Das wird 2019

Jedes Jahr gibt es bei mir nicht nur einen Rückblick, sondern auch einen Ausblick auf das kommende Jahr, der nie eintritt. Und eingeleitet wird er mit einem prophetisch anmutenden Song. Also dann, lasset uns beginnen.

Was mit Medien

Ich hatte es ja schon angedeutet: 2019 will ich massiv auf Onlinevideo beziehungsweise Youtube gehen. 2018 hatte ich einen Kanal fortgeführt und einen zweiten gestartet. 2019 geht das deutlich weiter. Neben der Fortführung von Extra Extra und Fiction Science werde ich den Thomas-Diehl-Youtube-Kanal wieder aus dem Grab heben und dabei teilen. Aus dem einen sprachlich gemischten Kanal werden zwei Kanäle, jeweils einer in Deutsch und Englisch. Zum einen ist das für Interessierte deutlich einfacher zu navigieren, es ist aber zugleich auch für mich einfacher zu verwalten — der Druck, beide Kanäle gleichzeitig mit jeweils einer Version der selben Geschichte zu bedienen, war Ende 2017 ein echtes Problem.
Allerdings sind die beiden bestehenden Kanäle schon aufgrund ihres höheren Potenzials an Interesse eine klare Priorität. Fiction Science hat ein gutes Jahr in Sicht, kann ich den Kanal doch mit einer langen Reihe wichtiger Film- und Serienhighlights verknüpfen. Extra Extra wird seinen Fokus 2019 etwas erweitern, stärker mit anderen Themen als den Heftbeilagen arbeiten. Das heute erschienene erste Video zu einem kleinen Lego-Set ist da schon der erste Schritt.

Teilweise spielt das auch in den Buchbereich hinein. Denn für den Geschichtenkanal müssen natürlich die entsprechenden Geschichten vorhanden sein. Die wiederum fließen dann gegen 2020 in eine neue Papiersammlung, nachdem Stückwerk bereits als erste Veröffentlichung für 2019 feststeht.
Ich habe in den letzten Wochen Unter Wittgensteins Löwen erweitert und aktualisiert. Es ist nun auch dick genug, um neben dem eBook auch als Papierbuch erscheinen zu können. Das gilt auch für die vier Bände von Meilensteine der Evolution.
Paul das Einhorn habe ich inzwischen im Youtube-Kanal auf unsichtbar gestellt, bis ich die Geschichte fertiggestellt habe. Das 2018er Experiment mit einem täglichen Beitrag bei Extra Extra lief deutlich besser und so bin ich jetzt zuversichtlich, einem solchen Projekt in Zukunft besser gewachsen zu sein. Ich werde die Reihe wieder online stellen, sobald ich die ganze Geschichte fertig habe und sie nicht mittendrin endet. Das bedeutet konkret, dass meine Weihnachtsgeschichte im August fertig sein muss. Das ist doch mal eine klare Vorgabe!
Für den englischsprachigen Bereich habe ich zwei halbfertige Zombie-Geschichten, die im Laufe des letzten Jahres langsam gewachsen sind, aber mir nie fertig genug schienen. Ich hoffe sehr, 2019 Desert Kingund The Boy Who Had to Die abschließen zu können.

Und dann ist da noch ein Projekt im Medienbereich, das seit nunmehr 15 Jahren auf meiner Festplatte wächst. Ob daraus 2019 etwas wird, bleibt abzuwarten, aber wenn, wäre das mal ein richtiger Höhepunkt unter meinen Veröffentlichungen.Die dazugehörige technische Seite lerne ich jedenfalls zur Zeit.

Insgesamt habe ich mir für 2019 vorgenommen, deutlich mehr fertigzustellen und darauf einen Fokus zu legen. Mein neues Ziel ist es, jeden Tag in zwei Projekten deutlichen Fortschritt verzeichnen zu können, wovon mindestens eines eine Veröffentlichung an dem Tag ist (meist ein Youtube-Video). Samstage sind zwecks Erholung freigestellt. Das halte ich aktuell seit Mitte Dezember durch.
Ich bin überzeugt, dass ich 2018 ganz einfach zu oft abgelenkt war, weil ich kein so klares kurzfristiges Ziel für jeden Tag hatte. 2017 hatte ich meine täglichen 1.000 Wörter Text, dieses Jahr habe ich die Fortschrittsvorgabe. 2018 hat mir eine solche Vorgabe schmerzhaft gefehlt und als Ergebnis bin ich mit meiner Arbeit des letzten Jahres unzufrieden.

Politik

Und hier kommt Youtube-Kanal Nummer Fünf, wobei ich bei diesem nicht allein fuhrwerke. In den nächsten Tagen geht ein Youtube-Kanal der Grünen Mönchengladbach online. Das ist eine Gruppenarbeit, daher landet das nicht ganz so hart nur bei mir. Aber es ist ein spannendes Projekt, welches ich schon lange voran treiben wollte und welches nun endlich kommt.

Inhaltlich habe ich 2019 ein paar Ideen, die ich einbringen will. Wie ich das Spiel kenne, werden diese dann, wenn sie gut sind, ein Jahr später von der Stadtverwaltung oder der Mehrheitskoalition umgesetzt. Das ist ja nichts neues. Soweit ich das sehen kann, wird mein Fokus noch deutlicher auf Umwelt und Verkehr zugespitzt sein. Meine ersten zwei Anträge, die in der Mache sind, betreffen den Busverkehr und die Baumpflege.

Dahler Oase

Die Oase sieht inzwischen gut aus und ich bin zuversichtlich, dass wir sie Mitte 2019 in voller Blüte der Öffentlichkeit präsentieren können. Es gibt dort immer viel zu tun, aber der bisherige Fortschritt macht viel Mut, dass wir den Garten stärker öffentlich machen können ohne dass die Leute sich ob des ungepflegten Zustandes abwenden. Menschen sind halt so. Aber wir haben einen guten Zwischenweg zwischen menschlichem Ordnungssinn und natürlichem Chaos gefunden, mit dem die Dahler Oase ihren Namen verdient — natürlich gibt es inzwischen auch eine Wasserstelle in der Oase.

Nun, schauen wir, was davon zum Jahresende tatsächlich umgesetzt ist. Immerhin ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass mir auch 2019 wieder zwischendrin völlig andere Ideen kommen, die mich dann in Beschlag nehmen. es ist der 2. Januar und schon in diesem Jahr hatte ich wieder zwei nette Ideen, von denen ich noch keine Ahnung habe, wo sie hinführen werden. Ich nennen schonmal die Arbeitstitel: Puppet State und Chill.
Werden die beiden Ideen mehr als nur Titel? Werden sie eigene Projekte oder am Ende als Nebenhandlungen mit anderen Ideen verschmelzen? Wir werden sehen.
Ein erfolgreiches und spannendes Jahr euch allen! Möge 2019 werden, was ihr im Positiven von ihm erwartet.


Das war 2018

Okay, da sich die Fertigstellung meines Videos zum Jahresabschluss (siehe weiter unten) wegen meines leicht altersschwachen Rechners um einen Tag verzögert hat (es war um 1 Uhr morgens online und da wollte ich den Beitrag dann nicht mehr fertigschreiben, ohne vorher zu Bett zu gehen), gibt es den Jahresrückblick diesmal halt erst im Folgejahr und den Ausblick dann morgen.
Aber bevor das passiert in guter Tradition dieses Blogs einen Mix aus den Hitsongs des vergangenen Jahres.
Das Blog hat sich 2018 nicht groß verändert. Ich habe die Seitenleiste etwas aufgeräumt und angepasst (was ich ständig tue) und im März habe ich die Sieben am Sonntag zu einem festeren Format gewandelt. Nun gibt es mehr Inhalt in sieben feststehenden Kategorien. Hin und wieder tausche ich eine Kategorie aus, je nachdem, wie sich die Lage entwickelt.
Und das ist es schon für dieses Blog selber. Weiter zu den interessanteren Themen.

Medial

Mad Scientist Journal Autumn 2018 Fiction Science The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World Steaks, Walls And Dossiers
2018 ist nicht ganz so viel erschienen, wie ich mir erhofft hatte. Immerhin vier Veröffentlichungen sind es am Ende geworden: Eine aktualisierte und erweiterte Ausgabe von The Dinosaurs of Jurasic Park and Jurassic World, die nunmehr auch als Papierausgabe vorliegt, zwei Kurzgeschichten und die Übersetzung eines kleinen Kochbuchs für Dampfgarer.
Aber das bedeutet beileibe nicht, dass 2018 nichts passiert wäre. Vielmehr konzentrierte sich meine Produktion sehr stark auf Videos. Im März startete ich den Kanal Extra Extra wieder. Dieser Kanal mit Besprechungen von Zeitschriftenbeilagen musste wegen einer defekten Kamera pausieren, nur um dann weiterzuschlafen, weil Youtube die Bedingungen änderte, unter denen Kanäle Geld verdienen konnten. Im März beschloss ich dann, dennoch mit dem Kanal weiterzumachen und ihn den neuen Anforderungen entsprechend aufzubauen. Extra Extra ist seitdem konstant, wenn auch sehr langsam, gewachsen. Zuletzt habe ich begonnen, ihn mehr mit anderen Themen zu füllen. Mein ursprünglicher Gedanke bei dem Kanal war ein Kanal zur Besprechung von Experimentiersets und ich werde ihn in Zukunft wohl stärker auf diese und Lego-Sets (sprich „Lernspielzeug“) ausrichten. Dieser Kanal funktioniert recht gut und die Videos bringen sehr wenig Aufwand mit sich. Teilweise kann ich sie nach der Aufnahme unbearbeitet auf Youtube hochladen, nur die 20 Sekunden Abschlussbild für die Videolink muss ich noch einfügen.
Über das Jahr habe ich bei diesen Videos sowohl meine Fertigkeiten als auch meine technische Ausstattung verbessert und die aktuellen Videos sind weit oberhalb der Qualität der Videos aus dem März.
Im Sommer kam der Kanal Fiction Science hinzu. Dieser englischsprachige Kanal ist aus den Überlegungen zu einer Fortsetzung vom Jurassic-Park-Buch entstanden. Jedes Video nimmt sich eines Themas aus einem Film oder Spiel an (in Zukunft auch Fernsehserien, Bücher und so weiter) und nimmt es als Ausgangspunkt für ein Thema aus der Wissenschaft. Die bislang erfolgreichsten Videos sind zu Venom (biochemische Barrieren), Stygimoloch in Jurassic World: Fallen Kingdom (Artenkonzepte in der Paläontologie) und zu The Predator (Reflexion von Umweltbedingungen in der Evolution). Der Kanal ist noch sehr klein, aber ich arbeite daran, ihn 2019 deutlich größer zu machen. Mein Ziel für 2019 sind bescheidene 100 Abonnements.
Ich habe all dies auch in ein Video zum Jahresabschluss gegossen, in dem ich für jede Veröffentlichung ein Objekt in einen Karton gepackt und diesen dann vor der Kamera unboxt habe. Ich nenne es „Unbox Your Year“ und es ist etwas unter 30 Minuten lang. Am Ende gibt es ein kurzes Best-Of meiner Videoproduktion 2018.

Politisch

Dieser Abschnitt wird lang. Ich war selbst überrascht, wie viel dann doch 2018 geschehen ist. Also habe ich ihn mit einigen bunten Bildern aufgelockert.
Das ist einer der positiven Effekte dieser Beiträge für mich selbst: Ich denke, dass ich im letzten Jahr zu sehr wenig gekommen bin und dann sehe ich im Schreiben meine Jahresbilanz. An dem Punkt merke ich dann, dass ich statt eines Blogbeitrages auch ein komplettes Buch über diese schreiben könnte und muss mich anstrengen, das nicht zu tun.

Verkehr war 2018 ein ganz großes Thema in meiner Politik. Das begann mit dem Start eines Arbeitskreises Verkehr bei den Grünen, die sich im Laufe des Jahres mit der S28, Radschnellwegen und dem Gesamtzustand des Bahnverkehrs in Mönchengladbach beschäftigten. Natürlich stehen für 2019 weitere Themen an, etwa die Straßenbahndiskussion.

Das schlug sich auch in der Gremienpolitik nieder: Wir hatten eine Debatte zur Hindenburgstraße, die mir sehr vertraut war. Doch wo ich den Vorschlag einer einspurigen Busführung auf dieser Straße als gescheitert zugestehen musste, wählte die lokale GroKo den Weg der Verbohrtheit und weigerte sich kurzerhand, die verheerende Bilanz der Abschlussstudie zur Kenntnis zu nehmen. Statt dessen pickte sie einzelne positiv klingende Sätze aus dieser heraus und begründete somit die Richtigkeit des Vorschlags.
Ein positivere Wiederbegegnung brachte das Thema „Knotennetzpunkte“. Hier begegnete mir mein Vorschlag zum Ausbau des Netzes nahezu wortgetreu wieder, nur diesmal als Vorschlag der Verwaltung. Vor allem die Lückenschlüsse im Netz waren exakt jene, die ich zuvor angesprochen hatte. Diesen hatte die GroKo 2017 abgelehnt, nun ging er einstimmig durch.
Dicke Bretter sind noch bei meinem diesjährigen Vorschlag zu bohren, dem Radschnellweg MG-Roermond. Dieser wuchs im September in einen von mir angebotenen Zubringer zur Sternfahrt Mönchengladbach aus Roermond und führte im Oktober zu einem Treffen der Parteien beim ADFC, um die Möglichkeiten des Teilstücks Mönchengladbach-Wegberg zu besprechen. Das Treffen verlief dann auch gut und alle waren sich einig, dass dies recht leicht umzusetzen sei —allein, tatsächlich umsetzen wollte es dann in der Haushaltsdebatte im November/Dezember niemand mehr.

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Wichtig wurde auch das Thema „Bäume“ in verschiedenen Facetten. So gipfelte der seit Jahren zunehmende Trend in Mönchengladbach, Grün wegzunehmen, in wachsende Proteste der Bürger und wir Grüne in der Stadt entschieden uns, das Thema gezielt anzugehen. Es gab Demos und eine Unterschriftensammlung zu angedachten Baumfällungen am Edmund-Erlemann-Platz, entlang der Hindenburgstraße und am Martin-Luther-Platz. Grade beim Edmund-Erlemann-Platz mutet mir das heute noch wie ein Tanz auf dem Grab an. Wer Eddie Erlemannkannte wirdsich denken können, dass er entsetzt gewesen wäre.
Immerhin hat die Stadtverwaltung schnell eingelenkt. Am Erlemann-Platz sollen nun deutlich weniger Bäume fallen und an der Hindenburgstraße ficht die Stadt rhetorische Rückzugsgefechte („Das war doch nur ein Vorchlag!“). Nur am Martin-Luther-Platz,wo die Kirche zuständig ist, tut sich immer noch absolut gar nichts. Dort geht es, ganz unchristlich eigentlich, um den Willen zur architektonischen Pornografie. Man soll die Kirche unverhüllt sehen können, als gehörten die Bäume gar nicht zu deren ureigenen Charakter und an ihrer zentralen Stelle zum Bild von Odenkirchen.

Bild: Jürgen Mülders

Bild: Jürgen Mülders


Sprechen wir 2018 politisch von Bäumen, sprechen wir natürlich auch vom Hambacher Wald. Der hat uns dieses Jahr einige Male beschäftigt, ich möchte nur einmal den Höhepunkt dessen herausheben: Eine absolut gigantische Demo zum Erhalt des Waldes und für den Ausstieg aus der Kohleverbrennung. Wie schon 2017 nach Tihange haben wir auch 2018 zum Hambacher Wald gemeinsam mit den Linken und Umweltverbänden zwei Busse zur Demo organisiert, die in kurzer Zeit komplett gefüllt waren.
Fast komplett! Der Vorstand der Grünen Niederrhein-Wupper (v.l.n.r.): Thomas R. Diehl, Birgitt Höhn, Ule Schauws, Stefan Engstfeld, Claudia Schmidt (Nilab Fayaz ist im Geiste dabei) - Foto: Paula Elsholz

Fast komplett! Der Vorstand der Grünen Niederrhein-Wupper (v.l.n.r.): Thomas R. Diehl, Birgitt Höhn, Ule Schauws, Stefan Engstfeld, Claudia Schmidt (Nilab Fayaz ist im Geiste dabei) – Foto: Paula Elsholz

Und das passiert, wenn man wegen derSohne beim selfie den Bildschirm nicht sehen kann. Hallo, Thomas Schlangen, mein Hut und Peter Beckers! - Bild: Das geb ich jetzt nicht zu

Und das passiert, wenn man wegen derSohne beim selfie den Bildschirm nicht sehen kann. Hallo, Thomas Schlangen, mein Hut und Peter Beckers! – Bild: Das geb ich jetzt nicht zu

Mein Hut ist allgemein gern auf Fotos. Und manchmal wird genau dann das Foto gemacht, wenn zwischen uns was runterfällt (hinten rechts im Bild) - BIld: Äh, Grüne? Sorry, Fotograf, ich weiss nicht mehr, wer's war

Mein Hut ist allgemein gern auf Fotos. Und manchmal wird genau dann das Foto gemacht, wenn zwischen uns was runterfällt (hinten rechts im Bild) – Bild: Äh, Grüne? Sorry, Fotograf, ich weiss nicht mehr, wer es war

Nennenswert an dieser Stelle auch der Zukunftskongress Rheinisches Revier in Düren, wo es um Wege ging, wie man den Ausstieg aus der Braunkohle vor allem wirtschaftlich lokal bewältigen kann. Anders, als RWE im Dienste seiner Aktienkurse glauben machen möchte, gibt es dafür Konzepte und auch existierende Ansatzpunkte. Das Rheinland kann von der Kohle wegkommen und dabei noch stärker werden, als es je war.

Eine andere Erhaltsdiskussion traf gegen Ende des Jahres ein: Das Haus Erholung sollte plötzlich an einen privaten Anbieter verkauft werden, um auf dem Nachbargrundstück ein mögliches Hotel profitabel zu machen. Doch damit verschwindet ein wichtiger Raum für Vereine und Initiativen, aber auch für Veranstaltungen der Stadt. Mönchengladbach mangelt es an solchen Räumen, da ist es unklug, die wenigen vorhandenen Räume an private Anbieter zu verschachern.
Und so bildete sich eine Bürgerinitiative gegen den Verkauf, die aktuell auch noch bis Anfang Februar läuft. Die habe ich nicht mitbegründet, aber ich unterstütze sie immer gerne und aus Überzeugung.

Ich hätte ein zweites machen sollen, auf dem die Lampe an ist. Und dann ein GIF daraus basteln. Das wäre lustig gewesen. Hachja - Bild: Karl Sasserath

Ich hätte ein zweites machen sollen, auf dem die Lampe an ist. Und dann ein GIF daraus basteln. Das wäre lustig gewesen. Hachja – Bild: Karl Sasserath

Ich möchte abschließen mit dem wohl meistgeteilten Foto, welches ich 2018 gemacht und veröffentlicht habe. Diese Aufnahme des Abteibergs vor dem Münster in Mönchengladbach wurde schlagartig wie wild geteilt und ging durch halb Facebook. Ich habe nicht die geringste verbliebene Übersicht, wo es überall hingegangen ist.
Es steht exemplarisch für den Umgang der Stadt mit ihrem Grün.

Agrarisch

Mit der Dahler Oase habe ich inzwischen sonntags nachmittags einen Fixpunkt, der nur selten wegfällt. Wir haben mit einem Kernteam von drei Leuten und einer langen Liste von gelegentlich helfenden Freunden aus dem verwilderten ehemaligen Garten ein fruchtbares Stück Land gemacht, auf dem über das Jahr viel Frucht erscheint. Auch, wenn der extrem trockene Sommer eine echte Herausforderung war, erkennt man inzwischen auf dem Grundstück am Hephata einen entstehenden kleinen Park.
Menschen nutzen das Gelände für Spaziergänge, es gibt zahlreiche Beerensträucher und einige Beete mit Gemüse. Schön ist es geworden und ich bin richtig stolz darauf, was wir da aufgebaut haben. Nur ein aktuelles Foto habe ich grade nicht, auch weil es Winter ist. Naja, vielleicht ein paar über das restliche Jahr verteilte Bilder:

Fotografisch

Hier noch eine kleine Galerie meiner besten Fotoaufnahmen aus 2018. Da ich diesen Abschnitt als ersten geschrieben habe, mag sich da manches wiederholen. Nur die Fotos von politischen Veranstaltungen habe ich gezielt vermieden, nicht weil sie schlecht wären, sondern weil ich vorher schon wusste, dass sie sich doppeln würden.

Und damit ein Frohes Neues, morgen geht es mit dem Ausblick auf 2019 weiter!


Sieben am Sonntag 23.12.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Jetzt mit ganz viel Spekulatius Weihnachtsstimmung!

Musik der Woche

Wir alle wissen, was der wichtigste Teil eines gelungenen Weihnachtsfestes ist: Weihnachtslieder singen mit Leuten, die man definitiv nicht mag. Dann kann ja jetzt nichts mehr schiefgehen!

Fundstücke der Woche

Der Axel Springer Verlag intensiviert seinen Angriff auf An- und Verstand mit einemneuen Zeitschriftenkonzept. Die BILD Politik soll Nachrichten nicht nach Faktenlage, sondern nach Gefühlslage berichten. Mit Kategorien wie Wut, Freude und Neugier. Ja, ernsthaft. Emotional vorverpackte Nachrichten. Man kann das positiv sehen, dass die Bild nun noch nicht mal mehr versteckt, wie sehr sie ihre Leserschaft emotional manipuliert. Muss man aber nicht.
Ein schönes Beispiel, wie sich Veröffentlichungen manipulieren lassen, liefern unterdessen einige amerikanische Studierende. Die haben eine Studie veröffentlicht, die nachweist, dass Fallschirm nutzlos sind, weil sowieso niemand beim Sturz aus einem Flugzeug stürzt. Was recht viel damit zu tun haben könnte, dass die Experimente auf dem Boden durchgeführt wurden. Absichtlich, um die Absurdität mancher Studien vorzuführen und als Kritik am Studiendesign insbesondere in medizinischen Wrkungsnachweisen.
Mit Sicherheit bei der „Politik in Blöd“ unter Wut würde etwa die Meldung laufen, dass eine Weihnachtsaktion beendet wurde, bei der man Plastikbeutel mit in große Mengen Plastikmüll in die Umwelt wirft. Der Müll nennt sich zwar offiziell Luftballons, aber das Ende der Aktion ist das selbe.

Die Meldung, dass Schokolade wegen Plastikteilchen zurückgerufen wurde, wäre hier eigentlich keine Mitteilung wert. Aber hier geht es um Buchstabenschokolade und die Tatsache, dass die Meldung eine genaue Information enthielt, welche Buchstaben betroffen sind, bringt s dann in ausreichende Kuriosität.

Morgen ist ja Heiligabend, da ist es für einen Weihnachtswunsch wohl etwas knapp. Dann bekomme ich halt nächstes Jahr diesen Lichtschalter-Sticker.

Zu nerdy? Nicht für mich! - Bild: Wish

Zu nerdy? Nicht für mich! – Bild: Wish

Spielerei der Woche

Einen Pixel vor dem Tod aufgenommen

Einen Pixel vor dem Tod aufgenommen

Ich mag Arcade-Shooter. Also, die alten aus der Verwandtschaft von Space Invaders und allem, was das Genre in den 40 Jahren seit damals hervorgebracht hat. Weniger Ego-Shooter, denen gegenüber ich nur so neutral eingestellt bin. Sie existieren und das ist okay.
2D-Shooter aus der Vogelperspektive dagegen sind mein Ding. Ghost Hunt ist eine nette Variation dessen für zwischendurch: Es gibt nur einen kleinen Bildschirm, der sich nicht bewegt und man schießt nicht ständig, sondern muss erst einen Bolzen einsammeln, den man dann in eine riesige Armbrust einlegen und damit schießen kann. Damit das nicht zu leicht wird, muss man seinerseits den deutlich zahlreicheren gegnerischen Geschossen ausweichen.
Das ist ziemlich schwer, vor allem wenn es mit der Tastatur gesteuert werden muss (ich bin ein Fan von Controllern und Joysticks), aber es spornt auch an, es weiter zu versuchen. Die Runden sind kurz, weil die Spielfigur nicht lange überlebt, aber genau deshalb will man auch bei einem neuen Versuch jede weitere Sekunde rausholen.
Entwickelt von Shnilsen, kostenlos im Browser spielbar bei itch.io.

Wortgeschmeide der Woche

Ich habe dieser Tage eine mir bis dahin nicht bekannte lokale Autorin kennengelernt, die ich hier natürlich gerne vorstelle. Eva Engelken hat eine Reihe von Ratgebern um den Umgang mit und die Öffentlichkeitsarbeit von Juristen herausgegeben, aber ich konzentriere mich hierauf ihren Roman Drei Küsse für Herkules.
In diesem findet die frustrierte Ehefrau Vivian den entmachteten Halbgott Herkules (das weiss sie aber nicht), der zur Rettung Europas die wahre Liebe finden muss. Aphrodite ist überarbeitet, Zeus ist… Zeus und so muss Vivian das mit Herkules mehr oder weniger alleine regeln. Nur hat sie halt dummerweise auch noch ein eigenes Leben.

Politik der Woche

Politik wird zum Jahresende immer deutlich weniger, aber immerhin läuft aktuell die Unterschriftensammlung zum Verbleib des Haus Erholung in städtischer Hand. Interessantes Hindernis dabei auf dem Marienplatz in Rheydt: Wir standen direkt neben den Zeugen Jehovas und wurden deshalb regelmäßig selbst für welche gehalten, wenn wir Leute ansprachen. So manche kamen zurück, wenn sie mitbekamen, wofür wir wirklich da waren, aber dennoch war das lästig.
Auch, da irgendwann einer der Zeugen anfing,über göttliche Bestimmung und die Schöpfung zu diskutieren. Immer gerne, aber nicht, wenn ich grade mit wichtigen Anliegen beschäftigt bin. Das Thema habe ich inzwischen in vier Büchern behandelt und es werden in Zukunft auch noch ein paar weitere werden.

Fotos der Woche

Sehr plastisch

Sehr plastisch

Den Anfang macht dieses Schild, das sehr eindrücklich zeigt, wieso es hier eigentlich einer Warnung bedarf.
Besuch war da

Besuch war da

Ebenfalls Eindrücke sind diese Fußspuren, die sich am letzten Sonntag im Schnee zeigten. Ich glaube, es war ein Fuchs, der uns da im Garten besuchte, denn menschliche Fußabdrücke, wie sie bei einem Hund zu erwarten gewesen wären, gab es nicht. Eine gute Aufnahme fürs Archiv, die ich definitiv noch brauchen kann.

Videos der Woche

Bie Fiction Science gibt es nur halb so viele Videos, wie es geben sollte. Denn ursprünglich sollten zeitgleich zwei Videos zu Pokémon erscheinen — doch das längere Video dazu, wie Pokébälle funktionieren können, ohne die Gesetze der Physik ausser Kraft zu setzen oder unsinnige Halbwissenschaft zu verwenden, erhielt einen automatisierten „Copyright Claim“. Eine asiatische Firma beanspruchte Rechte an einem kurzen Clip, der für etwa eine halbe Minute eingesetzt wurde. Ich bin der Überzeugung, dass der Clip im Rahmen des Zitatrechts und des Fair-Use-Prinzips korrekt verwendet wurde und so habe ich Einspruch eingelegt. Doch bis das gelöst wird, kann es nun etwas dauern. Dabei handelte es sich mit 60 Objekten um das komplexeste Video, das der Kanal bisher vorzuweisen hat und mit fast 13 Minuten auch um eines der längsten.
Sein sehr kurzes Gegenstück zu den kulturellen Hintergründen von Pokémon-Kämpfen dagegen ging ohne Probleme online. Dabei enthält es einen brutalen Kampf zwischen zwei Hirschkäfern!

Der ursprüngliche Plan war, dass die Videos sich gegenseitig verlinken und so dazu beitragen, ein Netzwerk von Videos innerhalb des Kanals aufzubauen. Diese stärkere Zusammenbindung soll dem Kanal einen größeren Halt verleihen, welcher zu dringend nötigem Wachstum führt.

In der Legowelt kommen die Ninjas von Ninjago und bringen ihren Meister Wu in seiner jugendlichen Erscheinung mit, bevor er Meister wurde. Keine spektakuläre Figur, aber eine seltene. Lohnt für Ninjago-Sammler, die nicht 100 € für das Set ausgeben wollen, in dem er sonst verfügbar ist.
Das ist das erste Video der Reihe in 1080p, wie künftig auch auf diesem Kanal alle meine Videos.

Ganze vierzehn Tage aus dem Adventskalender kommen in so zwei Wochen zusammen. Mathematisch logisch. Immerhin gibt es aus Zeitmangel und wegen technischen Problemen ein paar Doppelfolgen.
10. und 11.12.
12.12.
13. und 14.12.
15. und 16.12.
17.12.
18.12.
19.12.
20.12.
21.12.
22.12.
23.12.

Nächste Woche geht es dann mit Pokémon-Wissenschaft und weiteren Türen im Adventskalender weiter.


Sieben am Sonntag 09.12.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Mit Holz.

Musik der Woche

Ich zähle Holz von den 257ers jetzt mal einfach als eine Art Fortsetzung vom Sägewerk Bad Segeberg, das wir hier letzte Woche besucht haben. Musikalisch recht praktisch,so eine Fortsetzung zu haben.

Fundstücke der Woche

Was hat die Privatisierung der Bahn eigentlich gebracht? Nun,wie sich herausstellt nicht nur eine massive Verschlechterung der Bahn, sondern sogar Absicht dahinter. Denn wenn die Bahn kaputte Infrastruktur nicht mehr repariert, bis der Staat gezwungen ist, einzuspringen, lässt sich richtig viel Geld sparen. Na das hat ja toll geklappt.
Da gefällt mir die Ausnutzung von Gesetzeslücken durch die Kirche in den Niederlanden deutlich besser. Sie verhindert eine Abschiebung, indem sie einen endlosen Gottesdienst abhält. Denn ein laufender Gottesdienst darf nicht für eine Abschiebung unterbrochen werden.

Wer sich gerne selbst das Leben schwer macht, sind Sportler. Das ist im Sinne des Trainingserfolges auch durchaus sinnvoll. Albern aussehen kann es manchmal aber trotzdem. Zum Beispiel, wenn Läufer sich einen Fallschirm anhängen, um mehr Luftwiderstand zu haben.

Beste Investition von drei Euro aller Zeiten! Und in Zukunft als Symbolbild für sehr viele Dinge in der Politik brauchbar

Beste Investition von drei Euro aller Zeiten! Und in Zukunft als Symbolbild für sehr viele Dinge in der Politik brauchbar

Sinnvoll und sperrig, aber zum Glück nicht albern aussehend, ist der neueste Durchbruch aus Bayern: Von dort kommt ein neuer Energiespeicher auf Basis eines Abfallproduktes aus der Papierproduktion. Die Batterien sind momentan noch recht groß, aber der erste Schritt ist gemacht.
Und auch mein Fahrzeug der Zukunft nimmt langsam Form an:

Straßenzulassung leider nur ohne Torpedowerfer

Straßenzulassung leider nur ohne Torpedowerfer

Spielerei der Woche

Hippie Tree Friends setzt unser Holzthema fort, dass es fast schon unheimlich wird.
In diesem Spiel schießt man mit Blumen auf herannahende Holzfäller, die drei Bäume hinter der Spielfigur fällen wollen. Man kann seine Blumen nach und nach stärker und schneller machen, was auch nötig ist, da die Gegner mit der Zeit mehr Treffer abkönnen. Ziel ist es natürlich, die Bäume so lange wie möglich zu schützen.
Das Spiel hat ein paar kleine Schönheitsfehler, vor allem, dass man nur nach vorne schießen kann — ist ein Holzfäller durchgekommen, war es das. Alles in allem ein nettes kleines Pausenspiel.
Gratis für Android erhältlich.

Wortgeschmeide der Woche

Ich erinnere mich noch recht gut an die britische Fabel Als die Tiere den Wald verließen, die auch als Fernsehserie lief.
Im Umfeld der Bewegung um den Hambacher Wald hat ein sehr ähnliches Buch Erfolg gefunden: Am Tag, als die Tiere verschwanden handelt genau davon: Von einer Gruppe Tiere, die eines Tages aus ihrem Wald fliehen müssen, wiel Kettensägen und Baumaschinen anrücken. Zwar wird keine Braunkohle gefördert, sondern offenbar ein Flughafen gebaut, aber die Themen um die Zerstörung eines Waldes sind doch die selben.
Eine durchblätterbare Online-Leseprobe aus zufälligen Seiten des Buchs gibt es auf der Website Spass und Lernen.

Politik der Woche

Der Dienstag brachte einen Sitzung des Planungs- und Bauausschusses der Stadt mit einigen großen Klopperthemen. Neben dem Haushalt für die Jahre 2019 und 2020 waren vor allem die Planungen für den Neubau des Rathauses ein großes Thema. Wobei letzterer verschiedene Komponenten hatte, für deren Behandlung es gar keinen fachlich zuständigen Ausschuss gab — der IT-Ausschuss etwa wurde ja schon in den 2000ern eingestampft und jetzt, wo das Thema als Digitalisierung zum Trend geworden ist, fehlt er.
Wie man so große Themen überhaupt in den selben Ratszug packen kann wie den Haushalt für zwei Jahre, ist mir ein Rätsel. Das hätte sicherlich auch noch im Februar Zeit gehabt.

Der Mittwoch brachte eine Reise ins ferne Düsseldorf zu einem Treffen des Vorstands im Bezirksverband Niederrhein-Wupper der Grünen. Wir haben unsere Sitzungen für 2019 geplant und anstehende Themen vorbesprochen. Ein Vorhaben, das mehrere von uns (darunter ich) machen wollten und nun umsetzen, ist eine örtlich flexiblere Form der Sitzungen. Statt immer an ein-zwei Orten werden die Bezirksverbandssitzungen 2019 durch die Kreise des Bezirks wandern. Wir werden auch mindestens eine weitere Veranstaltung für neue Mitglieder machen.

Am Freitag waren wir noch mal für die Bäume unterwegs, diesmal auf dem Martin-Luther-Platz. An diesem Platz ist bisher in der Frage überflüssiger Baumfällungen noch gar nichts passiert, also brachten Hajo Siemes und ich das Thema während des Wochenmarktes aktiv dorthin. Wie überall war auch hier der Andrang groß, für den Erhalt der Bäume zu unterschreiben.

Fotos der Woche

Es war eine wirklich, wirklich volle Woche. Keine Fotos diesmal.

Videos der Woche

Bei Fiction Science habe ich ein zweites Mal die Yautja aus der Predator-Filmreihe besucht und sie mir genauer angeschaut. Und tatsächlich gibt es da etwas zu entdecken: Die Biologie der Yautja macht nämlich keinen Sinn, es sei denn, man nimmt an, dass ihr Planet jetzt ein völlig anderer ist als zu der Zeit, als sie entstanden sind. Genau: Yautja Prime ist ein Opfer eines massiven Klimawandels, wahrscheinlich ausgelöst durch die technische Entwicklung der Yautja zu einer raumfahrenden Zivilisation (das oder die vielen aktiven Vulkane auf dem Planeten).

Im Magazinbereich verabschiedet sich die Schleich Roaarr Dinosaurs mit einem sehr netten Kentrosaurier ins Zeitschriften-Nirvana. Schade, das Heft war das letzte Nicht-Lego-Magazin, welches ich regelmäßig bei Extra Extra besprochen habe.

Auch bei den Lego-Heften gibt es einen Abschied: Die Nexo Knights enden und ihre Abschiedsbeilage ist ein leider etwas sehr uninteressanter „Giga-Schnapper“ mit einer Sense. Nächstes Jahr gibt es dafür regelmäßig Lego Batman.

Die sieben Videos aus dem Galileo-Adventskalender hier einzubetten,wird mir dann doch etwas umfangreich. Die Seite lädt jetzt schon langsam genug. Alos bleibe ich für diese Videos bei Textlinks für den jeweiligen Tag,als da wären:
3.12.
4.12.
5.12.
6.12.
7.12.
8.12.
9.12.

Nächste Woche geht es dann mit Pokémon-Wissenschaft und weiteren Türen im Adventskalender weiter.


Sieben am Sonntag 02.12.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Zahnstocher gibt’s bei der Stadtverwaltung.

Musik der Woche

Wir sind Helden geht immer: Musik mit literarischem und inhaltlichem Anspruch, obwohl sie auf Deutsch ist. Sowas sieht man ja auch eher selten, ohne dass es platt wird. Wir sind Helden waren da eine Ausnahmeerscheinung, die sich immer lohnt.

Fundstücke der Woche

Es gibt doch noch Hoffnung für die Digitalisierugn in Deutschland: Die CEBIT verdigitalisiert sich. Und das meine ich genau so: Meines Erachtens ist die CEBIT eine hoffnungslos veraltete Veranstaltung. Es gibt keinen Grund, im digitalen Zeitalter eine Messe für Computerprodukte abzuhalten. Das ist der ganze Punkt hinter der Digitalisierung: Die weitgehende Bedeutungslosigkeit des physischen Raums in der digitalen Welt.
Und sie ist nicht das einzige Relikt der 70er, das zum Dank endlich sein Ende findet: Frankreich schaltet endlich das AKW Fessenheim ab. Vielleicht. Es gibt noch Ausstiegsklauseln für den Ausstieg. Aber die Richtung stimmt.

Überhaupt, Frankreich kommt langsam voran. Denn während deutsche Autolobbyisten noch das Märchen erzählen, dass nur Deutschland sich um Luftverschmutzung kümmern würde, nimmt sich Frankreich bereits die Lieblings-Nebelgranate selbiger Lobby vor: Der Kapitän eines Kreuzfahrtschiffes darf für seine Abgase 100.000 € zahlen.

Doch zurück zur digitalen Welt. Wir haben großartige Nachrichten erhalten: Es gibt endlich eine klare Zahl, wie hoch die Erfolgsrate von Blockchain-Lösungen eigentlich ist. Es sind… 0 Prozent. Das ist noch übler, als ich erwartet hatte. So ein Prozent hätte ich diesem Unsinn ja schon zugetraut, einfach nur aus statistischen Zufall.

Dinosaurierfreunde finden unterdessen, dass sich die Forschung zur Zeit in Bereichen fortentwickelt, die noch vor wenigen Jahren als unvorstellbar schienen. Ein besonderes Beispiel dafür sidn Erkenntnisse über die Farben, die einige ausgestorbene Lebewesen zu Lebzeiten hatten.
Der neueste Fall dieser Art ist der frühe Vogel Confuciusornis, von dem nun zwar nicht die kompletten Farben, aber immerhin das Muster des Flügelgefieders bekannt ist.

Da bleibt zum Abschluss des Abschnitts nur eins: Was niedliches. Mit Dinosaurier. Zum Beispiel dieser Ohrring. Von Wish.com.

Spielerei der Woche

Honu WorldWisst ihr, was virtuelle Daten definitiv nicht erzeugen? Plastikmüll!
Um diesen geht es in A Honu World, das von vier Studierenden der Uni Stanford entwickelt wurde.
Man spielt eine kleine Meeresschildkröte, die versucht, die Ozeane vom Müll zu befreien, indem sie diesen in die Netze der Fischfangschiffe „pustet“. Okay, ich schreibe „pustet“, aber so ganz klar ist mir nicht, was sie da macht. Aber egal, es funktioniert, da darf die Schildkröte auch mal über magische Kräfte verfügen, die über einen Mausklick in der richtigen Richtung aktiviert werden.
ich fand die Steuerung etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit geht es und man beginnt, die Level von leeren Flaschen und Dosen zu befreien.
A Honu World gibt es bei itch.io für Windows, Mac und zum Spielen im Browser.

Wortgeschmeide der Woche

Das Blog Love in the Time of Chasmosaurs hat letzte Woche ein interessantes Buch vorgestellt.
Ich selbst hatte schon eine ganze Weile diese Idee, ein Buch zu verfassen, das den Leser durch die seltsamen Bilder führt, die sich die Menschen über die Jahrhunderte von jenen Wesen gemacht haben, die wir heute als Dinosaurier kennen. Von dem für ein menschliches Bein gehaltenen Riesensalamander über Meeresreptilien, deren Kopf versehentlich auf den Schwanz montiert wurde, bis zu Stegosaurus, einem Dinosaurier, der im vollen Bewusstsein dessen benannt wurde, dass sein Name sich auf eine komplett falsche Vorstellung des Tiers bezog. Es ist alles so herrlich seltsam.
Kathleen Kudlinski hat bereits 2005 eine ähnliche Idee umgesetzt und das Ergebnis ist Boy, were we wrong about Dinosaurs. Es ist Teil einer ganzen Reihe von Büchern dieser Art, deren andere Bände sich beispielsweise mit Medizin, dem Sonnensystem oder Meteorologie beschäftigen. Die Bücher sind alle lesenswert und bieten schöne Beispiele dafür, wie sich die Wissenschaft mit der Zeit die Welt erschließt und wie sie ihre Erkenntnisse gewinnt und stetig mit neuen Entdeckungen verbessert.

Politik der Woche

Die Sitzung des Umweltausschusses am Mittwoch zog sich diesmal leider sehr. Stark dafür verantwortlich war ein Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg. Ich bin ja froh, wenn jemand von der Bergbaubehörde zum Braunkohlentagebau informiert, aber wenn der vorher eine gute Viertelstunde von den eMail-Problemen beim Zustandekommen seiner Einladung erzählt, verfliegt das schnell.
Als er dann mal zum Punkt kam, gab es einiges zu lernen. Etwa, dass die Kosten für den Rückbau der Tagebaue gar nicht in liquiden Mitteln vorliegen, sondern in Form von Bilanzvermögen. Das zum Teil bei Schließung der Tagebaue sofort wertlos wird, weil man zum Beispiel viel von der Technik zu nichts anderem gebrauchen kann, als zum Kohleabbau. Das ist so die Form von Sicherheiten, mit denen man eine Bank zufriedenstellen kann, die aber fachlich absolut ungeeignet ist.
Oder, dass es um so teurer wird, je länger wir warten — was nicht heissen soll, dass eine kürzere Laufzeit günstiger wäre. Das Problem ist, dass bei einer Verschlimmerung der klimatischen Bedingungen diese die Reparatur der Schäden durch den Tagebau immer schwerer macht. Es ist beispielsweise nicht so einfach, einen See mit Rheinwasser aufzufüllen, wenn der Rhein kaum noch Wasser führt.

Es gab die aktuelle Liste der geplanten Baumfällungen, an der wir wieder zu kritisieren hatten, was wir schon lange kritisieren: Es fehlt eine Liste der Ersatzpflanzungen, die Länge der Liste macht ein Bearbeiten sehr schwierig und oft ist nicht mal ersichtlich, welcher Baum eigentlich fallen soll. Angaben wie „Hauptfriedhof: 1 Rosskastanie“ sind wenig hilfreich.

Der Haushalt stand an, bei dem wir im Umweltbereich vor allem einen Antrag hatten, der den Beitritt der Stadt zum Netzwerk Biodiversität vorsah. Den stellte dann überraschend die GroKo ebenfalls. Wohl, weil der Himmel auf uns hinabstürzt, wenn die GroKo einem Antrag der Opposition zustimmt. Immerhin haben sie ihn noch um ein paar Details erweitert.
Bei der Haushaltsrede gab es dann ein sehr merkwürdiges Verhalten seitens Baudezernent Gregor Bonin: Als die Opposition sprach, fand der sich plötzlich auf der Pressebank und quatschte mit Denisa Richters von der Rheinischen Post. Es war offenbar sehr wichtig, die Presse tunlichst von allen Nicht-GroKo-Meinungen abzulenken. Ach, nennen wir es doch beim Namen: Es ist nicht merkwürdig, es ist unverschämt!

Am Freitag blieben wir gleich beim Thema, es ging erneut zur Sammlung von Unterschriften gegen das in Mönchengladbach ausufernde Entfernen von Bäumen. Ob sie nun gefällt oder umgepflanzt werden, ist dabei eine Nebensache, auf jeden Fall fehlen sie nachher in der Innenstadt. Der Stand war erneut schon beim Aufbau gut besucht. Obwohl wir diesmal drei statt nur zwei Unterschriftenlisten dabei hatten, bildete sich wieder schnell eine Schlange.

Lutz Schippers sorgte mit einem Instrument, dessen Name mir ständig wieder entfällt (Gatham?) fürangenehme musikalische Begleitung.

Fotos der Woche

Als Nachtrag zu dem Sanddorn gestern ein Bild von der selben Strauchreihe am Wegesrand. Die beiden unterschiedlich intensiv gefärbten Sanddornsorten geben einen attraktiven Farbtupfer in der winterlichen Trübe.

Nicht ganz so nett ist der Anblick des Abteibergs. Okay, die Mischung an Brauntönen im ersten Bild mag mancher noch halbwegs künstlerisch ansprechend empfinden, aber mein Geschmack ist es nicht.
Der zuvor satt begrünte Hang wurde auf einen Schlag geleert und aus dem Postkartenmotiv der Stadt wurde eine hässliche Kahlschlagsszene. Angeblich soll es im Frühjahr besser aussehen. Wir werden sehen. Aber den Übergang hätte man nun wirklich sanfter und weniger hässlich machen können. An so wichtigen Stellen macht man dann halt nicht alles auf ein Mal weg.
Man sollte wirklich meinen, die Zuständigen würden langsam lernen, sensibler mit dem Grün in der Stadt umzugehen. Aber nein, es geht ungebrochen weiter mit diesem Vorgehen.
Immerhin regen die Leute sich darüber auf. Ich habe inzwischen komplett den Überblick verloren, wie viele Leute und Seiten diese Bilder auf Facebook weitergeteilt haben, von den Kommentaren unter all diesen Weiterteilungen meines ursprünglichen Beitrags ganz zu schweigen. Es gibt also schon ein Empfinden für solche Dinge, nur bei Stadtverwaltung und Grünflächenamt fehlt es.

Mit sowas kann ich die wöchentliche Bilderschau natürlich nicht abschließen, da muss was hübsches her! Und zum Glück gibt es da auch was.
Bei den Ringelblumen in der Dahler Oase fiel mir heute erst auf, dass eine der Pflanzen eine ganz neue Farbvariante hervorgebracht hat. Da hat sich wohl was reingekreuzt. Nun gibt es neben den bekannten Varianten (gelb mit gelbem und mit braunem Kopf) eine Variante, deren Blütenblätter einen zusätzlichen weissen Kranz aufweisen. Was ich erst für einen Schaden an einer der Blüten hielt, stellt sich nun dank einer zweiten Blüte als Teil der Pflanze heraus. Auf Fotos sieht das dann so aus, als wären die Blüten aufgemalt.

Videos der Woche

Die ersten Tage des Dezembers sind da und somit beginnt der angedrohte tägliche Blick in den Galileo-Adventskalender.

Doch auch bei den Lego-Magazinen geht es weiter und so finden sich da die Minifigur Nitro aus Lego Ninjago und ein kleines Weihnachtsset mit Hund in Lego Friends.

Nächste Woche gibt es dann wieder Inhalte bei Fiction Science. Der Ton für das zweite Video zu den Predator-Filmen ist bereits aufgenommen, ich muss ihn noch schneiden und mit Videomaterial ausstatten. Wenn alles klappt, gibt es kommende Woche ein zweites Video, dieses dann zum Thema Pokémon.


Sieben am (Spät)Sonntag 26.11.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und manchmal ist später Sonntag, als der Kalender vermuten lässt.

Musik der Woche

Wir reisen dann mal musikalisch in den fernen Norden, nach Schleswig-Holstein. Es gibt ja allgemein eher wenig Gründe, sich dorthin zu begeben. Eigentlich nur Sylt oder Transfer. Und eben das Sägewerk Bad Segeberg. Das stellen dann mal eben die Wise Guys vor.
Ich sollte öfter einfach auf irgendwelche Youtube-Videos mit lustigen Namen klicken. Was kann da schon schiefgehen?

Fundstücke der Woche

Der Brexit bleibt ein Schaulaufen von Inkompetenz und Dummheit. Neuestes Highlight ist das britische Parlamentsmitglied Nadie Dorries. Sie hat eine Beschwerde zu den Austrittsverträgen, die Theresa May mit der EU verhandelt hat: Da fliegen die Briten doch glatt beim Austritt aus der Eu auch aus dem EU-Parlament. Gut, damit hätte man nun wirklich nicht rechnen können.
Proteste gegen Dinge, die völlig logisch sind und gegen die jeder Protest Zeitverschwendung ist,gibt es aber auch in der EU: Gegen die Ölpreise zum Beispiel.
Aber für richtiges politisches Versagen muss man immer noch in die USA blicken. Absolut beeindruckend ist, was der Internet Historian zu Verlauf und Tod der Internetkampagne Kony2012 (Link führt zu einem Video) gegen den afrikanischen Warlord Joseph Kony zusammengetragen hat. Lasst das einfach mal bis zu dem Punkt laufen, an dem der UN-Plan ins Spiel kommt, Kony zu einem Treffen mit Brad Pitt und Angelina Jolie einzuladen.

Wie man es gut macht, führt der deutschen Politik dann mal Flixbus vor. Die machen einfach, was sonst immer als unmöglich, zu teuer oder sonstwie nicht umsetzbar behandelt wird und nehmen ihren ersten Elektrobus ins Angebot auf.
Man kann über Elektromobilität lange streiten, aber sie ist letztlich unumgänglich, wenn wir von den unsere Zukunft als Spezies und Zivilisation gefährdenden fossilen Energien weg wollen.

Klimaprognosen klingen meist gruselig. Noch gruseliger klingen da wohl Riesenviren im Waldboden. Aber keine Angst, was da bei Harvard aufgetaucht ist, ist nicht nur harmlos, sondern auch wichtig: Mit der recht jungen Entdeckung von Viren, die die Größe von Bakterien erreichen,geht ein regelrechter Sprung in der Biologie einher.
Seit langem ist die Frage ungeklärt, ob Viren eigentlich Lebewesen sind und wo sie herkommen. Diese Riesenviren bestärken die These, dass Viren die Nachfahren eigenständiger Lebewesen sind, die im Laufe der Zeit vollkommen in ihrer parasitären Lebensweise aufgegangen sind, bis sie nur noch Fragmente ihrer einstigen Form waren. Das hat umfangreiche Auswirkungen darauf, wie wir die Frage danach angehen können, wie das Leben auf der Erde einst seinen Anfang genommen hat.

Bitte nicht auf die Spinne treten. Danke.

Bitte nicht auf die Spinne treten. Danke.


Spielerei der Woche

Rollenspiele der 8- und 16-Bit-Ära haben eine sehr eigene Ästhetik, die heute wenig überraschend nostalgisch aufgeladen ist. Zugleich gibt es einen Trend, alte Rollenspielserien ohne die Rollenspielinhalte als Handyspiele rauszubringen.
Ein sehr erfolgreiches Beispiel davon war der jeglichen Inhaltes unverdächtige Pokémon-Ableger Pokémon Go,der sich allein auf das Sammeln der Monster und gelegentliche Stadionbesuche konzentrierte. Das war substanzlos, aber für eine Weile sehr spaßig und vor allem viral erfolgreich.
Pocket Healer basiert auf keiner bestimmten alten Rollenspielreihe, ähnelt aber sehr stark den ersten NES-Teilen der extrem erfolgreichen Reihe Final Fantasy. Sie reduziert das Spiel in entsprechender Manier rein auf die Kämpfe, eine Geschichte zwischen den Kämpfen gibt es nicht. Und es ist sogar noch etwas reduzierter als das: Man spielt nur die Heilerin der Gruppe, die zudem nichts tun kann, ausser die anderen Gruppenmitglieder zu heilen.
Ziel des Spiels ist es, die Gruppe durch so viele Kämpfe wie möglich am Leben zu halten. Das kostet Mana, welches sich nur langsam wieder aufbaut. Es geht also darum, zur rechten Zeit das richtige Gruppenmitglied zu heilen und so lange zu überleben. Das ist überraschend schwer (das Mana geht schnell zur Neige). Ob es dabei wirklich eine Taktik gibt oder ob man nur auf immer höhere Boni hinspielt, die längeres Überleben ermöglichen, habe ich dabei noch nicht ganz raus. Auf jeden Fall hat es diesen „Ein-Versuch-noch“-Charakter.
Pocket Healer kann man bei itch.io online spielen oder bei Google Play für Android laden. Ich empfehle wegen des aufrechten Formats des Spielbilds die Android-Version oder wenigstens Spielen auf dem Handy.

Wortgeschmeide der Woche

Es gibt in der Geschichte so manches Leben, an das man oft nicht denkt und das absolut absurd klingt, das aber tatsächlich passiert sein muss, wenn man drüber nachdenkt.
Ein Beispiel dafür ist die Person, die ins Bild rückt, wenn man fragt,woher eigentlich die Tätowierungen der Häftlinge in den Konzentrationslagern kamen.
Heather Morris gibt in The Tattooist of Auswchitz die Geschichte von Lali Sokolov wieder, jenem slowakischen Juden, dessen Aufgabe es war, diese Tätowierungen zu stechen. Die New York Times hat einen interessanten Artikel dazu, wie wahre Geschichte und erzählte Geschichte in der Erzählung dieses Schicksals zusammenspielen.

Politik der Woche

Am Dienstag traf sich der Arbeitskreis Verkehr der Gladbacher Grünen. Als Gast durften wir Detlef Neuß begrüßen, Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn. Mit diesem haben wir uns einen Überblick über die anstehenden Vorhaben der Bahn in Mönchengladbach verschafft und diverse Entwicklungen und Vorschläge diskutiert.
Und derer gibt es in der Stat aktuell viele, selbst wenn man die reinen Baumaßnahmen ignoriert. Die Diskussion, die S-Bahnlinie 28 von Kaarst bis Viersen zu verlängern, läuft immer noch und wir finden das auch sinnvoll, um Neuwerk besser anzubinden und um die täglich komplett zugestaute A52 zu entlasten. Es gibt konkrete Vorschläge, wo ein Bahnhof für die Hochschule stehen kann, fehlt aber noch an einer Bahn, die dort halten kann. Dafür bräuchten wir die aus Richtung Köln geplante S-Bahnlinie 6, für deren Verlängerung bis Mönchengladbach aber noch ein Engpass im Bereich Odenkirchen beseitigt werden muss. Und dann gibt es da noch den Alternativvorschlag eines Bahnhofs am Montforts-Gelände, wofür wir aber keinen Bedarf und einen zu großen Abstand von der Hochschule sehen (da kann man auch gleich wie gehabt am Hauptbahnhof aussteigen).
Die Diskussion war recht ausführlich und es gab viel zu bereden, sodass wir die Runde im Dezember fortsetzen werden.

Der Mittwoch begann politisch mit einer Aufsichtsratssitzung der Marketing-Gesellschaft MG, von der ich natürlich nicht viel erzählen kann. Nur so viel: Die MGMG jongliert derzeit sehr viele Themen. Die Vielzahl an Entwicklungen und Veranstaltungen nimmt so langsam großstädtische Ausmaße an.
Das war im haus Erholung und kurz darauf gab es nebenan in der Volkshochschule eine weitere Veranstaltung, wenn auch eine, die nicht mit den Grünen zu tun hatte. Ich zähle sie dennoch als politisch. Für Transition Town habe ich ein Netzwerktreffen der Umweltinitiativen in Mönchengladbach moderieren dürfen. Es ging darum, Kontakt aufzubauen und Projekte gemeinsam anzugehen. Und in der Tat kamen viele solche Projekte zusammen. Ganze 10 Vorhaben konnten die Vereine und Initiativen vorstellen, von einem Wildkräuterpark über ein gemeinsames Herangehen an das Thema „versteinerte Vorgärtenldquo; bis zum Bau von Feinstaubsensoren als Datenquelle für ein bundesweites Crowdsourcing-Projekt.
Das war definitiv ein fruchtbares Treffen mit vielen Ideen und Kontakten.

Der Donnerstag war dann wieder parteilicher. Beim regulären Offenen Büro in der Grünen Geschäftsstelle gab es noch ein Mal in einer großen Runde von Mitgliedern und Interessierten einen Rückblick auf den Bundesparteitag und ein Treffen zum Haushalt des Landesverbandes.

Fotos der Woche

Da nenn nochmal jemand den November trist: Im verbliebenen Land zwischen den eingestädterten Dörfern Dahl und Schrievers in Mönchengladbach gibt es zuverlässig Farbtupfer, auch so tief im Herbst. Diese Woche ist mir das Duo in den folgenden Bildern aufgefallen, ein Sanddorn (orange) und eine Schönfrucht (violett) am Wegesrand.

Trist wird es erst, wenn Stadt und/oder Mags Hand bzw. Säge anlegen. So war ich diese Woche sehr enttäuscht, wie hässlich das Postkartenmotiv der Stadt, der Münsterhang, in Folge fehlgeleiteten „Aufräumens“ geworden ist.

Videos der Woche

Fiction Science beschäftigt sich diese Woche mit dem Mosasaurus aus Jurassic World und seiner Fähigkeit, erstaunlich hoch zu springen. Ich hatte zunächst gedacht, dazu nicht viel sagen zu können, aber dann sah ich, dass die Fehler in der Darstellung des Tiers einen Einfluss auf diese Fähigkeit haben. Und so wurde aus einer mit 4 Minuten vermuteten Episode eine solche von knapp 12 Minuten.
Es war übrigens auch das komplexeste Video, das ich bis jetzt je zusammengestellt habe: 47 Objekte, darunter viele Videoausschnitte, kamen zu diesem neuesten Teil der Reihe zusammen.

Übrigens habe ich auch den Auftritt des Kanals professioneller gestaltet. Er hat jetzt ein eigens gestaltetes Logo in seinem Profilbild und Header. Das Logo stellt eine DNA-Kette dar, die in einen Filmstreifen übergeht. Es liegt auf dem blauem Hintergrund, der das Design des Kanals zusammenhält und sich auch in den Videos wiederfindet. Das Ergebnis ist ein auf den ersten Blick unverwechselbarer Auftritt.

Im deutschsprachigen Bereich geht es wieder mit einem Lego-Heft weiter. Lego Star Wars ist unser aktuelles Heft. Diesem liegt ein kleiner Bausatz eines imperialen Sternenzerstörers aus den Originalfilmen bei. Ein recht solider Block von Plastik, der vor allem im Vergleich zu einem fast vier Jahre alten Vorgänger zeigt, wie sich die Lego-Hefte über die Jahre entwickelt haben.

Abseits von Lego bereitet Extra Extra sich auf den Dezember vor. Diesen füllt dieses Jahr der Galileo-Adventskalender von Clementoni. Ich habe schon etwas vorgeschaut und kann diesen Adventskalender ganz klar empfehlen. Die 24 Experimente in diesem Kalender haben eine deutlich höhere Qualität, als ich in irgendeinem anderen Adventskalender gesehen habe.


Sieben am Sonntag 18.11.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Immer international, oft interstellar, manchmal sogar aus der Zone!

Musik der Woche

Wie wäre es mal mit etwas klassischer Oper? Im Weltraum, mit Tonfolgen, die ein menschlicher Kehlkopf nicht erzeugen kann.
Das hat Luc Besson in Das Fünfte Element mit Hilfe von Schnitten überwunden, wodurch ei Operntitel entstanden ist, der ausserhalb des Films praktisch nicht existieren kann. Hier mal ohne die Filmschnippsel, die sonst dazwischen liegen.

Fundstücke der Woche

Kennt ihr das, wenn euch eine eMail vom Kundenservice erreicht, an der die komplette Barbeitung noch mit dranhängt, weil irgendjemand das Löschen vergessen hat? Mir ist das letzte Woche passiert und das abteilungsinterne Hin und Her war überaus amüsant („Können wir das so formulieren?“).
Doch das passiert nicht nur mir. Und wenn bei so einem Verlauf zu einer Gerichtsakte mal eben das vorbereitete Urteil mit dranhängt, dann wird es richtig interessant.
Aber auch, wenn die Gerichte korrekt funktionieren, kann es kurios werden. So war ein Göttinger wegen der G20-Krawalle vorstellig geworden, hatte aber ein recht gutes Alibi: Er war während der gesamten Zeit des Gipfels in Japan. Die Polizei hatte ihn offenbar allein deswegen angezeigt, weil er als Krawallmacher bekannt und zur Zeit der Konferenz nicht zu Hause war.

Aber vielleicht steckte ja nicht Bosheit dahinter, sondern schiere Inkompetenz. Darin aber werden sie Yoshitaka Sakurada nicht übertreffen können. Der Mann ist in Japan unter anderem für Computersicherheit zuständig und hat noch nie einen Computer benutzt. Das fiel auf, als er sich von der Existenz von USB-Sticks überrascht zeigte.
Ein vielversprechender Kandidat in der Kategorie „Inkompetenz“ ist aber auch Brian Kemp, der als Staatssekretär maßgeblich für eine Reform des Wahlrechts in Georgia verantwortlich war. Und wegen genau dieser Reform hätte er beinahe nicht wählen können. Bei einer Wahl, in der er selbst als Gouverneurskandidat antrat. Seine erforderlichen Papiere waren ungültig. Er hat die Wahl übrigens gewonnen.

Aber hey, jeder fängt mal klein an und da sind Anfängerfehler erlaubt. Hier zum Beispiel kann man sehr gut sehen, wie klein das Galaktische Imperium aus Star Wars angefangen hat. Durchhalten und irgendwann darf man am Konferenztisch Offiziere würgen, bis der Großmoff „Stopp“ sagt.

Wer definitiv nichts in der Politik verloren hat, ist dagegen Paypal.Die haben mal eben Konten von Antifalern und Nazis gesperrt. ich halte beides für falsch: Paypal ist ein Zahlungsdienst und hat sich nicht für die politische Ausrichtung seiner Kunden zu interessieren. Das ist ja gruselig!

Und dann war da noch der Mann in den Niederlanden, der vor Gericht sein Alter von 69 auf 49 ändern will. Denn wieso sollte der Perso auch in irgendeiner Weise die Realität abbilden?

Spielerei der Woche

Flower Power Pac-Man

Flower Power Pac-Man

In der Tat, Flower Power Pac-Manist de kürzeste Beschreibung, die ich MNilssons Garden Warden habe.
In diesem Spiel rennt man durch ein Labyrinth mit der Aufgabe, jedes bepflanzbare Fleckchen mit einer Blume zu bepflanzen. Die Blumen pflanzt man im Vorbeigehen per Tastendruck, sie wachsen dann in ein paar Sekunden vom Keim zur Blüte. Aber Vorsicht: Auch wenn die Tiere der Spielfigur nichts anhaben können, fressen sie doch die Blumen, solange diese noch nicht in Blüte stehen. Und jedes Mal, wenn ein Reh eine Blume frisst, wird es schneller. Das macht es zum einen schwieriger, die restlichen Blumen aufzuziehen bevor sie gefressen werden, zum anderen erhöht es das Risiko, zwischen zwei Rehen eingeklemmt zu werden.
Das Ergebnis ist eine etwas andere Pac-Man-Variante, die beweist, dass man auch nach 38 Jahren noch neue Varianten einer alten Idee finden kann, die praktisch jeder gesehen hat.
Spielbar im Browser bei itch.io.

Wortgeschmeide der Woche

Die Anti-Austerity Anthology ist eine Sammlung von Texten gegen die Austeritätspolitik, die den Kern vieler Konzepte zur Bewältigung von Staatskrisen darstellt, aber auch viele neue Probleme verursacht und teils die alten Probleme nur verschlimmert.
Dabei handelt es sich um eine recht bunte Mischung aus Kunst und Sachtexten, was man so eher selten sieht — die meisten Sammlungen sind entweder das eine oder das andere.

Aber ich habe auch einen eigenen Beitrag in der literarischen Welt: Die letzten Monat im Mad Scientist Journal erschienene Kurzgeschichte Fetch Monkey ist nun auch online auf der Website des Magazins verfügbar. Es geht um eine Reihe sehr erfolgreicher Tierversuche, ihre praktische Anwendung und die Macher hinter diesen Versuchen.

Politik der Woche

Vergangenes Wochenende war Parteitag der Grünen in Leipzig und ich mittendrin.
Es gab dort die Liste zur Europawahl zu wählen und ein Europaprogramm festzulegen. Die Ergebnisse von beidem sind gut, auch wenn mir so manche Zwischentöne im Bereich „Internet“ (insbesondere Meinungsfreiheit und Handel) weiterhin als Äusserungen von Menschen auffallen, die immer noch versuchen, Ideen aus dem 20. Jahrhundert krampfhaft auf ein ihnen in den Details völlig fremdes System anzuwenden. Aber was das angeht, hat Malte Spitz einen ausführlichen Änderungsantrag vorgelegt, der da vieles aufräumte und so bin ich am Ende zufrieden.
Allerdings ist es meist eine schlechte Idee, an einem 11.11. in einem Raum mit einer Gruppe Kölner und Düsseldorfer zu sein. Und so landete an jenem Tag um 11:11 ein einzelnes Konfetto auf meinem Tisch, das ich den restlichen Tag kritisch wegen möglicher Annäherungsversuche im Auge behielt.

Aaaaaah!

AAAAAH!


Diesen Samstag waren wir wieder auf dem Edmund-Erlemann-Platz in der Gladbacher Innenstadt. Es ist einer von drei Plätzen, auf denen wir zur Zeit geplante Baumfällungen kritisieren und nachdem bei der erfolgreichen Demo vor zwei Wochen viele Bürger nach der Möglichkeit einer Unterschriftenliste gefragt haben, entschieden wir uns, genau so eine zu verteilen.
Wir waren eine Stunde vor Ort und die beiden ausgelegten Listen waren pausenlos durch Bürger/-innen in Beschlag, die sich ebenfalls eintragen wollten. Knapp 120 Unterstützer/-innen in einer Stunde lassen sich sehen, einige kamen noch während des Einpackens zum Unterschreiben vorbei.
Heute ging es weiter mit den Haushaltsberatungen der Ratsfraktion zum städtischen Haushalt für die Jahre 2019 und 2020. Da konnte ich leider nicht bis zum Ende bleiben, aber auf jeden Fall gehen die Grünen Mönchengladbach damit vielen Ideen rein. Ich habe hauptsächlich den Kulturteil der internen Gespräche mitbekommen, der einige interessante Diskussionen mit sich brachte. So ist etwa die Diskussion zwischen Wertschätzung von Kultur einerseits und Zugang zu Kultur für Arme andererseits eine spannende, aber alles andere als einfache.

Fotos der Woche

Siehe oben, sprich die Fotos sind diesmal alle in der „Politik der Woche“ untergebracht.

Videos der Woche

Diese Woche bleiben wir audiovisuell etwas in der Lego-Welt. Lego City hat eine Arktis-Serie und zu dieser gibt es im aktuellen Magazin einen kleinen Schneeschlitten mit einer Minifigur. Leider muss ich allerdings sagen, dass es für diese Minifigur lohnendere Wege gibt, sie zu bekommen.


Sieben am Sonntag 04.11.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Jetzt im Sparpack für drei Wochen!

Musik der Woche

Hier ist ein Lied, das mich seit einigen Wochen durch ständige Wiederholung im Radio verfolgt hat. Es war alles andere als einfach zu finden,bis ich dann endlich mal eine Textzeile korrekt behalten habe.
Und jetzt, wo ich den ganzen Text gezielt anhören kann muss ich sagen: Das ist ein furchtbarer Liedtext. Absolut unmelodisch, die Reime schwanken zwischen nicht-existent und faul und nur durch eine aufgepfropfte Melodie zu einem Lied konvertiert. Aber es funktioniert. Und das ist eine Leistung, zu der man Achim Reichel dann irgendwie doch gratulieren muss.

Fundstücke der Woche

Dass Verschwinden einer japanischen Kleinstinsel macht mir eher weniger Sogen, solche Dinge passieren in einer seismisch so aktiven Region hin und wieder. Wichtiger ist da die Erkenntnis, dass der massive Rückgang der Insektenpopulation sich auch ausserhalb der Grenzen unserer kultivierten Flächen fortsetzt. Denn was auf die Felder gespritzt wird, bleibt nicht dort. Wir vergiften nach und nach den kompletten Planeten.
Aber wie kann man die Umwelt effektiv schützen? Nun, eine Demo in München hat hier einen Vorschlag: Mit Atomkraft! Ja, wirklich. Und die Demo schlägt natürlich sofort in absolut absurde Selbstparodie um. „Spass mit Kernkraft“ und sowas.
Deutlich mehr Verstand beweist die Berliner Ärztekammer mit ihrem Präsidenten, der endlich die Anerkennung homöopathischer Lehrgänge abschaffen will.

Technisch gesehen nicht falsch, aber trotzdem doof

Technisch gesehen nicht falsch, aber trotzdem doof – BIld: Cityvision

Oh, dann war da ja noch die landesweite Demo der Schrotthändler in Mönchengladbach. Warum in Mönchengladbach? Nun ganz offensichtlich werden wir die alle Diskussion beherrschende Weltstadt. In Schrottfragen. Naja, irgendwo muss man ja anfangen.
Ein Tipp aber an die Demonstrierenden: Wenn euer Problem ist, dass die Polizei euch zu oft bei Verkehrskontrollen rauszieht, hilft es im allgemeinen, sich einfach an die einschlägigen Gesetze zu halten. Ihr demonstriert hier nicht für den Erhalt der Welt oder die Menschenrechte, wo Probleme mit der Polizei tatsächlich ein Politikum sein können. Ihr fahrt Schrott durch die Gegend.
Eine andere Berufsgruppe, die sich grade bedroht fühlt, sind offenbar einige Übersetzer, seit eine chinesische KI ein Buch mit 90% Genauigkeit übersetzt hat. Was Literaturübersetzern eigentlich wurscht sein kann, da Genauigkeit überhaupt kein Ziel einer guten Übersetzung ist,sofern es sich nicht um eine Bedienungsanleitung handelt.
Wer aber schonmal wissen will, wie man sich gegen starke Konkurrenz wehrt, der kann in diesem (englischen) Youtube-Video lernen, wie Coca-Cola den Erfolg von Crystal Pepsi verhindert hat, indem sie absichtlich ein erfolgloses Konkurrenzprodukt auf den Markt gebracht haben. Was ich absolut beeindruckend finde.
Und wo wir schon bei bösartigen Großunternehmen und ihren Plänen sind: Hier ist die Geschichte, wie Nike unerwünschte Akademiker aus ihrer Uni schmeisst. Weil private Finanzierung von Unis so eine tolle Idee war…

Spielerei der Woche

Raven gif
Ja, ich ersetze den „Geniestreich“. Ich hatte schon länger überlegt, hier regelmäßig etwas zu Videospielen zu sagen. Am besten zu Titeln, von denen niemand gehört hat, die aber ein wenig Öffentlichkeit verdient haben.
Rocks and Ravens ist ein wunderbares Beispiel für ein solches Spiel. Ein kleiner entspannender Titel, der wahrscheinlich von seiner ganzen Art her nie eine große Internetsensation wird, aber einfach wirklich, wirklich gut ist. Die Animation ist wunderhübsch und detailliert, der grafische Stil ist angenehm und fast schon meditativ.
Die Idee ist einfach, aber fruchtbar: Auf dem Spielfeld sind einige Krähen. Die Aufgabe ist nun, Steine und Juwelen so zu verteilen, dass in jeder Reihe und Spalte je ein Juwel und ein Stein ist, aber keiner der Raben auf ein Juwel blickt.
Spielbar im Browser oder als Download (Windows und Mac) zu einem selbst gewählten Preis bei itch.io.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche habe ich wegen der vielen vergangenen Zeit gleich zwei Bücher vorzustellen. Und für nächste Woche habe ich auch schon eines bereit.
Der erste Titel ist Miriam Pharos Zwiefacher Schmoizla,der Beginn der zweiten Staffel von Isar 2066. Isar 2066 ist eine in einem zukünftigen Bayern angesiedelte Detektivgeschichte, die schwer mit Cyberpunk-Elementen getränkt ist und sich nicht ganz ernst nimmt. Eine Kuppel überdacht das in einem ökologischen Albtraum gelegene München, in dem der noir-kauzig Lucio Verdict seine Fälle verfolgt.
Empfehlung für Freunde wirklich seltsamer Zukunftskrimis mit Humor.

Das zweite Buch diese Woche ist etwas schwieriger zu bekommen, dafür eine lokale Geschichte. Arno Tophüths „Der Turmbau zu Dalen“ führt uns ins Rheindahlen des mittleren 17. Jahrhunderts. Die heute zu Mönchengladbach gehörende Stadt wurde damals von einem Feuer zerstört und nahezu vollständig wieder aufgebaut.
In diesem Kontext wird Meister Criens beauftragt, den Kirchturm neu aufzubauen. Und schließlich begeht er einen Mord. Topüth nimmt diese alte lokale Geschichte nun in Romanform auf. Erhältlich ist sie bei den Geschichtsfreunden Rheindahlen sowie bei der Thaler’schen Buchhandlung in Rheindahlen.
Turmbau zu Dalen

Politik der Woche

Herbstferien sind einigermaßen Ruhezeit. Es gab ein paar interne Sachen zu erledigen: Vorbereitung des Parteitags nächste Woche war dabei, Haushaltsdebatte, Satzungsfragen.
Aber eine große Sache gab es,die auch auf ordentlich Resonanz gestoßen ist: Der Protest gegen die überhand nehmenden Baumfällungen im Stadtgebiet aus rein gestalterischen Gründen. Dazu werde ich noch etwas ausführlicher schreiben, denn das Thema hat dies verdient.

Bild: Jürgen Mülders

Bild: Werner Kohn


Ich war auf dem Edmund-Erlemann-Platz dabei (ich habe extra einen Pfeil auf das Foto gemacht!), durfte dort ein paar Worte zum Umgang der Stadtverwaltung mit den Bäumen und daneben auch mit dem Andenken an Eddi Erlemann sagen. Am Mittwoch gab es noch eine Demo in Odenkirchen, am Martin-Luther-Platz. Ich habe meine Probleme mit dem alten Judenhasserudn daher beschlossen, dort fernzubleiben. Opportunismus bei meiner Meinung zu einer solch widerlichen Figur wie Martin Luther ist nichts, was ich mit mir vereinbaren kann.

Fotos der Woche

Diese Woche wurde ich etwas von den Ergebnissen dessen überrascht, dass einige Kinder die Dahler Oase für ihr Halloween genutzt haben. Was komplett okay ist, sie haben nichts kaputtgemacht, nur ein paar Dekorationen hinterlassen.

Okay

Okay


Etwas weniger okay ist, dass sie dabei einen der Eingänge mit einem Stück Bauzaun blockiert haben, um dort Deko aufzuhängen. Ich habe zudem keine Ahnung, wo der Zaun herkommt. Ich meine, wir können damit was anfangen, aber es ist nicht gut,wenn Zeug auftaucht, dessen Besitzer wir nicht kennen. Das ist vor ein paar Wochen schonmal mit einer Bank passiert und wir brauchten eine Woche herauszufinden, wo die her war (Baustelle einer Frittenbude).
Nicht okay

Nicht okay

Videos der Woche

Die Lego-Magazine haben mich diese letzten Wochen mit einer dicken Portion Sonderausgaben überrascht. Alle acht Videos der letzten Wochen hier einzufügen, würde die Ladezeiten der Seite einfach zu sehr negativ beeinflussen, daher werde ich zu diesen Sonderheften nur Links setzen, sobald ich mit den normalen Folgen durch bin.
Ich suche grade nach einer Lösung, den Datenverbrauch beim Aufruf dieser Videovorschauen zu reduzieren. Es gibt Plugins, die das könne, und ich schau mir die alle mal an.
Starten wir mit dem Ende. Von Nexo Knights.
Ja, Legos langjähriges Thema um Ritter mit Kräften aus dem Cyberspace geht dem Ende zu. Das aktuelle Heft ist mit Hinweisen auf das baldige Ende gespickt und impliziert stark, die vorletzte Ausgabe zu sein. Wir werden Ende November sehen, ob es das wirklich war. Bis dahin haben wir eine Minifigur von Macey mit einer herrlich absurden Keule.

Was mir dann bei Ninjago aufgefallen ist, ist die zunehmende Nähe zu den bisher in Nexo Knights auftauchenden Themen und Sets. Die neue Figur Samurai X übernimmt gleich die komplette Ästhetik der Rückenbedruckung aus dem anderen Thema und stärkt das Zukunftselement der Ninjago-Ninjas.

Und dann sind da noch die Lego Friends, das wohl erfolgreichste Lego Thema, das niemand öffentlich mag. Ich dagegen mag die Sets trotz der im Vergleich zu den Minifiguren weniger beweglichen Figuren.
Olivias Sternwarte ist nicht das beste Set, was einem der Hefte beilag,aber wenigstens kommt die Wissenschaftlerin der Gruppe im dazugehörigen Comic auch mal positiv weg.

Und nun noch die Sonderhefte. Diese Hefte waren anders als die sonstigen Lego-Hefte, da sie ein vollständiges, vorher separat erhältliches Legoset enthielten. Diese Sets in kleinen Tüten, die es für 3-4 Euro im Laden oder als kostenlose Zugabe bei teuren Bestellungen im Lego-Online-Shop gibt. Nun überlege ich, für die Videos neben den Heften regelmäßig auch diese Kleinstsets zu testen.
Nun zu den Sets: Wir hätten gleich zwei erste Hefte Lego City XXL (Rennfahrer Rob mit Rennauto und Polizistin Paula mit Wasserflugzeug), ein Ninjago XXL mit Lloyd und seinem GoKart Turbo, Lego batman XXL und Stephanie vonlego Friends mit ihrer Hockey-Training-Anlage.


Sieben am Sonntag 14.10.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und jede ein weiterer Schritt zu meiner Weltherrschaft!

Musik der Woche

Passend zur Abteilung „Wortgeschmeide der Woche“ widmet sich auch die Musik der Woche voll der Welt der wahnsinnigen Wissenschaftler. Dr. Horribles Sing-Along-Blog bringt uns in seinem Finale Everything You Ever,die musikalische Umsetzung des Momentes, in dem der Protagonist des Films schlussendlich an den Ereignissen bricht und voll in seiner Superschurken-Identität als Dr. Horrible aufgeht.
Die Hollywood-geprägte Filmwelt hat viel zu wenige Tragödien, geschweigedenn Tragikomödien. Da hält Joss Whedon hin und wieder gegen, so auch mit diesem Nebenprodukt des Drehbuchautorenstreiks, der Neil Patrick Harris, Felicia Day und Nathan Fillion in Hochform zeigt.

Fundstücke der Woche

Manche Denkweisen sind erstaunlich. So etwa im Minto, dem Einkaufszentrum von Mönchengladbach. Dort hat es die Gastronmie schwer, genug Kunden zu erreichen und es kriselt mächtig. Darauf wissen die Betreiber des Minto einen absolut wasserdichten Plan vorzuweisen: Sie bauen mehr Gastronomie! Sind halt echte Vollprofis. Gut, die CDU steht dem ja nicht nach und fordert ein Gastro-Center in Form einer „Markthalle“ auf dem Kapuzinerplatz ein paar hundert Meter weiter den Berg hoch.
Auch eine recht amüsante politische Entwicklung gibt es im „Handelskrieg“ zwischen den USA und China. Nachdem die USA Strafzölle über Importe im Wert von 200 Milliarden USD vehrängt haben, halten die Chinesen mit solchen auf Importe von 60 Milliarden gegen. Warum so viel weniger? Nun, es gibt gar nicht mehr genug amerikanische Exporte nach China. Mit anderen Worten: China gewinnt das Ding fast automatisch. Dumm gelaufen, Trumpeltier.
Okay, das war jetzt gemein. ich entschuldige mich bei allen zweihöckrigen Kamelen.

Der „Handelskrieg“ von Banksy gegen seine Kunden ist eh viel lustiger. Eines seiner Bilder hat sich in dem Moment, in dem es verkauft wurde, per Fernbedienung selbst zerstört.
Eine weniger lustige Fernbedienung sind die ungefragt automatisch laufenden Updates mancher Systeme. Das wurde letztens in Schweden etwas ungemütlich, wo sich ein Rechner mal eben während der Operation im OP-Saal aktualisiert hat. Die OP musste abgebrochen und wiederholt werden. ich hasse diesen Mist ja schon ohne, dass ich in Lebensgefahr schweben würde.
Schon wieder lustiger wird es bei einem Blick in das, was Regelungen für die Computerwelt so in der realen Welt auslösen können. In Österreich stellte sich jetzt heraus, dass Klingelschilder nicht mit dem Datenschutz zu vereinbaren sind.

Andere Rückwärtsgewandte protestieren dagegen, dass am Gardasee ein Radweg für den Tourismus gebaut wird. Ich vermute, die Touristen wären denen in Autos lieber?
Aber das ist ja harmlos, das übliche Geschrei bei teuren Projekten halt. Nein, für echte Rückwärtsgewandte blicken wir besser zu den Identitären. Oder, wie man nach einer solchen Aktion getrost sagen kann, Nazis.

Okay, enden wir mit einer positiven Notiz: Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kühe deutlich weniger Methan pupsen, wenn sie Seegras bekommen.

Geniestreich der Woche

Kühe mit Seegras füttern, damit sie nicht mehr so viel pupsen. Das kriege ich diese Woche nicht überboten.

Wortgeschmeide der Woche

Da lag es am Montag im Briefkasten: Mein Belegexemplar für die Herbstausgabe des Mad Scientist Journal. Das amerikanische Magazin im Taschenbuchformat rund um die Welt der wahnsinnigen Wissenschaftler und ihrer Forschungen enthält in diesem Quartal unter anderem meine (Sehr-)Kurzgeschichte Fetch Monkey um etwas spezielle neurologische Forschung an Laboraffen.
Es war eine schöne Übung, mal einen Text so spezifisch auf eine bestimmte Publikation zugeschnitten zu schreiben. Die Geschichte, der Ton, die Schreibweise, alles war komplett auf diese Zeitschrift zugeschnitten. Und das hat offenbar auch ganz wunderbar funktioniert. Fetch Monkey wurde mit nur zwei korrigierten Kommas so im Magazin übernommen, wie ich es eingeschickt habe.
Amazon-Links für Kindle- und Papierausgabe sind rechts und links in diesem Textabschnitt zu finden, daneben ist das Heft unter anderem auch bei Smashwords erhältlich, wo man auch eine ePub-Ausgabe für Leser wie den Tolino findet.

Politik der Woche

Der politische Aufschlag war nach den letzten Sieben der Bau- und Planungsausschussder so lang war, dass dies auch zu einer entsprechenden Diskussion führte. Wir kamen in der Tat erst um 23:15 aus dem Rathaus, zuhause war ich dann kurz vor Mitternacht. Und selbst das haben wir nur geschafft, weil die späten Punkte weniger ausführlich beraten wurden. Das allerdings war für einige Themen schlecht, denn beispielsweise das sehr spät noch diskutierte Thema „Barrierefreiheit in der Kaiser-Friedrich-Halle“ hätte definitiv eine gute und auch in die Tiefe gehende Debatte gebraucht. In einem so alten und markanten, aber auch zentralen Bau, ist das nämlich kein triviales Thema, aber auch ein wichtiges. Und die Pläne beziehungsweise Möglichkeiten sind entsprechend komplex.
Weitere Themen betrafen unter anderem die Umgestaltung der Hindenburgstraße samt der berüchtigten Sichtachsen, bei der mit in meinen Augen dermaßen manipulativen Vorschaubildern gearbeitet wird, dass ich mich ernsthaft frage, ob die Verantwortlichen hier bewusst eine Verschlechterung herbeiführen, dass sie das in ihren Bildern derartig beschönigen müssen. Ist-Situation in Schwarzweiss, Planung in Farbe? Ernsthaft?
Die Woche drauf war mit Verwaltung eines Vorhabens gefüllt: Busse aus Mönchengladbach zur Großdemo am Hambacher Wald. Grüne und Linke hatten je einen Reisebus organisiert, um mit diesem nach Kerpen-Buir zu fahren. Die Verwaltung der Fahrgastlisten lag diesmal zentral bei mir, um die Sache zu vereinfachen. Ich hatte eine eigene eMail-Adresse eingerichtet, die nur für die Anmeldungen zur Fahrt benutzt wurde und das über diese abgehandelt. Am 29. September begann die Teilnehmerliste, am 30. September gab es eine große Ankündigung im Sonntags-Werbeblättchen der Stadt und am Dienstagabend waren alle 106 Plätze belegt. Kurzfristig stellte das Busunternehmen Haupts an Stele eines der beiden Busse noch einen größeren Bus zur Verfügung, womit wir auf 120 Plätze kamen, die ebenfalls gut gefüllt wurden. Wir hätten mühelos einen dritten Bus füllen können,aber dafür standen im Raum Mönchengladbach gar keine Fahrer mehr zur Verfügung. So fuhren wir mit 120 Leuten zur Demo. Alles in allem kamen aus dem Bereich unserer Stadt geschätzte 300-400 Leute (näher an 400 als an 300), wenn ich die ADFC-Radtour (30 Leute) und die Anzahl an Beiträgen von Freunden und Bekannten in den sozialen Medien als Maßstab nehme.
Es folgen die obligaten Fotos im parteilichen Kontext.

Fast komplett! Der Vorstand der Grünen Niederrhein-Wupper (v.l.n.r.): Thomas R. Diehl, Birgitt Höhn, Ule Schauws, Stefan Engstfeld, Claudia Schmidt (Nilab Fayaz ist im Geiste dabei) - Foto: Paula Elsholz

Fast komplett! Der Vorstand der Grünen Niederrhein-Wupper (v.l.n.r.): Thomas R. Diehl, Birgitt Höhn, Ule Schauws, Stefan Engstfeld, Claudia Schmidt (Nilab Fayaz ist im Geiste dabei) – Foto: Paula Elsholz


Und die Gladbacher Vorstände diverser Parteiteile: Lena ZIngsheim (Grüne Jugend NRW), Boris Wolkowski(Fraktion im Rat MG), Laura Steeger (grüne Jugend NRW) und der Typ, den der ein oder andere hier kennen wird (Kreisverband) - Bild: Lena Zingsheim

Und die Gladbacher Vorstände diverser Parteiteile: Lena ZIngsheim (Grüne Jugend NRW), Boris Wolkowski(Fraktion im Rat MG), Laura Steeger (grüne Jugend NRW) und der Typ, den der ein oder andere hier kennen wird (Kreisverband) – Bild: Lena Zingsheim

Und das passiert, wenn man wegen der Sonne beim selfie den Bildschirm nicht sehen kann. Hallo, Thomas Schlangen, mein Hut und Peter Beckers! - Bild: Das geb ich jetzt nicht zu

Und das passiert, wenn man wegen der Sonne beim selfie den Bildschirm nicht sehen kann. Hallo, Thomas Schlangen, mein Hut und Peter Beckers! – Bild: Das geb ich jetzt nicht zu

Mein Hut ist allgemein gern auf Fotos. Und manchmal wird genau dann das Foto gemacht, wenn zwischen uns was runterfällt (hinten rechts im Bild) - BIld: Äh, Grüne? Sorry, Fotograf, ich weiss nicht mehr, wer's war

Mein Hut ist allgemein gern auf Fotos. Und manchmal wird genau dann das Foto gemacht, wenn zwischen uns was runterfällt (hinten rechts im Bild) – BIld: Äh, Grüne? Sorry, Fotograf, ich weiss nicht mehr, wer’s war

Und jetzt nochmal ein kleiner Blick in die Runde: Menschen, so weit der Horizont reicht - Bild: Ich

Und jetzt nochmal ein kleiner Blick in die Runde: Menschen, so weit der Horizont reicht – Bild: Ich


Insgesamt waren etwa 50.000 Menschen vor Ort. Das machte sich auch bei der Abfahrt bemerkbar; es standen locker mehr als 200 Busse an den Straßen. Unser Bus, der zu den letzten gehörte, die sich zur Abfahrt einreihten, stand vor der Kartbahn Kerpen-Manheim, ein paar Kilometer ausserhalb von Buir. Und das nicht freiwillig, die gesamte Strecke bis dahin standen die Busse Stoßstange an Stoßstange.
Alles in allem eine super Veranstaltung mit guter Laune, gutem Wetter und einem riesigen öffentlichen Echo. Das Hambacher Fest bezieht sich zwar auf ein anderes Hambach, aber das war im Vergleich ja auch das deutlich kleinere Fest.

Zeitgleich in Mönchengladbach geht es wie gehabt etwas provinzieller zu als in Kerpen-Buir. Hier streitet man um den Verbleib des Hauses Erholung in städtischer Trägerschaft. Das schicke Veranstaltungshaus soll im Rahmen einer Hotelplanung auf dem frisch geräumten Nachbargrundstück des vor Jahrzehnten umgezogenen Haus Zoar veräussert werden. Das kann ausser der GroKo im Rat niemand verstehen und so gibt es Widerstand. Unter anderem eine Art Fotodemo, was als Format mal ganz interessant ist.
Sprich, wer das Ansinnen teilt, macht ein Foto mit dem schild gegen den Verkauf, idealerweise am Gebäude selbst. Sowie ich hier:

Ich hätte ein zweites machen sollen, auf dem die Lampe an ist. Und dann ein GIF daraus basteln. Das wäre lustig gewesen. Hachja - Bild: Karl Sasserath

Ich hätte ein zweites machen sollen, auf dem die Lampe an ist. Und dann ein GIF daraus basteln. Das wäre lustig gewesen. Hachja – Bild: Karl Sasserath

Und dann gab es noch ein Treffen der Fraktionen in der Stadt beim ADFC, dem ich beiwohnen durfte. Es ging darum, sich über eine mögliche Radschnellwegeverbindung MG-Wegberg (und optional auch Roermond) auszutauschen. Wer dieses Blog regelmäßig liest, wird die Überlegungen kennen.
In der tat kamen wir gemeinsam recht weit, alle waren sich einig, dass die Verbindung durchaus attraktiv ist. Neu war die Information, dass auf der Nordseite der Gleise zwischen Rheindahlen und Wegberg aktuell die im Weg stehenden Gebäude ihrem Abriss entgegensehen und dort neu geplant wird. Das bietet eine einmalige Chance, einen solchen Radschnellweg jetzt auf den Weg zu bringen. Es wäre die kürzeste mögliche Verbindung zwischen den Städten.
Ich bin sehr zufrieden damit. Dass sich grade jetzt ein so guter Weg auftut, hatte ich nicht zu hoffen gewagt. Woran es leider hapert, sind die Kapazitäten im zuständigen Amt. Die Stadt ist derzeit mit der schieren Masse an Großprojekten schlichtweg ausgelastet.

Fotos der Woche

Da heisst es diesmal: Siehe oben. Die Politik war in den letzten Wochen sehr präsent, mehr noch als sonst. Meine Kamera im Gegenzug fast gar nicht.

Videos der Woche

In der Woche zuvor war es noch die Musik der Woche, diesmal nun ist Donald Trumps Space Force Thema beim ersten Ausflug von Fiction Science in die Welt der für die reale Welt vorgeschlagenen Ideen. Ich habe diese neue Unterserie kurzerhand Reality Check genannt. Ob sie weitere Videos bekommen wird, werden wir sehen, aber ich denke, schon. Ein weiteres Szenario habe ich konkret im Blick, wobei es da um die Wahrscheinlichkeit eines sehr beliebten Hintergrundes für eine alternativ verlaufene Welgeschichte geht.
Aber nun erst mal die Weltraumtruppen, welchen Platz sie im modernen Militär einnehmen könnten udn was mögliche Projekte bis zur Mitte des Jahrhunderts wären. Mit knapp 20 Minuten ist die smein bisher längstes Video unter Fiction Science, aber leider auch eines der Videos, die wirklich niemanden zu interessieren scheinen. Schade. Naja, vielleicht habe ich auch zu viele Leute mit dem Vorschaubild vertrieben. Egal, ich behalt’s.

Kürzer, aber auch erfolgreicher ist das zweite Video der aktuellen Periode: Pünktlich zum Start des Venom-Films habe ich mich der Frage gestellt, ob Venom eigentlich realistisch ist. Endlich komme ich dazu, über das Thema der biochemischen Barrieren zu sprechen. Das ist ein in der Science Fiction fast komplett ignoriertes Konzept, nach dem die chemische Funktionsweise etwaigen ausserirdischen Lebens wahrscheinlich dermaßen fremdartig wäre, dass es mit irdischem Leben vollständig inkompatibel wäre. Was für ein Konzept wie den ausserirdischen, verschiedene Planeten wechselnden Symbionten Venom ein echtes Problem darstellt.

Ninjago-Fans bekommen im letzten Heft zum Lego-Thema den Ninja Kai in der neuesten Variante mit ein paar Flammen. Ganz nett, aber wer Ninjago-Fan ist, hat wahrscheinlich inzwischen eine ganze Schwadron an Kais in den Lego-Kisten herumfliegen. Ich meine, selbst ich habe inzwischen drei davon. Und ich sammle Ninjago überhaupt nicht, ausser für Extra Extra.

https://www.youtube.com/watch?v=
Von Star Wars bin ich selbst ein deutlich größerer Fan. Da gab es nach einer kurzen Trockenphase an Lego-Heften ein Minikit von Poe Damerons X-Wing mit seinem feschen Farbmuster in schwarz und orange. Ich bin kein Freund des künstlich eingefügt wirkenden Charakters Poe und diese zwanghaft hochgejubelten Nebenfiguren sind ein Problem, dass die neuen Star-Wars-Filme allgemein haben (Captain Phasma ist auch nur eine silberner Sturmtrupplerin, Porgs sind nerviger als jeder Gungan und Rose hatte irgendwie auch nichts beizutragen). Aber die Schiffe sehen alle gut aus, vor allem die aktualisierten Varianten bekannter Typen wie TIE-Jäger und X-Flügler. Und von letzterem haben wir eben nun ein Minikit. Teilemäßig nix nennenswertes, aber ein nettes kleines Set.


Sieben am Sonntag 23.09.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Natürlich auch in den Weiten des Alls abrufbar.

Musik der Woche

Was Vizepräsident Mike Pence vor kurzem angekündigt hat, ist im Weissen Haus definitiv kein neuer Plan: Bereits ein paar Monate vorher hat Präsident Donald Trump den Gedanken an eine eigene Militärabteilung für den Weltraum geäussert. Das ist alles auch nicht annähernd so bescheuert, wie es klingt, denn die westlichen Armeen sind in der Tat sehr von ihren Satellitensystemen abhängig.
Das Thema beschäftigt mich derzeit etwas, da ich für Youtube ein Video vorbereite, das Potenzial und Sinn eines solchen Programms durchleuchtet. Und hier ist die Begleitmusik dazu.

Fundstücke der Woche

minion hanutaWusste ihr, dass es geheime Hanutasorten gibt? Wie bei vielen Produkten, gibt es auch bei Hanuta Überlegungen, die es nie bis auf den Markt schaffen. Ein Beispiel ist obige Sorte mit Banenenstückchen und Minion-Branding. Sie stammt aus einer Umfrage, an der ich Anfang des Jahres teilgenommen habe (etwas, was ich inzwischen nicht mehr tue) und war dermaßen kurios, dass ich damals einen Screenshot davon gemacht habe. Die anderen Sorten waren relativ normal und Kokos habe ich sogar schon gesehen (wenn auch von einer Discounter-Marke statt von Hanuta selbst), aber Bananen sind für mich als jemand, der die Dinger absolut nicht mag, eine Klasse für mich. Und Minions sowieso.

Auch ein merkwürdiges Produkt hat Carlsber im Angebot. Dort wurde grade eine Papierflasche fürs Bier entwickelt und die wird jetzt als große Plastikfrei-Heldentat vermarktet. Offenbar hat da niemand mitbekommen, dass Glasflaschen existieren, allgemein als kulturell akzeptables Trinkbehältnis für Bier anerkannt sind und man da sogar sehen kann, was in der Flasche ist. Und weniger Dreck macht es in der Herstellung auch noch.

Naja, man muss halt nur wissen, wie man es vermarktet. Das wissen auch die Killerroboterhersteller, die ihren Produkten inzwischen den netten Namen Lars verpassen — kurz für „Lethal Autonomous Robots“. Na dann…

Geniestreich der Woche

Auf der dieswöchigen Fraktionssitzung haben ausnahmslos alle Berichterstattenden ihren Beitrag mit den Worten „Ich fasse mich kurz“eingeleitet, was mich zu dem Vorschlag gebracht hat, dies zu eineroffiziellen Regel zu machen:„Berichterstattende beginnen ihren Beitrag mit den Worten: ‘Ich fasse mich kurz.’ Sie haben sodann mindestens eine halbe Stunde zu referieren.“
Der Vorschlag fand leider keine allgemeine Zustimmung.

Wortgeschmeide der Woche

Ich lese zur Zeit das in meinen grün-links-alternativ-versifften Kreisenimmer wieder gerne empfohlene Anständig Essen von Karen Duve. Mein bisheriger Eindruck ist, dass die Frau ein gutes Thema gefunden hat und mit ihrem Experiment, monatlich ethisch besser zu essen auch ein gutes Experiment durchführt. Das Drumherum ist allerdings etwas merkwürdig, mit dem menschgewordenen gewissen Jiminy alias Kerstin und dem krebskranken Hund. Aber ohne zusätzlichen emotionalen Aufhänger keine Geschichte und ohne Nebenschauplätze nur ein sehr dünnes Buch. Ich bin halt nur einfach der Kein-Geschwafel-Typ, wenn es um Literatur geht. Ich meine, es hat schon einen Grund,warum meine eigenen Werke zum großen Teil im Bereich dreistelliger Wortzahlen bleiben.
So komme ich dann auch an das Problem, unter solche Texte oft noch einen Absatz dazupacken zu müssen, der über sich selbst und seine Notwendigkeit spricht. Einfach nur, damit sich das Bildelement dieses Teils des Beitrags nicht mit dem nächsten Bildelement überschneidet, wodurch das Ganze gestalterisch einfach etwas seltsam aussähe.

Politik der Woche

Ich sehe leichte Probleme mit der Präsentation dieser Kampagne

Ich sehe leichte Probleme mit der Präsentation dieser Kampagne


Für Montag war dazu aufgerufen, als Solidaritätsbekundung mit dem Hambacher Wald von 20:30 bis 21:00 Uhr die Lichter an seinem Haus zu löschen und davon auch möglichst ein Foto zu machen. Das habe ich getan, aber die Dokumentation dessen geriet etwas schwieriger, als gedacht.

Ich weiss nicht mehr, wer das Bild gemacht hat, aber Martin Heinen hat es geteilt

Ich weiss nicht mehr, wer das Bild gemacht hat, aber Martin Heinen hat es geteilt

Am Mittwoch traf sich in Rheydt der Umweltausschuss der Stadt. Dort beschäftigte uns intensiv der Stand um Tihange und um die Pläne, hier die Bevölkerung zu schützen (die Jod-Ausgabe wird grade stadtweit organisiert). Interessant war auch ein Bericht zur Entwicklung des Klimas in Mönchengladbach mit den aktuellen Zahlen im Kontext der langen Dürre, die effektiv erst heute geendet hat.

Donnerstag brachte einen klassischen Repräsentationstermin mit sich: Die jährliche Verleihung der Preise des Dachverbandes der Kleingartenanlagen der Stadt, bei der wir Grüne traditionell den Preis in der Kategorie der besten Fachberatung stiften und überreichen. Nochmal Glückwunsch an die Anlagen Windberg, Großheide und Schloss Rheydt.

Beim Bezirksrat der Grünen Niederrhein-Wupper nahm der Hambacher Wald einen großen Teil der Sitzung ein. In letzter Zeit im Wald anwesende berichteten von den Geschehnissen und ihren Eindrücken als Beobachterinnen. Es gab eine lange Diskussion, wie man mit den Entwicklungen dort umgehen kann und soll, vor allem aber auch mit RWE als Konzern. Es wird wenig überraschen, dass wir Grüne wieder verstärkt ins Thema Anbieterwechsel und Abzug öffentlicher Investments in RWE gehen.

Fotos der Woche

Apfelfest 2018Am gestrigen Samstag fand am Haus Horst bei Mönchengladbach-Schelsen das diesjährige Apfelfest statt. Die Veranstaltung wird auch von Jahr zu Jahr größer. Hier ein Bild aus dem Büdchen von Transition Town heraus auf den in Beschlag genommenen Teil der großen dortigen Obstwiese.

schnakeMeine aktuelle Kamera hat es nicht so mit Makroaufnahmen. Glücklicherweise greift mir die Natur dabei unter die Arme und macht dann halt die Insekten größer. So eine Riesenschnake an der Wand ist halt schon praktisch.

Videos der Woche

Das reguläre Video in Fiction Science knüpft an ein älteres Video an, in dem ich feststellte, dass weder Apatosaurus noch Brachiosaurus in Jurassic World wirklich die Dinosaurier sind, die sie zu sein behaupten. Nun wende ich mich erneut dem Brachiosaurus zu, der ja eigentlich ein Giraffatitan ist, um festzustellen, dass er sich gar nicht so aufbäumen konnte, wie er es in seinen zwei ikonischen Auftritten in der Filmreihe tut.

Da das reguläre Video diese Woche mit weniger als sechs Minuten doch etwas kurz war, habe ich eine kleine Szene als Bonus eingeschoben, die ich schon länger eben als Bonus hochladen wollte. Es handelt sich um eine kleine Schau meiner Arachnodroiden-Armee, mit der ich dereinst die Welt zu erobern gedenke. Oder vielleicht auch nur Legoland. Mal sehen,wie weit der Plan gedeiht.
Es handelt sich um eine Szene, die ich im Zusammenhang mit dem Video zum AT-HS Legoset für Fiction Science gedreht habe,die es dann aber nie ins Video geschafft hat und seitdem ungenutzt auf meiner Kamera lag.


Die Lego-Hälfte von Extra Extra versorgen die Lego Friends mit einem Set von Musikzubehör. Mein Schluss: Ganz okay, aber am besten eignet es sich wohl dazu, das reguläre Lego-Set Andreas Zimmer etwas aufzuhübschen.

Die andere Hälfte übernimmt Schleich mit seinen Mini-Dinosauriern. Der Suchomimus leidet etwas unter einer mittelmäßigen Farb-Applikation, obwohl das Modell eigentlich mit seiner detailliert geschuppten Haut sehr gut aussieht und das Rot wesentlich besser aussieht, als ich befürchtet hatte.