Eine carnate Paradoxie

Fleisch geh√∂rt zu den vielen Dingen, zu denen unser heutiges westliches Weltbild eine Beziehung aufgebaut hat, √ľber die wir nunmehr zu stolpern beginnen. Urspr√ľnglich galt es als etwas seltenes, kostbares, sein Verzehr war ein Statussymbol – wer mehr Fleisch verzehrte, war reich, denn Fleisch war teuer.
Je mehr reiche ein Staat hat, desto mehr Fleisch wird dort verzehrt, wodurch sich eine einfache Korrelation zwischen Wohlstand und Fleischkonsum ergibt.

Und hier kommt die Falle: Dieser Zusammenhang wurde dann n√§mlich verallgemeinert. Die Menge an verzehrtem tierischen Eiweiss wurde zu einem der wichtigsten Indikatoren f√ľr den Wohlstand eines Staates und das wurde dann fatalerweise auf die Entwicklungsl√§nder angewendet – Entwicklungshilfe bedeutete pl√∂tzlich auch, den Fleischkonsum eines Landes zu heben – also taten unsere Entwicklungshilfeprogramme genau dies.

Die Folge heute: Wir haben Fleischverzehr erfolgreich zum weltweiten Normalfall gemacht und die Entwicklungsl√§nder blieben arm, weil sie im Rahmen der Viehzucht ihr daf√ľr oft nicht geeignetes land bis auf dne letzten Grashalm ausquetschten.
Jetzt, wo wir gemerkt haben, dass massenhafter Fleischkonsum vielleicht doch keine so gute Idee ist, wird das zum Problem: Alle paar Monate fällt uns ein, dass Fleischkonsum schlecht ist, aber uns wurde so lange eingeredet, dass Fleisch gut und gesund ist und eine absolute Notwendigkeit in einer entwickelten Gesellschaft, dass wir aus diesem denken nicht rauskommen.
Wie oft hört man, dass zu einer Mahlzeit Fleisch gehören, sonst könne man doch gar nicht satt werden. Und so wird das mit der Reduktion des Fleischkonsums nichts, weil viele Menschen das noch nicht einmal denken können, geschweige denn umsetzen.


Petitiamstag LII

Vorab: ja, der Petitiamstag LI ist ausgefallen. Und damit ich √ľberhaupt noch zu potte komme, wird er auch nicht nachgereicht. Sonst wird es wieder erst morgen und da bin ich den ganzen tag weg (also wirklich den ganzen, so von 6 bis 22). Daher die petitionen der vergangenen Woche:

Nettomindestlohn 120% Hartz IV

Der Deutsche Bundestag m√∂ge ein Gesetz beschlie√üen, indem der Nettomindestlohn, mindestens 50% √ľber dem ALG 2-Satz liegt.

Das ist der Ansatz der Lohnabstandsdiskussion, den Guido Westerwelle bekanntlich nicht kapiert. Leute mit voll ausgepr√§gter Gro√ühirnrinde dagegen schon, um’s mal medizinisch zu sagen.

Lohnabstandsgebot ins SGB

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen …
Einf√ľgung eines Lohnanstandsgebotes in die ¬ß¬ß 10 SGB II („Zumutbarkeit“) und 121 SGB III („Zumutbare Besch√§ftigungen“) und erg√§nzend in ¬ß 36 SGB III („Grunds√§tze der Vermittlung“)

Die in die §§ 10 SGB II und 121 SGB III aufzunehmende Formel zur Berechnung der Lohnanstandshöhe könnte lauten:

Lohnanstandshöhe = Bezugsgröße (tief) t * a

mit a = 0,55/173 = 0,00318 (55 Prozent des Durchschnittsentgelts dividiert durch 173 Stunden pro Monat)

Das Problem hierbei ist nat√ľrlich uns Guido (siehe oben). Der n√§hme ein solches Gebot sofort dazu her, Sozialleistungen zu k√ľrzen. Weil er ein asoz***** Ar******* ist. Aber ich will mich heute nicht aufregen…


Befreiung von GKV-Zusatzbeitr√§gen f√ľr Grundsicherungsempf√§nger

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen, dass alle Mitb√ľrger, die von Grundsicherung leben, von der Krankenkassen-Zusatzbeitr√§gen befreit werden.

In der tat stellt sihc die Frage, warum Leute, die auf eine Grundsicherung angewiesen sind, hier keine Erleichterungen erhalten, die wahrscheinlich auch f√ľr den Staat g√ľnstiger w√§ren als die Zahlung dieser Beitr√§ge durch die Grundsicherung.

Steuerliche Abstezbarkeit von Ausgaben f√ľr uneheliche Kinder

Vollst√§ndige steuerliche Absetzung von Unterhaltszahlungen f√ľr nicht eheliche Kinder.

Ich kenne die Regelungen f√ľr eheliche Kinder nicht. Wenn es um so sachen wie Freibetr√§ge geht: Hier sollte der Ehestand der Eltern keinen Unterschied machen, solange sie f√ľr die Kinder zumindest zahlen (oder sogar sorgen).

Umsetzung der Barrierefreiheit öffentlicher Gebäude

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen …Mit der Petition wird eine konsequente Umsetzung der Gleichstellung Behinderter in Bezug auf die Zug√§nglichkeit √∂ffentlicher Einrichtungen gefordert.

Selbsterklärend.

Pflichtzeit im Krankenhaus f√ľr √Ąrzte

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen …das eine Pflichtzeit von 2-3 Jahren von frisch augebildeten √Ąrzten in Krankenh√§usern festgelegt wird.

Die Petition zielt auf den √Ąrztemangel in Krankenh√§usern, ich sehe einen wichtigeren Vorteil einer solchen regelung jedoch in einer Paralele zum aktuellen Pilotprogramm f√ľr 17-j√§hrige F√ľhrerscheinbesitzer mit Beifahrer: Im Krankenhaus erwerben die √Ąrzte weitere Praxiserfahrung unter Beobachtung, was die Gefahr von Fehlern im sp√§teren Berufslauf, ob nun mit Praxis oder im Spital, mindert.

Stromverbrauch auf Elektrogeräte

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, im Einzelhandel angebotene elektrische Neuware grundsätzlich mit den Stromverbrauchswerten in Betrieb und gegebenenfalls Standby auszuzeichnen.

Also wie bei den Kalorientabellen, nur dass es hier aufs Portmonnee geht statt auf die H√ľften. Klingt brauchbar.

Lebenslanges Nummernschild

Einf√ľhrung eines einzigartigen Nummernschildes, welches man sein Leben lang behalten kann. Der St√§dtename k√∂nnte als Zusatz nur noch mit einer austauschbaren Plakette / Aufkleber zus√§tzlich angegeben. Statt eines Nummernschildes mit B-MK1234 w√ľrde man so in Zukunft etwa ein Kennzeichen mit der Nummer MKV1234 bekommen u.U. mit einer austauschbaren Plakette mit dem St√§dtenamen.

Das einzige, was mE dagegen spräche, wäre der Aufwand bei der Umstellung. Und der ist nicht zu unterschätzen: Hin und wieder sehe ich jetzt noch Autos mit RY-Kennzeichen (Rheydt, existiert seit 1973 nicht mehr als eigene Stadt).

R√ľckzahlung der Bankenrettungspakete

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen … eine gesetzliche Regelung zu schaffen, die den Banken zwingend vorschreibt alle aufgewendeten Steuergelder nach erfolgter Sanierung zur√ľck zu zahlen.

Mit anderen Worten Der Bailout soll als darlehen umgeme√ľnzt werden. Ein bisschen sp√§t, oder?

Vollst√§ndige √úbertragung der Altersr√ľckstellung bei Wechsel in die PKV

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen …da√ü der Tarifbonus aus Altersr√ľckstellung bei privaten Krankenkassen nicht verf√§llt und bei einem Kassenwechsel mit √ľbertragen wird.
Außerdem soll der Tarifbonus in den Beitragsmitteilungen extra, als Infomation des Versicherten, ausgewiesen sein.

Och ich weiss nicht, zum einen ist es keine schlechte Idee, die PKVen etwas unattraktiver zu sein, zum anderen vermute ich, dass der Staat so Kostenausf√§lle durhc den Wechsel kompensiert. Warum gibt es √ľberhaupt PKVen? Frag ich jetzt mal so.

Abschaffung der kassenärztlichen Vereinigung

Der Deutsche Bundestag möge beschließen das die Kassenärztliche Vereinigungen aufgelöst werden.

Okay, irgendwre eine Ahnung, wof√ľr die kassen√§rztlichen Vereinigungen √ľberhaupt gut sind? Ich n√§mlich nicht.


Im Weltall hört dich die Musikeinlage nicht yee-hawen

Oh, Zeit f√ľr eine Musikeinlage.
Nehmen wir uns doch mal ein viel zu selten in Filmform gesehenes Genre vor: Den Weltraumwestern. Letztes Mal hatte ich ja schon das Videospiel Borderlands, dieses mal geh ich ins Fernsehen. Und kriege etwa 90% des gesamten Genres abgedeckt. Vielleicht mach ich die √ľbrrigen 10% n√§chstes Mal.

Fangen wir an mit den Galaxy Rangers. Aus keinem besonderen Grunde ausser dem, dass sie verdammt nochmal rocken. Weltraumwestern haben ja fast schon grundsätzlich gute Soundtracks, aber der Intro-Song No Guts, No Glory ist ganz vorne. Hier in der Vollversion vom Soundtrack:

Direkt dahinter folgt musikalisch auch schon der härteste Konkurrent der Galaxy Rangers, Saber Rider and the Star Sheriffs. Zur Freude deutscher Kinder der 80er/90er lief das hier beides hintereinander auf Tele 5. ja, tele 5 Рdas waren noch gute Zeiten *schmacht*
Wobei in der Popularit√§t trotzdem Saber Rider gewonnen hat – versucht mal, einen (westdeutschen) Mittzwanziger bis Mittdreissiger zu finden, der nicht sofort den Chorus „Sabeeeeeer Ridaaaaaa“ erkennt. Zum Gl√ľck nie in Saber Twix umbenannt.

Und weil das f√ľr Tele 5 alles so gut lief, haben sie gleich noch eine Serie aus dem Genre importiert: Nach He-Man und She-Ra wurde Filmation mit seiner letzten Serie vor dem Bankrott nochmal richtig kreativ und brachte mit Bravestar seine vielleicht intelligenteste und ausgereifteste Serie raus (naja, okay, das war gegen√ľber He-Man keine gro√üe Herausforderung).
Im Deutschen bekam Tele 5 sogar Country-Star Tom Astor als Sprecher des Intros. Der wird vielen nichts mehr sagen, aber zu der Zeit war das ein richtig großer Name.


Kommen wir zu einer etwas obskuren Serie: Xabungle hat vor allem die Besonderheit, dass sie gut ein Jahrzehnt √§lter ist als die √ľbrigen Serien hier und ausserdem einen Titel hat, der den S√§nger des (japanischen) Intros offenbar in den Wahnsinn treibt: Tsabunguru! Tsabunguru!
Ist aber auch gemein, sowas einem Japaner vorzusetzen. Mir fielen etliche Europ√§er ein, die „Xabungle“ nicht aussprechen k√∂nnten!

Der Vollst√§ndigkeit halber sei Firefly erw√§hnt. Hab ich nie gesehen, den Kinofilm Serenity fand ich eher durchschnittlich. Andererseits ist es von Joss Whedon, der bringt eigentlich immer gute Serien raus. Wiederum andererseits hat er das nach der verhunzten letzten Staffel von Buffy gemacht – hmm…
Todessto√ü f√ľr die Serie: Es ist Weltraumwestern und es klingt nichtmal ann√§hernd nach Rock! Sondenr nach… Western! So geht das doch nicht, Westernmusik in einem Western!

Okay, zur√ľck zum Rock: Silverhawks ist noch so eine 80er-Jahre-Trickserie mit Cowboys im Weltraum. Und der Soundtrack rockt! Nimm das, Firefly-Titelsong!

Und zum Grande Finale nochmal die Galaxy Rangers. Because they’re awesome:


Atomkraft helau!

Eine der interessantesten, wenn nicht die interessanteste Nachricht des gestrigen Tages war der Zeitplan f√ľr die anstehenden Atomtransporte von J√ľlich nach Ahaus: Ab 1. M√§rz sollen sie rollen, wenn alle Genehmigungen kommen. Davon ist auszugehen, so lange schwarz-gelb NRW regiert.

Das Datum hat allerdings eine Relevanz, die offenbar noch gar nicht aufgefallen ist: Der 1. März 2011 liegt in der Woche vor Karneval, also genau der Zeit, an der selbst der behäbigste Rheinländer sich zu so etwas wie Protestkultur hinreissen lässt.
Mein Vorschlag also: Lasst uns einen Anti-Atom-Wagen f√ľr Karneval 2011 bauen. Mit Atom-S√ľ√üigkeiten als Wurfmaterial.


Mal ehrlich: Daraus eine Fruchtgummiform zu machen
ist nun wirklich unglaublich einfach

Der Wagen f√§hrt dann ab dem 1. M√§rz umher, besucht die Protestveranstaltungen und ein paar Tage sp√§ter l√§sst er sich auf den gro√üen Karnevalsz√ľgen blicken. Dazu muss man anmerken, dass diese an drei hintereinander liegenden Tagen statt finden, das sollte doch machbar sein, bei allen drei dabei zu sein.
Der Wagen hätte dann diesen Tourplan:

3.-5. M√§rz 2011 – Durchfahrt von J√ľlich nach Neuss, grob entlang der Bahnstrecke
6. März 2011 РKappessontagszug in Neuss
7. M√§rz 2011 – Rosenmontagszug in D√ľsseldorf
8. März 2011 РVeilchendienstagszug in Mönchengladbach

Problem bei der Sache sind nat√ľrlich die Kosten – die f√ľr den Wagen kenn ich nicht, d√ľrften aber der geringere Teil sein. Wurfmaterial und Verpflegung der Wagenbesatzung (bei Fahrt √ľber mehrere Tage, Ehren√§mtler vorausgesetzt) sind da schon wichtiger – ich gehe √ľber den Daumen gepeilt von 10.000 € f√ľr alles zusammen aus.

Mein Vorschlag: Nach dem Landtagswahlkampf setzt sich ein B√ľndnis von Vereinen und Parteien aus dem betroffenen Gebiet zusammen, um das ganze durchzusprechen.
Nicht vor dem Wahlkampf, das sollte nicht durch politische Querelen kaputt gemacht werden, bevor es √ľberhaupt in Fahrt gekommen ist. Aber ich fang schonmal an, Leute zusammenzutrommeln.
Wer Interesse hat, aber bis Montag noch keine eMail von mir, der m√∂ge sich bei mir melden. Mail-Adresse f√ľr eMails (und Postanschrift f√ľr Briefbomben) finden sich im Impressum.

PS: Ja, ich hab’s pers√∂nlich nicht so mit Karneval. Also, so gar nicht.
Aber hier passt einfach alles so gut zusammen und mehr Leute auf einen Schlag mit einer Botschaft zu erreichen als auf einem Zug wird schwer.
PPS: Ja, das ist absichtlich keine ausschlie√ülich gr√ľne Sache. Dieses Thema wirkt besser, wenn sich ein breites B√ľndnis von Parteien und Vereinen dahinterstellt. (Ausserdem ist es teuer ;-) )


Zeitlinie f√ľr RevJack

Wenn ich eine Geschichte schreibe, bleibt etliches von dem, was ich in ihre Entwicklung gesteckt habe, einfach draussen.
So auch bei meinem Projekt RevJack, einem SF-Briefroman um einen Menschen auf einem Alien-Planeten im späten 23. Jahrhundert Ich habe mich daher entschieden, die Zeittafel einfach hier einzustellen.

2038 – Die EU wird ein einziger Staat, USA fallen auf Mittelmacht-Status zur√ľck
2039 – Zweite √Ėlkrise; Aufstieg der EU und der arabischen Welt, die darauf vorbereitet waren zu Superm√§chten
2054 – Endg√ľltiger Durchbruch der Gentherapie am lebenden Menschen
2057 – Die Gemeinschaft arabischer Staaten erhebt Anspruch auf den Mond
2059 – Der Mond wird unter Protest der √ľbrigen Staaten zwischen EU und Arabischer Liga aufgeteilt
2063 РComputertechnik stagniert mangels Nachfrage nach noch leistungsfähigeren Systemen
2078 – Erfindung der Stasekapseln, in denen Menschen nach vorheriger Gentherapie bei f√ľnffach verlangsamten Lebensprozessen „gelagert“ werden k√∂nnen
Dezember 2081 – In der algerischen W√ľste landet ein ausserirdisches Raumfahrzeug
2082 – Chikkikit-Diplomaten verlassen erstmals das Schiff, erste offizielle Kontakte
2088 – Technologie-Austausch misslingt, weil irdische und Chikkikit-Technologie zu verschieden f√ľr einen lohnenden Austausch sind
2089 – Die Chikkikit bieten Siedlungsraum auf Tachitirr f√ľr 10.000 Menschen an
2090 – Migrantenabkommen: Tachitirr nimmt 10.000 menschliche Kolonisten auf, die Erde 2.000 Chikkikit
2091 – Produktionsbeginn der Stasekapseln f√ľr die Kolonisten
2095 – 10.000 menschliche Kolonisten brechen in Stase in einem Chikkikit-Schiff nach Tachitirr auf
2137 – Siedlungsabkommen: Alle k√ľnftigen Besiedlungen neuer Welten werden von Menschen und Chikkikit gemeinsam durchgef√ľhrt
2150 – Arabisch ersetzt Englisch als Lingua Franca der Erde
2219 – Die Kolonisten erreichen Tachitirr um nur 23 Jahre gealtert
2229 – Die Bauarbeiten am menschlichen Siedlungsgebiet auf Tachitirr werden abgeschlossen
2280/2281 – Die Briefe (=das Buch) werden geschrieben und abgeschickt
2317/2318 – Die Briefe erreichen die Erde

Wieso ist all dies wichtig f√ľr die Geschichte?
Die Geschichte braucht eine glaubw√ľrdige Entwicklung und vor allem einen glaubw√ľrdigen Zeitplan. Das ist nicht einfach, weil ich die Geschichte in einer nach dem jetzigen Stand der Wissenschaft m√∂glichen Welt ansiedeln wollte; also vor allem: Ohne √úberlichttriebwerke.
Ich gab meinen Siedlern also mir realistisch erscheinende 30%-ige Lichtgeschwindigkeit und kam damit auf 123 jahre und 4 Monate Reisezeit zuz√ľglich Beschleunigung und Bremsman√∂ver. Bei so hohen Geschwindigkeiten vergeht die Zeit zwar langsamer, aber nicht viel langsamer: F√ľr die Passagiere w√ľrden etwa 113 jahre vergehen.
Also brauchte ich so etwas wie Stase-Kapseln, in denen menschen in einem k√ľnstlichen Koma gehalten werden, ohne zu altern. Das fand ich unrealistisch, also gab ich ihnen eine abgespeckte Version davon: Stasekapseln, in denen die Alterung um 80% verlangsamt wird. Daf√ľr werden eingef√ľgte Gene einiger besonders widerstandsf√§higer Organismen wie Hydren und B√§rtierchen verwendet, daher die Gentherapie. Ich gehe nicht davon aus, dass ein nicht-genmanipulierter Mensch einen Aufenthalt in einem solchen System zur Alterungsverminderung √ľberlebt.

Dann sind da noch ein paar Details drin: Der Aufstieg des Arabischen ist ein kleiner Wink, dass Englisch nicht ewig Weltsprache wird und das ein Ereignis wie der Erstkontakt mit einer anderen intelligenten Spezies den Ausschlag geben kann f√ľr die Frage, wer die neue Weltsprache wird. Im Buch selbst ist das nur eine kleine Randbemerkung.
Die stagnierenden Computer sollen die so genannte Singularit√§t verhindern, also das Ende der Menschheit durch Entstehung einer neuen Maschinenzivilisation. Ihc pers√∂nlich bin allerdings ziemlich sicher, dass das nicht passieren wird, solange Microsoft noch unsere Betriebssysteme herstellt. Und ich glaube auch tats√§chlich, dass die Entwicklung immer besserer Computer bald zu einem Ende kommen wird, weil wir keine Verwendung mehr f√ľr noch bessere Rechner haben.

Und damit ist die B√ľhne bereitet: Auf dem Planeten Tachitirr in 37 Lichtjahren Entfernung gibt es eine gro√üe menschliche Kolonie. Eine kurze Suche in der Liste der uns bekannten Sterne ergibt auch einen guten Kandidaten als Muttergestirn f√ľr den Planeten Tachitirr: Theta Persei im Sternbild des Perseus hat die gew√ľnschte Entfernung und das Potenzial, einen erd√§hnlichen Planeten zu tragen.


Hat sich Werbung verdient: Der yWriter

Beim Schreiben l√§ngerer Geschichten holt mich gerne ein recht nerviges Problem ein: W√§hrend ich schreibe, kommen mir bereits Ideen f√ľr sp√§tere Szenen. Das ist mit der Zeit h√§ufiger geworden.
Fr√ľher habe ich in einem solchen fall einfach ein neues Kapitel angefangen, das zu dieser Szene umblendete und lie√ü die diversen Szenen von jeweils eigenen Figuren leben, deren weitere Geschichte dann auf das Ende hinauslief. Wobei sihc die Personen der unterschiedlichen Szenen am Ende nicht unbedingt treffen oder kennen mussten – schlie√ülich l√§uft das in der Wirklichkeit ja auch nicht so.
Das Ergebnis war, dass ich zwar fertig wurde, der Roman aber recht chaotisch war und zu viele Hauptfiguren und Spr√ľnge hatte. Wirklich funktioniert hat das nur bei meiner nie ver√∂ffentlichten Schubladenarbeit Siliziumdioxid, sp√§ter hat es nur noch aufgehalten.

Im Grunde m√ľsste ich einen Plot, also eine Vorabplanung der groben Geschichte, erstellen. Doch dazu m√ľsste ich die Geschichte bereits vorher kennen – meist kenne ich aber nur Anfang und Ende.
Biem genannten Siliziumdioxid etwa wusste ich bereits vorher, dass es um Silizium fressende Mikroben geht und dass am Ende Digiros, das Silicon Valley des 24. Jahrhunderts, untergegangen wäre. Doch die Verschleppung des Virus auf eine Nachbarwelt, seine Rolle in einer Roboterrevolte dort, seine positiven Auswirkungen auf einer weiteren Nachbarwelt und die Strategien, mit der einige siliziumbasierte Spezies auf sein Aufkommen reagierten, all das kam mir erst wesentlich später in den Sinn, während ich den Roman schrieb.
Und das kann eben sehr behindern, wenn man eine Idee hat, bevor sie in den Roman passt.

Nun hindetr mich das inzwischen beim Schreiben regelm√§√üig am Weiterkommen. S√ľnde besteht zur Zeit aus drei Fragmenten: Dem Anfang, einer Szene kurz nach dem Anfang und dem Ende. Immer wieder zwischen den Teilen des zunehmend l√§nger werdenden Textes zu schreiben und den richtigen Ort f√ľr eine Szene zu finden, artet erheblich mehr in Arbeit aus, als es sollte.

An dieser Stelle nun kommt der yWriter ins Spiel: yWriter 5 ist ein kostenloses Programm, das speziell f√ľr das Schreiben von l√§ngeren texten aus dem Bereich der Fiktion gedacht ist.
Man legt eine grobe Struktur (Kapitel, Szenen) an und schreibt dann die einzelnen Szenen. Durch Zusatzinformationen lassen sich Orte, Charaktere und Gegenst√§nde erfassen, weitere Funktionen wie eine Zeitschiene der Geschichte sind ebenfalls verf√ľgbar.
Das wiederum kommt meiner Schreibweise sehr entgegen: Ich kann Szenen in beliebiger Reihenfolge schreiben, ohne den √úberblick zu verlieren. Jederzeit kann ich nachsehen, in welchem Kapitel und welcher Szene ich bin, was davor kam und was danach kommt.

Auch vereinfacht das Programm es mir, zwischen verschiedenen Projekten zu springen – ich schreibe im Grunde immer an mehreren Geschichten zugleich, die sich jeweils so weit unterscheiden, dass ich mir tagesformabh√§ngig immer eins rauspicke – Aasgeier an guten Tagen, S√ľnde an weniger guten und RevJack bietet sich durch seine Form als Briefroman zum zwischendurch weiterschreiben an.
Der yWriter macht es hierbei einfacher, wieder in das Projekt reinzukommen, das man dabei unterbrochen hat.
Ale drei Projekte kommen gut voran, auch wenn ich bei den Aasgeiern wohl demnächst eine Pause einlegen muss. Die Pause dient aber der Recherche und nicht an irgendwelchen Problemen mit dem Roman selber.

Der Erfolg dieser Software ist beachtlich, meine Schreibleistung steigt langsam auf ein gutes Maß, gestern waren es immerhin 440 Wörter am Tag. Mein Ziel sind die fast 2.000 Wörter, die der NaNoWriMo verlangt.

Und damit hat der yWriter sich die Werbung verdient: Er steigert erfolgreich meine Produktivit√§t, was ich zun√§chst nicht ann√§hernd geglaubt habe. Und f√ľr ein kostenloses Programm ist der Umfang beachtlich.
Sicher fehlen einige n√ľtzliche Zusatzfunktionen wie Thesaurus, Reimfinder und dergleichen, zum reinen Schreiben und der Organisation des projekts aber ist er hervorragend.

PS: Ja, wenn ich die alte Datei wiederfinde, √ľberflieg ich das Manuskript mal und stell es dann online. Erwartet nicht zu viel – es ist zwar meine beste Schubladenarbeit, aber im Endeffekt immer noch ein Schubladenprojekt. Solide Space Opera ohne Anspruch.


Filmabend V: The Amazing Screw-On Head

Boah, hab ich grade eine Phase, in der ich nicht zum Bloggen komme (oder eMails beantworten, es hat sich wirklich eine Menge angesammelt, sorry an alle Betroffenen).

Naja, eine zwischenzeitliche Pflicht f√ľr den Blog zu erf√ľllen: Der Filmabend – diese Woche mit der ersten und einzigen Folge der bizzaren Zeichentrickserie The Amazing Screw-On Head, einer Steampunk-Serie um einen Roboterkopf mit austauschbaren K√∂rpern, der f√ľr Abraham Lincoln √ľbernat√ľrliche Bedrohungen bek√§mpft.

Video wird erst beim Draufklicken geladen. Beim Laden werden Daten an youtube.com √ľbermittelt

10 Jahre Baryonyx diehlii

15 minutes of fame? Pah, Kleinkram. Ich bin inzwischen bei 8 Jahren und es läuft noch.
Ausserdem habe ich einen eigenen Dinosaurier – und das sogar schon seit 10 Jahren.


Bildquelle: The Guardian

Grundlage dieser Erkenntnis ist der Artikel √ľber den Baryonyx in der deutschen Wikipedia. Und dort der folgende Abschnitt:

Die ungewöhnlichste Theorie [zur Fortbewegung des Baryonyx Рshadaik] stammt von Thomas R. Diehl. Dieser meint, dass sich Baryonyx am Gewässerboden untergetaucht mit seinen Krallen unauffällig (da ohne große Schwimmbewegungen) fortbewegte und sich so an seine Beute anschlich.

Thomas R. Diehl – der Name wird all jenen bekannt vorkommen, die zumindest hier im Impressum mal reingeschaut haben. Jupp, das bin ich.

Urspr√ľnglich hatte ich meine Idee in einer Pal√§ontologen-Mailingliste vorgestellt. Das war im Januar 2010.
Sie wurde damals recht klar abgelehnt, wiel die Vorderbeine als nicht stark genug daf√ľr galten. Ausserdem wurde entgegengehalten, dass der baryonyx entgegen meiner Ausf√ľhrungen nicht hydrodynamisch vorteilhaft gebaut war.
Beides bezweifelte ich und f√ľhrte das darauf zur√ľck, dass die anderen Diskutanten nicht ganz verstanden, wie ich mir die Fortbewegung des Baryonyx unter Wasser vorstellte. Ich habe dies indes nie weiter ausgef√ľhrt.

Springen wir also zwei Jahre ins Jahr 2002: Im Internet entstand ein neues Wissensportal: Die Wikipedia. Die kannte damals noch kaum einer und ich war mit einer der ersten an Bord der deutschen Variante. Neben dem Eintrag √ľber M√∂nchengladbach arbeitete ich vor allem an diversen Tierarten: Schnabeltier, Hauspferd, Elefanten, Gemeiner Flugdrache, Axolotl, Flugsaurier (und weitere: Somalia, Somali, Kurd La√üwitz, Tragschrauber…).
Zu diesen Tieren geh√∂rten auch einige Dinosaurier und darunter wiederum der Baryonyx. Und in diesen Artikel baute ich dann den obigen satz ein. Dazu muss man sagen, dass die Wikipedia noch lange nicht so bedeutend, gro√ü oder auch nur ernsthaft wie heute war. Und ich selbst noch sehr… ambitioniert.

Im Grunde hatte ich das dann vergessen, bis mich im letzten herbst ein Bekannter anschrieb, ob ich das sei, der da in dem Wikipedia-Artikel erwähnt ist.
Und tats√§chlich: Mein belegfreier Satz aus dem August 2002 stand auch im November 2009 noch unver√§ndetr in der Wikipedia – und zwar in einer „gesichteten Version“ des Artikels – ein so genannter Experte war den Artikel also in dieser Form durchgegangen und hatte nichts zu beanstanden. Noch nicht einmal eine Nachfrage im Diskussionsbereich f√ľr die Quelle zu dieser Aussage. Das erstaunte mich dann doch.

Nunja, letztendlich habe ich den Satz gestern vormittag dann gelöscht.
Ein sehr h√ľbsches Detail an der Sache: ich habe heute mehr recht als damals. Aber dazu sp√§ter mehr in einem eigenen Artikel.

Übrigens nicht meine einzige Erfindung in der Wikipedia, die sich jahreang gehalten hat. Wer die andere findet, kriegt 15 Gummipunkte, ansonsten gibt es die Auflösung dieses Wochenende hier im Blog.

PS: Die Spezies heisst nat√ľrlich immer noch Baryonyx walkeri. Aber es ist jetzt quasi mein Dinosaurier, weil meine Darstellung des Tiers sich so lange in der Wikipedia gehalten hat. ;-)


Petitiamstag L

Datenschutz als grundrecht

Der Deutsche Bundestag möge ein Grundrecht auf Datenschutz im Grundgesetz erlassen.

„Jeder hat das Recht auf den Schutz seiner Daten und auf informationelle Selbstbestimmung.“
Solch eine Formulierung oder ein vom Wesensgehalt ähnlicher Wortlaut ist gefordert.

Mehr eine Formalie: das Recht auf informationelle Selbstbestimmung ist bereits ein implizites Grundrecht (sagt das Bundesverfassungsgericht), es steht nur nicht im Grundgesetz.

UN-Katastrophenteam

Mit der Petition soll erreicht werden, dass die Bundesregierung zusammen mit den Staaten dieser Welt einen Beschluss fasst, durch den die UN aufgefordert wird, ein „Naturkatastrophen-Koordinationsteam“ zu gr√ľnden, welches auf Anforderung betroffener Staaten die Koordination aller Hilfsma√ünahmen routiniert und ohne beh√∂rdlichen Einschr√§nkungen durchf√ľhrt.

√Ąh, dieses Team?

Staffelung der Hörgerätezuzahlung

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen …, dass die Bewilligung von H√∂rger√§ten insbesonders f√ľr hochgradig schwerh√∂rige Menschen angepasst wird. Es soll bei der Bewilligung technischer Hilfen k√ľnftig unterschieden werden zwischen leichter, mittelgradiger, hochgradiger und an Taubheit grenzender Schwerh√∂rigkeit. Die Bewillgung soll so erfolgen, dass die Teilnahme am gesellschaftlichem Leben, insbesondere am Arbeitsleben in jedem Fall gew√§hrleistet ist.

Genauer: Schwerer Hörbehinderte sollen bessere Hörgeräte bekommen.

Verbot absichtlicher Strafunfähigkeit

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen …

In ¬ß 20 des Strafgesetzbuches ( StGB ) wird folgender Satz 2 eingef√ľgt:

Wer sich vors√§tzlich oder grob fahrl√§ssig in den Zustand der Schuldunf√§higkeit im Sinne des Satzes 1 versetzt, um in diesem Zustand eine eine Handlung zu begehen, die den Tatbestand eines Strafgesetzes erf√ľllt, wird so behandelt, wie wenn der schuldausschlie√üende Tatbestand nicht erf√ľllt ist.

Auch hier gilt: In der Rechtspraxis wird das bereits so gehandhabt, weil vorsätzliche Versetzung in einen Zustand der Schuldunfähigkeit wiedeurm einen Vorsatz belegt.

Besuchspauschale f√ľr getrennte ALG-Empf√§nger

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen, dass von den eigenen Kindern getrennte V√§ter, die von ALG1- oder ALG2-Bezug leben, f√ľr die Besuchstage dieser Kinder eine Extra-Pauschale bekommen.

Stromkosten im ALG zu den Mietnebenkosten

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen …

dass bei Beziehern von Arbeitslosengeld II die Stromkosten mit in die Kosten der Unterkunft einberechnet werden.

Selbstverständlich gehören die Stromkosten zu den Mietnebenkosten, insofern gilt: Die sollten auch als solche gewertet werden. Wer kommt denn heute ohne Strom aus?

Mindestlohn in Behindertenwerkstätten

Gesetzliche Mindestl√∂hne f√ľr Besch√§ftigte in Werkst√§tten f√ľr Menschen mit Behinderung

Legalisierung von Klein-Destillationsanlagen

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen … dass als Privatperson (mit zollamtlicher Genehmigung) gr√∂√üere gewerbliche Anlagen besitzt und benutzt werden d√ľrfen, die unb√ľrokratische Freigabe von Dampfdestillationsanlagen mit einem Kesselvolumen von bis zu 100 Litern f√ľr Privatpersonen zur Herstellung von √§therischen √Ėlen, sowie die Freigabe aller privaten Destillieranlagen mit bis zu 5 Litern Brennkesselvolumen.

Das bestehende deutsche Recht scheint mir hier einfach √ľberfl√ľssiger Schutz einer Branche mit guter Lobby zu sein.

Warnhinweise auf alkoholische Getränke

Der Bundestag m√∂ge beschlie√üen, dass Hersteller von alkoholischen Getr√§nken einen Hinweis auf die Gefahren f√ľr die Gesundheit des Konsumenten in √§hnlicher Weise anbringen m√ľssen, wie es bereits bei Tabakwaren der Fall ist. Ebenso sollten die Hersteller eine Altersabh√§ngige ( Analog Jugendschutzgesetz ) Verkaufs- und Verzehrbeschr√§nkung anbringen m√ľssen.

Der zweite Satz soll wohl heissen, dass das, was ohnehin bereits verpflichtend ist (Altersgrenzen) nochmal dick draufgeschrieben wird.

Hartz 4 wöchentlich

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen … alle harz4 Leistungen die dem Leistungsempf√§ngern direkt zur Verf√ľgung stehen, (zur Zeit 359‚ā¨ f√ľr Erwachsene) nicht mehr monatlich sondern w√∂chentlich, nach M√∂glichkeit montags auszuzahlen. Die w√∂chentliche Zahlung soll 1/4 also 90‚ā¨ bei Erwachsenen betragen. Viele menschen sind dann zufriedener und haben regelm√§√üiger Geld, auch am Monatsende.

Kurzfristiger H√§rtefallzuschuss f√ľr Hartz 4

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen …dass Langzeitarbeitslose die M√∂glichkeit bekommen, Zusatzleistungen f√ľr bestimmte H√§rtef√§lle zu erhalten.

Hier geht es eigentlich weniger um Härtefälle, sondenr mehr um Notfälle bzw. kurzfristige Finanzierungsengpässe. Also um den Ersatz beschädigter Haushaltsgeräte u.ä.

Betriebsrat: Terminfindung per Mehrheitsbeschluss

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen, dass das Gesetz, wonach ein Betiebsratsvorsitzender alleine √ľber Ort und Zeitpunkt der Betriebsratssitzungen bestimmen kann, dahingehend aufgehoben oder abge√§ndert wird, dass der Ort und der Zeitpunkt der Sitzungen mehrheitlich von den gew√§hlten Betriebsratsmitgliedern abgestimmt werden muss.

Das halte ich zwar f√ľr eine sch√∂ne Praxis, aber ich sehe keinen Grund, das verpflichtend zu machen.

Abschaffung der 1- und 2-Cent-M√ľnzen

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen, dass 1 und 2 Cent St√ľcke abgeschafft werden und Preise an der Kasse auf volle 5 Cent auf bzw. abgerundet werden.

Das klingt reichlich sinnlos. Wenn es keine 1-Cent-M√ľnzen mehr gibt, warum wird der Euro dann √ľberhaupt in 100 Cent aufgeteilt und nicht in 20 Einheiten √† 5 Cent heutiger Gegenwert?
Denn: So lange ein Euro 100 Cent hat, muss auch jede St√ľckelung √ľber M√ľnzen kombinierbar sein.

Verschl√ľsselte elektronische Bewerbungen

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen …

In ¬ß 20 des Strafgesetzbuches ( StGB ) wird folgender Satz 2 eingef√ľgt:

Wer sich vors√§tzlich oder grob fahrl√§ssig in den Zustand der Schuldunf√§higkeit im Sinne des Satzes 1 versetzt, um in diesem Zustand eine eine Handlung zu begehen, die den Tatbestand eines Strafgesetzes erf√ľllt, wird so behandelt, wie wenn der schuldausschlie√üende Tatbestand nicht erf√ľllt ist.

Huh? Es hindert mich doch niemand daran, meine Bwerbungs-e-Mails verschl√ľsselt zu schicken. mal davon ab, dass das mE eine √ľberfl√ľssige technische H√ľrde w√§re.

Petition gegen Chemtrails

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen , da√ü der Einsatz von Geoengineering im Luftraum √ľber Deutschland verboten wird.

Okay, daf√ľr muss man weiter ausholen: Es gibt, vor allem im Internet, einige Spinner dergestalt affine Personen, die Kondensstreifen f√ľr insgeheim ausgebrachte Chemikaliencocktails halten, die das Klima ver√§ndenr sollen. Diese leute glauben, dass diese Chemikalien potenziell gesundheitssch√§dlich sein k√∂nnen.
Was ja auch stimmen w√ľrde – g√§be es diese so genannten Chemtrails √ľberhaupt.
Grunds√§tzlich halte ich es nicht f√ľr sinnvoll, Geoengineering zu untersagen. Darunter versteht man Projekte, bei denen durch gro√üfl√§chige technische Unternehmungen gezielt Umwelteffekte erzielt werden. Aso beispielsweise, wenn man weltweit aufforstet, um dem Klimawandel entgegenzuwirken.

Pflichtmitgliedschaft im Arbeitgeberverband

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen …dass alle Unternehmen und Arbeitgeber in Deutschland in einem jeweiligen Fl√§chentarif Pfichtmitglied sein m√ľssen.

Als w√§re die Zwangsmitgliedschaft in den IHKen noch nicht schlimm genug. Wenn die Mitgliedschaft kostenlos w√§re, k√∂nnte man ja dar√ľber redne, aber so… nee.

Sonderbriefmarke f√ľr die Birne den Kohl

Der Deutsche Bundestag möge dem Bundesminister der Finanzen empfehlen, anlässlich des 80. Geburtstages von Bundeskanzler a.D. Dr. Helmut Kohl am 3. April 2010 eine Sonderbriefmarke herauszugeben

Ne Briefmarke f√ľr den Bimbes-Kanzler. Der Mann, der dadurch in die Geschichte eingegangen ist, im richtigen Moment am richtigen Ort zu stehen und nachher zu behaupten, das w√§re ein Verdienst.

B√ľrgerversicherung

Der Deutsche Bundestag m√∂ge beschlie√üen …die Einf√ľhrung einer B√ľrgerversicherung auf Grundlage
1. einer Verbreiterung der Finanzierungsbasis im Sinne der ‚ÄěBruttowertabsch√∂pfung auf erzielte Verm√∂genszuw√§chse, Ums√§tze und Einkommen‚Äú ohne Beitragsbemessungsgrenzen
2. Bundesweite einheitlich garantierte Versorgungssicherheit
3. Gleichstellung aller im Gesundheitswesen tätige Leistungserbringer
4. Gleichberechtigte Konkurrenz der Therapie- und Behandlungsformen

B√ľrgerversicheurng f√ľr was? Die Petition erw√§hnt dies nicht.
Ich vermute aber mal, es geht um eine Krankenkasse, aber auch da bin ich unsicher.