Sieben am Sonntag 02.12.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Zahnstocher gibt’s bei der Stadtverwaltung.

Musik der Woche

Wir sind Helden geht immer: Musik mit literarischem und inhaltlichem Anspruch, obwohl sie auf Deutsch ist. Sowas sieht man ja auch eher selten, ohne dass es platt wird. Wir sind Helden waren da eine Ausnahmeerscheinung, die sich immer lohnt.

Fundstücke der Woche

Es gibt doch noch Hoffnung für die Digitalisierugn in Deutschland: Die CEBIT verdigitalisiert sich. Und das meine ich genau so: Meines Erachtens ist die CEBIT eine hoffnungslos veraltete Veranstaltung. Es gibt keinen Grund, im digitalen Zeitalter eine Messe für Computerprodukte abzuhalten. Das ist der ganze Punkt hinter der Digitalisierung: Die weitgehende Bedeutungslosigkeit des physischen Raums in der digitalen Welt.
Und sie ist nicht das einzige Relikt der 70er, das zum Dank endlich sein Ende findet: Frankreich schaltet endlich das AKW Fessenheim ab. Vielleicht. Es gibt noch Ausstiegsklauseln für den Ausstieg. Aber die Richtung stimmt.

Überhaupt, Frankreich kommt langsam voran. Denn während deutsche Autolobbyisten noch das Märchen erzählen, dass nur Deutschland sich um Luftverschmutzung kümmern würde, nimmt sich Frankreich bereits die Lieblings-Nebelgranate selbiger Lobby vor: Der Kapitän eines Kreuzfahrtschiffes darf für seine Abgase 100.000 € zahlen.

Doch zurück zur digitalen Welt. Wir haben großartige Nachrichten erhalten: Es gibt endlich eine klare Zahl, wie hoch die Erfolgsrate von Blockchain-Lösungen eigentlich ist. Es sind… 0 Prozent. Das ist noch übler, als ich erwartet hatte. So ein Prozent hätte ich diesem Unsinn ja schon zugetraut, einfach nur aus statistischen Zufall.

Dinosaurierfreunde finden unterdessen, dass sich die Forschung zur Zeit in Bereichen fortentwickelt, die noch vor wenigen Jahren als unvorstellbar schienen. Ein besonderes Beispiel dafür sidn Erkenntnisse über die Farben, die einige ausgestorbene Lebewesen zu Lebzeiten hatten.
Der neueste Fall dieser Art ist der frühe Vogel Confuciusornis, von dem nun zwar nicht die kompletten Farben, aber immerhin das Muster des Flügelgefieders bekannt ist.

Da bleibt zum Abschluss des Abschnitts nur eins: Was niedliches. Mit Dinosaurier. Zum Beispiel dieser Ohrring. Von Wish.com.

Spielerei der Woche

Honu WorldWisst ihr, was virtuelle Daten definitiv nicht erzeugen? Plastikmüll!
Um diesen geht es in A Honu World, das von vier Studierenden der Uni Stanford entwickelt wurde.
Man spielt eine kleine Meeresschildkröte, die versucht, die Ozeane vom Müll zu befreien, indem sie diesen in die Netze der Fischfangschiffe „pustet“. Okay, ich schreibe „pustet“, aber so ganz klar ist mir nicht, was sie da macht. Aber egal, es funktioniert, da darf die Schildkröte auch mal über magische Kräfte verfügen, die über einen Mausklick in der richtigen Richtung aktiviert werden.
ich fand die Steuerung etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit geht es und man beginnt, die Level von leeren Flaschen und Dosen zu befreien.
A Honu World gibt es bei itch.io für Windows, Mac und zum Spielen im Browser.

Wortgeschmeide der Woche

Das Blog Love in the Time of Chasmosaurs hat letzte Woche ein interessantes Buch vorgestellt.
Ich selbst hatte schon eine ganze Weile diese Idee, ein Buch zu verfassen, das den Leser durch die seltsamen Bilder führt, die sich die Menschen über die Jahrhunderte von jenen Wesen gemacht haben, die wir heute als Dinosaurier kennen. Von dem für ein menschliches Bein gehaltenen Riesensalamander über Meeresreptilien, deren Kopf versehentlich auf den Schwanz montiert wurde, bis zu Stegosaurus, einem Dinosaurier, der im vollen Bewusstsein dessen benannt wurde, dass sein Name sich auf eine komplett falsche Vorstellung des Tiers bezog. Es ist alles so herrlich seltsam.
Kathleen Kudlinski hat bereits 2005 eine ähnliche Idee umgesetzt und das Ergebnis ist Boy, were we wrong about Dinosaurs. Es ist Teil einer ganzen Reihe von Büchern dieser Art, deren andere Bände sich beispielsweise mit Medizin, dem Sonnensystem oder Meteorologie beschäftigen. Die Bücher sind alle lesenswert und bieten schöne Beispiele dafür, wie sich die Wissenschaft mit der Zeit die Welt erschließt und wie sie ihre Erkenntnisse gewinnt und stetig mit neuen Entdeckungen verbessert.

Politik der Woche

Die Sitzung des Umweltausschusses am Mittwoch zog sich diesmal leider sehr. Stark dafür verantwortlich war ein Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg. Ich bin ja froh, wenn jemand von der Bergbaubehörde zum Braunkohlentagebau informiert, aber wenn der vorher eine gute Viertelstunde von den eMail-Problemen beim Zustandekommen seiner Einladung erzählt, verfliegt das schnell.
Als er dann mal zum Punkt kam, gab es einiges zu lernen. Etwa, dass die Kosten für den Rückbau der Tagebaue gar nicht in liquiden Mitteln vorliegen, sondern in Form von Bilanzvermögen. Das zum Teil bei Schließung der Tagebaue sofort wertlos wird, weil man zum Beispiel viel von der Technik zu nichts anderem gebrauchen kann, als zum Kohleabbau. Das ist so die Form von Sicherheiten, mit denen man eine Bank zufriedenstellen kann, die aber fachlich absolut ungeeignet ist.
Oder, dass es um so teurer wird, je länger wir warten — was nicht heissen soll, dass eine kürzere Laufzeit günstiger wäre. Das Problem ist, dass bei einer Verschlimmerung der klimatischen Bedingungen diese die Reparatur der Schäden durch den Tagebau immer schwerer macht. Es ist beispielsweise nicht so einfach, einen See mit Rheinwasser aufzufüllen, wenn der Rhein kaum noch Wasser führt.

Es gab die aktuelle Liste der geplanten Baumfällungen, an der wir wieder zu kritisieren hatten, was wir schon lange kritisieren: Es fehlt eine Liste der Ersatzpflanzungen, die Länge der Liste macht ein Bearbeiten sehr schwierig und oft ist nicht mal ersichtlich, welcher Baum eigentlich fallen soll. Angaben wie „Hauptfriedhof: 1 Rosskastanie“ sind wenig hilfreich.

Der Haushalt stand an, bei dem wir im Umweltbereich vor allem einen Antrag hatten, der den Beitritt der Stadt zum Netzwerk Biodiversität vorsah. Den stellte dann überraschend die GroKo ebenfalls. Wohl, weil der Himmel auf uns hinabstürzt, wenn die GroKo einem Antrag der Opposition zustimmt. Immerhin haben sie ihn noch um ein paar Details erweitert.
Bei der Haushaltsrede gab es dann ein sehr merkwürdiges Verhalten seitens Baudezernent Gregor Bonin: Als die Opposition sprach, fand der sich plötzlich auf der Pressebank und quatschte mit Denisa Richters von der Rheinischen Post. Es war offenbar sehr wichtig, die Presse tunlichst von allen Nicht-GroKo-Meinungen abzulenken. Ach, nennen wir es doch beim Namen: Es ist nicht merkwürdig, es ist unverschämt!

Am Freitag blieben wir gleich beim Thema, es ging erneut zur Sammlung von Unterschriften gegen das in Mönchengladbach ausufernde Entfernen von Bäumen. Ob sie nun gefällt oder umgepflanzt werden, ist dabei eine Nebensache, auf jeden Fall fehlen sie nachher in der Innenstadt. Der Stand war erneut schon beim Aufbau gut besucht. Obwohl wir diesmal drei statt nur zwei Unterschriftenlisten dabei hatten, bildete sich wieder schnell eine Schlange.

Lutz Schippers sorgte mit einem Instrument, dessen Name mir ständig wieder entfällt (Gatham?) fürangenehme musikalische Begleitung.

Fotos der Woche

Als Nachtrag zu dem Sanddorn gestern ein Bild von der selben Strauchreihe am Wegesrand. Die beiden unterschiedlich intensiv gefärbten Sanddornsorten geben einen attraktiven Farbtupfer in der winterlichen Trübe.

Nicht ganz so nett ist der Anblick des Abteibergs. Okay, die Mischung an Brauntönen im ersten Bild mag mancher noch halbwegs künstlerisch ansprechend empfinden, aber mein Geschmack ist es nicht.
Der zuvor satt begrünte Hang wurde auf einen Schlag geleert und aus dem Postkartenmotiv der Stadt wurde eine hässliche Kahlschlagsszene. Angeblich soll es im Frühjahr besser aussehen. Wir werden sehen. Aber den Übergang hätte man nun wirklich sanfter und weniger hässlich machen können. An so wichtigen Stellen macht man dann halt nicht alles auf ein Mal weg.
Man sollte wirklich meinen, die Zuständigen würden langsam lernen, sensibler mit dem Grün in der Stadt umzugehen. Aber nein, es geht ungebrochen weiter mit diesem Vorgehen.
Immerhin regen die Leute sich darüber auf. Ich habe inzwischen komplett den Überblick verloren, wie viele Leute und Seiten diese Bilder auf Facebook weitergeteilt haben, von den Kommentaren unter all diesen Weiterteilungen meines ursprünglichen Beitrags ganz zu schweigen. Es gibt also schon ein Empfinden für solche Dinge, nur bei Stadtverwaltung und Grünflächenamt fehlt es.

Mit sowas kann ich die wöchentliche Bilderschau natürlich nicht abschließen, da muss was hübsches her! Und zum Glück gibt es da auch was.
Bei den Ringelblumen in der Dahler Oase fiel mir heute erst auf, dass eine der Pflanzen eine ganz neue Farbvariante hervorgebracht hat. Da hat sich wohl was reingekreuzt. Nun gibt es neben den bekannten Varianten (gelb mit gelbem und mit braunem Kopf) eine Variante, deren Blütenblätter einen zusätzlichen weissen Kranz aufweisen. Was ich erst für einen Schaden an einer der Blüten hielt, stellt sich nun dank einer zweiten Blüte als Teil der Pflanze heraus. Auf Fotos sieht das dann so aus, als wären die Blüten aufgemalt.

Videos der Woche

Die ersten Tage des Dezembers sind da und somit beginnt der angedrohte tägliche Blick in den Galileo-Adventskalender.

Doch auch bei den Lego-Magazinen geht es weiter und so finden sich da die Minifigur Nitro aus Lego Ninjago und ein kleines Weihnachtsset mit Hund in Lego Friends.

Nächste Woche gibt es dann wieder Inhalte bei Fiction Science. Der Ton für das zweite Video zu den Predator-Filmen ist bereits aufgenommen, ich muss ihn noch schneiden und mit Videomaterial ausstatten. Wenn alles klappt, gibt es kommende Woche ein zweites Video, dieses dann zum Thema Pokémon.


Sieben am (Spät)Sonntag 26.11.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und manchmal ist später Sonntag, als der Kalender vermuten lässt.

Musik der Woche

Wir reisen dann mal musikalisch in den fernen Norden, nach Schleswig-Holstein. Es gibt ja allgemein eher wenig Gründe, sich dorthin zu begeben. Eigentlich nur Sylt oder Transfer. Und eben das Sägewerk Bad Segeberg. Das stellen dann mal eben die Wise Guys vor.
Ich sollte öfter einfach auf irgendwelche Youtube-Videos mit lustigen Namen klicken. Was kann da schon schiefgehen?

Fundstücke der Woche

Der Brexit bleibt ein Schaulaufen von Inkompetenz und Dummheit. Neuestes Highlight ist das britische Parlamentsmitglied Nadie Dorries. Sie hat eine Beschwerde zu den Austrittsverträgen, die Theresa May mit der EU verhandelt hat: Da fliegen die Briten doch glatt beim Austritt aus der Eu auch aus dem EU-Parlament. Gut, damit hätte man nun wirklich nicht rechnen können.
Proteste gegen Dinge, die völlig logisch sind und gegen die jeder Protest Zeitverschwendung ist,gibt es aber auch in der EU: Gegen die Ölpreise zum Beispiel.
Aber für richtiges politisches Versagen muss man immer noch in die USA blicken. Absolut beeindruckend ist, was der Internet Historian zu Verlauf und Tod der Internetkampagne Kony2012 (Link führt zu einem Video) gegen den afrikanischen Warlord Joseph Kony zusammengetragen hat. Lasst das einfach mal bis zu dem Punkt laufen, an dem der UN-Plan ins Spiel kommt, Kony zu einem Treffen mit Brad Pitt und Angelina Jolie einzuladen.

Wie man es gut macht, führt der deutschen Politik dann mal Flixbus vor. Die machen einfach, was sonst immer als unmöglich, zu teuer oder sonstwie nicht umsetzbar behandelt wird und nehmen ihren ersten Elektrobus ins Angebot auf.
Man kann über Elektromobilität lange streiten, aber sie ist letztlich unumgänglich, wenn wir von den unsere Zukunft als Spezies und Zivilisation gefährdenden fossilen Energien weg wollen.

Klimaprognosen klingen meist gruselig. Noch gruseliger klingen da wohl Riesenviren im Waldboden. Aber keine Angst, was da bei Harvard aufgetaucht ist, ist nicht nur harmlos, sondern auch wichtig: Mit der recht jungen Entdeckung von Viren, die die Größe von Bakterien erreichen,geht ein regelrechter Sprung in der Biologie einher.
Seit langem ist die Frage ungeklärt, ob Viren eigentlich Lebewesen sind und wo sie herkommen. Diese Riesenviren bestärken die These, dass Viren die Nachfahren eigenständiger Lebewesen sind, die im Laufe der Zeit vollkommen in ihrer parasitären Lebensweise aufgegangen sind, bis sie nur noch Fragmente ihrer einstigen Form waren. Das hat umfangreiche Auswirkungen darauf, wie wir die Frage danach angehen können, wie das Leben auf der Erde einst seinen Anfang genommen hat.

Bitte nicht auf die Spinne treten. Danke.

Bitte nicht auf die Spinne treten. Danke.


Spielerei der Woche

Rollenspiele der 8- und 16-Bit-Ära haben eine sehr eigene Ästhetik, die heute wenig überraschend nostalgisch aufgeladen ist. Zugleich gibt es einen Trend, alte Rollenspielserien ohne die Rollenspielinhalte als Handyspiele rauszubringen.
Ein sehr erfolgreiches Beispiel davon war der jeglichen Inhaltes unverdächtige Pokémon-Ableger Pokémon Go,der sich allein auf das Sammeln der Monster und gelegentliche Stadionbesuche konzentrierte. Das war substanzlos, aber für eine Weile sehr spaßig und vor allem viral erfolgreich.
Pocket Healer basiert auf keiner bestimmten alten Rollenspielreihe, ähnelt aber sehr stark den ersten NES-Teilen der extrem erfolgreichen Reihe Final Fantasy. Sie reduziert das Spiel in entsprechender Manier rein auf die Kämpfe, eine Geschichte zwischen den Kämpfen gibt es nicht. Und es ist sogar noch etwas reduzierter als das: Man spielt nur die Heilerin der Gruppe, die zudem nichts tun kann, ausser die anderen Gruppenmitglieder zu heilen.
Ziel des Spiels ist es, die Gruppe durch so viele Kämpfe wie möglich am Leben zu halten. Das kostet Mana, welches sich nur langsam wieder aufbaut. Es geht also darum, zur rechten Zeit das richtige Gruppenmitglied zu heilen und so lange zu überleben. Das ist überraschend schwer (das Mana geht schnell zur Neige). Ob es dabei wirklich eine Taktik gibt oder ob man nur auf immer höhere Boni hinspielt, die längeres Überleben ermöglichen, habe ich dabei noch nicht ganz raus. Auf jeden Fall hat es diesen „Ein-Versuch-noch“-Charakter.
Pocket Healer kann man bei itch.io online spielen oder bei Google Play für Android laden. Ich empfehle wegen des aufrechten Formats des Spielbilds die Android-Version oder wenigstens Spielen auf dem Handy.

Wortgeschmeide der Woche

Es gibt in der Geschichte so manches Leben, an das man oft nicht denkt und das absolut absurd klingt, das aber tatsächlich passiert sein muss, wenn man drüber nachdenkt.
Ein Beispiel dafür ist die Person, die ins Bild rückt, wenn man fragt,woher eigentlich die Tätowierungen der Häftlinge in den Konzentrationslagern kamen.
Heather Morris gibt in The Tattooist of Auswchitz die Geschichte von Lali Sokolov wieder, jenem slowakischen Juden, dessen Aufgabe es war, diese Tätowierungen zu stechen. Die New York Times hat einen interessanten Artikel dazu, wie wahre Geschichte und erzählte Geschichte in der Erzählung dieses Schicksals zusammenspielen.

Politik der Woche

Am Dienstag traf sich der Arbeitskreis Verkehr der Gladbacher Grünen. Als Gast durften wir Detlef Neuß begrüßen, Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn. Mit diesem haben wir uns einen Überblick über die anstehenden Vorhaben der Bahn in Mönchengladbach verschafft und diverse Entwicklungen und Vorschläge diskutiert.
Und derer gibt es in der Stat aktuell viele, selbst wenn man die reinen Baumaßnahmen ignoriert. Die Diskussion, die S-Bahnlinie 28 von Kaarst bis Viersen zu verlängern, läuft immer noch und wir finden das auch sinnvoll, um Neuwerk besser anzubinden und um die täglich komplett zugestaute A52 zu entlasten. Es gibt konkrete Vorschläge, wo ein Bahnhof für die Hochschule stehen kann, fehlt aber noch an einer Bahn, die dort halten kann. Dafür bräuchten wir die aus Richtung Köln geplante S-Bahnlinie 6, für deren Verlängerung bis Mönchengladbach aber noch ein Engpass im Bereich Odenkirchen beseitigt werden muss. Und dann gibt es da noch den Alternativvorschlag eines Bahnhofs am Montforts-Gelände, wofür wir aber keinen Bedarf und einen zu großen Abstand von der Hochschule sehen (da kann man auch gleich wie gehabt am Hauptbahnhof aussteigen).
Die Diskussion war recht ausführlich und es gab viel zu bereden, sodass wir die Runde im Dezember fortsetzen werden.

Der Mittwoch begann politisch mit einer Aufsichtsratssitzung der Marketing-Gesellschaft MG, von der ich natürlich nicht viel erzählen kann. Nur so viel: Die MGMG jongliert derzeit sehr viele Themen. Die Vielzahl an Entwicklungen und Veranstaltungen nimmt so langsam großstädtische Ausmaße an.
Das war im haus Erholung und kurz darauf gab es nebenan in der Volkshochschule eine weitere Veranstaltung, wenn auch eine, die nicht mit den Grünen zu tun hatte. Ich zähle sie dennoch als politisch. Für Transition Town habe ich ein Netzwerktreffen der Umweltinitiativen in Mönchengladbach moderieren dürfen. Es ging darum, Kontakt aufzubauen und Projekte gemeinsam anzugehen. Und in der Tat kamen viele solche Projekte zusammen. Ganze 10 Vorhaben konnten die Vereine und Initiativen vorstellen, von einem Wildkräuterpark über ein gemeinsames Herangehen an das Thema „versteinerte Vorgärtenldquo; bis zum Bau von Feinstaubsensoren als Datenquelle für ein bundesweites Crowdsourcing-Projekt.
Das war definitiv ein fruchtbares Treffen mit vielen Ideen und Kontakten.

Der Donnerstag war dann wieder parteilicher. Beim regulären Offenen Büro in der Grünen Geschäftsstelle gab es noch ein Mal in einer großen Runde von Mitgliedern und Interessierten einen Rückblick auf den Bundesparteitag und ein Treffen zum Haushalt des Landesverbandes.

Fotos der Woche

Da nenn nochmal jemand den November trist: Im verbliebenen Land zwischen den eingestädterten Dörfern Dahl und Schrievers in Mönchengladbach gibt es zuverlässig Farbtupfer, auch so tief im Herbst. Diese Woche ist mir das Duo in den folgenden Bildern aufgefallen, ein Sanddorn (orange) und eine Schönfrucht (violett) am Wegesrand.

Trist wird es erst, wenn Stadt und/oder Mags Hand bzw. Säge anlegen. So war ich diese Woche sehr enttäuscht, wie hässlich das Postkartenmotiv der Stadt, der Münsterhang, in Folge fehlgeleiteten „Aufräumens“ geworden ist.

Videos der Woche

Fiction Science beschäftigt sich diese Woche mit dem Mosasaurus aus Jurassic World und seiner Fähigkeit, erstaunlich hoch zu springen. Ich hatte zunächst gedacht, dazu nicht viel sagen zu können, aber dann sah ich, dass die Fehler in der Darstellung des Tiers einen Einfluss auf diese Fähigkeit haben. Und so wurde aus einer mit 4 Minuten vermuteten Episode eine solche von knapp 12 Minuten.
Es war übrigens auch das komplexeste Video, das ich bis jetzt je zusammengestellt habe: 47 Objekte, darunter viele Videoausschnitte, kamen zu diesem neuesten Teil der Reihe zusammen.

Übrigens habe ich auch den Auftritt des Kanals professioneller gestaltet. Er hat jetzt ein eigens gestaltetes Logo in seinem Profilbild und Header. Das Logo stellt eine DNA-Kette dar, die in einen Filmstreifen übergeht. Es liegt auf dem blauem Hintergrund, der das Design des Kanals zusammenhält und sich auch in den Videos wiederfindet. Das Ergebnis ist ein auf den ersten Blick unverwechselbarer Auftritt.

Im deutschsprachigen Bereich geht es wieder mit einem Lego-Heft weiter. Lego Star Wars ist unser aktuelles Heft. Diesem liegt ein kleiner Bausatz eines imperialen Sternenzerstörers aus den Originalfilmen bei. Ein recht solider Block von Plastik, der vor allem im Vergleich zu einem fast vier Jahre alten Vorgänger zeigt, wie sich die Lego-Hefte über die Jahre entwickelt haben.

Abseits von Lego bereitet Extra Extra sich auf den Dezember vor. Diesen füllt dieses Jahr der Galileo-Adventskalender von Clementoni. Ich habe schon etwas vorgeschaut und kann diesen Adventskalender ganz klar empfehlen. Die 24 Experimente in diesem Kalender haben eine deutlich höhere Qualität, als ich in irgendeinem anderen Adventskalender gesehen habe.


Sieben am Sonntag 18.11.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Immer international, oft interstellar, manchmal sogar aus der Zone!

Musik der Woche

Wie wäre es mal mit etwas klassischer Oper? Im Weltraum, mit Tonfolgen, die ein menschlicher Kehlkopf nicht erzeugen kann.
Das hat Luc Besson in Das Fünfte Element mit Hilfe von Schnitten überwunden, wodurch ei Operntitel entstanden ist, der ausserhalb des Films praktisch nicht existieren kann. Hier mal ohne die Filmschnippsel, die sonst dazwischen liegen.

Fundstücke der Woche

Kennt ihr das, wenn euch eine eMail vom Kundenservice erreicht, an der die komplette Barbeitung noch mit dranhängt, weil irgendjemand das Löschen vergessen hat? Mir ist das letzte Woche passiert und das abteilungsinterne Hin und Her war überaus amüsant („Können wir das so formulieren?“).
Doch das passiert nicht nur mir. Und wenn bei so einem Verlauf zu einer Gerichtsakte mal eben das vorbereitete Urteil mit dranhängt, dann wird es richtig interessant.
Aber auch, wenn die Gerichte korrekt funktionieren, kann es kurios werden. So war ein Göttinger wegen der G20-Krawalle vorstellig geworden, hatte aber ein recht gutes Alibi: Er war während der gesamten Zeit des Gipfels in Japan. Die Polizei hatte ihn offenbar allein deswegen angezeigt, weil er als Krawallmacher bekannt und zur Zeit der Konferenz nicht zu Hause war.

Aber vielleicht steckte ja nicht Bosheit dahinter, sondern schiere Inkompetenz. Darin aber werden sie Yoshitaka Sakurada nicht übertreffen können. Der Mann ist in Japan unter anderem für Computersicherheit zuständig und hat noch nie einen Computer benutzt. Das fiel auf, als er sich von der Existenz von USB-Sticks überrascht zeigte.
Ein vielversprechender Kandidat in der Kategorie „Inkompetenz“ ist aber auch Brian Kemp, der als Staatssekretär maßgeblich für eine Reform des Wahlrechts in Georgia verantwortlich war. Und wegen genau dieser Reform hätte er beinahe nicht wählen können. Bei einer Wahl, in der er selbst als Gouverneurskandidat antrat. Seine erforderlichen Papiere waren ungültig. Er hat die Wahl übrigens gewonnen.

Aber hey, jeder fängt mal klein an und da sind Anfängerfehler erlaubt. Hier zum Beispiel kann man sehr gut sehen, wie klein das Galaktische Imperium aus Star Wars angefangen hat. Durchhalten und irgendwann darf man am Konferenztisch Offiziere würgen, bis der Großmoff „Stopp“ sagt.

Wer definitiv nichts in der Politik verloren hat, ist dagegen Paypal.Die haben mal eben Konten von Antifalern und Nazis gesperrt. ich halte beides für falsch: Paypal ist ein Zahlungsdienst und hat sich nicht für die politische Ausrichtung seiner Kunden zu interessieren. Das ist ja gruselig!

Und dann war da noch der Mann in den Niederlanden, der vor Gericht sein Alter von 69 auf 49 ändern will. Denn wieso sollte der Perso auch in irgendeiner Weise die Realität abbilden?

Spielerei der Woche

Flower Power Pac-Man

Flower Power Pac-Man

In der Tat, Flower Power Pac-Manist de kürzeste Beschreibung, die ich MNilssons Garden Warden habe.
In diesem Spiel rennt man durch ein Labyrinth mit der Aufgabe, jedes bepflanzbare Fleckchen mit einer Blume zu bepflanzen. Die Blumen pflanzt man im Vorbeigehen per Tastendruck, sie wachsen dann in ein paar Sekunden vom Keim zur Blüte. Aber Vorsicht: Auch wenn die Tiere der Spielfigur nichts anhaben können, fressen sie doch die Blumen, solange diese noch nicht in Blüte stehen. Und jedes Mal, wenn ein Reh eine Blume frisst, wird es schneller. Das macht es zum einen schwieriger, die restlichen Blumen aufzuziehen bevor sie gefressen werden, zum anderen erhöht es das Risiko, zwischen zwei Rehen eingeklemmt zu werden.
Das Ergebnis ist eine etwas andere Pac-Man-Variante, die beweist, dass man auch nach 38 Jahren noch neue Varianten einer alten Idee finden kann, die praktisch jeder gesehen hat.
Spielbar im Browser bei itch.io.

Wortgeschmeide der Woche

Die Anti-Austerity Anthology ist eine Sammlung von Texten gegen die Austeritätspolitik, die den Kern vieler Konzepte zur Bewältigung von Staatskrisen darstellt, aber auch viele neue Probleme verursacht und teils die alten Probleme nur verschlimmert.
Dabei handelt es sich um eine recht bunte Mischung aus Kunst und Sachtexten, was man so eher selten sieht — die meisten Sammlungen sind entweder das eine oder das andere.

Aber ich habe auch einen eigenen Beitrag in der literarischen Welt: Die letzten Monat im Mad Scientist Journal erschienene Kurzgeschichte Fetch Monkey ist nun auch online auf der Website des Magazins verfügbar. Es geht um eine Reihe sehr erfolgreicher Tierversuche, ihre praktische Anwendung und die Macher hinter diesen Versuchen.

Politik der Woche

Vergangenes Wochenende war Parteitag der Grünen in Leipzig und ich mittendrin.
Es gab dort die Liste zur Europawahl zu wählen und ein Europaprogramm festzulegen. Die Ergebnisse von beidem sind gut, auch wenn mir so manche Zwischentöne im Bereich „Internet“ (insbesondere Meinungsfreiheit und Handel) weiterhin als Äusserungen von Menschen auffallen, die immer noch versuchen, Ideen aus dem 20. Jahrhundert krampfhaft auf ein ihnen in den Details völlig fremdes System anzuwenden. Aber was das angeht, hat Malte Spitz einen ausführlichen Änderungsantrag vorgelegt, der da vieles aufräumte und so bin ich am Ende zufrieden.
Allerdings ist es meist eine schlechte Idee, an einem 11.11. in einem Raum mit einer Gruppe Kölner und Düsseldorfer zu sein. Und so landete an jenem Tag um 11:11 ein einzelnes Konfetto auf meinem Tisch, das ich den restlichen Tag kritisch wegen möglicher Annäherungsversuche im Auge behielt.

Aaaaaah!

AAAAAH!


Diesen Samstag waren wir wieder auf dem Edmund-Erlemann-Platz in der Gladbacher Innenstadt. Es ist einer von drei Plätzen, auf denen wir zur Zeit geplante Baumfällungen kritisieren und nachdem bei der erfolgreichen Demo vor zwei Wochen viele Bürger nach der Möglichkeit einer Unterschriftenliste gefragt haben, entschieden wir uns, genau so eine zu verteilen.
Wir waren eine Stunde vor Ort und die beiden ausgelegten Listen waren pausenlos durch Bürger/-innen in Beschlag, die sich ebenfalls eintragen wollten. Knapp 120 Unterstützer/-innen in einer Stunde lassen sich sehen, einige kamen noch während des Einpackens zum Unterschreiben vorbei.
Heute ging es weiter mit den Haushaltsberatungen der Ratsfraktion zum städtischen Haushalt für die Jahre 2019 und 2020. Da konnte ich leider nicht bis zum Ende bleiben, aber auf jeden Fall gehen die Grünen Mönchengladbach damit vielen Ideen rein. Ich habe hauptsächlich den Kulturteil der internen Gespräche mitbekommen, der einige interessante Diskussionen mit sich brachte. So ist etwa die Diskussion zwischen Wertschätzung von Kultur einerseits und Zugang zu Kultur für Arme andererseits eine spannende, aber alles andere als einfache.

Fotos der Woche

Siehe oben, sprich die Fotos sind diesmal alle in der „Politik der Woche“ untergebracht.

Videos der Woche

Diese Woche bleiben wir audiovisuell etwas in der Lego-Welt. Lego City hat eine Arktis-Serie und zu dieser gibt es im aktuellen Magazin einen kleinen Schneeschlitten mit einer Minifigur. Leider muss ich allerdings sagen, dass es für diese Minifigur lohnendere Wege gibt, sie zu bekommen.


Sieben am Sonntag 04.11.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Jetzt im Sparpack für drei Wochen!

Musik der Woche

Hier ist ein Lied, das mich seit einigen Wochen durch ständige Wiederholung im Radio verfolgt hat. Es war alles andere als einfach zu finden,bis ich dann endlich mal eine Textzeile korrekt behalten habe.
Und jetzt, wo ich den ganzen Text gezielt anhören kann muss ich sagen: Das ist ein furchtbarer Liedtext. Absolut unmelodisch, die Reime schwanken zwischen nicht-existent und faul und nur durch eine aufgepfropfte Melodie zu einem Lied konvertiert. Aber es funktioniert. Und das ist eine Leistung, zu der man Achim Reichel dann irgendwie doch gratulieren muss.

Fundstücke der Woche

Dass Verschwinden einer japanischen Kleinstinsel macht mir eher weniger Sogen, solche Dinge passieren in einer seismisch so aktiven Region hin und wieder. Wichtiger ist da die Erkenntnis, dass der massive Rückgang der Insektenpopulation sich auch ausserhalb der Grenzen unserer kultivierten Flächen fortsetzt. Denn was auf die Felder gespritzt wird, bleibt nicht dort. Wir vergiften nach und nach den kompletten Planeten.
Aber wie kann man die Umwelt effektiv schützen? Nun, eine Demo in München hat hier einen Vorschlag: Mit Atomkraft! Ja, wirklich. Und die Demo schlägt natürlich sofort in absolut absurde Selbstparodie um. „Spass mit Kernkraft“ und sowas.
Deutlich mehr Verstand beweist die Berliner Ärztekammer mit ihrem Präsidenten, der endlich die Anerkennung homöopathischer Lehrgänge abschaffen will.

Technisch gesehen nicht falsch, aber trotzdem doof

Technisch gesehen nicht falsch, aber trotzdem doof – BIld: Cityvision

Oh, dann war da ja noch die landesweite Demo der Schrotthändler in Mönchengladbach. Warum in Mönchengladbach? Nun ganz offensichtlich werden wir die alle Diskussion beherrschende Weltstadt. In Schrottfragen. Naja, irgendwo muss man ja anfangen.
Ein Tipp aber an die Demonstrierenden: Wenn euer Problem ist, dass die Polizei euch zu oft bei Verkehrskontrollen rauszieht, hilft es im allgemeinen, sich einfach an die einschlägigen Gesetze zu halten. Ihr demonstriert hier nicht für den Erhalt der Welt oder die Menschenrechte, wo Probleme mit der Polizei tatsächlich ein Politikum sein können. Ihr fahrt Schrott durch die Gegend.
Eine andere Berufsgruppe, die sich grade bedroht fühlt, sind offenbar einige Übersetzer, seit eine chinesische KI ein Buch mit 90% Genauigkeit übersetzt hat. Was Literaturübersetzern eigentlich wurscht sein kann, da Genauigkeit überhaupt kein Ziel einer guten Übersetzung ist,sofern es sich nicht um eine Bedienungsanleitung handelt.
Wer aber schonmal wissen will, wie man sich gegen starke Konkurrenz wehrt, der kann in diesem (englischen) Youtube-Video lernen, wie Coca-Cola den Erfolg von Crystal Pepsi verhindert hat, indem sie absichtlich ein erfolgloses Konkurrenzprodukt auf den Markt gebracht haben. Was ich absolut beeindruckend finde.
Und wo wir schon bei bösartigen Großunternehmen und ihren Plänen sind: Hier ist die Geschichte, wie Nike unerwünschte Akademiker aus ihrer Uni schmeisst. Weil private Finanzierung von Unis so eine tolle Idee war…

Spielerei der Woche

Raven gif
Ja, ich ersetze den „Geniestreich“. Ich hatte schon länger überlegt, hier regelmäßig etwas zu Videospielen zu sagen. Am besten zu Titeln, von denen niemand gehört hat, die aber ein wenig Öffentlichkeit verdient haben.
Rocks and Ravens ist ein wunderbares Beispiel für ein solches Spiel. Ein kleiner entspannender Titel, der wahrscheinlich von seiner ganzen Art her nie eine große Internetsensation wird, aber einfach wirklich, wirklich gut ist. Die Animation ist wunderhübsch und detailliert, der grafische Stil ist angenehm und fast schon meditativ.
Die Idee ist einfach, aber fruchtbar: Auf dem Spielfeld sind einige Krähen. Die Aufgabe ist nun, Steine und Juwelen so zu verteilen, dass in jeder Reihe und Spalte je ein Juwel und ein Stein ist, aber keiner der Raben auf ein Juwel blickt.
Spielbar im Browser oder als Download (Windows und Mac) zu einem selbst gewählten Preis bei itch.io.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche habe ich wegen der vielen vergangenen Zeit gleich zwei Bücher vorzustellen. Und für nächste Woche habe ich auch schon eines bereit.
Der erste Titel ist Miriam Pharos Zwiefacher Schmoizla,der Beginn der zweiten Staffel von Isar 2066. Isar 2066 ist eine in einem zukünftigen Bayern angesiedelte Detektivgeschichte, die schwer mit Cyberpunk-Elementen getränkt ist und sich nicht ganz ernst nimmt. Eine Kuppel überdacht das in einem ökologischen Albtraum gelegene München, in dem der noir-kauzig Lucio Verdict seine Fälle verfolgt.
Empfehlung für Freunde wirklich seltsamer Zukunftskrimis mit Humor.

Das zweite Buch diese Woche ist etwas schwieriger zu bekommen, dafür eine lokale Geschichte. Arno Tophüths „Der Turmbau zu Dalen“ führt uns ins Rheindahlen des mittleren 17. Jahrhunderts. Die heute zu Mönchengladbach gehörende Stadt wurde damals von einem Feuer zerstört und nahezu vollständig wieder aufgebaut.
In diesem Kontext wird Meister Criens beauftragt, den Kirchturm neu aufzubauen. Und schließlich begeht er einen Mord. Topüth nimmt diese alte lokale Geschichte nun in Romanform auf. Erhältlich ist sie bei den Geschichtsfreunden Rheindahlen sowie bei der Thaler’schen Buchhandlung in Rheindahlen.
Turmbau zu Dalen

Politik der Woche

Herbstferien sind einigermaßen Ruhezeit. Es gab ein paar interne Sachen zu erledigen: Vorbereitung des Parteitags nächste Woche war dabei, Haushaltsdebatte, Satzungsfragen.
Aber eine große Sache gab es,die auch auf ordentlich Resonanz gestoßen ist: Der Protest gegen die überhand nehmenden Baumfällungen im Stadtgebiet aus rein gestalterischen Gründen. Dazu werde ich noch etwas ausführlicher schreiben, denn das Thema hat dies verdient.

Bild: Jürgen Mülders

Bild: Werner Kohn


Ich war auf dem Edmund-Erlemann-Platz dabei (ich habe extra einen Pfeil auf das Foto gemacht!), durfte dort ein paar Worte zum Umgang der Stadtverwaltung mit den Bäumen und daneben auch mit dem Andenken an Eddi Erlemann sagen. Am Mittwoch gab es noch eine Demo in Odenkirchen, am Martin-Luther-Platz. Ich habe meine Probleme mit dem alten Judenhasserudn daher beschlossen, dort fernzubleiben. Opportunismus bei meiner Meinung zu einer solch widerlichen Figur wie Martin Luther ist nichts, was ich mit mir vereinbaren kann.

Fotos der Woche

Diese Woche wurde ich etwas von den Ergebnissen dessen überrascht, dass einige Kinder die Dahler Oase für ihr Halloween genutzt haben. Was komplett okay ist, sie haben nichts kaputtgemacht, nur ein paar Dekorationen hinterlassen.

Okay

Okay


Etwas weniger okay ist, dass sie dabei einen der Eingänge mit einem Stück Bauzaun blockiert haben, um dort Deko aufzuhängen. Ich habe zudem keine Ahnung, wo der Zaun herkommt. Ich meine, wir können damit was anfangen, aber es ist nicht gut,wenn Zeug auftaucht, dessen Besitzer wir nicht kennen. Das ist vor ein paar Wochen schonmal mit einer Bank passiert und wir brauchten eine Woche herauszufinden, wo die her war (Baustelle einer Frittenbude).
Nicht okay

Nicht okay

Videos der Woche

Die Lego-Magazine haben mich diese letzten Wochen mit einer dicken Portion Sonderausgaben überrascht. Alle acht Videos der letzten Wochen hier einzufügen, würde die Ladezeiten der Seite einfach zu sehr negativ beeinflussen, daher werde ich zu diesen Sonderheften nur Links setzen, sobald ich mit den normalen Folgen durch bin.
Ich suche grade nach einer Lösung, den Datenverbrauch beim Aufruf dieser Videovorschauen zu reduzieren. Es gibt Plugins, die das könne, und ich schau mir die alle mal an.
Starten wir mit dem Ende. Von Nexo Knights.
Ja, Legos langjähriges Thema um Ritter mit Kräften aus dem Cyberspace geht dem Ende zu. Das aktuelle Heft ist mit Hinweisen auf das baldige Ende gespickt und impliziert stark, die vorletzte Ausgabe zu sein. Wir werden Ende November sehen, ob es das wirklich war. Bis dahin haben wir eine Minifigur von Macey mit einer herrlich absurden Keule.

Was mir dann bei Ninjago aufgefallen ist, ist die zunehmende Nähe zu den bisher in Nexo Knights auftauchenden Themen und Sets. Die neue Figur Samurai X übernimmt gleich die komplette Ästhetik der Rückenbedruckung aus dem anderen Thema und stärkt das Zukunftselement der Ninjago-Ninjas.

Und dann sind da noch die Lego Friends, das wohl erfolgreichste Lego Thema, das niemand öffentlich mag. Ich dagegen mag die Sets trotz der im Vergleich zu den Minifiguren weniger beweglichen Figuren.
Olivias Sternwarte ist nicht das beste Set, was einem der Hefte beilag,aber wenigstens kommt die Wissenschaftlerin der Gruppe im dazugehörigen Comic auch mal positiv weg.

Und nun noch die Sonderhefte. Diese Hefte waren anders als die sonstigen Lego-Hefte, da sie ein vollständiges, vorher separat erhältliches Legoset enthielten. Diese Sets in kleinen Tüten, die es für 3-4 Euro im Laden oder als kostenlose Zugabe bei teuren Bestellungen im Lego-Online-Shop gibt. Nun überlege ich, für die Videos neben den Heften regelmäßig auch diese Kleinstsets zu testen.
Nun zu den Sets: Wir hätten gleich zwei erste Hefte Lego City XXL (Rennfahrer Rob mit Rennauto und Polizistin Paula mit Wasserflugzeug), ein Ninjago XXL mit Lloyd und seinem GoKart Turbo, Lego batman XXL und Stephanie vonlego Friends mit ihrer Hockey-Training-Anlage.


Sieben am Sonntag 14.10.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und jede ein weiterer Schritt zu meiner Weltherrschaft!

Musik der Woche

Passend zur Abteilung „Wortgeschmeide der Woche“ widmet sich auch die Musik der Woche voll der Welt der wahnsinnigen Wissenschaftler. Dr. Horribles Sing-Along-Blog bringt uns in seinem Finale Everything You Ever,die musikalische Umsetzung des Momentes, in dem der Protagonist des Films schlussendlich an den Ereignissen bricht und voll in seiner Superschurken-Identität als Dr. Horrible aufgeht.
Die Hollywood-geprägte Filmwelt hat viel zu wenige Tragödien, geschweigedenn Tragikomödien. Da hält Joss Whedon hin und wieder gegen, so auch mit diesem Nebenprodukt des Drehbuchautorenstreiks, der Neil Patrick Harris, Felicia Day und Nathan Fillion in Hochform zeigt.

Fundstücke der Woche

Manche Denkweisen sind erstaunlich. So etwa im Minto, dem Einkaufszentrum von Mönchengladbach. Dort hat es die Gastronmie schwer, genug Kunden zu erreichen und es kriselt mächtig. Darauf wissen die Betreiber des Minto einen absolut wasserdichten Plan vorzuweisen: Sie bauen mehr Gastronomie! Sind halt echte Vollprofis. Gut, die CDU steht dem ja nicht nach und fordert ein Gastro-Center in Form einer „Markthalle“ auf dem Kapuzinerplatz ein paar hundert Meter weiter den Berg hoch.
Auch eine recht amüsante politische Entwicklung gibt es im „Handelskrieg“ zwischen den USA und China. Nachdem die USA Strafzölle über Importe im Wert von 200 Milliarden USD vehrängt haben, halten die Chinesen mit solchen auf Importe von 60 Milliarden gegen. Warum so viel weniger? Nun, es gibt gar nicht mehr genug amerikanische Exporte nach China. Mit anderen Worten: China gewinnt das Ding fast automatisch. Dumm gelaufen, Trumpeltier.
Okay, das war jetzt gemein. ich entschuldige mich bei allen zweihöckrigen Kamelen.

Der „Handelskrieg“ von Banksy gegen seine Kunden ist eh viel lustiger. Eines seiner Bilder hat sich in dem Moment, in dem es verkauft wurde, per Fernbedienung selbst zerstört.
Eine weniger lustige Fernbedienung sind die ungefragt automatisch laufenden Updates mancher Systeme. Das wurde letztens in Schweden etwas ungemütlich, wo sich ein Rechner mal eben während der Operation im OP-Saal aktualisiert hat. Die OP musste abgebrochen und wiederholt werden. ich hasse diesen Mist ja schon ohne, dass ich in Lebensgefahr schweben würde.
Schon wieder lustiger wird es bei einem Blick in das, was Regelungen für die Computerwelt so in der realen Welt auslösen können. In Österreich stellte sich jetzt heraus, dass Klingelschilder nicht mit dem Datenschutz zu vereinbaren sind.

Andere Rückwärtsgewandte protestieren dagegen, dass am Gardasee ein Radweg für den Tourismus gebaut wird. Ich vermute, die Touristen wären denen in Autos lieber?
Aber das ist ja harmlos, das übliche Geschrei bei teuren Projekten halt. Nein, für echte Rückwärtsgewandte blicken wir besser zu den Identitären. Oder, wie man nach einer solchen Aktion getrost sagen kann, Nazis.

Okay, enden wir mit einer positiven Notiz: Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kühe deutlich weniger Methan pupsen, wenn sie Seegras bekommen.

Geniestreich der Woche

Kühe mit Seegras füttern, damit sie nicht mehr so viel pupsen. Das kriege ich diese Woche nicht überboten.

Wortgeschmeide der Woche

Da lag es am Montag im Briefkasten: Mein Belegexemplar für die Herbstausgabe des Mad Scientist Journal. Das amerikanische Magazin im Taschenbuchformat rund um die Welt der wahnsinnigen Wissenschaftler und ihrer Forschungen enthält in diesem Quartal unter anderem meine (Sehr-)Kurzgeschichte Fetch Monkey um etwas spezielle neurologische Forschung an Laboraffen.
Es war eine schöne Übung, mal einen Text so spezifisch auf eine bestimmte Publikation zugeschnitten zu schreiben. Die Geschichte, der Ton, die Schreibweise, alles war komplett auf diese Zeitschrift zugeschnitten. Und das hat offenbar auch ganz wunderbar funktioniert. Fetch Monkey wurde mit nur zwei korrigierten Kommas so im Magazin übernommen, wie ich es eingeschickt habe.
Amazon-Links für Kindle- und Papierausgabe sind rechts und links in diesem Textabschnitt zu finden, daneben ist das Heft unter anderem auch bei Smashwords erhältlich, wo man auch eine ePub-Ausgabe für Leser wie den Tolino findet.

Politik der Woche

Der politische Aufschlag war nach den letzten Sieben der Bau- und Planungsausschussder so lang war, dass dies auch zu einer entsprechenden Diskussion führte. Wir kamen in der Tat erst um 23:15 aus dem Rathaus, zuhause war ich dann kurz vor Mitternacht. Und selbst das haben wir nur geschafft, weil die späten Punkte weniger ausführlich beraten wurden. Das allerdings war für einige Themen schlecht, denn beispielsweise das sehr spät noch diskutierte Thema „Barrierefreiheit in der Kaiser-Friedrich-Halle“ hätte definitiv eine gute und auch in die Tiefe gehende Debatte gebraucht. In einem so alten und markanten, aber auch zentralen Bau, ist das nämlich kein triviales Thema, aber auch ein wichtiges. Und die Pläne beziehungsweise Möglichkeiten sind entsprechend komplex.
Weitere Themen betrafen unter anderem die Umgestaltung der Hindenburgstraße samt der berüchtigten Sichtachsen, bei der mit in meinen Augen dermaßen manipulativen Vorschaubildern gearbeitet wird, dass ich mich ernsthaft frage, ob die Verantwortlichen hier bewusst eine Verschlechterung herbeiführen, dass sie das in ihren Bildern derartig beschönigen müssen. Ist-Situation in Schwarzweiss, Planung in Farbe? Ernsthaft?
Die Woche drauf war mit Verwaltung eines Vorhabens gefüllt: Busse aus Mönchengladbach zur Großdemo am Hambacher Wald. Grüne und Linke hatten je einen Reisebus organisiert, um mit diesem nach Kerpen-Buir zu fahren. Die Verwaltung der Fahrgastlisten lag diesmal zentral bei mir, um die Sache zu vereinfachen. Ich hatte eine eigene eMail-Adresse eingerichtet, die nur für die Anmeldungen zur Fahrt benutzt wurde und das über diese abgehandelt. Am 29. September begann die Teilnehmerliste, am 30. September gab es eine große Ankündigung im Sonntags-Werbeblättchen der Stadt und am Dienstagabend waren alle 106 Plätze belegt. Kurzfristig stellte das Busunternehmen Haupts an Stele eines der beiden Busse noch einen größeren Bus zur Verfügung, womit wir auf 120 Plätze kamen, die ebenfalls gut gefüllt wurden. Wir hätten mühelos einen dritten Bus füllen können,aber dafür standen im Raum Mönchengladbach gar keine Fahrer mehr zur Verfügung. So fuhren wir mit 120 Leuten zur Demo. Alles in allem kamen aus dem Bereich unserer Stadt geschätzte 300-400 Leute (näher an 400 als an 300), wenn ich die ADFC-Radtour (30 Leute) und die Anzahl an Beiträgen von Freunden und Bekannten in den sozialen Medien als Maßstab nehme.
Es folgen die obligaten Fotos im parteilichen Kontext.

Fast komplett! Der Vorstand der Grünen Niederrhein-Wupper (v.l.n.r.): Thomas R. Diehl, Birgitt Höhn, Ule Schauws, Stefan Engstfeld, Claudia Schmidt (Nilab Fayaz ist im Geiste dabei) - Foto: Paula Elsholz

Fast komplett! Der Vorstand der Grünen Niederrhein-Wupper (v.l.n.r.): Thomas R. Diehl, Birgitt Höhn, Ule Schauws, Stefan Engstfeld, Claudia Schmidt (Nilab Fayaz ist im Geiste dabei) – Foto: Paula Elsholz


Und die Gladbacher Vorstände diverser Parteiteile: Lena ZIngsheim (Grüne Jugend NRW), Boris Wolkowski(Fraktion im Rat MG), Laura Steeger (grüne Jugend NRW) und der Typ, den der ein oder andere hier kennen wird (Kreisverband) - Bild: Lena Zingsheim

Und die Gladbacher Vorstände diverser Parteiteile: Lena ZIngsheim (Grüne Jugend NRW), Boris Wolkowski(Fraktion im Rat MG), Laura Steeger (grüne Jugend NRW) und der Typ, den der ein oder andere hier kennen wird (Kreisverband) – Bild: Lena Zingsheim

Und das passiert, wenn man wegen der Sonne beim selfie den Bildschirm nicht sehen kann. Hallo, Thomas Schlangen, mein Hut und Peter Beckers! - Bild: Das geb ich jetzt nicht zu

Und das passiert, wenn man wegen der Sonne beim selfie den Bildschirm nicht sehen kann. Hallo, Thomas Schlangen, mein Hut und Peter Beckers! – Bild: Das geb ich jetzt nicht zu

Mein Hut ist allgemein gern auf Fotos. Und manchmal wird genau dann das Foto gemacht, wenn zwischen uns was runterfällt (hinten rechts im Bild) - BIld: Äh, Grüne? Sorry, Fotograf, ich weiss nicht mehr, wer's war

Mein Hut ist allgemein gern auf Fotos. Und manchmal wird genau dann das Foto gemacht, wenn zwischen uns was runterfällt (hinten rechts im Bild) – BIld: Äh, Grüne? Sorry, Fotograf, ich weiss nicht mehr, wer’s war

Und jetzt nochmal ein kleiner Blick in die Runde: Menschen, so weit der Horizont reicht - Bild: Ich

Und jetzt nochmal ein kleiner Blick in die Runde: Menschen, so weit der Horizont reicht – Bild: Ich


Insgesamt waren etwa 50.000 Menschen vor Ort. Das machte sich auch bei der Abfahrt bemerkbar; es standen locker mehr als 200 Busse an den Straßen. Unser Bus, der zu den letzten gehörte, die sich zur Abfahrt einreihten, stand vor der Kartbahn Kerpen-Manheim, ein paar Kilometer ausserhalb von Buir. Und das nicht freiwillig, die gesamte Strecke bis dahin standen die Busse Stoßstange an Stoßstange.
Alles in allem eine super Veranstaltung mit guter Laune, gutem Wetter und einem riesigen öffentlichen Echo. Das Hambacher Fest bezieht sich zwar auf ein anderes Hambach, aber das war im Vergleich ja auch das deutlich kleinere Fest.

Zeitgleich in Mönchengladbach geht es wie gehabt etwas provinzieller zu als in Kerpen-Buir. Hier streitet man um den Verbleib des Hauses Erholung in städtischer Trägerschaft. Das schicke Veranstaltungshaus soll im Rahmen einer Hotelplanung auf dem frisch geräumten Nachbargrundstück des vor Jahrzehnten umgezogenen Haus Zoar veräussert werden. Das kann ausser der GroKo im Rat niemand verstehen und so gibt es Widerstand. Unter anderem eine Art Fotodemo, was als Format mal ganz interessant ist.
Sprich, wer das Ansinnen teilt, macht ein Foto mit dem schild gegen den Verkauf, idealerweise am Gebäude selbst. Sowie ich hier:

Ich hätte ein zweites machen sollen, auf dem die Lampe an ist. Und dann ein GIF daraus basteln. Das wäre lustig gewesen. Hachja - Bild: Karl Sasserath

Ich hätte ein zweites machen sollen, auf dem die Lampe an ist. Und dann ein GIF daraus basteln. Das wäre lustig gewesen. Hachja – Bild: Karl Sasserath

Und dann gab es noch ein Treffen der Fraktionen in der Stadt beim ADFC, dem ich beiwohnen durfte. Es ging darum, sich über eine mögliche Radschnellwegeverbindung MG-Wegberg (und optional auch Roermond) auszutauschen. Wer dieses Blog regelmäßig liest, wird die Überlegungen kennen.
In der tat kamen wir gemeinsam recht weit, alle waren sich einig, dass die Verbindung durchaus attraktiv ist. Neu war die Information, dass auf der Nordseite der Gleise zwischen Rheindahlen und Wegberg aktuell die im Weg stehenden Gebäude ihrem Abriss entgegensehen und dort neu geplant wird. Das bietet eine einmalige Chance, einen solchen Radschnellweg jetzt auf den Weg zu bringen. Es wäre die kürzeste mögliche Verbindung zwischen den Städten.
Ich bin sehr zufrieden damit. Dass sich grade jetzt ein so guter Weg auftut, hatte ich nicht zu hoffen gewagt. Woran es leider hapert, sind die Kapazitäten im zuständigen Amt. Die Stadt ist derzeit mit der schieren Masse an Großprojekten schlichtweg ausgelastet.

Fotos der Woche

Da heisst es diesmal: Siehe oben. Die Politik war in den letzten Wochen sehr präsent, mehr noch als sonst. Meine Kamera im Gegenzug fast gar nicht.

Videos der Woche

In der Woche zuvor war es noch die Musik der Woche, diesmal nun ist Donald Trumps Space Force Thema beim ersten Ausflug von Fiction Science in die Welt der für die reale Welt vorgeschlagenen Ideen. Ich habe diese neue Unterserie kurzerhand Reality Check genannt. Ob sie weitere Videos bekommen wird, werden wir sehen, aber ich denke, schon. Ein weiteres Szenario habe ich konkret im Blick, wobei es da um die Wahrscheinlichkeit eines sehr beliebten Hintergrundes für eine alternativ verlaufene Welgeschichte geht.
Aber nun erst mal die Weltraumtruppen, welchen Platz sie im modernen Militär einnehmen könnten udn was mögliche Projekte bis zur Mitte des Jahrhunderts wären. Mit knapp 20 Minuten ist die smein bisher längstes Video unter Fiction Science, aber leider auch eines der Videos, die wirklich niemanden zu interessieren scheinen. Schade. Naja, vielleicht habe ich auch zu viele Leute mit dem Vorschaubild vertrieben. Egal, ich behalt’s.

Kürzer, aber auch erfolgreicher ist das zweite Video der aktuellen Periode: Pünktlich zum Start des Venom-Films habe ich mich der Frage gestellt, ob Venom eigentlich realistisch ist. Endlich komme ich dazu, über das Thema der biochemischen Barrieren zu sprechen. Das ist ein in der Science Fiction fast komplett ignoriertes Konzept, nach dem die chemische Funktionsweise etwaigen ausserirdischen Lebens wahrscheinlich dermaßen fremdartig wäre, dass es mit irdischem Leben vollständig inkompatibel wäre. Was für ein Konzept wie den ausserirdischen, verschiedene Planeten wechselnden Symbionten Venom ein echtes Problem darstellt.

Ninjago-Fans bekommen im letzten Heft zum Lego-Thema den Ninja Kai in der neuesten Variante mit ein paar Flammen. Ganz nett, aber wer Ninjago-Fan ist, hat wahrscheinlich inzwischen eine ganze Schwadron an Kais in den Lego-Kisten herumfliegen. Ich meine, selbst ich habe inzwischen drei davon. Und ich sammle Ninjago überhaupt nicht, ausser für Extra Extra.

https://www.youtube.com/watch?v=
Von Star Wars bin ich selbst ein deutlich größerer Fan. Da gab es nach einer kurzen Trockenphase an Lego-Heften ein Minikit von Poe Damerons X-Wing mit seinem feschen Farbmuster in schwarz und orange. Ich bin kein Freund des künstlich eingefügt wirkenden Charakters Poe und diese zwanghaft hochgejubelten Nebenfiguren sind ein Problem, dass die neuen Star-Wars-Filme allgemein haben (Captain Phasma ist auch nur eine silberner Sturmtrupplerin, Porgs sind nerviger als jeder Gungan und Rose hatte irgendwie auch nichts beizutragen). Aber die Schiffe sehen alle gut aus, vor allem die aktualisierten Varianten bekannter Typen wie TIE-Jäger und X-Flügler. Und von letzterem haben wir eben nun ein Minikit. Teilemäßig nix nennenswertes, aber ein nettes kleines Set.


Sieben am Sonntag 23.09.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Natürlich auch in den Weiten des Alls abrufbar.

Musik der Woche

Was Vizepräsident Mike Pence vor kurzem angekündigt hat, ist im Weissen Haus definitiv kein neuer Plan: Bereits ein paar Monate vorher hat Präsident Donald Trump den Gedanken an eine eigene Militärabteilung für den Weltraum geäussert. Das ist alles auch nicht annähernd so bescheuert, wie es klingt, denn die westlichen Armeen sind in der Tat sehr von ihren Satellitensystemen abhängig.
Das Thema beschäftigt mich derzeit etwas, da ich für Youtube ein Video vorbereite, das Potenzial und Sinn eines solchen Programms durchleuchtet. Und hier ist die Begleitmusik dazu.

Fundstücke der Woche

minion hanutaWusste ihr, dass es geheime Hanutasorten gibt? Wie bei vielen Produkten, gibt es auch bei Hanuta Überlegungen, die es nie bis auf den Markt schaffen. Ein Beispiel ist obige Sorte mit Banenenstückchen und Minion-Branding. Sie stammt aus einer Umfrage, an der ich Anfang des Jahres teilgenommen habe (etwas, was ich inzwischen nicht mehr tue) und war dermaßen kurios, dass ich damals einen Screenshot davon gemacht habe. Die anderen Sorten waren relativ normal und Kokos habe ich sogar schon gesehen (wenn auch von einer Discounter-Marke statt von Hanuta selbst), aber Bananen sind für mich als jemand, der die Dinger absolut nicht mag, eine Klasse für mich. Und Minions sowieso.

Auch ein merkwürdiges Produkt hat Carlsber im Angebot. Dort wurde grade eine Papierflasche fürs Bier entwickelt und die wird jetzt als große Plastikfrei-Heldentat vermarktet. Offenbar hat da niemand mitbekommen, dass Glasflaschen existieren, allgemein als kulturell akzeptables Trinkbehältnis für Bier anerkannt sind und man da sogar sehen kann, was in der Flasche ist. Und weniger Dreck macht es in der Herstellung auch noch.

Naja, man muss halt nur wissen, wie man es vermarktet. Das wissen auch die Killerroboterhersteller, die ihren Produkten inzwischen den netten Namen Lars verpassen — kurz für „Lethal Autonomous Robots“. Na dann…

Geniestreich der Woche

Auf der dieswöchigen Fraktionssitzung haben ausnahmslos alle Berichterstattenden ihren Beitrag mit den Worten „Ich fasse mich kurz“eingeleitet, was mich zu dem Vorschlag gebracht hat, dies zu eineroffiziellen Regel zu machen:„Berichterstattende beginnen ihren Beitrag mit den Worten: ‘Ich fasse mich kurz.’ Sie haben sodann mindestens eine halbe Stunde zu referieren.“
Der Vorschlag fand leider keine allgemeine Zustimmung.

Wortgeschmeide der Woche

Ich lese zur Zeit das in meinen grün-links-alternativ-versifften Kreisenimmer wieder gerne empfohlene Anständig Essen von Karen Duve. Mein bisheriger Eindruck ist, dass die Frau ein gutes Thema gefunden hat und mit ihrem Experiment, monatlich ethisch besser zu essen auch ein gutes Experiment durchführt. Das Drumherum ist allerdings etwas merkwürdig, mit dem menschgewordenen gewissen Jiminy alias Kerstin und dem krebskranken Hund. Aber ohne zusätzlichen emotionalen Aufhänger keine Geschichte und ohne Nebenschauplätze nur ein sehr dünnes Buch. Ich bin halt nur einfach der Kein-Geschwafel-Typ, wenn es um Literatur geht. Ich meine, es hat schon einen Grund,warum meine eigenen Werke zum großen Teil im Bereich dreistelliger Wortzahlen bleiben.
So komme ich dann auch an das Problem, unter solche Texte oft noch einen Absatz dazupacken zu müssen, der über sich selbst und seine Notwendigkeit spricht. Einfach nur, damit sich das Bildelement dieses Teils des Beitrags nicht mit dem nächsten Bildelement überschneidet, wodurch das Ganze gestalterisch einfach etwas seltsam aussähe.

Politik der Woche

Ich sehe leichte Probleme mit der Präsentation dieser Kampagne

Ich sehe leichte Probleme mit der Präsentation dieser Kampagne


Für Montag war dazu aufgerufen, als Solidaritätsbekundung mit dem Hambacher Wald von 20:30 bis 21:00 Uhr die Lichter an seinem Haus zu löschen und davon auch möglichst ein Foto zu machen. Das habe ich getan, aber die Dokumentation dessen geriet etwas schwieriger, als gedacht.

Ich weiss nicht mehr, wer das Bild gemacht hat, aber Martin Heinen hat es geteilt

Ich weiss nicht mehr, wer das Bild gemacht hat, aber Martin Heinen hat es geteilt

Am Mittwoch traf sich in Rheydt der Umweltausschuss der Stadt. Dort beschäftigte uns intensiv der Stand um Tihange und um die Pläne, hier die Bevölkerung zu schützen (die Jod-Ausgabe wird grade stadtweit organisiert). Interessant war auch ein Bericht zur Entwicklung des Klimas in Mönchengladbach mit den aktuellen Zahlen im Kontext der langen Dürre, die effektiv erst heute geendet hat.

Donnerstag brachte einen klassischen Repräsentationstermin mit sich: Die jährliche Verleihung der Preise des Dachverbandes der Kleingartenanlagen der Stadt, bei der wir Grüne traditionell den Preis in der Kategorie der besten Fachberatung stiften und überreichen. Nochmal Glückwunsch an die Anlagen Windberg, Großheide und Schloss Rheydt.

Beim Bezirksrat der Grünen Niederrhein-Wupper nahm der Hambacher Wald einen großen Teil der Sitzung ein. In letzter Zeit im Wald anwesende berichteten von den Geschehnissen und ihren Eindrücken als Beobachterinnen. Es gab eine lange Diskussion, wie man mit den Entwicklungen dort umgehen kann und soll, vor allem aber auch mit RWE als Konzern. Es wird wenig überraschen, dass wir Grüne wieder verstärkt ins Thema Anbieterwechsel und Abzug öffentlicher Investments in RWE gehen.

Fotos der Woche

Apfelfest 2018Am gestrigen Samstag fand am Haus Horst bei Mönchengladbach-Schelsen das diesjährige Apfelfest statt. Die Veranstaltung wird auch von Jahr zu Jahr größer. Hier ein Bild aus dem Büdchen von Transition Town heraus auf den in Beschlag genommenen Teil der großen dortigen Obstwiese.

schnakeMeine aktuelle Kamera hat es nicht so mit Makroaufnahmen. Glücklicherweise greift mir die Natur dabei unter die Arme und macht dann halt die Insekten größer. So eine Riesenschnake an der Wand ist halt schon praktisch.

Videos der Woche

Das reguläre Video in Fiction Science knüpft an ein älteres Video an, in dem ich feststellte, dass weder Apatosaurus noch Brachiosaurus in Jurassic World wirklich die Dinosaurier sind, die sie zu sein behaupten. Nun wende ich mich erneut dem Brachiosaurus zu, der ja eigentlich ein Giraffatitan ist, um festzustellen, dass er sich gar nicht so aufbäumen konnte, wie er es in seinen zwei ikonischen Auftritten in der Filmreihe tut.

Da das reguläre Video diese Woche mit weniger als sechs Minuten doch etwas kurz war, habe ich eine kleine Szene als Bonus eingeschoben, die ich schon länger eben als Bonus hochladen wollte. Es handelt sich um eine kleine Schau meiner Arachnodroiden-Armee, mit der ich dereinst die Welt zu erobern gedenke. Oder vielleicht auch nur Legoland. Mal sehen,wie weit der Plan gedeiht.
Es handelt sich um eine Szene, die ich im Zusammenhang mit dem Video zum AT-HS Legoset für Fiction Science gedreht habe,die es dann aber nie ins Video geschafft hat und seitdem ungenutzt auf meiner Kamera lag.


Die Lego-Hälfte von Extra Extra versorgen die Lego Friends mit einem Set von Musikzubehör. Mein Schluss: Ganz okay, aber am besten eignet es sich wohl dazu, das reguläre Lego-Set Andreas Zimmer etwas aufzuhübschen.

Die andere Hälfte übernimmt Schleich mit seinen Mini-Dinosauriern. Der Suchomimus leidet etwas unter einer mittelmäßigen Farb-Applikation, obwohl das Modell eigentlich mit seiner detailliert geschuppten Haut sehr gut aussieht und das Rot wesentlich besser aussieht, als ich befürchtet hatte.


Sieben am Sonntag 16.09.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Hin und wieder mit kleiner Pause, aber das holen wir schon wieder raus.

Musik der Woche

Wenn man ein bisschen in die Welt der alten Fernsehserien-Vorspänne eintaucht, stößt man auf so einige Kuriositäten. Definitiv einen Preis verdient hat sich dabei aber ein Power-Rangers-Klon namens Tattooed Teenage Alien Fighters from Beverly Hills. Der Vorspann hat einen gesungenen Titelsong. Und ja, der Titel kommt darin vor. Gesungen. Vollständig. Mit ansatzweise metalligen Gitarren.

Fundstücke der Woche

Auf die EU wird ja gerne geschimpft. Aber sie tut auch gutes. Zum beispiel bringt sie den lange überfälligen Plan voran, öffentlich finanzierte Forschungsergebnisse auch der Öfentlichkeit verfügbar zu machen. Frei, nicht über das System endlos überteuerter akademischer Zeitschriften.
Ein jetzt schon offenes Forschungsergebnis ist etwa ein brandneues Verfahren aus der Darmbehandlung. Man nehme einen Draht und forme ihn zu einer Schlinge. Verfeinerungen sind noch nötig, aber in diesem Fall hat es funktioniert, auf diese Weise einen tief im Anus eines Italieners feststeckenden Dildo zu entfernen.

Leider nicht oder nur sehr lückenhaft behandelbar ist die etwas übersehene Katastrophe, die der Brand des brasilianischen Nationalmuseums in Rio de Janeiro darstellte. Es handelte sich um ein international bedeutendes Museum und den Ort einiger der wichtigsten Sammlungen des südamerikanischen Kontinents in den Fachbereichen Linguistik, Paläontologie, Biologie und Archäologie. Das war einer der schlimmsten Schläge für die Welt der Wissenschaft und das Wissenserbe der Welt in der Moderne, wenn nicht gar der schlimmste.

Und noch einer zur EU und ihren positiven Ergebnissen: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die Kirche nicht mal eben Leute entlassen kann, die nicht nach ihren Vorstellungen leben. Das tun die nämlich ganz gerne mit Geschiedenen, Wiederverheirateten, Homosexuellen, Austretenden und dergleichen mehr.

Das sind Fisch-Flops, ob euch das schlechte Wortspiel gefällt oder nicht - Bild: ebay

Das sind Fisch-Flops, ob euch das schlechte Wortspiel gefällt oder nicht – Bild: ebay

Eigentlich hatte ich nach diesen Schlappen gesucht, die innen Bürsten haben, damit man sich damit im Stehen die Füße schrubben kann. Mein erstes Suchergebnis war die obige Monstrosität von einem Schuh. Ohen Fuß darin sieht das nur ein bisschen albern aus, mit einem Fuß dagegen… sagen wir mal so, plant jemand, eine ganz eigene friesische Version eines Clowns zu erfinden? Nur halt noch verstörender, als Clowns eh schon sind? Das da ist auf jeden Fall ein Anfang!

Schnell was niedliches - Bild: Fancy

Schnell was niedliches – BIld: Fancy

Ich brauch da ja schnell was niedliches zum Ausgleich. Hier zum Beispiel ein Bleistiftanspitzer in Form eines am Stift nagenden Eichhörnchens. Awww. Gefunden bei Fancy.

Um den Hambacher Forst läuft zur Zeit eine von einigen Presseorganen doch sehr fragwürdige Kampagne. So meint die Rheinische Post dieser Tage etwa, ein Tunnelsystem ähnlich jenem der Vietcong unter dem Wald entdeckt zu haben. Das zitieren dann auch die anderen Presseogane munter weiter, während selbst die Polizei etwas verwundert dasteht, wo denn dieses Gerücht herkommt und klar dementiert.

Geniestreich der Woche

Die Woche haben wir erneut über den barrierefreien Zugang zur Kaiser-Friedrich-Halle diskutiert. Und während mein letzter Einwurf mit den Passagierballons nicht so ganz ernst gemeint war, ist dieser es schon eher: Wenn Denkmalschutz das Problem ist, kann man dann nicht wenigstens an der äusseren Eingangstreppe eine mobile Hebebühne abstellen, mit der Rollstühle und dergleichen über die Stufen gehoben werden können? Da sie mobil ist, ist sie nicht Teil des Gebäudes und wäre somit von etwaigen Denkmalschutzfragen nicht betroffen.
Ich bin nur nicht sicher, ob es eine solche Hebebühne bereits gibt, oder ob man sie erfinden müsste. Aber das scheint mir nicht so schwierig zu sein.

Wortgeschmeide der Woche

Jutta Profijt hat einen neuen Roman raus. Alle für einen dokumentiert das (natürlich fiktive) Leben in einer von der Räumung bedrohten udn reichlich chaotischen WG in einer Villa am Rhein. Ein frischer Kurs für Juttas Romane, die lange Krimis und Liebesgeschichten schrieb und hier inhaltlich etwas neues ausprobiert. Mir fällt allgemein kein anderer Titel ein, der sich mit Alle für einen vergleichen ließ.
Wer sich also von der Inhaltsbeschreibung angesprochen fühlt, für den ist das ganz klar eine uneingeschränkte Empfehlung.

Ich selbst habe meine literarische Schreibproduktion im Bereich der Kurgeschichten wieder hochgefahren und will das jetzt auch so fortführen. Aktuell habe ich zwei Kurzgeschichten (Das literarische Forever Memories und die kleine Piratengeschichte Hydra) sowie eine kleine Spielerei von 12 Wörtern Länge in Auswahlverfahren von Herausgebern. Ich bin gespannt,ob es eine davon bis zur Veröffentlichung schafft. Weitere Geschichten kommen von jetzt an laufend dazu.

Politik der Woche

Im Moment ist an verschiedensten Ecken sehr viel los und leider nicht viel davon positiv.
Es gab ein Treffen zur Frage, wie man nach den Vorfällen in Chemnitz mit dem Problem der massiv auftretenden Rechten umgeht. Ich bin da der Meinung, dass wir vor allem ein Kommunikationsproblem haben. Nicht mit den Rechten, sondern mit den Menschen, die sich in Notlagen befinden und für die die Rechten vermeintlich einfache Lösungen parat zu haben scheinen. Die Linke hat sic zu einer Elite entwickelt, die philosophische Debatten führt, zu denen niemand ausser ihr noch Zugang hat. Ich werde dazu beizeiten mehr schreiben und einen Ausweg vorschlagen.
Wir haben wie gesagt auch über die Kaiser-Friedrich-Halle gesprochen, darüber, wie wir aus Gladbach den Leuten im Hambacher Forst helfen können (ich habe da hin und wieder Obst hingeschickt, andere waren direkt vor Ort im Wald) und über mögliche Nachbesserungen an den Planungen für den Parkplatz eines neuen Supermarktes in der Innenstadt. Das klingt nach einer seltsamen Mischung, ist aber in der Stadtpolitik recht typisch.
Heute dann führte ich einen Zubringer zur Sternfahrt Mönchengladbach von Roermond in die Stadt, immer eine schöne Strecke für eine Fahrradtour. Ich habe nach der Fahrt die Zahl von insgesamt 2800 Teilnehmern an der Gesamtsternfahrt gehört, was absolut beeindruckend ist.

Fotos der Woche

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Nachdem mein Telefon zwischenzeitlich eine Weile einen freien Speicher von exakt 0 Bytes auf dem Systemspeicher ausgewiesen hat, habe ich mal ein bisschen aufgeräumt. Jetzt ist darauf wieder ein bisschen Platz und kann Funde wieder dokumentieren.
Hier also das Roermonder Münster bei meiner Ankunft heute morgen um Schlag 10 Uhr.

Videos der Woche

Fiction Science geht zum dieswöchigen Start des neuen Predator-Films The Predator erstmals auf diese Filmserie ein. Nach etwas Überlegen änderte ich meinen ursprünglichen Plan, über die seltsame Schwemme menschenähnlicher Ausserirdischer zu sprechen und entschied mich statt dessen, zu versuchen herauszufinden, wo die Yautja (der Eigenname der Spezies) evolutionär eigentlich herkommen. Sie sind Predatoren, also Raubtiere, aber was genau ist eigentlich die Beute, auf deren Jagd sie sich ursprünglich hinentwickelt haben? De komischen Mandibeln sind nämlich für viele Raubtiere in dieser Form ziemlich unnütz und sogar störend.

Das andere Video von Fiction Science ist der erste Versuch mit einem etwas anderen Format, in dem ich einige Videos anderer Kanäle empfehle, die für meine Abonnenten interessant sein könnten. Da Youtube am Ende der Videos bis zu vier Elemente erlaubt, habe ich die Zahl auf vier festgelegt. Es ist ein bunter Strauss herausgekommen, bei dem für alle etwas dabei sein dürfte. Das Konzept funktioniert natürlich besser, wenn der Kanal etwas gewachsen ist, aber wieso nicht jetzt schon anfangen?

Extra Extra ist auch wieder in Schwung. Die Lego Nexo Knights liefern gleich zwei Minifiguren: Eine königliche Wache und den jungen Ritter Robin mit einem Jetpack.

Darauf folgt Lego Star Wars mit einem Zerstörer-Droiden, auch bekannt als Droideka. Nicht die hübscheste Version dieses Roboters, aber dafür gibt er einen guten Hubschrauber ab.

Den aktuellen Abschluss bildet Lego City, das uns mit Mark einen Müllmann samt passendem Zubehör bringt. Eine etwas einfache Figur, aber dafür liegt ihr ordentlich großes Zubehör bei.


Sieben am Sonntag 02.09.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Zwischen Vergangenheit und dem Ende der Zeiten.

Musik der Woche

Diese Woche nehme ich einfach einen Song, der mir diese Woche öfters über den Weg gelaufen hat. Keine tiefere Bedeutung oder Aussage meinerseits, einfach nur ein Song, den ich relativ häufig gehört habe. Wobei einem dann irgendwann der Text auffällt und der ist… ungewöhnlich für einen Hitsong.

Nachrichten der Woche

Fangen wir mit etwas Lokalpariotismus an: Das Blog Kitchenkompass hat im Wettbewerb „Vom Wissen zum Handeln“ gewonnen. Der Wettbewerb zur Förderung von Konzepten zu gesunder Ernährung war vom Bundes-Landwirtschaftsministerium ausgelobt worden und geht damit an ein Blog, das Einwanderern eine Einführung in den hiesigen Haushaltsalltag bietet.
Dabei handelt es sich offenbar um einen Förderpreis für die Umsetzung. Das erklärt, warum ich das Blog selber nicht finden kann, denn sonst würde ich es selbstverständlich verlinken.
Was man auch nicht so leicht findet, ist die 3Sat-Übertragung des Konzerts gegen Rechts, zu dem sich in Chemnitz kurzfristig eine Reihe bundesweit bekannter Bands verabredet haben, von Kraftklub bis zu den Toten Hosen. Eigentlich wollte 3Sat das auch übertragen, aber da hat offenbar die ARD (?) interveniert und nachdem sich die AfD darüber aufgeregt hat verschwanden alle Ankündigungen recht plötzlich.

Bei der SPD geht es bisweilen wenig sozial zu. So etwa bei den Versuchen Hubertus heils, Bayern dazu zu zwingen, Eltern ihr Hartz IV zu kürzen.
Und dann ist da noch Andrea Nahles, die vulgärste Kackbartze, die je Rot getragen hat. Die meint diese Woche, statt normal zu verhandeln, müsse sie beim Thema Kohleausstieg die Grünen angreifen, die den doch tatsächlich fordern. Für den Fall, dass irgendein Zweifel bestanden hat, warum Rot-Grün es nicht geschafft hat, die Kohle zu stoppen.
Da wünscht man sich ja schon ein wenig in die 60er zurück. Damals, als es in der SP noch Sozialdemokraten gab und Arnold Schwarzenegger viermal in Folge Mister Univerusm wurde. Nun, wenigstens ein bisschen geht das:

Das bringt mich jetzt fast dazu, doch noch ein Auto zu kaufen - Bild: Fancy

Das bringt mich jetzt fast dazu, doch noch ein Auto zu kaufen – Bild: Fancy


Wobei, ein bisschen Ostblock haben wir ja schon. Und der Ostblock ist böse. Oder wenigstens Russland. Man sollte halt nur tunlichst nicht berichten, wenn die Mordopfer Veründete Russlandssind, das macht ja das schöne Bild vom bösen Russen kaputt.

Aber nochmal zurück zu den Nazis. Es gab nämlich einen spektakulären Fund urzeitlicher Schmarotzer ohne Rückgrat in der Paläontologie. Bei einer groß angelegten Suche in fossilen Fliegenkokons fanden Forscher vier unterschiedliche Arten von Schlupfwespen, deren Nachwuchs in Fliegenlarven heranwuchs. Die Wespen hatten zum Zeitpunkt ihrer Versteinerung ihre Opfer fats vollständig konsumiert und warteten nun in deren Kokons auf die Schlupf. Ein wolcher direkter Nachweis von Parasitismus in Fossilien ist ein absolut aussergewöhnlicher Fund.
Ein ähnlich großer Glückfund ist auch ein neuer Flugsaurier, einer der ältesten seiner Verwandtschaft. Und für Empfindliche wohl auch ein deutlich appetitlicherer.

Entgegen aller Unkenrufe wächst der eBok-Markt in Deutschland weiter an und war im ersten Halbjahr 2018 erstmals neunstellig. Ich muss allerdings zugeben, davon gerne mehr mitbekommen zu wünschen.
Etwas weniger glücklich mit Technik sind die Anwohner von Googles Experimentiergebiet für selbstfahrende Autos. Die Dinger sind im Grund fahrende Verkehrshindernisse, die noch viele Probleme zu überwinden haben,bevor sie am normalen Straßenverkehr teilnehmen können.

Geniestreich der Woche

Wer ist eigentlich auf die bekloppte Idee gekommen, dass eine Woche eine Primzahl an Tagen haben soll? Sieben ist so eine blöde Zahl. Sie ist durch nichts teilbar, passt mit keiner anderen Zeiteinheit zusammen (ausser mit dem Februar in Jahren, in denen die überflüssige Schaltjahrerei ausbleibt) und erschwert es nur, Zielvorgaben wie „2x die Woche“ mit festen Wochentagen zu versehen, was es deutlich einfacher machen würde, sich eine solche Regelmäßigkeit zu merken.
Ich sehe dafür zwei Möglichkeiten: Entweder, wir schaffen den Montag ab. Den mag eh so gut wie niemand.
Oder aber, wir führen einen achten Tag ein. Den nennen ich Kortag, einfach weil es der erste unverwechselbare Name für einen Tag ist, der mir einfiel.
Sechs oder acht Tage pro Woche, alles ist besser als ausgerechnet sieben.

Politik der Woche

Die Woche war wieder eine privat sehr volle. So war ich politisch eher bei einigen Veranstaltungen zu Gast.
So gab es am Donnerstag einen Vortrag zum neuen Polizeigesetz von dem kölner Strafrechtler Christian Mertens, der den Gesetzenentwurf und seine Konsequenzen aus juristischer Sicht auseinandernahm. Kernerkenntnis: Hier wird die Gewaltenteilung beunruhigend ausgehöhlt.
Samstag veranstalteten die Grünen im Kreis Viersen ihr Sommerfest. Ein angenehmes Treffen mit dem Nachbarkreis mit einigen Gesprächen.

Eines möchte ich an dieser Stelle noch ergänzen,da es ansteht: Am Sonntag, den 16. September, ist in Mönchengladbach die Sternfahrt 2018. Ich werde bei dieser Gelegenheit einen Zubringer aus Roermond anbieten, der grob meinem Vorschlag für einen grenzüberschreitenden Radschnellweg folgt.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche habe ich hier mal zwei Tipps. Dafür hatte ich letzte Woche ja strenggenommen keinen.
Den Anfang macht ein Debütroman eines Mönchengladbachers. Der gefangene Sommer von Christoph Steckelbruck ist ein schwer einzuordnendes Porträt des Erwachsenwerdens in den 70er Jahren. Als solcher ist er authentisch und wenig nostalgisch, was vor allem bei der aus heutiger Sicht hässlichen Seite der Vergangenheit deutlich wird. Die Sicht auf das Erwachsenwerden, der beiläufige Alltagssexismus, all das findet sich in diesem Zeitbild ungelogen und in freiem Konfrontationskurs mit der Leserschaft der 2010er, die das alles kaum mehr kennt. Nun gehöre ich als Kind der 80er da zwar zu, aber so etwas schwindet ja nicht von Gestern auf Heute und so manches hat sich bis tief in die 90er gehalten.
Der andere Tipps ist deutlich gegenwartsbezogener. Unter dem Titel The Cleaners gibt es bei Arte eine Dokumentation dazu, wie bei sozialen Netzwerken wie Youtube und Facebook entschieden wird, welche Inhalte akzeptabel sind und vor allem, welche nicht. Das Ganze ist mit der seltsamen Hintergrundidee, redaktionelle Auswahl sei „Zensur“, auf Sensation/Skandal gebürstet,aber dennoch sehenswert.
In dieser Welt habe ich mich vor Jahren selbst bewegt. Und ja, man sieht eine Menge Scheiss. Nicht so schlimm wie das, was ich von Bürokräften bei der Polizei gehört habe, die beispielsweise Hinweise auf Kinderpornografie überprüfen müssen, aber da hatte ich wahrscheinlich einfach nur Glück, sowas nie dabei gehabt zu haben. Aber es ist eine Arbeit, die irgendjemand machen muss, wenn wir (einschließlich Kinder etc.) so etwas nicht schutzlos ausgeliefert sein wollen. Diese Notwendigkeit kommt mir bei der Doku etwas kurz.

Fotos der Woche

Hier war ich am Samstag auch mal für ein-zwei Stunden: Ein Stand der Umweltschutzvereine in MG zu den Themen Braunkohleabbau und Hambacher Forst. Mit politischer Musik und jeder Menge Information für alle Interessierten.
Diesmal ist es frisches Obst, das unsere Schubkarre füllt. Nach dem Ende der Dürre ist nun die Erntezeit gekommen und auch gepflanzt werden kann endlich wieder. Das hier ist der Rest, nachdem alles andere unter den Anwesenden verteilt wurde. Wahrscheinlich geht auch das wie beim letzten Mal, als größere Mengen Obst übrig waren, an die Aktiven im Hambacher Forst.
Nächste Woche ist übrigens nochmal Apfelernte, zwei weitere Bäume sind dann bereit.
Unterdessen ergänzen bei den Anpflanzungen Guter Heinrich, eine neue Winterheckenzwiebel, Rosmarin, Thymian und Liebstöckl die Vielfalt der Oase. Ein Schlehdorn ist ebenfalls neu, der dient aber weniger der Ernährung, als der Lieferung stacheliger Zweige zum Schutz der Gemüsepflanzen.

Videos der Woche

Fiction Science bleibt bei den Konzeptfahrzeugen aus der Science-Fiction, die es nie auf den Bildschirm gebracht haben. Der AT-HS ist ein Läufer, der für Star Wars: Die letzten Jedi entworfen wurde, am Ende aber nur in Form eines Lego-Sets auftauchte. Dieses Set habe ich nun hergenommen, um ein wenig über Zweiwegefahrzeuge zu sprechen, und darauf einzugehen, wieso ein solches Konzept für einen als Kundschafter eingesetzten Läufer im Star-Wars-Universum eine echte Verbesserung ist.

Bei Extra Extra gibt es endlich wieder frische Magazin-Inhalte. Ein Ninjago-Bösewicht namens Talon eröffnet die neue Saison der Tütchenfiguren als Heftbeilagen.


Sieben am Sonntag 26.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Aus Tradition verfassungsfeindlich.

Musik der Woche

Wer sagt eigentlich, dass man Lieder immer nurvorwärts oder rückwärts singen kann? Wie wäre es mal damit, Text und Melodie vorwärts,aber die einzelnen Wörter rückwärts zu singen? Die wahnwitzige Editierungsarbeit, das zu erreichen, ist eine der absurden Disziplinen, die sich in der Youtube-Remix-Szene etabliert haben. Sinnlos? Ja. Beeindruckend? Absolut!
Hier ist leeF dooG .cnI.

Nachrichten der Woche

Bis heute war in Köln die Gamescom und da gibt es eigentlich immer bemerkenswertes. manchmal nur, wie scheusslich die gekühlt verschenkte Coke Zero schmeckt, aber dieses Jahr zum Beispiel auch die Aufregung um das erste in Deutschland freigegebene Videospiel mit Hakenkreuzen. Denn vorvergangene Woche hat die USK eine Freigabe bekommen, Hakenkreuze nicht automatisch verbieten zu müssen, sondern auch diese in Spielen zuzulassen, wenn die Spiele angemessen mit diesen historischen Symbolen umzugehen wissen. So, wie es nach §86 Absatz (3) StGB auch sein sollte, nur noch etwas vorsichtiger als bei Bild und Film. Videospiele sind eine Kunstsparte und mit den anderen Künsten gleichberechtigt zu behandeln. Das müssen sie jetzt halt, wie vor 20 Jahren die Comics anlässlich Art Spiegelmanns Maus, wirksam erstreiten.

Grafik ist schon geil, aber langweilig und die Respawns sind voll verbuggt -  Bild: Bundeswehr

Grafik ist schon geil, aber langweilig und die Respawns sind voll verbuggt – Bild: Bundeswehr


Durch ein seltsames Verhältnis zur Spielkultur fällt wie jedes Jahr auf der Gamescom auch 2018 die Bundeswehr auf. Die hat ein paar wirklich bekloppte Plakate aufgehängt und begründet deren Ansatz dann mit irgendwelchem Kleingedruckten auf den Plakaten. Klar, liest sich jeder durch, so ein Plakat mit Kleingedrucktem, deshalb kennt auch jeder Deutsche auswendig die Nikotin- und Teerwerte der großen Zigarettenmarken.
Und weil die Bundeswehr richtig schlau ist, legt sie noch ein bisschen Gamer-Bashing nach und sagt, man wolle darauf aufmerksam machen, dass man doch lieber für den Frieden kämpfen statt seine Zeit mit Spielen vergeuden sollte.
Die olympische Disziplin Zurückgebliebener Flachköpper führt man übrigens traditionell in Tarnuniform durch. Weiss auch nicht, warum mir das grade einfällt.

In Deutschland kommt man halt nur nach und nach im 21. Jahrhundert an. Die Ergebnisse dessen werden bisweilen auch etwas bizarr. So wollen die Länder jetzt etwa auch Internetplattformen in den Rundfunkstaatsvertrag aufzunehmen. Die haben wohl gehört, dass das Internet zunehmend das Fernsehen ersetzt.
Aber vielleicht haben sie ja auch ein bisschen Recht, einzugreifen, immehrin macht zuviel Facebook offenbar zum Nazi. na dann mal ein kräftiges Prost und Heil… nee, lieber doch nicht.
Allgemein ist die Zukunft ein gefährlicher Ort. Dank neuer Nano-Materialien kann man jetzt noch nicht mal mehr in ein Museum gehen, ohne in ein unsichtbares Loch zu fallen.

Aber was isst man denn so in der Zukunft, jetzt wo wir endlich da sind? Was sind da die neuesten Internettrends? Nun, das hier zum Beispiel:

Falls jemand nicht sicher war, ob wir grade im Internet sind: Offensichtlich ja.

Falls jemand nicht sicher war, ob wir grade im Internet sind: Offensichtlich ja.


Na gut, vielleicht auch nicht. Aber mit derlei Speisen endet man wenigstens nicht unter dem Verdacht, in Spanien als terroristischer Anarcho-Veganer unterwegs zu sein. Die Gefahr besteht ja durchaus auch hier in NRW.

Genevieve von Petzinger berichtet bei einem TED-Talk, nachgehalten auf Youtube, wie sie in europäischen Höhlen immer wieder gleichen Symbole gefunden hat. Das ist ein für mich faszinierendes Thema. Schon in meiner Studienzeit wollte ich immer mal in die verschiedenen Höhlen mit Höhlenmalereien gehen und nach Gemeinsamkeiten suchen, um daraus Rückschlüsse auf das Denken und vielleicht sogar die Sprache der damaligen Menschen finden zu können. Hätte ich jemals eine Promotionsarbeit angesetzt, das wäre ihr Thema gewesen.
Höhlenmalereien sind ausgiebig katalogisiert, aber oft nur recht oberflächlich und ihre geordnete Erforschung ist noch extrem lückenhaft, die Paläopsychologie und Paläolinguistik blicken selten so weit zurück und sind auch relativ obskure Forschungszweige.

Geniestreich der Woche

Nö. Ich habe für den August 2018 die Phase „Oh Gott, jetzt bloß nicht noch eine Idee“ erreicht. Mit anderen Worten, wie jedes Jahr nach der großen Urlaubssaison brauche ich erstmal Urlaub von dem ganzen Urlaub. Denn das ist traditionell die Zeit, in der alle Zeit haben und alles mögliche erledigt wird (oder werden will).

Politik der Woche

Bild: Grüne Mönchengladbach

Bild: Grüne Mönchengladbach

Erik Marquardt war am Freitag im Ratskeller in Rheydt und stellte seine Eindrücke aus Afghanistan und vom Mittelmeer vor.
Er berichtete mit Fotobegleitung von furchtbarem Elend an allen Ecken, von verzweifelten Menschen, den vielen Gefahren der Flucht und den Folgen der europäischen Abschottung. Ein absolut beeindruckender Vortrag zum Leid der von vielen hierzulande so abwertend, ja entmenschlicht, diskutierten Menschen.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche ist das mehr eine Ankündigung,deswegen auch noch kein Link. Die Herbstausgabe des Mad Scientist Journal ist nun durch ihr letztes Lektorat und wird im September erscheinen. Darin dann auch eine Kurzgeschichte von mir, Fetch Monkey. Ein Cover habe ich leider noch nicht, aber die gesamte Zeitschrift sieht vom Inhalt sehr gut aus.
Sie bietet ein gut internationales Autorenteam und eine breite Palette innerhalb seiner Prämisse, als Fachmagazin für wahnsinnige Wissenschaftler mit einem Schuss 50er-Stil aufzutreten.

Foto der Woche

Die Erntesaison kommt in Fahrt.

Die Erntesaison kommt in Fahrt.

Jetzt, wo endlich wieder etwas Regen kommt, legen die Feldfrüchte ihren letzten Sprint zur Erntezeit vor. Kürbisse und Zucchini sind langsam so weit und auch die ersten Äpfel nehmen endlich ihre rote Maserung an und werden beissbar.

Videos der Woche

Fiction Science wendet sich diese Woche wie versprochen dem kultigen Hai-Thriller Deep Blue Sea zu. Zum einen geht es um die Haie, zum anderen um das Schiff aus dem nie gedrehten ersten Entwurf für eine Fortsetzung unter dem kreativen Titel Deep Blue Sea 2.

Extra Extra überwindet die Dürre bei den Lego-Heften mit zwei Abstechern ins Land des Nicht-Ganz-Lego. Zum einen gibt es ein paar Tiere mit dem alternativen Steinformat der Miniblocks, zum anderen ein Klebeband mit Noppen zur freien Gestaltung von Spiel- und Aufbewahrungsflächen für Legofiguren und -Bausätze.

Nächste Woche gibt es eine kleine Überschneidung: Während Extra Extra im normalen Rahmen läuft und ein neues Heft von Ninjago besprechen darf, wildert Fiction Science ein wenig bei seinem deutschen Schwesterkanal und bespricht ein Star-Wars-Fahrzeug aus einem Lego-Set: Der AT-HS (Heavy Scout Walker) kommt zu Besuch.


Sieben am Sonntag 19.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Weitgehend plastikfrei.

Musik der Woche

Am Montagabend wurde ich etwas von einem Britney-Spears-Konzert in Hörweite überrascht. Ich wusste, es kam eins, aber mit einem Konzert mitten in der Woche hatte ich nun doch nicht gerechnet.
Nun bin ich kein so großer Freund von Britney Spears (mehr), zu eintönig ist mir der ganze Pop geworden. Also muss sie für die Musik etwas aufgepeppt werden. Dafür kommt Gwen Stefani ins Spiel. Mashups sind immer noch eine der besten Erfindungen der Internet-Musikszene.

Nachrichten der Woche

Ist irgendwer überrascht, dass der große Diesel-Buhmann Fahrverbote nun erstmal nicht kommt? Ich jedenfalls nicht. Nötig gewesen wären sie ja, aber da sträubt sich absolut jeder gegen, an den heiligen Diesel zu gehen,als wäre der bisherige Angriff auf den Otto-Motor noch nicht schlimm genug. Das deutsche Kulturgut schlechthin, dieser Zweitakt der Explosionsmotoren.
Quizfrage für die Autofahrenden hier: Was ist schlimmer im Straßenverkehr als ein Fahrradfahrer? Nun, wie wäre es mit einem Fahrrad ohne Fahrer. Ja, der Technikhype um selbstfahrende Fahrzeuge geht weiter und jetzt kommt also ein Fahrrad, das den Leuten ganz von allein in die Hacken und vor die Autos fährt. Toll! Ja,sorry, ich bin halt der Meinung, ein Fahrzeug im Straßenverkehr sollte immer einen Fahrer (oder meinetwegen bei manchen Maschinen bauartbedingt einen Begleiter) haben, der das Verhalten des Fahrzeugs kontrolliert.

Immer diese scheiss Fahrradfah... oh - Bild: Harald Krieg/Uni Magdeburg

Immer diese scheiss Fahrradfah… oh – Bild: Harald Krieg/Uni Magdeburg


Apropos Fortschritt in der falschen Richtung: Plastikflaschen. Bekannt sind die ja für fragwürdige Zusatzstoffe wie Bisphenol-A und für den Müll, den sie machen. Weniger bekannt sind sie dafür, tatsächlich Plastik ins Trinkwasser zu bringen. Das Problem sind offenbar in vielen Fällen weniger die Flaschen selber, als die Schraubverschlüsse, die ja auch bei Glasflaschen oft aus Plastik sind.

Eher rückschrittlich ist mal wieder der Katholizismus. Zum Beispiel, wenn in Paraguay ein 14-jähriges Kind bei der Geburt des Kindes ihres Vergewaltiger stirbt. Denn Abtreibung ist ja eine Sünde.
Und bei der medizinischen Rückständigkeit der Bevölkerung können wir ja auch mal die Impfgegner ansprechen. Das Bild gleich etwa stammt von Berit Uhlmann und zeigt eine Eiserne Lunge. Darin landete man früher, wenn man Erkrankungen wie Tetanus oder Kinderlähmung grade so überlebte. Die Maschine ersetzt die nicht mehr funktionierenden Atemmuskeln und nur der Kopf schaut raus. Für eine lange Zeit, manchmal ein Leben lang. Eiserne Lungen gibt es heute nicht mehr. Die relevanten Krankheiten wurde durch Impfungen nahezu ausgerottet. Einst kannte sie jeder.

Kein Scherz - Bild: Berit Uhlmann

Kein Scherz – Bild: Berit Uhlmann

Okay, schnell etwas heiteres dagegensetzen. Wie wäre es mit dieser Umsetzung eines Seitenwagens am Fahrrad? Cool, oder?

Edel!

Edel!


Und noch was Lustiges aus dem Verkehrsleben: Wenn man ein Auto abschleppt und nur gegen Strafzahlung zurückbekommt, dann ist das ja schon irgendwie Erpressung, findet die Polizei. Wie? Achso, nein, nicht bei irgendwelchen Autos, nur bei Zivilfahrzeugen der Polizei natürlich.

Die Wissenschaft hat einen der wichtigsten Streits der englischsprachigen Kultur gelöst: Wie viele Leerzeichen hinter einen Punkt gehören. In der Zeit der Schreibmaschinen war es dort üblich, hinter einem Punkt zwei Leerzeichen zu setzen. Das endete mit dem Computer, doch nicht alle sind glücklich damit. Als Bonus hat der Artikel selbst sehr viel Spass mit unterschiedlichen Standards der Leerzeichensetzung. Als Malus ist die Studie selbst aus guten Gründen sehr umstritten. Aber interessant, womit sich manche Kulturen so beschäftigen. Ganz im Ernst, die Frage nach der Anzahl der Leerzeichen höre ich im englischen Bereich des Öfteren.
Aber vielleicht erledigt sich das auch bald. Die FNP hat einen beachtlich ehrlichen Artikel zur Zukunft des Buches und auch zum Umgang seiner Vertreter mit dieser Entwicklung. Ja, auch ich fürchte, dass das Buch auf dem Weg in eine Nische ist. Schon sehr bald wird es auf die Alltagskultur kaum mehr Einfluss nehmen, als dies heute Theater oder Ballett tun. Kulturelle Spurenelemente für eine kleine Liebhabergruppe.

Geniestreich der Woche

Wisst ihr was, ich habe jetzt schon ein paar Mal über Videospielideen nachgedacht, ich glaube, ich setze einfach mal eine um. So ziemlich meine älteste Idee in diesem Bereich: Eine Adaption von Moby Dick.
Moby Dick ist ja im Ursprung eine als Roman getarnte Einführung in die Kultur und Technik des Walfangs im 19. Jahrhundert. Als solche hat er eine Reihe von Schwächen, funktioniert aber letztlich doch. Nur eines nehme ich Melville bis heute übel: Dass der Wal in der Geschichte wirklich existiert. Ich bin der Überzeugung, Moby Dick wäre ein um Längen besserer Roman, wenn der Wal sich schließlich als Wahnvorstellung Ahabs herausstellt, für die er sein eigenes Leben und das seiner Mannschaft zu opfern bereit ist.
Letztlich ist dem im Roman ja auch so, aber dass der Wal am Ede dennoch existiert, schwächt ihn in meinen Augen erheblich.
Nein, bei mir existiert der Wal nicht. Nur ein Kapitän, dessen Wahn von Tag zu Tag wächst und der sein Schiff unvermeidlich auf den Untergang zusteuert — offen bleibt allein, auf welche Art von Untergang.

Politik der Woche

Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen auf die Zeit nach der Sommerpause. Aber diese laufen eben noch im Hintergrund.
Abseits der Parteipolitik läuft es etwas vordergründiger. Die noch unverteilten 10 kg Birnen vom abgestürzten Ast der letzten Woche haben ihren Weg in den Hambacher Forst gefunden, nachdem eine sehr aktive Bekannte danach gefragt hat. Ich weiss nicht, ob sie einverstanden ist, wenn ich ihren Namen erwähne, daher lasse ich das hier mal.

Wortgeschmeide der Woche

Ich habe mich gestern sehr über die Verfilmung von Stanislaw Lems Solaris von 2002 geärgert. Der Roman zählt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.
Solaris ist aus gutem Grund ein Klassiker der Science-Fiction. Es ist ein Roman, der danach verlangt, Science-Fiction zu sein, eine Expedition in die menschliche Fähigkeit, die Welt zu verstehen und dahin, was jenseits des Verstehbaren liegt. Solaris dienen die Figuren als Vesikel seiner eigentlichen Geschichte, sie dienen uns als Augen in eine fremde Welt. Es lässt fragen offen, weil genau das der Punkt ist.
Soderberghs Verfilmung mit George Clooney ist ihr Genre herzlich egal. Sie erzählt die Geschichte von Chris Kelvins persönlicher Krise nach dem Verlust seiner Frau. Das amerikanische Verständnis von Geschichten denkt von den Figuren her. Es hat kein Interesse, große Fragen zu stellen, statt dessen spielt es die immer gleichen Fragen mit immer anderen Figuren durch. Es hasst offene Fragen und erklärt alles. Zwar erklärt es nicht, was der Planet Solaris ist und macht, aber auch nur, weil dieser zum Bildschirmschoner in den Fenstern der Raumstation verkommt. Er ist notwendiges Mittel, um eine Geschichte zu erzählen, die sich so sehr weigert, Science-Fiction zu sein, dass alle ihre Aufnahmen ausserhalb der Raumstation ganz offensichtlich New York um die Jahrtausendwende zeigen.
Solaris (Film von 2002) ist ein vergessenswerter Film voller Angst vor sich selbst.
Solaris (der Roman) ist ein Klassiker, der in der Literatur allein steht und den man gelesen haben sollte.

Foto der Woche

Hier ist eine Dürrefolge, die den meisten Menschen nicht bewusst ist, weil sie eher indirekt läuft: Die Apfelbäume bilden bei der Trockenheit nicht etwa weniger Äpfel, sie werfen diese einfach nur verfrüht ab. Oft zu früh, als dass sie noch nachreifen könnten. Das Ergebnis sind Obstwiesen, die gut einen Monat vor der Ernte voll sind mit faulenden Äpfeln. Wir haben heute zwei komplette Schubkarren voller Äpfel weggekarrt, um der daraus resultierenden Wespenplage Herr zu werden.
Vor der Dürre hingen die Bäume unglaublich voll, bis zur Reife werden es nun nicht mehr viele Äpfel schaffen.

Videos der Woche

Diese Woche kehren wir das übliche Spiel mal um: Extra Extra geht mangels Neuerscheinungen diese Woche leer aus, dafür ist der englischsprachige Kanal Fiction Science jetzt endlich am Laufen. Die Folgen zu Stygimoloch und den Sauropoden von Jurassic Park/World sind raus und ich habe mich für eine neue Regel entschieden: Statt wie erst angesagt zwei Folgen jeden Sonntag gibt es nun eine am Sonntag und eine am Mittwoch. Das ist deutlich leichter einzuhalten, denn Schnitt und Schlussbearbeitung der Videos kosten nicht wenig Zeit, die ich grade am Sonntag eher nicht habe. Und es ist für Interessierte auch deutlich angenehmer, nicht immer zwei Folgen auf einen Schlag zu haben.
Ich merke schon, das freie Sprechen vor einem Mikro ohne Bild muss ich noch etwas üben. Vorlesen kenne ich ja, Aufnahme mit Bild ebenfalls. Reiner Ton ist wieder etwas anders, da ist es nicht so einfach, die Stimme so zu modulieren, um das Publikum emotional zu erreichen. Aber ich denke, auch das kommt mit der Zeit.

Weiter geht es nächste Woche mit zwei Folgen zu Deep Blue Sea.
Was kommende Woche ebenfalls eine Wiederauferstehung feiert, ist der Kanal mit den eingesprochenen Kurzgeschichten. Das mit 100 Wörtern extrem kurze Chiselled macht hier diese Woche den Aufschlag, einen Titel für die zeitgleich erscheinenende deutsche Übersetzung habe ich noch nicht. Ja, das heisst, ich werde Paul, das Einhorn erstmal ignorieren, im Hintergrund vervollständigen und dann vielleicht diesen Dezember erneut veröffentlichen, dann komplett.