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Projekt Rana 0.0.3 – Gedanken zu Rädern und Reifen 0 

Aufwand
bis 27.6.15

Schwalben-schwanz
79 €
Bachforelle
60 €
Helferlein
0 €
Recherche
10 €
Zeit
0h 0m

Während es bisher eher abstrakt um das Konzept an sich ging, komme ich diese Woche auf für den eigentlichen Bau relevante Einzelheiten zu sprechen. Ohne eine Entscheidung über die Größe und Ausführung der Räder komme ich nicht wirklich weiter, sind die Räder doch wichtige Bauteile bei so einem Fahrrad. Die Entscheidung stand auch wegen der konkret beschafften Bauteile diese Woche an.
Es gibt ein wichtiges Designziel für Projekt Rana, das ich noch nicht erwähnt hatte: Möglichst viele Teile sollen im Notfall aus dem nächsten größeren Supermarkt oder Fahrradgeschäft mit standardmäßig vorhandener Lagerware repariert oder ersetzt werden können. Das bedeutet natürlich, so wenig Spezialbauteile wie möglich zu verwenden. Grade bei den Rädern als empfindlichstem Teil jedes Fahrrads ist das ein wichtiger Punkt.

Allgemeines

Mehrspurige Fahrzeuge haben es nicht so leicht, Hindernissen auszuweichen, wie einspurige Fahrräder mit hoher Sitzposition. Dinge wie Glasscherben sind schwieriger zu sehen und die drei Spuren bergen das dreifache Risiko, dass eines der Räder eine große Scherbe abkriegt. Kein Fahrer kann im Alltag ständig die Sicherheit von drei Rädern ausserhalb des Sichtfeldes im Blick haben.
Also müssen die Räder so pannensicher sein wie nur möglich. Es mag nach Overkill klingen, pannensichere Reifen mit selbstreparierenden Schläuchen zu kombinieren, aber Overkill ist grade gut genug. Nur einen Vollgummischlauch lasse ich wegen des Gewichts bleiben.
Hier liegt auch eine Motivation für den Einbau von Standardteilen: Ist ein Schlauch doch mal komplett hinüber, ist er dann einfacher zu ersetzen. Da bin ich gebranntes Kind, ich stand vor einigen Wochen mit einem Durchstich direkt am Ventil in der Walachei hinter Wanlo. Das war lästig.

Triebräder

Die Entscheidung für die Vorderräder war recht einfach: Als Antriebsräder bei beiden Rana-Varianten bietet sich ein möglichst großes Rad an, denn je größer das Rad, desto höher die zurückgelegte Strecke pro Umdrehung.
28 Zoll ist das größte der drei Standardformate, also bekommen die Ranas 28-Zoll-Vorderräder. Als Antriebsräder sollen sie zudem möglichst viel Vortrieb bringen, also bekommen sie ein entsprechendes Reifenprofil.
Das Velomobil wiegt mit absoluter Sicherheit mehr als ein Fahrrad, daher sind die Antriebsräder maximal auf Zugkraft ausgelegt.

Heckrad

Beim Heckrad gilt im Grunde das Gegenteil: Es wird mehr oder weniger mitgeschleppt und passiv mitgedreht, ohne zum Antrieb beizutragen. Da ein kleineres Rad mit geringer Masse leichter in Drehung zu versetzen ist, sollten die Hinterräder der Ranas also kleiner sein als die Vorderräder. Zudem habe ich den Eindruck, dass kleinere Räder stärker lenken.
Hier bieten sich zwei gängige Optionen an: 26 oder 20 Zoll.
Fast alles Zubehör gibt es auch für 26 Zoll, Ersatzteile sind im Notfall schnell zur Hand, wenn man den nächsten Fahrradladen findet.
20 Zoll ist nicht ganz so gängig was Zubehör und Ersatzteile angeht, dafür verstärken diese die Vorteile der geringeren Größe und sind zudem so klein, dass ich die Nutzung eines Vollgummireifens durchaus bedenken würde (natürlich nur mit zusätzlicher Federung/Dämpfung in der Aufhängung, aber die ist bei Liegerädern eh nötig, um den Rücken zu schützen). Loopwheels gibt es in dieser Größe zwar ebenfalls, aber die kosten ungefähr so viel pro Rad wie die beiden Ranas aller Voraussicht nach jeweils insgesamt kosten werden.
Ich werde beim Schwalbenschwanz ein 20-Zoll-Hinterrad einsetzen. Damit kann der Hinterbau niedriger werden und wird nicht ganz so durch den Schwenkbereich des Rades begrenzt. Das starre Hinterrad der Bachforelle soll dagegen auf 26 Zoll kommen, vor allem wegen der besseren Verfügbarkeit von Ersatzteilen in fast jedem größeren Kaufhaus. Wobei auch hier 20 Zoll klare Vorteile böten, allem voran mehr Platz über dem Rad.

Stand

Ein Teil fehlt im Foto unten, weil es noch unterwegs ist: eBay hatte mir einen heute auslaufenden Gutschein über 30 € geschickt. Bedingung waren die Nutzung von Paypal zur Zahlung und ein Mindestumsatz von 60 €. Diese habe ich genutzt, um für den Schwalbenschwanz ein voll gefederte Hinterradaufhängung zu kaufen. Separate Aufhängungen sind gar nicht so leicht zu finden, also habe ich einen 20-Zoll-Rahmen mit ausbaubarer Federschwinge für knapp 68 € (bzw. £39.99) erworben (minus Gutschein). Da ich nur eine Schwinge dieser Größe brauchte, erscheint mir der Gutschein damit gut angelegt.
In jedes Projekt sind zehn Euro für je zwei 28-Zoll-Schläuche für die Vorderräder gegangen. Ich habe zwar jetzt nur zwei davon da, aber die Kosten sind trotzdem schon fest.
Die fünf € für die Recherche gehen auf zwei Bücher zurück. Das Fahrrad: Geschichte – Modelle – Radsport (kein Autor; Garant-Verlag) hat sich als weniger brauchbar erwiesen, als ich dachte, bringt aber immerhin eine sehr breite Sammlung von Radmodellen als Inspirationsquelle mit. Für vier € Neupreis kann man da dennoch nichts sagen. Ehrlich gesagt staune ich über diesen Preis für ein Buch in so guter technischen Ausstattung.
Dazu kommt ein € für Mehr Freude am Fahrrad der Stiftung Warentest, gefunden beim Hephata-Shop. Das Jahr 2000 liefert damit eine gute Einführung ins Thema Fahrrad. Nicht viel neues und noch weniger, was sich auf Liegeräder und Velomobile übertragen lässt, aber eine Einführung in Reifenprofile, Pedaloptionen, Bremssysteme und Rahmenfederung ist auf keinen Fall ein Fehler.

Ich brauche einen größeren Ordner

Ich brauche einen größeren Ordner


Es zeichnet sich ab, dass das Fahrzeug größenmäßig schneller wächst, als ich erwartet hatte. Wenn es so weitergeht, wie es aktuell aussieht, habe ich spätestens in zwei Wochen einen Fahrradrahmen und zwei Sitzflächen rumliegen. An diesem Punkt beginnt das Ganze dann, zu groß zu werden, um es bei mir unterzubringen. Bedeutet: Eine Garage muss her. Allerdings sollte eine normale Garage für alle Teilprojekte reichen, es ist also nicht ganz so schlimm.
Es gilt nur, etwas zu einem vernünftigen Preis zu finden und dann auch ein Fahrrad reinstellen zu dürfen. Und ja, letzteres ist tatsächlich ein Problem. So fragte mich der letzte Garagenvermieter, mit dem ich sprach, was ich denn reinstellen wollte. Daraufhin meinte er, er wolle lieber ein Auto in der Garage stehen haben, denn die seien schließlich für Autos, damit keine Seitenspiegel abgeschlagen werden und so weiter. Ich fand das Ganze zwar überaus befremdlich, aber da war nichts zu machen.
Ich meine, hey, ich bezahle und stell kein Gerümpel rein, das muss doch reichen.

Nächste Woche dreht sich alles um meinen Hintern. Sitzschale, ich meine um die Sitzschale.

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