StuPa 2007

Die Wahlen zum Studierendenparlament der Heinrich-Heine-Universität sind vorüber und die Ergebnisse stehen fest:

Unsere Liste campus:grün Düsseldorf hat bei dieser ersten Wahl, an der sie in der heutigen Zusammensetzung teilnahm, einen Sitz erhalten.

Größte Fraktion ist die LHG (FDP-nah) mit 5 Sitzen, gefolgt von JuSos (SPD) mit 4, Fachschaftenliste (unabhängig, unpolitisch) mit 3, MSB Spartakus (Marxisten) mit 2 sowie RCDS (CDU-nah) und Piraten (unabhängig, ehemalige Spaßpartei) mit jeweils einem (ebenso, wie bereits gesagt, die campus:grünen).


देवनागरी

Cool, danke Bloggger.
Ich hab grade zufällig entdeckt, dass Blogspot jetzt eine Konversionssoftware für Devanagari anbietet, leider ist es aber etwas kompliziert, die Symbole richtig zu setzen, was wohl an den starken Unterschieden der Alphabete liegt.
Es handelt sich dabei um die Schrift, die in Hindi und Sanskrit (unter anderem) benutzt wird. Da ich grade Sanskrit lerne, kann ich das gut gebrauchen.


United 300

So, heute abend gibt es endlich die Ergebnisse aus der Düsseldorfer SP-Wahl. Bis dahin vertröste ich euch noch mit einem genialen Video, dem Gewinner der diesjährigen MTV Movie Awards in der Kategorie „Best Spoof“:


Buch: Vorwort

Das folgende ist mein gestern geschriebenes Vorwort zu einem ansonsten noch ungeschriebenen Buch ohne Titel. Vermutlich etwas seltsam, aber ich find’s interessant.

Setzen wir uns für einen Moment hin und betrachten uns diese seltsame Lebensform, die – vermutlich berechtigt – dem Glauben anhängt, auf diesem Planeten dominant zu sein.
Nicht unbedingt in diesem Vorwort zu einem hoffentlich nicht zu dick und trocken geratenen Buch, welches ohnehin kaum jemand lesen wird, sondern draussen. Gehen Sie raus, setzen Sie sich irgendwo hin, wo es betriebsam ist und schauen Sie den Menschen eine Weile zu. So 15 Minuten oder so.
Keine Angst, es lohnt sich. Wir sehen uns später wieder.

Na, wie oft haben Sie in diesen 15 Minuten (zuzüglich eventuellem Hin- und Rückweg) gegrinst? Gut, machen wir uns nichts vor, Sie waren nicht draussen.
Es sei denn, ich habe Sie in diesen ersten drei Absätzen bereits so gelangweilt, dass Sie das Buch weggelegt und ein paar Tage liegen gelassen habe. Oder Sie hören tatsächlich auf mich – dann sind Sie vermutlich ein Wellensittich oder so etwas.

Worauf ich hinaus wollte, was auch geklappt hätte, wären Sie denn hinaus gegangen, ist die tiefe Komik des Menschen.
Eine durchaus positive, weil erheiternde Komik ohne faden Beigeschmack. Eine Komik ohne flachen Slapstick und mit wenig Schadenfreude, vielmehr je nach Fall eine erheiternde Naivität, eine tiefe Ironie der Spaltung von Sein und Wollen. Und doch, da ist eine Art mentaler Slapstick; basierend auf einer uralten Tradition mit Begriffen wie Bildung, Anstand, Disziplin und eben Tradition selbst kann man ihn am besten mit einem Sketch vergleichen (den es meines Wissens nicht gibt, der aber gedreht werden sollte), bei dem ein Mensch im Treibsand steckt, umgeben von rettenden Ästen, auf denen er aber überall Monster sitzen sieht, die nicht da sind.
Gut, etwas makaber, das geb ich zu.
Noch passender vielleicht wäre es, wenn die Äste alle von ihm fremden Bäumen stammen und er vor diesen fast noch mehr Angst hat als vor dem Treibsand – sie könnten ja giftig sein, zuschlagen, brechen oder sonst etwas.

So sehe ich den Menschen: Er steckt in seinem Treibsandloch, die rettenden Äste stets in Greifweite ist es für ihn aber unmöglich, zumindest undenkbar, diese zu greifen.
Als Gewohnheitsstier, als das er oft beschrieben wird fällt es ihm schwer, Neues angstfrei anzugehen. Der Treibsand, das sind all die Gefahren, denen der Mensch sich derzeit gegenüber sieht. Die Äste, das sind die neuen Denkweisen, die dort hinaus führen oder das Problem zumindest mindern können.

Ergreifen wir sie nicht, können wir uns zwar mit immer mal wieder am eigenen Zopf aus dem Loch heben und noch etwas länger strampeln, raus kommen wir aber nur, wenn wir die Äste greifen.
Doch irgendwie scheint es, haben wir unser Loch lieb gewonnen.
Offen gesagt würde ich gerne mal einen Häftling in sein altes Gefängnis begleiten und fragen, ob er für dieses irgendwelche sentimentalen Gefühle entwickelt hat, ob er es vermisst hat, ob er es als Teil seiner Geschichte und seines Selbst betrachtet.
Menschen sind so unglaublich faszinierend und oftmals bizzarer als so mancher als „ausserirdisch“ geltender Tiefseefisch. Tatsächlich glaube ich, die meisten Ausserirdischen werden nicht so seltsam sein wie wir – ausser natürlich in unseren ebenfalls seltsamen Augen.

Es mag sein, dass das alles recht negativ klingt – in Treibsand zu versickern ist ja nun nichts angenehmes – aber das ist auch nur eine Metapher und wenn man zudem der festen, unverrückbaren Überzeugung ist, dass der Mensch irgendwann aus dem Loch rauskommt, kann man auch über sein absurdes Verhalten durchaus lachen.
Immerhin, haben wir als Kinder über wesentlich bösartigere Dinge gelacht, wenn Serien wie Tom & Jerry oder Bugs Bunny liefen.

Was ich hier tun möchte, ist einfach: Ich will mir anschauen, wo die rettenden Äste für uns alle hängen, wie sie beschaffen sind, ob sie giftig sind und warum wir Angst haben, sie anzufassen.
Wie Sie vielleicht ahnen, sind meine Gedanken teils etwas bizzzar. Sonst würde ich das, was Sie, liebe Leser, als normal betrachten nicht als dermaßen bizzzar ansehen. Sie werden noch sehen, was ich meine.

Meine Bitte ist die: Trauen Sie sich etwas Bizzarität zu. Sehen Sie die Welt mal anders, nur ab und zu, ein paar Minuten.
Macht sie Sinn (Nein, ich werde jetzt nicht über etliche Möchtegernsprachwächter herziehen, obwohl ich das könnte)? Könnte sie besser funktionieren? Menschlicher? Wieviel Fehler ist menschlich? Können, wollen und sollen wir all das ändern, was zu ändern scheint? Gibt es so etwas wie einen Segen des Seltsamen? Was ist eigentlich „menschlich“?
Wollen wir unser kuscheliges Loch überhaupt verlassen?


Isaak

Eine Idee, die ich derzeit umzusetzen gedenke ist ein Kurzfilm bzw. Sketch (<10 min) auf der Basis der Geschichte von Abrahams Fast-Opferung Isaaks, wahrscheinlich auf deutsch, evtl. auch einmal in deutsch, einmal in englisch (das hängt von den Englischkenntnissen der Darstelller ab). Ein kleines Drehbuch bastel ich grade, es werden noch Darsteller gebraucht für: Abraham (älter, wenn möglich mit Vollbart) Isaak (14-17 jähriger Junge, normaler Körperbau) Des weiteren ein geeigneter Ort (eine alte Kiesgrube oder sowas, sandiger Boden, hügelig, abgelegen, am besten in NRW, Pflanzenbewuchs ist evtl. in Ordnung), wobei ich eine stillgelegte Kiesgrube in der Nachbarschaft (in Mönchengladbach) bereits im Auge habe. Fotos folgen. Für die Maske werd ich mit der Freundin meines Bruders sprechen, die ist Kosmetikerin, die sich für Maskenbildnerei interessiert. Eine Handkamera ist vorhanden, wobei es natürlich super wäre, eine Kamera mit Stativ greifbar zu haben. Zu klären ist noch, wie der Ton aufgenommen wird. Das sollte sich aber klären lassen. Das Video soll nach der Nachbearbeitung im Internet (Youtube…) und Tauschbörsen wie BitTorrent verbreitet werden. Um eine Aufführung auf Kurzfilmfestivals werde ich mich kümmern, erwarte da jedoch nicht zu viel – es ist im Grunde genommen ein Sketch. Allerdings, wenn es erfolgreich wird könnten weitere folgen, die dann auf einer DVD versammelt werden. Im Falle von Gewinnen werden diese an alle Beteiligten gleich verteilt. Der fertige Film wird frei lizenziert nach dem Vorbild der GNU Public License.


Primitiv

Primeval Banner

"Primeval" bedeutet ungefähr soviel wie "primitiv", allerdings im ursprünglichen Sine von „ursprünglich“, „prehistorisch“.
Trotzdem beschreibt „primitiv“ die unfreiwillig komische Serie ganz gut.
Hier meine Highlights aus den sechs Folgen der ersten Staffel (in Englisch gesehen – hah!):

01: Rippen
Professor Cutter beugt sich im Perm über eine skelettierte Leiche, um festzustellen, ob es seine vermisste Frau ist. Um das Geschlecht der Leiche festzustellen zählt er allen Ernstes die Rippen.
Noch schlimmer: Er kommt tatsächlich zu dem Ergebnis, dass es sich um ein männliches Skelett handelt – der Tote hatte also eine Rippe weniger als ein normaler Mensch – den in der jüdisch-christlichen Mxythologie (und nur dort!) haben Männer eine Rippe weniger als Frauen, weil aus dieser Rippe Eva geformt wurde.

02: Brennt’s hier?
Wir wissen aus einer früheren Szene, dass die sauerstoffreiche Atmosfere des Karbon dazu führt, dass Feuer extrem veerstärkt wird. Etwas später kommt die Expedition in den selben sauerstoffgefluteten Raum – mit einer Fackel.
Der Raum explodiert nicht und die Fackel brennt ganz normal.
Ein dreifaches Hurra auf Fenomene, die nur passieren, wenn das Drehbuch es für nötig erachtet.

03: „I’m decent“
Professor Cuttter findet in der Kreidezeit seine Frau wieder, nackt in einem Teich schwimmend. Als nächstes sehen wir, wie sie sich angezogen hat und ihm sagt, er könne sich nun umdrehen, sie sei „decent“.
Hmm, waren die beiden nicht verheiratet?
Oh, das ist übrigens auch die Folge, in der der übliche Quatsch erzehlt wird, dass es eine Panik auslösen könnte, würde die Existenz der Zeitportale öffentlich bekannt werden. So langsam frage ich mich, ob es auch eine Panik auslösen würde, wenn ich blauen Vaillepudding erfände.

04: Medizinischer Ausflug
Ausserirdische/Aussertemporäre Parasiten haben eine für die Diagnose äusserst praktische Eigenschaft: Ihre Opfer bekommen leuchtende Augen, wenn sie aktiv werden.
Hier ein kurzer Schlüssel:
Komplettes gelbes leuchten der Augen: Graskke (Doctor Who)
Weisses Aufleuchten des Augenrandes: Goa’Uld (StarGate)
Blaues Leuchten der Iris: Dodo-Parasit (primeval)
Echt praktisch.

05: Guter Geruchssinn
Ja, Flugsauriern, die einen BLutstropfen durch mehrere Fensterscheiben und Türen hindurch im Moment des Entstehens riechen können würde ich allerdings einen guten Geruchssin attestieren.

06: Physik 2.0
In dieser Folge lernen wir, dass Echolot schneller ist als Sehen. Das würde bedeuten, dass Schall schneller ist als Licht – und zwar mehr als doppelt so schnell.
Das wiederum erklärt so einiges: Die Naturgesetze gelten in der Serie überhaupt nicht!

Ich würde ja gerne noch etwas über das wirklich hanebüchene Ende sagen, aber das wäre ein Spoiler.
Nur soviel: Wenn ich im Perm etwas verändere und das dazu führt, daas genau eine und nur eine einzige Person nie existiert hat, dann ist das eine beeindruckende Prezision.


am and will

I’m passionate.
I’m desperate.
I’m jealous.
I’m here.
I’m lost.
I’m found.

I’m afraid
I’m alive.

I’ll enjoy again.
I’ll live.
I’ll go on.

I’m done.


ὀρθόγραφή

Okay, ich schreibe etwas anders. Nur zur Übersicht, falls sich jemand stören sollte: Um meine Texte zu lesen gelten folgende Änderungen gegenüber der Standard-Rechtschreibung:

ss & ß
ß wird zu ss nach Diphtongen (ai, ei, eu, au, oi), sonst wie im Duden

ä und e
Wo immer ein Wort in allen Erscheinungsformen ein ä und an seiner Stelle nie ein a enthält, wird ä zu e. das betrifft vor allem Wörter aus dem Latein und Griechischen: mäandern -> meandern, Paläontologe -> Paleontologe.

th, rh, ph
Werden in deutschen oder ins Deutsche komplett integrierten Wörtern grundsätzlich zu t, r, f: Trohn, Retorik, Feromon

Thron
Wird zu Trohn.

stumme Buchstaben
Was nicht gesprochen wird, wird (in deutschen oder integrierten Wörtern) auch nicht geschrieben: grade, Spontanität

Auslautverhärtung
Wo bei einem auf b oder d endenden Wort der letzte Laut nie als b oder d ausgesprochen wird, wird er zu p bzw. t: ap (statt ab)


ab urbe condita

So, ab jetzt rechne ich Daten in meinem Blog im Format ab urbe condita statt anno domini, einfach als Symbol gegen die Selbstverständlichkeit, mit der wir unsere Kultur als unverrückbar und oftmals unveränderbar betrachten.

Letztlich ist es ja egal, welchen Mythos wir als Grundlage unserer Zeitrechnung nehmen, ob nun die angebliche Geburt des monotheistischen Messias oder die Gründung Roms.


Lost, not found

How come
you lose the hardest
treasures you’ve not even found?

Think thy diamonds!
Think thy gold!
Imagine
no reality

To obscure
what’s dear to you
Invisible
and in your view

How come
you lose the hardest
treasures you’ve not ever found?

It come,
I tell you,
for the things most
worth and dear
are those
whose loss described
best only as a truthcome fear.