Oktanhaltige Musikeinlage 0 

Auf den ersten Blick ist Benzin nicht grade ein grüner Song. Aber da Rammstein zu den besten deutschsprachigen Textern der Gegenwart gehören, gibt es natürlich noch eine tiefere Ebene.
Tolle shadaiksche Literaturanalyse nach dem Video:

Benzin beginnt damit, die Errungenschaften der Petrochemie aufzuzählen. Das beginnt chronologisch bis es am Benzin angelangt ist. Das Video enthüllt parallel den überdimensionierten Feuerwehrwagen und bringt ihn dabei über die zeitliche Abstimmung als Symbol des Benzins ein. Dieses Symbol beginnt dann während des Refrains, Chaos und Vernichtung zu bringen (dau kann man noch eine menge Details erwähnen, die ich aber weglasse)
.
Dann kommt nach dem Refrain Benzin als Genussmittel und Droge, dreht kurz in die Wirtschaft und spitzt auf Dynamit zu.
Der nachfolgende Refrainhintergrund thematisiert nochmal die Abhängigkeit, wie an diesem Punkt alles mit Benzin läuft.
Unterdessen gerät der Feuerwehrwagen zunehmend ins Schleuder und kentetr schließlich. Das Benzinmonster, zur Rettung gekommen, hat nicht nur große Teile der Stadt zerstört, es versagt auch noch bei der Rettung. Der Text des Liedes ist inzwischen komplett umgeschwungen – Benzin ist nunmehr Mittel der Zerstörung, aber weiterhin heisst es im letzten Refrain „Ich brauch Benzin“ – selbstzerstörendes Verlangen, der Bedarf an Benzin ist zur Sucht, Benzin selbst zur Droge geworden.

Warum dieser analytische Ausflug? Nun, ich kann doch nicht einfach so kommentarlos ein Musikvideo einstellen, das ich gut finde ;-) .

Stichworte: ,