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Ad futuram: Lebende Brücken 0 

Das ist es, wohin die Architektur der Zukunft gehen sollte: In den Regenwäldern von Meghalaya, Indien, haben die dort lebenden Khasi eine Art von Architektur geschaffen, wie sie sonst nirgendwo existiert: Indem sie die Wurzeln einer dortigen Gummibaumart in ihrem Wachstum lenken, bauen sie über einige jahre hinweg lebende Brücken – einschließlich Geländer, abgesichert durch Äste und Lianen zwischen Boden und Geländer.

Die Brücken sind lebendig, werden mit zunehmendem Alterimmer stärker und reparieren Schäden von selber über die natürlichen Immunfähigkeiten der Bäume, zu denen sie gehören.
Eine solche Brücke bis zur Benutzbarkeit zu bauen braucht 10 bis 15 Jahre, aber die Ergebnisse sind beachtlich. In der zwischenzeit kann man das Gerüst, welches die Wurzeln in ihre Wuchsrichtung bringt, als Brücke nutzen.

Es wäre spannend herauszufinden, ob derlei auch mit hiesigen Bäumen möglich wäre. Lebende Fußgängerbrücken über schmale Gräben wie etwa Landwehre oder Bachgräben wären eine faszinierende Bereicherung für unsere Städte und Parks, die unser Verhältnis zur Natur und unser Bild von ihr erheblich verbessern könnten.

Lebende Gummibaumbrücke

mehr faszinierende Bilder und details über die lebenden brücken bei Root Bridges.

via Inhabitat

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