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Biogasanlage in Wanlo: Was wir wollen 0 

Diesen Abend haben wir bei den Grünen in der internen Arbeitsgruppe Umwelt und im offenen Arbeitskreis Energie intensiv über die geplante Biogasanlage der NVV nahe Wanlo diskutiert.
Das Folgende stammt aus dieser Diskussion und ist aktuell nicht Beschlusslage der Grünen, sondern nur dieser Gruppen, die das an die Grüne Fraktion weitergeben, welche es dann in der Koalition durchsetzen soll. So, nun zurück zum Text:

Die faktenreiche Diskussion, an der auch Leute aus der Umgebung der Anlage beteiligt waren, war sehr konstruktiv und lief auf folgendes hinaus:

Grundsätzlich
Vieles zur grundsätzlichen Frage wurde bereits gesagt: Die Förderung regenerativer Energien liegt uns am Herzen und Biogas gehört da definitiv zu.
Nicht nur produziert die Biogasanlage Gas (als Energieträger) aus regenerativen Quellen, die produzierte Gülle deckt auch einen Großteil des Düngerbedarfs der bauern ab, die somit weniger Kunstdünger verwenden müssen, was ebenfalls die Umwelt schont. Anders als bisher vermutet stammt ein guter Teil des Maises, der dort vergoren werden soll auch aus Mönchengladbach (genannt wurden Rheindahlen, Holt und Schelsen) und kommt also auch der hiesigen Landwirtschaft zu Gute.
Wanlo ist bereits stark belastet, wer solche Anlagen aber kennt weiss, dass sie keine Belastung darstellen – zumal zwischen der Anlage und Wanlo eine Autobahn liegt, die nun wirklich wesentlich lauter, dreckiger und unansehnlicher ist als eine Biogasanlage.
Sehr wohl eine Belastung entsteht allerdings durch den Lieferverkehr, der daher so wenig wie möglich durch bebautes Gebiet führen sollte.

Forderungen
Wir stellen drei Forderungen an die Anlage:
1. Kein Genmais
Die Verträge mit den Zulieferern müssen klar den Anbau von genmanipuliertem Mais untersagen. Aktuell lässt dieser sich nach Aussage der NVV ohnehin nicht wirtschaftlich anbauen, für die Zukunft wollen wir aber eine fortgeltende vertragliche Verpflichtung gegen Gentechnik haben.
2. Lieferverkehr auf die Autobahn
Es muss sichergestellt sein, dass der Verkehr von und zu der Biogasanlage so weit wie möglich über die nahe Autobahn läuft und nicht durch die nahen Siedlungen Wanlo, Wickrathberg und Hochneukirch.
3. Ausgleichsentlastung für Wanlo
Bei der Vorstellung der Anlage in Wanlo letzte Woche (und später im Fernsehen) wurde die Forderung laut, die NVV solle zum Ausgeich für die weitere Belastung auch etwas für die Wanloer tun. Konkret wurde vorgeschlagen, den Marktplatz vom Busverkehr zu entlasten, indem man die dortige Bushaltestelle versetzt. Wir unterstützen diese Forderung der wanloer Bürger.

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Reha in Hardt und das Westzentrum 0 

Ist das schön, wenn die Welt genau so läuft, wie man sich das wünscht – und das ganz ohne eigenes Zutun.
In meinem Beitrag zu einer möglichen gezielt multipolaren Ausrichtung in der Stadtentwicklung Mönchengladbachs deutete ich die Entwicklung eines dritten zentrums für die Bereiche Naherholung, Gesundheit und Sport im Westen des Stadtgebiets (Rheindahlen, Hardt, Nordpark) an.
Und nun wil die Hardter Waldklinik ein Reha-Zentrum anbauen, allerdings noch ohne eine genaue Ausrichtung zu nennen.

Nicht nur ist das angesichts der steigenden Zahl von (laut Feuerwehr) altersbedingten Notfällen durchaus vernünftig, es passt auch super in die angedeutete Entwicklungsrichtung zu einem, wie ich vorgestern formulierte, Fremdenverkehrszentrum (Naherholung subsummiere ich unter Fremdenverkehr), bei dem ich genau diese Ausrichtung im Kopf hatte.
Wenn wir den Ausbau der Klinik mit einer (Teil-)Aufforstung des JHQ-Geländes verbinden, kann Hardt soweit klimatisch aufgebaut werden, dass wir einen aussichtsreichen Antrag auf eine Anerkennung des Ortsteils Hardt(erwald) als Kurort (Kneippkurort oder sogar Luftkurort) stellen können – ein solcher fehlt im nördlichen Niederrhein (ja sogar im ganzen nordwestlichen Nordrhein-Westfalen) komplett, wie die folgende Karte zeigt:

Karte der Kurorte in NRW
Liste der Orte und genaue Infos hier

Damit wäre ein Grundstein und Anziehungspunkt gelegt für einen Ausbau des in Mönchengladbach durchaus starken Fremdenverkehrs, als dessen Mittelpunkt das bald frei werdende JHQ dienen kann.
Nötig dafür ist folgendes: Die Hardterwald-Klinik erhält mit dem Reha-Zentrum eine Ausstattung, die das Angebot von Kneipp-Kuren ermöglicht (Voraussetzung für den Kneippkurort). Der Hardter Wald wird vergrößert, wozu Teile des JHQ durch Aufforstung einbezogen werden können (hilft bei dem Ziel des Luftkurorts).
Das restliche JHQ-Gebiet wird zu einem Fremdenverkehrsort aufgebaut – als Wohngebiet brauchen wir es dank der sinkenden Einwohnerzahlen eh nicht.
Und ein neues Stadtmotto gibt es gratis dazu: „Kurstadt für Rhein-Ruhr“ – allemal besser als das aktuell auf den Briefköpfen peinlich prangende „Stadt der großen Einkaufszentren“.

Kleine Physikeinführung: Magnetismus und seine politischen Implikationen 1 

Hinweis: Dieser Artikel wurde am 30. April 2015 teilweise ergänzt.

Eine der wichtigsten Eigenschaften eines konventionellen Magneten ist die Mehrpoligkeit. Eine Magnet hat nicht nur keine Probleme damit, mehrere Pole zu haben, sie sind sogar zentrales Element seines Magnetismus (Ja, einpolige Magnete ignoriere ich mal als extreme Sonderfälle).

Der Magnetismus entsteht durch die räumliche Trennung der Pole, welche gemeinsam ein Magnetfeld aufbauen, welches andere magnetische oder magnetisierbare Materie anzieht.
Die Pole müssen unterschiedlich sein, sonst entsteht kein Magnetfeld.

Womit wir zu den politischen Implikationen der Sache kommen: Mönchengladbach/Rheydt.
Wenn Mönchengladbach will ein Magnet mit zwei Polen bleiben. Das wäre zwar nicht zwingend notwendig, ist aber durchaus von Vorteil, will man nicht ein Zentrum im Norden mit langsam verfallendem Anhängsel im Süden erhalten. Was wir (hoffentlich) alle nicht wollen.

Der wichtige Punkt in der Lektion über Magneten da oben ist die Sache mit der unterschiedlichen Ladung der Pole: Sind beide Pole gleich, gibt es keine Bipolarität.
Bei einem Magneten führt das zur Nichtausbildung des Magnetfeldes, bei einer Zweizentrenstadt führt es dazu, dass die erfolgreichere Innenstadt die andere langsam verdrängt und auffrisst. Die Stadt als Ganzes wird dann ärmer an kultureller, sozialer und auch kommerzieller Vielfalt.
Die Rheydter kennen das: Rheydt geht es nicht gut, während Gladbach eigentlich noch ganz okay da steht – ich sehe seit Oktober/November sogar wieder einen leichten Aufwärtstrend an der Hindenburgstraße mit neuen Läden einer leicht höheren Klasse als zuvor (leicht!).

Was tut man in Rheydt nun dagegen – man beschließt, man wolle besser werden.
Sehr gut.
Wie? Das weiss keiner. Im Grunde wird alles gemacht, um Rheydt zu verschönern und verbessern, nur weiss offenbar keiner, was eigentlich das Ziel dieser Bemühungen ist. Letztendlich versucht man halt einfach nur, schöner, größer und besser zu werden. Was aber nicht funktioniert, weil man bereits schneller aufgefressen wird, als man Rheydt verbessern kann.
Der Grund dafür ist leider recht einfach: Rheydt will genauso werden wie Gladbach. „Ein Zentrum“ halt, als wäre jedes Zentrum gleich. Beide Stadtteile kümmern sich dabei nicht weiter darum, auch ein eigenes Profil zu implementieren.
Mönchengladbach im Norden kann das egal sein, es ist groß und vor allem wirtschaftlich stark genug um alles umliegende zu verdrängen. Rheydt nicht. Um zu überleben, muss Rheydt ein eigenes Profil entwicken. Und um Rheydt zu schützen (und damit die Gesamtattraktivität der Stadt), muss Gladbach das auch.

Und es wäre so einfach. Hier mein Vorschlag:

Handelszentrum Gladbach
Machen wir uns keine Illusionen, das Einkaufszentrum an der Hindenburgstraße kommt, die Frage ist nur, wie es letztendlich aussieht und wie groß es wird.
So oder so, es wird die Innenstadt Nord als Handelszentrum zementieren [Aktualisierung: Wir sehen diesen Effekt 2015 bereits]. Und damit sollte Gladbach dann auch arbeiten: Das Gladbacher Zentrum richtet sich schwerpunktmäßig auf den Handel ein und baut sich daran auf. An der Peripherie entsteht ein Kultur- und Bildungszentrum mit Museen, Bibliothek und Schulen, basierend auf den jetzt vorhandenen Einrichtungen.
Das ist der Weg, den Gladbach so oder so geht. Er ist mittlerweile so weit forciert worden, dass eine Kurswende nicht mehr möglich und auch nicht mehr sinnvoll ist.

Handwerkszentrum Rheydt
Rheydt hat mit der Etablierung des HDZ in der jetzigen Form kaum noch Chancen, in seiner aktuellen Form zu bestehen. Es wird ja jetzt schon aufgefressen.
Aber Rheydt hat einen Sektor, in dem Mönchengladbach keine vergleichbare Stärke aufweisen kann: Handwerk.
Die rheydter Innenstadt kann mit einer Vielzahl an Handwerksbetrieben glänzen, die Gladbach in dieser Konzentration und Stärke nicht hat. Diese Stärke auszubauen kann Rheydt einen eigenen Charakter verleihen, durch den Rheydt ein starkes Zentrum mit ganz eigenem Profil werden kann. Das passt auch sehr gut mit dem großen Wochenmarkt auf dem Marktplatz zusammen.
Die rheydter Peripherie ist geprägt von den dort ebenfalls starken Bereichen Geschichte und Gastronomie mit Rathaus, den Schlössern des Gladbacher Südens, zahlreichen Lokalen und einem Reichtum an historischen Persönlichkeiten (auch den negativen), die aus diesem Stadtteil stammen.
Das ist ein Weg, den Rheydt gehen kann – wenn es will. Geht es wie Gladbach den jetzigen Weg weiter, geht es abwärts mit Rheydt.

Weitere Zentren
Dieses Konzept lässt auch die Herausbildung weiterer Zentren zu.
Der Bereich Hardt/JHQ/Rheindahlen könnte sich durch seine Nähe zu den Niederlanden, seine Grüngebiete und seine Mischexistenz aus Stadt- und Landnähe zu einem Fremdenverkehrszentrum entwickeln mit einer von Sport und Freizeit geprägten Peripherie (Nordpark, Hardter Wald, Stadtwald).
Andere Bereiche haben ebenfalls klare Entwicklungspotenziale, als spezifische Zentren zu agieren.

Ja, eine multipolare Stadt ist möglich. Nur müssen wir dazu festlegen, was für Zentren wir denn haben wollen.
Einfach nur „Zentren“ funktioniert nicht, die fressen sich mittelfristig gegenseitig auf.
Wer aber mehrere Zentren hat, die sich deutlich unterscheiden, der erhält eine echte Magnetwirkung: Jedes Zentrum zieht andere Leute an, die Stadt insgesamt wird für viel mehr Menschen attraktiv als jetzt und die Zentren ergänzen sich gegenseitig zu einer gemeinsamen, attraktiven und starken Stadt Mönchengladbach.

Die Ratswebcam 0 

Die letzten Wochen im Twitter und jetzt auch in der Bloggerei kommt eine Diskussion über eine rats-Webcam auf. Wobei ich übrigens anders als Torben Schultz auf das „Web“ bestehe, Ratscam könnte auch ein „rat scam“ (english: Hinterlistige Abzocke) sein, was wir dann doch alle eher nicht wollen.

Das Problem mit der Ratswebcam ist, dass einige Ratsmitglieder offenbar auf den Datenschutz pochen. Was übrigens nicht funktioniert, weil gewählte Politiker Personen der Zeitgeschichte sind, für die eine grundsätzliche Abbildungserlaubnis besteht.
Also denkt man sich eine andere Ausrede aus: Man könne durch die Öffentlichkeit in seinen Entscheidungen unter Druck geraten. Ja, ernsthaft. Da fragt man sich dann doch, warum Ratssitzungen überhaupt öffentlich sind, es könnte ja plötzlich zuviel Publikum auftauchen. Und wieso sich Parlamente wie Land- und Bundestag sich daran nicht zu stören scheinen.

Ich zitier mich dazu einfach selber mal (aus einer Mail an Torben):

Das Vorgehen des Rates (und die Position des Landesdatenschutzbeauftragten) in dieser Frage finde ich […] rechtlich zweifelhaft und davon abgesehen auch bürgerfeindlich.

Und albern: Wer bitte lässt sich denn in ein Gremium wählen um anschließend dafür zu sorgen, dass bloß keiner mitkriegt, das man dort auch anwesend ist? Was ist das Motiv dafür? Angst vorm Wähler?
Wer nicht den Arsch in der Hose hat, für die eigene politische Position (oder zumindest jene, die man im Rat vertritt) gradezustehen, hat im Rat nix verloren.

Das „rechtlich zweifelhaft“ bezieht sich dabei auf §23 KunstUrhG, welches die Abbildung von Personen der Zeitgeschichte erlaubt.

Der tatsächlich rechtlich durchsetzbare Teil von der Beeinflussung durch Öffentlichkeit lässt tief blicken, ist aber rechtlich wohl in Ordnung. Gut, er ist Bullshit (Parlamente werden ja auch gefilmt), aber offenbar okay.
Als nächstes könnte man ja mal fragen, wie die das in Bonn hingekriegt haben, den Rat davon zu überzeugen (ich hab das bei den bonner Grünen schonmal gemacht). Bei der Stadt MG hört es sich so an, als müsste jedes einzelne Ratsmitglied der Übertragung zustimmen, was ich für unmöglich halte, weil quer durch alle Fraktionen Leute zu finden sind, die gegen eine solche Übertragung sind.

Ich seh das so: Interesse an Politik kann nur dann nachhaltig geweckt werden, wenn die Bürger Zugang zu Informationen haben, was die Politiker eigentlich machen. Die zwangsweise verkürzte Darstellung in der Presse ist dazu nicht geeignet und die Politiker, die aktiv in die Öffentlichkeit gehen, wenn mal nicht Wahlkampf ist sind rar.
Wer das aus zeitlichen Gründen nicht kann – verständlich.
Eine Ratswebcam kann das Problem zumindest etwas verringern und mehr Bürgernähe schaffen. Ausserdem sollte man die Anwesenheit von Fernsehsendern (zumindest CityVision) erlauben, damit diese auch sinnvoll berichten können, sind sie doch als Bildmedien auf Bild- und Tonmaterial angewiesen, das sie momentan nicht aufnehmen dürfen.

Momentan sitzen nur ein paar Presseleute mit Notizblöcken hinter dem Rat und ein paar Zuschauer in einem Balkon über dem Ratssaal. Also wie einst im 19. Jahrhundert.

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Petitionnerstag XLV 0 

Keine Nacktscanner

Der Deutsche Bundestag möge sich dafür aussprechen keine Ganzkörperscanner (auch Nacktscanner genannt) an deutschen Flughäfen zuzulassen.

Der Petitionsausschuss wird die letzten Monate tatsächlich richtig zeitnah bei den Petitionen. Sehr schön.
Einziger KOmmentar zur Petition: Dieses Video etwa ab Minute 17 sehen.

Steuerfreibetrag statt Kindergeld

Der Deutsche Bundestag möge beschließen das Kindergeld in seiner bisherigen Form komplett abzuschaffen.
Anstelle dessen sollte der Steuerfreibetrag für Kinder auf das Niveau eines Erwachsenen angehoben werden. Der Steuerfreibetrag sollte zudem mit einer negativen Steuerwirkung ausgestattet sein, so das bei Personen die zu wenig verdienen um diesen auszuschöpfen der Anteil der nicht steuermindernd wirkt ausgezahlt wird. Des weiteren soll der Freibetrag jährlich um die Inflationsrate erhöht werden

Der Sinn dahinter ist es, zu verhindern, dass das Kindergeld auf andere Sozialleistungen angerechnet und diese entsprechend gekürzt werden.

Einschränkung von Billiglöhnern

Einschränkung der Nutzung von Pauschalkräften auf Unter-Mindestlohn-Basis

Der Bundestag sollte beschließen, dass es großen Unternehmen mit einer Größe über eine bestimmte Anzahl an Mitarbeitern untersagt wird, einen Großteil der Angestellten als Pauschalkräfte zu beschäftigen.

Spricht für sich selbst.

Regelmäßige Rechtsschulung für Psychologen

Der Bundestag möge beschließen, das Mitarbeiter/Ärzte des Fachbereichs Psychologie zu einer regelmäßigen Rechtsschulung, nach dem Vorbild der ADR-Schulung im Gefahrguttransport, verpflichtet werden.

Okay, aber warum nur für Psychologen?

Zinslose Kredite für nicht förderfähige Weiterbildungen

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …dass die Bundesagentur für Arbeit derzeit nicht förderfähige Weiterbildungsmaßnahmen in Form von zinslosen Krediten ermöglicht.

Nicht förderfähig sind Weiterbildungen, die nicht potenziell in einen neuen Job führen.

Admins und Ops als Geheimnisträger

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Systemoperatoren und Administratoren ähnlich Ärzten und Pastoren in den Kreis der Berufsgeheimnisträger aufgenommen werden und eine Verschwiegenheitspflicht gesetzlich verankert wird.

Sind sie das nicht effektiv schon über den Datenschutz?

Keine Impfflicht für Berufsbewerber im Gesundheitswesen

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass von Ausbildungseinrichtungen im Gesundheitswesen nicht Impfungen als Grundlage für die Annahme der Bewerbung gefordert werden dürfen.

Derzeit verlangen viele Ausbilder in seltsamer Spezifität eine Hepatitis-Impfung.

Grünen Punkt abschaffen

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …den „Grünen Punkt“ / das Duale System Deutschland abzuschaffen.

Hauptargument: Das System ist technisch veraltet.
Dem ist hinzuzufügen, dass die Gelben Tonnen und Säcke oft Dinge enthalten, die nicht reingehören. Insofern ist es tatsächlich überlegenswert, Mülltrennung nicht auf die Entsorger umzulegen – eine Abschaffung des DSD bringt dabei aber eher nichts.

Kein Anwaltszwang vor den landesarbeitsgerichten

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Anwaltszwang bei den Landesarbeitsgerichten aufgehoben wird, d. h. dass der §11 des Arbeitsgerichtsgesetzes entsprechend geändert wird.

Der Anwaltszwang ist in vielen Kontexten eh ein seltsames Konzept im deutschen Recht, einfach weil damit (teils unnötig) weitere Kosten erzeugt werden. Wobei, vor Gericht kann ich das noch nachvollziehen.

Behörde für Impfstoffsicherheit

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, das Thema „Impfstoffsicherheit“ aus dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI), der deutschen Zulassungsbehörde für Impfstoffe, auszugliedern und einer neuen, vom PEI völlig unabhängigen Behörde, zu übertragen.

Ich wäre ehrlich erstaunt, wenn diese behördne zu anderen Ergebnissen käme als bisher. Und das nicht, wiel die Ergebnisse des PEI unantastbar sind…

300 € Kindergeld für alle

Der Deutsche Bundestag möge beschließen das Kindergeld auf einen Pauschalbetrag von 300,- € für jedes Kind, unabhängig vom Einkommen der Eltern zu erhöhen, als Direktinvestition in den Wirtschaftskreislauf (Binnenmarkt), gegenfinanziert über die Mehrwertsteuer!

Geht nicht, wir müssen die Mehrwertsteuer doch für die Hotels senken.
Im Ernst, das halte ich für unausgegoren.

Zuschuss für Zahnersatz nur in der EU

Der Deutsche Bundestag möge beschließen ,daß der Zuschuß der deutschen Krankenkassen für Zahnersatz in Zukunft nur für Zahnersatz, der von Zahntechnikern in Deutschland (und EU) gefertigt worden ist, ausgezahlt wird.

Dem petenten zu Folge ist das eine Arbeitsbeschaffungsmethode für Zahntechniker. Grob zusammengefasst.

Volle Kostenübernahme bei künstlicher Befruchtung

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …das der Kinderwunsch, die Künstliche Befruchtung für Kinderlose Paare, von den Krankenkassen oder dem Staat zu 100% übernommen wird…

Die petitionsbegündung behauptet, die Geburtenraten gingen zurück, seit nur noch 50% übernommen werden. Was eine ziemlich alberne Behauptung ist.
Nein, ich denke nicht, dass die Erfüllung eines etwaigen Kinderwunsches dem Staat aufgelastet werden solte. Sorry, aber: Wer’s nicht schafft – Pech gehabt.

Abschaffung des Progressionsvorbehaltes

Der Deutsche Bundestag möge beschließen …Abschaffung des Progressionsvorbehalts für Kurzarbeitergeld

Im Endeffet geht es darum, dass Kurzarbeitergeld nicht besteuert ist, aber so angerechnet wird, dass es bei anderen oder späteren Steuern zu Nachzahlungen führen kann. Was ich offen gestanden legitim finde, wenn man die Besteuerung des Einkommens zur Verhinderung von Arbeitslosigkeit nicht komplett aussetzt, sondern nur stundet.

Campus Delicti Sahnestücke KW3-10 0 

So, ab jetzt lass ich euch teilhaben an meinem (unserem) Amüsement an der donnerstäglichen düsseldorfer Campus-Zeitung Campus Delicti. In Form einer Sammlung der Highlights. Nun denn:

Die dieswöchige CD ist ein Themenhaft zum Thema Extremismus. warum auch immer.
Dazu hat man sich eine besonderheit ausgedacht: was, wenn keiner unseren Titel lesen kann? gesagt getan, hat man sich eine besonders obskure und unleserliche Variante der alten deutschen gebrochenen Schrift rausgesucht. Als Remineszenz an den Nationalsozialismus. Unter dem die Verwendung von gebrochenen Schriften und Sütterlin mit dem Schlagwort „Judenschriften“ 1938 verboten wurde. Nun gut, das kann man übersehen, wird diese Schrift doch aus unerfindlichen Gründen immer wieder mit den Nazis verbunden.
Aber: Sollte man eine Schrift, wenn sie verwendet nicht wenigstens können?
Typografen bitte wegkucken: Campuſ Delicti*
Fassen wir zusammen: Eine falsch angewandte Schrift auch noch falsch angewandt. Nicht schlecht. Und dabei sind wir erst beim Titel des Heftes und noch nicht mal mit der Titelseite durch.
Immerhin, am unteren Ende der Seite hat man die Schrift nochmal verwendet, aber diesmal ist eines der beiden ſ in „Extremiſmuſ“ sogar richtig.
*Der Fehler: Das ſ wird nie am Wortende verwendet.

Achja, das Motiv: zwischen der fahne der Nationalbolschewiken und dem Logo von Exit findet sich ein Foto einer Demo gegen Überwachungsstaatstendenzen in Deutschland. Das ist nochmal vorhanden – bei einem Beitrag über linksextreme Gewalt.
O…kay…

Die erste Artikelüberschrift ist jetzt schon ein Klassiker:

Dinge die die Welt bewegen: Faschismus

Darunter findet sich dann ein Artikel über Mussolini, seine Begriffsprägung und dass der irgendwie ja doch schon so ein bisschen böse war und so.
Der Autor wünscht uns dann für das Extremismus-Themenheft noch

Viel Spaß beim Lesen!

Der nächste Artikel ist gar nicht mal schlecht, ist aber überschrieben mit

Eine junge Demokratie in Gefahr

Es geht um Russland.
Gut, der Schreiber hat sich offenbar genau fünf Minuten mit der Geschichte Russlands und der Sowjetunion beschäftigt, bevor er den Artikel schrieb (also, in seinem ganzen bisherigen Leben zusammengenommen), aber naja, was will man verlangen…

Springen wir etwas. Auf seite 13 findet sich eine geniale Umfrage. Mit ganzen drei (anonym) Befragten. ich fasse einfach mal jede Frage mit allen drei Antworten zusammen, damit meine Mitstudenten nicht die ganze seite komplett lesne müssen:

Wirst du anders behandelt als deutsche Kommilitonen?
1. Nein.
2. Nein
3. Ich merke keinen Unterschied

Unterscheidet sich das Leben hier von zu Hause?
1. Bessere Chancen hier
2. Freier
3. Deutschland ist eine Industrienation, Vietnam daheim nicht

Fühlst du dich diskriminiert?
1. Nein
2. grundsätzlich nicht
3. Nein

Fühlst du dich akzeptiert?
1. Selbstverständlich
2. Schon
3. Ja

was ist wichtig für eine gelungene Integration?
1. Wille, sich zu integrieren
2. Sprache
3. Soziale Brennpunkte vermeiden
(Shadaik: Wow, eine tatsächlich interessante Frage!)

Gibt es Vorteile als Ausländer?
1. Muttersprache
2. Sprachkenntnisse
3. Nö

Herrlich überflüssig.

So, kommen wir zu meinem Lieblingsartikel: Die Renaissance der Rassentrennung. Okay, der Titel ist schonmal super.
Darin erfahren wir von dem Niederländer Jasper Schuringa, der beim versuchten Flugzeugattentat in Detroit „die Flammen mit bloßen Händen erstickte“. Hier ein Bild Schuringas:

Schön auch die Aufzählung der Übel des Rassismus in den USA:

Sklaverei, Ku-Klux-Klan und martin Luther King: Welche Ungerechtigkeiten und Menschenrechtsverbrechen rassistisch konstruierte Hierarchien auslösen, geht aus der amerikanischen geschichte ebenso hervor, wie aus unserer eigenen.

Schönes Bonmot auch:

In den USA kam es unmittelbar nach dem 11. September [2001] zu Ausschreitungen gegen islamisch aussehende Mitbürger und sogar zu einzelnen Morden!

Jetzt mal abgesehen von der Tatsache, dass es eher eine Verbesserung der Situation darstellt, wenn es in dne USA mal ein paar Tage nur zu „einzelnen“ Morden kommt – wie genau sieht man denn islamisch aus?

Und immer noch aus dem selben Artikel:

[…]Ein Kampf gegen ein Phantom (also einen nicht zu lokalisierenden Feind)

Der Teil in Klammern stammt nicht von mir.

Ja, das ist jede Woche so.
Link zum Heft folgt, sobald wenn falls die Redaktion sich traut, das Ding so online zu stellen, wie es eigentlich immer gemacht wird.

Diese Musikeinlage legt den Keks nieder 0 

Immer wieder schön, sammel ich sie bei der diesmaligen Musikeinlage einfach mal diverse musikalische Verwertungen von Filmzitaten. Ich find die immer wieder genial.

Den Anfang macht Jungle All the Way, ein Remix des großartigsten Arnie-Filmzitats aller Zeiten: „Put that Cookie Down – NOW!“ aus dem Film Jingle All the Way, zu deutsch Versprochen ist versprochen.
Der Musikstil ist nicht unbedingt meiner, ich mag’s aber trotzdem.

300: This. Is. SHPAR-TA!
Okay, irgendwelche Fragen?

Und auch Jack Sparrow darf nicht fehlen, wenn es cineo-musikalisch wird: Why is the rum gone?

Okay, Der Herr der Ringe hat einiges an Musik inspiriert. Ich nehm einfach mal den technisch meiner meinung nach bestgemachten Remix: They’re Taking the Hobbits to Isengard

Schrieb 0 

Ich erwähnte ja vor ein paar Tagen, dass ich inzwischen wieder ans Schreiben komme. Jetzt möchte ich mal kurz einen Überblick liefern, an was ich aktuell schreibe. Ich denke, ein-zwei dieser Romane sind in den nächsten zwei Jahren zu erwarten, hoffentlich in einem „richtigen“ Verlag, im Notfall mach ich aber auch auf BoD.
Alle Titel sind Arbeitstitel. Nur Sachen, die so weit gediehen sind, dass ich sie nach aktuellem Stand definitiv fertigschreiben werde.

1. Sünde
Okay, das gemeine ist, dass ich hiervon nichtmal den richtigen Arbeitstitel verrate. Er ist so ähnlich wie Sünde. Es ist eine dystopische Geschichte in einer Welt, in der die Kirche wieder die Macht erlangt hat, die sie zu Zeiten der Spanischen Inquisition einmal hatte.
Wird wahrscheinlich mein veröffentlichter Erstling, nachdem eine Freundin meinte, das Konzept zu diesem Roman sei das Interessanteste von denen, die ich ihr vorgestellt hatte (die anderen waren Endzeit und NSS).

2. Endzeit
Noch ein Werk zum Christentum: Wie sähe die Welt eigentlich aus, wenn die Bibel wahr wäre?
Wird mein Zweitling, wenn Sünde bei dem Verlag landet, den ich mir dafür erhoffe.

3. Erden-Tetralogie
Einzeltitel: Sand, Lehm, Torf, Humus. Eine Geschichte von vier Kulturen, kulturellem Austausch, bestätigten Vorurteilen und Identität.

Arbeitstitel von Geschichten, deren Fertigstellung ich noch nicht voraussagen kann: Fremde (SF), NSS (SF/Dystopie), Schule (Dystopie), Seemann (SF). Ausserdem ein Fantasy-Kurzroman (Groschenheftformat) ohne Titel.

Katzen tanzen nicht 0 

Die 90er waren die Zeit der animierten Musicals. Ein fast vergessenes habe ich bei Youtube einfach mal ausgegraben. Bester Song: Tell Me Lies gefolgt von Our Time Has Come.
Erste drei Teile in der Vorschau, der rest nach dem „Weiterlesen“ bzw. „Continue Reading“ (ja, ich muss das neue Design noch übersetzen):



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Und noch ein Filmtipp: Gamer 0 

Immer mal wieder gibt es einen Film, der schlechte Kritiken kriegt, weil ihn keiner versteht. Die wenigen intelligenten Filme aus Hollywood sind meist solche Fälle.
Gamer wurde gerne wegen seiner Faszination mit Blut und Sex kristisiert. Nur wenigen Kritikern wurde klar, dass das Absicht war: Gamer parodiert, nein spiegelt, den Alltag in Multiplayer-Shootern und sinnlosen Netzgesellschaften à la Second Life. Schonungslos und – das wird viele schockieren – realitätsnah.
Gamer zeigt eine Welt, in der zwei Videospiele – Society und Slayers – entwickelt wurden, in denen echte Menschen als Figuren fungieren. Dabei kritisiert er Massenmedien und Kapitalismus ebenso wie die in diesem Film durch Abwesenheit (oder Tolerierung) glänzenden Staatenwesen. Er zeigt die Eigenheit, die die Multiplayer-Community von der „normalen“ Welt entwickelt hat, ihre Geschlossen- und Fremdheit. Dass echte Gamer ihn für eine Sammlung von Stereotypen halten, zeigt einzig eine fehlende Selbstreflexion der Kommentatoren – oder aber Angst vor der Erkenntnis.
Im Endeffekt geht es aber gar nicht um Gamer – es geht um die modernen Massenmedien und das, was wir so alles für Unterhaltung halten. Und wer Society für unmöglich hält, sie daran erinnert, dass wir das selbe auch noch in den 90ern von Big Brother dachten.

Gamers Problem ist es, für die Action-Fans zu storylastig und für die Storyfreunde zu actionhaltig zu sein. Beide Gruppen mögen ihn nicht. Oh, und das Ende ist etwas sehr einfach – da hatte man wohl gemerkt, dass die 90 Minuten Filmzeit schon fast um waren.

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