Wenn man keine Ahnung hat… 0 

Dagegen verstößt heute offenbar die Hälfte aller Nachrichten.

Das könnte daran liegen, dass mal wieder die Innenminister der Bundesländer getagt haben. Und, was haben sie beschlossen?
Klar, ein Killerspieleverbot mal wieder. Zensurfordeurngen sind ja unter deutschen Politikern inzwischen das, was beim britischen Adel die Fuchsjagd ist – ein ethisch fragwürdiger, aber medienwirksamer Berufssport.
Die Mär vom killerspielenden Amokkiller zieht irgendwie immer noch – dass die Zahl an „School Shootings“ (so der korrektere englische Begriff, denn um Amokläufe handelt es sich in der Regel nicht) bereits seit den 1920er Jahren gleich hoch geblieben ist, stört die „Diskussion“ dabei nicht weiter. Ebensowenig, dass „Amokläufer“ überdurchschnittlich wenig zocken.


Auch nicht schlecht ist der Versuch aller Parteien, daraus einen Skandal zu drehen, dass die NPD Amazon-Partner ist.
Sie wollen amazon.de gar boykottieren.
Dahinter steckt vermutlich ein fundamentales Unverständnis des Partnerprogramms: Dort kann man sich anmelden und wenn man nicht gegen recht und Gesetz verstößt und keine Pornografie anbietet, wird man freigeschaltet. Dann kann man Links auf amazon setzen und wird für jeden über einen solchen Link verkauften Artikel in Form einer Werbekostenrückerstattung bezahlt. Wie das aussieht, kann man links neben diesem Text sehen – allerdings geht bei diesem kein Cent an die Nazis, dafür ein bisschen was an mich. denn das ist das Konzept: geld kriegt, wer die Kunden bringt.
Das bedeutet: Die NPD verdient daran nix, solange nicht jemand über ihre Seiten zu amazon geht – und ich hoffe mal, dass kein Nichtnazi blöd genug ist, das zu tun. Und da die NPD legal ist, gibt es seitens amazon.de keine Handhabe gegen sie.
Es ist aber auch besser so: Solange die NPD nach amazon verlinkt, fördert sie keine einschlägigen Händler der Naziszene. Und somit kommen Kunden über die NPD-Seiten nicht auf den „harten Stoff“ rassistischer „Literatur“. Im gegenteil, bei amazon könnte der ein oder andere Nazisympathisant auf aufklärende oder linke Literatur treffen, die vielleicht ein-zwei Leuten ein Licht aufgehen lässt.

Und zum Schluss was eher niedliches:
Amerika, das Land in dem man unter Umweltschutz versteht, Wegwerfflaschen aus Glas den Wegwerfflaschen aus Plastik vorzuziehen, ist immer wieder für Kuriositäten aus diesem Bereich gut.
Da hat ein Designer doch jetzt tatsächlich den Fahrradanhänger erfunden. Okay, der Anhänger stammt aus Schweden, die Verwunderung über die Idee ist aber amerikanisch.

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