Extra Extra mit Gimmick 17-22

Wieder eine Woche vorbei, wieder eine Ausgabe der Extra Extra; wieder was gelernt. Und ganz nebenbei wird die Extra Extra in Zukunft wohl etwas anders laufen.

Erstmal: Das Video

25 Minuten Zeitschriftenbeilagen, Kampf mit der Sonne und Autos im Hintergrund. Bitteschön:

Wieder was gelernt

  • Ich bin alt
    Ein Inception-Gag? Okay.
  • Zeitraffer
    Da ich diesmal ein Lego-Päckchen dabei hatte, das nicht schön als Tasche zum Wiederverschließen gestaltet war, habe ich erstmals ein Lego-Set vor der Kamera aufgebaut. Bisher hatte ich die ja immer vorher zusammengebaut und dann fertig ins Bild gehalten. Daher auch die erneut längere Dauer des Videos – nach 15 und 20 Minuten nun schon 25.
    Allerdings, so wirklich mag entweder mein Rechner oder meine Software den Einsatz des Zeitraffers nicht — bei mehr als doppelter Beschleunigung stürzt er am Ende des gerafften Stücks ab. Es hat mehrere Versuche gebraucht, bis ich das Problem fand. Das hat mich zwar ein paar Stunden gekostet, dafür konnte ich in dieser Zeit die komplette erste Staffel von Marvel’s Defenders auf Netflix sehen. Ja, mein Rechner ist allgemein etwas langsam.
  • Manchmal geht’s einfach schief
    Diese Woche brachte ein defektes Extra und einen fehlenden Lego-Stein mit sich, für den ich auch keinen Ersatz da hatte.
  • Immer abends filmen!
    Ich filme vor einem nach Süden ausgerichteten Fenster. Das ist nicht schlecht, wenn man zur richtigen Tageszeit filmt, vorzugsweise gegen Abend. Filmt man dagegen mit diesem Setup in der Vormittags- und Mittagszeit, kann das schief gehen. Nicht nur hat man Streit mit der Sonne, es ist auch deutlich mehr los und ständig kommen Lärmquellen vorbei. An einem Punkt habe ich mehrere Autos, die Müllabfuhr, ein Flugzeug und das Bimmeln der Kirchenglocke um 12 abgewartet. Also: Aufnahmezeit richtig legen!
  • Die Videos wollen mich verarschen
    Mein zweites Video war länger als mein erstes und nun ist mein dritten erneut länger als das zweite. Wieso also sind gleichzeitig die Dateigrößen der Videos kleiner geworden, je länger die Videos sind? Hier spukt es doch!

Alles wird anders

Ich hatte Extra Extra in der Annahme gestartet, dass eine wöchentliche Sendung weniger Zeitaufwand insgesamt bedeutet. In der Theorie sah das ganz gut aus: Wöchentliche eine Aufnahmestunde, eine Postproduktion, ein Upload, ein Text, einmal Linkbuilding. In der Praxis ist das nicht geschehen. Die zweite Ausgabe hat mich den Samstag und gute Teile des Sonntags gekostet. Die dieswöchige dritte praktisch das ganze Wochenende, wobei ich es geschafft habe, meinen Rechner so einzurichten, dass ich ihn unbeobachtet arbeiten lassen kann.
Was ich nicht bedacht habe, ist die Rolle, die Fehler spielen.
Bei einem Video in der Länge der einzelnen Heftvorstellungen zwischen zwei und sechs Minuten ist ein Fehler schnell auszugleichen, das braucht vielleicht zehn Minuten. Beim wöchentlichen Magazinformat um die 20 Minuten je Video geht bei einem erst nachher entdeckten Fehler oder einem technischen Problem wie diese Woche mindestens eine Stunde verloren.
Ich denke, ich werde aus diesem Grund erstmal versuchen, mit Einzelvorstellungen zu arbeiten. Eventuell mit einem wöchentlichen Abschlussvideo in einer Form ähnlich dem seit letzter Woche eingefügten Fazit. Die Nummerierung war dafür ja zum Glück schon geeignet, da der Titel seit letzter Woche nicht mehr die Folgen zählt, sondern die vorgestellten Extras/Gimmicks. Das gibt mir teilweise auch mehr Raum zum Testen, wenn das Video sonst zu lang würde wie bei dem Extra in der Soy Luna oder bei Lego-Sets und manchen Yps-Gimmicks. In der Vergangenheit habe ich hier Schritte übersprungen, um die Videolänge niedrig zu halten.
Mir ist auch die zunehmende Länge der Videos aufgefallen. Die meisten Zuschauer interessiert wahrscheinlich nur eines der Hefte, was meine Rate der Zuschauer verschlechtert, die das ganze Video sehen — ein für Youtube wichtiges Merkmal. Ich denke, insbesondere die Lego- und Star-Wars-Videos können separat deutlich besser funktionieren. Es hat durchaus einen Grund, dass alle drei bisherigen Ausgaben jeweils eine dieser Marken sehr spät im Video hatten. Die Chance steigt so, dass eines meiner Videos im Erfolg nach oben ausreisst und den Kanal nach oben zieht. Wobei ich sagen muss, im Moment läuft der Kanal im Rahmen dessen, was ich für die ersten paar Wochen erwartet habe, das ist also ganz okay. Ich hab sogar schon einen ganzen Cent verdient!
Auch die Anzahl der Videos ist für Youtube wichtig und ganz ehrlich: Kürzere Videos bedeuten hier natürlich auch mehr und häufigere Videos, über die der Kanal gefunden werden kann.

Also, Interessierte bekommen schneller die Infos, die sie suchen; ich bekomme mehr Chancen, mit dem Kanal gefunden zu werden. Alle gewinnen etwas!
Ich muss allerdings auch sagen, ich hätte nicht erwartet, wie erfahrungsreich dieses kleine Experiment in so kurzer Zeit wird. Dafür allein hat es jetzt schon gelohnt.


Sieben am Sonntag 13.08.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Grimlock hat mir diese Woche bei einem anderen Projekt zur Seite gestanden. Da bekommt er natürlich einen Platz in der Musik der Woche. Ein Remix mit Zusammenschnitten aus allen Inkarnationen der Transformers, die den Anführer der Dinobots beinhalteten, auf den ich stieß, als ich popkulturelle Referenzen zu dem B-Promi unter den Transformers suchte. Der Ton ist vor allem aus den Folgen der ersten Transformers-Fernsehserie zusammengesetzt, was auch dem Alter meiner Grimlock-Figur entspricht. Das ist nämlich tatsächlich noch eine Figur aus meiner Kindheit. Alle anderen Transformers habe ich mit der Zeit verkauft, aber Grimlock bleibt.

Batterie der Woche

So hat ein Labor auszusehen, damit ich es als Labor ernstnehme - BIld: Gabor Paal/SWR

So hat ein Labor auszusehen, damit ich es als Labor ernstnehme – BIld: Gabor Paal/SWR

Professor Birgit Esser aus Freiburg gehört zur langen Liste der Leute, die derzeit mit einer neu erfundenen Sorte Batterien Schlagzeilen machen. Zwar ist mein Favorit weiterhin der Natrium-Glas-Akkus, aber dieser Polymer-Aluminium-Akku ist ebenfalls interessant.
Im Kern ist der Akku eine Variante der bewährten LiPo-Akkus. Die Anode ist weiterhin Lithium, die Katode dagegen mit Ruß versetztes Polyvenylphenothiacin (auswendig lernen, das muss sitzen wie Desoxyribonukleinsäure!) auf Aluminium. Das Ergebnis soll ein sehr schnell ladender und langlebiger Akku sein, doch ein wenig Geheimniskrämerei schwebt noch über dem Vorhaben. Denn die Details gibt es erst nach Bestätigung des Patents.

Komödie der Woche

Der Versuch der sich Identitäre schimpfenden Rechtsextremen-Bewegung, auf dem Mittelmeer in illegaler Weise die Seenotrettungsmissionen verschiedener humanitärer Organisationen mit einem eigenen Schiff zu behindern, stellt sich als unerwartet amüsant heraus.
Sie haben zu diesem Zweck ein Forschungsschiff namens C-Star angeheuert, ein ursprünglich unter dem Namen Suunta laufendes Forschungsschiff für den Vorküstenbereich (Off-Shore) unter mongolischer Flagge. Unter mongolischer Flagge. Ein Hochseeschiff. Einen Augenblick…

Karte der Lage der Mongolei in Asien

Ab und an führt es vermutlich Manöver mit der Schweizer Bundesmarine durch

Ich möchte betonen, dass ich noch gar nicht angefangen habe, den lustigen Teil der Geschichte zu erzählen. Ausserdem muss man fairerweise sagen, dass das Schiff ursprünglich in und für Finnland gebaut wurde, was deutlich mehr Sinn macht.
Der lustige Teil beginnt wenige Tage nach Start der Mission bei einem Hafenaufenthalt in Zypern. Dort wurde das Schiff der selbsternannten Schleppereibekämpfer und Einwanderungsgegner mal eben festgesetzt. Wegen Schlepperei und einem gesuchten Waffenschmuggler als Kapitän. Als Sahnehäubchen fanden sich auf dem Schiff 20 Tamilen ohne Einreisepapiere. Auf einem für acht Besatzungsmitglieder ausgelegten Kahn. Die C-Star hat zwar Schlafplätze für insgesamt 24 weitere Passagiere, aber eine Besatzung dieser Größe braucht sie nicht.
Weil das noch nicht lustig genug war, kam es diese Woche zu einem Zwischenfall, bei dem das vierzig Jahre alte Schiff antriebslos auf dem Mittelmeer lag. Die europäische Küstenwache verständigte daraufhin das nächstgelegene zur Hilfe fähige Schiff über den Seenotfall, dem es selbstverständlich nachkam. Denn Seenotrettung ist Pflicht. Die Pointe: Bei dem helfenden Schiff handelte es sich um die Sea-Eye, eines der Schiffe, welche die C-Star mit ihrer Mission an der Seenotrettung hindern wollte.
Immerhin sind die Rechten konsequent und verweigern die Annahme der Hilfe, der Schaden sei wohl doch nicht so schlimm gewesen.
Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht.

Buch der Woche

Ich mag Spinnen und habe die Angst vor den oft nützlichen Tierchen in unseren arachnid harmlosen Gegenden nie verstanden. Eine Schwarze Witwe muss es natürlich nicht sein, aber die hat von Australien bis hier zum Glück ein paar tausend Kilometer zu laufen. Und ganz ehrlich: Australien hat das einzige giftige Säugetier und den einzigen giftigen Vogel. Das ist einfach der Kontinent, auf dem der Planet für die Ausrottung der Menschheit übt.
Tanya Berlinger-Odemer hat sich entschieden, etwas gegen die Angst vor Spinnen bis hin zur Arachnophobie zu tun. Dafür hat sie das Projektbuch Spinnen zusammengestellt, in dem sie verschiedene Aktivitäten und Bilder rund um das Thema Spinnen vorstellt und Kinder so spielerisch-kreativ an diese faszinierend andersartigen Tiere heranführt.

Regalfund der Woche

Es ist immer wieder interessant, was man so findet, wenn man das Zeitschriftenregal durchgeht, um auszusortieren.
So zum Beispiel dieser Beileger von VW aus dem Jahre 2007, der zehn Jahre später aktueller nicht sein könnte.
Na gut, die beworbene BlueMotion-Technologie ist ein alter Hut, aber der Spruch auf dem Cover ist einfach so unglaublich perfekt:

Wer ein Auto fährt, trägt sehr große Verantwortung. Wer eins herstellt erst recht. VW - Das Auto

Schöner Spruch zum Merken

Wobei ich jetzt schon interessant fände, ob auch die manipulative Software für die Abgaswerte unter dem Label BlueMotionlief.

Vogelscheuche der Woche

Start der Woche

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Ich muss nicht all zu viele Wörter darüber verlieren. Das habe ich zum einen schon getan, zum anderen habe ich beim Dreh schon einen Plastik-Frownie verloren, der jetzt hinter irgendeinem Schrank liegt.
Also nochmal zum Sonntag: Ich habe diese Woche eine Youtube-Serie gestartet, in der ich Zeitschriftenbeilagen der Woche vorstelle und bewerte.
Das erste Video gibt es hier mit einer Erklärung, was es mit dem Projekt eigentlich auf sich hat hier. Darauf folgt natürlich die zweite Folge von heute morgen, ebenfalls mit einem Beitrag zu den Hintergründen. Zukünftige Folgen gibt es dann ohne eigenen Beitrag direkt bei Youtube.


Extra Extra, die Zweite

Nein, nicht alle Ausgaben der Serie erhalten ihren eigenen Blogbeitrag, aber diese ersten paar sind die Phase, in der ich am meisten lerne und das finde ich durchaus interessant. Immerhin war die erste Ausgabe mein erstes selbstgedrehtes Youtube-Video überhaupt.
Und so habe ich schon nach der ersten Woche einiges optimiert.
Zum Beispiel packe ich dieses Video jetzt nach oben (21 Minuten):

Technik: Ruhig mal rumprobieren

Die zweite Ausgabe sieht schon deutlich besser aus als die erste. Der eine Grund ist der, dass ich jetzt direkt in FullHD 1080p aufnehme (beim ersten Mal war es auf 1080p hochskaliertes 720p) und das mit 30 Bildern pro Sekunde (statt 16). Der andere Grund ist, dass mir bisher nicht klar war, dass ich das Blitzlicht bei Filmaufnahmen auch als Dauerlicht benutzen kann. Upps. Die bessere Ausleuchtung hilft jedenfalls mit der Schärfe des Bildes. Im Gegenzug erhalte ich einige Schlagschatten, die aber in Bewegung nicht auffallen. Damit werde ich eine Weile leben müssen, denn das werden erst andere Lampen lösen können.
Auch mein Kampf mit dem Autofokus ist ausgestanden. Es stellt sich heraus, dass der Autofokus bei mir ausgeht, wenn ich Videos aufnehme. Ich muss also manuell auswählen, auf welches Objekt sich die Kamera fokussieren soll. Das konnte ich zum Beispiel bei Grimlocks Auftritt ganz am Ende effektiv nutzen.
Allerdings habe ich auch die Bildqualität der Datei ein wenig runtergesetzt, sonst hätte sie nicht mehr auf meine übervolle Festplatte gepasst. Ein Problem, für welches ich bereits eine Lösung gefunden habe: In Zukunft schreibe ich die Aufnahmen direkt auf einen USB-Stick.

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Struktur: Mehr Abwechslung

Die erste Folge hatte eine klare Struktur Intro, jede Vorstellung mit einer Titelkarte, Outro. Hintendran kamen noch einige Outtakes, weil sich das bei der Produktion dieser ersten Ausgabe anbot. Diesmal fiel nichts unter den Schnitttisch, was sonderlich unterhaltsam gewesen wäre.
Die Struktur dieser Ausgabe ist zugleich komplexer und klarer. Nach dem kurzen Intro (mit bewusster gestalteter Gestik neu aufgenommen) folgt erstmal ein Ausblick, welche Titel diesmal besprochen werden und ein Hinweis auf die Links in der Videobeschreibung, mit denen man direkt zu jedem Abschnitt springen kann. Dann kommen die Besprechungen in etwa der selben Form wie bisher. Und zum Ende kommt nochmal ein kurzer Überblick über die Extras der Woche. Bei diesem sieht man nochmal alle Extras im Bild arrangiert, was eine gute Orientierung ergibt, aber auch ein Punkt ist, der sich automatisch gut für das Vorschaubild eignet.
Etwas Kopfzerbrechen bereiteten mir diese Woche die Schießspielzeuge. Ich wusste dass sie kommen würden, aber wie und woran sollte ich sie vorführen? Ich entschied mich für den guten alten Grimlock, eine Transformers-Figur aus den 80ern, die ich noch hatte. Mit dem Charakter Grimlocks kann man eine Menge machen, seine Sprechweise allein ist ja schon von sich aus lustig. Nur musste ich leider auch feststellen, dass die Figur deutlich stabiler stand, als ich erwartet hatte Ich hatte gehofft, sie würde wenigstens beim zweiten Test umfallen, doch sie stand unbeeindruckt. Das ist ein bisschen langweilig. Andererseits fiel mir auch auf, dass es vielleicht keine so gute Idee ist, ein Sammlerstück so zu riskieren. Also wird Grimlock wohl bei nächster Gelegenheit ausgetauscht.
Ich mag meine Gaststars. Grimlock und der Marienkäfer (okay, der war ungeplant) bringen etwas Abwechslung in das Format und vor allem mit Grimlock kann ich auch etwas besser Humor einfügen. Eine Qualität, die sein Nachfolger ebenfalls bekommen muss. Der muss dann aber wenigstens etwas leichter umfallen.
Und ja, die Idee, ausgerechnet Grimlock zu nehmen basierte im Endeffekt auf der Idee zu den letzten fünf Sekunden des Videos. Die habe ich dann auch ein gutes Stück vor der restlichen Aufzeichnung gemacht. Statt Outtakes eine Pointe als Abschluss, das finde ich gut.
Alle sin allem fluppt das gut: Obwohl das Video etwas länger ist als das erste, haben die Aufnahmen und der Schnitt deutlich weniger Zeit gebraucht als beim ersten Mal. Dafür hat die Software deutlich länger gebraucht, wohl weil sie diesmal FullHD als Eingangsmaterial zu verarbeiten hatte.

Zeitplan

Ursprünglich hatte ich geplant, die Serie immer am Samstag online zu stellen. Doch es gibt ein paar Magazine, die samstags erscheinen und die wollte ich dann auch noch drin haben. Mit Postproduktion, Hochladen und Verarbeitung der fertigen Dateien kann das dann aber durchaus bis in die folgende Nacht dauern (die heutige Folge war gegen Mitternacht zum Hochladen bereit). So kann ich natürlich nicht verlässlich planen, also verschob ich die Veröffentlichung der Folgen auf Sonntag vormittag. Ich mache also am Samstag Postproduktion und am Sonntag morgen dann die letzten Arbeiten zur Veröffentlichung.
Damit habe ich jetzt also einen klaren Ablauf, eine Art Arbeitsalltag für die Youtube-Aufnahmen dieser Serie:

  • Freitag spätnachmittag: Produktion ( Videoaufnahmen, Tonaufnahmen, Standbilder)
  • Samstag: Eventuell fehlende Aufnahmen, Postproduktion (Schnitt, Zusammenstellung, Erzeugung und Optimierung der finalen Videodatei)
  • Sonntag: Veröffentlichung mit allen Daten, die Youtube braucht, um das Video optimal zu präsentieren

Das klingt nach viel, aber der Großteil dieser Zeit besteht aus dem Warten darauf, dass sich irgendwelche Ladebalken auf irgendwelchen Monitoren ohne Zwischenfälle füllen. Ein Video von 20 Minuten wie die aktuelle Ausgabe bedeuten letztlich eine Stunde Aufnahmezeit und noch mal ein bisschen mehr an Nachbearbeitung. Es wäre mehr, würde ich mit Drehbuch arbeiten. Ich habe das bei den Grimlock-Elementen gemerkt, die teilweise vier oder fünf Anläufe brauchten. Die meisten Segmente kommen schon deshalb ohne Drehbuch aus, weil gar nicht wirklich planbar ist, wie gut die Produkte sind.

Kleinkram

Ansonsten habe ich noch ein wenig Kleinkram optimiert.
Ab sofort sind nur noch die Gimmicks nummeriert, nicht mehr die Folgen selber. Das sah einfach doof aus. Intern heissen die Dateien fürs Handling weiterhin “Extra Extra 002„ und so weiter, aber Zuschauer sehen davon nichts mehr.
Ich habe das Intro nochmal neu gedreht. Eigentlich wollte ich diese Datei jedesmal identisch neu einbauen, aber im Moment ist es halt noch nicht perfekt, also gibt es überarbeitete Versionen. De jetzige ist schon ziemlich nah an meiner Vorstellung, aber ich muss zur Perfektion noch ein paar Anläufe machen. Wir kommen näher.
Es gibt diesmal am Ende keine Vorschau auf die nächste Woche. Ich bin noch nicht sicher, ob eine ausreichend zuverlässige Vorschau möglich ist und habe sie daher erstmal weggelassen. Dafür gibt es jetzt das Fazit der vorgestellten Beilagen, das ich viel nützlicher finde.
Ich will mir auch angewöhnen, ein paar Worte mehr zu den jeweiligen Heften zu verlieren.
Zugleich will ich in Zukunft gezielt Zeitraffer einsetzen statt Sachen zum Zusammenbauen wie die Lego-Sets vor dem Dreh zusammenzubauen. Ich denke, das vermittelt einen besseren Eindruck zu den Sets.

Erfolgsbilanz

Das erste Video ist erst etwas über ein Dutzend Mal angeschaut worden, aber das macht mir keine großen Sorgen. Bei Youtube startet man halt nicht von 0 durch. Die Zahl wird steigen, wenn es mehr Videos gibt, die untereinander verbunden sind. Mir gibt das auch die Freiheit, regelmäßig Qualität liefern zu können, bis der Erfolg anklopft.
Ich denke, die wöchentlichen Videos sind eine Basis für ständig neue Inhalte. Richtig ziehen werden aber wahrscheinlich erst die angedachten Sondervideos speziell zu Einzelthemen wie Lego oder Weihnachten.


Extra Extra mit Gimmick Nr. 1-8

hand-589488_1280Okay, mal was anderes: Ein Youtube-Kanal für Bewertungen von Heftbeilagen. Wo das herkommt, wo es hingeht und wieso ich einen Selfie-Stick gekauft habe. Ihr wisst schon, die wichtigen Fragen des Lebens.

Die Youtube-Landschaft

Es begann mit einer einfachen Frage: „Was macht eigentlich die Yps zur Zeit?“ Und mit einem Blick auf das chaotische Regal mit Kinderzeitschriften im Bahnhofsbuchladen, aufgrund ihrer mit Extras verfälschten Form keinen bekannten Gesetzen der Physik mehr gehorchend.
Da fiel mir auf, dass wahrscheinlich niemand mehr einen Überblick hat, was es eigentlich alles gibt und welche Zeitschrift grade was dabei hat. Denn ganz ehrlich: Viele dieser Zeitschriften werden doch nur wegen der Beilage gekauft.
Also kam ich auf die Idee, daraus ein Youtube-Format zu machen. Für Eltern, aber auch für alle, die in einem bestimmten Bereich sammeln und gerne wissen möchten, was es in diesem aktuell so an Stellen gibt, an denen man normalerweise eher nicht schaut. Fürs Lego-Sammeln sind diese Magazine zum Beispiel hin und wieder ganz interessant, Schleich-Figuren-Sammler finden mehrere Hefte mit exklusiv bemalten Varianten der Figuren und natürlich die Motiv-Sammler für Dinge wie Pferde, Dinosaurier, Pinguine, Star-Wars-Objekte und so weiter. Und manche Dinge sind so herrlich kurios, dass es schon interessant ist, sie einfach mal zu sehen. So wie in dieser ersten Folge der aufblasbare Todesstern, der nicht ohne Grund das Vorschaubild ausmacht.
Im Grunde ist das ja nur eine Sonderform der bei Youtube sehr erfolgreichen Unboxings und Hauls, wo Youtube vor der Kamera Produkte auspacken, zeigen und kommentieren. Nur halt mit Zeitschriftenbeilagen statt Telefonen und Aboboxen. Und es gibt wirklich deutlich beklopptere Formate auf Youtube.
Versuch macht kluch. Und da ich noch nie zuvor ein Youtube-Video gemacht habe, wird das ein sehr interessantes Experiment, ob erfolgreich oder nicht.

Hightech-Video-Produktion

Die meisten von euch werden sich die Produktion eines Videos wohl technisch recht aufwendig vorstellen. Und ganz ehrlich, das kann sie auch sein. Mein Video würde von etwas mehr Hightech fraglos profitieren. Aber ich arbeite halt mit dem, was ich habe, die Upgrades kommen nach und nach.
Ja, die Kamera war mein Handy. Das hat nicht grade die beste Tiefenschärfe und der Autofokus reagiert frustrierend träge bis gar nicht, aber es funktioniert.
Fixiert habe ich das Handy aber mit absoluter Spitzentechnologie: Ich habe einen Selfie-Stick aus dem 1-Euro-Laden in eine Tasche gesteckt, die zwischen mir und dem Tisch stand. Das Ganze habe ich dann fixiert, indem ich den Reissverschluss der Tasche zugezogen habe. Das hat ziemlich gut funktioniert. Mein anderes Stativ ist zwar ein Dreibein, aber nur eins für den Tisch und das bekam ich nicht weit genug von der Tischfläche weg aufgestellt, um einen ausreichend großen Bildausschnitt abfilmen zu können.
Die Beleuchtung war so lala, weil ich zwischendurch das Handy aufladen und dann mit künstlichem Licht arbeiten musste. Das prompt Schatten geworfen hat. Also: Nur mit vollem Akku filmen und zu einer Tageszeit, wo es zuverlässig noch genug Tageslicht gibt.
Das werde ich alles nach und nach verbessern.
Das Konzept erfordert natürlich, dass ich zu jedem Heft in einer Aufnahme durchspreche, ohne zu stottern oder hängen zu bleiben. Ich finde, das hat ganz gut geklappt. Natürlich muss und werde ich da mit der Zeit dazulernen. Interessant wäre zu wissen, ob ich tendenziell mehr zu jedem Artikel sagen soll. Zu dem Dinosaurier beispielsweise hätte ich noch eine Menge sagen können, denn das ist kein besonders gutes Modell dieser Dinosaurierart und basiert auf einem 20 Jahre alten größeren Modell von Schleich, welches ich zufällig ebenfalls besitze. Und warum das Yps-Periskop eigentlich noch nicht mal ein Periskop ist, hätte ich auch noch ergänzen können.
Dass im Hintergrund etwas auf dem Tisch rumkrabbelt (Spinne? Fliege?) hab ich leider erst beim Zusammenschneiden der Segmente gesehen. Einen Teil meiner Anläufe zum Starten des Videos und einen kleinen Zwischenfall mit dem klassischen Handy-Laut beim Aufnehmen hab ich in Form von Outtakes hinten an das Video gesetzt.
Aber, wie viele Ratgeber zum Thema Youtube-Videos immer wieder sagen: „Fertig ist besser als perfekt.“ Und da ich manche dieser Packungen nur einmal öffnen kann, muss das erste Mal halt das beste Mal sein.
Etwas ärgerlich ist noch der extrem langsame Upload bei Youtube. Nachdem das erste Video mit seinen 5 GB ungefähr 6 Minuten pro Prozentpunkt brauchte, brach ich diesen ersten Upload ab und schickte das Video erstmal zum Verkleinern zu Clipchamp, wo der Upload nur ein paar Minuten dauerte und ich nach etwa einer halben Stunde eine deutlich verkleinerte Videodatei zurückbekam.

5 GB auf 340 MB - gar nicht schlecht

5 GB auf 340 MB – gar nicht schlecht

Was nicht funktioniert hat, war der direkte Upload aus Clipchamp. Der zeigte irgendwann „Processing“ an, abe rin meinem Youtube-Konto war nichts zu sehen ausser einem Video, das gleichzeitig anzeigte, verarbeitet zu werden und erst zu 8% hochgeladen zu sein (der Punkt, an dem ich meinen ersten Versuch abbrach). Und nach zwölf Stunden, also heute morgen, zeigte er genau das immer noch an.
Da versuchte ich es erneut und siehe da: Nur noch 45 Minuten brauchte Youtube, um das Video hochzuladen und dann noch ein bisschen für die Verarbeitung, bei der es aus der 1080p-Videodatei die kleineren Formate generiert. Das Lustige daran ist noch, dass die Aufnahme eigentlich in 720p lief, meine Schnittsoftware aber aus Versehen in der Ausgabe auf 1080p eingestellt war. Nicht so schlimm, macht nur halt die Datei ein ganzes Stück größer.

Potenzial

Grundsätzlich kann ich mir viele Arten vorstellen, wie ich dieses Format ausreifen und erweitern kann. Schon vor einer ganzen Weile hatte ich beim Gang durch einen Spielwarenladen mal die Idee, Experimentierkästen und andere Lernspielzeuge zu testen. Das wäre ja auch noch eine logische Erweiterung.
Was bei Youtube schon recht viel läuft und auch hier passen würde, wären Vorstellungen und Unboxings von Adventskalendern. Viele der Magazine, insbesondere die Blue-Ocean-Titel (Die drei ???, Schleich Dinosaurs und so weiter) bringen ja auch Adventskalender raus und viele wollen vorher wissen, was sie sich oder ihren Kindern da holen.
Von Sammelmagazinen, die eine Sammlung oder einen Bausatz über eine lange Reihe teurer Magazine mit einem billigen Erstling als Lockvogel anbieten, werde ich mich dagegen fernhalten. Es sind zwar teils wirklich schöne Modelle, aber ein Test erscheint mir wegen der langen Zeit, über die sich diese Veröffentlichungen erstrecken, recht sinnlos. Ich weiss ja nach Band 1 nicht, wie das Ergebnis nach Band 100 aussehen wird. Mal ganz davon abgesehen, dass der zusammengerechnete Preis für diese Sammlungen schon ziemlich stolz ist. Mehrere hundert Euro für ein Schiffsmodell sind da keine Seltenheit. Oft kosten die Einzelbände so viel wie alle sieben Zeitschriften dieser Woche zusammen. Das geht gar nicht.
Was ich mir dagegen ganz gut vorstellen könnte wären gelegentliche Videos zu besonderen Themen und Funden. Ich hatte mal das Konzept einer Vorstellung besonders bizarrer Flohmarktfunde (da gibt es einiges zu entdecken) oder von Funden aus chinesischen Versandplattformen (es gibt zuviel davon, alsdass Youtube das jemals bewältigen könnte!). Mal sehen, was sich da anbietet.

Wie nun weiter?

Vorerst gilt es natürlich herauszufinden, ob das Konzept funktioniert. Ich gebe ihm daher bis Ende des Jahres, um sich zu tragen. Das bedeutet bei den Kosten für die Hefte und den online zu findenden Werten für das Einkommen mit Werbung auf Youtube-Videos etwa 50.000 Ansichten pro Monat (alle Videos zusammen). Erreicht es das, geht es weiter. Erreicht es das nicht, eben nicht. So oder so denke ich, ich habe bis dahin viel über Youtube, das Videomachen und alles, was so dazugehört, gelernt.
Auf jeden Fall werde ich die Videos noch ein wenig optimieren. Nächstes Mal gibt es vor den Besprechungen eine Übersicht, was kommt, und danach eine Zusammenfassung der Bewertungen. Dafür wahrscheinlich keine Outtakes mehr, die halten sich zum Glück eh in Grenzen. Probleme hatte ich im Grunde nur mit dem Start des Videos, danach ging es recht flüssig: Heft hinlegen, soweit vorbereiten, dass das Auspacken schnell geht, filmen, schneiden, einfügen.
Diese Webseite wird sich in Zukunft auch ein wenig verändern, um neben den eBooks auch die Youtube-Aktivitäten angemessen zu präsentieren. Ich habe da schon eine ganz gute Vorstellung.
Und dann gibt es noch ein Fernziel: Sollte die Serie 100 Folgen erreichen, gibt es auf jeden Fall ein nicht so kleines Special, bei dem alle bis dahin gezeigten Extras und Gimmicks zu Einsatz kommen (von einfachen Figuren und sowas mal abgesehen). Dann werde ich meine wahren Pläne enthüllen! Mwahahaha! Aber um die zu sehen, muss die Serie auf 100 Folgen kommen. Wöchentliche reguläre Folgen der Hauptserie Extra Extra, eventuelle Neben-Experimente zwischendurch zählen nicht. Und ja, die Ausgabennummer hat bereits drei Ziffern. Ich bin halt Optimist.


Sieben am Sonntag 06.08.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Filme mit Tim Curry sind schon als Grundregel gut. Und wenn es nur für die Szenen ist, in denen Tim Curry vorkommt.
Die Muppets-Version der Schatzinsel ist da ein perfektes Beispiel und just dessen Auftaktsong hat mir Youtube die Tage zum Wiederhören vorgeschlagen. Aber gerne doch!

Bewaffnung der Woche

Bei aller Ablehnugn von Krieg, ich hatte noch nie Berührungsschwierigkeiten mit der dazugehörigen Technologie. So ein Panzer ist einfach ein sehr exotisches Gefährt mit oft beeindruckender Technik. Also genau das, was den Katzen auf ihrem Weg zur Weltherrschaft noch gefehlt hat, nachdem sie sich ja schon erfolgreich den Homo sapiens domestiziert haben.
Verzagt nicht, Katzheit! Selbstverständlich mit eingebautem Laserpointer.

Zwei Katzen in einem als Panzer gestalteten Kratzbaum

Die Katzellerie ist da! – Bild: Fancy

Bestätigung der Woche

Am 2. August erhielt ich die mit Sannung erwartete Zusage des Quartiersmanagements Rheydt, dass mein Projekt Bibliothek der Gladbacher bei der diesjährigen zweiten Schauzeit dabei sein darf. Die Schauzeit ist, zur Erinnerung, eine Aktion, bei der für einen Monat leerstehende Ladenlokale durch Künstler und Kreative mit Leben gefüllt werden.
Ich möchte mit meinem Projekt gebündelt schreibenden Kreativen aus Mönchengladbach eine Bühne bieten. Was genau dahintersteckt, verrate ich dann öffentlich bei Zeiten.

Fliegt, meine Hübschen, fliegt! - Bild: Schauzeit Rheydt

Fliegt, meine Hübschen, fliegt! – Bild: Schauzeit Rheydt

EU-Initiative der Woche

Eine Initiative der Grünen im EU-Parlament will ein neues Recht in der Europäischen Union einführen: Das Recht auf einfache Reparierbarkeit.
Für Firmen wie Apple, deren Geräte völlig geschlossen daherkommen und grunsätzlich nicht repariert werden können, ist das natürlich ein Albtraum. Aber für Verbraucher und Umwelt ist es ein großer Schritt, der deutlich zur Vermeidung von Elektroschrott beiträgt.

Fahrrad der Woche

Okay, ein wenig mehr als ein Foto und ein Kommentar, worum es sich handelt, hätte es schon sein dürfen. Aber immerhin hat das Culticycle, ein zweispuriges Fahrrad zum Bestellen von Feldern auf großen Gartenflächen wenigstens so viel Erklärung. Die Solution Library des Ökodorf Netzwerks wird von diesem immer wieder hoch gepriesen, auch wenn ihre Beiträge oft sehr dünn sind.
Immerhin, um ein eher ungewöhnliches selbstgebautes Fahrrad zu zeigen, reicht es. Jetzt noch ein paar größere Bilder aus ein paar mehr Blickwinkeln und es wird sogar nützlich. Das Bild, nicht das Rad. Dass das Culticycle ein nützliches Gefährt ist, daran zweifel ich nicht.

Pedalgetriebener Traktor

Damit der Bauer weiss, was für eine Plackerei so ein Pferd hat – Bild: Global Ecovillage Network

Spamsperre der Woche

Eine etwas ältere Mitteilung, aber zu schön, um sie zu übergehen: Die norwegische Seite NRK hat demnach ein System eingeführt, bei dem Kommentatoren statt eines Captacha eine Frage vorgesetzt bekommen um nachzuweisen, dass sie den Artikel den sie da kommentieren, verstanden haben.
Wenn wir das jetzt auch noch beim Zitieren einführen könnten, wäre es zwar plötzlich sehr ruhig im Internet, aber auch deutlich weniger verpanikt.

Neubau der Woche

München macht sich auf den Weg, einen neuen Beitrag in seinem kleinen Hochhausviertel anzusiedeln. Das neue Mehrfamilienhaus ist dabei das zumindest optisch grünste der Welt. Auf allen Stockwerken gibt es ppige Bepflanzung, die das Ganze zu einem vertikalen Wald inmitten der Stadt machen. Und 55 Haushalte werden in diesem Wald leben können.
Das Haus ist nicht einfach ein Bauprojekt, sondern soll auch grundsätzlich die Möglichkeiten erproben, Pflanzen in dieser Art an der Aussenfassade eines Gebäudes in solcher Höhe anzupflanzen. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising begleitet daher Bau und Betrieb.

Hochhaus mit Bäumen und Büschen in allen Stockwerken

Der Hausmeister kriegt einen Propellerflieger statt Rasenmäher – Bild: Stadt München


Sieben am Sonntag 30.07.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Diese Woche wegen dem Ausfall letzte Woche (manchmal fallen Familiengeburtstage halt auf einen Sonntag und dann muss man Prioritäten setzen) diesmal nicht exakt sieben Einträge (es sind acht, wenn ich mich nicht verzählt habe).

Musik der Woche

Selbstverständlich geht die Musik der Woche diese Woche nach dem Suizid des Sängers an Linkin Park, eine der Bands meiner musikgeschmacklich prägenden Jahre. Damals, in der kurzen Phase der Weltgeschichte, als es Musikfernsehen gab, in dem tatsächlich Musik lief. Manchmal 24 Stunden am Tag. Dafür braucht man heute ein Radio. Ihr wisst schon, so ein Volksempfänger, nur ohne Hitler. Gibt es Radio überhaupt noch?

Kuchen der Woche

Käsekuchen-Cupcakes

Ich gründe eine Nation in Schwarz-Weiss-Lila – Bild: Svenja Goßen

Zur Zeit fallen im Garten täglich mehrere Kilo an Brombeeren an – weit mehr, als die lokale Vogel- und Menschenwelt gemeinsam verspeisen können.
Manches davon wird Konfitüre, manches davon wird Obst, aber manch anderes landet in Küchenexperimenten.
So hatte ich etwa noch ein paar Cashews da und wollte schon eine halbe Ewigkeit mal veganen Käsekuchen aus Cashew-Mus (oder wie ich sage: Cäsekuchen) machen. Der geht auch mit Beerenobst als Zugabe und so kam alles zu diesen Küchlein zusammen.
Boden: Zerkrümelte Oreos mit etwas Kokosöl mischen und unten in die Formen drücken.
Cäse: Cashews im Mixer pürieren, Kokosmilch und flüssige Süße (Originalrezept: Ahornsirup, nach Blick auf das Preisschild: Agavendicksaft) dazugeben, bis die Konsistenz gut dickflüssig ist. Hälfte der Masse auf die Oreos geben, andere Hälfte mit pürierten Beeren mischen und dann über die erste Schicht geben.
Alles über Nacht in den Kühlschrank, fertig. Gekühlt servieren.
Mengenangaben: Ein Schlobb hiervon, ein Schlubb davon. Die gehen ganz gut nach Gefühl.
Die waren praktischerweise in der Mache, als ich bei einer Veganerin zum Grillen eingeladen wurde. Perfekte Versuchskaninchen, die in diesem Fall positiv anschlugen.

Kraftwerk der Woche

Solarzellen auf Schwimmpontons

Alle meine Panelchen schwimmen auf dem See – Bild: Sungrow

Ein ehemaliger Kohletagebau bau Huainan in China hat eine neue Funktion erhalten: Nach seiner Flutung schwimmen dort nun 165.000 Solarpanele und versorgen die Umgebung mit 40 MW Strom.
Das macht Sinn: Der künstliche See bietet eine große Oberfläche und vermutlich auch den Raum, um unter der Oberfläche große Speicherkapazitäten aufzubauen. Hinzu kommt der Wehmutstropfen, dass der Restsee belastet ist, also wohl zu schnell und ohne ausreichenden Wasserschutz gefüllt wurde. Tagebaurestseen zu füllen ist durch die Bodenchemie der tiefen Gruben eine ziemlich schwierige Angelegenheit.

Versteigerung der Woche

Donald Trump malt die Skyline von New York

Wolkenkratzer, Wolkenkratzer, Johnny Bravo, Wolkenkrat… Moment, was? – Bild: Nate D. Sanders Auctions

Ein, ähm, Werk, von Donald Trump kam diese Woche in Baltimore unter den Hammer. Das Werk, welches die Skyline von Trumps Heimatstadt New York City darstellt ist zwar nicht künstlerisch, aber irgendwie dennoch interessant. Vier Mittelfinger umringen das Haupt von Johnny Bravo, darunter ein Weg. Ich… bin nicht sehr gut in Bildanalyse.
Die Auktion endete nach ganzen elf Mitbietenden bei etwa 30.000 US$

Symbolbild der Woche

Finger in einer Mausefalle

Hochrepräsentativ – Bild: Stadt MG

Wenn man etwas in den sozialen Medien veröffentlicht, braucht man dafür idealerweise ein Bild, das hilft mit den Klickzahlen. So sind diese Beiträge beispielsweise so strukturiert, dass immer ein gewünschtes Bild als Vorschau erscheint, wenn jemand Links dazu auf Facebook oder Twitter setzt. Manchmal aber ist es gar nicht so einfach, ein passendes Bild für einen Beitrag zu finden. Dann packt man halt ein eingekauftes Bild von einem Lizenzhändler rein, das irgendwie eine sehr esoterische Verbindung mit dem Thema hat. So wie das über diesem Absatz. Und hier die Meldung, die mit diesem Bild seitens der Pressestelle der Stadt Mönchengladbach einher ging:
In die Falle gegangen: Mit 113 km/h ist gestern kurz nach 18 Uhr ein Fahrzeug in der Rheydter Innenstadt geblitzt worden. Der Raser wurde an der Dahlener Straße ertappt. Er muss sich auf ein Bußgeld in Höhe von 280 Euro, zwei Monate Führerscheinentzug und zwei Punkte einstellen. Wir wünschen euch ein unfallfreies Wochenende!

Spezialeffekt der Woche

Früher gab es ja Bluescreens. Das waren blaue Leinwände, vor denen Schauspieler aufgenommen wurden, um sie dann am Computer mit einem eingefügten Hintergrund zu ersetzen. Blau war dazu ganz gut, weil es weniger stark als andere Farben Schatten sichtbar macht (örks, der Satz fühlt sich irgendwie verunglückt an).
Nur leider ist blau nicht nur die häufigste Farbe für Kleidung, es ist auch eine wichtige Farbe in der Cinematographie (wegen dem schönen Kontrast zu orange). Also ist man allgemein auf Greenscreens gewechselt –
wortwörtlich das Selbe in Grün. Grün trägt man nicht so oft wie Blau, aber manchmal halt doch. Und damit kann man dann wie Jessie McLaren auf Twitter viel Spass haben, wenn man die richtige Software hat.

Fahrkarte der Woche

Ja, das Video ist nicht grade ideal geschnitten und Katrin kommt etwas gekünstelt daher, etwa wie ein Werbespot für Versicherungen, aber dass das Ansinnen, dem Wirrwarr aus Verkehrsverbünden mit einem übergreifenden „MobilPass“ ein Ende zu bereiten, ein gutes ist, davon bin ich überzeugt.
So macht man Verkehrswende!

Reform der Woche

Im Stierkampf verletzter Stier

Auf Mallorca endlich illegal – Bild: Michael Helmer

Die Balearen verbieten das Verletzen und Töten von Stieren im Stierkampf.
Stück für Stück endet diese unsägliche „Tradition“ (ich hab’s eh nicht so mit Traditionen).
Auch einige andere traditionelle Veranstaltungen mit Stieren wie die Stierhatz werden in ihrer Form deutlich eingeschränkt.


Sieben am Sonntag 16.07.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Diese Woche mal eine sehr kurze Musik der Woche. Meine Lieblingsserie aus der Kindheit (Duck Tales) und meine Lieblingsserie der Gegenwart (Doctor Who) treffen sich in einem Titelsong. Gemeinsam haben die Serien, dass David Tennant, der die zehnte Inkarnation des Doctors gespielt hat, in der dieses Jahr neu startenden DuckTales-Serie Dagobert Duck sprechen wird.

PS: Jodie Whittaker wurde heute als Darstellerin für die dreizehnte Inkarnation des Doctors angekündigt. Eine sehr gute Schauspielerin, auf deren Version der Figur ab Weihnachten 2017 ich mich freue.

Eröffnung der Woche

Eimer voll Brombeeren

Gartensymbiose: Die einen schnitten die den Weg zuwachsenden Brombeeren weg, die anderen ernteten sie ab

Eine Kiste voll Birnen

Frühreife Früchtchen

Zwei frisch gepflanzte Erdbeersträucher

Die Ersdbeeren

Nach langen Verhandlungen und Vorarbeit war es heute endlich so weit: Der neue Bürgergarten im Herzen von Mönchengladbach ist eröffnet. Nunmehr unter dem Namen Dahler Oase geführt, entsteht auf einer alten Obstwiese am weitläufigen Gelände der Binderteneinrichtung Hephata diese Gartenanlage.
Den Beginn machen zwei Erdbeerpflanzen, die ich als Projektleiter heute feierlich gesetzt habe, während zugleich aus den bereits vorhandenen Pflanzen ein paar Kilo Birnen und Brombeeren geerntet wurden. Wobei die Brombeeren noch massiv zurückgedrängt werden müssen. Auf den 6.000 m² wird in den nächsten Monaten mit Interessierten und Hephata einiges entstehen. Ich freu mich auf das Ergebnis, sofern man bei so einem sich ständig wandelnden Garten überhaupt von einem endgültigen Ergebnis sprechen kann.

Schweinerei der Woche

Die Ernennung von Christina Schulze Föcking zur Ministerin für (u.a.) Landwirtschaft, Tierschutz und Umwelt hat mir Sorgen gemacht, ist die Frau doch erklärte Gegnerin von Umwelt- und Tierschutz. Eine absolut skrupellos wirkende Landwirtin in einer Branche, die sehr große Ekligkeiten als Normalität hinnimmt. Und in der Tat, in kürzester Zeit kam dies über ihren Hof heraus:

Bild: Grüne NRW

Bild: Grüne NRW

Ich sehe Stern (Beitrag hier, Achtung, Video mit Ton) eigentlich nicht grade als die beste Quelle für Nachrichten, die liegen eben so eine Stufe oberhalb von Bild und Focus, aber die Bilder sind doch drastisch und passen zu meiner Einschätzung der neuen zuständigen Ministerin.
Wenn die Rheinische Post das verteidigt, so seien nunmal die Zustände in der konventionellen Haltung, ist das nicht unbedingt falsch. Aber das macht es nicht grade besser oder auch nur akzeptabel.

Fahrrad der Woche

In Regenbogenfarben geschmückte Rikscha vor dem Festplatz des CSD Mönchengladbach 2017

Ich schwöre, die Ballons haben ein Bewusstsein und versuchten genau im Moment des Fotos, mich aufzufressen. Ich konnte grade so entkommen!

Im Rahmen des dieswöchigen Christoper Street Day in Mönchengladbach konnte ich wieder eine neue Raderfahrung machen: Ich konnte mich als Fahrer einer Rikscha (chinesischer Bautyp) betätigen. Die Leihgabe von Georgs Fahrradladen hatten wir dort dem Anlass entsprechend geschmückt als Blickfang eingesetzt. Bei der hierzustadte erstmalig veranstalteten Parade des CSD durfte sie natürlich ebenfalls mitfahren, dort auch wie im Bild mit Anita Parker als Passagierin. Ich glaube, ich kann jetzt behaupten, alles gefahrne zu haben, was zwischen zwei und vier Rädern und eine Fußpedale hat. Nächstes Ziel: Handbike testen!
Ich bin allerdings ziemlich sicher, diese Rikscha war nicht für den betrieb durch eine Person über 1,60 Körpergröße konzipiert. So konnte ich nur über das Dach hinweg in die Ferne oder unter dem Dach hindurch auf den Boden kurz vor mir schauen. Das bedeutet extrem vorsichtiges Fahren, vor allem wenn Kinder oder Hunde in der Nähe sind. Und auf keinen Fall bergab fahren. Konkret sieht der Blick über das Dach bei meinen 1,79 Metern Körpergröße so aus:
Rheydter Marktplatz, größtenteils verdeckt von einer Regenbogenfahne

Die Welt ist ein Regenbogen!

Peinlichkeit der Woche

In einer Wohnung von Kardinal Francesco Coccopalmerio beendete die Polizei einen „drogengefüllte homosexuelle Orgie“ des dort wohnenden Sekretärs Luigi Capozzi, den Coccopalmerio (nb: Was für ein Name!) grade erst für das Bischofsamt vorgeschlagen hatte. Er arbeitet beim direkten Nachfolgeamt der Heiligen Inquisition.
Nun kann mir ja eigentlich egal sein, was so ein Sekretär in seinen Wohnräumen tut, aber dass es einen so hochrangigen katholischen Offiziellen getroffen hat, ist schon lustig.
Dass die Kirche gegen jedes Element der Orgie geifert und sie zugleich zelebriert, ist vom Vatikan natürlich alles andere als neu und war in der Renaissance fast schon typisch für diese Einrichtung.

Aussatz der Woche

Schlangen in einer Styroporkiste

Schang? Schlang! – Bild: Stadt Mönchengladbach

Letzte Woche Dienstag fanden Mitarbeiter der Mags eine verdächtig schwere Styroporkiste. Als sie sie öffneten, fanden sie darin 18 Königspythons.
Ich kann einfach nicht verstehen, wer diese schönen Tiere einfach so an einen Abfallcontainer stellt. Ich meine, selbst wenn man sie nicht halten kann oder will, es gibt Leute, die es wollen und können. Und selbst wenn nicht, wer tut sowas?
Der Täter wurde zum Glück noch am selben Tag gefunden.

Übereinkunft der Woche

An dieser Stelle zitiere ich einfach mal die Meldung der Tagesschau:

Seit Jahren streiten Israel und die Palästinenser um die Wasserversorgung in der Region. Nun will Israel den Palästinensern jährlich zusätzlich 32 Millionen Kubikmeter Wasser zum Vorzugspreis liefern. Eine entsprechende Vereinbarung präsentierten beide Seiten in Jerusalem. 22 Millionen Kubikmeter werden danach künftig in das Westjordanland verkauft, zehn Millionen Kubikmeter in den Gazastreifen. Die ersten Lieferungen sollen bereits bald beginnen.

Das ist in der gegenseitig genozidalen Lage dort unten ein kleines Wunder.


Sieben am Sonntag 02.07.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Diese Woche aktiviere ich mal den „mehr-oder-weniger“-Teil aufgrund zweier Sonntage, an denen ich schlichtweg nicht in der Stadt bzw. letzte Woche sogar nicht im Land war und eines Unfalls mit verletzten Armen am 20.06. Ud fragt mich nicht, was mit dem Wortzähler los ist. Der hängt wahrscheinlich an irgendeinem Sonderzeichen fest. Dieser Beitrag hat definitiv mehr als 110 Wörter.

Musik der Woche

Wer aufgepasst hat, wird sich erinnern, dass ich Moana/Vaiana schon im Januar empfohlen habe.
Neu ist, dass ich jetzt auch ein paar Übersetzungen des Films kenne. Die deutsche ist furchtbar, was ich von Disney eigentlich nicht gewohnt bin. Aber dafür ist die französische Version der Songs sog ut, man könnte meinen, das sei die Ursprache des Films. Maui bekommt in Pour les Hommes eine viel deutlichere Charakterzeichnung, Tomatoa sagt in Bling-Bling deutlich mehr und so weiter. Bis auf ein paar kleine Stellen in Notre Terre ist die Übersetzung absolut beeindruckend und überschattet das Original.
Empfehlung für alle des Französischen Mächtigen.

Gummibolsch der Woche

haribo-cthulhuHaribo hat seit nicht all zu langer Zeit ein neues Produkt im Angebot: In der Süd-See-Tüte finden sich Fruchtgummis in Form diverser Meerestiere. Das Übliche halt: Seepferdchen, Seesterne, Muscheln, Fische, Cthulhu…
Ja, genau, Cthulhu. Oder was genau soll das Wesen da ganz links auf der Packung sonst sein? Ein Tintenfisch hat seine Augen nicht oben auf dem Rücken, das ist ganz klar das Gesicht des Großen Alten aus R’lyeh. Passt ja auch, schließlich liegt die versunkene ausserirdische Stadt R’lyeh im Südpazifik.
Ja, ich bin für den Zwischentitel in den Wortschatz meiner Großmutter gegangen. Keine Ahnung, woher sie das hat. Vielleicht ist das im Wendland der übliche Begriff? Google findet kein einziges Ergebnis für Gummibolschen. Das ist sehr enttäuschend, es ist ein sehr schönes Wort.

Entscheidung der Woche

So lief das - Bild: Philipp Steffen

So lief das – Bild: Philipp Steffen

Nach einigem Hin und Her und ewiger Gegenwehr ging es dann plötzlich ganz schnell: Der Bundestag hat per Gesetzesbeschluss den Weg für die Ehe zwischen Partnern gleichen Geschlechts freigemacht.
Das war ein langer Weg von der Entkriminalisierung über die Entpathologisierung bis hin zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare. Ein langer Weg, der so lange schon hätte gegangen werden können, aber ein paar Ewiggestrige meinen ja immer noch, sich in das konsensuelle Privatleben anderer Leute einmischen zu müssen.
Das Bild oben fasst zusammen, wie das Ganze in den letzten Tagen in kürzester Zeit lief.

Fahrrad der Woche

Lastendrahtesel - Bild: Donk-EE

Lastendrahtesel – Bild: Donk-EE

Das ist Donk-EE. Der Name hat allerdings nichts mit der Ortschaft Donk zwischen Willich und Mönchengladbach zu tun. Es ist ein Lastenrad, welches nun in großer Zahl in Köln zum Einsatz kommt. Der gleichnamige Lastenradverleih hat die Tage gestartet und ist jetzt Europas größer Verleih für Lastenräder. Die Nutzung läuft über eine Smartphone-App mit stundenweiser Abrechnung.

Reisegruppe der Woche

Endlich ist der Schirm mal nützlich - Bild: Martin Hahnen

Endlich ist der Schirm mal nützlich – Bild: Martin Hahnen

Letzte Woche Sonntag ging es mit knapp 100 (99, um genau zu sein) nach Belgien, um sich der Menschenkette von Huy über Lüttich, Maastricht nach Aachen anzuschließen. Die Menschenkette gegen das bei Huy gelegene Kernkraftwerk Tihange ging über 90 Kilometer, was in etwa der Luftlinie zwischen Lüttich und Erkelenz entspricht. Insgesamt kamen 50.000 Menschen zur Menschenkette.
Und es ist mir jetzt leicht egal, ob es für das Schließen der Kette 60.000 Menschen gebraucht hätte. Es sind für eine einzige optisch eher unspektakuläre Demo 50.000 Leute gekommen. Das lass ich mir nicht damit kleinreden, dass es weniger als benötigt sind. Allein wenn ich sehe, was für eine Herausforderung es wahr, auch nur den Großteil der Interessierten zum Ort zu transportieren, kann man diese Leistung gar nicht zu hoch schätzen.

Buch der Woche

Mein alter Kollege aus Zeiten beim WDR hat ein neues Buch raus. Nun habe ich es zwar noch nicht lesen können, aber ich fühle mich zuversichtlich genug, es einfach mal zu empfehlen. Und zu diesem Zweck habe ich kurzerhand die Buchbeschreibung rüberkopiert. Link zu Amazon bei Klick auf das Bild auf der linken Seite.
„Frühling 1978. Beim ersten Rendezvous zwischen dem fünfzehnjährigen Thomas und der gleichaltrigen Claudia, kommt es auf einem Hochsitz zu einem Streit und zu einem tödlichen Unfall. Claudia stürzt sechs Meter in die Tiefe. Als Thomas seinen Eltern von dem Unfall erzählt, verurteilen sie ihren Sohn über den Vorfall zu schweigen. Getrieben von Schuldgefühlen, sucht er die Nähe der Mutter des Mädchens. Bei einem Selbstmordversuch rettet Thomas ihr das Leben und verliebt sich in die schöne, über fünfundzwanzig Jahre ältere Frau. Zwischen der Geheimhaltung dieser verbotenen Beziehung und der Suche nach Erlösung, entdeckt Thomas zwei lange gehütete Geheimnisse seiner ihm immer fremder werdenden Eltern. Thomas fasst einen Plan, der sein Leben und das aller Beteiligten für immer verändern wird…“

Malbuch der Woche

meine-schuldOkay.


Sieben am Sonntag 11.06.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Kein Grund zur Eile beim Lesen der Sieben am Sonntag diese Woche, es gibt eine komplette kurze Oper als Hintergrundmusik. The Dolls of New Albion ist der anderthalbstündige erste Teil der New-Albion-Trilogie von Paul Shapera. Die Trilogie dekliniert die zentralen historisch-literarischen Punk-Genres durch: Steampunk, Dieselpunk und Atompunk.
Dieser erste Teil erzählt die Geschichte von vier Generationen der McAlistairs im fiktiven New Albion ab Annebelle McAlistairs Erfindung von mechanischen Menschen, die mit den Seelen Verstorbener ausgestattet werden.
Die Oper gibt es als MP3-Album bei Amazon und iTunes:

Einbruch der Woche


Okay, vielleicht war es eine recht unspannende Woche, wenn ich ein Video von einem Bären übernehme, der bei einem Klavier nicht mal mit der Lefze zuckt. Oer eine mit sehr ausgefüllten Tagen, sodass ich recht wenig von den Nachrichten mitbekommen habe. Egal, hier ist ein Bär, der recht gut darin ist, ein plötzlich klingendes Klavier zu ignorieren — oder der hier nicht sein erstes Klavier sieht und Spass daran hat.
Aber was soll hier eigentlich „discordant“ heissen, liebe Washington Post? So klingt ein Klavier nunmal.

Erleuchtung der Woche

Der Velomojeep (Bild: ebay-Nutzer Bovimame)

Der Velomojeep ist jetzt endlich auch lichttechnisch legal (Bild: ebay-Nutzer Bovimame)


Bei den Lichtanlagen für Fahrrädern gab es bislang einige ungeklärte Fragen. Ob Bremslichter legal sind, war nie auch nur angesprochen worden. Ob Blinker am fahrrad legal sind, war eine Grauzone, die durch die unklare Verwendung des Begriffs „Fahrtrichtungsanzeiger“ in der Straßenverkehrsordnung geschaffen wurde.
Zum 1. Juni ist endlich eine Gesetzesänderung in Kraft, die den ganzen Bereich deutlich klarer regelt. Bremslicht ist jetzt ausdrücklich erlaubt. Blinker sind jetzt erlaubt, aber leider nur bei mehrspurigen oder verkleideten Rädern (warum auch immer) und an Anhängern. Und weil man jetzt an alles denkt, gibt es sogar Vorschriften für Fahrräder mit einer Breite von mehr als 1,80 Metern. Solche gibt es tatsächlich, zumal die Definition von „Fahrrad“ durchaus auch Kettcars und Tretautos erfasst, die als vierrädrige Fahrzeuge problemlos auch größere Maße erreichen können.
Auch ein zweiter Frontscheinwerfer ist jetzt erlaubt. Ein solcher ist zum Beispiel bei meinem Liegerad auf dem Ausleger vor dem Tretlager vorgesehen, um die komplette Länge des Fahrzeugs im Dunkeln erkennbar zu machen.
Leider gilt immer noch, dass Pedale gelbe Reflektoren nach vorne und hinten haben müssen,was bei Liegerädern immer noch bauartbedingt unmöglich ist — denn dort stehen die Pedale im Betrieb senkrecht, nach hinten weist also die Oberseite der Schuhe des Fahrers. Wer sich einem Liegeradler von hinten nähert, sieht schlichtweg nichts von der Pedale, weil da die Füße vor sind. Ebenso sind solche Reflektoren natürlich bei Velomobilen sinnlos, wo die Pedale innerhalb der Karosserie liegen. Naja, immerhin.
Die restlichen Vorschriften beziehen sich vor allem auf Winterbereifung. Davon habe ich keine Ahnung und es interessiert mich auch nicht weiter.

Ermäßigung der Woche

Endlich, nach mindestens 5 Jahren Hickhack, hat die EU den Weg für ermäßigte Mehrwertsteuer auf eBooks freigemacht. Vor allem Frankreich hat in den letzten Jahren wiederholt versucht, die niedrigere Steuer auf Bücher auch für eBooks anzuwenden, ist damit jedoch an EU-Vorschriften gescheitert.
Diese Vorschriften sind nun nicht nur Geschichte, die Senkung des Steuersatzes für eBooks ist jetzt sogar ganz ausdrücklich möglich. Damit dürfte der Unsinn der unterschiedlichen Steuersäze bald Geschichte sein.

Radanlage der Woche

Pflichtausstattung: Licht, Bremsen, Todesmut

Pflichtausstattung: Licht, Bremsen, Todesmut

Die Gladbacher Straße in Krefeld ist allgemein eine recht kreative Konstruktion. Als ich das letzte Mal vor ihr stand, verhinderte sie meine Einfahrt nach Krefeld, da sie (anders als Google Maps zu glauben scheint) nur für Autos freigegeben ist und weit und breit keine andere Straße in die Stadt führt. Diesmal habe ich es aber geschafft, Krefeld über einen benachbarten Waldweg auch mit dem Fahrrad zu erreichen und traf so auf diese abenteuerliche Konstruktion. Auch, wenn es sich hier um eine (mangelhaft ausgewiesene) Einbahnstraße handelt, ist ein links gegen die Fahrtrichtung führender Radweg auf der Fahrbahn schon eine ganz besondere Konstruktion.

Nagetier der Woche

Genehmigt - Bild: ebay

Genehmigt – Bild: ebay

„Nackenhörnchen“ ist ein doofes Wort. Es leitet sich wohl von der Form eines Hörnchens in der Bedeutung Croissant ab, aber wenn ich das Wort höre, stellt mein Kopf es automatisch in eine Reihe mit Eichhörnchen, Backenhörnchen, Streifenhörnchen, Flughörnchen und so weiter. Mit besonders niedlichen Nagetieren also. Und immer, wenn ich in einem Prospekt ein Angebot für Nackenhörnchen lese, denke ich zuerst an den Zoohandel.
Immerhin gibt es obige Variante, die mit meinem Gehirn einigermaßen klargeht. Eingermaßen.
Und weil das alles natürlich noch schlimmer geht, hier eine Halsgarnele:
Halsgarnele von Latinaric - Bild: Amazon

Halsgarnele von Latinaric – Bild: Amazon

Schnitt der Woche

Hobby: Amoklaufen

Hobby: Amoklaufen

Müham ernährt sich bekanntlich das Nackenhörnchen, doch das Projekt Bürgergarten kommt durchaus geschwind voran. Seit Montag kommt man jetzt sogar ohne den Einsatz von Expeditionswerkzeug (vor allem Macheten) auf das Gelände, denn den von Brombeeren zugewucherten Weg zum Garten habe ich inzwischen freigeschnitten.
Seit dem Foto sind die Reste natürlich auch weggeschafft, da muss niemand über ein Brombeerbuschnadelkissen laufen.


10G30T 1: Invasiv

„10 Geschichten in 30 Tagen“ oder eben kurz: #10G30T ist eine von Annika Bühnemann angestoßene Herausforderung, im Juni eben jene 10 Geschichten zu schreiben. Im Fall von Invasiv schlage ich als zweite Fliege mit dieser Klappe die dieswöchige Flash-Fiction-Challenge von Chuck Wendig, eine Flash Fiction über eine invasive Spezies zu schreiben. Gut, meine Auslegung des Begriffs invasiv war wohl eher nicht,was gemeint war und die hier ist etwas sehr kurz geraten, aber dafür folgt es am Mittwoch auch noch eine englische Version drüben im englischen Blog.
10g30t

Invasiv

„Sagen Sie, Herr Sammer, schlafen Sie zufällig auf der Seite?“
„Ja, aber ich glaube nicht, dass der Arm einfach nur eingeschlafen ist. Dafür geht das jetzt schon zu lange.“
Doktor Gern sah sich erneut intensiv die Unterseite von Georgs Arm an. Sein Blick war vom Unterarm, in dem das Problem lag, zu seiner Achsel gewandert, in der er etwas zu sehen schien.
„Das meine ich auch nicht. Sie haben hier eine auffällige Verletzung. Liegen Sie auf der linken Seite?“
„Ja. Verletzung?“
„Fast kreisrund, sehr frisch. Sie sagten, ihr Arm fühle sich extrem leicht an und die Feinmotorik sei stark eingeschränkt. Ist dort vielleicht Flüssgkeit ausgetreten, hatten Sie irgendwelche Verfärbungen in der Matratze?“
„Nicht, dass ich wüsste. Kommt sowas vor?“
„Bisher nicht, aber in diesem Monat sind Sie schon der Fünfte mit diesen Symptomen. Die Röntgenaufnahme müsste gleich kommen, dann kann ich sicher sein.“
Fast aufs Stichwort kam eine Assistentin in den Raum, eine zusammengerollte Röntgenaufnahme unter dem Arm. Sie hing es an die beleuchtete Wand im Untersuchungszimmer. Eindeutig ein Arm. Einer der Unterarmknochen schien gegenüber dne leuchtend hellen anderen Knochen etwas blass.
„Wie ich es mir dachte“, sagte der Arzt, ging noch einmal zu der Aufnahme herüber, um sie sich näher anzusehen, kam mit sicherem Blick zurück, ergriff Georg Sammers Arm und schlug ihn auf die Tischkante.
Er konnte hören, wie seine Elle zerbarst, aber der Schmerz war nicht mehr als bei einem Schlag mit der flachen Hand auf die Haut.
„Sind Sie bescheuert?! Sie sollen meinen Arm in Ordnung bringen, nicht zerstören!“
„Und genau das habe ich getan. Ist Ihnen nichts aufgefallen? Es hat nicht weh getan, oder?“
„Nicht wirklich“, erwiderte er verdutzt.
„Sehen Sie sich mal die Aufnahme an, fällt Ihnen etwas auf?“
„Einer der Knochen ist sehr blass.“
„Sehen Sie genauer hin!“
„Ich sehe nichts Besonderes.“
„Nicht? Dann ist es vermutlich normal, dass von Ihrer Ulna sechs Strahlen zu den Seiten und zwei in die Hand ausgehen?“
„Sie sind der Arzt. Sagen Sie‘s mir.“
„Nein, es ist nicht normal. Die meisten Knochen haben keine Beine und Fühler.“
„Keine was?“
„Keine Beine und Fühler. Sehen Sie, Sie haben einen parasitären Phasmiden. Hatten, jetzt dürfte er tot sein. Wir holen die Stücke des toten Phasmiden gleich raus.“
„Ich habe einen was?“
„Einen parasitären Phasmiden. Eine Stabheuschrecke, die es sich in den Gliedmaßen gemütlich macht, dort jahrelang vom Blut des Opfers lebt und dafür einen der dortigen Knochen ersetzt. Fiese Sache aus den Tropen, kommt mit dem Klimawandel hier hoch.“
Und das ist die Geschichte, wie Ludwig Sammer seinen Sohn davon überzeugte, doch noch das Familienunternehmen als Kammerjäger zu übernehmen. Mit der Hilfe eines befreundeten Arztes und einiger Gen-Ingenieure. Und wie er einen neuen Schrecken in die Welt brachte, der die Menschen vom Schlafen abhielt. Irgendwas ist ja immer.

ENDE