Dino-Dienstag 28 0 

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diese Woche besonders grün.

Ältester Wald, älteste Blume und die Gänseblümchen

So könnte der Wald bei Lindlar vor 390 Millionen Jahren ausgesehen haben. Foto: LVR

So könnte der Wald bei Lindlar vor 390 Millionen Jahren ausgesehen haben. (Foto: LVR)


Mitten im Bergischen Land fanden Wissenschaftler Spuren vom ältesten bekannten Wald der Welt. Der Fund bei Lindlar ist mit einem Alter von 390 Millionen Jahren älter als die ersten bekannten Landwirbeltiere. Calamophyton, die Pflanze aus denen dieser Wald hauptsächlich bestand, hatte noch keinen Holzstamm, erreichte aber dennoch bereits drei Meter Höhe. Bis zu dieser Zeit war das feste Land von bis zu acht Meter hohen Pilzen beherrscht.
Montsechia
Die erste Blütenpflanze der Welt fand sich in den Tümpeln der frühen Kreidzeit von Spanien, vor etwa 130 Millionen Jahren. Die Blütenpflanzen sind eine Gruppe, deren Entwicklung immer noch weitgehend im Dunkeln liegt. Niemand weiss genau, wovon sie abstammen und wann sie entstanden. Montsechia zeigt, dass es sie auf jeden Fall schon gegen Beginn der Kreidezeit gab. Zumindest diese Pflanze war damals auch bereits sehr erfolgreich, sie besiedelte offenbar alle spanischen Tümpel ihrer Zeit in großer Zahl. Es handelte sich um eine Wasserpflanze, die äusserlich Hornkraut oder Wasserpest ähnelte.
Eher klein wirkt in diesem Kontext das Ergebnis einer Analyse von fossilen Pollen, die auffällig jenen von Korbblütlern ähnelten. Diese Gruppe innerhalb der Blütenpflanzen, zu denen unter anderem Gänseblümchen, Sonnenblume und Kopfsalat zählen galt bisher als eine der spätesten Gruppen im Pflanzenreich. Doch tatsächlich scheinen die Korbblütler bereits 80 Millionen Jahre hinter sich zu haben und damit noch unter den Füßen der letzten Dinosaurier gestanden zu haben.

Sauropode auf vier Beinen

Dass die langhalsigen Sauropoden allesamt auf vier Beinen liefen, ist angesichts ihres Stammbaums ein wenig eine Überraschung. Immerhin waren nicht nur ihre nächsten Verwandten, die fleischfressenden Theropoden praktisch durchgehend Zweibeiner, sondern auch ihre direkten Vorfahren, die Prosauropoden liefen trotz bereits deutlich verlängerter Hälse noch auf den Hinterbeinen.
Die südafrikanische Neuentdeckung Pulanesaura ergänzt hier ein Puzzlestück. Zwar konnten einige andere Sauropoden seiner Zeit bereits auf allen vieren laufen, aber Pulanesaura ist der älteste, der die Fähigkeit, auf den Hinterbeinen zu laufen, komplett verloren hat. Anders als seine Zeitgenossen konnte er somit nicht in hohen Baumkronen fressen, sondern musste mit Buschwerk und niedrigen Pflanzen vorlieb nehmen.
Das bedeutet, die Sauropoden gingen womöglich nicht auf alle viere um ihre langen Hälse besser tragen zu könne, sondern um abseits des Konkurrenzdruckes unter den vielen in den Baumkronen fressenden Prosauropoden Nahrung vom Grund aufnehmen zu können. Der lange Hals hatte dort vor allem den Vorteil, in einem großen Radius fressen zu können. Als sie aus dieser Position erneut in die Baumkronen stießen, wurden sie die größten Tiere, die jemals auf der Erde wandelten.

Jurassic Park: The Cartoon

Lecker Finger, aber was soll der Kleine mit dem Obst? Deko? (Bild: William Stout)

Lecker Finger, aber was soll der Kleine mit dem Obst? Deko? (Bild: William Stout)


Die 90er waren eine seltsame Zeit für Kinderserien. Es gab welche zu Conan, Robocop und überhaupt viele Umsetzungen von Filmen, die eher weniger für Kinder waren. Da war es gradezu erstaunlich, dass es nie eine Serie zu Jurassic Park gab. Das Spielzeug war immerhin schon da.
Und tatsächlich, Künstler William Stout stellt nun Konzeptzeichnungen für eine solche Serie vor. Der Hollywood Report weiss mehr zu berichten.