5 Revolutionen für 2020 0 

Ich möchte in diesem beitrag kurz fünf Entwicklungen vorstellen, von denen ich glaube, dass sie unsere Welt bis 2020 enorm umgestalten werden.
Natürlich sind solche Voraussagen immer mit Vorsicht zu genießen – in den 70ern glaubte man auch, man könne zur Jahrtausendwende verlorene Gliedmaßen nachwachsen lassen. Dennoch denke ich, dass bestimmte Technologien für die Zukunft entweder ein Muss sind oder zumindest sehr verlockend:

1. Vertikalfarmen
Bereits seit einiger Zeit arbeiten Architekten, maßgeblich ausgehend von den Niederlanden, an so genannten vertikalen Farmen. Gemeint sind zur Nahrungspflanzenzucht genutzt Hochhäuser, die in mehreren Stockwerken Felder enthalten und/oder aussen mit wirtschaftlich nutzbaren Hängepflanzen (Erdbeeren, Gurken) bewachsen sind.
Da die Landwirtschaft extrem viel Land nimmt und somit auch für einen großteil unserer Umweltzerstörtung verantwortlich ist, sind vertikale Farmen eine großartige Entwicklung. Hinzu kommt, dass sie die Versorgung von Großstädten unabhängig machen vom Umland – und somit kürzere Transportwege der Nahrungsmittel mit sich bringen, was sich wiederum positiv auf die CO2-Bilanz der Städte auswirkt.
Aussehen kann das dann beispielsweise so:

Hochhausfarm

2. Pflanzen als Nutzgegenstände
Doch auch in normale Häuser können Pflanzen zunehmend einziehen.
Kannte man Pflanzen bisher nur als Topfpflanzen, könnten neue Entwicklungen dafür sorgen, dass einzelne Einrichtungsgegenstände in Zukunft durch Pflanzen ersetzt werden.
Ein erster Vorreiter dessen sind die oben verlinkten Mossteppiche, die es übrigens auch als Matten fürs Badezimmer gibt.
Möglich wäre es in Zukunft, auch lebendige Möbel zu züchten, etwa aus Hecken. Inwieweit sich das durchsetzen wird oder einfach nur eine seltsame Idee bleiben wird, muss sich zeigen.

3. Physiovoltaik
Als Physiovoltaik bezeichne ich die Gewinnung von Strom aus dem menschlichen Körper.
Das ist weit weniger gruselig, als es sich anhört: Der Mensch produziert jede Menge Wärme- und Bewegungsenergie. Inzwischen gibt es schon metallische Härchen, die auf der Haut aufliegen und durch die Bewegungen des Pulsschlages dazu angeregt werden, Strom zu erzeugen. Diese Entwicklung geht eilig voran – bis 2020 könnten Kleingeräte wie Handys und MP3-Player bereits komplett ohne Batterien auskommen und nur durch die Energie ihres Trägers versorgt werden.

4. Autarke Energieversorgung
Die EU hat grade beschlossen, dass alle Neubauhäuser bis 2019 nicht mehr Energie verbrauchen dürfen, als sie ernten.
Die Technik dafür ist da – es gibt Blockheizkraftwerke im Format eines Kühlschranks, Windräder für den Garten – und Solarzellen sind eh in jeder Größenordnung einsetzbar, also auch auf einem normalen Hausdach.
Wehren werden sich nur die Energieversorger – werden sie doch plötzlich überflüssig. Die zentralisierte Energiearchitektur mit großen Kraftwerken udn kilometerweit spannenden Stromleitungen wird in wenigen Jahrzehnten ebenso verschwinden wie vor ihr die Telegrafennetze.

5. Zepelline
Luftschiffe sind so eine Entwicklung, auf deren zweite Blüte wir schon seit Jahrzehnten warten. dennoch gebe ich nicht auf: Luftschiffe verbrauchen wesentlich weniger Treibstoff als Flugzeuge. Die geringe Geschwindigkeit gleichen sie aus, indem sie (anders als Schife) auch Land überqueren können und zum Explodieren neigen sie heute auch nicht mehr. Aktuelle Entwüre sind teils spektakulär und reichen vom Großfrachter bis zum Kreuzfahrtschiff. Ich glaube, spätestens wenn das Öl in 3-4 (seien wir großzügig: 5) Jahrzehnten zur Neige geht, werden Luftschiffe das einzige Lufttransportmittel sein, das wir uns noch leisten können.
Aussehen tun die Dinger heutzutage so:

Aeolus
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