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Ohrenschutz bereithalten, die JU ist da 0 

Ich bin ja inzwischen überzeugt, wenn man der CDU schaden will, sorgt man am besten dafür, dass möglichst viele die Wahlkampfmittel und -äusserungen der Jungen Union sehen sollten.
Nicht überzeugt? Bitte, hier ein aktuelles Beispiel:

Also, einfach mal weiterverbreiten.

Und an die CDUler: In eurem eigenen Interesse, haltet um Gottes Willen (ja, speziell für euch: um Gottes Willen!) die JU zurück.

Und schließlich an die Stammleser: Keine Angst, das zählt jetzt nicht als die regelmäßige Musikeinlage.

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Offenbar irrelevant: Neue Verkehrsschilder 0 

Huch, das kam plötzlich. Offenbar gab es zu gestern eine Reform der Verkehrszeichen, die keiner mitbekommen hat. Jedenfalls steht es erst heute in den meisten Zeitungen, so diese es denn überhaupt erwähnen. Selbst die Wikipedia hat’s noch nicht gemerkt.
Da spring ich doch mal ein und liefer eine Übersicht.

Weg
Weg sind die Zeichen Achtung, freilaufende Gartenzäune „Beschränkter Bahnübergang“ sowie die Gefahrenwarnungen für Eisglätte, Schotter/Splitt, Steinschlag, Flugbetrieb oder die Straße querenden Tieren (ausser Gartenzäunen).
Ebenfalls weg: Richtgeschwindigkeit 80 sowie das Ende der Richtgeschwindigkeit 80 und mein straßenarchitektonischer Liebling, die Gefahrenstelle:

Gefahrenstelle

Niemand wird hingegen wohl das alternative Einbahnstraßenschild (aufwärts zeigender Pfeil auf blauem Quadrat) vermissen.

Neu
Neu ist ein albern aussehendes Schild für „Inline-Skater frei“ und das tatsächlich eine Lücke füllende „Sackgasse mit Durchfahrt für Fahrräder und Fußgänger“.
Die sehen so aus:

inliner-freiDurchlass-Sackgasse

Und ja, richtig gesehen: Fußgänger sind immer noch nur Frauen mit Kindern. Männer, Verzeihung, MännerTM, fahren schließlich Auto. Oder zumindest Inline-Skates. Oder so.
Trotzdem finde ich die beiden schön, wiel sie den Status nichtmotorisierter Verkehrsteilnehmer verbessern.

Und dann gibt es noch die Parkraumbewirtschaftungszone. Die fängt hier an:

Parkraumbewirtschaftszone

Und hört hier auf, wobei sie uns das wunderbare neue Wort Parkraumbewirtschaftungszonenende schenkt:

Parkraumbewirtschaftungszonenende

Warum ich das jetzt aufgreife?
a) Als Service für Leute, die sich wundern, was das Straßenbauamt da grade mit den Schildern macht und
b) weil mich das tatsächlich interessiert, ich habe nämlich auch ein paar Ideen, die Straßenbeschilderung zu verbessern (mehr dazu später mal).

Und sollte das alles nicht gelten, hier als Bezug einfach ein relevanter Dialog aus meinen Kindertagen, kurz nachdem ich lesen gelernt hatte und mir im Urlaub erstmals ein „Anlieger-frei“-Schild auffiel:

Klein-Tommy: „Opa, was sind eigentlich Anlieger?“
Opa: „Das sind wir.“ *durchbretter*

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Ästhetik des Endes 0 

Das ist Los Angeles, vergangene Nacht.

Station Fire

Cosmic Variance via Aufklärung 2.0

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Clowns oder Helden 0 

Aktiv in MG stellt, kaum gegründet, sein Versagen fest. Ist das jetzt Naivität oder Strategie?

Die Gründung des Vereins Aktiv in MG liegt grade ein paar Wochen zurück, einen Vorsitzenden (bernd Gothe) hatte er gar erst zehn Tage vor der Wahl erhalten.
Gehört hat man (nunja, ich) bisher nichts ausser eben, dass er nun existiert.
Da muss man sich doch fragen: Wieso zeigt Gothe sich jetzt enttäuscht darüber, das Ziel der Erhöhung der Wahlbeteiligung verfehlt zu haben? In der WZ wurde Gothe gar mit den Worten zitiert: „unsere Aktion war für die Katz, wenn ich diese Wahlbeteiligung sehe.“

Doch welche Aktion eigentlich? Die eigene Gründung zählt ja noch nicht als Aktion und davon abgesehen hat der Verein bisher ja noch gar nichts gemacht.
Hatte Gothe ernsthaft die Erwartung, allein die bloße Gründung eines solchen Vereins erhöhe die Wahlbeteiligung? Übrigens ist die Wahlbeteiligung gestiegen – wenn auch nur von 45,2 auf 45,5 Prozent – das sind etwa 750 Leute mehr, die gewählt haben.

Auch in der heutigen RP betont Gothe, der Verein habe „bei [seinen] Aktionen […] viele Menschen beteiligt“ – offenbar hapert es aber an Kommunikation dessen.
Aber selbst wenn es diese Aktionen, von denen ich nirgends gehört habe, gab: Was erwartete Gothe, könnte der Verein in nur 10 Tagen erreichen?

Aber ich mag nicht an Naivität Bernd Gothes glauben, dazu ist er bei der Organisation von Veranstaltungen dann doch zu erfahren und dafür erweist sich Gothe im (leider nicht online stehenden) RP-Interview auf eine Frage nach den CDU-verlusten auch als zu guter Diplomat.
Ich glaube eher an einen Plan: Man gründet sich, wartet die absehbar niedrige Wahlbeteiligung ab und beschwert sich dann über diese, um die Bürger mal so richtig wachzurütteln. Und dann dramatisiert man das ganze ein bisschen hoch.
Das kann funktionieren, aber dafür braucht man den Verein nicht: Die interessierten Leute und Medien schreiben eh drüber, mittlerweile kann man davon ausgehen, dass Artikel über die erneut niedrige Wahlbeteiligung schon Tage vorher für die Schublade verfasst werden.

Sollte Gothe es ernst meinen, gibt es von mir einen klaren Verbesserungstipp: Aktiver kommunizieren, was Sie machen. Veranstaltungen auch mal ankündigen (etwa übers Presseamt der Stadt, die lassen sicher mit sich reden und haben einen breiten Presseverteiler) und stärker dahin gehen, wo die Leute sind – etwa samstags auf dem Alten Markt oder mittwochs auf den Trödelmarkt an der Trabrennbahn.
Ich selbst bin übrigens nicht dabei, weil die Termine zu den Sitzungen mir bisher eher unpässlich waren – und ich auch glaube, dass in einem solchen Verein die Politiker hintenanstehen sollten. Denn wir arbeiten ja ohnehin am Ziel höherer Wählerbeteiligung, da sollte eine zusätzliche Initiative auch im Namen der Authentizität mehrheitlich aus Nichtpolitikern bestehen.

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