Meine letzten vier Veröffentlichungen Mad Scientist Journal Autumn 2018 Fiction Science The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World Steaks, Walls And Dossiers Zur Übersicht aller Veröffentlichungen Fiction Science

Sieben am (Spät)Sonntag 26.11.2018 0 

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und manchmal ist später Sonntag, als der Kalender vermuten lässt.

Musik der Woche

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reisen dann mal musikalisch in den fernen Norden, nach Schleswig-Holstein. Es gibt ja allgemein eher wenig Gründe, sich dorthin zu begeben. Eigentlich nur Sylt oder Transfer. Und eben das Sägewerk Bad Segeberg. Das stellen dann mal eben die Wise Guys vor.
Ich sollte öfter einfach auf irgendwelche Youtube-Videos mit lustigen Namen klicken. Was kann da schon schiefgehen?

Fundstücke der Woche

Der Brexit bleibt ein Schaulaufen von Inkompetenz und Dummheit. Neuestes Highlight ist das britische Parlamentsmitglied Nadie Dorries. Sie hat eine Beschwerde zu den Austrittsverträgen, die Theresa May mit der EU verhandelt hat: Da fliegen die Briten doch glatt beim Austritt aus der Eu auch aus dem EU-Parlament. Gut, damit hätte man nun wirklich nicht rechnen können.
Proteste gegen Dinge, die völlig logisch sind und gegen die jeder Protest Zeitverschwendung ist,gibt es aber auch in der EU: Gegen die Ölpreise zum Beispiel.
Aber für richtiges politisches Versagen muss man immer noch in die USA blicken. Absolut beeindruckend ist, was der Internet Historian zu Verlauf und Tod der Internetkampagne Kony2012 (Link führt zu einem Video) gegen den afrikanischen Warlord Joseph Kony zusammengetragen hat. Lasst das einfach mal bis zu dem Punkt laufen, an dem der UN-Plan ins Spiel kommt, Kony zu einem Treffen mit Brad Pitt und Angelina Jolie einzuladen.

Wie man es gut macht, führt der deutschen Politik dann mal Flixbus vor. Die machen einfach, was sonst immer als unmöglich, zu teuer oder sonstwie nicht umsetzbar behandelt wird und nehmen ihren ersten Elektrobus ins Angebot auf.
Man kann über Elektromobilität lange streiten, aber sie ist letztlich unumgänglich, wenn wir von den unsere Zukunft als Spezies und Zivilisation gefährdenden fossilen Energien weg wollen.

Klimaprognosen klingen meist gruselig. Noch gruseliger klingen da wohl Riesenviren im Waldboden. Aber keine Angst, was da bei Harvard aufgetaucht ist, ist nicht nur harmlos, sondern auch wichtig: Mit der recht jungen Entdeckung von Viren, die die Größe von Bakterien erreichen,geht ein regelrechter Sprung in der Biologie einher.
Seit langem ist die Frage ungeklärt, ob Viren eigentlich Lebewesen sind und wo sie herkommen. Diese Riesenviren bestärken die These, dass Viren die Nachfahren eigenständiger Lebewesen sind, die im Laufe der Zeit vollkommen in ihrer parasitären Lebensweise aufgegangen sind, bis sie nur noch Fragmente ihrer einstigen Form waren. Das hat umfangreiche Auswirkungen darauf, wie wir die Frage danach angehen können, wie das Leben auf der Erde einst seinen Anfang genommen hat.

Bitte nicht auf die Spinne treten. Danke.

Bitte nicht auf die Spinne treten. Danke.

Spielerei der Woche

Rollenspiele der 8- und 16-Bit-Ära haben eine sehr eigene Ästhetik, die heute wenig überraschend nostalgisch aufgeladen ist. Zugleich gibt es einen Trend, alte Rollenspielserien ohne die Rollenspielinhalte als Handyspiele rauszubringen.
Ein sehr erfolgreiches Beispiel davon war der jeglichen Inhaltes unverdächtige Pokémon-Ableger Pokémon Go,der sich allein auf das Sammeln der Monster und gelegentliche Stadionbesuche konzentrierte. Das war substanzlos, aber für eine Weile sehr spaßig und vor allem viral erfolgreich.
Pocket Healer basiert auf keiner bestimmten alten Rollenspielreihe, ähnelt aber sehr stark den ersten NES-Teilen der extrem erfolgreichen Reihe Final Fantasy. Sie reduziert das Spiel in entsprechender Manier rein auf die Kämpfe, eine Geschichte zwischen den Kämpfen gibt es nicht. Und es ist sogar noch etwas reduzierter als das: Man spielt nur die Heilerin der Gruppe, die zudem nichts tun kann, ausser die anderen Gruppenmitglieder zu heilen.
Ziel des Spiels ist es, die Gruppe durch so viele Kämpfe wie möglich am Leben zu halten. Das kostet Mana, welches sich nur langsam wieder aufbaut. Es geht also darum, zur rechten Zeit das richtige Gruppenmitglied zu heilen und so lange zu überleben. Das ist überraschend schwer (das Mana geht schnell zur Neige). Ob es dabei wirklich eine Taktik gibt oder ob man nur auf immer höhere Boni hinspielt, die längeres Überleben ermöglichen, habe ich dabei noch nicht ganz raus. Auf jeden Fall hat es diesen „Ein-Versuch-noch“-Charakter.
Pocket Healer kann man bei itch.io online spielen oder bei Google Play für Android laden. Ich empfehle wegen des aufrechten Formats des Spielbilds die Android-Version oder wenigstens Spielen auf dem Handy.

Wortgeschmeide der Woche

Es gibt in der Geschichte so manches Leben, an das man oft nicht denkt und das absolut absurd klingt, das aber tatsächlich passiert sein muss, wenn man drüber nachdenkt.
Ein Beispiel dafür ist die Person, die ins Bild rückt, wenn man fragt,woher eigentlich die Tätowierungen der Häftlinge in den Konzentrationslagern kamen.
Heather Morris gibt in The Tattooist of Auswchitz die Geschichte von Lali Sokolov wieder, jenem slowakischen Juden, dessen Aufgabe es war, diese Tätowierungen zu stechen. Die New York Times hat einen interessanten Artikel dazu, wie wahre Geschichte und erzählte Geschichte in der Erzählung dieses Schicksals zusammenspielen.

Politik der Woche

Am Dienstag traf sich der Arbeitskreis Verkehr der Gladbacher Grünen. Als Gast durften wir Detlef Neuß begrüßen, Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn. Mit diesem haben wir uns einen Überblick über die anstehenden Vorhaben der Bahn in Mönchengladbach verschafft und diverse Entwicklungen und Vorschläge diskutiert.
Und derer gibt es in der Stat aktuell viele, selbst wenn man die reinen Baumaßnahmen ignoriert. Die Diskussion, die S-Bahnlinie 28 von Kaarst bis Viersen zu verlängern, läuft immer noch und wir finden das auch sinnvoll, um Neuwerk besser anzubinden und um die täglich komplett zugestaute A52 zu entlasten. Es gibt konkrete Vorschläge, wo ein Bahnhof für die Hochschule stehen kann, fehlt aber noch an einer Bahn, die dort halten kann. Dafür bräuchten wir die aus Richtung Köln geplante S-Bahnlinie 6, für deren Verlängerung bis Mönchengladbach aber noch ein Engpass im Bereich Odenkirchen beseitigt werden muss. Und dann gibt es da noch den Alternativvorschlag eines Bahnhofs am Montforts-Gelände, wofür wir aber keinen Bedarf und einen zu großen Abstand von der Hochschule sehen (da kann man auch gleich wie gehabt am Hauptbahnhof aussteigen).
Die Diskussion war recht ausführlich und es gab viel zu bereden, sodass wir die Runde im Dezember fortsetzen werden.

Der Mittwoch begann politisch mit einer Aufsichtsratssitzung der Marketing-Gesellschaft MG, von der ich natürlich nicht viel erzählen kann. Nur so viel: Die MGMG jongliert derzeit sehr viele Themen. Die Vielzahl an Entwicklungen und Veranstaltungen nimmt so langsam großstädtische Ausmaße an.
Das war im haus Erholung und kurz darauf gab es nebenan in der Volkshochschule eine weitere Veranstaltung, wenn auch eine, die nicht mit den Grünen zu tun hatte. Ich zähle sie dennoch als politisch. Für Transition Town habe ich ein Netzwerktreffen der Umweltinitiativen in Mönchengladbach moderieren dürfen. Es ging darum, Kontakt aufzubauen und Projekte gemeinsam anzugehen. Und in der Tat kamen viele solche Projekte zusammen. Ganze 10 Vorhaben konnten die Vereine und Initiativen vorstellen, von einem Wildkräuterpark über ein gemeinsames Herangehen an das Thema „versteinerte Vorgärtenldquo; bis zum Bau von Feinstaubsensoren als Datenquelle für ein bundesweites Crowdsourcing-Projekt.
Das war definitiv ein fruchtbares Treffen mit vielen Ideen und Kontakten.

Der Donnerstag war dann wieder parteilicher. Beim regulären Offenen Büro in der Grünen Geschäftsstelle gab es noch ein Mal in einer großen Runde von Mitgliedern und Interessierten einen Rückblick auf den Bundesparteitag und ein Treffen zum Haushalt des Landesverbandes.

Fotos der Woche

Da nenn nochmal jemand den November trist: Im verbliebenen Land zwischen den eingestädterten Dörfern Dahl und Schrievers in Mönchengladbach gibt es zuverlässig Farbtupfer, auch so tief im Herbst. Diese Woche ist mir das Duo in den folgenden Bildern aufgefallen, ein Sanddorn (orange) und eine Schönfrucht (violett) am Wegesrand.

Trist wird es erst, wenn Stadt und/oder Mags Hand bzw. Säge anlegen. So war ich diese Woche sehr enttäuscht, wie hässlich das Postkartenmotiv der Stadt, der Münsterhang, in Folge fehlgeleiteten „Aufräumens“ geworden ist.

Videos der Woche

Fiction Science beschäftigt sich diese Woche mit dem Mosasaurus aus Jurassic World und seiner Fähigkeit, erstaunlich hoch zu springen. Ich hatte zunächst gedacht, dazu nicht viel sagen zu können, aber dann sah ich, dass die Fehler in der Darstellung des Tiers einen Einfluss auf diese Fähigkeit haben. Und so wurde aus einer mit 4 Minuten vermuteten Episode eine solche von knapp 12 Minuten.
Es war übrigens auch das komplexeste Video, das ich bis jetzt je zusammengestellt habe: 47 Objekte, darunter viele Videoausschnitte, kamen zu diesem neuesten Teil der Reihe zusammen.

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Übrigens habe ich auch den Auftritt des Kanals professioneller gestaltet. Er hat jetzt ein eigens gestaltetes Logo in seinem Profilbild und Header. Das Logo stellt eine DNA-Kette dar, die in einen Filmstreifen übergeht. Es liegt auf dem blauem Hintergrund, der das Design des Kanals zusammenhält und sich auch in den Videos wiederfindet. Das Ergebnis ist ein auf den ersten Blick unverwechselbarer Auftritt.

Im deutschsprachigen Bereich geht es wieder mit einem Lego-Heft weiter. Lego Star Wars ist unser aktuelles Heft. Diesem liegt ein kleiner Bausatz eines imperialen Sternenzerstörers aus den Originalfilmen bei. Ein recht solider Block von Plastik, der vor allem im Vergleich zu einem fast vier Jahre alten Vorgänger zeigt, wie sich die Lego-Hefte über die Jahre entwickelt haben.

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Abseits von Lego bereitet Extra Extra sich auf den Dezember vor. Diesen füllt dieses Jahr der Galileo-Adventskalender von Clementoni. Ich habe schon etwas vorgeschaut und kann diesen Adventskalender ganz klar empfehlen. Die 24 Experimente in diesem Kalender haben eine deutlich höhere Qualität, als ich in irgendeinem anderen Adventskalender gesehen habe.

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Sieben am Sonntag 18.11.2018 0 

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Immer international, oft interstellar, manchmal sogar aus der Zone!

Musik der Woche

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wäre es mal mit etwas klassischer Oper? Im Weltraum, mit Tonfolgen, die ein menschlicher Kehlkopf nicht erzeugen kann.
Das hat Luc Besson in Das Fünfte Element mit Hilfe von Schnitten überwunden, wodurch ei Operntitel entstanden ist, der ausserhalb des Films praktisch nicht existieren kann. Hier mal ohne die Filmschnippsel, die sonst dazwischen liegen.

Fundstücke der Woche

Kennt ihr das, wenn euch eine eMail vom Kundenservice erreicht, an der die komplette Barbeitung noch mit dranhängt, weil irgendjemand das Löschen vergessen hat? Mir ist das letzte Woche passiert und das abteilungsinterne Hin und Her war überaus amüsant („Können wir das so formulieren?“).
Doch das passiert nicht nur mir. Und wenn bei so einem Verlauf zu einer Gerichtsakte mal eben das vorbereitete Urteil mit dranhängt, dann wird es richtig interessant.
Aber auch, wenn die Gerichte korrekt funktionieren, kann es kurios werden. So war ein Göttinger wegen der G20-Krawalle vorstellig geworden, hatte aber ein recht gutes Alibi: Er war während der gesamten Zeit des Gipfels in Japan. Die Polizei hatte ihn offenbar allein deswegen angezeigt, weil er als Krawallmacher bekannt und zur Zeit der Konferenz nicht zu Hause war.

Aber vielleicht steckte ja nicht Bosheit dahinter, sondern schiere Inkompetenz. Darin aber werden sie Yoshitaka Sakurada nicht übertreffen können. Der Mann ist in Japan unter anderem für Computersicherheit zuständig und hat noch nie einen Computer benutzt. Das fiel auf, als er sich von der Existenz von USB-Sticks überrascht zeigte.
Ein vielversprechender Kandidat in der Kategorie „Inkompetenz“ ist aber auch Brian Kemp, der als Staatssekretär maßgeblich für eine Reform des Wahlrechts in Georgia verantwortlich war. Und wegen genau dieser Reform hätte er beinahe nicht wählen können. Bei einer Wahl, in der er selbst als Gouverneurskandidat antrat. Seine erforderlichen Papiere waren ungültig. Er hat die Wahl übrigens gewonnen.

Aber hey, jeder fängt mal klein an und da sind Anfängerfehler erlaubt. Hier zum Beispiel kann man sehr gut sehen, wie klein das Galaktische Imperium aus Star Wars angefangen hat. Durchhalten und irgendwann darf man am Konferenztisch Offiziere würgen, bis der Großmoff „Stopp“ sagt.

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Wer definitiv nichts in der Politik verloren hat, ist dagegen Paypal.Die haben mal eben Konten von Antifalern und Nazis gesperrt. ich halte beides für falsch: Paypal ist ein Zahlungsdienst und hat sich nicht für die politische Ausrichtung seiner Kunden zu interessieren. Das ist ja gruselig!

Und dann war da noch der Mann in den Niederlanden, der vor Gericht sein Alter von 69 auf 49 ändern will. Denn wieso sollte der Perso auch in irgendeiner Weise die Realität abbilden?

Spielerei der Woche

Flower Power Pac-Man

Flower Power Pac-Man

In der Tat, Flower Power Pac-Manist de kürzeste Beschreibung, die ich MNilssons Garden Warden habe.
In diesem Spiel rennt man durch ein Labyrinth mit der Aufgabe, jedes bepflanzbare Fleckchen mit einer Blume zu bepflanzen. Die Blumen pflanzt man im Vorbeigehen per Tastendruck, sie wachsen dann in ein paar Sekunden vom Keim zur Blüte. Aber Vorsicht: Auch wenn die Tiere der Spielfigur nichts anhaben können, fressen sie doch die Blumen, solange diese noch nicht in Blüte stehen. Und jedes Mal, wenn ein Reh eine Blume frisst, wird es schneller. Das macht es zum einen schwieriger, die restlichen Blumen aufzuziehen bevor sie gefressen werden, zum anderen erhöht es das Risiko, zwischen zwei Rehen eingeklemmt zu werden.
Das Ergebnis ist eine etwas andere Pac-Man-Variante, die beweist, dass man auch nach 38 Jahren noch neue Varianten einer alten Idee finden kann, die praktisch jeder gesehen hat.
Spielbar im Browser bei itch.io.

Wortgeschmeide der Woche

Die Anti-Austerity Anthology ist eine Sammlung von Texten gegen die Austeritätspolitik, die den Kern vieler Konzepte zur Bewältigung von Staatskrisen darstellt, aber auch viele neue Probleme verursacht und teils die alten Probleme nur verschlimmert.
Dabei handelt es sich um eine recht bunte Mischung aus Kunst und Sachtexten, was man so eher selten sieht — die meisten Sammlungen sind entweder das eine oder das andere.

Aber ich habe auch einen eigenen Beitrag in der literarischen Welt: Die letzten Monat im Mad Scientist Journal erschienene Kurzgeschichte Fetch Monkey ist nun auch online auf der Website des Magazins verfügbar. Es geht um eine Reihe sehr erfolgreicher Tierversuche, ihre praktische Anwendung und die Macher hinter diesen Versuchen.

Politik der Woche

Vergangenes Wochenende war Parteitag der Grünen in Leipzig und ich mittendrin.
Es gab dort die Liste zur Europawahl zu wählen und ein Europaprogramm festzulegen. Die Ergebnisse von beidem sind gut, auch wenn mir so manche Zwischentöne im Bereich „Internet“ (insbesondere Meinungsfreiheit und Handel) weiterhin als Äusserungen von Menschen auffallen, die immer noch versuchen, Ideen aus dem 20. Jahrhundert krampfhaft auf ein ihnen in den Details völlig fremdes System anzuwenden. Aber was das angeht, hat Malte Spitz einen ausführlichen Änderungsantrag vorgelegt, der da vieles aufräumte und so bin ich am Ende zufrieden.
Allerdings ist es meist eine schlechte Idee, an einem 11.11. in einem Raum mit einer Gruppe Kölner und Düsseldorfer zu sein. Und so landete an jenem Tag um 11:11 ein einzelnes Konfetto auf meinem Tisch, das ich den restlichen Tag kritisch wegen möglicher Annäherungsversuche im Auge behielt.

Aaaaaah!

AAAAAH!


Diesen Samstag waren wir wieder auf dem Edmund-Erlemann-Platz in der Gladbacher Innenstadt. Es ist einer von drei Plätzen, auf denen wir zur Zeit geplante Baumfällungen kritisieren und nachdem bei der erfolgreichen Demo vor zwei Wochen viele Bürger nach der Möglichkeit einer Unterschriftenliste gefragt haben, entschieden wir uns, genau so eine zu verteilen.
Wir waren eine Stunde vor Ort und die beiden ausgelegten Listen waren pausenlos durch Bürger/-innen in Beschlag, die sich ebenfalls eintragen wollten. Knapp 120 Unterstützer/-innen in einer Stunde lassen sich sehen, einige kamen noch während des Einpackens zum Unterschreiben vorbei.
Heute ging es weiter mit den Haushaltsberatungen der Ratsfraktion zum städtischen Haushalt für die Jahre 2019 und 2020. Da konnte ich leider nicht bis zum Ende bleiben, aber auf jeden Fall gehen die Grünen Mönchengladbach damit vielen Ideen rein. Ich habe hauptsächlich den Kulturteil der internen Gespräche mitbekommen, der einige interessante Diskussionen mit sich brachte. So ist etwa die Diskussion zwischen Wertschätzung von Kultur einerseits und Zugang zu Kultur für Arme andererseits eine spannende, aber alles andere als einfache.

Fotos der Woche

Siehe oben, sprich die Fotos sind diesmal alle in der „Politik der Woche“ untergebracht.

Videos der Woche

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Woche bleiben wir audiovisuell etwas in der Lego-Welt. Lego City hat eine Arktis-Serie und zu dieser gibt es im aktuellen Magazin einen kleinen Schneeschlitten mit einer Minifigur. Leider muss ich allerdings sagen, dass es für diese Minifigur lohnendere Wege gibt, sie zu bekommen.

Sieben am Sonntag 04.11.2018 0 

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Jetzt im Sparpack für drei Wochen!

Musik der Woche

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ist ein Lied, das mich seit einigen Wochen durch ständige Wiederholung im Radio verfolgt hat. Es war alles andere als einfach zu finden,bis ich dann endlich mal eine Textzeile korrekt behalten habe.
Und jetzt, wo ich den ganzen Text gezielt anhören kann muss ich sagen: Das ist ein furchtbarer Liedtext. Absolut unmelodisch, die Reime schwanken zwischen nicht-existent und faul und nur durch eine aufgepfropfte Melodie zu einem Lied konvertiert. Aber es funktioniert. Und das ist eine Leistung, zu der man Achim Reichel dann irgendwie doch gratulieren muss.

Fundstücke der Woche

Dass Verschwinden einer japanischen Kleinstinsel macht mir eher weniger Sogen, solche Dinge passieren in einer seismisch so aktiven Region hin und wieder. Wichtiger ist da die Erkenntnis, dass der massive Rückgang der Insektenpopulation sich auch ausserhalb der Grenzen unserer kultivierten Flächen fortsetzt. Denn was auf die Felder gespritzt wird, bleibt nicht dort. Wir vergiften nach und nach den kompletten Planeten.
Aber wie kann man die Umwelt effektiv schützen? Nun, eine Demo in München hat hier einen Vorschlag: Mit Atomkraft! Ja, wirklich. Und die Demo schlägt natürlich sofort in absolut absurde Selbstparodie um. „Spass mit Kernkraft“ und sowas.
Deutlich mehr Verstand beweist die Berliner Ärztekammer mit ihrem Präsidenten, der endlich die Anerkennung homöopathischer Lehrgänge abschaffen will.

Technisch gesehen nicht falsch, aber trotzdem doof

Technisch gesehen nicht falsch, aber trotzdem doof – BIld: Cityvision

Oh, dann war da ja noch die landesweite Demo der Schrotthändler in Mönchengladbach. Warum in Mönchengladbach? Nun ganz offensichtlich werden wir die alle Diskussion beherrschende Weltstadt. In Schrottfragen. Naja, irgendwo muss man ja anfangen.
Ein Tipp aber an die Demonstrierenden: Wenn euer Problem ist, dass die Polizei euch zu oft bei Verkehrskontrollen rauszieht, hilft es im allgemeinen, sich einfach an die einschlägigen Gesetze zu halten. Ihr demonstriert hier nicht für den Erhalt der Welt oder die Menschenrechte, wo Probleme mit der Polizei tatsächlich ein Politikum sein können. Ihr fahrt Schrott durch die Gegend.
Eine andere Berufsgruppe, die sich grade bedroht fühlt, sind offenbar einige Übersetzer, seit eine chinesische KI ein Buch mit 90% Genauigkeit übersetzt hat. Was Literaturübersetzern eigentlich wurscht sein kann, da Genauigkeit überhaupt kein Ziel einer guten Übersetzung ist,sofern es sich nicht um eine Bedienungsanleitung handelt.
Wer aber schonmal wissen will, wie man sich gegen starke Konkurrenz wehrt, der kann in diesem (englischen) Youtube-Video lernen, wie Coca-Cola den Erfolg von Crystal Pepsi verhindert hat, indem sie absichtlich ein erfolgloses Konkurrenzprodukt auf den Markt gebracht haben. Was ich absolut beeindruckend finde.
Und wo wir schon bei bösartigen Großunternehmen und ihren Plänen sind: Hier ist die Geschichte, wie Nike unerwünschte Akademiker aus ihrer Uni schmeisst. Weil private Finanzierung von Unis so eine tolle Idee war…

Spielerei der Woche

Raven gif
Ja, ich ersetze den „Geniestreich“. Ich hatte schon länger überlegt, hier regelmäßig etwas zu Videospielen zu sagen. Am besten zu Titeln, von denen niemand gehört hat, die aber ein wenig Öffentlichkeit verdient haben.
Rocks and Ravens ist ein wunderbares Beispiel für ein solches Spiel. Ein kleiner entspannender Titel, der wahrscheinlich von seiner ganzen Art her nie eine große Internetsensation wird, aber einfach wirklich, wirklich gut ist. Die Animation ist wunderhübsch und detailliert, der grafische Stil ist angenehm und fast schon meditativ.
Die Idee ist einfach, aber fruchtbar: Auf dem Spielfeld sind einige Krähen. Die Aufgabe ist nun, Steine und Juwelen so zu verteilen, dass in jeder Reihe und Spalte je ein Juwel und ein Stein ist, aber keiner der Raben auf ein Juwel blickt.
Spielbar im Browser oder als Download (Windows und Mac) zu einem selbst gewählten Preis bei itch.io.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche habe ich wegen der vielen vergangenen Zeit gleich zwei Bücher vorzustellen. Und für nächste Woche habe ich auch schon eines bereit.
Der erste Titel ist Miriam Pharos Zwiefacher Schmoizla,der Beginn der zweiten Staffel von Isar 2066. Isar 2066 ist eine in einem zukünftigen Bayern angesiedelte Detektivgeschichte, die schwer mit Cyberpunk-Elementen getränkt ist und sich nicht ganz ernst nimmt. Eine Kuppel überdacht das in einem ökologischen Albtraum gelegene München, in dem der noir-kauzig Lucio Verdict seine Fälle verfolgt.
Empfehlung für Freunde wirklich seltsamer Zukunftskrimis mit Humor.

Das zweite Buch diese Woche ist etwas schwieriger zu bekommen, dafür eine lokale Geschichte. Arno Tophüths „Der Turmbau zu Dalen“ führt uns ins Rheindahlen des mittleren 17. Jahrhunderts. Die heute zu Mönchengladbach gehörende Stadt wurde damals von einem Feuer zerstört und nahezu vollständig wieder aufgebaut.
In diesem Kontext wird Meister Criens beauftragt, den Kirchturm neu aufzubauen. Und schließlich begeht er einen Mord. Topüth nimmt diese alte lokale Geschichte nun in Romanform auf. Erhältlich ist sie bei den Geschichtsfreunden Rheindahlen sowie bei der Thaler’schen Buchhandlung in Rheindahlen.
Turmbau zu Dalen

Politik der Woche

Herbstferien sind einigermaßen Ruhezeit. Es gab ein paar interne Sachen zu erledigen: Vorbereitung des Parteitags nächste Woche war dabei, Haushaltsdebatte, Satzungsfragen.
Aber eine große Sache gab es,die auch auf ordentlich Resonanz gestoßen ist: Der Protest gegen die überhand nehmenden Baumfällungen im Stadtgebiet aus rein gestalterischen Gründen. Dazu werde ich noch etwas ausführlicher schreiben, denn das Thema hat dies verdient.

Bild: Jürgen Mülders

Bild: Werner Kohn


Ich war auf dem Edmund-Erlemann-Platz dabei (ich habe extra einen Pfeil auf das Foto gemacht!), durfte dort ein paar Worte zum Umgang der Stadtverwaltung mit den Bäumen und daneben auch mit dem Andenken an Eddi Erlemann sagen. Am Mittwoch gab es noch eine Demo in Odenkirchen, am Martin-Luther-Platz. Ich habe meine Probleme mit dem alten Judenhasserudn daher beschlossen, dort fernzubleiben. Opportunismus bei meiner Meinung zu einer solch widerlichen Figur wie Martin Luther ist nichts, was ich mit mir vereinbaren kann.

Fotos der Woche

Diese Woche wurde ich etwas von den Ergebnissen dessen überrascht, dass einige Kinder die Dahler Oase für ihr Halloween genutzt haben. Was komplett okay ist, sie haben nichts kaputtgemacht, nur ein paar Dekorationen hinterlassen.

Okay

Okay


Etwas weniger okay ist, dass sie dabei einen der Eingänge mit einem Stück Bauzaun blockiert haben, um dort Deko aufzuhängen. Ich habe zudem keine Ahnung, wo der Zaun herkommt. Ich meine, wir können damit was anfangen, aber es ist nicht gut,wenn Zeug auftaucht, dessen Besitzer wir nicht kennen. Das ist vor ein paar Wochen schonmal mit einer Bank passiert und wir brauchten eine Woche herauszufinden, wo die her war (Baustelle einer Frittenbude).
Nicht okay

Nicht okay

Videos der Woche

Die Lego-Magazine haben mich diese letzten Wochen mit einer dicken Portion Sonderausgaben überrascht. Alle acht Videos der letzten Wochen hier einzufügen, würde die Ladezeiten der Seite einfach zu sehr negativ beeinflussen, daher werde ich zu diesen Sonderheften nur Links setzen, sobald ich mit den normalen Folgen durch bin.
Ich suche grade nach einer Lösung, den Datenverbrauch beim Aufruf dieser Videovorschauen zu reduzieren. Es gibt Plugins, die das könne, und ich schau mir die alle mal an.

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wir mit dem Ende. Von Nexo Knights.
Ja, Legos langjähriges Thema um Ritter mit Kräften aus dem Cyberspace geht dem Ende zu. Das aktuelle Heft ist mit Hinweisen auf das baldige Ende gespickt und impliziert stark, die vorletzte Ausgabe zu sein. Wir werden Ende November sehen, ob es das wirklich war. Bis dahin haben wir eine Minifigur von Macey mit einer herrlich absurden Keule.

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mir dann bei Ninjago aufgefallen ist, ist die zunehmende Nähe zu den bisher in Nexo Knights auftauchenden Themen und Sets. Die neue Figur Samurai X übernimmt gleich die komplette Ästhetik der Rückenbedruckung aus dem anderen Thema und stärkt das Zukunftselement der Ninjago-Ninjas.

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dann sind da noch die Lego Friends, das wohl erfolgreichste Lego Thema, das niemand öffentlich mag. Ich dagegen mag die Sets trotz der im Vergleich zu den Minifiguren weniger beweglichen Figuren.
Olivias Sternwarte ist nicht das beste Set, was einem der Hefte beilag,aber wenigstens kommt die Wissenschaftlerin der Gruppe im dazugehörigen Comic auch mal positiv weg.

Und nun noch die Sonderhefte. Diese Hefte waren anders als die sonstigen Lego-Hefte, da sie ein vollständiges, vorher separat erhältliches Legoset enthielten. Diese Sets in kleinen Tüten, die es für 3-4 Euro im Laden oder als kostenlose Zugabe bei teuren Bestellungen im Lego-Online-Shop gibt. Nun überlege ich, für die Videos neben den Heften regelmäßig auch diese Kleinstsets zu testen.
Nun zu den Sets: Wir hätten gleich zwei erste Hefte Lego City XXL (Rennfahrer Rob mit Rennauto und Polizistin Paula mit Wasserflugzeug), ein Ninjago XXL mit Lloyd und seinem GoKart Turbo, Lego batman XXL und Stephanie vonlego Friends mit ihrer Hockey-Training-Anlage.

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