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Freitägliche Vier Plus Eins 22.05.2015 0 

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal nur vier erfreuliche Ereignisse. Es widerspricht ein wenig dem Geist dieser Beiträge und dennoch — wie sich einige über die Sache mit dem Westfalen-Blatt freuen, das war mir Anlass, darüber etwas zu schreiben. Hier, weil es eine Sache ist, über die sich viele freuen und einige daher hier ein paar Worte dazu erwarten.

1. Ein trauriger Anlass, aber ein erfreuliches Ereignis: Indie-Autor Kai-Eric Fitzner hatte Anfang Mai einen Schlaganfall. Die durch diese Situation in eine finanzielle Schieflage geratene Familie bat darum, statt Spenden Fitzners Roman Willkommen im Meer zu kaufen.
Das Buch ist momentan das bestverkaufte Papierbuch bei Amazon und steht bei den eBooks auf Rang 5 der Bestsellerliste. Amazon hat erklärt, auf seine Einnahmen daraus zu verzichten.
Hier ist ein Link ohne meine Affiliate-ID, bei dem Widget rechts weiss ich leider nicht, wie man die rückstandslos rausnimmt.

2. Tesla ist wieder dabei. Diesmal setzen sie ein nicht grade neue Idee endlich auf großer Basis um: Direkter Batterieumtausch für Elektroautos. Endlich Tankfüllung in wenigen Minuten.

3. China hat dann mal eben 1.000 Kohlekraftwerke geschlossen. So viel zu „die Chinesen machen ja nichts gegen den Klimawandel“.

4. Eine Frage, die mich bei Superheldencomics, insbesondere beim technischer orientierten Marvel, schon immer umtrieb: Müsste die Welt nicht völlig anders aussehen, wenn Superhelden existierten. Vor allem bei Marvel mit seinen vielen High-Tech-Helden. Bei Tony Stark und Bruce Wayne wird das hin und wieder angesprochen, aber sonst? Technologien, wie sie Spider-Man, die Fantastischen Vier und Iron Man mitbringen, bergen Revolutionen in sich.
Und aus diesem Grunde liebe ich diesen Gillette-Spot zu Avengers: Age of Ultron. Denn wenn es eine Branche gibt, die ständig irgendwelche Bullshit-Innovationen hervorbringt, dann sind es die Rasierapparat-Hersteller. Rasierapparate und Zahnbürsten. Gäbe es überall so viel Innovation wie in der Rasierapparat- und Zahnbürstenwerbung, der Weltfrieden wäre schon längst erreicht.

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Nicht wirklich 5.: Ich möchte an dieser Stelle entgegen der Intention dieser Reihe über etwas überaus unerfreuliches schreiben. Etwas, worüber sich aktuell so mancher in den sozialen Medien öffentlich freut, insbesondere viele meiner Parteikollegen.
Es geht um die Sache mit dem Westfalen-Blatt. Ich hatte dazu ja schon was getwittert.


Was hier passiert ist, ist der Verlust jeglichen Maßes. Was in einem solchen Fall angemessen wäre, wäre ein Rüffel, vielleicht, aber auch nur vielleicht, eine Verwarnung seitens der Redaktion. Statt dessen wurde hier jemand dafür gefeuert, dem Verfasser eines Leserbriefs nicht vehement widersprochen, sondern seine Sorgen ernstgenommen zu haben. Sie hat niemanden beschimpft, sie hat nicht von sich aus irgendwen diskriminiert, sie hat die Sorge eines Leserbriefschreibers aufgenommen und eine Antwort auf Grundlage seiner Weltsicht gegeben. Ihr Vergehen war, den Mann nicht zu belehren. Die Ansicht des Mannes ist sicherlich eine dumme, aber keine schädliche. Die Kolumnistin hat ihm geraten, darüber ehrlich mit seinem Bruder (einem der beiden Bräutigame) zu sprechen. Sicherlich hätte die Kolumnistin des Westfalens-Blatt auch anders reagieren können. Das nenne ich eine Dummheit. Keinen empörenden Skandal, eine negativ auffallende Dummheit. Eine jener Art, die man in einem Monat getrost vergessen kann, wenn nicht erneut ähnliches passiert.
Und über diesen Vorgang, dass jemand wegen eines kleinen Fauxpas effektiv fristlos gefeuert wurde, freuen wir uns also? Sobald eine Aussage auch nur eine Iota gegen unsere politischen Überzeugungen steht, befürworten und bejubeln wir plötzlich Zensur und politisch motivierte Stegreif-Kündigungen? Steht uns derartige Maßlosigkeit gut zu Gesicht?
Wenn ihr meint, euch darüber freuen zu müssen, bitte, fahrt fort. Aber habt nachher auch genug Arsch in der Hose, die dessen angemessene Scham anzunehmen und zu tragen.

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