Meine letzten vier Veröffentlichungen Mad Scientist Journal Autumn 2018 Fiction Science The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World Steaks, Walls And Dossiers Zur Übersicht aller Veröffentlichungen Fiction Science

Umbaumaßnahmen 2019

Ihr habt es wahrscheinlich schon gemerkt, im Januar kam hier im Blog so gut wie nichts an neuen Inhalten. Das lag einfach an meiner Zeit, der Januar war für mich extrem voll mit Vorbereitungen für das restliche Jahr. So kann ich auf jeden Fall versprechen: 2019 geht was!
Aber das bringt auch mit sich, dass ich einen recht großen Stapel an Inhalten aufgeschichtet habe, die ich nach so vielen ausgefallenen Sonntagen unmöglich in einem Sieben am Sonntag abarbeiten kann.

ich habe mich entschieden, dies als Chance zu nutzen. Wenn hier sowieso wenig los war, beende ich diese Phase mit einem fürs Aufholen gedachten Februar. Und dazu gehören auch Umbauarbeiten an der Seite. Immerhin ist sie das letzte Mal vor fast vier Jahren überholt worden, mit kleineren Anpassungen und Testläufen für neue Ideen in der Zwischenzeit.

Vergleich der Gestaltung des Blogs von Mitte 2015 bis Ende 2016

Design-Entwicklung 2014-2016

Seit dem letzten neuen Design hat sich viel getan: Es gibt inzwischen mehrere Youtube-Kanäle und allgemein bin ich auf dem Weg, die Vielfalt meiner Angebote deutlich zu erhöhen. Das bedeutet auch, dass 2019/2020 neue Medien zu meiner Mischung hinzukommen werden.
Gleichzeitig ist die Darstellung dieser Seite für Mobiltelefone nie wirklich hübsch geworden. Oder auch nur annehmbar. Doch die Telefone haben sich inzwischen weiterentwickelt und es ist heute deutlich einfacher, eine Seite auch auf dem Handy gut aussehen zu lassen. Weiterlesen »


Stirb, Flashbox, stirb!

Na gut, das hat nicht lange vorgehalten. Die im August eingeführte Flashbox ist wieder weg. Es schien damals eine gute Idee zu sein, aber es hat nicht nur nicht funktioniert, es war sogar ein Fehler. Die Flashbox war ein rechteckiger Bereich der Seite, der auf der Startseite oben, bei Einzelbeiträgen unter dem jeweiligen Artikel auftauchte. Sie enthielt Links zu den letzten Buchveröffentlichungen und den beiden Youtube-Kanälen (einer geplant, einer aktiv). Das war ein Risiko, denn es nahm Platz weg, der aber durch bessere Sichtbarkeit wettgemacht werden sollt. Doch das geschah nicht.
Also habe ich nochmal am Blogdesign geschraubt. Dabei wollte ich eigentlich nur einen kleinen Fehler im Code der Flashbox reparieren. Doch nach kurzer Reflexion stellten sich die Probleme als größer heraus.

Von oben links: Dieses Blog im Januar, August und November 2017

Von oben links: Dieses Blog im Januar, August und November 2017

Ab in die Seitenleiste

Konkret entwickelte sich die Klickzahl schlagartig nach unten, nachdem ich die Flashbox eingeführt habe. Das Problem lag vermutlich darin, dass die Links jetzt nur noch auf der Startseite oben sichtbar waren. Dort aber wurden sie schnell übersprungen wie lästige Werbeanzeigen und blieben nicht wie früher am Rande des Sichtfelds der Leser. Somit war die Flashbox gleichzeitig ein schlechteres Werbemittel und eine optisch weniger attraktivere und dezent aufdringlichere Werbeform. Mit anderen Worten, die Ergebnisse waren komplett inakzeptabel.
Also habe ich den Buchlinks ihren alten Platz am oberen Ende der Seitenleiste zurückgegeben und die beiden Youtube-Kanäle darunter ergänzt. Doch dadurch wurde die Seitenleiste ewig lang. Da mussten Elemente raus, sonst wurde sie einfach zu mächtig und zu durcheinandergewürfelt. Vor allem aber rutschten viele Elemente soweit runter, dass sie sinnlos wurden. Denn was in der Seitenleiste zu weit nach unten rutscht, ist de facto unsichtbar. Kein Problem für die Werbeanzeige dort (die das gestalterisch ausgleicht) und für die Navigationselemente (die man aktiv sucht, wenn man sie braucht). Zugegeben, die Variante mit mehr Text sah aufgeräumter aus, war aber nicht funktional.
Als erstes rausgeflogen ist der Newsletter, der eh niemanden interessiert hat. Ich war schon mehrmals davor, ihn komplett rauszuschmeissen und habe dies nun endgültig umgesetzt. Im Ernst, ich hatte zwei Abonnenten, das ist den Aufwand nicht wert.
Deutlich schwerer habe ich mich mit der Blogroll getan. Erst habe ich die toten Links entfernt. Dann die Liste bloggender Freunde, da die für niemanden ausser mich selbst Bedeutung hat. Und schließlich entschied ich mich auch, die jetzt noch verbleibenden bloggenden Autoren zu entfernen und so die Blogroll zu Grabe zu tragen.
Das Ergebnis des Ganzen bringt maximale Funktionalität ohne zu viel Gerümpel. Im Moment wirkt das einsame Youtube-Logo noch etwas schief, aber das wird schon bald durch eine Videovorschau ersetzt, die deutlich besser in das Design passt (der Kanal mit den Geschichten soll kommende Woche endlich starten).

Buchlisten-Aktualisierung

Die Autorenliste ist natürlich ein für interessierte Leser, die über meine Bücher hergekommen sind, interessanter Inhalt, den ich erhalten wollte. Die lokalen Autoren wanderten mit der vollen Liste, die ich für Buchaktiv zusammengestellt hatte, in den „Empfehlungen“-Reiter der Bücherseite, die anderen bleiben wie bisher durch je ein Buch dort vertreten. Die Inhalte des Reiters werden die nächsten Wochen noch um einige notierte Titel wachsen, die ich bisher noch nicht übernommen habe.
Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich eine Ergänzung umgesetzt, die ich schon ein paar Tage einrichten wollte. Im Reiter „Beiträge“ der selben Seite gibt es jetzt nicht mehr nur eine Liste von Büchern und Zeitschriften, in denen Kurzgeschichten von mir erschienen sind, sondern zusätzlich auch eine Liste aller veröffentlichten oder zur Veröffentlichung anstehenden literarischen Kurztexte mit einer Übersicht über alle Publikationen, in denen sie jeweils erschienen sind, in welcher Sprache sie erschienen sind und zu welchem Genre sie gehören. Damit man auf einen Blick sehen kann, wo was erschienen ist oder erscheinen wird.
Die Sammlungen Stückwerk und die erweiterte zweite Auflage von How to Sing Butterflies sowie etwaige Youtube-Links werden nach Veröffentlichung ergänzt.


2017er Bauarbeiten

Es ist mal wieder Zeit für ein paar Neuerungen hier im Blog. Neue Projekte und Plattformen wie das Youtube-Projekt Extra Extra stellen neue Anforderungen an die Seite, denn auch sie wollen angemessen präsentiert sein. Das Ergebnis sind die 2017er Neuerungen im Blog.

Etwas schwierig zu vergleichen, da Startseite und Artikel im Detail so verschieden geworden sind

Etwas schwierig zu vergleichen, da Startseite und Artikel im Detail so verschieden geworden sind

Flashbox kontra Seitenleiste

Ausgangspunkt war wie gesagt die Ergänzung meiner Plattformen um Youtube. Extra Extra ist der erste von zwei Kanälen, die ich dort in Zukunft bedienen werde. Es ist ein wichtiger Schritt, in der zunehmend virtuellen Medienwelt den Fuß in mehr als einer Tür zu haben. Und das will auf der Webseite auch entsprechend eingebunden sein, schließlich will ich den Kanälen ja auch Zuschauer rüberschicken, für die sie interessant sein können.
Youtube-Videos können nicht kleiner als 200 Pixel breit eingebunden werden, womit sie in zu kleinen Browserfenstern zu groß für die Seitenleiste sind. Also musste eine andere Lösung her.
Diese Lösung bestand darin, oberhalb der Blogbeiträge etwas einzufügen, was ich als „Flashbox“ bezeichne. Diese bietet nun den jeweils letzten Videos der Youtube-Kanäle ebenso Raum wie meinen letzten zwei Buchveröffentlichungen. Sicher, in der Vergangenheit waren es vier, aber das wäre zu raumgreifend gewesen.
Die Flashbox erscheint aber nur auf der Startseite oben. Geht man zu einem einzelnen Beitrag, wandert die Box nach unten.
Damit verschwand auch die Notwendigkeit, einige Dinge in der Seitenleiste unterzubringen. Die beiden Youtube-Kanäle mussten dort nicht mehr als Icons stehen, da es eine ständig aktuelle Vorschau des letzten Videos gab. Und die Bücher konnten ebenfalls in die Box wandern. Doch einmal angefangen, musste ich das auch konsequent durchziehen.
Als erstes verschwanden die horizontalen Trennlinien in der Seitenleiste. Irgendwie sahen die neben der Flashbox nicht mehr gut aus, die beiden Bereiche der Seite wirkten mit ihnen uneben.
Ich zog die restlichen Einträge unter „Kanäle“ in Zweifel, nachdem Youtube dort nun raus war. Zunächst entfernte ich die überflüssigen Kanäle, dann verschwand der RSS-Feed von dort, da er schon oben auf der Seite verlinkt war.
Am Ende waren Amazon, Facebook und Twitter übrig. Diese drei wollte ich nicht rausschmeissen. Aber ich wollte auch den Kanal-Bereich in der Seitenleiste endgültig abschaffen. Also nahm ich den RSS-Feed zum Vorbild, ersetzte die Symbole durch deutlich kleinere und versetzte sie in den Kopfbereich der Seite.
Auch überlegte ich, den Newsletter zu streichen. Nur ist es auch so, dass manche Aktionen, insbesondere Werbeaktionen und Anthologiebeiträge einen Newsletter erfordern. Das sprach gegen einen Rauswurf. Aber hey, den Text gegen eine deutlich attraktiver wirkende Grafik auszutauschen war eine gute Idee. Und en separaten englischen Newsletter habe ich dabei auch eingestampft. Wer sich im deutschen Newsletter anmeldet, bekommt einfach auch Infos über Veröffentlichungen im englischen Sprachraum. Und wer einen rein englischen Newsletter sucht, kann ja im englischen Blog einen finden.
Alle sin allem ist jetzt mehr Information in attraktiverer Form auf den ersten Blick zu sehen, bevor man auf der Seite weiter runterscrollt. Ich denke, hier eine gute Form zwischen einem Blog und einer Autorenwebseite gefunden zu haben.

In der Übersicht über alle Veröffentlichungen fehlt die Seitenleiste jetzt übrigens ganz. Sie ist dort einfach überflüssig und ich kann diese Seite nun freier gestalten. Auch das wird bei meinen Plänen für die nächsten Monate dringend nötig sein.

Alles in allem keine große Änderung, aber ich wollte dennoch kurz darauf eingehen, was konkret anders ist und wieso ich es veränder habe. Wie gesagt, diese Seite entwickelt sich gemeinsam mit meinen Tätigkeiten weiter und wird dies auch in Zukunft tun. Da gehört ein gelegentlicher frischer Anstrich einfach dazu.
Selbst, wenn sie zeitweise perfekt wirkt, keine Seite sollte zu lange statisch bleiben. Wir wollen unsere Leben nicht zu statisch haben und diese Seite reflektiert stets einen guten Teil des meinen.


Das wird 2017

Auf den Jahresrückblick 2016 folgt natürlich der Jahresausblick 2017. Hoffen wir einfach, dass die Musik diesmal nicht ein paar Stunden später von Youtube verschwindet. Oh, und dann muss noch ein Bild für die Linkvorschauen sein. Okay, wir können anfangen.

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2017

Thema: Netzwerk

Hier geht es um eine Fokussierung eines Trends, der 2016 begonnen hat. Verstärkte Vernetzung nicht nur in der Politik, sondern vor allem auch unter Autoren, lokal wie international. Ich habe Ende 2016 gemerkt, dass dies nicht nur ein Selbstzweck ist, sondern auch mit der Motivation und Kreativität hilft. Es gibt eine 2016 nicht umgesetzte Idee in dieser Richtung, für die ich nun endlich eine gute Grundlage habe, ein gemeinsames Projekt Gladbacher Autoren. Das werde ich im Februar anstoßen (weil ich das Autorentreffen im Januar wegen anderer Termine auslassen muss) und deute es jetzt nur an, um es nicht in einem Nebensatz eines Jahresausblicks untergehen zu lassen. Ein gemeinsames öffentliches Auftreten der lokalen Autoren ist mir schon länger ein Anliegen, weswegen es auf meiner Bücherseite bei den Empfehlungen ja auch einen Abschnitt mit Büchern aus der Stadt und ihrer Umgebung gibt.
Ein erstes Ergebnis verstärkter Vernetzung wird Ende Januar ein Beitrag in einer Trump-Parodie-Anthologie sein, ein Projekt, an dem ich viel Spass habe.
Und damit geht es weiter zu:

Ausverkauf

Meine erste vollständige Buchübersetzung ist in Arbeit, ich werde dies 2017 durch weitere ergänzen, darunter hoffentlich auch kreative Projekte (der Erstling ist ein Kochbuch). Aber das ist letztlich nur der Broterwerbsteil der kreativen Arbeit.
Was sehr gut funktioniert, sind Kurzgeschichten. Das werde ich 2017 verstärkt nutzen: Ich beabsichtige, jeden Monat eine Kurzgeschichte zu veröffentlichen – nicht schreiben, veröffentlichen. Und damit meine ich, in professionellen Kanälen wie Zeitschriften und Anthologien, Veröffentlichung im Blog zählt nicht. Das bedeutet natürlich ein entsprechendes Volumen an Geschichten, aber Kurzgeschichten gehen einfach viel leichter von der Hand als Romane, selbst wenn sie zusammengenommen genau so viele Wörter umfassen wie mehrere Romane. Vieles davon wird in eine weitere Sammlung gehen: Die Nachfolgesammlung zu How to Sing Butterflies wird den Titel How the Rain Gets in tragen, daneben plane ich eine Sammlung von weihnachtlicher Sciencefiction und Fantasy für den November, erhältlich in Deutsch und Englisch auf Papier und elektronisch. Ich habe da über die Jahre schon einiges geschrieben, das ergänze ich bis zum Herbst mit neuen Beiträgen.
Das andere, was sich sehr gut schreiben lässt, sind Sachbücher. Ich habe den ersten Band von Fiction Science 2015 in sehr kurzer Zeit geschrieben und danach keine wirklich gute Idee für einen zweiten Band gehabt. Nun, inzwischen hatte ich eine, auch wenn es diesmal keine passende Filmpremiere im laufenden Jahr geben wird, an die ich es anheften kann. Rechnet im Sommer damit.
Mein 2016er Projekt, die Meilensteine der Evolution abzuschließen, wurde durch den Tod meines Computers im März gestoppt, doch inzwischen konnte ich die Daten wiederherstellen. Damit einher gehen große Veränderungen für die Serie es wird keine zehn Bände mehr geben, sondern vier, die dafür um so umfangreicher sind. Die bisherigen Bände werden in die neuen integriert, Käufer der alten Bände sollen die neu konzipierten Teile der Serie als kostenloses Update erhalten. Das ist dann das Buchprojekt fürs Frühjahr.
Abschließen will ich auch die Zero-Waste-Reihe Less Litter Lifestyle im Blog mitsamt dem zugehörigen Buch. Ein Kochbuch-Projekt ist so gut wie fertig, dafür fehlen hauptsächlich noch die Fotos.
Ich habe inzwischen gelernt, dass ich für Romane besser keine Ankündigungen mache. Es gibt ein paar Projekte, aber welche davon 2017 veröffentlichungsreif werden, will ich nicht mehr voraussagen. Momentan sind die Titel Sünde, Boy, Ètrenne und Neanderthalensis in unterschiedlichem Fortschritt auf meinen Festplatten (ja, ich habe nach dem März-Desaster mehrere), aber wie weit diese 2017 kommen, wer weiss. Mein Fokus ist 2017 mit voller Absicht auf den kleineren, schneller umsetzbaren Projekten.

Ein anderes Vorhaben aus 2016, das untergegangen ist, war die Veröffentlichung von Hörbuchversionen meiner Kurzgeschichten auf Youtube. Auch hier habe ich das bisher erstellte Material wiederhergestellt und kann 2017 damit weitermachen.

Portfolio

Und damit in die andere Ausrichtung meiner kreativen Vorhaben: Eine breitere Fächerung der Formen, mit denen ich arbeite. Viele meiner Ideen fallen schlichtweg nicht in den Bereich des geschriebenen Wortes und ich will meine Fähigkeiten trainieren, auch in anderen kreativen Bereichen zu arbeiten.
Ich habe 2016 meine Fähigkeiten mit Fotos und Bildbearbeitung deutlich verbessern können. Ich hoffe, das 2017 im Bereich des Zeichnens/Malens (digital, da kann man Fehler besser rückgängig machen ;-) ) fortführen zu können. Ob ich in Jahresfrist etwas Vorzeigbares produzieren kann, werden wir sehen, ich bin da vorsichtig, da ich weiss, wie viel Übung in ein gutes Bild einfließt, bevor es so einfach aussieht, wie einige Künstler es aussehen lassen.
Aber die Ideen sind da und ich will sie umsetzen. Und dafür brauche ich die entsprechenden Kenntnisse.

Sonstiges

Ich werde mich 2017 verstärkt als Übersetzer betätigen. Dazu gehört neben den bereits genannten Buchübersetzungen auch ein ab morgen verfügbarer Fiverr-Gig zum Übersetzen von Rezepten, eine Dienstleistung, mit der ich inzwischen umfassende Erfahrungen gemacht habe und in der ich bei all den schlecht übersetzten Rezepten, die überall rumfliegen, eine echte Lücke sehe.
Und dann ist da noch die Politik. Zwei Wahlkämpfe sind da nur die Spitze des Eisberges, es wird für mich politisch 2017 einiges zu tun geben.
Oh, und ich plane, dieses Jahr umzuziehen, etwas mit deutlich mehr Platz für meine ganzen Ideen und Experimente.

Und nun entschuldigt mich. Ich habe einen Berg abzugraben und dafür einen Teelöffel aus der Küchenschublade mitgebracht. Und ich habe schon angefangen.


Das war 2016

Okay, es ist der 31. Dezember und damit Zeit für den Jahesrückblick. Und es war ein Jahr, in dem man gut sehen konnte, wieso Jahresrückblicke nicht vor dem letzten Tag geschrieben werden sollten. Ich meine, Carrie Fisher und ihre Mutter starben beide in der Woche zwischen Heiligabend und Neujahr. Liebe Fernsehsender, nehmt euch einfach an mir ein Beispiel: Jahresrückblicke gibt es ausschließlich am 31. Dezember.
Nun, da das klargestellt ist, weiter zum Rückblick auf mein 2016. Mein öffentliches 2016, den Rest erfahren jene, die es etwas angeht. Andernorts. Vielleicht. Wenn sie fragen. Vielleicht. Aber jetzt erstmal Musik und dann weiter im Text.

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Weg ins Fahrradies

Das Jahr begann mit einem Fahrradtransport, als ich am 2. Januar meinen Eltern half, ein Dreirad aus einem Dorf am tiefsten Niederrhein (oder ist Gronau schon Münsterland?) abzuholen, also kann ich auch mit den Rädern weitermachen. Es war ja auch mein erstes Jahr mit Liegerad.

Ausschnitt aus der Fahrraddemo Sternfahrt Düsseldorf 2016 mit verschiedenen Rädern und Fahrern, im Vordergrund der Autor des Blogs

Entspannt, cool und ein tolles Fotomotiv: Ich in Düsseldorf – Bild: Zoe Duisberg/ADFC NRW

Trotz einiger Reparaturen, die anfangs nötig wurden und einer gebrochenen Schraube, die zu weiterem Reparaturbedarf führte muss ich sagen: Ich bin zufrieden. Das Gefährt brachte mich zu den Sternfahrten des Jahres in Düsseldorf und Mönchengladbach (Köln übersprang ich trotz anderer Absichten wegen des Wetters), aber auch zu meinen Touren ins Braunkohlenrevier und auf der längsten Tour des Jahres zu einer Tihange-Demo in Aachen.
Das Fahren ist nach kurzer Eingewöhnung angenehm und schnell, nur die Rennhaken an den Pedalen waren mehr lästig als hilfreich und so lernte ich sie praktisch sofort zu ignorieren. Als kleinen Bonus konnte ich dank der hohen Lage der Beine mehrmals trockenen Fußes recht tiefe Pfützen durchqueren. Das war natürlich keine Absicht aber wenn der Radweg bei Aachen plötzlich unter der Landstraße durchführt, um die Seite zu wechseln, macht man daran nach einem Wolkenbruch recht wenig.
Wie erwartet teilt sich das Liegerad nun mit meinem alten Mountainbike die Aufgaben. Das MTB zieht Lasten und trät mich, wenn ich einen Rucksack brauche, das Liegerad übernimmt die längeren Strecken und Tagesausflüge. Was nicht heissen soll, dass der Lieger nicht ebenfalls einiges an Transportvolumen hätte, was ich im August ausprobieren konnte, als mir auffiel, dass bei einem Stand in Neuwerk alles bereits im Vorfeld vor Ort gebracht war, ausser dem Tisch. Das hat übrigens überraschend gut funktioniert, als wäre der Tisch dafür gemacht.
Liegefahrrad mit einem mit Kabelbindern daran befestigten Klapptisch

Mein Beitrag zum Wikipedia-Eintrag für das Stichwort Eleganz

Die andere Option für die Überschrift dieses Abschnitts wäre übrigens Road to EldoRADo gewesen. Schätzt euch glücklich.

Schrifstellerei und so

Cover of How to Sing Butterflies How to Sing Butterflies DX Edition2016 war kein so produktives Jahr, wie ich mir das gewünscht hatte. Ein großer Teil davon war das, was ich als „Unglück des 11. März“ im Gedächtnis behalten werde. An diesem Tag kam es auf meinem Laptop zu einem umfassenden Festplattenausfall, ausgelöst durch einen Systemabsturz,der wiederum auf einen Absturz von Flash zurückging. Ich hatte kein aktuelles Backup und tatsächlich grade erst mein letztes Backup auf genau diesem Rechner zwischengespeichert. Das war eine ziemliche Katastrophe.
Nun, ich habe dennoch eines meiner anvisierten Projekte zum Abschluss bringen können. Die englische Sammlung How to Sing Butterflies vereint den Großteil meiner Kurzgeschichten in einem Band, von dem zwei Varianten erschienen sind: Eine Standardausgabe mit den Geschichten und eine DX-Ausgabe, ergänzt um Hintergründe zu jeder Geschichte. Ich zähle einige der Kurzgeschichten wie die Titelgeschichte und Sleeper Hit derzeit als meine besten kreativen Arbeiten.
Eine dieser Arbeiten schaffte es dann auch 2016 in meinen ersten Beitrag in einer Anthologie, wobei die Auswahl schon 2015 getroffen wurde. Die Indies Unlimted 2015 Flash Fiction Anthology enthält 52 Geschichten mit je bis zu 250 Wörtern. Flash Fiction ist nicht einfach, aber eine sehr willkommene Herausforderung. Bei mir funktioniert das üblicherweise so, dass ich einen spontanen Gedanken habe und den dann umsetze um selbst zu schauen, was daraus erwächst. Kombiniert mit der Kürze des Formats, welches zu einer sehr bewusst gewählten und dichten Sprache führt, eine sehr schöne Literaturform sowohl zum Lesen als auch zum Schreiben.
Mein Beitrag in dieser Anthologie war Delayed Vengeance, eine für mich eher untypische, weil vollkommen in der Gegenwart verhaftete Geschichte um einen Polizisten und seine Pensionszeit auf einem Kreuzfahrtschiff. Sie ist in beiden Sammlungen erschienen, in denen ich dieses Jahr vertreten war.
Im Dezember folgte der Veröffentlichung dieser Anthologie eine Papierausgabe, meine erste Veröffentlichung auf Papier, wenn man redaktionell de facto nicht bearbeitete Fanzines ignoriert.
Eine SF-Weihnachtskurzgeschichte schaffte es nicht in die Anthologie, für die ich sie geschrieben habe. Sie wird 2017 gute Verwendung finden. Eine weitere SF-Weihnachtskurzgeschichte verfasste ich diesen Monat für eine Blogparade im englischen Blog, auch sie wird nächstes Jahr eine weitere gute Verwendung finden.

Zum 1. Mai beendete ich das (vor allem für Twitterverhältnisse) langjährige Projekt eBooks für lau. Es war mein erfolgreichstes Internetprojekt seit dem Exergaming-Blog Sporle & Co. im letzten Jahrzehnt, aber irgendwann war seine Zeit dann vorbei. Es wurde zunehmend schwieriger, das Verlinken kostenloser eBooks wirtschaftlich tragbar zu halten. Andere Plattformen wie XTME begannen, auch runtergesetzte Angebote bezahlter Bücher zu verlinken, das aber war in diesem Twitterkonzept schwieriger, da jeder Link für sich selbst stand. Und so beendete ich eBooks für lau nach fast fünf Jahren. Letztlich war es einfach an der Zeit.

Das Jahr endet schriftstellerisch mit dem ersten Auftrag, ein komplettes Buch aus dem Englischen zu übersetzen. Mehr oder weniger schriftstellerisch, es handelt sich um ein Kochbuch für Schmortöpfe. In einer besonderen Premiere ist das mein erster Vertrag mit Partnern auf drei Kontinenten (Nordamerika, Europa, Asien) – auch mal was neues.
Diese Übersetzung seht ihr dann 2017.

2017 deutet in diesem Bereich mit meinem ersten Besuch eines Autorentreffs in Mönchengladbach an, etwas, was ich weiterführen will. Es sieht nach diesem ersten Mal so aus, als würde das auch meiner Produktivität helfen. Ich muss sowieso wieder mehr im deutschsprachigen Raum machen.

Etwas anderes im kreativen Bereich war dann noch die Bildgestaltung. Ich habe mich zwischendurch daran versucht, mal ein Bild gezielt auf die sozialen Medien ausgerichtet zu erstellen, statt den jeweiligen Text einfach als Text zu schreiben. Hier die Ergebnisse.

Tatsächlich extrem entspannend

Tatsächlich extrem entspannend

Ich mag Füchse und das Original dieses Liedes war gemein zu ihnen

Ich mag Füchse und das Original dieses Liedes war gemein zu ihnen

Von solchen Experimenten wird es in Zukunft mehr geben.

Politisch immer voran

Dass es 2016 mehrmals galt, bei Aufmärschen rechter Gruppen und Bündnisse Flagge zu zeigen, darauf hätte ich gern verzichten können, aber leider war 2016 ein großes Jahr für den politischen Rückschritt. International wie national war es 2016 überaus frustrierend, als Politiker im linken Spektrum zu stehen. Ich bin dieses Jahr müde geworden, immer das Schlechte zu bekämpfen.
Glücklicherweise gab es aber auch noch andere Anlässe für Demos. Okay, glücklicherweise ist hier nicht ganz richtig, aber ihr wisst, was ich meine. Tihange hatte ich ja schon erwähnt, Garzweiler II war ebenfalls ein sehr präsentes Thema. Die beiden Infostände gegen Massentierhaltung vor Lidl-Filialen in Rheydt und Gladbach waren aber sehr angenehm und effektiv.
Im Gegenzug ist es mir wichtig geworden, das Gute zu fördern und mich dafür einzusetzen. 2016 trat ich bei den Fachgruppen (Landesarbeitsgemeinschaften) Verkehr und Säkulares der Grünen NRW bei, um auf Landesebene aktiv daran arbeiten zu können. Das gipfelte vorerst am ersten Dezemberwochenende auf dem Landesparteitag in Oberhausen, mit dem ich sehr zufrieden bin (hinter dem Link: Eine lange Liste von Forderungen, die wir aus Mönchengladbach ins Landtagswahlprogramm der Grünen einbringen konnten).
Zufrieden war ich zuvor auch mit der Podiumsdiskussion zum Radverkehr in Mönchengladbach, veranstaltet vom ADFC. Hier konnte ich unter Beifall mein Ansinnen vorstellen, Mönchengladbach zu einem wichtigen Knotenpunkt eines landesweiten Radschnellwegenetzes zu machen, das sich nun ja auch in allgemeinerer Form im Landtagswahlprogramm wiederfindet. Hier im Blog brachte ich dazu innerstädtisch ein vielleicht etwas utopisch anmutendes, aber dankbar diskutiertes Konzept ein.

Exkursion an den Braunkohlentagebau Garzweiler II

Heute noch stehen wir am Abgrund, doch morgen schon sind wir einen Schritt weit… äh, Moment mal

Abseits der Parteipolitik gab es dann noch ein Gartenprojekt. Ein Bürgergarten in meiner Nachbarschaft. Doch auch wenn ich mich sehr freue, kommen die Unterschriftsberechtigten nicht so richtig in die Hufe mit den letzten Details zum Pachtvertrag. Das ist eien seltsame Mischung aus Begeisterung und Enttäuschung, aber noch läuft der Prozess. 2017 muss das was werden,momentan sieht es immer noch so aus wie im Sommer, nur halt winterlicher.
Obstwiese an einem Hang

Ackerdistel Hugo und seine Freunde

Weiter im Blog

Vergleich der Gestaltung des Blogs von Mitte 2015 bis Ende 2016

Ein Blog, zwei Jahre

Möglicherweise habe ich etwas zu viel am Blogdesign rumgeschraubt, aber das Ergebnis ist ein perfekt auf meine Bedürfnisse zugeschnittenes, einmaliges und ennoch schlichtes Design mit ein paar hübschen Finessen. Das einst in meinen Augen recht hässliche Blog hat sich zu einem modernen Stück Internet entwickelt, in dem übrigens so gut wie alles ohne spezielle Skripte umgesetzt ist.
Für das letzte Beispiel habe ich einen anderen Beitrag ausgewählt, um meinen veränderten Umgang mit Bildern zu betonen. Jeder Beitrag hat inzwischen auf den ersten Blick ein Bild oder ein Video eingebettet, damit es nicht mehr nach trostloser Buchstabenwand aussieht. Das hat auch den Effekt, dass es in den sozialen Netzwerken ein schöneres Vorschaubild gibt.
Die Reihe Less Litter Lifestyle ist gestalterisch als Experiment gestartet, gezielt Pinterest anzusprechen und zugleich das Design des Blogs auch für andere Medieninhalte zu verwenden.
Ich glaube, damit ist das Blog nun so gut wie fertig. Es ist vor allem auch bereit für meine Pläne für 2017. Doch dazu morgen mehr.

Soweit die großen Dinge. Es gibt viele kleine Dinge, viele persönliche Dinge. Menschen, die ich getroffen habe, Dinge, die ich erlebt und gelernt habe, vieles, von dem ich glaube, dass es nicht in dieses Blog gehört oder wenigstens nicht in einen Jahresrückblick. Ich war nicht so produktiv, wie ich von mir selbst erwarte, aber das bedeutet in keinster Weise ein Jahr, in dem nichts geschehen ist. Ich könnte jetzt eine Diaschau mit mehreren hundert Fotos aus 2016 starten. In keinem Jahr zuvor habe ich je so viele Fotos gemacht.
Es war für mich auch ein Jahr vieler Vorbereitungen für ein aufregendes Folgejahr. Privat, beruflich, politisch.

Wir sehen und morgen zum Ausblick auf 2017. Esst bis dahin mal wieder was Gesundes. Macht euch einfach einen Smoothie mit eurem Lieblingsobst und Nüssen. Bis bald!

Eine Tüte Jellybeans und Rumkugeln vor einem Küchenmixer

Bestes Rezept meiner Sammlung. Mit Abstand. Und 2016 ganz allein ausgedacht!


Vorhang zu für eBooks für lau

Euro-Münze mit Wertaufprägung 0

Das Profilbild von eBooks für lau, 4 Jahre bewährt

Viereinhalb Jahre lang habe ich auf Twitter das Profil von eBooksfuerlau/eBooks für lau betrieben. Dies endet mit dem heutigen letzten Tag. Ein Rückblick, ein Nachruf, ein Abschiedsgeschenk

Rückblick

Ende 2011: Ich stand am Anfang meiner eBook-„Karriere“ und suchte für eine geplante Kostenlos-Aktion für mein eBook Feuchten Fußes eine Plattform, die dies ankündigte. Ich fand damals im deutschen Sprachraum keine brauchbare Plattform, also begann ich, selbst eine zu bauen. Ich entschied mich für ein Twitter-Profil als Mittel, um Nachrichten schnell zu verbreiten. Das brachte ein 140-Zeichen-Limit mit sich, aber das war eher ein Vorteil: Die meisten Bücher lassen sich in diesem Raum perfekt anteasern, wenn man die Inhalte auf einen Satz reduziert. Und dabei werden sie klarer, verständlicher und, ja, aufmerksamkeitserregender.
So war es dann. eBooks für lau war geboren und wuchs stetig, mit ein paar Sprüngen durch Retweets und Empfehlungen populärer Twitterer. Es geschah sogar, dass ich in Sitzungen den Menschen vor mir auf seinem Smartphone das Twitterprofil zugreifen sah, ohne dass er wusste, dass es von mir stammte. eBooks für lau wurde mein wirtschaftlich erfolgreichstes Internetprojekt.
Mit der Zeit verbesserte ich das Angebot zunehmend: Die Zeit der Tweets ging von 17:00 Uhr auf 18:00 Uhr, wiel da mehr Leute lesen. Der Amazon-Fokus ging zu Gunsten anderer Plattformen zurück, um auch anderen Lesern mehr Wert zu bieten. Mit der Nachtschicht um 22:00 kam ein Angebot für erotische Inhalte hinzu.
Es sollten viereinhalb Jahre werden.

Nachruf

Was also ist nun geschehen?
Zum einen ist festzuhalten, dass es vor allem Amazon über die Jahre immer schwieriger machte, Geld mit Links auf kostenlose eBooks zu verdienen. Es ist da etwas schizophren: Einerseits ist dies ganz klar möglich, denn Käufe nach Links auf kostenlose Inhalte werden von Amazon anstandslos vergütet. Andererseits schränkt es inzwischen das Ausmaß der Verlinkungen empfindlich ein.
Die erste solche Einschränkung geschah 2013, als Amazon beschloss, Anbieter nicht mehr auszuzahlen, wenn sie im betreffenden Monat mehr als 10.000 Downloads kostenloser eBooks erzeugt haben. eBooks für lau war damals weit davon entfernt, doch seit Ende 2015 kratzt es beständig nahe an dieser Marke. Gefährlich nahe.
Aber: Das ist gar nicht so schlimm. Weil es noch viel schlimmer ist. eBooks für lau hat im Laufe des Jahres 2015 praktisch aufgehört, nennenswerte Einkünfte zu generieren. Und ich meine wirklich aufgehört. Wir sprechen von Monaten einstelliger Beträge. Nicht pro Tag, für den ganzen Monat. Die zudem ständig an der Grenze dazu kratzen, am Monatsende für ungültig erklärt zu werden.
An dieser Stelle muss ich auf den Arbeitsaufwand eingehen: Jeden Abend geht etwas über eine Stunde Arbeit in den Service, davon zwei Drittel in die Suche nach kostenlosen eBooks und der Rest in die eigentlichen Tweets (einschließlich Erstellung der Links). Dies grundsätzlich im Zeitraum zwischen 17:00 Uhr und 18:30 Uhr, ein Zeitraum, der für mich sowohl privat als auch bedingt durch mein politisches Engagement zunehmend ungünstiger wird. In letzter Zeit nutzte ich für Tage, an denen ich um diese Zeit Termine habe einen Dienst, der Tweets speichert und später verschickt – der von mir genutzte hat vor etwa einer Woche aufgehört zu funktionieren, ein lästiges Ärgernis in einer Reihe solcher Ärgernisse. Ausserdem musste ich stets aufpassen, dass meine Tweets nicht als Spam von Twitter abgelehnt wurden, was bei manuell eingegebenen Tweets nie passiert.
Ein Vorschlag des Bundesrates, Affiliate-Marketing für Bücher zu verbieten (ernsthaft, haben die sie noch alle?), wurde vom Bundestag zwar abgeblockt, aber dennoch gibt es zum 1. Mai einen weiteren Schlag mit Amazons deutlicher Reduzierung der Vergütung auf eBooks von 10% auf 7% bei meinen ohnehin schon am Boden liegenden Amazon-Einnahmen.

Ich habe schon länger mit der Fortsetzung des Dienstes gehadert. Die Überlegung, das Ganze per Patreon zu finanzieren, verlief aus verschiedenen Gründen im Sande (gehäufte Ausfalltage, schlecht geeignetes Angebot u.ä.). Als im März mein Computer kaputt ging, dachte ich ernsthaft daran, das damit ausfallende eBooks für lau nicht mehr wiederzubeleben, kam dann aber zurück, weil es ausdrückliche Nachfragen gab.
Die Entscheidung, nun endgültig abzuschließen, fiel mir nicht leicht, aber sie fiel.

Tatsache ist, das Projekt macht inzwischen zu viel Ärger und bringt zu wenig ein, als dass ich es weiter tragen könnte. Dieser Beitrag ist mein Schlussstrich. Es gibt andere Projekte, die meine Aufmerksamkeit erfordern — weitere eigene eBooks etwa oder der bald startende Youtube-Kanal mit meinen Kurzgeschichten sowie ein völlig anderes Youtube-Projekt im weiteren Verlauf dieses Jahres.
Doch eines lasse ich noch da:

Abschiedsgeschenk

eBooks für lau zu befüllen war ein täglicher Aufwand. Was ich den treuen Fans zum Abschied mitgeben möchte ist eine Liste der Quellen, aus denen sich die kostenlosen Angebote speisten. Wie das vor sich ging, habe ich weiter oben erklärt.
Die Liste startet mit dem lesen.net Buchempfehlungen Newsletter als einzigem eMail-Newsletter, den ich hierbei nutzte. Der große Vorteil dabei ist, dass er Bücher, die auf vielen Plattformen verfügbar sind, auch auf mehrere dieser Plattformen verlinkt.
Das genaue Gegenteil liegt bei Gratizone vor, die nur auf Amazon verlinken. Gratizone ist ein weitgehend ungefilterter Bot, die alles listet, was er bei seinem morgendlichen Lauf findet. Die diversen XTME-Seiten (XTME, XTME Phantastik, XTME adult, XTME Englisch) verlinken zwar theoretisch auch auf andere Anbieter, dies aber so unterschwellig und selten, dass es nicht wirklich gilt.
Einmal auf Amazon, gehörte immer auch ein Blick in die dortigen Diskussionsforen zum Programm. Im Amazon Kundendiskussionsforum gibt es mehrere Gesprächsfäden, in denen ständig kostenlose eBooks angekündigt werden, mit Abstand der längste und umfassendste ist Aktuell kostenlose deutsche Kindlebücher.
Letzter in der Liste ist die Kostenlos-Liste von Beam eBooks. Diese gilt zwar nur für Beam, aber ich hatte damit eine ständig wachsende Lise von Nicht-Amazon-Angeboten.
Über die Jahre gab es noch andere Plattformen, die dazukamen oder verschwanden, ich kann schon deshalb nicht alle listen, weil ich nicht mehr alle kenne und auch nicht mehr alle existieren.

Was dann noch folgte, war Recherchearbeit: Alle Bücher, die nicht per Kindle Unlimited exklusiv an Amazon gebunden waren suchte ich auf anderen Plattformen heraus. Priorität hatten dabei buecher.de, iTunes und Thalia. Der Grund dafür ist einfach: Bei diesen drei Plattformen (und bei Amazon) habe ich Affiliate-Marketing-Verträge, werde ich also bei aus den Verlinkungen resultierenden Verkäufen bezahlter Inhalte (neben den direkt verlinkten kostenlosen) bezahlt.
Kleines Detail hierbei: Alle Links zu buecher.de und Thalia wurden erzeugt, indem ich die entsprechenden Links zu meinem Buch Unter Wittgensteins Löwen nahm und den relevanten Teil durch die Kennung des statt dessen zu verlinkenden Buches ersetzte. Vielleicht kommt das noch mal bei Wer wird Millionär auf, also: Merken!

Was mir nun noch bleibt ist der zentrale Teil am Ende des Auftritts:

Ein Knicks und ein Dankeschön.

Ihr wart ein tolles Publikum. Ich hoffe, man sieht sich andernorts wieder!



Vorschau zu Youtube-Audiobüchern

Ende November hatte ich erstmals angekündigt, bald Audiobooks bei Youtube anzubieten. Von den vorhandenen Videos zu Audiobooks bin ich allerdings nicht wirklich begeistert; es sind meist nur statische Bilder, oft vom Cover des Buches, manchmal auch nur eine schwarze Fläche.
Ich wollte mehr bieten als das, ein Angebot, das das übliche Audiobuch-Publikum ebenso anspricht wie jemanden wie mich, der Beschäftigung auch für die Augen benötigt um nicht komplett abgelenkt zu werden. Naheliegend war es daher, den Text parallel zum Vorlesen auch einzublenden. Daneben wollte ich noch die wichtigsten Informationen dazu geben, was man sieht beziehungsweise hört. Das vorläufige Ergebnis sieht im Moment als Vorschau so aus:

Verkleinerte Vorschau, die Videovorlage hat 1080p für FullHD

Verkleinerte Vorschau, die Videos haben eine Auflösung von 1080p für FullHD


Fast unübersehbar ist es an die aktuelle Gestaltung dieses Blogs angelehnt, mit den selben farbigen Trennlinien, um die wesentlichen Elemente zu trennen, in diesem Fall Titel (oben), Cover (links) und den aktuell vorgelesenen Text (Hauptbereich). Die Wiedererkennbarkeit meiner Inhalte auf den verschiedenen Kanälen ist ganz klar ein Ziel dessen, das ich nach und nach umsetzen werde.

Der Titel ist auch mit seiner Formulierung an das Blog angelehnt: Mein Name, ein Verb und dann der eigentliche Titel des jeweiligen Beitrags.
Das Buchcover, als Platzhalter Giftigen Grundes, an dem ich die letzten zwei Tage geschrieben habe, steht links. Auch das ist natürlich ein Bezug auf das Blogdesign und nimmt die vier Cover auf, die hier links oben präsentiert werden. In Fällen wie dem im Beispiel gezeigten werde ich in den tatsächlichen Videos einen Hinweis dazusetzen, dass der vorgelesene Text eine Kurzgeschichte aus einem größeren Band darstellt, sowohl schriftlich als auch gesprochen am Anfang der Aufnahme.
Beim vorgelesenen Text gibt es den wichtigsten Unterschied zu den vorhandenen Videos dieser Art, den Videobüchern, von deren Existenz ich übrigens erst gestern erfuhr. Die meisten dieser Videos zeigen so viel Text, wie auf einer Seite eingeblendet werden kann oder aber einen Absatz. Das scheint mir zu lang. Es ist nicht nur unübersichtlich, eine unterschiedliche Lese- und Vorlesegeschwindigkeit verstärken sich dabei und das mindert meines Erachtens den parallelen Hör- und Lesegenuss für jene, die beide Formen zugleich nutzen. Also blende ich nur den jeweils aktuellen Satz ein, eventuell mit Ausnahmen bei wörtlicher Rede.
Den unteren Bereich des Bildes nutze ich vorläufig nicht. Dieser wird von Youtube regelmäßig mit Werbebannern verdeckt und wenn das passiert finde ich es als Zuschauer sehr lästig, wenn dort wichtige Bildinhalte platziert sind und von der Werbung verdeckt werden. Vor allem, weil ich diese Banner ungerne wegklicke, denn ich gönne den Videomachern in der Regel das bisschen Geld, das sie dafür erhalten. Möglicherweise nutze ich diesen Bereich ab und an, um zusätzliche Informationen einzublenden, zum Beispiel Bilder von Charakteren, Kreaturen und Orten oder dergleichen. Das könnte beispielsweise bei den verschiedenen ausgestorbenen Tierarten in den Geschichten der Reihe Meilensteine der Evolution sinnvoll sein.

Und hier nun meine Frage: Sieht das so gut aus, wie ich glaube? Gibt es noch Wünsche, Ideen oder Kritik an dem Ansatz und dem konkreten Entwurf? Ist 16:9 ein gutes Format für diese Art Inhalt? Über Kommentare würde ich mich freuen! (Der Kommentarbereich zu diesem Beitrag ist bis zum 6. Februar offen)


Tipps: Produktivität erreichen, Aufschieberei beenden

Lorem ipsum...

Lorem ipsum…

Dieses Blog ist Zeugnis für zwei Dinge: Meine Neigung zur Aufschieberei und meinen Weg in eine produktivere Arbeitsweise. Nach langem Dahindümpeln konnte ich es aus der Letargie befreien. Damit spiegelt es auch meine restliche Schreibtätigkeit wider.
Da ich weiss, dass viele damit kämpfen, insbesondere andere Schreiber diverser Zünfte (ob Texter, Autoren, Forscher, Politiker oder Journalisten), dachte ich mir es würde lohnen festzuhalten, mit welchen Ansätzen ich zurück in die Produktivität gefunden habe.
Warnung: Es folgt Text. Eine Menge Text.

Nicht alle Zeit ist gleich

Ich habe lange mit dem Ansatz gearbeitet, ohne Bürozeiten sehr flexibel sein zu können: Arbeiten, wann ich will, wo ich will, solange die Arbeit halt nur erledigt wurde. Das ist, wie ich inzwischen feststellen muss, keine sonderlich gute Idee.
Der Biorytmus ist eine tückische Angelegenheit. Es ist wohl allgemein bekannt, dass wir im Laufe des Tages besser und schlechter für kreative Arbeit geeignete Zeiten haben. Wenn man diese effektiv nutzt, ist das hervorragend. Und da Kreative nach meiner Erfahrung in überwältigender Mehrheit nachts ihre beste Zeit haben ist es dabei auch gut, nicht an die üblichen Bürozeiten gebunden zu sein.
Aber es gibt da auch eine Falle: Die Zeiten, in denen unser Geist am aktivsten ist und uns das Schreiben somit am leichtesten fällt ist auch jene Zeit, in der wir uns am leichtesten ablenken lassen. Eben weil unser Geist am aktivsten ist. Und zumindest bei mir ist es so: Wenn die Zeit nicht klar dem Schreiben gewidmet ist, erliege ich auch den Ablenkungen und verschiebe die Arbeit auf andere Zeiten — die allerdings deutlich weniger dafür geeignet sind. Die Arbeit schleppt sich dann nur noch voran und nur hin und wieder bleibt Zeit, auch bei den eigenen Sachen weiter zu kommen.
Das habe ich überwinden können, indem ich der Schreibarbeit eine klare Uhrzeit zugeordnet habe. Und da ich abends oft weg bin (das kommt davon, wenn man in der Politik aktiv ist) ist das nun doch wieder die Zeit von 13–17 Uhr geworden — Mittagessen als Startpunkt und die Belieferung von eBooks für lau am Abend als Endpunkt.
Das mag sich nicht mit meinen täglichen Hochs decken, aber da ich diese Zeiten in der Woche jeden Tag einhalten kann, sorgt die Reservierung der Zeit und die Regelmäßigkeit für bessere Ergebnisse als die vorherige Verzeitung am Abend, wo ständig Termine, Verabredungen und allgemein die Zeitpläne vieler anderer Menschen mit meiner Arbeit ins Gemenge kommen.
Vor Jahren habe ich den Morgen zum Schreiben genutzt, als ich noch täglich die Videospielseite Sporle & Co. gefüllt habe. Auch das ist eine Zeit, zu der einen so gut wie nichts und niemand stört. Das geht also auch. Nur eines ist klar: So motiviert wir abends auch sein mögen, es ist eine Scheisszeit zu Arbeiten, weil alle anderen abends eben nicht arbeiten. Lasst den Abend von vorneherein für das soziale Leben frei, alles andere gibt nur Kuddelmuddel.
Und was den Biorytmus angeht: Der ist kein Naturgesetz. Euer Verhalten formt euren Rytmus, nicht umgekehrt. Das Umgekehrte ist nur die Trägheit eurer vorherigen Verhaltensweisen. Einzig der Tag-Nacht-Verlauf ist von der Natur vorgegeben, die weiteren Feinheiten liegen bei euch.

Routine hilft

Nein, das ist nicht das selbe wie der vorherige Punkt. Sicher, tägliche Routine hilft, aber das muss ich nicht weiter betonen, das wird euch jeder sagen, der etwas über Produktivität erzählen möchte.
Routine kann auch höhergeordnet sein: Ebenso wie die tägliche Routine hilft mir auch die wöchentliche Routine. Das klare Wissen, was am jeweils heutigen Tage zu tun ist, ohne lange überlegen oder im Kalender nachschlagen zu müssen, ist eine unglaubliche Hilfe. Ich setze mich an den Schreibtisch und weiss sogleich meine erste Aufgabe und vielleicht auch die zweite und dritte. Sofort stellt sich dieses Gefühl ein, aus einem Sinn hier zu sitzen. Und danach das motivierende Gefühl, etwas geschafft zu haben, was zu mehr geschaffter Arbeit führt. Da ist der menschliche Geist dann wie ein Fahrrad: Ein Mal richtig in die Pedale getreten rollt es auch eine ganze Weile weiter.
Ich habe das erstmals mit den freitäglichen Fünf bemerkt, die ich seit der Einführung zunehmend zuverlässiger fristgerecht einstellen konnte. Die Wiedereinführung des Dino-Dienstag (zugleich eine begleitende Maßnahme zu meinen Sachbüchern zum Thema) sowie die neue Mediale KW verstärkten den Effekt noch und inzwischen habe ich ein klares Muster für Veröffentlichungen hier im Blog:

Wochenplan thomasdiehl.eu
Montag: Mediale KW
Dienstag: Dino-Dienstag
Mittwoch: Sonstiges (wenn etwas vorliegt), neue Veröffentlichungen grundsätzlich mittwochs
Donnerstag: Beiträge zu Bloggen, Schreiben, Selbstverlag
Freitag: Freitägliche Fünf
Samstag: Ruhetag
Sonntag: Politische KW (Neustart ab kommenden Sonntag)

Somit habe ich die Woche im Blog immer gut gefüllt. Zudem erhalte ich etwas, was ich als gutes Verhältnis von persönlichen Beiträgen (Montag, Freitag), begleitenden Beiträgen zu meinen Veröffentlichungen (Dienstag, Donnerstag) und Politik (Sonntag) betrachte, mit dem Mittwoch als Puffer für aktuelle Entwicklungen. Das war so nicht geplant, aber nachdem ich ein Mal die drei Serien auf jeweils einen festen Tag gesetzt habe, hat sich das ergeben und ich glaube, das Blog profitiert erheblich davon.

Portionieren

Diesen Tipp gibt praktisch jeder Ratgeber zu Produktivität, aber es lohnt sich, ihn zu wiederholen: Große Projekte in einem Schwung perfekt abschließen zu wollen bringt nichts ausser Frust.
Dieses Blog ist ein gutes Beispiel: Ewig habe ich an seinem Design gearbeitet, alles auf ein Mal fertigstellen und einsetzen wollen. Und damit blieb ich stecken.
Am Ende habe ich das neue Design in einer imperfekten Form aufgeschaltet, um endlich die grobe Struktur da zu haben und den Rest nach und nach ausbessern zu können. Und das funktioniert: Seit ich auf das neue Design der Seite gewechselt habe, habe ich fast jeden Tag eine Kleinigkeit verändert und es stetig verbessert. Der RSS-BUtton ist neu, der Punkt „…anderswo“ in der Seitenleiste ebenso, die Technik hinter den Tabs habe ich von z-index-Änderung auf display-method-Änderung umgestellt, die Beitragstitel interagieren jetzt mit dem Blogtitel, es gibt jetzt einen Druck- und ePub-Export — allerlei Kleinkram halt.
Der Versuch, all die kleinen Änderungen auf ein Mal umzusetzen hätte darin geändert, dass ich wochenlang nichts getan hätte mit dem Gefühl, für so etwas großes grade keine Zeit zu haben.
Sicher, das führt auch dazu, dass das Blog noch nicht komplett fertig ist, aber wisst ihr was? Zum einen gibt es gar keine „fertigen“ Webauftritte, zum anderen ist es fertiger als es wäre, hätte ich weiter versucht, alles auf ein Mal zu schaffen.

Bloggen

Apropos Blog: Bloggen ist eine perfekte Tätigkeit, um Prokrastination zu überwinden. Am Ende steht ein kompletter kurzer Text da. Man hat etwas geschafft! Da geht doch bestimmt noch mehr. Yay, Motivation!

Freizeit ist wichtig

Bei allem Reden über Produktivität habe ich doch eines festgestellt: Wochenenden sind wichtig. Egal, wie sehr ihr eure Arbeit liebt, irgendwann fängt es an zu schlauchen.
Nehmt euch eine Auszeit am Wochenende. Mit wöchentlicher Routine ist das kein Problem, denn was am Montag zu tun ist, regelt diese ja.

Fuck eMail

eMail. Wir alle nehmen eMail einfach zu verfickt ernst. Also ich zumindest.
Und eMail stört ständig. Da kommt dann mal eben die Mitteilung über ein paar neue Mails und zack, ist man raus aus dem, was man grade getan hat. Ich schaue jetzt nur noch ein Mal morgens und ein Mal abends in die Mails und habe unglaublich viel Zeit gewonnen. Und nicht nur das: Erstmals seit langem schaffe ich es sogar, dass die Zahl meiner ungelesenen und unbearbeiteten eMails sinkt. Im letzten Monat immer in kleinen Schritten, aber immerhin von 2434 auf aktuell 1595 (angesammelt auf meinem Gmail-Konto seit 2011).

Ausprobieren

Und zum Schluss eine ganze wichtige Sache: Probiert es selber aus. Jede Jeck is angesch, wie man im Rheinland sagt.
Manche Tipps werden für euch funktionieren, andere nicht. Im März habe ich im englischen Blog darüber berichtet, wie ein in Amerika extrem beliebter Tipp, Standpulte als Arbeitstische, für mich völlig nach hinten losgegangen ist. Viele andere Autoren haben damit hervorragende Erfahrungen gemacht.
Und das ist okay. Nur wer selber etwas ausprobiert, lernt sich selbst kennen. Und nur wer sich selbst kennt findet am Ende seinen Weg, das Beste aus sich herauszuholen.


Redesign fertig

oben Blogdesign seit 2012, unten neues Design

oben Blogdesign seit 2012, unten neues Design

Das hat ein wenig gedauert, aber hier ist sie nun, die größte Umgestaltung dieser Webseite seit Bezug der aktuellen Domain. Ich hatte schon lange kein komplettes WordPress-Theme mehr vom Reissbrett an aufgebaut (zuletzt für Sporle & Co. 2007) und musste das ein oder andere doch wieder neu erlernen.

Das neue Design ist ein aufgeräumtes, sauberes Bild, welches den Inhalten deutlich mehr Platz lässt als zuvor. Keine dicken beidseitigen Leisten mehr, jeweils vollgestopft mit Inhalt und den Text zwischen sich einzwängend. Überhaupt hat das viele Schwarz großen Weissräumen Platz gemacht. Schlicht schaut es aus, aber Dolly Parton hat es in diversen Iterationen immer wieder gesagt: „Es ist ziemlich teuer, so billig auszusehen.“
Oder in diesem Fall ziemlich schwierig so simpel auszusehen. Ich musste mir ja die Sache mit den Reitern in den Kopf setzen. Das Ergebnis jedenfalls ist ein ziemlich radikales neues Design. Normalerweise vermeide ich allzu krasse Wechsel, aber das vorherige Theme war halt wirklich sehr aus der zeit gefallen und brachte einiges an Einschränkungen mit sich. Als ein Mal die rechte Seitenleiste gefallen war, gab es kein Halten mehr und hier seht ihr nun das Ergebnis. Das sollte dafür aber auch ein paar Jahre vorhalten.

Oideoir

Das eingesetzte Theme habe ich komplett vom Reissbrett ab entworfen. Es nennt sich Oideoir (irisch: Lehrmeister). Wie es zu diesem Namen kam? Nun, ich habe ein zufälliges Wörterbuch aus meinem Regal gezogen (erwischt hat es das Foclóir Póca), darin eine zufällige Seite aufgeschlagen und das erstbeste einigermaßen geeignete Wort zum Namen des Themes erklärt. Schätzt euch glücklich, dass es nicht das Klingonisch-Wörterbuch war, sonst müsstet ihr jedes Mal, wenn ihr den Namen korrekt aussprechen wollt, den Bildschirm vollspucken. Auch wenn QaQ ein schöner Name für ein Theme gewesen wäre. Das bedeutet übrigens „gut sein“ – was hattet ihr denn gedacht, wonach es klingt?
Vieles von dem, was in normalen WordPress-Themes als PHP-Routine eingebaut ist, konnte ich durch diese Erstellung eines komplett eigenes Themes in HTML „hardcoden“, wodurch die Seite etwas schneller wird.

Kopfsache

Die Kopfzeile ist nun deutlich schlanker geworden, um den Inhalten mehr Platz zu bieten. Wo zuvor ein Logo war ist nun ein Textelement „Thomas Diehl ist…“, welches sich als Konzept in der Seite durchschlägt: Alle Seiten haben Titel, die diesen Text vervollständigen. Was noch nicht ganz funktioniert: Blogeinträge sollen statt dessen mit „…Blogger“ beginnen, allerdings nur in der Enzelansicht. In der Übersicht würde es m.E. doch etwas nerven, wenn jeder Eintrag so beginnt. Das funktioniert bisher nur oben im Browser, in der Überschrift funktioniert der (exakt identische) Code nicht. Naja, Kinderkrankheiten, ich komm da schon noch hinter.
Die Seitenlinks finden sich in dem neuen braunen Balken, gefüllt mit allerlei neuen Seiten, die teilweise noch im Laufe des Wochenendes gefüllt werden. Zugleich haben sich die Kategorienlinks in die Seitenleiste verzogen, zu der ich später komme.
Doch warum ist da jetzt ein brauner Balken? Balken, okay, für die Seiten, aber warum braun?
Die Antwort liegt im Verlauf der Neugestaltung begründet. Mein ursprüngliches Konzept sah im Dezember vor, dass die Navigation die Form eines Bücherregals im Seitenkopf annahm. Die braune Leiste war das Regal, darauf fanden sich beschriftete Bücher, die als Navigationselemente dienten. Daran habe ich eine ganze Weile herumgebastelt, bis ich schließlich zu dem Schluss kam, dass das Konzept zwar schön war, letztlich aber den Aufwand und vor allem den Platzverbrauch nicht rechtfertigte. Die Links wanderten in den ehemaligen Regalboden, die bis dahin in diesem befindliche Suchfunktion im Gegenzug nach ganz oben. Da mir das Braun in Kombination mit den grünen Farbelementen der Seite ästetisch sehr zusagte, behielt ich es kurzerhand bei.
Ich bin ein großer Fan von klar abgegrenztem Kopfbereich auf Blogs.

Barrierefreies Seitenstechen

Ganz im Ernst: Ich hatte eine Weile daran gedacht, die zweite Seitenleiste komplett verschwinden zu lassen. Ich meine, wie oft interessieren sich Leute schon für das Archiv eines Blogs? Und wenn, wann nutzen sie dafür jemals etwas anderes als die Suchfunktion oder die Kategorienliste?
Der ursprüngliche Plan war daher, das Archiv komplett zu streichen und das Meta-Feld zum Einloggen, welches nur für mich einen Nutzen hat, in der Fußzeile verschwinden zu lassen, die eh niemanden interessiert (letzteres geschah am Schluss ja auch). Die Suchfunktion und Netzwerklinks sind bereits in der ersten Ideenfindung in den Kopfbereich gewandert, die Kategorien waren schon vorher dort.
Was jetzt mit einigen Ergänzungen als Standard-Sidebar erscheint sollte in diesem ersten Entwurf die gesamte Funktion der Sidebar sein: Bewerbung der Bücher und des Newsletters.
Aber ab und an nutze ich selbst beim Besuch eines Blogs dann doch das Archiv und die Meta-Sektion brauche ich halt, um mich für administrative Vorgänge (also zum Beispiel das Schreiben von Beiträgen) einzuloggen. Da ich dennoch nur noch eine Sidebar wollte, experimentierte ich ein wenig mit einer neuen Technik, mit der ich im Webdesign noch nie gearbeitet hatte: Tabs. Und um Javascript weitgehend zu vermeiden, ist diese Funktion komplett mit HTML/CSS umgesetzt. Rauszufinden, wie das funktioniert, hat mir viel Spass gemacht, auch wenn es der Hauptgrund war, dass dieses Redesign dann doch ein paar Tage länger gedauert hat als ursprünglich geplant.
Jetzt gibt es also nur noch eine Sidebar, die zwei Tabs enthält – einen standardmäßig gewählten für die Vernetzung mit anderen Teilen des Webs (Buchlinks, soziale Medien, Blogroll und so weiter) und einen zweiten für die Navigation im Archiv mit Kategorien, und Archiv.
Eine Neuerung, die den meisten Nutzern gar nicht auffallen dürfte findet sich im Code der Seite: Die Seitenleiste steht nun am Ende des Codes der Seite. Das hat den Vorteil, dass Vorleseprogramme für barrierefreien Netzzugang jetzt nicht erst sämtliche Inhalte der Seitenleiste vorlesen müssen, sondern nach den paar Worten des Kopfbereichs direkt auf den eigentlichen Text stoßen. Ich würde nicht so weit gehen, diese Seite als barrierefrei zu bezeichnen, aber der Komfort für seh- und leseschwache Personen ist so doch erheblich gesteigert.
Der deutlichen optischen Abgrenzung vom eigentlichen Inhalt dient eine Linie in jenem Grünton, der auch im vorherigen Theme hier und dort aufgetaucht ist.

Die Buchseite

Die wichtigste einzelne Änderung war bei diesem Entwurf die Präsentation der Bücher.
Mein Nachdenken über ein neues Design wurde maßgeblich davon angestoßen, dass die Übersicht über meine Bücher zunehmend unübersichtlich wurde. Vor allem die wachsende Anzahl von Händlern, bei denen einige Titel verfügbar waren, zerschoss mir an einigen Stellen das Layout. Das sah dann so aus (man achte auf die untersten beiden Titel im Screenshot, die Liste soll alfabetisch sein):

Screenshot der Bücherliste mit fehlerhafter alfabetischer Liste

Anarchische Div-Hierarchien überall!


Das würde nur unübersichtlicher werden, je mehr Titel ich herausbringe und in nächster Zeit sollen dies eine Menge Titel werden – doch dazu mehr wenn es so weit ist. Ausserdem brauchen diese vielen Links auch ziemlich viel Platz. Das kann man mit wenigen Büchern machen, aber es stößt recht schnell an seine praktischen Grenzen.

Also gibt es jetzt nur noch die Cover zu sehen. Beim Klick auf eines der Cover öffnet sich ein Overlay (eine Art Pop-Up, das kein neues Fenster öffnet, sondern in der Seite bleibt) mit den Informationen und Links zum Buch. Und da dies den individuellen Büchern mehr Platz lässt, kann ich jetzt zu jedem Buch mehr Informationen auf dieser Seite präsentieren als zuvor, ohne um die Übersichtlichkeit der Seite zu fürchten.
Die Links zu den Online-Händlern, bei denen meine Bücher erhältlich sind, finden sich jetzt in diesem Overlay rechts von der Buchbeschreibung in Form von Icons der Händler. Einige der Icons musste ich nachbessern, um eine Version in identischer Größe zu den anderen zu haben, die nicht nur aus dem schwer zuzuordnenden Logo besteht (buecher.de und ebook.de) und von Hugendubel musste ich gleich ein komplett neues erstellen, aber ich finde, das Ergebnis hat sich gelohnt. Sieht alles sehr klar und sauber aus.
Die Amazon-Links haben eine kleine Neuerung verpasst bekommen: Es gibt nur noch einen Amazon-Link, der Besucher beim Klick automatisch zu dem Amazon schickt, welches für ihr Land liefert. So muss ich nicht die halbe Liste der Händler für verschiedene Amazon-Ableger reservieren. Möglich ist das dank der Seite Booklinker, die im Gegenzug die Werbeeinnahmen (5-10% des Preises) aus jenen Ablegern erhält, bei denen ich selbst keine Werbepartnerschaft habe.
Diese Änderungen waren hier auf der Seite schon einige Zeit aktiv, bevor der Rest der Überarbeitung ans Netz ging. Dies auch um die Technik hinter den Änderungen im laufenden System testen zu können.

In Anpassung an das neue Konzept des Webauftritts heisst die Seite für die Bücher nunmehr „käuflich“, was auch den Vorteil hat, in Zukunft andere Dinge neben Büchern aufnehmen zu können. Man weiss nie, was die Zukunft bringt. Zu einem Buch kann es schnell ein Hörspiel geben – oder gar einen Film? Wer weiss, in meinem Leben sind schon verrücktere Dinge geschehen.

Weitere Seiten

Zum Blog sind einige Seiten hinzugekommen, die meisten davon mit Fokus auf meine Veröffentlichungen. Die jetzt mit Inhalten zu füllen ist dann mein Wochenendsprojekt.

  • soziomedial enthält einen Stream von aktuellen Beiträgen von mir aus diversen sozialen Netzwerken
  • verortbar bietet eine Weltkarte, auf der meine Veröffentlichungen nach Handlungsort auffindbar sind
  • vielseitig ist eine Art Portfolio meiner Internetprojekte über die Jahre
  • zeitgemäß ist eine weitere Veröffentlichungsübersicht, eine Übersicht über die chronologischen Zusammenhänge zwischen einzelnen Werken in einer gemeinsamen Erzählwelt

Die Fußleiste

Nicht länger nutzlos, finden sich in der Fußzeile nun Impressum und die nur für mich als Seitenbetreiber wichtige Möglichkeit zum Einloggen.
Das Impressum war offen gestanden ganz einfach etwas lästig in das neue Seitenkonzept einzufügen und so nahm ich es aus diesem Zusammenhang heraus. Im Gegenzug taucht es jetzt auf jeder Einzelseite auf, was möglicherweise rechtlich sogar besser ist als die Auslagerung auf eine eigene Seite.
Oh, als kleine gestalterische Spielerei schließt die Fußzeile auch den Titel des Blogs mit einer letzten Ergänzung ab.
Die Fußzeile behält das Grün des vorherigen Themes bei

Kleckerkram

Es gibt noch ein paar kleinere Neuerungen. Alle Artikel erlauben jetzt das Versenden des Textes auf das Kindle, wobei das aufgrund der technischen Einschränkungen des Mobi-Formats natürlich nicht die Möglichkeit bietet, eingebettete Videos und interaktive Inhalte zu nutzen. Aber der reine Text und die Bilder sind da. Einfach, weil sich das so für das Blog von jemandem, der eBooks schreibt gehört.
Die Farbe der Links ist auf schwarz gewechselt, das von früher aus dem Blog bekannte Grün zeigen sie erst, wenn man mit der Maus auf den Link geht. Damit ist die Farbcodierung der Links jetzt im Text und bei Überschriften identisch.
Ein großes Problem ist noch zu lösen: Lightbox mag plötzlich nicht mehr. Ich weiss nicht, ob das Problem beim Theme oder beim aktualisierten WordPress liegt, aber es ist sehr lästig, da die Buchlinks so nicht korrekt funktionieren. Da WordPress von sich aus plötzlich bei Thumbnails keine Links mehr setzt vermute ich allerdings, dass das WordPress-Update schuld ist. Und das ist der Grund, aus dem cih Software-Updates hasse, man weiss nie, welche Inkompatibilitäten mit seit Jahren genutzten Programmen und Funktionen man sich einhandelt. Ich werde das Plugin bis zum Wochenende durch ein eigenes ersetzen. Es ist eh umso besser, je weniger auf die Entwickler externer Plugins angewiesen bin.


Intern: Die neue Bücherseite

Ich bin bereits seit einiger Zeit dabei, diese Seite tiefgreifend zu verändern. Vieles davon ist jetzt noch nicht zu sehen, aber die Bücherübersicht kann als so eine Art Vorschau gelten, da ich dort die größte Neuerung – die Nutzung von Tabs – als erstes implementiert habe. Diese Gelegenheit habe ich genutzt, um auch sonst ein wenig an der Bücherliste zu schrauben.

Was die Tabs bringen ist vor allem, dass ich jetzt keine separaten Seiten mehr benötige, um die unterschiedlichen Listen (für deutsch- und englischsprachige Titel) getrennt und damit übersichtlich zu halten. Das ist für mich schonmal nett, da es die Verbindung der Listen klarer und auch sichtbarer macht. Ich kann besser präsentieren und ihr könnt besser finden. Win-win!

Nun hatte ich noch Platz für einen weiteren Tab und diesen habe ich auch genutzt, um eine dritte Liste anzulegen. Ich wollte schon länger eine Seite anlegen, auf der ich Bücher anderer Autoren empfehlen kann. Konkret betrifft das zwei Gruppen von Büchern.

Das eine ist der Bereich „Freunde und Kollegen“. Hier finden sich Bücher von Autoren, die ich entweder persönlich kenne oder die mir in den sozialen Netzwerken positiv aufgefallen sind. Ja, technisch gesehen empfehle ich damit mehr die Autoren als ihre Bücher, aber ich denke, das ist etwas, was man auch mal erwähnen sollte. Damit diese Liste nicht all zu unübersichtlich wird, gibt es dort einen Titel pro Autor, dieser versteht sich aber als Empfehlung für das Gesamtwerk.
Diese Liste wird in Zukunft weiter wachsen, ein paar fehlen auch jetzt noch, teils weil ich mich nicht entscheiden konnte, welchen ihrer Titel ich vorstellen wollte. Ich meine, habt ihr die schiere Anzahl an Titeln gesehen, die Cora Buhlert draussen hat? Und es gibt einige Selbstverleger, die gezielt viele Werke rausbringen, um sich am Markt zu etablieren.

Die andere Gruppe sind die seltenen Bücher, die in und um Mönchengladbach spielen oder von dort kommen. Die kleine Portion Lokalpatriotismus, die auch mal sein muss. Okay, auch weil es mir auf die Nerven geht, dass alle mit Mönchengladbach nur die Fußballmannschaft verbinden, obwohl die Stadt auch einige große Autoren vorzuweisen hat (Rebecca Gablé, Walter Moers, Charlotte Roche… es gab 2014 eine Woche, in der die ersten drei Plätze der Spiegel-Bestsellerliste von diesen Gladbachern besetzt waren). Auch diese Liste werde ich beständig erweitern.

Eine Neuerung gibt es noch, diese allerdings eine technische: Da das alte Layout mit der Anzahl der Verkaufslinks einiger Bücher überfordert war, habe ich das anders organisiert. Jetzt gibt es in der Liste nur noch die Cover und die Links erscheinen, wenn man darauf klickt. Und da mir diese Methode zusätzlichen Platz beschafft, habe ich das auch noch genutzt, um jetzt für alle Bücher auch Beschreibungen und weitere Informationen bieten zu können.
Seht das als Teaser. Das ist die Art von Veränderung, die ich mit dem kommenden neuen Design auf der Seite einbringen will.