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Less Litter Lifestyle 0: Weniger Waste 3 

Die ganze Serie

Symbol der WEEE, eine durchgekreuzte Mülltonne

Ja, ich weiss, dass WEEE Symbol steht für Recycling von Elektronik, nicht Zero Waste. Egal

Mit diesem Beitrag möchte ich eine 52-teilige Reihe hier im Blog starten. 52 Ansätze für Zero Waste, die einfach im täglichen Leben umzusetzen sind. 52, weil 52 Wochen ein Jahr ergeben. Also, plus diesen Beitrag hier zur Einführung, der nicht mitzählt.
Allerdings nenne ich das Ganze nicht Zero Waste. Der Begriff Zero Waste bringt ein paar Probleme mit, die ich vermeiden möchte. Das größte Problem davon: Der Begriff klingt für manche leicht einschüchternd. Ja, null Abfall ist ein hehres und gutes Ziel, aber auch eines, welches vom Alltag der meisten Menschen weit entfernt ist. Wie bei vielen Plänen lässt sich mancher von der Größe des Ziel einschüchtern und letztlich abschrecken. Dabei ist jeder Schritt in Richtung der Produktion von weniger Abfall ein guter Beitrag für unsere Lebens- und Umwelt. Ich halte es daher für deutlich wichtiger, dass möglichst viele Menschen sich dem Ziel annähern, als dass ein paar wenige Auserwählte dort ankommen. Zero Waste ist für viele eine große Umstellung und der beste Weg zu solchen ist jener in kleinen Schritten, jeder für sich einfach und kaum ein Hindernis. S kann man einen gewaltigen Weg gehen und am Ende zurückschauen und plötzlich merken, wie weit man gekommen ist.
Zum anderen ist der Begriff Zero Waste auch leicht geflunkert. Eingeführt von Bea Johnson, bezieht und beschränkt er sich im Grunde auf das eigene Leben im Sinne des eigenen Haushaltes. Nur so ist er ehrlich, denn natürlich erzeugen die meisten von uns weiter Massen an Abfällen, auch die Zero-Wastler. Nur fallen diese Abfälle eben nicht mehr im eigenen Haus an, sondern irgendwo vorher in der Lieferkette. Niemand, der nicht vollkommener Selbstversorger ist, kann von sich behaupten, wirklich Null Abfall zu verursachen. Und selbst bei denen geht manchmal etwas einfach irreparabel kaputt und muss entsorgt werden, selbst wenn das nur alle paar Jahre passiert. Das mag man als kleinlich ansehen, aber es ist eine offene Flanke gegenüber jenen, die einfach nur rummäkeln wollen. Die muss man nicht ohne Zwang bieten.
Ausserdem hat mein Alternativbegriff eine Alliteration. Ich mag Alliterationen: Less Liter Lifestyle. In Englisch, wiel ich auf Deutsch keine hübsche Alliteration gefunden habe. Und weil der Begriff auch international tauglich sein soll.

Was kommt

52 einfache Ideen, um Abfall zu vermeiden, alle vorher von mir getestet und für machbar und gut befunden. Viele davon fallen in den Bereich des Selbermachens, aber wichtig ist mir, all zu komplexe Projekte zu vermeiden. Das ist kein Heimwerkerkurs und kein Werkunterricht in der Schule, das soll ein Projekt sein, dass nahezu jeder komplett durchziehen kann. Es wird nicht komplizierter als „mach einen Knoten“ oder „bohr zwei Löcher“.
Wir werden Zahnpasta und ganz ohne Soda-Streamer Limonade machen, Küchenreste auf der Fensterbank zu neuem Gemüse heranziehen, eine wiederverwendbare Alternative für Kabelbinder basteln und dergleichen mehr. Wie gesagt, insgesamt 52 Projekte, keines mit viel Zeitaufwand, jedes alltagsfähig und abfallreduzierend.
Ganz ehrlich: Ich habe bis jetzt die Hälfte der Projekte zusammen, aber 26 Wochen sollten genug Zeit sein, um den Rest auch noch zu füllen. Immerhin habe ich die erste Hälfte an zwei Nachmittagen zusammengestellt. Das bedeutet, auch für mich wird es im kommenden Jahr viele spannende Projekte auszuprobieren geben.

Was nicht kommt

Es gibt ein paar Ansichten und Bewegungen, die gerne im Verbund mit Zero Waste auftauchen, die ich bei Less Litter Lifestyle vermeiden möchte. Zum einen, weil sie nicht direkt mit dem Thema zusammenhängen, zum anderen, weil mehr Ballast die Hürden zum Einstieg für Interessierte erhöht.
Die ganze Aussteiger-Diskussion bleibt draussen, weil das einfach ein gewaltiger Schritt ist, der dem Prinzip der kleinen Schritte widerspricht.
Dann ist da die Sache mit dem Plastik. Ob Plastik grundsätzlich von übel ist, ist schlichtweg eine andere Diskussion. Es gibt sicherlich Anwendungen von Plastik, die fraglos schädlich sind. So findet Plastik oft in Einwegprodukten Verwendung. Um Ersatz für diese wird es in dieser Reihe selbstverständlich immer wieder gehen. Aber es gibt eben auch gute Plastikprodukte. Lego wird gerne genannt. Ich würde sogar sagen, Kondome sind ziemlich gute Einweg-Plastikprodukte (ja, auch Latex aus Gummibäumen ist eine Form von Plastik). Plastik ist ohnehin ein recht sinnloser Sammelbegriff, da es sehr viele Arten von Kunststoffen gibt, die zudem noch mit sehr viel unterschiedlichen Stoffen versetzt sind. Allerdings sage ich auch: Oft ist Holz besser, da es bei seiner Produktion atmosfärisches CO2 bindet, während dies bei den meisten Kunststoffen freigesetzt wird. Aber wie gesagt: Andere Diskussion.

Ein Medienexperiment

Diese Serie wird auf eine für dieses Blog neue Art konzipiert werden. Das wird auch in der Gestaltugn offensichtlich sein. Ich habe noch nie eine Serie gemacht, die gezielt andere Plattformen ansprach, doch LLL soll genau das werden.
Buch: Ja, sobald alle 52 Projekte versammelt und positiv getestet sind, werden sie gesammelt als eBook und Papierbuch verfügbar sein. Sie werden natürlich weiterhin hier im Blog zu finden sein.
Online: Das Buchprojekt war sogar das ursprüngliche Vorhaben hier. Mir wurde aber schnell eines klar: Jeder Ratschlag eines Ratgebers landet früher oder später im Netz. Dabei ist sogar egal, ob er gut ist oder nicht. Warum also die Sachen nicht gleich selbst online stellen? Und zwar vollständig! Zum einen hier im Blog, zum anderen aber auch bei der Plattform für Tipps, Tricks und Lifehacks, Pinterest. Ich werde mit dieser Serie erstmals versuchen, gezielt das Publikum bei Pinterest anzusprechen. Das wird für sich interessant.
Auffallen wir das Lesern aus anderen Quellen vor allem bei der Gestaltung der Bilder.

Los geht es heute spätnachmittags mit dem finalisierten Rezept für Zahnpasta aus Kokosöl.

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