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Winnenden

Ich weiss, von mir als bloggendem Zocker wird erwartet, hier etwas zu dem Massenmord in Winnenden zu sagen. Ich habe mich entschieden, nur zu erklären, warum ich das nicht tun werde.

Ich weiss nicht genug. Niemand weiss genug darüber, um sich irgendwie zu äussern – ausser vielleicht noch die Polizei.
Die Presse ist dazu verpflichtet, irgendwas zu schreiben – ich aber muss nicht über eine bislang rätselhafte Tat spekulieren, über die ich nichts sicher weiss ausser dem Namen des Täters und der Zahl der Opfer.


Petitionnerstag III

USB-Ladebuchsen an Handys

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Industrie verpflichtet wird, ab 2012 für alle neuen Handys Micro-USB als Standard für die Stromversorgung anzubieten.

Eigentlich bastelt das EU-Parlament grade an einem solchen Entwurf und eine reihe von Herstellern haben vor kurzem auch zugesagt, das einzuführen – aber sicher ist sicher.

Zugang zur medizinischen Grundversorgung

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass die Gesundheitsreform, die am 1.1.2009 in Kraft getreten ist, so korrigiert wird, dass für Kassenpatienten die medizinisch notwendige Versorgung mit Heil- und Hilfsmitteln durch Haus- und Fachärzte erreichbar wird und bleibt. Bei Nichtverordnung von Heil- und Hilfsmitteln aus Budgetgründen muss eine wirksame Beschwerde eingereicht werden können.

Dass es solche Regelungen bisher nur in den sozialistischen Ländern in hinreichender Fomr gab, sollte uns zu denken geben…

Ja, nicht viel los diese Woche. das liegt aber wohl auch daran, dass am Dienstag die Server des Petitionsausschusses wegen Wartungsarbeiten aus waren.


Dummschwätzstein

Namen verunglimpfen ist ja nicht die feine Art, aber Beckstein hat es sich einfach mal wieder verdient. Er missbraucht (mal wieder) einen Massenmord (die Presse nennt das gerne „Amoklauf“) dazu, seine Agenda runterzuleiern und anstatt sich mit dem Problem zu beschäftigen, Schnellschüsse abzuliefern:

Fernab dessen müsse zudem geklärt werden, ob Tim K. Killer- und Gewaltspiele auf dem Computer gespielt habe: „Nicht jeder Nutzer macht einen Amoklauf, aber ein hoher Anteil unter den Amokläufern hat Killerspiele genutzt“, so Beckstein zu SPIEGEL ONLINE: „Da sollten wir nachbohren.“

Und falsch ist es auch noch: „Amokläufer“ sind nämlich überdurchschnittlich oft eben keine intensiven Video- oder Computerspieler. In Deutschland waren gar 100% der „Amokläufer“ keine Zocker (nein, Robert Steinhäuser war kein Counterstrike-Spieler), vorbehaltlich eventueller Ergebnisse bei Tim K.

Apropos Schnellschüsse: Die Forderung, Waffen zu verbieten, ist natürlich ein solcher. Mit einer solchen Klarstellung sind die Lobbyisten ja schnell.
Oder um es mit Volker Kauder, Parteigenosse Becksteins zu sagen, bevor man „eilig über die Verschärfung der Waffengesetze diskutiert, muss erstmal geklärt werden, was passiert ist und wie der Amokschütze an die Waffen kommen konnte“.

Meiner Meinung nach würde es ja so oder so helfen, wenn sich im Haus gar keine Waffe hätte befinden dürfen.
Das ist übrigens insofern interessant, das noch am Vortag nach einem ähnlichen Vorfall in den USA die Kritik an den „Waffennarren da“ allgegenwärtig war.


Untergang des christlichen Abendlandes

Yes! Das Tanz- und Musikverbot an christlichen Feiertagen (auch in Deutschland in vielen Ländern wie NRW formell gültig), mit dem die Christen meinen, allen anderen das Feiern verbieten zu könen, ist in Luzern gefallen:

Der zentralschweizerische Kanton Luzern hat nach mehr als 500 Jahren das Tanzverbot an Feiertagen abgeschafft.
LUZERN – Mit einer hauchdünnen Mehrheit von 51 zu 50 Stimmen kippte die Ratsversammlung des mehrheitlich katholischen Kantons am Montag das Verbot, wie die Schweizer Nachrichtenagentur SDA meldete. Die Grünen-Abgeordnete Katharina Meile, die den Vorschlag eingebracht hatte, erinnerte an die Trennung von Kirche und Staat. Es sei paradox, dass es Diskotheken zwar erlaubt sei, Musik an Feiertagen zu spielen, es aber verboten sei, dazu zu tanzen. Dagegen argumentierten Vertreter konservativer Parteien, dass es unbegreiflich sei, dass nicht an sechs Tagen im Jahr die Ruhe respektieren werden könne.

Volltext hier, Mehr zum Tanzverbot bei den Laizisten.


Shadaik über Watchmen

So, gestern nachmittag Watchmen angeschaut. Und da ich den Film hier im Blog ja ein wenig mitvorschussbelorbeert habe, hier meine Meinung dazu:

Watchmen ist… ein Film. Kein aussergewöhnlich toller Film, kein schlechter Film, einfach nur ein Film. Er ist in Ordnung, man kann ihn ansehen und die fast 3 Stunden gehen gut rum.
Die Spezialeffekte sind gut, Nite Owls Fluggerät ein Traum für jeden Steampunk-Fan. Die Moral des Endes ist fragwürdig, aber das ist wohl Absicht. Der Rest ist irgendwie einfach nichts besonderes.


Touristen konfudieren am Gladbach

Schild zum Gladbach
Zum vergrößern draufkllicken (Achtung, ziemlich groß)

Lang ist’s her, da floss noch ein kleiner Fluss durch Gladbach, nach dem diese Stadt denn auch benannt wurde – der Gladbach halt.
Vom Gladbach existieren nunmehr nur noch Fragmente, was noch existiert läuft größtenteils unterirdisch.

Um an den ehemaligen Flusslauf zu erinnern, wurden in der Stadt 15 klassische Flussschilder (blau mit ner Welle unter dem Namen des Flusses) aufgestellt, was vor allem Ausstädter verwirren dürfte. Schließlich gibt es den Fluss ja nicht mehr.
Die Aktion aber ist eine schöne und zur heutigen Übergabe der Schilder an die Bürger habe ich immerhin einiges lernen können – Erinnerungen von Anwohnern, übrige Spuren des Baches und in einem Vortrag des Bezirksvorstehers auch eine Geschichte des Gladbaches vor allem ab dem 19. Jahrhundert, als er Mühlen und Textilindustrie speiste, die gemeinsam mit dem Bach ihren Niedergang begannen.
Bleibt zu hoffen, dass das nur ein erster Schritt ist zu einem bewussteren Umgang mit den hiesigen landschaftlichen Gegebenheiten und vielleicht sogar einer Wiederherstellung einiger alter Merkmale der Stadt. Das leerstehende Gelände des abgebrannten Zentralbades steht demnächst in der Planung – es wäre schön, wenn man da etwas mit dem Gladbach machen könnte, der hier drunter durchfloss. Vielleicht einen kleinen Park mit zentralem simulierten Flusslauf oder ein Gladbach-Museum?

Immehrin kamen zu der unspektakulären Schilderöffnung schonmal 50 Bürger und standen mitten auf dem ehemaligen größten Weiher des Gladbachs, der um die Jahrhundertwende zugeschüttet wurde, Teil einer Maßnahmenreihe um den zu diesem Zeitpunkt abwasserverseuchten und stinkenden Gladbach komplett zu verbuddeln (Aus der Nase, aus dem Sinn).

P.S.: Zwei der Bilder sind zweimal geschossen, weil ich aufgrund des schlechten Lichtes (und mangels Stativ) Verwackler befürchtet habe. Die hielten sich dann aber doch in Grenzen, nur die Gruppenbilder sind etwas unscharf.
P.P.S.: Ein wneig Kommerz muss auch sein, es gibt nämlich ein Buch zum Fluss:


Knorkator – Buchstabe

Liebe Leser, das genialste Musikvideo aller Zeiten. Wieso bloß finde ich das jetzt erst?

Gibt’s übrigens auch bei Knorkator - Der Buchstabe - EP - Der Buchstabe


Petitionnerstag II

Fußpflegerprüfung ohne Ausbildungszwang

Der Deutsche Bundestag möge beschließen dass für langjährig tätige Fußpfleger eine Externenprüfung/Ergänzungsprüfung weiterhin möglich ist.

Ich meine, jede Prüfung sollte auch Quereinsteigern offenstehen. Wer die Prüfung besteht, ist offenbar für den Beruf geeignet (oder die Prüfung ist Mist).

Vebrot der Atommülllagerung in Salzstöcken

Der Bundestag möge beschließen das AtG dahingehend zu ändern, dass:

1. Die Endlagerung von atomaren Abfällen in Salzstöcken und Bergwerksanlagen nicht zulässig ist und bereits bestehende End- und Versuchslager rückgebaut werden müssen.

2. Die Betreiber verpflichtet werden stillgelegte AKW zum Zwecke der Endlagerung zur Verfügung zu stellen.

3. Die Betreiber verpflichtet werden allein die Kosten für Endlagerung und Rückbau der bereits bestehenden End- und Zwischenlager zu tragen.

Ich habe nichts zu ergänzen.

Zufällige Sitzordnung in Parlamenten

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass in allen öffentlichen Versammlungen zum Zwecke staatlicher Beschlussfassung und Debatte ein Zwang zur zufälligen, regelmäßig variierenden Sitzverteilung einzuführen ist.

In der Tat dürften die festen Sitzplätze für alle Abgeordneten/Mitglieder eines Parlaments oder Rats auch taktisch bedingt sein – einmal zum Zusammenhalt fester Fraktionen, andererseits aber auch um die Rollen einzelner Fraktionen in parlametarischen Diskussionen zu beeinflussen. Manchmal bin ich darüber froh – etwa wenn die beiden NPDler im mönchengladbacher Stadtrat hinter allen anderen Ratsmitgliedern an zwei eigenen Tischen sitzen, wo die Presse und Öffentlichkeit sie angemessen ignorieren kann – manchmal eben nicht – etwa wenn das selbe mit der Linkspartei geschieht. Auch wenn es immer Leute gibt, neben denen man ungerne sitzt – der Ansatz ist mE gut.

Verbot von CO-Einlageurng

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass eine Einlagerung von CO2 aus Kohlekraftwerken (CCS-Technik, Carbon Capture and Storage) grundsätzlich untersagt wird.

Abgesehen von der im Original danebengegangenen Zeichensetzung ist das ein durchdachter Antrag, der neben der aktuellen Lage auch langfristige Entwicklungen und Probleme bedenkt. Politisch vorbildlich gedacht!


Dran denken: Watchmen

Ab heute im Kino. Ich hab ihn noch nicht gesehen, aber allein der Trailer und die dazugehörige Musik der Smashing Pumpkins sind so perfekt inszeniert, dass ich viel von dem Film erwarte.


Von wo ich nicht blogge

…und warum.
Ja, ich muss diesen Monat zwei Ereignisse auslassen, von denen ich gerne bloggen würde.

Zunächst einmal dürfen die Jungs vom Spiegel aufatmen: Keine Besserwissereien von der CeBIT dieses Jahr. Ist einfach teuer hinzufahren, von der Übernachtung ganz zu schweigen. Und so wirklich lohnen tut es sich abgesehen von der Serious Games Conference auch nicht.
ich bezweifle alleridngs, dass das für die CeBIT besonders schlimm ist. Die Blätter schreiben zwar von Krise, aber die müssen ja schließlich was zum rascheln haben. Geschrumpft ist die CeBIT auch die letzten paar Jahre schon leicht.

Das andere ist die Landesdelegiertenkonferenz der NRW-Grünen in Hagen. Der Grund dort ist allerdings ein peinlich einfacher: Internet gibt’s da nur kabellos.
Und mein Laptop, der grade seinen 10. Geburtstag gefeiert hat ist dank seines für heutige Verhältnisse lächerlichen Energieverbrauchs zwar ökologisch (und somit grüner als Jürgen Trittin im Froschkostüm), aber WLAN hat der nicht. Ich brauchn Kabel zum Bloggen.
Der erste, der im Kommentar was von WLAN-Kabeln schreibt gewinnt von mir übrigens eine neuwertige Backpfeife, unbenutzt.