…Blogger: Wexit – Das Ende des Westens

Im weltpolitischen Kontext steht der Donnerstag (unverbindlich) beschlossene Brexit, der Austritt des Vereinigten Königreiches aus der Europäischen Union als Teil einer Kette von Ereignissen da, nach denen die Geschichtsbücher anders geschrieben werden könnten. Hier verändert sich nicht ein Land, nicht Europa, nicht der Westen – hier verändert sich die Welt. Brexit ist ein Teil davon, der Vorwahlkampf in den USA ein weiterer, andere kommen hinzu.

Neulich an der nördlichen Grenze von England - Bild: Ryan McGuire

Neulich an der nördlichen Grenze von England – Bild: Ryan McGuire

Die westliche Ära

Betrachtet man die Menschheitsgeschichte in wirklich großen Kontexten, lässt sie sich zweiteilen in eine östliche und eine westliche Ära.
Die östliche Ära umfasst die Frühgeschichte des Homo sapiens, die Ausbreitung der Menschheit von Afrika zunächst nach Europa im Norden und im weiteren Verlauf immer weiter nach Osten, bis schließlich der Atlantik die Wanderung beendet.
Mit der neolithischen Revolution beginnt die westliche Ära – Zivilisation, wie wir sie kennen, entsteht mit dem Ackerbau im Nahen Osten, von da aus wandern die Erfindungen vor allem nach Westen und nur in deutlich geringerem Maße auch nach Osten. Schließlich stößt sie auf den Atlantik und damit an ein wahrgenommenes westliches Ende. Die ersten Staaten der Menschheitsgeschichte sehen eine Welt, die im Westen ein Ende hat, im Osten dagegen nicht und so wird Europa zum Westen an sich.
Die westliche Ära hätte mit Kolumbus enden können, doch statt dessen verstärkte sich die Macht des Westens: Es waren nach Westen segelnde Europäer, nicht nach Osten segelnde Asiaten, die Amerika für sich beanspruchten und als neues Westende der Welt definierten. Spanier und Portugiesen definierten die finalen Grenzen des Westens, das ihnen folgende britische Imperium schließlich sicherte die Vormacht des nun definierten Westens über den Planeten. Auf sie folgen mit dem Kalten Krieg die Amerikaner und Sowjets.
Doch der Westen vernetzt die Welt beständig. Was mit Handelsrouten begann, wird bald zu Kolonialnetzen, zu Telekommunkationsnetzen und schließlich zum weltweiten Internet. Die Vorherrschaft steht auf immer dünnerem Eis. Neue Spieler auf dem fast ebenso neuen Feld der Weltpolitik tauchen auf und fordern den Westen heraus – China, Indien, Japan, Südafrika, Nigeria und immer mehr weitere. Immer größer werden die Mühen der bisher herrschenden Mächte, ihre Macht zu erhalten, während sie zugleich intern mit ideologischen Auseinandersetzungen kämpfen, die sich seit den demokratischen Revolutionen des 18. und 19. Jahrhunderts ausbreiten – im Positiven wie im Negativen.
Heute sind wir an einem bedeutenden Punkt dieser Entwicklung: Nach dem Kalten Krieg gab es neue Strukturen aufzubauen und damit Macht neu zu verteilen. Europa steht dabei seit der Jahrtausendwende an einem Scheideweg, die USA kämpfen verzweifelt um einen immer schwieriger erscheinenden Erhalt des Supermacht-Status und China kauft sich nach und nach ein unsichtbares Weltreich zusammen.
Die westliche Ära endet, die einzige Frage ist, wie.

Trump gegen Clinton

Die USA sind intern vom Neoliberalismus zerfressen. Stromnetze brechen zusammen, Armut ist allgegenwärtig. Der Versuch, allen Amerikanern wenigstens eine grundsätzliche Krankenversicherung zu gewährleisten, wird von weiten Teilen der Bevölkerung als Bevormundung empfunden.
Und jetzt gibt es, bei allen Strohhalmen, an die sich Bernie Sanders’ Unterstützer zu klammern bemühen, nur noch die Entscheidung zwischen dem ultraneoliberalen Vollidioten Donald Trump und der wirtschaftsdogmatischen Hillary Clinton. Beide Optionen sind für die USA eine Katastrophe, beide führen die USA auf genau dem Weg weiter, der gegenwärtig zu ihrem beständigen Machtverlust in der Welt führt.
Es ist möglich, ja sogar wahrscheinlich, dass die USA nach der nächsten Präsidentschaft in Trümmern liegt. Se wird keinen Krieg verloren haben, sie wird sich selbst auf den Weg in die weltpolitische Bedeutungslosigkeit begeben haben. Armut und zusammenbrechende Infrastruktur werden den amerikanischen Scheinriesen in die Knie zwingen, wenn nicht bald ein Gegensteuern erfolgt.

Brexit

Das britische Weltreich war ein Reich mit langem Abschied. Geblieben sind ein Vereinigtes Königreich (minus Irland) und ein paar Kolonien, die man allesamt problemlos zu Fuß durchlaufen kann. Und auch dieses Königreich ist fragil, nur knapp entkam es 2015 einem Austritt Schottlands.
Nun hat ein Referendum für einen Austritt des Landes aus der EU votiert. Die Auswirkungen sind katastrophal: Schon zwei Tage nach dem Referendum sehen wir wichtige Wirtschaftswerte für Großbritannien wegbrechen. Das Pfund verliert an einem einzigen Tag 11% seines Wertes. Das europafreundliche Schottland kündigt neue Bestrebungen an, unabhängig zu werden. Nordirland denkt an eine Wiedervereinigung mit Irland. Spanien meldet Ansprüche auf Gibraltar an. Oh, und der Wortführer der Befürworter des Austritts in England gibt praktisch sofort nach Schluss der Wahllokale zu, über die wirtschaftlichen Vorteile des Austrittes gelogen zu haben.
Und das Votum war alles andere als eindeutig: Ob 52,8% eine ausreichend starke Mehrheit für eine solch fundamentale Entscheidung sind, damit wird sich die britische Regierung noch befassen müssen. Knapper geht es schließlich kaum noch.
Vor allem aber, wie schon bei der Präsidentenwahl in Österreich, haben wir erneut ein tief gespaltenes Land in Europa. Das ist etwas, was sich unionsweit seit einigen Jahren andeutet.

Europas Einheit

Frieden in Europa ist ein sehr junges Phänomen. Es ist erstaunlich, dass man daran bereits jetzt erinnern muss.
Die letzten Anschläge von nordirischen und baskischen Separatisten sind noch nicht so lang her. Der Jugoslawienkrieg ist praktisch noch Zeitgeschichte, der Friedensplan für die Region immer noch mitten in der Umsetzung.
Ende der 90er sah es so aus, als könne Europa dies alles überwinden. Diese Hoffnung zu erhalten, wird zunehmend schwieriger, die Schweissnähte des Kontinents reissen.
Der Nationalismus kam wieder. Wäre Europa den Weg zu zivilisierterem Umgang mit völkerrechtlichen Fragen weitergegangen, ließen sich viele Probleme mit ruhigem Kopf lösen. Katalonien will von Spanien unabhängig werden? Klar, reine Formsache! Belgien teilen? Warum nicht, wenn die Bevölkerung das will?
Doch es kam anders. Europas Peripherie versinkt im Krieg – die Ukraine in einem von beiden Seiten propagandistisch ausgeschlachteten Bürgerkrieg, die Türkei ist im Vorlauf eines Genozids an den Kurden, europäische Konvertiten speisen die Kriegsmaschine des ISIS, nationalistische Kräfte verhärmen das Klima innerhalb der Union bis zur Zerreissprobe. Ist es so absurd anzunehmen, dass die Nordiren sich im Falle eines Falles auch erneut bewaffnen würden?
Aber: Die Mitgliedsstaaten Europas haben ohne die EU kaum eine Chance, mehr zu bleiben als Randnotizen der künftigen Weltpolitik. Deutschlands gesamte Macht in der Welt baut auf den wirtschaftlichen und politischen Strukturen der EU auf. Mit Ausnahme des international präsenten Frankreich ist kein europäischer Staat in der Lage, in der heutigen Welt seine aktuelle Bedeutung zu erhalten.

Eine bessere Europäische Union ist unsere einzige Option zu einer Zukunft in Europa, die der Gegenwart wenigstens ebenbürtig ist. Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass die EU ein demokratischeres, direkteres, gelebteres Element unserer Welt ist.
Ich habe einfach keine Lust drauf, in ein paar Jahrzehnten meinen Lebensabend als Kolonialbürger von China oder in einem nationalistisch-rückwärtsgewandten Deutschland zu verbringen.


Freitägliche Fünf 24.06.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal für einen entspannten Abend mit Musik und lecker Essen.

1. Wicked – The Movie

Werbebanner des Broadway-Musicals WickedHollywood nimmt sich meines Lieblingsmusicals Wicked an. Wicked ist die Hintergrundgeschichte von Elphaba, die von einer von Vorurteilen getriebenen Gesellschaft in die Rolle der Bösen Hexe des Westens getrieben wird, die sie in Der Zauberer von Oz einnimmt.
Es ist das einzige Broadway-Musical, von dem ich den Soundtrack gekauft habe. Es ist verdammt gut.

2. Jonathan Young

Noch mehr Musik: Jonathan Young macht auf Youtube Coverversionen von Songs, vor allem Rock- und Metalvarianten von Disney-Filmmusik. Nicht alle sind perfekt, aber ein paar eben doch. Zum Beispiel Prince Ali da oben.

3. Glutamat-Vernunft

Atomare Darstellung des Glutamat-Moleküls

Das Satanmolekül Glutamat – Bild: Wikimedia Commons

Nach etlichen Verteufelungen von Glutamat endlich ein Artikel, der diese traditionelle asiatische Zutat verteidigt. Glutamat ist eine dieser ganzen Lebensmittelpaniken, die jeglicher Grundlage entbehren, aber bei einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, die ihren eigenen Geschmacksnerven misstraut und lieber irgendwelchen Medienköchen solche Dinge überlässt, sehr beliebt sind.

4. Leckerere Schokolade mit wenigerer Fett

Ein Stapel Schokoladenstücke verschiedener Sorten

Dieses Blog wird nicht von Alpia gesponsert. Milka, das ist eure Chance! – Bild: Wikimedia Commons

Industriell hergestellte Schokolade könnte bald mit weniger Fet hergestellt werden udn dabei auch noch besser schmecken. Dazu haben Wissenschaftler eine Methode gefunden, Schokolade mit Stromstößen ein besseres Fließverhalten in den Leitungen zu verleihen. Angeblich soll die so fettreduzierbare Schokolade sogar besser schmecken als die normale Variante.
Wobei man zugeben muss, dass amerikanische Schokolade im Vergleich zur hier erhältlichen erschreckend minderwertig ist.

5. Bürgergarten: Es geht weiter

In Sachen Bürgergarten geht es stetig voran, wir kommen jetzt zu konkreten Terminen für die Vertragsverhandlungen. Ick freu mir!


Demokratie nervt

Demokratie bedeutet Diskutieren

Demokratie bedeutet Diskutieren. Schlussstriche sind diktatorisch – Bild: Stadtjugendring Augsburg

Die Demokratie ist die vielleicht lästigste aller Regierungsformen. Das liegt in ihrer Natur. Und es ist auch gut so, denn damit bildet sie den klarsten Gegensatz zur vergleichsweisen Einfachheit, mit der Diktatoren regieren können.

Angenehme Nicht-Demokratie

Dieses Wochenende erschien ein Artikel in der Rheinischen Post, den (meines Erachtens erschreckend) viele Freunde auf unterschiedlichen Plattformen teilten, insbesondere solche, die den gegenwärtigen Oppositionsparteien des Stadtrates angehören, also auch der meinen.
Im Fokus steht zwar die lästige Debatte um das RY-Kennzeichen der für ein paar wenige Jahre unabhängigen Stadt Rheydt, aber den Kern des Artikels finde ich viel früher im Text:

Trotzdem ginge es vielen Städten besser, wenn sie mit unternehmerischem Geist geführt würden. Wenn sie eine Strategie hätten; Ziele, die priorisiert sind und die sich operationalisieren lassen. Und den Spirit, einzigartig sein zu wollen. Dann wäre beispielsweise in Rheydt nicht das Pahlkebad für Millionen saniert worden. Gäbe es in Holt keine Totenhalle. […] Vor allem aber würden alle gemeinsam, vom Sachbearbeiter bis zum Geschäftsführer der Tochtergesellschaft, am selben Ziel arbeiten: die Stadt voranzubringen.

Jaja, wenn die Stadt Vernunft hätte, gäbe es beliebiges-Ding-das-mir-nicht-gefällt nicht. Das ist natürlich ganz furchtbarer Unfug. Grade die beiden genannten Projekte wurde ja mit genau diesem Ziel begonnen: Die Stadt voranzubringen. Andere Dinge auch nicht, aber die gehören schon deshalb nicht in die selbe Aufzählung, weil sie keine stadtintern verursachten Probleme sind.
Es ist Existenzgrundlage der Demokratie, dass unterschiedliche Akteure unterschiedlicher Ansicht sind, wie das Voranbringen zu geschehen habe und welche Richtung überhaupt „voran“ ist. Deshalb wählen wir auf einem Stimmzettel, auf dem mehrere Parteien zur Auswahl stehen, statt auf einem, der fragt, ob wir mit der Politik der einen Regierungspartei einverstanden sind. Demokratie ist bedeutungslos und leer, wenn Wahlen nicht mehr zu wahrnehmbaren Veränderungen führen, wenn alle mit den selben Zielen antreten und sich bestenfalls in der Farbe ihrer Fahnen unterscheiden. Eine Entwicklung in diese Richtung hatten wir deutschland- vielleicht sogar europaweit in der Parteienlandschaft. Es ist dies das Gift, an dem die SPD gegenwärtig jämmerlich verreckt und mit dessen Einnahme inzwischen auch Teile der Grünen begonnen haben.
Auch gilt, was ich schon vor zwei Jahren zum Thema langjähriger Pläne wie Masterplan und Verkehrsentwicklungsplan formulierte:

Das Problem ist: Mit ziemlicher Sicherheit sind unsere jetzigen Ideen (auch meine) bereits in wenigen Jahren überholt, veraltet oder wenigstens justierungsbedürftig. Das gilt ganz besonders in der Stadtplanung, denn wie oben schon gesagt: Städte verändern sich unter den Händen ihrer Planer weg, da die Planer nur sehr geringen Einfluss auf gesellschaftliche und technologische Entwicklungen und noch geringeren auf Phänomene der unsichtbaren Hand haben.



Bedeutet also, ein VEP (oder Masterplan) stellt den (unbewussten und durchaus gutwilligen) Versuch dar, aktuelles Wissen und aktuelle Ideologie auf eine längere Zukunft festzuschreiben, in der Überzeugung, dies seien die bestmöglichen Ideen, weil „moderne“, im Gegensatz zur veralteten früherer Jahre. Dass die modernen Ideen logischerweise mit dem weiteren Fortschreiten der Jahre ebenso veralten und noch lange nicht das Nonplusultra darstellen, scheint dabei ein blinder Fleck der menschlichen Psychologie zu sein.

Natürlich wäre es viel angenehmer, wären die Wege festgesteckt und Politik würde nur noch innerhalb der Vorgaben jener Wahlperiode, in der die Vorgaben gesteckt wurden, handeln. Vor allem für jene, die zufällig genau zu dieser Zeit an der Macht waren, als diese Ziele beschlossen wurden. Für die künftigen Generationen weniger, die sich nun in den engen Grenzen eines mit den Jahren zunehmend überkommenen Fortschrittsbegriffes bewegen müssen. Aber auch für jene, die während dieser Zielfestlegung in der Opposition waren — in der Politik wie auch in der Bevölkerung.
Ja, es wäre harmonisch. Aber eben auch Mist.

Der gute Diktator

Im Muster gleicht der Beitrag dem Wunsch nach einem „guten Diktator“. Beide Ideen laufen darauf hinaus, dass es jemanden oder etwas geben müsste, mit der Autorität und Fähigkeit, bestimmte Vorstellungen einfach mal umzusetzen, ohne lästige Diskussionen, ohne die Dynamik sich verändernder Lagen und Meinungen. Die alten Griechen hatten das zeitweise, der Bedeutungswandel des Wortes dafür sollte deutlich machen, wie gut dies funktionierte: Die Tyrannis.
Der schönste aller Albträume, diese Welt, in der man nicht mehr entscheiden muss, weil eine Autorität entscheidet, welche Entscheidung die objektiv richtige ist. Die Idee objektiver Richtigkeit, erkannt durch ausreichend weise Herscher, welche jede Auseinandersetzung überflüssig und jede Entscheidung konsequent macht. Die Umsetzung dieser Idee kennen wir aus diverse europäischen Staaten im 20. Jahrhundert, im 1990 annektierten Staatsgebiet Deutschlands.
Ich habe dann doch lieber komplizierte, teils frustrierende Politik mit all ihrem Hin und Her, ihrer Unvernunft und ihrem Hickhack, als den Weg zu einer SED-in-den-Köpfen zu ebnen.


Freitägliche Fünf 17.06.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal aus einer Woche der Zeitenwenden. Und mit einem popelnden CDU-Abgeordneten.

Leerstelle: Orlando

blackIch hatte diese Woche schon ausgeführt, dass ich Orlando für keinen gewöhnlichen Anschlag halte, von denen es leider schon zu viele gibt. Ich halte es für einen historischen Wegstein, jenen, an dem wir hoffentlich merken, dass wir falsch abgebogen sind.
Dies ist eine Leerstelle für die Opfer. Dies ist die Nummer 1 für die Hoffnung, dass sich endlich etwas ändert.

2. Death Stranding

Aus der E3 sind diese Woche eine ganze Reihe wirklich guter Spieleankündigungen und Trailer hervorgegangen. Aber für mich stand Death Stranding ganz vorne unter diesen. Hält das Spiel, was der Trailer verspricht, haben wir hier einen ganz großen Fortschritt in der Entwicklung von Videospielen zur akzeptierten Kunstform vor uns. Seht es euch einfach an, ich finde das absolut atemberaubend:

3. Singapur geht offline

Ich sage es ja schon lange: Die sicherste und eigentlich auch einzige Möglichkeit, vor Hackern sicher zu sein ist es, sensible Daten gar nicht erst auf einen Rechner zu packen, der regelmäßig mit dem Internet verbunden ist. Zu meinem Entsetzen geht die Entwicklung derzeit ja eher in die andere Richtung, zu Speichern in der Cloud (also auf fremden Rechnern statt den eigenen).
Nun, wenigstens in Singapur herrscht genug Vernunft, um wichtige Infrastruktur kurzerhand offline zu setzen um vor Cyberattacken besser geschützt zu sein.

4. MIT geht online

Hier gibt es die Kursunterlagen des MIT. Alle.

5. Hihi

Okay, ganz im Ernst, wahrscheinlich wird niemand im Parlament besser aussehen, wenn man auf ihn eine Kamera richtet während jemand am Mikrofon eine ewig lange Rede hält, deren Inhalt man als Parteigenosse wahrscheinlich bereits mitbeten kann. Aber lustig ist es schon.


Orlando ist überall – Das Ende der politischen Geografie

Über 100 Opfer forderte am Sonntag ein Anschlag auf einen Schwulenclub in Orlando, Florida, davon 49 Tote. Das zählt nur die körperlich nachweisbar geschädigten. Der Täter, Omar Mateen, war trotz afghanischer Abstammung ein in New York geborener Mitarbeiter einer der größten Sicherheitsfirmen der Welt (G4S). Weitgehend unauffällig und in einem Beruf beschäftigt, in dem man ihm bedenkenlos Schusswaffen anvertraute, samt offizieller Lizenzen. Es gab wohl ein paar Auffälligkeiten um ihn und seinen Vater, er bekannte sich am Ende auch zur IS-Bewegung, aber der Punkt bleibt, dass dies ein Anschlag aus dem Inneren war. Da war ein Amerikaner. Und kein besonders aus der Art geschlagener.
Das ist es, was diesen Anschlag besonders macht: Er verdeutlicht, dass wir in unserem Denken oftmals die Grenzen falsch ziehen. Die Grenzen laufen nicht über den Globus. Sie laufen mitten durch die Gesellschaft. Auch die „westliche“.

Nachteil der Digitalisiserung: Das kann man nicht mal mehr einfach so in den Papierkorb knallen

Nachteil der Digitalisiserung: Das kann man nicht mal mehr einfach so in den Papierkorb knallen


Homophobie als Normalität

Die Süddeutsche Zeitung veröffentlichte kurz nach dem Attentat einen beachtlichen Artikel, der sich etwa so zusammenfassen lässt:

Ein Anschlag auf die offene Gesellschaft? Schön wär’s! Welche offene Gesellschaft denn?

Das ist sicherlich übertrieben, in vielen Ländern ist anormative Sexualität nicht oder wenigstens nicht stärker stigmatisiert als etwa bestimmte Haarfarben. Aber, und hier ist das Körnchen Wahrheit in der Geschichte, sie ist auch nirgends wirklich akzeptiert.

Der Massenmörder von Orlando war ein Moslem, das ist praktisch unzweifelhaft. Aber es hätte genausogut ein evangelikaler Christ sein können. Tatsächlich sind in den USA Christen insgesamt praktisch genauso homophob wie Muslime, die evangelikalen Gruppen sind deutlich schlimmer,von den Mormonen und Zeugen Jehovas ganz zu schweigen. Mit Ausnahme der Atheisten und Agnostiker (und in geringerem Maße der Juden und Buddhisten) ist die Quote der Homophoben überall erschreckend. Amerikanische Evangelikale spielten bei der Einführung der Todesstrafe für Homosexuelle in Uganda eine Rolle. Im Ostblock ist der Kampf gegen die Homosexualität politische Agenda, sei es in Russland, wo wir das ganz furchtbar finden oder in der Ukraine, wo wir das ganz toll finden (oder halt medial verschweigen). Natürlich sind auch die rechten Parteien in unterschiedlichem Maße dagegen, Homosexuelle als selbstverständlichen Teil der Gesellschaft anzuerkennen, sei es die bloße Ablehnung von mit der Ehe gleichgestellten Lebensgemeinschaften oder die Wiedereinführung der Strafbarkeit homosexueller Handlungen oder gar Neigungen. Letztere ist auch in Westdeutschland noch nicht so lange her und so ist es auch in den sich als fortschrittlich sehenden Nationen immer noch weit verbreitet, Homosexualität als eine Art Krankheit zu begreifen.

Es gibt in Deutschland Bewegungen, die dagegen auf die Straße gehen, dass 16-Jährige in der Schule von der Existenz nicht-heterosexueller Neigungen erfahren. Sie nennen sich „besorgte Eltern“, bieten regelmäßig rechten Gruppierungen Plattformen und gehen zwei Tage später auf eine andere Demo, wo sie gegen extremistische Muslime protestieren, deren Weltbild sie nahezu identisch vertreten (nur halt mit Deutschland oder irgendeinem anderen Gott statt Allah).

Dummheit kennt keine Grenzen

Parallel läuft in Frankreich ja die Herren-Fußball-EM und da haben wir schon in den ersten Tagen Dauerberichte von randalierenden Hooligans. Engländer, Russen, Deutsche, scheissegal, alles der selbe Mist. Es gibt keine Grenzen, diese Idiotie ist allgegenwärtig.
Und das galt ja schon für ISIS: Die Bewegung speiste sich nicht etwa nur aus Muslimen, die radikal-muslimischen Bewegungen lockten in Massen Menschen an, die mangels besserer Begrifflichkeit nur als europäische „Einheimische“ bezeichnet werden können. In nicht zu verachtenden Teilen ist der IS keine syrische Milz – er ist eine Invasionsarmee verblendeter Europäer.

Mit Orlando nun ist der große Fehler offenbar gewunden, wie „wir“ uns den „Feind“ vorstellen: Wir verorten ihn geografisch, er kommt aus dem Nahen Osten. Dieser hat Grenzen, da kommen die Bösen her. Aus Arabien, Syrien, dem Iran.
Aber unser Gegner ist kein Land. Unser Gegner ist auch keine Miliz, diese sind austauschbare Moden. Unser Gegner ist ein Heer von Ideen. Stark gewordene Rückständigkeiten, geboren aus nie bewältigten Resten alter Dummheiten, aus der Angst vor Veränderung, aus der Unfähigkeit zur Toleranz dessen, was anders ist als man selbst.
Vielleicht auch motiviert von der all zu großen Radikalität und Geschwindigkeit des Wandels im Westen, der von seiner eigenen Geschwindigkeit abgehängt in ein gefährliches Gemisch aus Halbwissen und Nostalgie übergeht.

Der Konflikt hat keine geografischen Grenzen (mehr). Er geht mitten durch die Gesellschaften. Alle Gesellschaften.

(siehe auch meine Worte zu Charlie Hebdo)

PS: Ja, wir brauchen ein besseres Wort als homophob. Ich habe aber keins. Der Vorschlag „Arschloch“ ist effektiv und korrekt, aber wenig deskriptiv.


Freitägliche Fünf 10.06.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal blicken wir viermal in die Zukunft – und einmal in meinen Musikgeschmack.

1.Bürgergarten Nummer 4

Eine Nachricht, mit der ich kaum noch gerechnet hatte, erreichte mich am letzten Samstag: Ein neues Bürgergartenprojekt in Mönchengladbach rückt in greifbare Nähe.
Es wird ein Projekt mit starkem Inklusionseinschlag auf einem Gelände mit einigen alten Obstbäumen (die natürlich erhalten werden). Ein starker Fokus soll bei dem Projekt auch die Permakultur werden, allein schon wegen der Größe des Geländes. Ich bin sehr gespannt auf das Projekt.
Wo es genau ist sage ich dann, wenn die Tinte unter dem jetzt konkret auszuhandelnden Vertrag getrocknet ist. Momentan sieht es so aus:

Obstwiese an einem Hang

Ackerdistel Hugo und seine Freunde – Bild: eigen

2. Modulare Handys

Die Idee modularer Technologie ist gemeinsam mit dem IBM-kompatiblen PC etwas in Vergessenheit geraten. Nun, sie ist zurück, diesmal für Handys.
Was wie eine Spilerei aussieht hilft unter anderem, die Lebenszeit von Mobiltelefonen zu verlängern (defekte Komponenten lassen sich leichter austauschen) und auch, Geld zu sparen (Komponenten dürften günstiger sein als alle paar Jahre ein komplett neues Handy zu kaufen). Ich bin da sehr für.

3. Stammzellen gegen Schlaganfall

Es wird zunehmend klarer, dass Stammzellen für die Behandlung der Folgeschäden von Schlaganfällen eingesetzt werden können.
Wie das genau funktioniert, ist noch ebenso rätselhaft wie vieles anderes über die Funktion von Stammzellen im menschlichen (vor allem im erwachsenen) Körper. Aber es funktioniert offenbar und verspricht, die wohl häufigste Gruppe erworbener Behinderungen erfolgreich behandeln zu können.

4. Die Zukunft von Vorgestern

Eine der faszinierenderen Tätigkeiten in Zeitschriftenarchiven ist es, Zukunftsvisionen vergangener Jahrzehnte durchzugehen. Ich habe selbst einige Bücher über die Zukunft aus den 70ern und 80ern, aber die bei Google Books neben vielen anderen Ausgaben einsehbare Popular Science von März 1934 übertrifft das nochmal deutlich.
Wir haben einen Vorläufer des heute alltäglichen Blinkers am Auto (ein Licht, das einen Text auf die Straße projiziert, der vor dem Abbiegen warnt), eine Ampelanlage mit einer zusätzlichen Phase, in der alle Fußgänger gleichzeitig grün kriegen (wo ist dieses Konzept eigentlich hinverschwunden?), ein Flughafen mitten auf der Themse und ein Auto mit ausziehbarem Schlafbereich im Kofferraum. Und was ist von all den faszinierenden Erfindungen von März 1934 geblieben? Die Astschere aus Kanada, der Teleprompter aus Deutschland und der Gummistöpsel aus Amerika.

Ein als Brücke angelegter Flughafen über der Themse im Zentrum von London

Die schlechteste großartige Idee aller Zeiten! – Bild: Scan aus Popular Science 03/1934

5. Und ein paar Wochen zurück

Vor ein paar Wochen war der Grand Prix Eurovision de la Chanson, den ich in der Tat immer noch so nenne. Ich habe inzwischen praktisch alle Titel vergessen, bis auf den aus Belgien. Funk it Away, Laura Tesoro!


Zweiwöchige Zehn 03.06.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal in einer Doppelausgabe für zwei Wochen, da mich letzte Woche einfach der Brückentag durcheinandergebracht hat. Das kommt davon, wenn man das Konzept von Wochentagen wieder in sein Leben lässt. Wie dem auch sei, los geht’s:

1. Dritte Mönchengladbacher Sternfahrt

Chillig bis smooth - Bild: ADFC MG

Chillig bis smooth – Bild: ADFC MG

Überraschendes Velomobil-Aufgebot in MG - Bild: ADFC MG

Überraschendes Velomobil-Aufgebot in MG – Bild: ADFC MG

Letzte Woche Samstag rief der ADFC wieder zur jährlichen Sternfahrt in MG. Da sich einfach nur in MG rumzufahren nicht so recht lohnend anhörte, startete ich mit einem Freund (Moin Stefan!) in Erkelenz.
Es war angenehm, verlief ohne Pannen, Halte oder Abbrüche wie zuvor in Düsseldorf.
Überraschend war für mich der Auftritt von insgesamt sechs Velomobilen, die den Abschluss der Gruppe bildeten. Sechs ist eine ordentliche Zahl, wenn man weiss, wie selten die Dinger sind.
Eine Sternfahrt in der Umgebung gibt es dieses Jahr noch: Wenn das Wetter mitspielt geht es am 19. Juni nach Köln. Es ist ein paar Jahre her, dass ich zuletzt mit dem Fahrrad in Köln war.

2. Rewe ohne Plastiktüten

Die Supermarktkette Rewe verzichtet zukünftig auf Einkaufstüten aus Plastik. Die Plastiktüten im Obst- und Gemüsebereich bleiben zwar, aber das finde ich verständlich, sie sind einfach aussergewöhnlich gut für diese Waren.
Der wichtige Punkt ist: Wieder ein Schritt voran!

3. Glühbirne 2.0

Ein Glühdraht zwischen zwei Glasplatten

Prototyp der supereffizienten Glühbirne im MIT – BIld: MIT

Hier ist eine Nachricht, die ich an meinem Geburtstag übersehen habe: Offenbar haben Forscher am MIT supereffiziente Glühbirnen erfunden. Der Trick ist, die normalerweise als Wärme verschwendete Energie zurück auf den Glühdraht zu reflektieren, wodurch dieser bei minimalem Strombedarf weiterbeheizt wird. Damit erreichen sie einen Wirkungsgrad von beachtlichen 40%.
Natürlich bleiben noch einige Fragen, insbesondere was die Lebenszeit dieser Birnen angeht. Dass Glühbirnen ein dem Tageslicht gleiches Licht ausstrahlen, wie der Guardian behauptet, halte ich auch für zweifelhaft, sie kommen mir doch immer etwas sehr gelblich vor.

4. EU kämpft für Open Access in der Forschung

Die für Wissenschaft und Forschung zuständigen Minister der EU trafen sich Ende Mai in Brüssel und kamen zu einer überraschend positiven Forderung: Bis 2020 sollen alle wissenschaftlichen Arbeiten sofort per Open Access zugänglich sein. Das wäre ein großer Fortschritt für die Forschung, wenn in Zukunft alles an Forschung frei zugänglich ist.
Ja, wahrscheinlich werden die Lobbyisten der Konzerne sich hier Sonderrechte erkämpfen, aber sie stehen damit immerhin auf zunehmend dünnerem Eis.

5. Amazon Video Direct

Amazon ergänzt sein Selbstverlegerprogramm um eine Plattform für Videos.
Videos sind natürlich technisch nicht so einfach wie Bücher, weshalb ich eine weniger große Verbreitung und auch weniger Qualitätsprodukte erwarte, aber es ist dennoch ein interessanter Versuch, Amateurfilmern eine kommerzielle Plattform zu bieten.

6.Van der Bellen gewinnt in Österreich

Alexander van der Bellen

Pressebild

Mit Alexander van der Bellen ist ein Grüner neuer Bundespräsident von Österreich. Damit ist uns auch ein erschreckender Rechtsaussen in diesem Amt verhindert worden, wenn auch nur um Haaresbreite.
Hoffen wir, dass van der Bellen das ganz offensichtlich tief gespaltene Österreich wieder einen kann.

7. Kampfradler

Ein pinker Panzer aus Holz

A-Team-Fans, Zeit für die Taschentücher! – Bild: Popular Science

Richtig, hier noch ein Fahrrad. Ja, ein Fahrrad!
Die Hauptkanone schießt Hotdogwürstchen.

8. Food Systems Challenge

Ursprünglich wollte ich hier etwas über einen stromfreien Kühlschrank aus Kanada schreiben, aber das wäre nur ein zu kleines Beispiel gewesen: Offenbar gibt es eine jährliche Food Systems Challenge, bei der Lösungen für die Lagerung von Lebensmitteln auf westlichem Niveau für Gegenden ohne Stromversorgung gesammelt udn prämiert werden. Nicht schlecht.

9. Kirchen müssen vor den EuGH

Und noch eine positive Nachricht aus Europa nach der Open-Access-Forschung und den Plastiktüten (ja, auch deren Bekämpfung hat die EU mit angestoßen): Das in Deutschland geltende Sonderrecht für die Kirchen als Arbeitgeber muss vor dem Europäischen Gerichtshof ausgehandelt werden. Der hat normalerweise wenig für nationale Sonderregeln übrig, womit die Schlechterstellung kirchlicher gegenüber freier Arbeitnehmer möglicherweise bald besser wird.

10. Soziales Netzwerk für MG

Also, ein Netzwerk der sozialen Verbände und Initiativen. Nicht sowas wie Facebook.
Sowas gibt es dann jetzt.


Auf in die Butterberge!

oder: Von Milchpreis, Schweinezyklus, Propaganda, Grenzen des Wachstums, Butterbergen und dem Niedergang der Mutanten mit Superkräften. Aber das wäre definitiv ein zu langer Titel gewesen.

Die Milch macht schlapp

Statistik der Milchproduktion, die seit 2005 schneler steigt als die Weltbevölkerung

Zwie Striche und ein Mutant – mein erster Webcomic? – Bild: Zentrale Milch Berichterstattung GmbH (nein, wirklich!)

Kuhmilch ist praktisch in allem und allgegenwärtig. Frischmilch, Käse, Jogurt, Quark, Buttermilch, Kefir, Sahne, Baileys (bäh!), Schokolade, Fertigsuppen, Brot und Brötchen… ich könnte die Liste ewig weiterführen. Es ist gar nicht so einfach, im Supermarkt ein Produkt zu finden, dass nicht in irgendeiner Form Milch, Milcherzeugnis, Molke oder dergleichen enthält.
Angesichts dessen muten zwei Dinge wie ein Wunder an: Zum einen, dass der Milchverbrauch in Deutschland immer noch steigt, zum anderen dass es dennoch eine Milchkrise gibt. Ja, der Wachstumswahn hat es geschafft, bei einem seit Jahrhunderten in fast beliebiger Menge absetzbares Produkt eine Überproduktion hervorzubringen, durch die Ängste vor einem Zusammenbruch des Wirtschaftszweiges aufkommen. Glückwunsch!

Milchschaumschläger

Milch ist ein seltsames Nahrungsmittel. Zum einen natürlich von der Idee, Sekret aus fremden Brüsten zu sich zu nehmen. Aber auch, weil es so widerprüchlich ist: Zugleich nährstoffreich und (für Erwachsene) schädlich, da es für das Wachstum von Babys geschaffen ist und Erwachsene es nur dank eines Gendefekts zu sich nehmen können, der aber nur einen Teil der gesundheitlichen Probleme aufhält.
Europäern wurde Milch so lange schmackhaft gemacht, bis sie ernsthaft glaubten, sie sei für ein gesundes Wachstum unverzichtbar — eine Behauptung, welche den 70% der Weltbevölkerung, welche Milch nicht verdauen können, gradezu absurd erscheinen muss.
Aber es hat funktioniert: Die Milchwirtschaft hat sich ihre eigenen Absätze über Propaganda aufgebläht. Und ja, egal, wie man zur Milch steht, die massive Werbung für Milch nicht nur direkt als Werbung sondern auch im Mantel von Aufklärungs- und Förderkampagnen kann nicht anders denn als Propaganda bezeichnet werden. Das Ergebnis ist eine in ihrem Ausmaß absolut wahnwitzige Milchwirtschaft, eine marktwirtschaftliche Blase. Dass die Milchwirtschaft irgendwann zusammenbrechen würde, war seit Jahrzehnten eben aufgrund dieser Blase offensichtlich.
Aber hier ist das Absurde: Der Markt bricht zusammen, ohne dass die Blase geplatzt wäre. Mit anderen Worten: Es hat noch gar nicht angefangen, eine richtige Krise zu werden. Es ist nicht mehr als ein Schluckauf im Vergleich zum Ausmaß der Milchmarktblase.
Aber Milch ist in Kritik geraten. Die demografische Entwicklung des Planeten bewegt sich zu Gunsten von Völkern, bei denen nur Minderheiten Milch verdauen können. Die Blase spannt heftig. Das wird noch schlimmer.

Schlaglöcher der Marktwirtschaft

Hatten wir das nicht alles schonmal? Den Älteren müsste das alles bekannt vorkommen, Stichworte „Butterberge“ und „Milchseen“.
Bevor ich dazu komme kurz eine Erklärung zum Schweinezyklus: In der Landwirtschaft ist es normal, dass Angebot und Nachfrage ständig um einander schwanken. Steigt die Nachfrage über das Angebot, steigen die Preise. Daraufhin setzen mehr Bauern auf die stark nachgefragte und daher besonders lohnende Ware (zum Beispiel Schweinefleisch, deshalb Schweinezyklus). Irgendwann ist das Angebot dann höher als die Nachfrage, die Preise sinken rapide und die Bauern wechseln auf andere lohnende Waren, bis die Nachfrage das Angebot erneut übersteigt und der Zyklus von vorne beginnt.
Und jetzt zurück zur Milch: In den 50ern war die Milch grade in einer Phase, in der die Preise zu niedrig waren. Zum einen war Europa grade in einer Phase des Wiederaufbaus nach einem großen Krieg, in dem man eine Krise nicht brauchen konnte; zum anderen war die Wirtschaft inzwischen stark industrialisiert, viele Landwirte waren dazu übergegangen, nichts mehr ausser Milch herzustellen und konnten nun auf kein anderes Produkt ausweichen. Die junge EWG baute ein System zur Subvention von Milch auf, die Bauern erhielten garantierte Abnahmepreise.
Damit wurde die EWG zum neuen Großkunden für Milch, der Schweinezyklus war geschlossen. Doch nun gab es erstmals keinen realen Abnehmer mehr für die Milch, es kam zu einer gewaltigen Überproduktion, mit der niemand etwas anfangen konnte — der „Butterberg“.
In den 70ern wurde das Problem schlimm genug, dass die EG als Nachfolgerin der EWG die Milchquote einführte, eine Beschränkung der Produktion von Milch in der EU. Erst 2007 waren die Butterberge endlich abgebaut. Preise stiegen wieder und 2015 ließ die inzwischen zur EU gewordene EG die Milchquote auslaufen, nachdem die Mengen vorher nach und nach angehoben worden waren.
Nun, nur ein Jahr später, ist der Milchmarkt im Zusammenbruch begriffen. Es gibt wieder zuviel Milch. Der für solche Situationen in der Landwirtschaft gerne genutzte Exportmarkt fehlt, denn im gerne als Agrarmüllkippe Europas genutzten Afrika will ebenso wie in China und Japan kaum jemand Kuhmilch und gegen Russland hat die EU Handelsbeschränkungen erlassen.
Das allein kann es aber nicht sein: Der Milchkonsum in Europa stagniert, was auch bedeutet, er sinkt nicht.

Nein, ich mache das moderne Wirtschaftsdenken verantwortlich. Was sich zwischen den 70ern und den 2010ern verändert hat, ist unsere Einstellung zum Wachstum. Früher war Wachstum ein Nebeneffekt von Erfolg. Heute ist Wachstum so sehr die Definition von Erfolg, dass er gegen jegliche Vernunft zum alleinigen Ziel der Wirtschaft geworden ist. Aber es gab keinen raum mehr, in den man hätte hineinwachsen können.
Der berühmte Bericht des Club of Rome sprach 1972 bei den Grenzen des Wachstums von Grenzen, die sich aus den begrenzten Ressourcen ergaben. Aber es gibt noch eine andere Form von Grenze des Wachstums: Den Punkt, an dem der Markt vollständig gesättigt ist und eine weitere Nachfrage nur sehr eingeschränkt wenn überhaupt erzeugt werden kann. Und das hat bei der Milch auch konkrete medizinische Gründe.

Wir Mutanten: Eine kleine Evolutionsgeschichte des Milchkonsums

Dass der Mensch ein Säugetier ist, ist für die Milchwirtschaft Fluch und Segen zugleich. Einerseits heisst diese Verwandschaft, dass Menschen über ein Gen für die Verdauung von Laktose verfügen, ihr Körper kann Laktase herstellen. Andererseits hören Menschen, wie alle Säugetiere, nach dem Säuglingsalter in der Regel auf, Laktase zu produzieren und werden laktoseintolerant.
Aber: Gut 30% der Menschheit sind Mutanten. X-Men-Style. Laktophagen; sie haben die Superkraft, einen Stoff zu verdauen, den normale Menschen nicht verdauen können — Milch eben.
Den Ursprung dieser Mutation vermuten die Forscher etwa 10.000 Jahre in der Vergangenheit im Nahen Osten, als erstmals Rinder domestiziert wurden. Die folgende Geschichte liegt etwas im Dunkeln. Bekannt ist, dass Rinder zuvor vor allem gehalten wurden, um das Land zu bearbeiten und fruchtbar zu machen, vermutlich auch als Fleischlieferanten. Milchprodukte (Käse, Milch) tauchen in der Archäologie vor etwa 5000 Jahren auf. Da Milch wahrscheinlich vor den von ihr abstammenden Produkten genutzt wurde, muss das also irgendwann in der Zeit dazwischen geschehen sein. Jedenfalls war die Milch für Mensch und Rind praktisch: Die Menschen erhielten eine zusätzliches Lebensmittel, über das sie noch mehr Nährstoffe aus dem Land holen konnten, die Rinder wurden von den Menschen noch stärker gefördert und traten endgültig ihren Weg zu einer weltweit verbreiteten Spezies neben dem Homo sapiens an.
Die Laktophagen breiteten sich im Nahen Osten und Europa aus. Die Europäer (überhaupt ein seltsames Mutantenvolk, diese hellhäutigen Multi-Immunen Keimschleudern) verbreiteten sich schließlich in der Welt und brachten die milchhaltige Ernährung mit sich. Europa, Australien, Amerika und Australien wurden von diesen Mutanten erobert. Praktischerweise war die Mutation dominant, sprich die Eroberer brachten ihre Mutantengene gleich mit in die lokale Bevölkerung ein. Weshalb zum Beispiel viele schwarzafrikanischstämmige Amerikaner Milch zu sich nehmen können, Afrikaner aber nur sehr selten.
Damit springen wir in die Gegenwart und hier sehen wir ein globales Problem: Es schwinden genau jene Bevölkerungsgruppen, bei denen wir Mutanten in so aussergewöhnlicher Zahl vorkommen. Indien ist noch eine Ausnahme, aber in den übrigen Regionen großen Bevölkerungswachstums sind Laktophagen entweder eine Minderheit (Asien) oder gar eine Rarität (Afrika). Auch wenn manche Milchprodukte bei ihrer Verarbeitung soweit verändert werden, dass sie kaum noch Laktose enthalten, ist absehbar, dass die weltweite Nachfrage nach Milch nicht auf dem gegenwärtigen Niveau bleiben dürfte. Und da dominante Gene sich nur sehr schwer durchsetzen können (klingt paradox, aber dominante Gene erhalten ihr Gegenstück quasi in abgeschalteter Form, weshalb es von der weiteren Evolution praktisch nicht aussortiert wird), ist da die Hoffnung auf eine schnelle Globalisierung des menschlichen Genpools vergebens.

Die Lösung

Das zwanzigste Jahrhundert hält eine gern übersehene Erkenntnis bereit: Planwirtschaft funktioniert. Oder genauer: Es gibt bestimmte Waren, darunter Milch, bei denen Planwirtschaft funktioniert.
Das erscheint auch logisch. Die Nachfrage nach Milch ist konstant, die Produktionsmenge ist verlässlich genug steuerbar, beim Produkt selbst gibt es praktisch keine Innovationen — Kuhmilch bleibt Kuhmilch, auch wenn ab und an neue Milcherzeugnisse erfunden werden. Der Milchmarkt in Europa ist praktisch ohne Verzögerung in dem Moment zusammengebrochen, als er der Marktwirtschaft überlassen wurde.
Es ist dies eine Erkenntnis, die heutigen Marktliberalen unbegreiflich zu sein scheint: Unterschiedliche Angebots-Nachfrage-Strukturen führen zu einem unterschiedlichen Verhalten am Markt. Deshalb ist es nicht sinnvoll, alle Arten von Produkten am Markt identisch zu behandeln. Für manche Waren ist der freie Markt die richtige Struktur, für andere die Planwirtschaft und für wieder andere sind es monopolistische (im Falle der Existenz sichernden Grundversorgung vorzugsweise nicht-profitorientierte) Strukturen.
Darüber wird es vielleicht eine Debatte geben, ganz sicher wird es große Aufregung bei den überall eingenisteten Vulgärliberalen geben, aber in einer solch profunden Krise siegen die Praktiker immer gegen die Theoretiker.


Jahr 10 ohne Altmedien

Es ist jetzt zehn Jahren her, dass ich den Fernseher rausgeschmissen habe. Die Zeitungen folgten mit kurzer Unterbrechung. Wann ich das letzte Mal ein Radio eingeschaltet habe, weiss ich noch nicht einmal mehr. Es folgt eine Bilanz.

Freie Zeit

Ob man nun mehr freie Zeit hat, liegt letztlich an einem selbst, das hat mit der Wahl der konsumierten Medien überraschend wenig zu tun. Nein, es geht um eine ganz andere Sache. Ich denke, es ist dies das Grundbedürfnis der so unverstandenen generation Y/Millennials/Weiterenunfughiereinfügen: Nicht freie Zeit, freie Zeiteinteilung.
Fernseher und Radio sind Diktatoren. Sie wollen uns vorschreiben, wann wir Nachrichten zu konsumieren haben, wann einen Spielfilm und wann wir uns bei GZSZ die Hirne weichsitzen. Ich verstehe nicht (mehr?), wie eine solche Struktur auch nur die Erfindung der Videokassette überleben konnte. Es gibt Menschen, die ihren ganzen Tagesablauf um irgendeinen Scheiss gestalten, der zu einer vom Sender vorgeschriebenen Zeit im Fernsehen läuft. Warum? Youtube existiert, Netflix existiert. Das Fernsehprogramm steht hier auf einer Ebene mit tatsächlich wichtigen Terminen und Verabredungen — diesen Status hat es schlichtweg nicht verdient.

Nachrichten

Jede Form von Nachrichtenkonsum verzerrt die Wirklichkeit.
Es ist interessant, wie viel momentan bei Facebook und Co von Filterblasen geredet wird. Dabei ist die Filterblase nichts Neues, jeglicher Medienkonsum stellt eine Filterblase dar. Nur: Bei den Altmedien merkt man das nicht, weil alle in der selben Blase, hinter dem selben Filter, sitzen.
Bei den Altmedien sind wir davon abhängig, was der Chefredakteur für berichtenswert, oft auch für politisch opportun erachtet. Das wird berichtet, so wird der Berichterstattung ihr Drall verpasst. Solange ein System keine ausreichend starke Alternative anbieten kann, ist dieses Problem unsichtbar — man weiss ja oft gar nicht, dass andere Nachrichten, andere Positionen und Meinungen existieren, wie soll man sie also vermissen?
Das Internet bricht diesen Konsens aus Unwissenheit auf. Natürlich ist es nun schwierig zu beurteilen, welche Informatonen korrekt, welche Meinungen legitim sind. Das ist aber nicht die Schuld des Internets. Wir kommen aus einer Welt, in der Unmündigkeit fest verankert war, weil wir die Fähigkeit, Informationen einschätzen zu können nie nutzen mussten. Die Medien hielten einen Mythos von Neutralität aufrecht, als wäre Neutralität in der Berichterstattung überhaupt möglich. Die Wut der Erkenntnis, dass diese Neutralität nicht existiert, ist es, die Tausende in die absurdesten Sphären des Online-Schwachsinns treibt.
Aber das Internet ist hier eben auch die Lösung: Nie zuvor hatten wir Zugriff auf so viel Wissen aus so vielen Blickwinkeln. Es ist nur schwer zu erlernen, damit umzugehen.

Die Altmedien kapseln sich unterdessen in einer albernen Selbstbezüglichkeit ein. Das fängt an mit irgendwelchen stundenlang live übertragenen Hochzeiten von Adelsgezücht in den Öffentlich-Rechtlichen, die ihre Bedeutung allein aus dieser absurden Berichterstattung beziehen, welche wiederum die Berichterstattung rechtfertigt. Das endet dann bei Erscheinungen wie Bernd Wollersheim, dessen Namen ich nur kenne, weil er regelmäßig auf den Titelseiten der Bild-für-Leute-die-die-Bild-nicht-lesen-wollen (kurz: Express) auftaucht — irgendein strunzdummer Proll aus einem Puff in Düsseldorf oder so.

Andere Nachrichten dagegen finden in den Altmedien gar nicht erst statt. Wichtige Dinge. Zu den Großdemos gegen Braunkohle im Rheinland und zuletzt der Lausitz musste man lange suchen, um dann etwas in den regionalen Minisendern zu finden. Üblicherweise erfolgt so etwas, wenn das Thema im Internet bereits unübersehbar geworden ist und der Gesichtsverlust, nicht zu berichten, zu groß wäre.

Vermisse ich nichts?

Diese Frage höre ich oft, meist in Bezug auf den Fernseher. Und meine Antwort fällt knapp aus: Ich wüsste nicht, was. Im Ernst, mehr kann ich dazu nicht sagen, ich vermag kaum, die Frage zu verstehen.
Keine Sorge, ich schaffe es auch ohne stundenlange Berieselung, meinen Tag zu füllen. Problemlos auch mit sinnlosem Scheiss – aber eben mit selbstgewähltem sinnlosen Scheiss.

Fazit

Ich kann keinen Grund mehr erkennen, die Altmedien zu konsumieren. Sie nehmen uns aus nicht gerechtfertigten Gründen die Autonomie über unsere Zeit (und im Gegensatz zur Arbeit bezahlen sie uns nicht einmal dafür). Sie berichten unvollständig und nach Gutdünken. Sie leben in einer Welt, die zunehmend aus ihren eigenen Inhalten besteht, welche für die reale Welt bedeutungslos sind.
TV, Radio und Zeitung sind die übelste aller Zeitverschwendungen.


Freitägliche Fünf 20.05.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche bringen wir Farbflecken aller Art in die Welt.

1. Babelfisch

Frau mit einem roten Gerät im Ohr

Die Zukunft ist ein Knopf im Ohr – Bild: Waverly Labs

Waverly Labs hat ein Gerät vorgestellt, mit dem man im Ohr einen automatischen Übersetzer trägt. Der Waverly Labs Pilot erscheint in einer Zeit, in der dieses Ziel erstmals ernsthaft möglich scheint. Maschinen wie Watson (die ich eigentlich für alles andere ziemlich nutzlos finde) zeigen, dass die Fähigkeiten von Computern langsam groß genug werden, um Sprachen zu verstehen und zu übersetzen.
Mal sehen, wie gut das wirklich funktioniert. Und welche Auswirkungen ein solches Gerät auf seine Nutzer hat.

2. Lego

Beschädigte Mauern, in denen die Lücken mit Lego-Steinen gefüllt wurden

Lücken füllen als Lückenfüller – Bild: Jan Vormann

Ja, auch so kann man Löcher in Mauern füllen. Hübsch.

3. S’Cool Bus

Pedalgetriebenes Gruppenfahrzeug in Form eines Busses mit einem Fahrer und zahlreichen Kindern

Dafür überwinden Franzosen sogar die Sache mit den Anglizismen – Bild: Projekt S’Cool Bus

Der S’Cool Bus ist ein französisches Projekt für einen gesunden und abgasfreien Transport zur Schule.
Ich finde interessant, dass im Moment mehrere Konzepte für Mehrpersonenfahrräder im Umlauf sind – der Fahrradbus war ja letzte Woche dabei, während auf der Spezialradmesse in Gemersheim ein Tandem-Velomobil aufgetaucht ist.

4.Dinorad

Ein Dreirad in Form eines Tyrannosaurus-Skelettes, die Räder an den Beinen und am Schwanz

Ich glaub, ich bin verliebt – Bild: Makezine

Wenn das Ding nicht schon von Craigslist verschwunden wäre, es wäre mein perfektes Freizeitobjekt. Es ist ein Dinosaurierskelet! Und ein Fahrrad!
Gut, etwas hoch und bestimmt nicht grade stabil, aber es ist ein Dinosaurierfahrrad!
Entdeckt beim Durchforsten des Archivs im Makezine.

5. Literaturbeitrag

Indies Unlimited's 2015 Flash Fiction Anthology

Indies Unlimited’s 2015 Flash Fiction Anthology

Mit der 2015er Ausgabe der Indies Unlimited Flash Fiction Anthology ist meine erste nicht von mir selbst veröffentlichte Kurzgeschichte nun erschienen. Zwischen 51 anderen Wochengewinnern des letzten Jahres eingebettet findet sich dort Vengeance Delayed. Durch die Vorgabe der betreffenden Woche ist es eine der wenigen Geschichten von mir, die nicht der klassischen Genreliteratur angehören.
Die englischsprachige Sammlung ist aktuell für die ersten Tage kostenlos zu haben, danach wird der Preis auf 1,99 festgesetzt. Eine Printausgabe soll folgen. eBook nur für Kindle (was ich etwas bedauere), aber dafür können Nutzer von Kindle Unlimited es dauerhaft gratis ausleihen.
Mein Plan ist auch, den geplanten Youtube-Kanal mit dieser Geschichte zu starten.