Sie überraschen mich, Dr. Nachglos

Blablabla etc. pp. von GuttenbergWenn eine Partei einen völlig unbekannten Menschen auf eine Stelle setzt, riskiert man offensichtlich den Aufstieg von jemandem, der in diesem neuen Posten komplett inkompetent ist.
Weniger bekannt ist das gegenteilige Risiko. Das erlebt offenbar grade die Union: Dr. Wilhelm Nachglos scheint für seinen neuen Job als Wirtschaftsminister tatsächlich etwas zu taugen, was seiner Partei aber gar nicht passen dürfte. Denn was lese ich da in der Westdeutschen Zeitung von gestern: Vor der Verlängerung der Abwrackprämie sollte man „ein paar Grundsatzfragen klären“. Man lese und staune:

Darunter die Kosten für den Steuerzahler. Auch müsse geklärt werden, ob die Autobranche nicht auf Dauer von der Abwrackprämie abhängig werde und bei ihrem Wegfall später umso stärker leide.

Credit where credit is due. Aber, Dr. Nachglos, passen Sie auf, dass Ihnen Ihr offenbar vorhandener gesunder Menschenverstand nicht zum Verhängnis wird. Sowas zu haben kann in der Union gefährlich sein.


Ach, die Irina

Äh, Moment mal, wer? In diesem Sinne: Bitte schickt mir weiter mit Babelfisch aus dem Russischen übersetzte Spam-Mails, die sind einfach zu herrlich. Hier die Mail von Irina, die es liebt, in der Gymnastik geliehen zu sein.

Hallo.Wir lernten Sie auf dem Grundstück, das bekannt ist, kennen, und zu mir waren so angenehm mit Ihnen, um kennenzulernen. Aber ich wollte Sie mehr studieren.Und ich habe mich erinnert, dass Sie mir die elektronische Adresse gaben, und ich habe entschieden, Ihnen zu schreiben.Ich erinnere mich genaue Ihre Adresse nicht, aber ich hoffe mich dass es Sie sehr. Und ich werde Ihnen niedriger über mich schreiben, dass Sie sich an mich erinnern konnten.Einige Wörter über mich. Meine reale Bezeichnung – Irina, nennen die Freunde mich Ira. Ich lebe – das einzigartige Mädchen aus Russland, jetzt ich in der Regelung – Sowjetisch.Mein Alter 27. Ich war ein erregter August, 27., 1982, mein Merkmal auf dem Tierkreis – die Jungfrau, meine Größe – 176 cm, das Gewicht – 56 Kilogramm. Ich habe die hellblonden Haare und die braunen Augen. Sie können die Fotografie in der Anlage auch sehen. Die Freunde sagen, dass ich – der attraktive, optimistische, gute und empfindliche Mensch. Ich liebe das Theater, das Museum, ich liebe, in der Gymnastik geliehen zu sein, und ich besuche die Wettkämpfe, den Saal, aber die Arbeit entlehnt viel meiner Zeit.

Bitte antworten Sie nur auf meine E-Mail: (eMail-Adresse)

Ich bin auch mich leicht sehr offen, um zu lernen, so fragen Sie bitte mich etwas. Dass Sie über mich noch interessiert.Bitte sagen Sie mir mehr uber Sie, und senden Sie mir Ihr Bild.Ich warte Ihre Mitteilung,
Irina.

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Da dadadada

Okay, ich will auf jeder Seite in diesem Blog mindestens einmal Musik haben. Um das einzuhalten, schalte ich jetzt einfach mal das Serienthema zwischen, dass mir seit gestern nicht mehr aus dem Kopf geht.

Bleibt nur eine Frage: Knight Rider läuft wieder, Bionic Woman lief kurz mal und auch Kampfstern Galactica ist wieder da. Wo bleibt Airwolf?


Effektives Ausrotten leichtgemacht

Niedlich, oder? Aber leider auch überaus problematisch: Das Grauhörnchen ist eine amerikanische Baumhörnchenart und quasi das dortige Gegenstück zum Eichhörnchen. Nur wurde das Grauhörnchen vor einigen jahren in England eingeschleppt und entwickelt sich dort zunehmend zum Problem für Artenschützer – es verdrängt das bekannte rote Eichhörnchen zunehmend aus den Wäldern, weswegen Naturschützer dafür plädieren, den Neuling in Großbritannien auszurotten.
Das ist eine alte Diskussion, auf die ich mich andernzeits vielleicht mal einlassen werde.

In den 90ern gab es ähnlich große Probleme mit einer Caulerpa (eine Algengattung) im Mittelmeer. Damals hatte ich den Vorschlag, aus den Algen Papier zu machen – denn was rottet Spezies effektiver aus als die kommerzielle Nutzung?
Tatsächlich sterben kommerziell für Fleisch und Industrieprodukte ausgebeutete Tierarten recht oft aus, wenn sie nicht vorher domestiziert werden. Hingegen sind fast alle gezielten Versuche, eine Art lokal auszurotten gescheitert (die Ausnahme sind die großen Raubgreifer Europas und Australiens).

Das ist auch den Briten nicht entgangen und ihre Lösung für das Problem sieht entsprechend aus.

Ein paar Errata noch zum verlinkten Tagesschau-Beitrag: Die heissen Grauhörnchen, nicht „graue Eichhörnchen“ und Vögel fressen sie auch genausowenig wie unsere heimischen Eichhörnchen.


Das Problem mit den Solarparks

…ist offenbar der Flächenverbrauch. Das Problem hierbei liegt aber tiefer.

nehmen wir das Wort „Solarpark“ mal auseinander.
„Solar“, das lateinische Adjektiv zu „Sonne“, meint hier die Photovoltaik – also Strom aus Licht. Hier liegt das problem mit dem Flächenverbrauch nicht, denn Solarzellen können fast beliebig klein sein.
Nein, das problem liegt im „Park“, hier synonym zu „Kraftwerk“. Der Kraftwerksgedanke ist einer, der sich in den Köpfen der Verantwortlichen festgesetzt hat. Fossile, feststoffliche Energieträger wie Kohle und Öl, aber auch vorher schon Holz, erforderten zur effizienten Stromerzeugung große Kraftwerke, die zentral Strom erzeugten und in ein Netz an angeschlossene Haushalte weitergaben. Dieses System führte dazu, dass Wohnhäuser komplett ohne eigene Energieerzeugung auskamen und sich um dieses Thema baulich nicht mehr kümmern mussten.

Aber auch erneuerbare Energie wurden genutzt – und wenn wir uns ansehen wie, sollte das Problem mit der Parkdenke klar werden: In Wind- und Wassermühlen.
Der architektonisch bedeutendste Faktor beim Bau dieser Gebäude ist die Integration der Energiequelle in den Bau.
Eine der zentralen Eigenschaften von erneuerbaren Energien ist es eben, nicht zentral erzeugt werden zu müssen. Trotzdem baut man ständig sowas:

Solarpark Waldpolenz
Solarpark Waldpolenz bei Leipzig

Okay, zugegeben, der Umschwung auf die Solarkraft geht schneller, wenn man einfach die alten Kraftwerksstrukturen weiternutzt.
Aber damit werden wir viele Probleme eben nicht lösen. Solar- und Windkraft verbrauchen gewaltige Flächen und sehen auch scheisse aus (Stichwort „Verspargelung“). Beides könnte umgangen werden, wenn die Energie direkt beim Verbraucher erzeugt wird – mit einer Solaranlage auf dem Dach und vielleicht einem Mini-Windrad im Garten oder über dem Dach. Und für Ausfallzeiten nutzt man eine Brennstoffzelle (die gibt es auch schon im Heimformat). Oder man baut gleich ein Nullenergiehaus.

Dem stehen momentan folgende Hindernisse entgegen (kein Anspruch auf Vollständigkeit):

Energieanbieter
Der offensichtlichste Opponent. Die Energieanbieter haben natürlich ein finanzielles Interesse daran, dass möglichst alle Haushalte am Stromnetz hängen und ihren Strom kaufen. Ein System ohne gemeinsames Stromnetz würde nicht nur das Ende der großen Energieanbieter bedeuten, es würde den Strom auch weitgehend aus dem kapitalistischen Wirtschaftssystem auskoppeln – möglicher Ausgangspunkt einer tiefgreifenden veränderung, die ganze Volkswirtschaften umgestalten kann.

Phänomen „Ihr“
Das kennen wir alle: Jeder will, dass sich etwas ändert, aber niemand packt es selber an. Das führt dazu, dass sich Politik und Wirtschaft einschalten – die aber gar nicht in der Lage oder willens sind, die Stromnetze zu dezentralisieren.

Nostalgie
Ein Problem, zu dem auch wir Grüne uns schuldig bekennen müssen. Oft ist man gefangen zwischen dem Denkmalschutz für veraltete, energetisch katastrophale Gebäude und dem Umweltschutz in Form von Energiesparen. Und viel zu oft gewinnen die Gebäude, die ohne echte begründung einfach mal zum „kulturellen Erbe“ gerechnet werden – meist einfach nur, weil sie schon so lange da stehen, wo sie stehen.
Und so können eben keine Gebäude dort gebaut werden, die daraufhin entworfen wurden, ihren Energieverbrauch wenigstens halbwegs selbst zu decken.

Mangelnde Aufklärung
Da können wir aktiv was tun: Die Leute aufklären und ihnen zeigen, dass man mit einem durchdachten Energiekonzept bereits heute weitgehend unabhängig von den Energieerzeugern leben kann, indem man Energie spart und so weit wie möglich selbst erzeugt.

Zeit
Jaja, die alte Konstante.
Millionen Menschen dazu zu bewegen, energetisch unabhängig zu werden dauert natürlich wesentlich länger, als mal eben ein paar tausend Quadratmeter mit Solarzellen zuzupflastern.

Erneuerbar = Grün
Ein seltsames, aber allgegenwärtiges Missverständnis.
Noch längst nicht jede erneuerbare Energie ist automatisch auch umweltfreundlich. Biodiesel braucht Anbaufläche, Stauseen überfluten ganze Täler, Windkraft hat den Begriff „Verspargelung“ geprägt und wie oben schon einmal verlinkt, auch die Solarkraft greift in Kraftwerksform massig Raum.

Das alles geht auch anders – nämlich, wenn man die jeweiligen Energiequellen lokal und sparsam nutzt und Einsatzformen jenseits der aktuellen, immer noch kraftwerksbasierten Energieerzeugung denkt.
Also: Solar – Toll; Kraftwerk – Doof


Ich spiel Lienenkämper

Okay, ich fand das Interview in der WAZ jetzt nicht so dolle. Und bevor wieder wer meckert, dass ich mecker, beantworte ich die Fragen an den neuen NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper einfach so, als wäre ich statt ihm im Interview gewesen:

Herr Verkehrsminister, regen Sie sich über versteckte Radarfallen auf gut ausgebauten Stadtstraßen auf?
Nur, wenn ich grade geblitzt werde

Haben Sie heute schon im Stau gestanden?
Nein, meine Bahn steht relativ selten im Stau.

Autofahrer im Ruhrgebiet stehen permanent im Stau. Was tun Sie dagegen?
Wichtig ist es, die Leute zu motivieren, das Auto einfach mal stehen zu lassen. Dazu muss man ihnen natürlich andere Möglichkeiten bieten, etwa im ÖPNV oder durch verbesserte Infrastruktur für Rad und Fußgänger. Dazu kommt natürlich das übliche: Baustellen schneller erledigen, Engpässe beseitigen und moderne Kommunikationstechnik zur Lenkung einsetzen. Das aber kann nur einen kosmetischen Effekt haben – die Lösung des Problems besteht darin, das Auto weitgehend überflüssig zu machen.

Das angeblich modernste Verkehrsleitsystem der Welt, der Ruhrpilot, ist ein Flop.
Airport Express, Düsseldorfer Straßenbahnen und jetzt der Ruhrpilot – vielleicht sollten wir einfach aufhören, Aufträge an Siemens zu vergeben.

Studien prognostizieren eine deutliche Zunahme des Lkw-Verkehrs, also noch mehr Staus.
Stimmt. Wir brauchen Konzepte, um die Waren entweder auf die Schiene zu bringen oder den Warentransport auf weniger LKW zu konzentrieren.

Pendler im Ruhrgebiet hoffen auf den Rhein-Ruhr-Express, die schnelle Regionalbahnverbindung zwischen Dortmund und Düsseldorf. Können Sie garantieren, dass der RRX auch kommt?
Ich kann garantieren, darauf hinzuarbeiten. Die letzte Entscheidung liegt bei der Bahn.

2015, 2018, 2020 oder wann?
Am liebsten morgen. Es liegt bei der Bahn, wann der Start der Linie möglich ist.

Die EU plant auf der Schiene Gütern den Vorrang vor dem Personenverkehr zu geben. Für das Ruhrgebiet wäre das eine Katastrophe. Was unternehmen Sie dagegen?
Auch wenn es „dem Ruhrgebiet“ nicht gefällt, das ist der richtige Weg zur Entlastung der Autobahnen. Mittelfristig muss man auf allen Strecken, auf denen dies möglich ist, zusehen, dass Güter- und Personenverkehr auf getrennten Gleistrassen laufen, um sich nicht gegenseitig im Weg zu stehen. Vor allem ist es wichtig, reinen Durchgangsverkehr um die Städte heurmzuleiten, um die städtische Infrastruktur nicht unnötig zu belasten.

Sie sind auch Bauminister. Nach Gutachten könnten ganze Dörfer und Stadtteile demnächst bald leer gezogen sein, wenn die Politik nicht handelt.
Das ist Sache der Kommunen. Wenn die Leute in den betreffenden Dörfern und Stadtteilen nicht mehr wohnen wollen sehe ich aber keinen Grund, sie zu erhalten.
So oder so nimmt die deutsche Bevölkerung ab. Dadurch sinkt auch der Bedarf an Wohnraum und dadurch wiederum schrumpfen die Städte – was soll daran schlimm sein? Man muss nur Mtehoden findne, damit umzugehen.


Petitionnerstag V

Viel los diese Woche im petitionsausschuss des Bundestages. Für interessant und fördernswert erachte ich diese Woche:

Einheitliche Laptop-Netzteile

Der Deutsche Bundestag möge beschließen dass es einheitliche Netzteile für Laptops und Notebooks gibt.

Bei Mobiltelefonen wird das grade durchgesetzt, aber bei Notebooks nervt es wesentlich mehr. Ich bin mal gespannt, ob Apple – die ja aus Prinzip nichts bauen, was mit vergleichbaren Geräten kompatibel wäre – da mitziehen würde.

Deutsche Zutatenlisten

Der Deutsche Bundestag möge beschließen , dass Hersteller von Produkten verpflichtet werden, die Inhaltsstoffe in deutscher Sprache anzugeben.

Das ist in der Tat eine gute Idee, steht doch die deutsche Zutatenliste nicht immer drauf. Und die litauische versteh auch ich nicht. Von Albernheiten wie „Aqua“ in einer ansonsten englischen Inhaltsstoffeliste bei Kosmetika fange ich gar nicht erst an.

Kennzeichnung vegetarischer und veganer Lebensmittel

Der Deutsche Bundestag möge beschließen … das Lebensmittel für Vegetarier und Veganer als vegetarisch und vegan gekennzeichnet werden.

Vegetarische Lebensmittel sind oft sogar gekennzeichnet, allerdings mit je nach Hersteller verschiedenen Marken. Kellog’s hat ein hübsches grünes V, Maggi einen grünen Kreis mit ein paar Blättern drauf usw. Vegane Lebensmittel allerdings hab ich noch nie speziell gekennzeichnet gesehen, was ich aber sehr begrüßen würde.
Interessanterweise hatte ich dieselbe Idee letzte Woche auch: Es braucht ein Zeichen für „vegetarisch“ und eins für „vegan“ – auch wenn ein Gesetz dazu mE nicht nötg ist. Aber die Bundesregieurng könnte ein einheitliches Zeichen mit klaren Richtlinien beschließen – ähnlich wie bei der „Bio“-Marke.

Ausschalterpflicht

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass alle haushaltsnahen elektrischen Geräte, einen leicht zugänglichen Ein/Ausschalter haben müssen.

Sehr gut, mich nervt es auch, wenn einige neue Fernseher oder Kompaktanlagen gar keinen Schalter mehr haben, mit denen man sie ausmachen kann. Viele Geräte haben nur noch Standby, zum Ausschalten muss man schon den Stecker ziehen.


Antispam

Okay, Lektion gelernt: Benutzt Antispam!

Mir hat es hier grade die Datenbank weggehauen vor lauter Spamnachrichten auf zweien meiner Blogs. Zusammen gut über 22.000 Kommentarspams waren zuviel, der zugewiesene Speicherplatz weg, woraufhin die Datenbank blockiert hat.

Wer also seit gestern abend einen Kommentar geschrieben hat, der nicht freigeschaltet wurde: Der ist im Nirvana der abgestürzten Datenbank verschwunden. Unrettbar, die datenbank hat ihn gar nicht angenommen, trotz anderslautender Behauptung seitens dieser.
Jetzt geht’s aber wieder.


Von Treppen und Pfosten

Wer momentan ins AStA-Gebäude an der düsseldorfer Uni will (etwa um den freundlichen, kompetenten und überhaupt tollen aktuellen AStA-Vorstand zu besuchen *hüstel*), der muss entweder durch die Math-Nat-Fakultät (ca. 150 Meter Umweg) oder komplett um die Bibliothek rum (ca. 500 Meter).
Der Grund dafür ist eine riesige Baustelle, die mal eben die komplette Treppe zwischen Bibliothek und Math-Nat einnimmt. Der AStA ist dadurch so schwer erreichbar, dass wir eine Zeit lang fürchteten, komplett eingebaustellt zu werden.

Jedenfalls wird sich an dieser Situation so schnell nichts ändern: Gegenüber dem AStA hieß es, man wolle die Treppe blindengerecht machen. Explizit blinden-, nicht behindertengerecht. Dadurch dauerten die Bauarbeiten noch eine Weile an.
Nun habe ich eine Frage: Was bitte ist eine blindengerechte Treppe? Eine Treppe ist mit einem Blindenstock recht leicht zu ertasten, wie genau macht man sie also blindengerecht?

Die Antwort liefert mir schon seit Jahren die Agentur für Arbeit in Mönchengladbach. Zwischen McDoof und ehemaliger Hauptpost findet sich dort nämlich folgendes:

Nein, das ist kein Witz. Irgendein Vollpfosten hat auf einem architektonischen Artgenossen die Worte „Fußweg für Blinde“ lackiert. Nein, der Weg macht kein Geräusch, keinen Geruch und die Markierung ist nicht zu ertasten. Und es gibt (ausser einem zweiten Schriftzug auf dem Gebäude selber) keine weiteren Hinweise auf den Weg.
Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen ist es auch noch ein Fußweg für Blinde – damit kein Blinder auf die Idee kommt, mit dem Auto reinzufahren, vermute ich?


Bullshit-Analyse: Kondome und AIDS

Hier ein schöner Bullshit, an dem man mal ablesen kann, wie Bullshit-Behauptungen eigentlich entstehen:

Kondome haben je nach Untersuchung einen Pearl-Index von 3-12. Kondome sind effektiv kein absoluter Schutz vor „unerwünschten“ Schwangerschaften. Die Gründe dafür sind vielfältig. Dazu kommt aber: der Größenunterschied vom HIV-Erreger und einem Spermium liegt bei 1:480! Das bedeutet anders gesagt, dass ein HIV-Erreger nur etwa 0,2% der Größe eines Spermiums hat.
Wenn Kondome schon nicht zu 100% eine Schwangerschaft verhindern können, dann erst recht nicht die Übertragung des HIV-Erregers.

Na, gemerkt?

Die lieben Leute der katholischen Nachrichtenagentur kath.net behaupten hier implizit, der Verhütungswert von Kondomen sie deshalb so „schlecht“, weil die Spermien durchs Latex dringen würden.
Wichtig für diese Argumentation ist, dass der erklärende Satz nicht konkreter wird als das hier geschriebene „die Gründe dafür sind vielfältig“.
Hier liegt der Knackpunkt: Eine etwaige Durchlässigkeit des Kondoms zählt nicht zu diesen „vielfältigen“ Gründen, im Gegensatz zu falscher Anwendung oder gar Mehrfachgebrauch eines Kondoms.

Dass HIV-Erreger (ebensowenig wie Spermatozoen) nicht durch Latex dringen können ist ganz einfach nachzuweisen: Dann müssten Kondome nämlich auch wasserdurchlässig sein, denn Wassermoleküle sind noch virel, viel, viel kleiner als HI-Viren. Und aufpusten könnte man sie auch nicht, denn Luftsauerstoff ist nochmal etwas kleiner.
es ist also für die Behauptungen der katholischen Kirche über Kondome zentral, dass man eine entscheidene Information auslässt. Das muss nicht einmal gewollt passieren, Leute, die so einen Schwachfug schreiben haben die Informationen wahrscheinlich selber nur unvollständig vorliegen. Dadurch sind sie von der Wahrheit ihrer eigenen Behauptung überzeugt und somit bessere Vertreter ihrer Position, so uninformiert diese auch sein mag.

Und daraus wiederum folgt dann hirnverbrannter Quark wie das hier:

Würde der Papst hergehen und den Gebrauch von Kondomen erlauben, so würde er sich mitschuldig machen, wenn jemand seinem Rat folgt und sich dann infiziert

Beide Zitate: kath.net