Meine letzten vier Veröffentlichungen Mad Scientist Journal Autumn 2018 Fiction Science The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World Steaks, Walls And Dossiers Zur Übersicht aller Veröffentlichungen YouTube-Kanle

Dilletanzkurs mit der CDU MG 0 

Der Dilletanz ist eine besondere Kunstform, für deren Beherrschung man lange Jahre üben muss.
Vor allem Volksparteien beherrschen ihn vorzüglich. Daher pucke ich mir als Beispiel mal die CDU als letzte verbliebene Volkspartei, die uns gekonnt vorführt, wie man im Internet stilvoll und konsequent dilletiert Dille tanzt.

Als Vorgeschmack mal ein Beispiel, wie schnell man dort vergisst, dass Ursula von der Leyen CDU-Mitglied ist.

Doch bleiben wir etwas näher am Kunden Bürger und blicken auf die CDU in Mönchengladbach.
Unser Fallbeispiel bleibt das Internet, konkret hier die Bürgerzeitung Mönchengladbach.
Diese bietet Bürgern die Gelegenheit, den Kandidaten der Parteien Fragen zu stellen, welche diese dann beantworten. Schief ging das bei der CDU schon vor einiger Zeit: Es war im Mai, als ein gewisser M. P. Heinen dort erschien und zunächst ein paar Kommentare brachte um dann Antworten auf Rückfragen zu verweigern, weil die Fragenden sich hinter anonymen Nicks „verbargen“.
Heinen schien der Meinung, es sei für die Korrektheit oder Beantwortungswürdigkeit einer öffentlich gestellten Frage irgendwie relevant, wer sie stellt – das aber ist es nur sehr bedingt. Denn selbst ein von ihm angenommener politischer Gegner ist nicht deshalb diskreditiert, weil er sich nicht zu erkennen gibt – seine Frage steht im Raum und die Verweigerung einer Antwort richtet sich somit nicht nur gegen ihn, sondenr gegen alle interessierten Mitleser.
Schlussendlich entschied ich mich, meinen Passnamen und politische Zugehörigkeit zu offenbaren, damit die Fragen der anderen Leser endlich beantwortet würden – was denn auch funktioniert hat. Indes hörte man von heinen nie wieder etwas auf den seiten der Bürgerzeitung.
Übrigens argumentierte er selbst unter anderem, er sei über seinen namen sofort auffindbar – doch ich finde bei M.P. Heinen per Google nichts ausser eben diesen Einträgen bei der BZMG.

Seitdem verhält sich die CDU dort auffallend still – selbstdestruktiv still.
Denn inzwischen gibt es für alle Direkt- und Oberbürgermeisterkandidaten eine Seite bei der BZMG, auf der diese kurz vorgestellt werden und Bürger ihnen antworten können.
Das ufnktioniert auch hervorragend – bei Grünen und SPD. Während der Linken ganz ienfach keine Fragen gestellt zu werden scheinen gibt es bei der CDU ein anderes Phänomen: Es gibt genug Fragen, aber niemand antwortet auf sie.

Das fiel natürlich auf und so hakten einige leser nach – was schließlich auch auf eine Antwort aus der BZMG-Redaktion traf:

Zum Thema Anworten auf Leser-Fragen erhielten wir heute diese Antwort:

Sehr geehrter Herr Wilms,

auf Ihrer Website wird bei einigen Kommentaren beanstandet, dass unsere Ratskandidaten sich nicht auf der Seite zu Fragen oder Anregungen äußern.

Da wir Ihnen von allen Kandidaten eMail-Anschriften zukommen ließen, bitten wir Ihre Leser herzlich, Ihre Fragen per eMail direkt an den/die jeweilige/n Ratskandidaten/in oder an mich zu richten. Vielen Dank.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Norbert Post, MdL

Mit Verlaub, warum sollten sie?
Es geht hier um Fragen, deren Antworten zumeist öffentliches Interesse haben und nicht nur vom Fragesteller gelesen werden wollen.

Ein besonderes Kuriosum war diese Aussage:

Er halte die Möglichkeit, dass über das Internet Fragen gestellt werden können, für „problematisch“. Er sei gewohnt, persönlich mit den Fragestellern Kontakt zu haben und benötige dazu Name und Anschrift.

Wozu genau sollen zur Beantwortung einer Frage wie „Sind Sie für eine verkehrsberuhigung des Schürenweg?“ Name und Anschrift nötig sein? Das ist einfach nur albern.
Berechtigt wäre ein solches Verhalten nur, wenn man dazu eine dermaßen unpopuläre Meinung hat, dass man sie nicht öffentlich äussern kann. Dann aber sollte man sich ernsthaft fragen, ob man die eigene Meinung überhaupt wirklich guten Gewissens vertreten kann.

Wieso die CDU in Gladbach offenbar Angst hat, sich der Öffentlichkeit zu stellen, weiss ich nicht.
Ich hoffe mal nicht, dass ich dafür verantwortlich bin, indem ich diesem Heinen und seiner Unkenntnis der Netzgepflogenheiten vor den Karren gefahren bin.
Was ich weiss ist: Durch Antwortverweigerung erreicht man seine potenziellen Wähler sicher nicht, liebe CDU. na gutk Antwortverweigerung ist übertrieben – „öffentlich angekündigte Hinterzimmergespräche“ trifft’s eher.

Und hier noch die Schrittfolge zum Dille Tanzen (CDU-Stil):
Der Herr führt. Ausfallschritt mit rechts nach vorn, drei Schritte zurück und im Dreivierteltakt um 180° drehen, von da aus wieder in den Ausfallschritt.

Stichworte: , ,
Extra Extra Vlogs und Geschichten Fiction Science