Sieben am Sonntag 10.12.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Okay, wir haben das eine Weile nicht mehr gemacht. Betrachtet es als eine Rückkehr zur Normalität.

Musik der Woche


Lindsey Stirling ist immer ein paar Anhörungen ihrer Songs wert. Wobei Christmas C’Mon anlassbezogen wohl das zuckrigste ihrer Videos ist. Ich bin kein Fan von Becky G, aber im Duett mit Stirlings Gitarre funktioniert ihr Auftritt sehr gut.
Der Tiefgang ist nicht besser als Helene Fischer, aber bei Lindsey schaltet man für die Gitarrenmusik rein, insofern ist das okay.
Übrigens wäre an dieser Stelle fast Nie wieder Krieg, nie wieder Las Vegas von den Ärzten aufgetaucht, in Erinnerung an den Tod der RTL-Hütchenspiellegende Salvatore, gespielt von Franco Campana, der vor einigen Wochen verstorben ist. Aber jetzt ist Dezember und dann gibt es Weihnachtsmusik. Oh, merkt euch den Helene-Fischer-Nebensatz, der kommt diesen Monat noch zurück.

Rant der Woche

„Woran erkennt man einen Veganer?“
„An der Schwarm von Nichtveganern, die ihn umschwärmen und von der Falschheit seines Weges zu überzeugen!“
Was soll das heissen, so geht der Witz nicht? So ist es aber einfach und dieser Rant bei der Huffington Post (die ich normalerweise wegen der erschlagenden Werbung nicht verlinke) ist eine ziemlich gute Zusammenfassung der Situation.
Ja, ich weiss, der Artikel ist von vor fast zwei Jahren, aber dadurch wird er nicht schlechter.

Dinosaurier der Woche

halszkaraptor
Halszkaraptor ist ein seltsamer kleiner Dinosaurier aus der Mongolei. Er stellt offenbar eine amphibische Form der Raptorenfamilie dar, mit zu Flossen umgebildeten Armen, wie sie kein zweites Mal in der bekannten Tierwelt zu finden sind.
Damit füllt sich die Riege im und am Wasser lebender Dinosaurier langsam. Neben Halszkaraptor haben sich in den letzten Jahren auch der nordafrikanische Spinosaurus und der zentralasiatische Psittacosaurus als Bewohner der Binnengewässer erwiesen. Ich bin heute noch stolz darauf, diese Entwicklung beim Spinosaurus fast 20 Jahre vor der tatsächlichen Entdeckung aufgrund einiger Merkmale verwandter Arten vorausgesagt zu haben.
Für Interessierte bietet die Veröffentlichung zu Halszkaraptor in Nature nicht nur viel Text, sondern auch viele Aufnahmen des gefundenen Skeletts.

Klimaschutzmaßnahme der Woche

Lasst uns niemals von der Ausgeburt des Bösen sprechen, die Heissluftfritösen repräsentieren. Niemals!

Lasst uns niemals von der Ausgeburt des Bösen sprechen, die Heissluftfritösen repräsentieren. Niemals!

Forschungen an der Universität von Reading haben ergeben, dass sich Fett in der Atmosphäre hochinteressant verhält. Einmal in der Luft (etwa beim Frittieren von Speisen), verhält es sich deutlich zäher und langlebiger als Wasser. Dadurch regt es die Bildung von Wolken an und stabilisiert diese, was durch Reflexion von Sonnenlicht einen Kühleffekt hat.
Also, mehr Pommes! Wir müssen hier schließlich die Welt retten!

Energiekrise der Woche

Das war leider abzusehen: Bitcoins werden ein ernsthaftes Energieverbrauchsproblem.
Der Kern des Problems ist dieser: Mit jeder generierten Bitcoin steigt die nötige Rechenkraft pro Bitcoin exponenziell an. Das ist kein Versehen, das war Absicht bei der Erfindung der Bitcoins, um die Menge der verfügbaren Bitcoins zu begrenzen. Die Menge an Bitcoins im Umlauf sollte mit der Zeit langsamer wachsen. Klingt zunächst ganz sinnvoll.
Das Problem dabei ist, je mehr Rechenkraft ein Vorgang verbraucht, desto mehr Energie verbraucht er auch. Und bei exponenziellem Wachstum kann das schnell ausser Kontrolle geraten. Und jetzt verbraucht der Handel mit Bitcoins mehr Strom als die gesamte Republik Irland. Das sind eine Menge Kraftwerke, die man für so einen Energieverbrauch am Laufen halten muss. Mehr als Alaska.
Wenn die Wachstumsrate sich fortsetzt, verbrauchen Bitcoins zum Februar 2020 die gesamte Menge des auf der Erde gegenwärtig hergestellten Stroms. Das ist kein langer Zeitraum. Wir sollten diese Bullshit-Währung abschaffen. Sofort!

Staatsgründung der Woche

Die kleinste Nation der Erde besteht gegenwärtig aus einem einzelnen Satelliten im Orbit des Planeten. Asgardia hat eine Bevölkerung von 114.000 (Datensätzen der Bürger) und existiert für etwa anderthalb Jahre, bevor es in der Atmosphäre verglüht, nachdem es in den nächsten Tagen von der ISS abkoppelt.

Fahrrad der Woche

Es gibt deutlich zu wenig ungewöhnliches im Internet. Hier ist Darth Vader auf einem Einrad, wie er mit einem Flammen werfenden Dudelsack Schnee schiebt.

Bonus: Buch der Woche

Steaks, Walls And DossiersNatürlich kann ich diese Anthologie nicht vergessen: Steaks, Walls and Dossiers ist eine Sammlung von 13 Parodien auf einen berühmt-berüchtigten aktuellen US-Präsidenten, dessen Identität ich hier nicht verrate.
Mit dabei ist auch eine Kurzgeschichte von mir. In Thine Image it ein parodistisches Spiel mit Trumps Narzissismus am Ende seiner ersten Amtsperiode. Ich hatte sehr viel Spass mit dem Schreiben dieser Geschichte und hoffe, sie vermittelt dies auch beim Lesen.
Die Sammlung ist in Englisch und dies ist eine Geschichte, die sehr schwer zu übersetzen sein wird, weil die Pointe am Ende komplett auf einer sprachlichen Besonderheit des Englischen beruht.

Das eBook gibt es zur Zeit für 0,99 € bei Amazon, weitere Shops sollen demnächst folgen.


Frisch in der Röhre 09.12.2017

Die wöchentliche Youtube-Übersicht meiner neuen Videos in den beiden Kanälen.

Diese Woche: Unser Einhorn geht auf die Reise und im Legoland treffen wir auf ein Lavamonster und ein neues Fluggerät.

Thomas Diehl liest

Diese Woche gibt es nicht so viele Folgen von Paul, das Einhorn wie geplant. Der Grund ist zum einen eine deutlich zu terminhaltige Woche, zum anderen eine zum Glück dann doch nicht vollends ausgebrochene Erkältung (in Teil 3 kann man das noch leicht raushören). Ich werde die nächsten Tage einfach aufzuholen haben. Der Plan, Folge 24 an Heiligabend rauszubringen, steht so oder so. In Zukunft werde ich einen Puffer von mindestens einer Woche aufbauen, damit sich das nicht wiederholt.
Diese Woche bricht Paul aus seinem Wald auf in die Kälte der Arktis, um nach der Quelle des Läutens zu suchen. Unterwegs beginnt er, die Rentiere kennen zu lernen angefangen mit Donder und Blixem.
Eine kleine Änderung betrifft den Text: Er bleibt jetzt etwa eine Sekunde länger um das Lesen weiter zu erleichtern. Das war ursprünglich ein Versehen beim Schnitt, aber es gefällt mir und so bleibt es fortan fester Bestandteil der Videos.

Die Anzeige links in der Seitenleiste wird sich übrigens nicht erneuern, solange Pauls Serie läuft. Würde ich die letzte Folge immer ganz oben in die Wiedergabeliste setzen, würde diese die Teile von Paul rückwärts abspielen, was beim Anhören etwas verwirrend sein dürfte.

Extra Extra

Es sollte eigentlich eine Einzelfolge werden, aber da sich Magazin und Comic im Regal gleichzeitig anboten, gibt es zur dieswöchigen Lego-Magazinneuheit Nexo Knights gleich eine Doppelfolge mit zwei Extras aus zwei Heften. Kombiniert mit einer Übung, wie gut ich ein Video aufnehmen kann, wenn mein Display kein Bild anzeigt. s hat besser funktioniert, als ich dachte, auch wenn die Minifigur ein paar Mal fast aus dem Bild gegangen wäre.

Nächste Woche

Paul, das Einhorn wird in nächster Zeit viel aufzuholen haben. Das bedeutet, nächste Woche wird es wahrscheinlich mehr Folgen geben, als es sonst gegeben hätte. Dafür pausiere ich die englische Version, die aktuell keine Zuhörer hat und nehme diese dann wieder auf, sobald alles wieder auf dem richtigen Stand ist. Ich überlege allerdings, den Kanal auf einen deutschen und einen englischen aufzuteilen, damit Zuhörer auf beiden Kanälen ohne große Suche Inhalte in ihrer Sprache finden.
Extra Extra hat nächste Woche keine Lego-Neuerscheinung zu behandeln, also nutze ich die Woche für ein Vorhaben, dass ich schon länger rumliegen habe: Der Kanal geht in Tests von Experimentierkästen mit einer Ansicht von fünf Sets der kurzlebigen Serie Science in a Minute.


Frisch in der Röhre 02.12.2017

Die wöchentliche Youtube-Übersicht meiner neuen Videos in den beiden Kanälen.

Diese Woche: Die Premiere von Paul, dem Einhorn, und ein chinesischer Bösewicht.

Thomas Diehl liest

Ich habe bei den neuesten Videos des Kanals ein paar kleine Verbesserungen vorgenommen. Die Schrift ist jetzt etwas größer und es ist auf dem Bildschirm neben dem Text auch noch ein kleines Bild zur Geschichte zu sehen. Das wird nicht bei allen Geschichten möglich sein, aber wo es möglich ist, will ich es beibehalten. Die Geschichte von letzter Woche beispielsweise hat ein paar lange Absätze, die so nicht mehr geschrieben ins Bild passen würden.
Die Videos selbst sind die ersten beiden Teile meiner täglich fortgesetzten Weihnachtsgeschichte um Paul, das Einhorn. Das zweite Video ist mangels Zeit noch nicht auf Englisch verfügbar, ich werde dann morgen zwei Videos auf Englisch machen müssen.
Diese Serie ist als Kindergeschichte angelegt, was ich nicht von all meinen Geschichten behaupten kann. Ich überlege, sie nach Ende der Geschichte auf einen eigenen Kanal für Kindergeschichten auszulagern oder zu kopieren.

Erst die beiden deutschen, darunter das englische Video:

Extra Extra

Diese Woche gibt es bei Extra Extra nur ein Video. Es zeigt das aktuelle Lego-Ninjago-Magazin und vor allem seine Beilage, den bösen Meister Chen, eine Lego-Minifigur mit einem ziemlich coolen Helm, die ein wenig an chinesische Bösewichte aus den 50ern und 60ern erinnert. Angesichts der gegenwärtigen Empfindlichkeit solchen Bildern gegenüber ein kleines Wunder, dass die Figur keinen Skandal auslöst.

Nächste Woche

Nächste Woche geht es bei Extra Extra wieder zu Legos anderer Mittelalter-Cyber-Mischserie, den Nexo Knights. Auf dem Kurzgeschichtenkanal gibt es unterdessen sieben neue Folgen von Paul, das Einhorn in Deutsch und acht in Englisch (weil die heutige mangels Zeit noch fehlt).


Frisch in der Röhre 25.11.2017

Die wöchentliche Youtube-Übersicht meiner neuen Videos in den beiden Kanälen. „Röhre“, weil Tube übersetzt eben eine Röhre ist.

Diese Woche: Insektenivasion, ein gekachelter Dinosaurier, eine Adventsherausforderung und ein violettes Eichhörnchen mit seiner Saftbar. Nichts ungewöhnliches also.

Thomas Diehl liest

Die dieswöchige Kurzgeschichte im Hörgeschichtenkanal ist Invasiv/Invasive. Ursprünglich im Juli 2017 auf einen von Chuck Wendig vorgebrachten Titel als Anregung geschrieben, passt diese Geschichte gut ins beliebte Horror-Subgenre der Creepypasta, auch wenn seine Schreibweise als Dialog dafür etwas ungewöhnlich ist.
Mit drei Minuten ist diese Geschichte nicht viel länger als das zweiminütige Debüt des Kanals. Neu ist an dieser Geschichte, dass es ein paar klare Unterschiede zwischen den beiden Sprachversionen gibt, wo in den beiden Sprachen unterschiedliche Ausführungen besser funktioniert haben. Die englische Fassung ist die ursprüngliche.

Und hier dann das Video in Deutsch und Englisch:

Ebenfalls in Deutsch und Englisch gibt es die Ankündigung für mein Dezemberprojekt: Vom 1. bis zum 24. Dezember wird es, wenn alles klappt, eine Fortsetzungsgeschichte in 14 Teilen geben. Natürlich habe ich bereits ein grobes Konzept für die Geschichte um Paul das Einhorn/, aber die Details bestimmt täglich der Adventskalender.
Natürlich ist es absolut möglich, dass mir die Kalender einen kompletten Strich durch die Rechnung machen. Entsprechend gespannt bin ich auf das Ergebnis.

Extra Extra

Beim Kanal für Magazinbeilagen präsentiert heute die Schleich Dinosaurs einen Spinosaurier mit erstaunlicher Hautstruktur (Schuppen Federn Ach was, unsere Dinosaurier bekommen jetzt Kacheln!). Die Lego Elves bringt uns unterdessen ein violettes Eichhörnchen namens Mr. Spry, das eine Saftbar betreibt. Warum auch nicht?


Knotenpunkte Plus

Das Radknotenpunktnetz in Mönchengladbach hat neben seinem sperrigen Namen vor allem auch noch einiges an Lücken. Man kann nun hergehen und einfach nur die Lücken füllen. Oder man kann gleich an die Substanz gehen. Ich mache dann mal letzteres und biete: Den Knotenpunkt Plus. Oder Knotenpunkt 2.0. Oder Premium-Knotenpunkt. Oder meinetwegen auch Knotenpunkt Deluxe. Sucht oder denkt euch was aus.

Moin! - Bild: ostfriesland.de

Moin! – Bild: ostfriesland.de

Lückenschlüsse

Erstmal das stadtspezifische für Mönchengladbach aus dem Weg: Für ein Konzept, das zwischen Einreichung durch den ADFC und Umsetzung durch die Stadtverwaltung drei Jahre gebraucht hat, ist unser Radknotenpunktnetz nicht eben ein Glanzstück.

Große Stadtteile wie Rheindahlen und Giesenkirchen fehlen ganz, Wanlo hat keinen Punkt, obwohl eine Verbindungsroute zwischen den Netzen der Kreise Neuss und Heinsberg mitten durch den Ort führt (ernsthaft, wtf?) und zentrale radaffine touristische Attraktionen wie der Stadtwald bleiben auch fern jeden geführten Radverkehrs. Dieses Netz muss schlichtweg geschlossen werden und wenigstens solche neuralgischen Punkte einbinden.

Nun heisst es stets, das Netz sei ja auch erst in seiner ersten Ausbaustufe. Nun, das mag sein. Nur gehören so zentrale Orte zum einen nicht erst in die zweite Stufe, zum anderen kennt niemand ausser der Verwaltung die Planung für die künftigen Stufen und ich bin nicht bereit, auf die Umsetzung eines mir im Detail nicht bekannten Konzeptes zu warten, bevor der Politik eine Möglichkeit der Mitsprache gewährt wird. Wenn die Verwaltung das vermeiden will, soll sie halt die Karten auf den Tisch legen. Wortwörtlich in diesem Fall.

Plus-Knotenpunkte

Okay, das war der einfache Teil. Aber während ich darüber nachdachte, kam mir eine weitere Idee. Das Stichwort der touristischen Attraktivität blieb mir ihm Kopf und wuchs sich etwas aus. Denn unsere Knotenpunkte sind auch keine tollen Teile, es sind oftmals einfach nur Schilderbäume an Orten ohne jegliche Aufenthaltsqualität.

Doch wer Touristen locken will, muss diesen auch Erholung bieten, sonst bleiben sie nicht lange.

Mal abgesehen davon, dass die Qualität nahezu aller Knotenpunkte zu verbessern ist, kam mir da eine Idee: Der Knotenpunkt Plus für Punkte an besonders attraktiven Orten. Nicht an allen Punkten, aber eben überall dort, wo man besondere Qualität bieten und Radfahrende zum Verweilen einladen will. Beispielsweise am Stadtwald oder den zentralen Marktplätzen.

Im Grunde ist so ein Plus-Knotenpunkt eine recht einfach Angelegenheit: Es ist ein Knotenpunkt, an dem neben dem Schilderbaum, einer Karte des Netzes und einer Sitzgelegenheit (das halte ich für das Mindestmaß für Knotenpunkte) zusätzlich eine Überdachung, ein Schlauch- und/oder Ersatzteilautomat, ein Automat mit kleinen Snacks für unterwegs und eine öffentliche Toilette vorhanden sind. Vielleicht noch eine Luftpumpe, wie man sie von der Tankstelle kennt. Meinetwegen auch ein Zigarettenautomat, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Radtouristen ein gutes Publikum für Zigaretten sind. Wo schon eine öffentliche Toilette vorhanden ist, zum Beispiel am Stadtwald, kann auch einfach auf diese hingewiesen werden. Die Karte kann gerne auch Läden, Cafés und Restaurants in der direkten Umgebung zeigen. Diese Werbeleistung muss für die Geschäftstreibenden auch nicht kostenlos sein.

Noch nicht ganz, aber auf dem richtigen Weg - Bild: Parklandschaft Warendorf

Noch nicht ganz, aber auf dem richtigen Weg – Bild: Parklandschaft Warendorf


Das Ergebnis ist ein Knotenpunkt, der gezielt einlädt, schöne Orte in der Stadt kennenzulernen. Es sollte nicht zu viele davon geben, da sie eben besondere Punkte hervorheben sollen und es sich ja auch für die Automatenbetreiber lohnen muss, damit diese nicht verwaisen. Und natürlich sind das auch Angebote, die weitere Touren mit dem Rad zu diesen qualitativ besonders hervorgehobenen Orten attraktiver machen und somit den Radverkehr fördern.

Würde Mönchengladbach ein solches Angebot einrichten, wäre das echte Pionierarbeit. So etwas habe ich in diesem Umfang bisher noch nirgendwo gesehen. Die Schutzhütte aus dem Kreis Warendorf oben im Bild ist das bisher nächste, was ich finden konnte (Warendorf gehört hier überhaupt zu den absoluten Vorbildstädten). Täte es statt dessen jemand anders, bekämen diese halt den Ruhm und unsere Stadt zieht wie üblich 30 Jahre später nach. Das wäre auch okay, mir ist wichtig, dass die Idee in der Welt ist, die Netze so aufzuwerten und damit das Radfahren über weitere Strecken zu erleichtern und Werbung dafür zu machen.

Ein von mir formulierter Antrag dazu läuft jedenfalls seit heute durch die städtischen Gremien in Mönchengladbach.


Sieben am Sonntag 19.11.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Es ist gar nicht so leicht, einbettbare Videos zu AC/DC zu finden, da Vevo offenbar die Möglichkeit des Einbettens abgestellt hat. Na gut, dann halt eine Coverversion der Foo Fighters von Let There be Rock.
Ein wenig ironisch, wie schwierig es ist, dem in einer Demenz gestorbenen AC/DC-Gitarristen Malcolm Young zu gedenken.

Weihnachtsstimmung der Woche

Sanitärta Clause - Bild: MiniintheBox

Sanitärta Clause – Bild: MiniintheBox

Also, wenn das keine Weihnachtsstimmugn ins Haus bringt., dann weiss ich auch nicht weiter.
Ich bin zugegeben deutlich näher an dem Gedanken, dafür einen Zehner loszuwerden, als eine gesunde Person im allgemeinen sein sollte.

Allianz der Woche

Am Rande des Klimagipfels in Bonn, von dem im Allgemeinen nicht viel realistisch erwartet wurde, hat sich eine Gruppe von Staaten für den Kohleausstieg zusammengefunden.
Natürlich ist Deutschland nicht dabei, weil es ein Dritte-Welt-Land mit primitiver Stromversorgung aus riesigen Brennkraftwerken ist, das über keine vernünftigen Ingenieure zu verfügen scheint, die diese Situation beenden könnten. Aber dafür große Nationen wie das Vereinigte Königreich und Kanada.

Acker der Woche

Garten fürs mobile Wohnen - Bild: a href="https://inhabitat.com/40-foot-shipping-container-farm-can-grow-5-acres-of-food-with-97-less-water/">Inhabitat

Garten fürs mobile Wohnen – Bild: a href=“https://inhabitat.com/40-foot-shipping-container-farm-can-grow-5-acres-of-food-with-97-less-water/“>Inhabitat

Das Konzept der hydroponischen Farm erlebt derzeit große Fortschritte auf allen Ebenen. Unter dem Namen „Local Roots“ stellt sich der bisher effizienteste Ansatz vor.
Neben dem extrem geringen Wasserverbrauch des Konzepts im halb geschlossenen Kreislauf (3% eines Ackers mit gleichem Ertrag), spart es auch einiges an Energie bei der Beleuchtung, indem es mit Solarzellen LEDs betreibt, die nicht Tageslicht ausstrahlen, sondern auf die ideale Beleuchtung der darin angebauten Lebensmittel abgestimmt sind. Damit können dort Lebensmittel das ganze Jahr durch unter optimalen Bedingungen herangezogen werden.
Interessant ist das nicht nur für Großstädte, sondern vor allem auch für die Raumfahrt.

Küchenfund der Woche

Zustand der Welt, Symbolbild

Zustand der Welt, Symbolbild


Worst of Chefkoch ist ganz allgemein ein sehr empfehlenswertes Blog über die abgründigen Tiefen der großen Koch-Community. Aber manchmal finden die selbst für ihre Verhältnisse neue Rekorde der Tiefenvermessung. Und so präsentiere ich mit großer Scham den Nufleika-Toast. Nutella-Fleischwurst-Käse-Toast, falls sich jemandem die Abkürzung nicht erschließt.
Ich würde empfehlen, ihn möglichst schnell der Toilette zuzuführen, habe jedoch die Befürchtung, das selbige sich dann übergibt. Jingle Bells singend. Und dann kommt wieder die gottverdammte GEMA.
ber niemand sage etwas schlechtes über die Bottropper Schlacht. Eine Pizza mit Currywurst und Fritten! Geniestreich!

Currywurst der Woche

Apropos, auch das ist diese Woche in der Presse gewesen: Currywurst mit Fritten am Stiel, erfunden in Duisburg. Denn kulinarisch hält das Ruhrgebiet zusammen, da kommt kein Blatt zwischen. Leider ohne Pizzaboden. Ich glaube, ich will gar nicht so genau wissen, wie das Ding am Stiel hängen bleibt.

Ausflug der Woche

Fahrräder bis in die Unendlichkeit

Fahrräder bis in die Unendlichkeit

Das war zwar schon letzte Woche, aber letzte Woche war ich stark mit Youtube beschäftigt und zudem den ganzen Sonntag unterwegs. Also kommt das diese Woche rein.
Denn im Vorfeld der Weltklimakonferenz in Bonn gab es letzte Woche Samstag eine riesige Demo zum Klimaschutz in Bonn. Und ab Köln ging eine Fahrraddemo, an der ich und ein paar Freunde, von denen eine ganze Reihe Stefan oder Stephan hieß, teilnahmen.
Die allein hatte mehrere tausend Teilnehmer. Da fuhr aus dem Kölner Süden mal eben so viel an Rädern nach Bonn, wie hierzustadte insgesamt bei einer Sternfahrt zu sehen sind. Gut, nicht alle kamen aus Köln (offensichtlich, ich ja auch nicht), aber die Masse war halt einfach beeindruckend. Und so ging es im Namen des Klimaschutzes den Rhein hinauf und nachher natürlich auch wieder diesen herunter. Und dazwischen war ich absolut beeindruckt ob der schieren Größe der Demo in Bonn. Nur die Hoffnung, dort irgendwelche bekannten zu finden, mit denen ich nicht bereits angereist war, die konnte ich in dieser Riesenveranstaltung natürlich begraben.
Dennoch eine schöne Fahrt und eine Demo, die sicher Eindruck gemacht hat. Auch wenn die Polizei offenbar völlig überfordert war. Dass diese in Bonn die Lage für sich selbst durch Zweiteilen der Demo nur noch schlimmer gemacht hat (es gab dann halt zwischenzeitlich zwei separate Demos, die kurz vorm Ziel wieder zusammentrafen), war da durchaus exemplarisch.


Youtube-Zweitpremiere

Das hat jetzt zwar fast zwei Jahre gedauert, aber es ist endlich so weit: Der Youtube-Kanal, in dem ich eingesprochene Versionen meiner Kurzgeschichten online stelle, geht an den Start. Als zweiter nach meinem thematisch völlig anders gelagerten anderen Kanal, daher der Begriff der Zweitpremiere.
Für den Start des Kanals kam keine andere Geschichte als Delayed Vengeance in Frage, meine erste jemals in eine Anthologie aufgenommene Kurzgeschichte. Und bevor ich mehr dazu erzähle, hier nun die Geschichte in deutscher Übersetzung und im englischen Original. Beide Versionen sind etwas unter zwei Minuten lang.

Wie man beim Betrachten der Videos sehen kann, ist das Ganze vom Konzept her recht einfach umgesetzt und doch so viel aufwendiger, als praktisch alles, was sonst an Hörgeschichten zu finden ist. Aber eins nach dem anderen.
Alles begann also vor zwei Jahren, als ich den überraschend niedrigen Preis für ein recht gutes Studiomikrofon sah und entschied, dass diese Investition es wert seit. Ich meine, ich habe schon wesentlich unnützeren Kram für 90 € gekauft. Daraus und aus einer zusätzlich gekauften Halterung habe ich dann ein kleines Studio in meinen Schreibschrank gebaut.

Der alte Computer ist inzwischen recht unzeremoniell verreckt und ersetzt, aber der Aufbau ist der selbe geblieben

Der alte Computer ist inzwischen recht unzeremoniell verreckt und ersetzt, aber der Aufbau ist der selbe geblieben

Und das blieb die nächste Zeit eine Weile so. Ihr kennt das, man plant viel und lange, aber irgendwie fängt man nie wirklich an, weil es immer noch etwas anderes zu tun gibt. Mal ganz davon abgesehen, dass 2016 mein alter Computer seinen letzten Tag erlebte — genau gesagt ausgerechnet seine Festplatte. Das hielt erstmal alle vorherigen Planungen auf. Etwas Material war natürlich noch da, aber was weg war, traf das Projekt empfindlich.
Dieses Jahr dann setzte ich mich endlich wieder an das alte Projekt. Damit hat sicher auch Buchaktiv etwas zu tun, denn dieses Projekt hat bei mir eine Menge Aktivität ausgelöst. Im Grunde habe ich mich damit im September selbst geweckt.
Inzwischen hatte ja auch mein anderer Youtube-Kanal aus einer deutlich spontaneren Idee Form angenommen und ich hatte dort erste Erfahrungen mit dem Schnitt von Videos gemacht. Das hat zugleich meine Fähigkeit trainiert, vor einem Aufnahmegerät unfallfrei durchzusprechen (nach einem Radiointerview wurde mir Ende September gedankt, dass ich der Nachbearbeitung so wenig Arbeit mache).
Also nahm ich die Vorbereitungen wieder auf. Ich sah mir so viele Hörgeschichten an, wie ich auf Youtube finden konnte. Es war allerdings nicht so viel, dieser Teil von Youtube scheint recht klein zu sein. Das einzige Genre, das regelmäßig bei Youtube zu finden ist, ist derzeit Creepypasta, ein im Internet entstandenes Horror-Subgenre. Aus den deutschsprachigen Geschichten habe ich in Vorbereitung des Kanals auch eine Wiedergabeliste mit Empfehlungen zusammengestellt.

Es beginnt

Ich blieb bei meiner alten Kritik, dass die meisten Hörbücher auf Youtube dem Auge zu wenig zu bieten haben. Das ist für mich ein Problem, weil ich so früher oder später die Konzentration verliere. Nur wenige extrem gute Geschichten konnten dies vermeiden.
Also wollte ich beim Lesen auch etwas für die Augen bieten. Mehr als ein statisches Bild oder gar eine einfarbige Fläche mit dem Titel des Textes. Gleichzeitig wollte ich das Design an das des Blogs anlehnen, um ein einheitliches Erscheinungsbild in den unterschiedlichen Medien zu erreichen. Und so kam ich auf die weisse Fläche für den gelesenen Text mit zusätzlichen Infos an den Rändern des Bildes. Der Text sollte dabei dynamisch mit dem Vorlesen mitgehen. Und wie sich herausstellte, war das deutlich weniger aufwendig, als ich befürchtet hatte.
Ursprünglich war ich davon ausgegangen, dass ich für jede Variante von Text im Bild ein Bild erstellen müsste. Und früher wäre das vielleicht noch so gewesen. Doch es war so viel einfacher: Ich konnte nicht nur Text in das Bild einsetzen, ich konnte diesen sogar einzeln ein- und ausblenden. Und so gab es am Ende nur noch die Aufgabe, den Text absatzweise einzufügen. Der Text erschien, sobald er gesprochen wurde und verschwand mit dem Ende des nächsten Absatzes. Dadurch gestaltete ich den Textfluss möglich nah an dem eines gelesenen Buches.
Das ist etwas friemelig, weil man jeden Absatz mit dem gesprochenen Text abgleichen muss, aber technisch betrachtet ist es ein sehr einfaches Verfahren.
Daneben erstelle ich zu jedem Text eine Version des Bildes, in dem statt des Textes ein thematisch passendes Bild für die Vorschau erscheint. Dieses kommt im Video nicht vor, es ist ausschließlich für die Vorschau bei Youtube da.
Alles in allem brauchte ich für die Aufnahme des Textes, dessen Bearbeitung (Entfernung von Nebengeräuschen und Versprechern), die Erstellung der Bilder und den Videoschnitt beider Videos zusammen eine Stunde.
Was mich sehr überrascht hat, war die Erstellung der endgültigen Videodatei. In nur vier Minuten hatte der Rechner jedes der beiden Videos in eine fertige Datei gegossen. Und noch dazu eine von wenigen MB Größe. Es ist wohl die große weisse Fläche, die diese geringe Dateigröße ausmacht. Denn immerhin handelt es sich hier um ein Video in voller HD-Auflösung (1080p). Ein ähnlich langes Video für Extra Extra wäre etwa 300-400 MB groß und ich würde es nochmal verkleinern, um es auf 100 MB zu reduzieren. Ich war positiv überrascht.
Also galt es jetzt nur noch, die Videos in ein paar Minuten hochzuladen, Beschreibungen und Stichworte hinzuzufügen und fertig war alles! Hurra!

Nachbereitung und Zukunft

Mit dem ersten Video erstellte ich gleich auch eine größere Zahl passender Wiedergabelisten. Natürlich gibt es je eine für die deutschen und englischen Videos, aber auch je eine in jeder Sprache für jedes Genre, in dem es mindestens eine Geschichte auf dem Kanal gibt. Das ist ein wichtiger Start für Youtube-Videos: Auf möglichst viele Arten auch innerhalb Youtubes streuen.
Und nun gilt es, 10.000 Ansichten quer durch alle Videos zu erreichen. denn ab diesem Moment kann ich Werbung vorschalten und Werbelinks setzen, um mit den Aufnahmen auch etwas verdienen zu können. Da steckt schließlich Arbeit drin. Das wird eine Weile dauern.
Inzwischen ist meine Vorgehensweise für diesen Kanal klar: Jede Woche je ein deutsches und ein englisches Video einstellen und dafür sorgen, dass diese möglichst viele Interessierte finden. Nächste Woche ist Invasiv dran, eine kleine eklige Geschichte, die ganz gut in das beliebte Genre der Creepypastas passt. Und dann habe ich für den Dezember eine Überraschung geplant, die ich ebenfalls diese Woche noch ankündige.
Für das erste halbe Jahr habe ich genug Geschichten in der Schublade, um den Kanal zu füllen. Und danach schauen wir mal. Jede Woche eine komplette kleine Geschichte abzuliefern wird sicherlich die größte Arbeit an diesem Kanal. Denn das mache ich nicht mal eben in einer Stunde.
Alles in allem wird das noch mal eine ganz andere Erfahrung als Extra Extra. Denn während der ältere Kanal von recht aktuellen und schnelllebigen Inhalten lebt, arbeitet der Kanal Thomas Diehl mit Inhalten, die auch in einigen Jahren noch genau so gut funktionieren wie heute und jederzeit von Hörern entdeckt werden können. Das wird interessant.
Ich sehe auch einige Geschichten, bei denen sich eine etwas aufwendigere Produktion lohnen anbietet. Etwa bei Cockpitdurchsagen oder Charakteren mit sehr auffälliger Stimme. Und ja, früher oder später wird es auch hin und wieder für einzelne Figuren Gaststimmen geben. Ich habe da zum Beispiel einen aktuellen US-Präsidenten im Blick.


Youtube-Lektionen

Es ist nun drei Monate her, dass ich mit dem Kanal Extra Extra meine Reise ins Youtube-Land angetreten habe. Der Kanal hat sich seit seinem damaligen Auftritt deutlich verändert und ich habe viel gelernt.

Simpel ist der Erfolg

Ganz am Anfang habe ich meine Videos recht kompliziert aufgenommen. Es gab mehrere Abschnitte mit einer dazwischen eingeblendeten Markierung für den folgenden Abschnitt. Diese wöchentlichen Präsentationen waren dann 20-30 Minuten lange Videos.
Ab der vierten Woche veränderte sich das Format: Nun gab es eine Besprechung des Magazins vorher, dann einen Zusammenbau des Extras im Zeitraffer und dann eine Bewertung des jeweiligen Extras sowie einen Blick in die Vorschau. Die bisherigen Zwischentitel wurden vor das Video geschaltet. So wie hier beim ersten Video dieses Typs mit Reys Speeder bei Lego Star Wars. Nur bei Minifiguren gab es eine Ausnahme, da der Zusammenbau selbst sich da gut zum Besprechen eignete — erstmals bei Ninjago Kai.
Und inzwischen sind sowohl die Infotafel vor dem Video, als auch der Zeitraffer, gefallen. Das Ergebnis: Jedes Video nehme ich inzwischen in einem einzigen Take auf. Kamera an, Reden, Ende und Anfang zwischen Reden und Drücken des Aufnahmeknopfes rausschneiden, Standbild für die Links anhängen, fertig. Dieses einfache Format funktioniert tatsächlich deutlich besser als das komplexere Format vorher. Selbst die komplexesten Videos sehen nun nicht schlimmer aus als das hier:screenshot-buildDas ist nicht viel. Abgesehen vom Filmen selbst sind das vielleicht 10 Minuten Arbeit. Die meiste Zeit wird anschließend davon eingenommen, dass mein Computer das Video dann zu einer Datei verarbeiten muss und diese dann nochmal optimiert, damit der Upload schneller geht – das ist dann zwar eine Stunde, aber eine Stunde, in der nicht ich, sondern der Rechner arbeitet.
Klar, man kann es komplizierter machen, wenn man will. Das habe ich zu Anfang ja auch gemacht. Aber einen Grund dafür gibt es bei dieser Art von Videos eigentlich nicht.

Ja, es funktioniert

adrevMeine Einnahmen bei Youtube haben sich recht rasch entwickelt. Noch wirft der Kanal keinen Gewinn ab, aber er entwickelt sich recht schnell. Da dieses Projekt ja auch gewisse Ausgaben mit sich bringt, ist das ein ganz guter Pfad, den er da einschlägt.
Allerdings muss ich schon sagen, vorhersagbar ist was anderes. Ich meine, das da rechts ist eine Übersicht über den CPM (Einnahmen pro tausend Ansichten) einiger meiner Videos. Die Bandbreite zwischen diesen Zahlen ist einfach nur wild. Kein Wunder, dass niemand zuverlässige Schätzungen zu Youtube wirtschaftlichem Potenzial abgeben mag.

Lego

Meine Hauptnische war am Anfang das Vorstellen von Magazinbeilagen. Mit dem Wechsel auf Vorstellungen einer Beilage pro Heft wurde eines sofort klar: Die Mehrheit der Beilagen in Zeitschriften ist uninteressant und wiederholt sich zudem häufig. Ich weiss wohl, dass es eine Menge Videos zu Handspinnern gibt, aber wirklich etwas sagen kann man über die Dinger nicht. Es sei denn, man ist Spinnerexperte.
Ähnliches gilt für immergleiche Spelzeugwaffen, Figuren von Charakteren oder Tieren (Pferde, Mein-kleines-Pony, Schlümpfe, Drachen usw.) und viele andere häufig zu findende Extras. Ich bin sicher, Experten zum jeweiligen Thema können da einiges zu sagen, so wie ich es bei Dinosaurierfiguren kann, aber ich halt nicht.
Die eine Ausnahme, die immer interessant ist, ist Lego. Da kommt zu dem Modell selber halt noch der Zusammenbau hinzu, über den man sprechen kann. Da es aktuell sechs laufende Lego-Magazine gibt und jeder Lego mag, ist das nicht die schlechteste Situation. Und in der Tat merke ich auch, dass Lego eine riesige Fanbasis hat. Dafür muss ich nur mal die Zahl der Ansichten für meine Lego-Folgen mit den Nicht-Lego-Folgen vergleichen. Lego erreicht inzwischen dreistellige Zahlen (Rekordhalter: Lego Ninjago 29 mit über 500 Ansichten), während mein Video mit den wenigsten Ansichten momentan der Test der ersten Ausgabe der aktuellen Marvel-Figurensammlung mit Spider-Man ist, welcher nur achtmal angeschaut wurde. Dabei hat das Spider-Man-Video sogar eine Musikeinlage! Und für beide Videos habe ich keinerlei Werbung gemacht, ich habe sie einfach nur hochgeladen, für die Suchmaschinen attraktiv betextet und dann in die Welt entlassen.
Und das Fandom ist extrem spezifisch: Selbst die beiden Tests von legokompatiblen Nicht-Lego-Sets (Dinotrux Ty-Rux & Bullz und Dinotrux Ton-Ton) dümpeln weit unter den Lego-Videos, obwohl meine Videos die einzigen Tests dieser drei Sets, die ich finden konnte.
Ich werde dennoch hin und wieder auch andere Beilagen vorstellen. Die Yps ist dabei der einzige regelmäßige Kandidat, da die Gimmicks im Vergleich zu den meisten Extras deutlich interessanter sind. Schleichs Minisaurier fallen in meine persönliche Leidenschaft und bleiben deshalb ebenfalls regelmäßige Gäste. Die anderen bekommen Gelegenheitsvideos wie etwa beim Löwenzahn-Magazin mit seinem Hai-Modell.
Das ist mir wichtig, weil ich immer die Option offenhalten will, das Format weiterzuentwickeln.
Erfolgreichstes Lego-Thema bei mir ist übrigens ganz klar Ninjago, gefolgt von Nexo Knights und Star Wars. City und Friends liegen weit ab, haben aber bisher auch nur je ein Video. Elves kann ich noch nicht bewerten.

Youtube kann nerven

Jedes Mal, wenn ein Video fertig hochgeladen wurde, schickt Youtube eine eMail an die Hochladenden, in der es fragt, ob das Video fertig ist und veröffentlicht werden kann. Ich meine, ja, der Prozess dauert eine Weile, aber trotzdem brauche ich bei einem Upload nicht jedes Mal sofort ein Nachhaken, weil das Fenster, in dem ich es hochlade ja eh noch offen ist.

Weiter geht’s

Nachdem ich mich nun bei Youtube recht sicher fühle, geht das Projekt in die nächste Phase. Und das bedeutet zwei Dinge. Zum einen ist der Vorlesetag am 17. November der perfekte Termin, um meinen anderen Kanal zu starten, auf dem ich meine Kurzgeschichten als Tonaufnahmen anbiete. Der Plan ist, mit jeweils zwei Geschichten in deutsch und englisch zu starten, um danach jede Woche eine Geschichte hinzuzufügen. In der Regel handelt es sich dabei in beiden Sprachen um die selbe Geschichte, ein Original und eine Übersetzung. Genug Material für das erste halbe Jahr habe ich.
Im Dezember gibt es dort noch eine Sonderaktion, aber die verrate ich erst eine Woche später.
Die andere Neuerung folgt gleich nach der nächsten Überschrift:

Video-Woche

Bisher habe ich so gut wie keine Werbung für meine Videos gemacht. Ich habe sie hochgeladen und dann sich selbst überlassen. Und dafür haben sie sich erstaunlich gut entwickelt. Natürlich habe ich jedes mit den bestmöglichen Stichworten ausgestattet, eine gute Beschreibung hinzugefügt, ein möglichst repräsentatives Vorschaubild ausgewählt und thematische Wiedergabelisten angelegt. Aber groß angekündigt habe ich die Videos nirgendwo.
Ich werde von nun an jeden Samstag in diesem Blog eine Übersicht über die Videos der Woche einstellen. Dieses Mal etwas ausführlicher, in den nächsten Wochen dann in Form einer einfachen Übersicht für beide Kanäle. Und diese Woche haben wir:
Extra Extra
Noch ist Extra Extra der einzige laufende Kanal. Er wartet diese Woche mit zwei Videos auf: Einem Test des Lego-Nexo-Knights-Magazins mit einem für den Kampf extrem unpraktisch ausgestatteten Gargoyle als Minifigur und ein Test des Mega Construx (ehemals Mega Blox) Sets Ton-Ton Target Toss aus der Dinotrux-Serie.


Stirb, Flashbox, stirb!

Na gut, das hat nicht lange vorgehalten. Die im August eingeführte Flashbox ist wieder weg. Es schien damals eine gute Idee zu sein, aber es hat nicht nur nicht funktioniert, es war sogar ein Fehler. Die Flashbox war ein rechteckiger Bereich der Seite, der auf der Startseite oben, bei Einzelbeiträgen unter dem jeweiligen Artikel auftauchte. Sie enthielt Links zu den letzten Buchveröffentlichungen und den beiden Youtube-Kanälen (einer geplant, einer aktiv). Das war ein Risiko, denn es nahm Platz weg, der aber durch bessere Sichtbarkeit wettgemacht werden sollt. Doch das geschah nicht.
Also habe ich nochmal am Blogdesign geschraubt. Dabei wollte ich eigentlich nur einen kleinen Fehler im Code der Flashbox reparieren. Doch nach kurzer Reflexion stellten sich die Probleme als größer heraus.

Von oben links: Dieses Blog im Januar, August und November 2017

Von oben links: Dieses Blog im Januar, August und November 2017

Ab in die Seitenleiste

Konkret entwickelte sich die Klickzahl schlagartig nach unten, nachdem ich die Flashbox eingeführt habe. Das Problem lag vermutlich darin, dass die Links jetzt nur noch auf der Startseite oben sichtbar waren. Dort aber wurden sie schnell übersprungen wie lästige Werbeanzeigen und blieben nicht wie früher am Rande des Sichtfelds der Leser. Somit war die Flashbox gleichzeitig ein schlechteres Werbemittel und eine optisch weniger attraktivere und dezent aufdringlichere Werbeform. Mit anderen Worten, die Ergebnisse waren komplett inakzeptabel.
Also habe ich den Buchlinks ihren alten Platz am oberen Ende der Seitenleiste zurückgegeben und die beiden Youtube-Kanäle darunter ergänzt. Doch dadurch wurde die Seitenleiste ewig lang. Da mussten Elemente raus, sonst wurde sie einfach zu mächtig und zu durcheinandergewürfelt. Vor allem aber rutschten viele Elemente soweit runter, dass sie sinnlos wurden. Denn was in der Seitenleiste zu weit nach unten rutscht, ist de facto unsichtbar. Kein Problem für die Werbeanzeige dort (die das gestalterisch ausgleicht) und für die Navigationselemente (die man aktiv sucht, wenn man sie braucht). Zugegeben, die Variante mit mehr Text sah aufgeräumter aus, war aber nicht funktional.
Als erstes rausgeflogen ist der Newsletter, der eh niemanden interessiert hat. Ich war schon mehrmals davor, ihn komplett rauszuschmeissen und habe dies nun endgültig umgesetzt. Im Ernst, ich hatte zwei Abonnenten, das ist den Aufwand nicht wert.
Deutlich schwerer habe ich mich mit der Blogroll getan. Erst habe ich die toten Links entfernt. Dann die Liste bloggender Freunde, da die für niemanden ausser mich selbst Bedeutung hat. Und schließlich entschied ich mich auch, die jetzt noch verbleibenden bloggenden Autoren zu entfernen und so die Blogroll zu Grabe zu tragen.
Das Ergebnis des Ganzen bringt maximale Funktionalität ohne zu viel Gerümpel. Im Moment wirkt das einsame Youtube-Logo noch etwas schief, aber das wird schon bald durch eine Videovorschau ersetzt, die deutlich besser in das Design passt (der Kanal mit den Geschichten soll kommende Woche endlich starten).

Buchlisten-Aktualisierung

Die Autorenliste ist natürlich ein für interessierte Leser, die über meine Bücher hergekommen sind, interessanter Inhalt, den ich erhalten wollte. Die lokalen Autoren wanderten mit der vollen Liste, die ich für Buchaktiv zusammengestellt hatte, in den „Empfehlungen“-Reiter der Bücherseite, die anderen bleiben wie bisher durch je ein Buch dort vertreten. Die Inhalte des Reiters werden die nächsten Wochen noch um einige notierte Titel wachsen, die ich bisher noch nicht übernommen habe.
Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich eine Ergänzung umgesetzt, die ich schon ein paar Tage einrichten wollte. Im Reiter „Beiträge“ der selben Seite gibt es jetzt nicht mehr nur eine Liste von Büchern und Zeitschriften, in denen Kurzgeschichten von mir erschienen sind, sondern zusätzlich auch eine Liste aller veröffentlichten oder zur Veröffentlichung anstehenden literarischen Kurztexte mit einer Übersicht über alle Publikationen, in denen sie jeweils erschienen sind, in welcher Sprache sie erschienen sind und zu welchem Genre sie gehören. Damit man auf einen Blick sehen kann, wo was erschienen ist oder erscheinen wird.
Die Sammlungen Stückwerk und die erweiterte zweite Auflage von How to Sing Butterflies sowie etwaige Youtube-Links werden nach Veröffentlichung ergänzt.


Sieben am Sonntag 05.11.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Wer hätte gedacht, dass System of a Downs Brüllklassiker Chop Suey so gut als Jazzversion funktioniert?
Es gibt bei Youtube eine ganze kleine Szene dieser Videos. Der bekannteste Kanal ist wohl Postmodern Jukebox, aber die finde ich in der Regel nicht besonders gut. Robyn Adele Anderson gibt sich da schon sehr viel mehr Mühe, wenigstens klingt es so.

Entdeckung der Woche


Einen neuen Menschenaffen entdeckt man nicht so oft. Der letzte war der Bonobo 1929. Nun hat ein Team aus Zürich nachgelegt. Pongo tapuniliensis, der Tapanuli-Orangutan ist eine isoliert von seinen Artgenossen auf Sumatra lebende neue Art der großen orangen Affen. Die Tiere haben einige sehr interessante Eigenschaften, etwa eine deutlich breitere Nahrungspalette als andere Orangutans. Hätten sie nicht das Pech, menschlichem Einfluss zum Opfer zu fallen, wäre das ein ziemlich starkes Erfolgsmodell für die Art, mit dem sich auch Homo sapiens schon von den anderen Menschenaffen absetzen konnte (gemeinsam mit den Schimpansen).
Aber leider ist der Mensch ein Problem und so besteht diese Gruppe aus nur etwa 800 Individuen, ist damit vom Aussterben bedroht und weist genug Verdachtspunkte für Inzuchtprobleme auf, um einen Adelstitel verliehen zu bekommen.

Strategie der Woche

Die Polizei in Berlin nimmt sich ein Vorbild an einigen Youtubern und TV-Journalisten (können wir die nicht analog den Youtubern als TVler bezeichnen? Oder Glotzler?) und jagt Fahrraddiebe nun aktiv mit Hilfe von GPS-Ortungsmodulen an manipulierten Fahrrädern.

Literaturkritik der Woche

In der jüngsten Ausgabe der Fernseh-Literaturtalkshow lesenswert des SWR sagt der Kritiker Dirk Schümer, von Gastgeber Denis Scheck auf seine schlechte Meinung über den Literaturnobelpreis angesprochen: „Wenn man sieht, wie viel Idioten den gekriegt haben – von Jelinek bis Grass.“ Und der Moderator stimmt zu: „Von Bob Dylan ganz zu schweigen.“

Wow. Ich meine, ich mag Grass‘ Ergüsse ja auch nicht besonders und habe Jelinek nie gelesen, aber das ist schon ein ziemlich heftiges Kaliber an Schimpfwörtern für eine Literaturkritik.
Sowas bewahrt man sich für AfD-Mitglieder und Kreationisten auf, aber nicht für diese Leute.
Und Daniela Strigl hat ja Recht: Dass das kein Skandal wurde, ist ein Skandal. Aber wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass die öffentlich-rechtlichen Sender, allen voran die Dritten, mit Ausnahme weniger Sendungen in der öffentlichen Meinungsbildung keine nennenswerte Rolle mehr spielen. Das wiederum ist sehr beruhigend.

Rekonstruktion der Woche

Waldorfosaurus? Statlersuchus? - Bild: Matt Celeskey

Waldorfosaurus? Statlersuchus? – Bild: Matt Celeskey

Nein, das ist Avicranium, eine neu entdeckte Art aus der Gruppe der Drepanosaurier.
Die Drepanosaurier waren eine seltsame Gruppe in den Bäumen lebender Reptilien, die etwa zur Anfangszeit der Dinosaurier neben diesen lebten. Es handelt sich um Tiere, die oberflächlich den heutigen Chamäleons ähnelten, aber ihre oft mit einer Kralle versehenen Schwänze machen auch hier den Unterschied deutlich. Sie scheinen vielmehr entfernt mit den Flugsauriern verwandt zu sein.
Matt Celeskeys Rekonstruktion der neu entdeckten Gattung Avicranium aus dieser Gruppe macht die ganze Fremdheit dieser Lebewesen sehr schön deutlich. Ich sage es immer wieder: Die Urzeit war so viel exotischer, als unsere lange vorherrschende Vorstellung einer Gegenwart mit leicht anders aussehenden Tieren und Pflanzen.

Video der Woche

Das ist einfach nur eine nahezu perfekte Satire der durchschnittlichen Youtube-Vlogs vermeintlich prominenter Egotuber. Und das, obwohl diese im englischsprachigen Youtube nicht annähernd so allgegenwärtig sind, wie in der deutschsprachigen Abteilung.

Demo der Woche

Hallo, Bonn, wir sind da!

Hallo, Bonn, wir sind da!

Gestern gab es in Bonn die große Demo im Vorfeld der morgen startenden Weltklimakonferenz in Bonn. Mit 25.000 Teilnehmern war es die größte Demo zu diesem Thema, die je in Deutschland abgehalten wurde.
Darunter waren auch etwa 3.500 Fahrräder samt Pedaltretenden, die am Vormittag im Süden Kölns zusammengekommen sind, um von dort nach Bonn aufzubrechen. Das war ein wenig chaotisch, denn offenbar wollte die Polizei diese Veranstaltung verhindern. Vielleicht als Generalprobe für den Einsatz an der Braunkohlengrube am heutigen Sonntag, der ebenfalls als übertrieben beschrieben wird.
Doch zurück nach Köln: Nachdem die Polizei zunächst die Nutzung der A555 und anschließend noch auf der Vorkundgebung der Fahrt eine Fotoaktion auf dem Kölner Verteilerring untersagte, löste die Demoleitung die Versammlung auf und es gab statt dessen eine Critical Mass. Wer das nicht kennt: Bei einer Critical Mass fahren viele Leute spontan Fahrrad. Das ist keine Demo nach dem Versammlungsrecht und da jeder das Recht hat, mit seinem Fahrzeug im Rahmen der Gesetze die Straße zu nutzen, kann man so eine Critical Mass als Polizei schwer aufhalten. Ein paar Nasen sind auf die Autobahn gefahren, aber ansonsten verlief das alles friedlich. Ein paar persönliche Anfeindungen und mindestens eine Autofahrerin mit durchgeknallter Sicherung gab es leider, aber sowas passiert halt. Es war ja angekündigt, dass es da eine Demo gab und so konnten die Automobilen darauf vorbereitet sein und die Strecke meiden.
In Bonn versuchte die Polizei dann doch noch mal, den kilometerlangen Tross von Fahrrädern aufzuhalten. Ergebnis war, dass die Polizei ab diesem Moment statt einer Fahrraddemo zwei zu bewältigen hatte, was sie schlichtweg nicht hinbekam, weil dafür nicht genug Personal im Dienst war. Selbst Schuld!
Am Ende trafen beide Gruppen kurz vor der Klimademo wieder zusammen und kamen als ein Verband an.
Teil der Demo war es übrigens, nach Möglichkeit rote Kleidungsstücke mitzubringen. Also nahm ich das einzige rote Teil mit, dass ich hatte und setzte die Weihnachtsmannmütze dann für die Fahrt auf. Aber ich muss schon sagen, es wird verdammt warm unter dem Ding.
Hier ist der komplette Radzug, ich schätze mal, die Aufnahme wurde zwischen Brühl und Wesseling gemacht. Ich tauche natürlich auch auf, ab 11:55. Und ein paar andere bekannte Gesichter wird der ein oder andere hier wohl auch finden können.