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Freitägliche Fünf 22.07.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal geht es vor allem ins Grüne. Eingebettet, falls sich wer über die Optik der Seite wundert, in die ersten Ausläufer einer Überholung des hiesigen Blogdesigns.

1. Critical Mass Viersen

Quasi von letzter Woche nachgereicht: Die Critical Mass in Viersen am vergangenen Freitag war ein voller Erfolg. Laut ADFC waren es 40-50 Teilnehmer. Auffällig war die Vielfalt an Fahrzeugtypen: Neben diversen Arten von normalen Niederrädern fanden sich unter anderem Lastenräder, Kurz- und Langliegeräder, gleich zwei Velomobile, ein Handbike und ein Liegedreirad. Kräftige Unterstützung aus Mönchengladbach steuerten wir Großstadtradler bei.

Für jeden etwas dabei - Bild: StadtradelnMG bei Twitter

Für jeden etwas dabei – Bild: StadtradelnMG bei Twitter

2.SuperMEAT

Das Projekt SuperMEAT hat sein Crowdfunding-Ziel bei Indiegogo erreicht. Allerdings ist mir nicht ganz klar, was die mit den 100.000 USD machen, wenn sie für einen Prototypen eine halbe Million brauchen. Naja, besser als nichts.
Das Ziel von SuperMEAT ist es, in großem Maßstab Fleisch ohne Tiere herzustellen. Ob das funktioniert und wer das nun alles wieder für widernatürlich hält, werden wir dann sehen.

3. Seltene Schmetterlinge nebenan

Raupen des Jakobskrautbären an Jakobs-Kreuzkraut

Wenn Ringelsocken Insekten wären. Der kleine Schmetterling unten rechts gehört übrigens nicht zur selben Art und ist mir erst nach dem Fotografieren aufgefallen – Bild: eigen

Am Donnerstag entschied ich mich, erneut das gute Wetter zu nutzen. Das eigentlich beabsichtigte Bild (die Dächer von Rheydt über die Felder an der Landwehr hinweg fotografiert) wurde aufgrund der zu grellen Lichtverhältnisse eher so mittelmäßig, aber auf dem Rückweg begab ich mich noch durch eine stillgelegte Kiesgrube in der Nähe, wo ich massenhaft Raupen des Jakobskrautbären fand.
Der Jakobskrautbär ist ein seltener und schöner Nachtfalter, der allerdings manchmal in großer Zahl an einzelnen Stellen auftritt. Einfach zu fotografieren waren die mit meiner Kompaktkamera nicht, da die ständig auf den Hintergrund fokussierte, aber ein paar Bilder habe ich doch bekommen. Sehr schöne Raupen, die ich noch nicht kannte.

4. Nutria

Nutria im Wasser

Niedlicher Niers-Nager – Bild: eigen

Die große Nutria-Population von Mönchengladbach ist bekannt, aber Dienstag habe ich erstmals ein Exemplar völlig unversteckt selbst gesehen. Ich mag die, sehen aus wie zu groß geratene Meerschweinchen. Und sie gehören auch zu den unproblematischeren Neozoen, die keine nennenswerten Schäden anrichten.

5.Purino Bambini Urban Gardening

Logo des Bambini Urban Gardening

Bild: Purino

Das Purino hat am Donnerstag einen eigenen Garten für Zutaten angelegt, dessen Erzeugnisse auch im Restaurant verarbeitet werden. Auch wenn ich beim Standort (im Hardter Wald) nicht sicher bin, ob das nun wirklich gut ist, grundsätzlich ist es aber eine gute Sache, wenn Gastbetriebe Zutaten im eigenen Garten anbauen.


Sonntägliche Sechs 17.07.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Erneut verspätet und dafür länger. Ich habe den Freitag wegen Krankheit verpasst und der Samstag war dann mit dem CSD in Mönchengladbach ausreichend gefüllt. Sonderlich toll war die Nachrichtenlage der Welt diese Woche ja auch nicht. Aber ausfallen werden die Freitäglichen Fünf deswegen noch lange nicht. Es gibt immer genug Gutes aus Welt und Leben zusammenzutragen.

1. Saubere Pokémon

Fragt einfach nicht wie das rollt - Bild: Mags

Fragt einfach nicht wie das rollt – Bild: Mags

Ich halte die Mags für eine der dümmeren Ideen unserer GroKo in Mönchengladbach. Ich meine, da holen wir mit der Ampel die Gesellschaftsanteile des Entsorgungsunternehmens GEM in die Hände der Stadtverwaltung und dann geht die GroKo nach der Wahl hin und verschlimmbesser das alles dahingehend, dass plötzlich die gesamte Sauberkeit und Grünpflege privatisiert ist.
Wie dem auch sei, die positive Nachricht hierbei: Ich mag dieses Plakat wirklich. Das hat eigentlich nichts mit der Mags zu tun, ich mag einfach nur dieses Plakat.

2. Modische Pilze

3. Bleibende Bäume

Kaiser-Friedrich-Halle

Mal an den Bäumen vorbeifotografiert – BIld: MGMG

Ich sehe ja allgemein noch Hoffnung für meinen Wohnort. Ich meine klar, sonst wäre ich nicht mehr hier. Hoffnungsschimmer der Woche ist die Reaktion der Stadtspiegel-Leser auf das Ansinnen der FDP, vor der Kaiser-Friedrich-Halle nicht nur die Werbebanner, sondern vor allem auch die Bäume zu entfernen. Baumentfernung zur Erreichung eines so kleinlichen Ziels wie der Schaffung von Sichtachsen ist so ein feuchter Stadtplanertraum, bei dem ich inzwischen das kalte Kotzen kriege.
Und allem Anschein nach bin ich da nicht allein. Ich meine, ich wurde schon mehrfach auf das Vorhaben angesprochen udn fast durchgehend mit ablehnender Haltung, aber in politisch-kommerziellen Kreisen fand man diese Barbarei im Kontrast dazu tatsächlich toll.

4. Tote Bäume

Mit inzwischen drei Filialen wächst Wortwerke, eine norddeutsche Buchhandlung, die sich auf Selbstverleger spezialisiert hat, kräftig um sich.

5. Plasticine Abgase

Ich habe anders als viele keinerlei Probleme mit Plastik. Es ist ein großartiger und einmaliger Werkstoff, ohne den die Welt, wie wir sie heute kennen, kaum existieren könnte. Natürlich bringt er aber auch Probleme mit sich. Das eien Problem ist das Abfallproblem. Lösung: Plastikmüll gehört so weit wie möglich vermieden und der Rest gehört nicht in die Umwelt. Das andere Problem ist, dass Plastik meist aus Erdöl hergestellt wird und spätestens bei seiner Verbrennung zur jenseits jeglichen Maßes überhöhten CO2-Produktion der Menschheit beiträgt. Mögliche Lösung hierfür: CO2-neutrales Plastik.
Die andere Lösung ist der vermehrte Einsatz von Holz (welches in seiner Produktion ebenfalls CO2 bindet), aber für Verwendungszwecke, wo dies nicht geht, wäre solches Plastik großartig.

6. Earthship 2.0

Bild aus Facebook, Urquelle finde ich nicht mehr

Bild aus Facebook, Urquelle finde ich nicht mehr

So mancher mag jetzt denken „Oh mein Gott, wie furchtbar die Vermüllung“, die Krabbe indes denkt einfach nur: „Super, ein Haus!“


Dumme Dinge

dohmen_screen_420Manchmal sagt man als in der Öffentlichkeit stehende Person, insbesondere als Politiker, etwas wirklich, wirklich dummes. Kenne ich. Wirklich, sehr, sehr gut. Haben wir alle oft genug gesehen, schließlich ist grade erst eine Fußballmeisterschaft durch und Fußballer können das ja auch sehr gut. Und dann findet man Screenshots seines Beitrags auf drittklassigen Blogs irgendwelcher anderen Kommunalpolitiker. Insofern Glück gehabt, diesmal war es ein erstklassiger. Gut, da sind die Fußballer besser dran, die landen dann nur in der 11 Freunde.
Das praktische an so einem Screenshot ist, wenn er sich ohne weitere Kommentierung selbst erklärt. Daher: Siehe rechts.

Okay, ungünstig, aber kann passieren, so ein Ausrutscher. Ist ja auch ein komplizierter Einstieg, der erste Satz. Wenn man mit so einem Logikknoten beginnt, macht man es sich nicht leicht. Gut, ein paar durcheinandergewürfelte Tempus ergeben halt einen unnötig verwirrenden Satz. Gemeint war wahrscheinlich: „Was gestern falsch war, muss auch falsch gewesen sein bleiben, auch wenn es heute möglicherweise nicht mehr falsch ist.“
Ein Meisterwerk des deutschen Satzbaus wäre das gewesen! Inhaltlich trotzdem Murks, aber dazu komme ich noch (im Abschnitt „Rettungsleine“).
Tja, und dann fallen die Stichworte „Zeitgeist“ und „scheinbares Unrecht“. „Scheinbares Unrecht“. m(
Nun machte die Geschichte ihre Runden. Als Lokalposse nationaler Aufmerksamkeit aus Mönchengladbach in der Presse, in der Politik, natürlich in der Homosexuellen-Szene. Am kommenden Wochenende ist in Mönchengladbach Christopher-Street-Day.
Okay, das kriegen wir noch hin.

Rettungsleine

Auftritt Dieter Breymann als Retter in der Not. Breymann weiss, wie man Debatten führt, wann welcher Ton anzuschlagen ist und überhaupt, wie man sich benimmt. Er also reagiert nun mit einem Facebook-Beitrag, der sich wohl aus Solidarität ein paar Hiebe auch nicht entgehen lässt und den Begriff „Hexenjagd“ in die Diskussion bringt, aber im Kern enthält sein Beitrag die Rettungsleine für Christoph Dohmen.

Wie eine Gesellschaft bzw. ein Staat mit rechtskräftigen Gerichtsurteilen umgeht, ist zunächst eine rechtsphilosophische Frage. Rechtskraft und Rechtssicherheit sind Auswirkungen des Rechtsstaatsprinzips. Ob man mittels Entschädigungsleistungen rechtskräftige Urteile rechtsstaatlicher Gerichte „heilt“ bzw. „heilen kann“ ist daher eine Frage, die nicht nur diskutierbar ist, sie ist auch des Diskurses würdig. Man muss diesbezüglich nicht die Position des Kollegen Dohmen teilen, allerdings ist ihm die seine zunächst zuzugestehen, zumal bei ihm keine homophobe Begründung erkennbar ist. Soviel in der Sache!

Die Option, das ganze Desaster zu einer juristischen Fachdebatte zu machen, ist hier schlichtweg die eleganteste. Man kann sogar davon ausgehen, dass dies Dohmens Absicht war. Ich halte es sogar für ein Merkmal einer guten Diskussion über juristische Fragen, die persönliche Meinung hinter dem eher auf Logik beruhenden Diskurs von Gesetzen zurückzustellen, auch dann, wenn einem die Gesetze nicht gefallen.
Dohmens Auffassung halte ich ganz klar für falsch, die Strafbarkeit der Homosexualität war schon immer grundgesetz- und menschenrechtswidrig und somit auch dann nicht rechtens, als es in der Bundesrepublik Deutschland ein entsprechendes Gesetz gab. Die grundsätzliche Diskussion um die Frage der Rechtssicherheit und ob sie auch so ausgelegt werden sollte, dass Strafen rückwirkend entschädigt werden sollen, wäre dennoch eine interessante, wenn auch eine vergiftete. Das ist ja bei weitem nicht das erste Mal, dass Deutschland Opfergruppen seiner Politik oder der eines einverleibten Staates für erlittenes Unrecht entschädigt.

Das hohe Gut der Entschuldigung

Die Entschuldigung (im Bündnis mit der Vergebung) halte ich für eine der höchsten und wichtigsten Errungenschaften der menschlichen Zivilisation, irgendwo da oben mit dem Ackerbau und der Schrift. Ein Zeugnis von Verständnis und Demut, dessen Glaubwürdigkeit die fortgesetzte Funktionsfähigkeit einer sozialen Gruppe nach einer persönlich verursachten Krise garantiert. Eine ehrliche Entschuldigung ist ein mächtiges Mittel, Konflikte zu lösen. Allerdings, eine unehrliche oder auch nur unehrlich erscheinende Entschuldigung vermag es, den Weg zur Vergebung zu verbauen. Deswegen ist das Formulieren einer Entschuldigung eine wichtige Fähigkeit.
Zunächst einmal müssen Verständnis und Demut deutlich vorhanden sein. Das bedeutet, man entschuldigt sich nicht nur, man führt aus, wofür man sich entschuldigt und macht so klar, dass man das Problem verstanden hat (Verständnis) und dies als Fehler erkannt hat (Demut).

Clusterfuck

Es gibt genau zwei Dinge, die man in einer Entschuldigung nie tun sollte, weil sie dem Sinn und Zweck einer Entschuldigung widersprechen und diese als fehlerhaft oder gar unehrlich erscheinen lassen. Zum einen bezeichnet man sich nicht selbst als Opfer einer „Hetzkampagne“ oder dergleichen und zum anderen unterlässt man eine Wiederholung des Fehlers noch in der Entschuldigung. Hier ein schlimmstmögliches Beispiel aus der Rheinischen Post:

„Ich habe in mehreren Posts versucht geradezurücken, dass es mir nicht darum geht, Homosexuelle zu diskriminieren. Der Vorwurf der Homophobie ist abstrus.“ Er bleibe bei seinem Standpunkt und der Kritik an Bundesjustizminister Maas. Aber: „Ich bedaure den Post, weil er ungewollt jemanden verletzt haben könnte und nun im Netz eine Hetzjagd stattfindet.“

Sorry, aber das Problem war zu keinem Zeitpunkt die Formulierung. Das Problem lag in der Aussage des Satzes. Damit wäre schonmal ein Beweis fehlenden Verständnisses erbracht. Die ziemlich krummen Vorstellungen bei Christdemokratens, was homophob ist und vor allem, was nicht, helfen da wenig. Und dann folgt sofort die Klage, dass „nun im Netz eine Hetzjagd“ stattfinde, was als Beweis für fehlende Demut erscheint. Somit ist diese Entschuldigung keine, da sie die Wesensmerkmale einer Entschuldigung aus sich heraus negiert und nicht hinterlässt als das enthöhlte Wort „Entschuldigung“, reduziert zu einer reinen Aneinanderkettung von Buchstaben ohne Bedeutung. Da wäre mir lieber gewesen, Dohmen würde einfach zu seiner politischen Position stehen.
Um auf meine Geschichte zurückzugreifen: Der einzige Grund, aus dem das damals bei meiner Guttenberg-Goebbels-Geschichte so ging war, dass damals tatsächlich die Formulierung und nicht die Aussage dahinter das Poblem war. Ich habe damals einen Fehler gemacht, ich habe gezeigt, dass ich die Fehlerhaftigkeit meines Verhaltens erkenne und worin ich diese zu erkennen glaube, habe mich dann entschuldigt und sodann vermieden, den Fehler zu wiederholen. Was ich nie getan hätte: Ich hätte nie eine Entschuldigung geschrieben, wenn ich mich im Recht gewähnt hätte. Vielleicht hätte ich den Fehler falsch erkannt, das kann mit Sicherheit passieren und wäre in der Formulierung der Entschuldigung aufgefallen. Dohmen wähnt sich aber allem Anschein nach weiterhin im Recht und schreibt dennoch eine durchsichtig nicht ehrliche Entschuldigung.
Entschuldigungen sind wichtig, man entwertet sie nicht durch Unehrlichkeit.
Das ist dumm.


Zweiwöchige Zehn 10.07.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal an einem Sonntag und zu zehnt statt zu fünft, da ich den zweiten Freitag in Folge verpasst habe und das jetzt einfach mal in die Welt muss.

1. Gegen Tihange in Aachen

Der Europaplatz wird von heimischen Extremisten (wie mir) abgeschirmt

Der Europaplatz wird von heimischen Extremisten (wie mir) abgeschirmt

Am 26. Juni war ich erstmals seit 2001 wieder in Aachen, und ebenso erstmals seit 2001 mit dem Fahrrad in Aachen. Dort stand eine Demo gegen den von Aachen nicht weit entfernten Schrottreaktor Tihange 2 an. Die Demo war durchaus beeindruckend, ein paar tausend Menschen mit den letzten noch erhältlichen Aachener Anti-Atom-Schirmen umringten den übrigens wirklich schönen Aachener Europaplatz mit Musik und die Gelegenheit nutzend im Wasser planschendem Nachwuchs.

2. Frischebox beim Edeka

Leider kann ich das Video vom Facebook nicht für maximale Eyecatcherei hier einbetten, also muss ich das halt textlich rüberbringen: Edeka in Kolb (Nordbayern, wenn mich nicht alles täuscht) probiert das Einkaufen mit wiederverwendbaren Verpackungen aus. Die wegen Verwechselbarkeit etwas ungünstig benannte Frischebox gibt es für 5 € Pfand und wird im Laden zurückgenommen, um sie gereinigt wieder verwenden zu können.

3. Verwandle den Hass!

Künstler Ibar Omani nimmt sich Hakenkreuzschmierereien und dergleichen vor und verwandelt sie in niedliche Hoppelhäschen und andere hübschere Bilder. Artikel in der SZ, leider mit Paywall.

Ich gehe mal davon aus, dass das nicht mehr als Hakenkreuz zählt - Bild: Legacy Grafitti via SZ

Ich gehe mal davon aus, dass das nicht mehr als Hakenkreuz zählt – Bild: Legacy Grafitti via SZ

4. Bezahle, Windows 10!

Ungewolltes Windows-10-Upgrade bekommen? Gute Nachrichten, dafür kann man jetzt Entschädigungen erstreiten. Zumindest in Kalifornien, wobei 10.000 USD bei amerikanischen Schadensersatzprozessen dieser Größenordnung sehr niedrig ist. Da geht noch mehr!

5. UPS-Lastenfahrräder

Eigentlich wollte ich mich hier freuen, dass mit dem Einsatz von UPS-Lastenfahrrädern in Herne die Verbreitung und Veralltäglichung von Transportfahrrädern voranschreitet, da bekomme ich mit, dass es die Dinger schon seit mindestens einem Jahr in Hamburg gibt. Aber wisst ihr was? Trotzdem toll!

Lpf? Wie nennen wir ein Lastpedalfahrzeug? - BIld: Wikimedia Commons/Flor!an

Lpf? Wie nennen wir ein Lastpedalfahrzeug? – Bild: Wikimedia Commons/Flor!an

6. Das Ozonloch schließt

Da muss man tatsächlich nicht mehr viel zu sagen, das Ozonloch scheint sich definitiv zu schließen.
Der m.E. bisher größte Erfolg in der Geschichte der internationalen Diplomatie und der Umweltpolitik.

7. Ich habe Feuer Zahnpasta gemacht!

Beiseite, Tubenpaste, hier kommt der neue König!

Beiseite, Tubenpaste, hier kommt der neue König!

Nachdem ich nun alles da hatte, habe ich mich mal an das Experiment Zahnpasta begeben. Die machen viele selbst, wenn sie versuchen, Verpackungsmüll zu vermeiden oder wenigstens zu verringern. Bei Veranstaltungen mit Zero-Waste-Leuten (ich nenne es lieber Weniger Waste) gehen allerdings die Meinungen weit auseinander, wie genau man Zahnpasta ersetzen soll.
Manche empfehlen blankes Bürsten, andere Dentaltabs oder Zahnputzpulver. Hin und wieder finden sich auch Salz oder Natron als alte Hausmittel. Aus dem arabischen Raum stammt das Kauen auf Miswak, Zweigen oder Wurzeln des passend benannten Zahnbürstenbaumes.
Ich bin da ein Mensch für Bewährtes und wollte so doch eine Zahnpasta. Es gibt im Netz etliche Rezepte für Zahnpasta, die sich allesamt sehr ähnlich sind. So beschloss ich, die alle zu nehmen, zu vergleichen und zu den zum Glück nicht so zahlreichen Zutaten zu recherchieren, wie die wirken, insbesondere beim Zähneputzen. Das führte dazu, dass ich die durchgehend angegebenen 3 Esslöffel Natron auf einen reduzierte (scheuert zu stark für solche Mengen) und im Ausgleich das nirgends erwähnte Xylit hinzugab. Nicht alle Rezepturen enthielten Calcium-Magnesium-Pulver, aber die, die es enthielten, erklärten den Einsatz als Mineralienlieferant für Zähne und Zahnfleisch sehr gut und plausibel.
Natron reinigt und neutralisiert Säuren, Xylit und Kokosöl unterstützen nachgewiesen die Heilung angeschlagener Zähne, Calcium wird dafür benötigt, Magnesium hilft bei der Calcium-Aufnahme und das ätherische Öl fördert den Speichelfluss.
Und hier nun mein Rezept für Zahnpasta.
Zutaten: 3 EL Kokosfett, 1½ EL Xylit, 1 EL Natron, 2 Tl Calcium-Magnesium-Pulver, ca. 10 Tropfen ätherisches Öl (eine Minze oder Citrusfrucht)
Herstellung: Kokosöl verflüssigen (einfach in die Mittagssonne stellen), andere Zutaten zugeben und alles gut vermengen.
Verwendung: Mit einem Löffelchen o.ä. auf die Zahnbürste geben. Diese Paste schäumt nicht wie gekaufte Zahnpasta, daher reicht hier keine erbsengroße Menge, sondern etwa doppelt so viel. Achtung: Kokosöl schmilzt knapp über Raumtemperatur (bei ca. 24°C), an warmen Tagen kann es also sein, dass die Mischung flüssig ist.

8. Tischtransport

Ob man mit so einem Liegerad auch einen Stehtisch transportieren kann? Aber klar doch!

Mein Beitrag zum Wikipedia-Eintrag für das Stichwort Eleganz

Mein Beitrag zum Wikipedia-Eintrag für das Stichwort Eleganz

9. Tourfieber

Da Mönchengladbach zur Bewerbung der Gladbacher Etappe aus Markenschutzgründen nicht den Namen und das Logo der Tour de France benutzen kann, wenn die Tour de France für ein paar Minuten durch die Stadt zuckelt, hat sie ein eigenes entworfen. Und das finde ich perfekt. Was für eine wunderschöne Darstellung eines Rennradfahrers beim Durchqueren eines Gladbacher Schlaglochs.

Oder ein wirklich bemerkenswertes Brillendesign - Bild: Stadt Mönchengladbach

Oder ein wirklich bemerkenswertes Brillendesign – Bild: Stadt Mönchengladbach

10. Kaffeesatzleselamperei

Kaffeesatz ist ein super Rohstoff. Als Dünger, Grundlage für Pilze, Scheuermittel und Haarwaschmittel kannte ich ihn schon. Hier ist eine neue Variante, als pressholzartiger Werkstoff für Lampen. Cool. Leider mit Geheimrezept.

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Freitägliche Fünf 24.06.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal für einen entspannten Abend mit Musik und lecker Essen.

1. Wicked – The Movie

Werbebanner des Broadway-Musicals WickedHollywood nimmt sich meines Lieblingsmusicals Wicked an. Wicked ist die Hintergrundgeschichte von Elphaba, die von einer von Vorurteilen getriebenen Gesellschaft in die Rolle der Bösen Hexe des Westens getrieben wird, die sie in Der Zauberer von Oz einnimmt.
Es ist das einzige Broadway-Musical, von dem ich den Soundtrack gekauft habe. Es ist verdammt gut.

2. Jonathan Young

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mehr Musik: Jonathan Young macht auf Youtube Coverversionen von Songs, vor allem Rock- und Metalvarianten von Disney-Filmmusik. Nicht alle sind perfekt, aber ein paar eben doch. Zum Beispiel Prince Ali da oben.

3. Glutamat-Vernunft

Atomare Darstellung des Glutamat-Moleküls

Das Satanmolekül Glutamat – Bild: Wikimedia Commons

Nach etlichen Verteufelungen von Glutamat endlich ein Artikel, der diese traditionelle asiatische Zutat verteidigt. Glutamat ist eine dieser ganzen Lebensmittelpaniken, die jeglicher Grundlage entbehren, aber bei einer bestimmten Bevölkerungsgruppe, die ihren eigenen Geschmacksnerven misstraut und lieber irgendwelchen Medienköchen solche Dinge überlässt, sehr beliebt sind.

4. Leckerere Schokolade mit wenigerer Fett

Ein Stapel Schokoladenstücke verschiedener Sorten

Dieses Blog wird nicht von Alpia gesponsert. Milka, das ist eure Chance! – Bild: Wikimedia Commons

Industriell hergestellte Schokolade könnte bald mit weniger Fet hergestellt werden udn dabei auch noch besser schmecken. Dazu haben Wissenschaftler eine Methode gefunden, Schokolade mit Stromstößen ein besseres Fließverhalten in den Leitungen zu verleihen. Angeblich soll die so fettreduzierbare Schokolade sogar besser schmecken als die normale Variante.
Wobei man zugeben muss, dass amerikanische Schokolade im Vergleich zur hier erhältlichen erschreckend minderwertig ist.

5. Bürgergarten: Es geht weiter

In Sachen Bürgergarten geht es stetig voran, wir kommen jetzt zu konkreten Terminen für die Vertragsverhandlungen. Ick freu mir!


Freitägliche Fünf 17.06.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal aus einer Woche der Zeitenwenden. Und mit einem popelnden CDU-Abgeordneten.

Leerstelle: Orlando

blackIch hatte diese Woche schon ausgeführt, dass ich Orlando für keinen gewöhnlichen Anschlag halte, von denen es leider schon zu viele gibt. Ich halte es für einen historischen Wegstein, jenen, an dem wir hoffentlich merken, dass wir falsch abgebogen sind.
Dies ist eine Leerstelle für die Opfer. Dies ist die Nummer 1 für die Hoffnung, dass sich endlich etwas ändert.

2. Death Stranding

Aus der E3 sind diese Woche eine ganze Reihe wirklich guter Spieleankündigungen und Trailer hervorgegangen. Aber für mich stand Death Stranding ganz vorne unter diesen. Hält das Spiel, was der Trailer verspricht, haben wir hier einen ganz großen Fortschritt in der Entwicklung von Videospielen zur akzeptierten Kunstform vor uns. Seht es euch einfach an, ich finde das absolut atemberaubend:

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3. Singapur geht offline

Ich sage es ja schon lange: Die sicherste und eigentlich auch einzige Möglichkeit, vor Hackern sicher zu sein ist es, sensible Daten gar nicht erst auf einen Rechner zu packen, der regelmäßig mit dem Internet verbunden ist. Zu meinem Entsetzen geht die Entwicklung derzeit ja eher in die andere Richtung, zu Speichern in der Cloud (also auf fremden Rechnern statt den eigenen).
Nun, wenigstens in Singapur herrscht genug Vernunft, um wichtige Infrastruktur kurzerhand offline zu setzen um vor Cyberattacken besser geschützt zu sein.

4. MIT geht online

Hier gibt es die Kursunterlagen des MIT. Alle.

5. Hihi

Okay, ganz im Ernst, wahrscheinlich wird niemand im Parlament besser aussehen, wenn man auf ihn eine Kamera richtet während jemand am Mikrofon eine ewig lange Rede hält, deren Inhalt man als Parteigenosse wahrscheinlich bereits mitbeten kann. Aber lustig ist es schon.


Freitägliche Fünf 10.06.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal blicken wir viermal in die Zukunft – und einmal in meinen Musikgeschmack.

1.Bürgergarten Nummer 4

Eine Nachricht, mit der ich kaum noch gerechnet hatte, erreichte mich am letzten Samstag: Ein neues Bürgergartenprojekt in Mönchengladbach rückt in greifbare Nähe.
Es wird ein Projekt mit starkem Inklusionseinschlag auf einem Gelände mit einigen alten Obstbäumen (die natürlich erhalten werden). Ein starker Fokus soll bei dem Projekt auch die Permakultur werden, allein schon wegen der Größe des Geländes. Ich bin sehr gespannt auf das Projekt.
Wo es genau ist sage ich dann, wenn die Tinte unter dem jetzt konkret auszuhandelnden Vertrag getrocknet ist. Momentan sieht es so aus:

Obstwiese an einem Hang

Ackerdistel Hugo und seine Freunde – Bild: eigen

2. Modulare Handys

Die Idee modularer Technologie ist gemeinsam mit dem IBM-kompatiblen PC etwas in Vergessenheit geraten. Nun, sie ist zurück, diesmal für Handys.
Was wie eine Spilerei aussieht hilft unter anderem, die Lebenszeit von Mobiltelefonen zu verlängern (defekte Komponenten lassen sich leichter austauschen) und auch, Geld zu sparen (Komponenten dürften günstiger sein als alle paar Jahre ein komplett neues Handy zu kaufen). Ich bin da sehr für.

3. Stammzellen gegen Schlaganfall

Es wird zunehmend klarer, dass Stammzellen für die Behandlung der Folgeschäden von Schlaganfällen eingesetzt werden können.
Wie das genau funktioniert, ist noch ebenso rätselhaft wie vieles anderes über die Funktion von Stammzellen im menschlichen (vor allem im erwachsenen) Körper. Aber es funktioniert offenbar und verspricht, die wohl häufigste Gruppe erworbener Behinderungen erfolgreich behandeln zu können.

4. Die Zukunft von Vorgestern

Eine der faszinierenderen Tätigkeiten in Zeitschriftenarchiven ist es, Zukunftsvisionen vergangener Jahrzehnte durchzugehen. Ich habe selbst einige Bücher über die Zukunft aus den 70ern und 80ern, aber die bei Google Books neben vielen anderen Ausgaben einsehbare Popular Science von März 1934 übertrifft das nochmal deutlich.
Wir haben einen Vorläufer des heute alltäglichen Blinkers am Auto (ein Licht, das einen Text auf die Straße projiziert, der vor dem Abbiegen warnt), eine Ampelanlage mit einer zusätzlichen Phase, in der alle Fußgänger gleichzeitig grün kriegen (wo ist dieses Konzept eigentlich hinverschwunden?), ein Flughafen mitten auf der Themse und ein Auto mit ausziehbarem Schlafbereich im Kofferraum. Und was ist von all den faszinierenden Erfindungen von März 1934 geblieben? Die Astschere aus Kanada, der Teleprompter aus Deutschland und der Gummistöpsel aus Amerika.

Ein als Brücke angelegter Flughafen über der Themse im Zentrum von London

Die schlechteste großartige Idee aller Zeiten! – Bild: Scan aus Popular Science 03/1934

5. Und ein paar Wochen zurück

Vor ein paar Wochen war der Grand Prix Eurovision de la Chanson, den ich in der Tat immer noch so nenne. Ich habe inzwischen praktisch alle Titel vergessen, bis auf den aus Belgien. Funk it Away, Laura Tesoro!

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Zweiwöchige Zehn 03.06.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal in einer Doppelausgabe für zwei Wochen, da mich letzte Woche einfach der Brückentag durcheinandergebracht hat. Das kommt davon, wenn man das Konzept von Wochentagen wieder in sein Leben lässt. Wie dem auch sei, los geht’s:

1. Dritte Mönchengladbacher Sternfahrt

Chillig bis smooth - Bild: ADFC MG

Chillig bis smooth – Bild: ADFC MG

Überraschendes Velomobil-Aufgebot in MG - Bild: ADFC MG

Überraschendes Velomobil-Aufgebot in MG – Bild: ADFC MG

Letzte Woche Samstag rief der ADFC wieder zur jährlichen Sternfahrt in MG. Da sich einfach nur in MG rumzufahren nicht so recht lohnend anhörte, startete ich mit einem Freund (Moin Stefan!) in Erkelenz.
Es war angenehm, verlief ohne Pannen, Halte oder Abbrüche wie zuvor in Düsseldorf.
Überraschend war für mich der Auftritt von insgesamt sechs Velomobilen, die den Abschluss der Gruppe bildeten. Sechs ist eine ordentliche Zahl, wenn man weiss, wie selten die Dinger sind.
Eine Sternfahrt in der Umgebung gibt es dieses Jahr noch: Wenn das Wetter mitspielt geht es am 19. Juni nach Köln. Es ist ein paar Jahre her, dass ich zuletzt mit dem Fahrrad in Köln war.

2. Rewe ohne Plastiktüten

Die Supermarktkette Rewe verzichtet zukünftig auf Einkaufstüten aus Plastik. Die Plastiktüten im Obst- und Gemüsebereich bleiben zwar, aber das finde ich verständlich, sie sind einfach aussergewöhnlich gut für diese Waren.
Der wichtige Punkt ist: Wieder ein Schritt voran!

3. Glühbirne 2.0

Ein Glühdraht zwischen zwei Glasplatten

Prototyp der supereffizienten Glühbirne im MIT – BIld: MIT

Hier ist eine Nachricht, die ich an meinem Geburtstag übersehen habe: Offenbar haben Forscher am MIT supereffiziente Glühbirnen erfunden. Der Trick ist, die normalerweise als Wärme verschwendete Energie zurück auf den Glühdraht zu reflektieren, wodurch dieser bei minimalem Strombedarf weiterbeheizt wird. Damit erreichen sie einen Wirkungsgrad von beachtlichen 40%.
Natürlich bleiben noch einige Fragen, insbesondere was die Lebenszeit dieser Birnen angeht. Dass Glühbirnen ein dem Tageslicht gleiches Licht ausstrahlen, wie der Guardian behauptet, halte ich auch für zweifelhaft, sie kommen mir doch immer etwas sehr gelblich vor.

4. EU kämpft für Open Access in der Forschung

Die für Wissenschaft und Forschung zuständigen Minister der EU trafen sich Ende Mai in Brüssel und kamen zu einer überraschend positiven Forderung: Bis 2020 sollen alle wissenschaftlichen Arbeiten sofort per Open Access zugänglich sein. Das wäre ein großer Fortschritt für die Forschung, wenn in Zukunft alles an Forschung frei zugänglich ist.
Ja, wahrscheinlich werden die Lobbyisten der Konzerne sich hier Sonderrechte erkämpfen, aber sie stehen damit immerhin auf zunehmend dünnerem Eis.

5. Amazon Video Direct

Amazon ergänzt sein Selbstverlegerprogramm um eine Plattform für Videos.
Videos sind natürlich technisch nicht so einfach wie Bücher, weshalb ich eine weniger große Verbreitung und auch weniger Qualitätsprodukte erwarte, aber es ist dennoch ein interessanter Versuch, Amateurfilmern eine kommerzielle Plattform zu bieten.

6.Van der Bellen gewinnt in Österreich

Alexander van der Bellen

Pressebild

Mit Alexander van der Bellen ist ein Grüner neuer Bundespräsident von Österreich. Damit ist uns auch ein erschreckender Rechtsaussen in diesem Amt verhindert worden, wenn auch nur um Haaresbreite.
Hoffen wir, dass van der Bellen das ganz offensichtlich tief gespaltene Österreich wieder einen kann.

7. Kampfradler

Ein pinker Panzer aus Holz

A-Team-Fans, Zeit für die Taschentücher! – Bild: Popular Science

Richtig, hier noch ein Fahrrad. Ja, ein Fahrrad!
Die Hauptkanone schießt Hotdogwürstchen.

8. Food Systems Challenge

Ursprünglich wollte ich hier etwas über einen stromfreien Kühlschrank aus Kanada schreiben, aber das wäre nur ein zu kleines Beispiel gewesen: Offenbar gibt es eine jährliche Food Systems Challenge, bei der Lösungen für die Lagerung von Lebensmitteln auf westlichem Niveau für Gegenden ohne Stromversorgung gesammelt udn prämiert werden. Nicht schlecht.

9. Kirchen müssen vor den EuGH

Und noch eine positive Nachricht aus Europa nach der Open-Access-Forschung und den Plastiktüten (ja, auch deren Bekämpfung hat die EU mit angestoßen): Das in Deutschland geltende Sonderrecht für die Kirchen als Arbeitgeber muss vor dem Europäischen Gerichtshof ausgehandelt werden. Der hat normalerweise wenig für nationale Sonderregeln übrig, womit die Schlechterstellung kirchlicher gegenüber freier Arbeitnehmer möglicherweise bald besser wird.

10. Soziales Netzwerk für MG

Also, ein Netzwerk der sozialen Verbände und Initiativen. Nicht sowas wie Facebook.
Sowas gibt es dann jetzt.


Freitägliche Fünf 20.05.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche bringen wir Farbflecken aller Art in die Welt.

1. Babelfisch

Frau mit einem roten Gerät im Ohr

Die Zukunft ist ein Knopf im Ohr – Bild: Waverly Labs

Waverly Labs hat ein Gerät vorgestellt, mit dem man im Ohr einen automatischen Übersetzer trägt. Der Waverly Labs Pilot erscheint in einer Zeit, in der dieses Ziel erstmals ernsthaft möglich scheint. Maschinen wie Watson (die ich eigentlich für alles andere ziemlich nutzlos finde) zeigen, dass die Fähigkeiten von Computern langsam groß genug werden, um Sprachen zu verstehen und zu übersetzen.
Mal sehen, wie gut das wirklich funktioniert. Und welche Auswirkungen ein solches Gerät auf seine Nutzer hat.

2. Lego

Beschädigte Mauern, in denen die Lücken mit Lego-Steinen gefüllt wurden

Lücken füllen als Lückenfüller – Bild: Jan Vormann

Ja, auch so kann man Löcher in Mauern füllen. Hübsch.

3. S’Cool Bus

Pedalgetriebenes Gruppenfahrzeug in Form eines Busses mit einem Fahrer und zahlreichen Kindern

Dafür überwinden Franzosen sogar die Sache mit den Anglizismen – Bild: Projekt S’Cool Bus

Der S’Cool Bus ist ein französisches Projekt für einen gesunden und abgasfreien Transport zur Schule.
Ich finde interessant, dass im Moment mehrere Konzepte für Mehrpersonenfahrräder im Umlauf sind – der Fahrradbus war ja letzte Woche dabei, während auf der Spezialradmesse in Gemersheim ein Tandem-Velomobil aufgetaucht ist.

4.Dinorad

Ein Dreirad in Form eines Tyrannosaurus-Skelettes, die Räder an den Beinen und am Schwanz

Ich glaub, ich bin verliebt – Bild: Makezine

Wenn das Ding nicht schon von Craigslist verschwunden wäre, es wäre mein perfektes Freizeitobjekt. Es ist ein Dinosaurierskelet! Und ein Fahrrad!
Gut, etwas hoch und bestimmt nicht grade stabil, aber es ist ein Dinosaurierfahrrad!
Entdeckt beim Durchforsten des Archivs im Makezine.

5. Literaturbeitrag

Indies Unlimited's 2015 Flash Fiction Anthology

Indies Unlimited’s 2015 Flash Fiction Anthology

Mit der 2015er Ausgabe der Indies Unlimited Flash Fiction Anthology ist meine erste nicht von mir selbst veröffentlichte Kurzgeschichte nun erschienen. Zwischen 51 anderen Wochengewinnern des letzten Jahres eingebettet findet sich dort Vengeance Delayed. Durch die Vorgabe der betreffenden Woche ist es eine der wenigen Geschichten von mir, die nicht der klassischen Genreliteratur angehören.
Die englischsprachige Sammlung ist aktuell für die ersten Tage kostenlos zu haben, danach wird der Preis auf 1,99 festgesetzt. Eine Printausgabe soll folgen. eBook nur für Kindle (was ich etwas bedauere), aber dafür können Nutzer von Kindle Unlimited es dauerhaft gratis ausleihen.
Mein Plan ist auch, den geplanten Youtube-Kanal mit dieser Geschichte zu starten.


Freitägliche Fünf 13.05.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche retten wir mal wieder die Welt.

1. Sternfahrt

Die erste rheinische Sternfahrt der Saison 2016 war jene nach Düsseldorf am vergangenen Sonntag. Die war zwar wegen einer kreuzenden Demo nur halb so lang und auch von den Teilnehmerzahlen deutlich kleiner als noch im Vorjahr, aber wenigstens war das Wetter super. Und es gab auf der Rückfahrt nach Gladbach Eis. Aus Gladbach war das Engagement nicht kleiner geworden – wie letztes Jahr etwa 40 Teilnehmer zuzüglich jener, die unterwegs bis Korschenbroich dazustießen.
Dank des ADFC NRW weiss ich nun auch, wie ich auf meinem Rad eigentlich aussehe denen bin ich ohne es mitzubekommen auch vor die Linse gefahren.

Ausschnitt aus der Fahrraddemo Sternfahrt Düsseldorf 2016 mit verschiedenen Rädern und Fahrern, im Vordergrund der Autor des Blogs

Dabei hab ich mich extra unter einer Kappe versteckt – Bild: Zoe Duisberg/ADFC NRW

Erfreulich fand ich auch die Liegeradquote: Ein Zehntel der Räder auf der Route aus Gladbach waren Liegeräder, darunter zwei Selbstbau-Unikate (neben meinem noch ein deutlich kompakter gebauter roter Stahlflitzer).

2. Unterdessen in MG

Dem ADFC reicht es endlich mit der Radpolitik in Mönchengladbach. Allein davon, dass der Oberbürgermeister sich gern auf dem Rad ablichten lässt, wird die Situation halt nicht besser.

3. Und ein letztes Mal Fahrrad für heute

Auch eine Möglichkeit, sich ein Fahrrad zu bauen: Man nehme einen Rollstuhl, die hintere Hälfte eines Fahrrades, einen Lenker und drehe die Antriebseinrichtung um, fertig ist das Sessel-Dreirad. Gefunden bei ebay.

Dreirad aus einem Rollstuhl und Fahrradteilen

Jetzt fällt mir auch nichts mehr ein – Bild: ebay

4. Frischer geht nicht

Bei Metro testet man im Moment den Verkauf von Kräutern (und ich glaube, ich habe auch Salat gesehen), die direkt im Laden gewachsen sind. Ein paar Leuten ist das nicht puristisch-ökologisch genug. Die paar Leute können mich mal gern haben.

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5. Genieße die Stille

Mir fällt nichts Fünftes ein, also Musik zur Ablenkung von dieser Tatsache:

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