit kann natürlich nur etwas von Weird Al Yankovich gemeint sein.

Nachrichten der Woche

Zunächst: DSGVO und das neue europäische Urheberrecht sind aktuell sehr große Themen, die ich kaum ignorieren können werde. Ich werde diese hier allerdings überspringen, da ich ihnen ganz eigenständig Aufmerksamkeit widme. Die aktuelle Internetpolitik ist ein wichtiges Thema, das einen eigenen Artikel verdient.
Obwohl, die Nachricht ist zu bizarr für einen normalen Artikel und gleichzeitig zu bizarr, um in den Sieben am Sonntag nicht aufzutauchen: Die DSGVO könnte die Schufa erledigen. Dass deren Geschäftsmodell mehr als fragwürdig ist, dürftekeine Überraschung sein. Ebenso wenig, dass es der Datenschutz ist, der diese Auskunftei hochprivater Informationen am Ende zur Strecke bringt.
Ein vergleichbar offensichtliches Ergebnis hat die Tage eine Untersuchung zu Tage gebracht: Atomkrieg ist keine sonderlich intelligente Idee. Tja, und nu?
Immerhin sitzt da in Washington, D.C., jemand am Roten Knopf, der zu dumm ist, diesen von der Snooze-Funktion seines Weckers zu unterscheiden, wenn es drauf ankommt. Aber der verliert ja nach und nach seine Macht. Zum beispiel möglicherweise seine Schanklizenz, denn für diese braucht man im District of Columbia dem Gesetz nach einen guten Charakter, welchen Trump einer offiziellen Beschwerde nach nicht nachweisen könne. Das wäre so großartig!
Aber Trump ist ja nur Teil eines Gifts, das derzeit überall versprüht wird. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. So wie die Wöchentlichkeit dieser Beiträge. Weniger zum Beispiel, wenn die Welt den Skandal verkündet, jeden Monat kämen 100 bereits abgeschobene Migranten wieder. 100! Wir werden alle sterben! Jetzt mal abgesehen davon, dass es durchaus Gründe für einen mehrfachen Einreiseversuch gibt (und einige davon liegen in der deutschen Bürokratie), ich bin ziemlich sicher, mit 100 pro Monat kommen wir klar.
Jetzt wird es langsam Zeit für gute Nachrichten. Aber das wird nichts. Ihr kennt Hello Kitty? Nun, es gibt eine Raupe mit Hello Kittys Gesicht. Oder jedenfalls nah genug. Hier ist ein Youtube-Video, das ich jetzt mal nicht einbette, weil dieser Beitrag schon fünf Videos enthält und irgendwann auch mal laden soll.
Oh, doch, hier ist eine gute Nachricht: Einer der belgischen Schrott-Reaktoren ist mal wieder vom Netz gegangen. Nur aus irgendeinem Grund schalten die Belgier die Drecksdinger ständig wieder an. Vermutlich läuft da ein Suizidkult oder sowas. Ihr wisst schon, alles ist lustig und Blutbad oder Schlaftabletten und dann machen die etwas, was Leute betrifft, die nicht Mitglieder sind. Typisch.
Nicht ganz so gefährlich, aber auch nicht sonderlich gesund scheint Titandioxid zu sein. Diese Zutat in vielen Kosmetikprodukten wie Zahnpasta, welche diese schön weiss macht, scheint Diabetes zu begünstigen.
Und nun noch ein persönlicher Abschluss: Viva wird eingestellt. Der Sender war für mich ein prägendes Phänomen der Jugend, er lief praktisch ständig im Hintergrund. Als Viva schließlich zu wenig Musik und zu viele Shows sendete, war dies der letzte Tropfen, der mich vor mehr als zehn Jahren dazu brachte, den Fernseher als Maschine komplett aus meinem Leben zu verbannen. Aber klar, die Zielgruppe hat allgemein aufgehört, Fernseher als Teil ihres Lebens zu nutzen und ich erwarte, dass Viva nur der erste vieler Tode in einem Medium ist, dessen Zeit langsam endet. Ich erwarte derzeit, dass der letzte private Sender in zehn Jahren entweder untergeht oder nur noch als Anhängsel einer Online-Plattform existiert.

Geniestreich der Woche

Das Genie, welches beim letzten mal die Erdbeerpizza präsentierte, präsentiert nun: Döner Hawaii.
Ich meine, warum nicht? Der Hawaiitoast ist eh eine extrem lustige Erfindung der deutschen Fernsehgeschichte, gefolgt von der Pizza Hawaii. Nur Döner ist immer noch Döner. Manchmal mit Falafel, manchmal mit unterschiedlichen Fleischen oder Fleischersatzen, aber doch immer Döner. Warum kann der Dönernicht so vielfältig sein wie die Pizza oder das Sandwich?
Also, packt etwas Ananas in den Döner!
Das Konzept hat es bis jetzt in genau eine mir bekannte Döneria und in einen Buchtitel geschafft. Das ist ein bisschen mau, da geht noch was! Und ja, das bedeutet, ich war wieder nicht der einzige mit der Idee. Aber eines Tages werde ich die kulinarische Welt revolutionieren! So wie der Mensche, der irgendwann herausgefunden hat, dass Kartoffeln essbar sind. Und anschließend Deutschland gegründet hat.

Politik der Woche

Okay, die letzten drei Wochen haben die leeren vorherigen zwei gut ausgeglichen. Es war Sitzungszeit. Und Landesparteitag.
Beginnen wir mit letzterem. Die LDK Troisdorf, wie das bei Grünens heisst, war geprägt von der Wahl zum neuen Vorstand, bei dem es sehr zu meiner Überraschung die einzige Bewerberin der Grünen Jugend, Jule Wenzel, nicht zur Beisitzerin geschafft hat. Das fand ich dann doch etwas enttäuschend. Auch die beiden Kandidaten aus der niederrheinischen Nachbarschaft, Christoph Stolzenberg und H.C. Markert, haben das Rennen leider nicht gemacht. Man merkte allerdings eine gewisse Veränderungsstimmung. So nennt man das wohl, wenn alle im geschäftführenden Vorstand nur mit um die 70&37; gewählt werden, wenn es noch nicht mal Gegenkandidat/-innen gibt.
Inhaltlich gab es einen großen Punkt zur Wohnungspolitik, die ganz einfach nicht so mein Thema war. Allerdings gab es auch den Beschluss, eine Kommission zu bilden, wie wir mit der Digitalisierung umgehen wollen. Klingt etwas bekloppt, aber damit soll auch externer Sachverstand eingebunden werden und wenn ich mir die Ergebnisse der DSGVO so anschaue, kann unsere Partei solche gut gebrauchen.
Zeitgleich war ja auch die Fahrradkonferenz RADKOMM im nahen Köln und wir beschlossen pünktlich vor deren Beginn auch, die Volksinitiative Aufbruch Fahrrad zu unterstützen. Das hat auch die Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität & Verkehr empfohlen, zu der ich gehöre.

Noch zwei Tage vor der LDK saß ich in Rheydt im Umwelt- und Feuerwehrausschuss. Dieser begann gleich mit dem Punkt „Vortrag der Landwirtschaftskammer zum Thema ‚Glyphosat‘“, der aus einem Grünen Antrag von der vorherigen Sitzung zurückging. Ein Vertreter der Landwirtschaftskammer aus Köln war gekommen, um zum Thema zu referieren. Er schilderte die Beschränkungen der Landwirte beim Pestizideinsatz, fand das Wort „Pestizid“ ganz furchtbar und will es durch „Pflanzenschutzmittel“ ersetzt wissen (äh, ja, vergiss es) und erzählte immerhin auch von ausgiebiger Erprobung, chemische durch mechanische Methoden der Unkrautbekämpfung zu ersetzen.
Es gab auch einen Bericht zum Thema Elektromobilität, der vor allem ganz viel Verzweiflung enthielt. Die in der Praxis eingesetzte Technologie ist hochgradig unpraktisch und stellt die Städte vor erhebliche Probleme, wenn sie in größerem Umfang genutzt werden sollte. Kurzgesagt bringt Steckdosenaufladung ordentlichen Kabelsalat mit sich. Gleichzeitig fragte ich nach konkreten Technologien, die andernorts in der Erprobung sind oder sogar in den 70ern und 80ern in unserer eigenen Stadt erprobt wurden. Doch da habe ich wohl zu viel erwartet. In Mönchengladbach macht man nichts Neues, in MG verwaltet man die Missstände und moppert drüber.
Zu wenig Fantasie war auch das Problem bei unserem Antrag auf die Einrichtung von Wildniswald-Flächen. Das sind Waldflächen, auf denen keine menschlichen Eingriffe erfolgen, wenn diese nicht der Verkehrssicherung am Rand der Gebiete dienen. So sollen in ausgewiesenen Gebieten natürliche Prozesse stattfinden. Weg von Forstwirtschaft und gewollten menschlichen Vorstellungen, hin zu einem dynamischen System, in dem die Natur ihren eigenen Gesetzen folgt.
Doch vor der Dynamik eines natürlichen Systems hatte so mancher Angst. Denn dann kann man nicht mehr anpflanzen, wie im Garten, sondern es wachsen nur noch Pflanzen und Tiere, die an diesem Ort tatsächlich von Natur aus leben können. Welch ein Schreckensszenario! Kam also nicht durch, die Idee. Dabei wäre der Rheindahlener Forst auf dem Gelände des ehemaligen NATO-Hauptquartiers eine großartige Chance für so ein Projekt gewesen.

Am Dienstag darauf folgte der Bau- und Planungsausschuss.
Wie dem Wildniswald erging es dort auch unserem Antrag auf ein Klimafolgenkonzept. Ein solches dient dazu, die Stadt auf absehbare Klimaveränderungen vorzubereiten. es ist damit ein ergänzender Baustein zum Klimaschutz, der diese möglichst gering zu halten sucht. Doch die GroKo wollte weder verstehen, dass ein gesamtstädtisches Konzept etwas anderes ist als, dass wir bei diesem und jenem Baugebiet ein paar Bäume hinstellen, noch, dass Klimafolgenschutz im Klimaschutzkonzept der Stadt überhaupt nicht vorkommt und da auch gar nicht reingehört. Und ja, ich sage bewusst „wollte nicht verstehen“, denn für doof halte ich die GroKoler/-innen nicht.
Aber das muss nichts heissen. Ein anderer von mir formulierter und im November abgelehnter großer Radverkehrsantrag kam in Form einer Verwaltungsvorlage wieder. Da habe ich mich doch gleich nett bedankt.
Beim Thema Radverkehr blieb ich dann noch ein wenig. Im Tagesordnungspunkt für Anfragen der Ausschussmitglieder fragte ich nach, welche Radschnellwege und vergleichbaren Radwege denn nun konkret in der Entwicklung seien und wie der jeweilige Stand ist. Darauf bekam ich zwar keine direkte Antwort, aber dafür die Zusage eines vollen Berichts der Verwaltung. Was deutlich ergiebiger ist, aber halt auch länger dauert. Ich freue mich sehr darauf, mehr zu hören als Gerüchte und vage Andeutungen.

Wortgeschmeide der Woche

Life, uh, finds a way

Life, uh, finds a way

Lange nichts mehr von mir selber gehört. Doch diese Durststrecke endet nun: Hier ist sie endlich, die für 2018 aktualisierte und erweiterte Neuauflage von The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World. Das da oben ist das Cover der Papierausgabe.
Ja, es ist mein zweites Buch mit Papierausgabe, die nun bei Amazon erhältlich ist. Und ja, die Schrift auf dem Cover ist leicht nach links verrutscht. Und ja, ich beiss mir dafür jetzt in den Hintern, denn das habe ich in der Vorschau nicht gesehen, bei der ich einen halben Tag lang damit beschäftigt war, die Beschriftung des Buchrückens richtig zu positionieren. Der Fehler hat sich wohl eingeschlichen, als ich die Größe des Covers für die Dicke des Rückens angepasst und dabei einen Teil der Beschriftung verschoben habe.
Mit 128 Seiten ist es ein bisschen dicker als die Standard-Ausgabe von How to Sing Butterflies.
Naja. Hier nun die Amazon-Links für das eBook und die Papierausgabe. In mein Buchregal kommt es eh.

Fotos der Woche

Krabbenspinne verzehrt in einer Blüte eine erbeutete Honigbiene

Bienensterben in der Praxis

Die Dynamik der Natur in einem Bild. Offenbar ist unsere Obstwiese in Dahl ein Paradies für Krabbenspinnen. Die reiche Blütenvielfalt lockt viele bestäubende Insekten an und auf diese wiederum ist die Veränderliche Krabbenspinne spezialisiert, die man hier gut beim Beuteschlagen beobachten kann.
Hier hat sich ein besonders großes Exemplar eine Honigbiene geschnappt.
Von einem Biber gefällter Baum

Justin war hier

Bei der Diskussion um den Wildniswald war der Mühlenbach mit seinem Biber ein recht ausgiebiger Punkt in der Diskussion. Dessen Spuren hatte ich zufällig am vorhergehenden Wochenende von der Straße aus entdeckt und fotografiert. Wer schon immer mal sehen wollte, wie ein vom Biber umgenagter Buam im wahren Leben aussieht, kann dies hiermit tun.

Videos der Woche

Es stellt sich als überraschend kompliziert heraus, Fiction Science ans Laufen zu bringen. Hauptproblem ist derzeit, dass Youtube mir nur 15 Minuten pro Video zugesteht. Um das zu ändern, müsste ich das Konto per Telefon verifzieren, was aber nur für zwei Kanäle innerhalb von 12 Monaten geht. Die habe ich bereits aufgebraucht.
Da „Welcome to Jurassic Park“ etwa 20 Minuten hat, ist das ein Problem. Die Filmausschnitte dagegen waren zu meiner Überraschung kein Problem.
Das Intro des Kanals ist zum Glück deutlich kürzer und ging reibungslos online. Der Rest muss dann etwas später folgen.

Auf der Lego-Seite des Lebens haben wir einen schönen großen AT-ST mit einigen interessanten Teilen, ein Sortiment Strandsportutensilien samt Hamster (warum auch nicht?) und einen weissen Ritter mit einer leicht übertriebenen Lanze.


Sieben am Sonntag 03.06.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Hin und wieder mit längerer Pause, aber alles in allem: Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Keine Ahnung, wie ich auf diesen Song gestoßen bin, aber was 80er-Popröhre Pat Benatar näher an der Gegenwart bringt, ist nicht schlecht. Hier ist ein Song über Kindesmissbrauch. Ich habe dem nicht viel hinzuzufügen.
Ausser, dass der Song zu seinem Thema vielleicht etwas zu gut rockt.

Nachrichten der Woche

Auf Twitter hatte das Inkrafttreten der DSGVO ein paar bizarre Folgen. Okay, überall hatte es bizarre Folgen. Beispielsweise sind die sinnlosen „Stimmen Sie unseren Cookies zu?“ jetzt auf vielen Seiten deutlich zu groß geworden, um sie wie bisher zu ignorieren. Auf Twitter speziell hat man aber die Richtlinie zum Mindestalter umgesetzt, indem man Konten gesperrt hat, die noch nicht volljährig waren. Das betraf allerdings auch Vereine und ähnliche, wenn sie nach 2000 gestartet sind. Netzpolitik zum Beispiel.
Aple hat das Patent auf Rechtecke gewonnen.
Gute Nachrichten für Delfinarien und ihre Fans: Forscher in Frankreich haben untersucht, wie glücklich Delfine mit ihren Lebensbedingungen sind und es stellt sich heraus, dass Delfine in Delfinarien durchaus glücklich sind — allerdings nur jene, die dort geboren wurden und daher ein anderes Leben nicht kennen. Das ist ein Effekt, den man auch von Menschen kennt, dass ihre Herkunft ihre Lieblingsorte bestimmen.
Ein neuer Dokumentarfilm beschäftigt sich derzeit mit einer speziellen Gruppe: Leute, die für soziale Netzwerke die Zensur durchführen. Sie sperren Pornografie, strafbare Inhalte, Blut und Gewalt und so weiter. Das ist interessant, weil ich das durchaus auch schon mal gemacht habe. Traumatisierend fand ich das jetzt nicht, aber diese Mikroarbeiten sind für europäische Verhältnisse extrem schlecht bezahlt und monoton. Dass dies nach Südostasien wandert, wundert mich nicht. Ich habe übrigens 2016 eine ganz gut dazu passende satirische Kurzgeschichte geschrieben.
In Kalifornien hat Siemens eine Teststrecke für Lkw mit Oberleitung eröffnet. Ich halte elektrifizierte Autobahnen für eine absolute Zukunftstechnologie, insbesondere, da ich den Schienenverkehr (leider) für tot halte.

Geniestreich der Woche

Strawberry-Pizza-with-BaconAus der Durchsicht einiger Buttons wurde vorletzte Woche eine kurze Diskussion, ob Erdbeeren eigentlich ein guter Pizzabelag sind. ich persönlich kann mir Erdbeeren auf einer Pizza Margharita durchaus gut vorstellen. Ich meine, Erdbeeren und Käse passen schonmal ganz gut und irgendwie – ja, ja, ich glaube, das kann klappen.
Hinzu kommt, dass ich offenbar nicht als erster die Idee hatte. Das Bild oben stammt zum Beispiel von hier.
Ich selbst vergesse unterdessen jeden Tag aufs Neue, mir eine Pizza nur mit Käse zu holen, um sie mit Erdbeeren zu belegen und dies als Prototypen zu probieren.

Politik der Woche

Ihc mach’s kurz: Mit der Pfingstwoche war es zum einen recht ruhig, zum anderen habe ich über die drei Wochen etwas den Überblick verloren. Wr haben ein paar Stände gemacht, bei denen viel zum Thema Pflanzen und Insekten gemacht wurde, unter anderem mit dem immer wieder beliebten Samenkugel-Matschen.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche kam endlich ein Päckchen aus der Ukraine an. Literatur zum Thema Velomobile ist rar gesät. Überhaupt ist theoretische Literatur zu Fahrradthemen recht selten, wenn man mal schon Wartungshilfen absieht.
Давай Изобретём Веломовиль deckt neben der Erfindungsgeschichte des Fahrrads einschließlich erster mehrspuriger Modelle um die Jahrhundertwende (ein Krankentransporttandem von 1899!) alles ab, was bis zum Erscheinungsjahr 1991 so mit Pedalen angetrieben wurde, ohne ein normales Fahrrad zu sein. Das Velomobil wird ja schon im Titel versprochen, aber auch Kettcar und Velocars bekommen ihren Raum und ein Kapitel zum Ende widmet sich sogar anderen Pedalfahrzeugen wie Booten und Flugzeugen.
Dazu kommen Tipps zum Bau (praktisch komplett ohne Schweissen) samt Zeichnungen und Fotos. Empfehlenswert, wenn auch in russisch und schwer zu finden.

Fotos der Woche

Das ist jetzt etwas blöd, wir haben eine Woche (fast) ohne Fotos. Fast, wiel es zwar durchaus welche gibt, die aber ohne Kontext nicht gut funktionieren oder aber sehr überbelichtet sind. Im Grunde alles Bilder von der Dahler Oase. Ich muss definitiv wieder gezielt auf Fotojagd gehen. Oder wenigstens meine Kamera wieder regelmäßig mitnehmen.

Videos der Woche

Ein sehr obskures und leider etwas wackelig geratenes Fahrzeug bei Lego Star Wars, ein Mosasaurier aus den 80ern, ein wirklich hässlicher Droide, robotischer Neuzuwachs für meine Archaniden-Armee, ein Ninja mit roten Plastikschwertern und vier Ritter auf Dinosauriern. Das ist doch mal eine hübsche Mischung!
Der Kanal Extra Extra hat mir die letzten Wochen mit den Zuschauerzahlen etwas Sorgen gemacht, aber die Ninjago-Figur diese Woche hat das wieder ordentlich rausgeholt. Ich weiss immer noch nicht, warum der Erfolg der Videos so extrem schwankt, aber so langsam geht es nach oben.

Fiction Science indes startet diese Woche rechtzeitig zum Europastart von Jurassic World: Fallen Kingdom. Hoffentlich gehen sie auch schnell online und landen nicht in irgendeiner Prüfhölle von Youtube. Das kann bei Videos zu Filmen schnell passieren.