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Zack, veraltet! 0 

Manchmal hab ich echt Pech. Zum Beispiel, wenn der Stand der Wissenschaft fortschreitet, während ich ein Buch über genau jenes Thema vorbereite, zu dem es neue Erkenntnisse gibt. In diesem Fall geht es um Zackigen Zahnes. Die einführende Kurzgeschichte baut bisher auf der Vorstellung auf, dass die bizarren Anomalocariden die größten Fleischfresser in den Meeren des frühen Kambriums waren, bevor die Fische diese Stellung übernahmen. Und nun sieht es so aus, als wäre das falsch, wenigstens potenziell. Kurzgefasst wurde ein Vertreter der Gruppe gefunden, der sich höchstwahrscheinlich von Plankton ernährte. Das sieht auf den ersten Blick nicht wie ein großes Problem aus, immerhin gibt es auch Haie die Plankton fressen und ebenso räuberische Wale wie Plankton fressende Wale.

ich versuche gar nicht, diese Tiere zu beschreiben und stelle einfach ein Bild ein. Illu: Renato de carvalho ferreira, Wikimedia

Die Sache ist die: Sieht man sich nach diesem Fund die restlichen Anomalocariden an, wird klar, dass ihre Mundwerkzeuge für Planktonfresser weit mehr Sinn machen als für einen Beutegreifer an der Spitze der Nahrungskette. Es war lange ein Rätsel, wie diese Wesen fraßen und Spekulationen darüber haben die Paläontologie die letzten 30 Jahre beschäftigt. Die Mundwerkzeuge sind nicht geeignet, harte Schalen von Tieren wie Trilobiten zu zerbrechen, gleichzeitig ging man aber lange davon aus, dass sie diese fraßen, weil es entsprechende Überreste von zerbrochenen Trilobiten gab, die nur von Tieren von der Größe eines Anomalocaris stammen konnten.
Nun scheint es endgültig so, dass irgendetwas anderes diese Trilobiten gefressen hat. Und das alleine zeigt, dass wir noch längst nicht alles über die damalige Welt wissen.

So ist die Wissenschaft: Ständig gibt es neue Erkenntnisse. So verbessert sich unser Wissen um die Welt. Aber das bedeutet eben auch, dass Bücher veralten.

Das kann lästig sein, aber es passiert manchmal halt. In Zeiten des Papierpublizierens wäre das ein Problem gewesen, weil das Buch Monate später erschienen wäre und inzwischen vollkommen veraltet gewesen wäre.
Aber das Zeitalter des Papiers geht langsam zu Ende und was früher eine Katastrophe gewesen wäre, ist jetzt nicht mehr als eine kleine Hürde. Es verzögert vielleicht die Veröffentlichung um ein paar Tage, aber es gibt keinen Grund, mit einer veralteten Version eines Sachbuchs zu leben. Es gibt Updates und im schlimmsten Fall gibt es ein paar Tage Verzögerung.

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