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Endlich flügge: Schwarzer Schwinge 0 

Wenn ich „Ende August“ sage, dann wird es auch Ende August. Und wenn es sieben Stunden vor dem Ende ist, dürfte das knapp genug sein. Ja, Schwarzer Schwinge ist endlich raus. Ab jetzt. Für 1,49 €. Bei Amazon.
Hat ja auch lange genug gedauert.

Hat es sich gelohnt?
Wenn man die Serie mag… ;-)
Schwarzer Schwinge beschäftigt sich als dritter Band der Reihe mit der Vielfalt an gefiederten Dinosauriern und ihrem Weg zu den Vögeln. Es hat fliegende Agamen, Raptoren, anderes Federvieh und eine Gegenwart, in der Flugsaurier und Fledermäuse um die Lüfte kämpfen, während niemand ein Frühstücksei bekommt. Es ist ganz nebenbei auch der aktuell längste Teil der Serie. Selbst Code und Typografie profitieren von neu gelerntem Wissen, das direkt hier eingeflossen ist.
Das Thema des Ausflugs in die größeren Zusammenhänge der Evolution ist Variation, jener Mechanismus, der dazu führt, dass Lebewesen sich mit der Zeit überhaupt verändern können.

Das Schreiben war ein etwas anderer Prozess als sonst. Es war nicht so einfach wie bei den ersten zwei Bänden, eine Geschichte aus der Sicht der beteiligten Tierarten zu schreiben. Im Laufe der Entwicklung verschob ich den Ort des Geschehens von Bayern (wegen Archaeopteryx) nach Nordost-China, da es hier eine größere Vielfalt von gefiederten Dinosauriern gab, vor allem den für die Forschung der letzten Jahre extrem bedeutenden Microraptor. Als Protagonisten wählte ich dennoch, einfach um mal etwas anderes zu machen, ein Tier, das nichts mit dieser Entwicklung zu tun hatte: Die gleitende Agame Xianglong. Xianglong gab mir die Möglichkeit, ein wenig durch diese Welt zu streifen, viele verschiedene Dinge in dieser Welt zu zeigen, die von für die Entstehung der Vögel wichtigen Momenten zum Bersten gefüllt ist.
Ich muss gestehen, das war ein etwas zäheres Schreiben als sonst, aber schließlich fand ich dann doch einen Weg, den die Geschichte nehmen konnte und sollte und dann kam es doch noch zu Bit und Byte.

Sehr leicht fiel mir dafür das Zusatzmaterial. Trotz einiger kleiner Verzögerungen wie der Entdeckung von Kulindadromeus vor einigen Wochen ist dies ein spannendes Thema, das für mich eine besondere Faszination hat. All die Entdeckungen, die wir erst vor kurzem erkannt haben, die ganze Dramaturgie der Entdeckung von der einzelnen versteinerten Feder aus Bayern über einzelne Vögel zum großen Paukenschlag des Schatzfundes in China. Großartig, kann man kaum besser schreiben. Nur schade, dass die ganze Geschichte 150 Jahre dauerte.
Wie immer ein großer Spass war die Entwicklung der Überlegung, wie die Welt ohne Vögel aussähe. Ich liebe diesen Teil in jedem Band der Serie erneut, die Entdeckung des Möglichen und doch nie geschehenen, wie die Welt sich wie ein Netz um diese eine kleine Veränderung aufrollt, die Entdeckung all dieser kleinen Verknüpfungen in der Geschichte, das ist einfach nur purer Spass. Ich hoffe sehr, dieses Kapitel bringt zudem die Idee zum Tragen, wie aussergewöhnlich eine Welt ist, in der so seltsame Kreaturen wie Vögel existieren und wie sehr die Vögel unsere Welt beeinflussen.

Was mich beim Nachschauen der Amazon-Seite zum Buch grade übrigens begeistert: Die Leseprobe endet an der perfekten Stelle, mit dem Auftritt des Raubsauriers. Das war echt nicht geplant, aber es gefällt mir. Wer bis dahin gelesen hat, könnte keinen besseren Kaufanreiz mehr finden ^^. Aber das könnt ihr ja selbst lesen:

Experiment Querbezüge
Mit diesem Band kommt erstmals ein Konzept zum Tragen, das ich für diese Serie schon länger angedacht habe: Querbezüge. Man muss die Bände der Reihe in keiner bestimmten Reihenfolge lesen und man kann jeden Band für sich lesen, aber ich versuche dennoch, Bezüge einzubauen, an denen man sehen kann, dass all die Geschichten in einer Welt stattfinden, dass all diese großen Meilensteine, nach denen die Serie sich ja richtet, eingebettet sind in eine sich entwickelnde und verändernde Welt, in der manches geht und manches bleibt, doch alles zusammenhängt.
In Schwarzer Schwinge erwähne ich ein Verhalten einiger Raptoren, in den Baumkronen dem durch den Wald schleichenden Tyrannosaurier zu folgen, um Reste seiner Beute erhaschen zu können, wenn er sich nach der Jagd vollgefressen hat. Dieses Verhalten taucht hier nicht zum ersten Mal in der Reihe auf — die ungesehenen Raptoren in Staksigen Schrittes taten das selbe mit einem Tyrannosaurus rex.
Das wird nicht das letzte Mal sein, dass es solche Bezüge gibt, wenn es denn möglich ist, die Jahrmillionen damit zu überbrücken. Die Edmontosaurier aus Staksigen Schrittes sind die selbe Spezies „Hauptdarsteller“ im noch nicht erschienenen Klirrender Kälte und selbstverständlich erhält Flammender Farne (noch nicht erschienen) ein paar Fischlurche ähnlich denen aus Feuchten Fußes als Gastauftritte.
Kurze Zeit habe ich sogar überlegt, die Serie über eine kleine Seitenbemerkung mit meiner Science-Fiction zu verbinden, das aber letztlich gelassen, zumal von meiner SF ja ausser einer sehr kurzen Flash Fiction noch nichts offiziell erschienen ist.

Und was kommt jetzt?
Zwei Bücher in zwei Wochen sind eine gute Bilanz, mal sehen, ob ich das noch eine Weile aufrechterhalten kann. Der beste Kandidat dafür ist das ohnehin für September angekündigte Unter Wittgensteins Löwen, das Buch zu meinem verhältnis zur Religion. Das wird zwar aller Wahrscheinlichkeit nach länger als Schwarzer Schwinge, aber jedes Kapitel ist dank des autobiografischen Charakters des Buches ein wenig wie ein Blogeintrag. Und Blogbeiträge kann ich recht gut in schneller Abfolge schreiben. Also geht es jetzt daran. Nur das Lektorat könnte da ein–zwei zusätzliche Tage fressen. Naja, ich versuch das jetzt einfach.
Und danach? Wahrscheinlich eine englischsprachige Zombie-Geschichte, ich bin nur noch nicht sicher, welche. Entweder Desert King oder Boy. Ich neige zu Desert King, weil mir das im Moment leichter zu schreiben erscheint.
Die „Meilensteine“ gehen später dieses Jahr mit Zackigen Zahnes weiter, wenn alles klappt zum Monatswechsel September/Oktober.

Ich bin froh, mich selbst endlich genug in den Arsch getreten zu haben, um mit so guter Geschwindigkeit an den Büchern arbeiten zu können. 22.078 Wörter dieses Jahr nur in Büchern und Blog, zuzüglich diesem Beitrag. Das sind etwa 2 Novellen und auch 6.578 Wörter über meinem Ziel.

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