Der erste Ausknet-Monat

Ciao
Ich habe den zu erwartenden Verdienst vorsichtig mit 2 Euro angesetzt, ergeben haben sich 0,48 €
Alleridngs waren die 2 Euro gar nicht so falsch angesetzt, ich habe nur weniger bei Ciao geschrieben, als ich eigentlich wollte. Ich steigere meine Erwartungshaltung also trotzdem auf 3 Euro.

GameDuell
Ich habe tatsächlich meinen alten Account ausgraben können. In dem bin ich bereits seit 2006 als Vollspieler registriert. Gewinn dadurch diesen Monat: 24,40 €
Erwartet hatte ich 10 – bei dieser Erwartung bleibe ich erstmal, sie entspricht etwa miener Gewinnstatistik.

Toluna
Der Start bei Toluna lief gut, es jetzt gut 20.000 Punkte (ca. 5 €) zusammengekommen. Allerdings sind die Umfragen weniger geworden, seit ich mein Profil ausgefüllt habe – ich gehe in Zukunft von ca. 10.000 Punkten pro Monat aus. Die ursprünglich angenommenen 7,50 im Monat waren zu hoch angesetzt.
Dafür gibt es jetzt auch die Option, sich 100.000 Punkte (25 Euro) aufs Konto überweisen zu lassen, wenn man sie hat. Wir reden bei Toluna also nicht mehr von Cash-Äquivalent, sondern von Cash.
Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.

Talkteria
Neu dabei ist Talkteria, ein Forum, in dem man fürs Schreiben von beiträgen Geld in Fomr von konvertierbaren Talkpoints erhält. Nichts, was man ständig macht, aber hin und wieder ist es ganz praktisch, sich gegen geld Fragen beantworten zu lassen oder selbst welche zu beantworten.
Da die Moderatoren leider (meines Erachtens zu streng) auf eine gewisse Beitragslänge achten, entstehen zwar keine Unterhaltungen, zur Information und Meinungsabgabe ist es aber ganz nett.
Der Juli hat mir 5,14 Points = etwa 1,70 &euro gebracht, gar nicht mal schlecht fr den eher gerngen Aufwand und gleichzeitigen Nutzen. Ich schäze mal, es bleibt bei vollen Monaten im Rahmen von etwa 2 €.

Textbroker
Ebenfalls neu dabei ist Textbroker, udn was soll ich sagen – das fluppt.
In einer Woche 29,81 € sind nicht schlecht, auch wenn hier deutlich mehr Zeit investiert werden muss als bei den anderen Möglichkeiten.
Textbroker ist eine Plattform, auf der Textaufträge vermittelt werden. Die Bezahlung ist nach branchenüblichen Maßstäben lächerlich, für Interneteinkünfte aber erheblich.
Ich rechne mittelfristig mit regelmäßig 100+ € im Monat und überlege, die Plattform mit weiteren solcher Textbörsen kombiniert zu nutzen, damit auch ständig genug Aufträge zur Auswahl stehen.

Paid4s
Als Paid4s fasse ich mal alle die Dienste zusammen, die Kleinstbeträge für einzelne Tätigkeiten gaben: Paid4Mail, Paid4Start, sowas halt. Die bringen definitiv nur Kleinkram zusammen, kosten dafür aber auch praktisch keine Zeit. Interessanterweise motivieren sie dazu, seine eMails regelmäßiger im Auge zu behalten – das ist eher ein positiver Effekt auf die Arbeitsweise.
Nun, was hätten wir an Einkünften dort?:
Klamm.de (Paid4Start, 1 Woche): 0,05 €
Clubmail (Paid4Mail, 4 Wochen): 0,85 €
EarnStar (Paid4Mail, 2 Wochen): 0,68 € (plus 5 € einmaliger Startbonus)
Points24 (Paid4Mail, ganzer Monat): 0,73 €

Von Trigami und VG Wort kam erwartungsgemäß kein Geld rein. Das selbe gilt auch für die Teilnahme an Gewinnspielen, wobei die meisten sowieso frühestens diesen Monat enden. Etwas überraschend habe ich allerdings einen 10-Euro-Toys’R’Us-Gutschein gewonnen, der die Tage ankommt – ich zähl den Mal für den August mit.

Zusammenfassung
Erwartetes Ergebnis für Juli: 10,61 € (1,1% der Zielvorgabe)
Erzieltes Ergebnis im Juli: 63,70 € (6,3% d.Z.)
Erwartetes Ergebnis im August: ca. 130 € (13% d.Z.)
Wenn ich meine Erwartungen weiter so übertreffe, werd ich mich allerdings definitiv nicht beschweren ;-)


So, jetzt wird iPhone gewonnen

Hier mal eine kleine egozentrische Einlage im Blog. Weil alles andere hier ja nur so vor Altruismus trieft…

Der Anlass für diesen beitrag ist ein ganz trivialer: Das Apple-Newsblog Appsilon und der Online-Shop iPhone ohne Vertrag haben ein iPhone abzugeben und dafür soll man schreiben, wieso ausgerechnet man selbst es gewinnen sollte.
Und auch wenn ich im grunde chancenlos bin, weil der Artikel „kurz und interessant“ werden soll (beides nicht grade meine Musterdisziplinen), nehm ich die Gelegenheit wahr, mal wieder ein wenig Content zu produzieren, damit dieses Blog nicht ganz einschläft.

Es ist eine wunderbare Ironie, dass der grund, aus dem ich ein iPhone gut gebrauchen kann auch der grund ist, aus dem ich Steve Jobs immer, wenn ich ihn treffe (nun gut, das kommt so häufig zu seinem Glück nicht vor, bisher noch nie) mit bösen Blicken bewerfe. Richtig bösen.
Ich war zu der Zeit, als sich das iPhone 4 anzukündigen begann damit beschäftigt, das Programmieren fürs iPhone zu erlernen, weil ich eine Idee für eine App hatte, die es so noch nicht gab (und auch immer noch nicht gibt) und für die ein portables Gerät ideal war. Und unter den mobilen Geräten war das iPhone das offenste und verbreitetste. Zu der App-Idee möchte ich jetzt nicht viel sagen, am Ende gibt es die plötzlich doch…

Nunja, jedenfalls kam dann die Ankündigung, dass in Zukunft alle Apps auf originalen Apple-Computern zu erstellen seien. Nun habe ich, dessen altersschwacher iMac 3G (zudem mit verschwundener Maus) solcherlei nicht mehr stemmen konnte, meine Gehversuche natürlich auf dem Windows-PC gemacht.
Die Pflicht nur noch auf Apple-Geräten für Apple-Geräte entwickeln zu dürfen, bedeutete das vorläufige Ende meiner Idee.

Nun folgen daraus genau zwei Gründe, warum ich ein iPhone gewinnen sollte:

1. Steve Jobs kann wieder sorglos Räume betreten, in denen ich anwesend bin.
2. Der hardwareintensivste Teil der App-Entwicklung, der test des >programms, kann auf die Original-Hardware, auf der die App laufen soll, ausgelagert werden. So reicht mein alter iMac vielleicht doch wieder, wenn er nur schreiben und kompilieren, aber nicht ausführen muss.

Und als Bonus verstehe ich vielleicht endlich den Hype um das iPhone. ich meine, es ist ein ganz hübsches Smartphone, aber es ist nicht der Messiah. Oder?

Hinweis: Hier sollte eigentlich ein Bild von einem Jesus-iPhone stehen. das gibt es im Internet aber offenbar nicht. Was mich tiefgreifend verwirrt: Es gibt Bilder, die es im Internet nicht gibt?
Statt dessen dieser wirklich obskure Gag über den Flash-Support im iPhone/iPad:


Das Web auskneten: Ein Experiment

Ich habe ein kleines Experiment vor. Kleinen Moment noch, das muss jetzt sein:

So.
Es geht darum: Wieviel Geld kann ein Mensch, der nicht Robert Basic heisst, monatlich aus dem Internet holen und ist es genug, um davon zu leben? Einen besonderen Schwerpunkt lege ich dabei auf Bezahldienste, die einen dafür bezahlen, sich für einen bestimmten Zeitraum Anzeigen und Links anzuschauen. Weiterlesen »


Gute Küche

Essen ist ein großes Thema im Fernsehen. Bei einer aktuellen Recherche bin ich auf die Masse an Kritik am nun schon ein paar Jahre anhaltenden Boom von Kochsendungen gestoßen. Und in direkter Verbindung damit auf die Kritik daran, dass die Deutschen unglaublich schlecht essen würden.
Weiterlesen »


Ratsvorspiel im Juni

Ich will ja zu jedem Ratszug hier veröffentlichen, was ich zur jeweils letzten Sitzung zu sagen habe oder für berichtenswert halte. Das klappt bisher nicht immer, aber ich hoffe, mich zu verbessern. Vielleicht komm ich ja irgendwann mal wieder auf die Rate, regelmäßig jeden Freitag einen Bericht zu schreiben (meine Regularia leiden in letzter Zeit eh), wie zu seligen AStA-Zeiten.
Nun, zwei Sitzungen gab es in den letzten Tagen, bei denen ich bei war.

Sportausschuss
Da bin ich eigentlich gar nicht, bin aber kurzfristig für eines unserer Mitglieder eingesprungen (letztes Mal bin ich dort für unser anderes Mitglied eingesprungen, so langsam werd ich da Festausstattung).
Die wichtigste Entscheidung war jene, ob es Sportvereinen in Zukunft ermöglicht werden soll, in der Prioritätenliste für Reparaturen an städtischen Sportanlagen vorzurücken, wenn sie mindestens 25% der Kosten selbst stellen. Dies war bereits zweimal durch die Verwaltung so gemacht worden und die Ampel will nun eine klare Regelung für solche Vorgänge.
Letzten Endes haben wir der Regelung zugestimmt, wenn die letztendliche Entscheidung beim Rat liegt und Eigenleistungen grundsätzlich angerechnet werden. Dabei konnte ich dafür sorgen, dass Eigenleistungen nicht nur in Einzelfällen anrechenbar sind, um den vereinen eine größere Planungssicherheit zu geben. Dies ist vor allem für die kleinen Vereine wichtig, die bei dem Antrag etwas schlechter dastehen als die größeren, weil sie das Geld nicht so leicht aufbringen können (allerdings haben sie ja auch meist billigere Anlagen mit weniger Sanierungskosten).
Nicht gefallen hat mir die Aussage, ein Antrag zu den Sportanlagen der Stadt meine „automatisch“ nur Mitgliedsvereine des Stadtsportbundes, als die CDU diese Einschränkung forderte. Zwar gab sich die CDU mit dieser Aussage zufrieden und ließ ihre Forderung nicht in den Antragstext einfließen, mir gefällt abe rnicht, dass eine Mitgliedschaft im Stadtsportbund in MG offenbar als selbstverständliche Voraussetzung dafür gilt, in Politik und Verwaltung ernstgenommen zu werden.

Die MarketingGesellschaft MG (MGMG) stellte ihr Konzept zur FIFA-Fußballweltmeisterschaft der Frauen 2011 vor, zu deren Spielorten auch MG gehört. Insgesamt wenig kreative Ideen, dafür aber penetrant häufige Präsentation des Logos für MG als Spielort.
Die CDU hatte noch einen Antrag zur „Stärkung der Eigenverantwortung des Stadtsportbundes Mönchengladbach“, den sie auch pressewirksam präsentierte. Mir persönlich kommt die Überschrift zynisch vor, geht es doch darum zu untersuchen, wie man dem Stadtsportbund mehr Kosten auflasten kann. Zudem hielt ich den Antrag, auch wenn er auf den ersten Blick so aussah nicht für einen Prüfauftrag, da er so ausgelegt werden kann, dass die Verwaltung ermächtigt wird, zum Zweck der Kostenreduzierung direkt Verträge auszuhandeln.

Den Rest finde ich jetzt nicht so interessant: Es gab einen Bericht über die Bäder, das Tennenspielfeld Schlachthofstraße wird saniert, ebenso der Hallenboden in Mülfort.

Umweltausschuss
Und damit kommen wir zu meinem „Heimspiel“ im Umweltausschuss. das ist übrigens die erste Fußballmetapher, die ich seit Beginn der Fußball-WM der Herren über meine Finger oder Lippen habe kommen lassen – irgendwann musste es ja passieren.

Nunja, hier gab es quasi nur Berichte, aber mit denen konnte man durchaus arbeiten.
Interessant fand ich persönlich den Bericht über die Luftqualität. Hier ging es vor allem um die Friedrich-Ebert-Straße, für die die Stadt nun ein Konzept gegen Feinstaub entwickeln muss. Die Stadt macht es sich leicht und hofft auf eine Entlastung durch die ohnehin beabsichtigten Umbauten in der Straßenführung in Rheydt.
Das Land indes verpflichtet die Stadt zwar zur Lösung des Feinstaubproblems, stellt aber keine Messstation auf, die den Erfolg der Maßnahmen messen könnte – leicht schizophren und ganz sicher nicht zielführend.
Und das nächste Problem bahnt sich ja bereits an: Der Braunkohletagebau Garzweiler II rückt direkt an Wanlo heran und bringt Staub mit sich. Die Verwaltung sagte auf meine Nachfrage immerhin zu, die Feinstaubentwicklung durch den Tagebau im Auge zu behalten. Das Problem für die Wanloer wird allerdings wohl mehr der ordinäre Staub als der Feinstaub sein.

Der Kanadagänse wird sich die Jägerschaft im normalen Jagdbetrieb annehmen, Rettungsdienst und Katastrophenschutz berichteten. Es gab eine Übersicht zum Bodenzustand in nicht besiedelten Gebieten, der bis auf natürliche Arsenvorkommen um die Niers nördlich Giesenkirchen und Blei im Hardter Wald (das sich wegen zu saurem Bodens dort ansammelt) gut aussieht.

Insgesamt
Zwei wenig aufregende Sitzungen mit vielen Berichten. Die sich nähernde Sommerpause und die Zeit, die die Haushaltsbesprechungen in Anspruch nehmen, machen sich bemerkbar.
Im Hintergrund wird derzeit viel gearbeitet, soviel kann ich verraten. An der Oberfläche aber ist es noch ruhig.


Die Minderheitenoption

Alle Welt redet von der fehlenden Mehrheit einer Zweierkonstellation mit den Grünen. Dabei ist diese ein Scheinproblem und Deutschland könnte seine erste funktionierende Minderheitenregierung kriegen. Denn unteer dem aktuellen Parteienspektrum wäre eine rot-grüne Minderheit stabiler Politikgestalter.
Die Zweier-Optionen, ihre Vor- und Nachteile im Überblick

Weiterlesen »


Le supplément musical et lá

Oh, es ist wieder Zeit für eine Musikeinlage. Das Thema Weltraumwestern wird etwas dünn und die übrigen Beispiele sind auch ziemlich mies, da geh ich doch zu etwas angenehmerem über: Astérix!

Ich hatte ganz vergessen, wie viel Musik die guten alten Astérix-Trickfilme hatten. Um mich auch mal selbst zu erinnern fangen wir mal an mit dem Titelsong Astérix est la. Den gibt es zwar auch in deutsch, aber ich mag die französische Version irgendwie lieber. Wie meistens ist auch hier der originale Text einfach besser:

Eine der wenigen angenehmen Ausnahmen ist der Arsen-Pudding aus Astérix und Kleopatra. Bitte sehr:

Auch schön aus dem selben Film: Kleopatras Bad. da hab ich leider nur die niederländische und schwedische Version gefunden. ich denke, die niederländische ist für meine Leser hier verständlicher:

Etwas schade ist (trotz meiner Vorbehalte gegen Übersetzungen von Musicals), dass man inzwischen auch in der deutschen version englische Songs verwendet. Der Beweis? Astérix in Amerika. Trotzdem ein schöner, wenn auch etwas kitschiger, Song.

Und wir beenden die diesmalige Musikeinlage mit einem weiteren englischen Song, einem Cover des Original-Titelsongs durch Cook da Book für den urkomischen Astérix bei den Briten.
Dieser Film hat diese Musikeinlage denn auch inspiriert: Verteidigungsminister Dr. Nachglos zu Guttenberg beschwerte sich jüngst darüber, dass diese infamen Taliban an Ostern angreifen (wie können die es wagen!). das erinnerte mich an Cäsars Kriegsstrategie, mit der er die Briten unterwirft: Angriffe erst nach Feierabend und am Wochenende mit doppelter Stärke!
Nein, das sind keine Gentlemen, diese Römer, sind sie nicht..?


So sinnlos nicht: Trip zur BGA Wassenberg

Würden Medientheoretiker sich mal nach Gladbach ausrichten, könnten sie derzeit eine Geschichte voller interessanter Prozesse sehen. Es geht um die Biogasanlage bei Wanlo: Wie die NVV da immer nur stückchenweise mit den Daten rausrückt und dadurch die Angst an der Anlage immer weiter schürt, ist ein Spekakel. Andererseits aber auch, wie Informationen aus dritter Hand zu Nachrichten werden.

Konzentrieren wir uns jetzt einmal auf die Dienstreise des Umweltausschusses der Stadt Mönchengladbach zu einer baugleichen ähnlichen anderen Biogasanlage in Wassenberg, die laut NVV angeblich baugleich sein sollte.
Zunächst stand die verständliche Befürchtung im Raum, dies würde eine reine Werbeveranstaltung der NVV werden, wie sie die NVV schonmal gebracht hat, als sie (auf meine Bitte) das Projekt im Umweltausschuss vorstellte und dies dann zu einer sinnlosen Werbeveranstaltung namens „Innovative NVV“ machte, auf die wir hätten verzichten können.
Nun dürfte der NVV inzwischen durch den angemeldeten Beratungsbedarf zur Gründung der Trägerfirma der Anlage klar geworden sein: So einfach kommt sie nicht am Umweltausschuss und den Grünen vorbei.
Das führte dann dazu, dass die Reise nicht annähernd so sinnlos war, wie etwa die Aktion Durchblick MG befürchtet hatte. denn durch die Anlage führte Rainer Sender, der viele durchaus relevante und interessante Informationen preisgeben konnte.

Nun muss man natürlich sehr konzentriert zuhören und den Kontext behalten.
So sagte Sender etwa, man wolle in Wanlo eine zweite Straße errichten [Produktionsstraße, nicht Lieferweg], in der mit „anderen Substraten“ experimentiert würde. Damit bezog er sich auf Grünschnitt, Gras und ähnliche Grünabfälle, welche die normale Maisanlage nicht verarbeiten kann.
Das wurde dann mehrfach verkürzt und nur das „experimentieren“ blieb übrig – zack glaubten einige Leute, sie wären „Versuchskaninchen“, was dann zu einer mE unsäglichen PM der Linken führte, die von „Gewährleistung der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger von Wanlo“ sprach (vermutlich ist Methan aus Gras nach linker Linker Überzeugung explosiver als Methan aus Mais) – nunja, es ist eben Wahlkampf.
Was hier passiert ist, ist folgendes: Die Verfasserin des Artikels kürzt die Informationen auf das nötige Maß zurück, ein paar Leser nehmen es in dieser verkürzten Form auf und die Verküzung entwickelt dann wieder ein Eigenleben. Und da die Linke bei der Veranstaltung nicht dabei war, weil sie es für eine „Werbetour“ hielt (was es dann aber nicht wurde, auch wenn die Befürchtung verständlich war), muss sie sich auf Informationen aus zweiter oder dritter Hand verlassen.

Andere Informationen sind nicht minder interessant: So stimmen etwa 90% aller Zahlen nicht, die zu dem Thema umhergeschmissen wurden.
Denn die Anlage bei Wanlo soll etwa doppelt so groß werden wie jene in Wassenberg. Das bedeutet: Es werden (rechnerisch) nicht 1600, sondern gut 3000 Haushalte versorgt. Es bedeutet aber auch: Es kommen nicht 1000 Lieferfahrten zusammen, sondern gut 2000 – und somit sind sämtliche beschwichtigenden Verkehrsgutachten der NVV für die Tonne.
Die Anzahl der Fahrten in der Maisernte-Saison ist allerdings abhängig davon, welchen Anteil die Mais/Gülle-Anlage und welchen die Anlage für sonstige Substrate ausmacht – nur wie auch immer, die von der NVV angegebene Zahl an Anfahrten ist auf jeden Fall zu niedrig angesetzt.

Das alles macht zwei Dinge deutlich:
1. Die NVV beschwichtigt offenbar, um die Anlage genehmigt zu bekommen
2. Die Wanloer sind unterdessen wütend genug, auf jedes Reizwort aufzuspringen

Das schadet beiden Seiten: Die NVV schadet mit ihrem unehrlichen Vorgehen ihrem ohnehin angeknacksten Ansehen, die Wanloer verwässern ihr stärkstes Argument (die Verkehrsbelastung) durch unsinnige Nebenschauplätze.
Denn an tatsächlichen Problemen gibt es lokal nur eines: Wie sorgt man dafür, dass der Lieferverkehr in die Anlage (Mais/Gülle) und aus der Anlage (verdelte Gülle) nicht durch den Ort geht? Diese Frage ist wichtig und berechtigt und wenn die nicht hieb- und stichfest beantwortet wird, ist die Anlage an diesem Standort ein Fehler.
Es gibt noch ein paar andere Punkte, aber die sind (abgesehen von der Grundsatzfrage, ob man solche Anlagen überhaupt will) vergleichsweise einfach zu klären.

Übrigens nochmal zum Trip: Ich bin zu der Anlage inzwischen skeptischer eingestellt. Das liegt einerseits an der Art und Weise, wie die NVV versucht, die Entscheidung dazu an den Fachausschüssen vorbeizuschleusen; andererseits aber auch an dieser Dienstreise, bei der einige Widersprüche zu den bisheirgen Behauptungen der NVV klar wurden.
Und eben auch daran, dass die Verkehrsfrage immer noch nicht annähernd geklärt wurde. Was die NVV zu dieser bisher vorgelegt hat, ist einfach nur Müll.


New Orleans zwischen Untergang und Blütezeit

Die Geschichte der Menschheit ist voller Wndepunkte. Manche sieht man, wiel sie unter den Augen der Presse von großen Köpfen der jeweiligen Zeit abgehalten werden. manche sieht man nicht, weil das Ereignis selbst so alltäglich und mundän erscheint. Und manch andere sieht man nicht, weil sie diffus zwischen den Entscheidungen schweben, weil sie mehr einen Zeitraum als einen Zeitpunkt einnehmen, mehr Potenzial denn Ereignis sind.
Eine solche Art von Wendepunkt findet genau jetzt statt und wo er hingeht, werden wir erst in einigen Jahren sehen können: New Orleans.

New Orleans gehört zu den jüngsten, aber auch den leidvollsten großstädten der westlichen Welt. Direkt am Golf von Mexiko gelegen, liegt sie in einer Region, die imemr wieder von einer auffällig konzentrierten Anzahl an katastrophen heimgesucht wird. Sie ist nicht die einzige Stadt in einer solchen Lage, aber die einzige in der westlichen „Ersten“ Welt.
Auffällig oft wird New Orleans auch von Katastrophen getroffen, die mit den Auswirkungen menschlicher Umweltzerstörung zu tun haben. Am besten im Gedächtnis dürfte hier noch der Hurricane Katrina sein, der die Stadt 2005 praktisch komplett unter Wasser setzte, in kurzem Abstand gefolgt vom glimpflicher verlaufenen Hurricane Rita. 3 Jahre später führte mit Gustav ein weiterer Wirbelsturm zu einer kompletten Evakuierung der Stadt.
Große Teile der Stadt liegen bis zu 3 Meter unter dem Meeresspiegel, was sie zu einem der ersten potenziellen Opfer steigender Meeresspiegel durch den Klimawandel macht.
Und jetzt spült eine Ölpest an die Küste von Louisiana, wie die Welt sie noch nicht gesehen hat. Für New Orleans, einen der wichtigsten Häfen der Südküste und einen wichtigen Fischereiort womöglich ein weiterer schwerer Schlag.

Leben in New Orleans muss einem die letzten Jahre vorgekommen sein, als befände man sich in einer dieser Horror-Visionen einer ökologisch zerstörten Zukunft, wie sie zuletzt in den 90ern populär waren.
Die Stadt steht nun auf einem Scheideweg: Untergang oder Aufbruch? Die Entscheidung fällt damit, wie die Einwohner auf die neue Katastrophe reagieren.

Kommt es erneut zu einer Ausreisewelle, bedeutet dies einen schweren Schlag für New Orleans. Sie könnte die erste westliche Stadt werden, die aufgrund der zunehmenden Umweltzerstörung aufgegeben wird. Eine Geisterstadt als Mahnmal, als Warnung, dass wir näher am Abgrund stehen als wir wahr haben wollen. Die Stadt schrumpft etwa seit dem Auftreffen von Hurricane Betsy und es ist nicht mehr auszuschließen, dass sie in wenigen Jahrzehnten bestenfalls als Kleinstadt erhalten bleibt. Die großen Wolkenkratzer des Finanzdistricts stehen dann leer.
Oder New Orleans nimmt die Katastrophen als Anlass, aktiv zu werden und wird zu einer neuen Hauptstadt der grünen Bewegung: Die beständige Nähe zu den Auswirkungen der Umweltzerstörung motiviert die Bürger, etwas gegen diese Zerstörung zu tun, vorbildliche Projekte zu starten und Persönlichkeiten der internationalen Politik hervorzubringen, die ihre Stadt vor dem Untergang unter den Fluten retten wollen.

New Orleans gehört womglich zu den ersten Städten, in denen man endlich kapieren wird, dass keine Zeit ist, sich über Privilegien und Verantwortlichkeiten zu streiten, während wir weiter auf den Abgrund zulaufen und uns weigern, die Augen zu öffnen.


Filmabend: Windshield

Ein kleiner animierter Kurzfilm von 2008, der damals auch einige Preise abgeräumt hat.
mE nix besonderes, aber ganz nett.

Windshield from Max Brandl on Vimeo.