Rat VIII/4

Jetzt probier ich mal was aus: Die Fakten der Ratssitzung immer im Vitusportal (diesen Ratszug hier), meine persönlichen Eindrücke im persönlichen Blog. Und hoffentlich ab nächstem Ratszug im Vitusportal auch ein Kommentar von anderer Seite, daran arbeite ich noch.

Gleich zu Anfang: Es war eine miese Sitzung, voll mit Unterbrechungen, viel zu langen Wortbeiträgen und an einem Punkt ekelhaftem Geschacher. Und eine Sternstunde der Altlasten.

Aber fangen wir mit etwas positivem an, das bietet sich schon wegen der Chronologie an: Andreas Wurff wurde ins Amt des Technischen beigeordneten vereidigt. Alleridngs war es auch die erste Vereidigung diese Ratsperiode, hinter die ein „So wahr mir Gott helfe“ angefügt wurde.
Mal abgesehen von dem grundsätzlichen Problem religiöser Eidesformeln in Einrichtungen eines säkularen Staates drückt das in dne Ohren eines Atheisten wie mir genau das Gegenteil von dem aus, was es eigentlich ausdrücken soll – Gott hilft ja nicht, also ist es nicht wahr, dass Gott ihm hilft. Und wenn der Rest des Eides ebenso wahr ist, müsste man die Eidesformel eigentlich übersetzen mit: „April, April!“
Naja, die Vereidigung (in diesem Fall gilt zum Glück) trotzdem als gültig.

Eine angekündigt ellenlange Rede des Kämmerers gab es zum Haushalt der Stadt – die Lage ist desaströs genug, dass ein FDP-Kämmerer eine (leichte) Gewerbesteuererhöhung vorschlägt.
Normalerweise muss man immer Vergleiche heranziehen, um die Haushaltslage von MG zu beschreiben. Jetzt kann man einfach diese Tatsache zitieren – immerhin. Insgesamt sieht es so aus: Je nachdem, was wir machen, sind wir 2015, 2016 oder 2017 pleite. Es ist einiges gefragt, um das zu vermeiden – und ohne Einsatz von Land und Bund wird es nicht gehen.

Kommen wir zum Punkt mit der längsten Geschichte: Die Schließung der Katholischen Grundschule Waldhausener Höhe.
Schuldezernent Dr. Gert Fischer (CDU) bestand weiterhin darauf, seine Gesetzesauslegung als den Text des Gesetzes auszugeben und zu behaupten, die Führung eines Klassenzugs mit 15 Kindern sei nur in Dörfern möglich, nicht in Innenstadtlagen. Nur ist es inzwischen leider eh egal, die 17 angemeldeten Kinder sind schon weg, die Schule ist verloren, Schulleitung und Dezernent haben gemeinsam Fakten geschaffen und so (mal wieder) Politik an der Politik vorbei gemacht.

Das wurde in der nächsten großen Diskussion noch deutlicher: Rechtsdezernent Schmitz (CDU) begann hier zu erläutern, warum die Veränderungssperre eines Grundstücks, die den Umzug eines Aldi-Marktes verhindern soll, ohne rechtliche Folgen beschlossen werden könnte.
Dies jedoch auf eine Art, die genau diese Nichtstrafbarkeit aufheben konnte – er erklärte gleichzeitig, wir könnten nur belangt werden, wenn wir wissentlich der Stadt schaden (Schadenersatzforderungen) und führte mögliche Folgen so aus, dass der Rat wissentlich werden konnte.
Zum Glück wurde dann noch ein Schreiben von Aldi zitiert, das durchblicken ließ, dass Aldi keine Schadenersatzansprüche geltend machen würde, wenn sie bis zum 7. Juli eine Baugenehmigung erhalten. Also hatten wir grund zu der Annahme, dass der Stadt durch die Entscheidung kein Schaden entsteht. Somit kann die Stadt nun mit Aldi verhandeln und eventuell einen besseren Standort finden, der nicht die bestehenden Innenstadtkonzepte für Einkaufsgebiete zerschießt.
Dennoch kann man nur sagen: Es war beängstigend, wie der Rat hier (bewusst oder unbewusst) fast in die Ecke gedrängt worden wäre. CDU und FWG konnten mit ihrem Versuch, den Aldi dort zu etablieren, einen deutlichen Fortschritt machen. Und fast hätten sie einen Dammbruch zur Abschaffung des gültigen Einzelhandelskonzeptes geschafft.
Sowas darf nicht nochmal passieren.

Überraschenderweise keine große Diskussion gab es zur vierspurigen Erweiterung der Korschenbroicher Straße. Die eigentlich überflüssige Verbreiterung, die nur eine neue Rennstrecke in der Stadt schafft, wurde mit dem Argument der Landesförderung durchgeboxt – obwohl die Stadt wahrscheinlich immer noch 1,6 Millionen Euro zuzahlen muss.
Es würde ja halbwegs Sinn machen, gäbe es ein Innenstadtgebiet, in das die Straße führen würde. Gibt es aber nicht und bevor wir nicht eine Millionenstadt werden (das dürfte noch dauern) macht dieses auch nicht den geringsten Sinn – wer soll denn in der projektierten City-Ost einkaufen gehen? Die Tauben und Amseln?

Immerhin: Eicken kriegt etwa einen halben Kilometer neue Radwege und die Umgestaltung des rheydter Marktplatzes wird in Angriff genommen.
Auch wenn ich persönlich den Marktplatz so verbesserungswürdig nicht finde – die hässlichen und meist leerstehenden Geschäftspavillons müssten endlich weg, das wär’s aber auch schon.
Naja…


Werbung: Das ignorierte Comedy-Subgenre

Werbung ist ja sowieso eine Welt für sich und jene im Internet bietet oft besonders elaborate Beispiele für Absurdität. Die Anzeige, die den Test auf Rot-Grün-Blindheit für eine IQ-Frage hält, dürfte jeder schonmal gesehen haben und ist immer wieder ein großer Lacher für jeden, der das Wort „Medizin“ auch nur unfallfrei aussprechen kann.

Gut, das Fernsehen erzählt uns, dass unser Verdauungssystem auf Activia angewiesen ist, weil sonst die lustigen gelben Kügelchen in unserem Bauch den Darmausgang nicht finden. Aber im Bio-Unterricht haben sie uns ja auch einzureden versucht, Menstruation sei nicht blau.

Nur: In traditioneller Print- und TV-Werbung versucht man noch, uns Sachen einzureden. Etwa, indem man Jogurt, der Blähungen auslöst als „aktiviert den Darm“ verkauft und damit den Verkaufsschlager des frühen 21. Jahrhunderts schafft (kein Witz, was dachtet ihr, was Actimel ist?).

Internetwerbung ist dagegen viel lustiger, wenn sie eben nicht versucht, uns Bullshit zu verkaufen. Beispiel gefällig?:

Ich hätte es ja mit einer Burka vervollkommnet, aber im Grunde ist es schon in seiner Ursprungsform komisch genug.


Stöckchen: Die 100 finanziell erfolgreichsten Filme aller Zeiten

Wenn man mal nicht weiss, was man schreiben soll, schnappt man sich ein Stöckchen.

Hier ist ein Prachtexemplar: Es ist simpel, voll von Begriffen, nach denen die Suchmaschinen ständig das netz durchforsten (eben die 100 erfolgreichsten Filmtitel bis März 2010) und man kann dazu viele Fragen stellen:
– Wenn es eine Liste der erfolgreichsten Filme aller Zeiten ist, wo sind dann die zukünftigen Titel? Es sei denn…


Oh nein, es ist wahr! Rette sich wer kann! *panik*

– Gibt’s die auch in inflationsbereinigt?
– Kann es sein, dass diese Liste nur englischsprachige Filme erfasst?

Naja, als kleiner Lückenfüller für die echten Inhalte (ja, ist was in der Pipeline) gibt es die Liste und die erfüllte Aufgabe, alle Filme fett zu markieren, die ich selber gesehen habe. Das Stöckchen stammt von the Kesro.

001. Avatar – Aufbruch nach Pandora, 2009, James Cameron
002. Titanic, 1997, James Cameron
003. Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs, 2003, Peter Jackson
004. Pirates of the Caribbean – Fluch der Karibik 2, 2006, Gore Verbinski
005. The Dark Knight, 2008, Christopher Nolan
006. Harry Potter und der Stein der Weisen, 2001, Chris Columbus
007. Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt, 2007, Gore Verbinski
008. Harry Potter und der Orden des Phönix, 2007, David Yates
009. Harry Potter und der Halbblutprinz, 2009, David Yates
010. Der Herr der Ringe – Die zwei Türme, 2002, Peter Jackson
011. Star Wars Episode 1 – Die dunkle Bedrohung, 1999, George Lucas
012. Shrek 2 – Der tollkühne Held kehrt zurück, 2004, Andrew Adamson, Kelly Asbury, Conrad Vernon
013. Jurassic Park, 1993, Steven Spielberg
014. Harry Potter und der Feuerkelch, 2005, Mike Newell
015. Spider-Man 3, 2007, Sam Raimi
016. Ice Age 3, 2009, Carlos Saldanha, Mike Thurmeier
017. Harry Potter und die Kammer des Schreckens, 2002, Chris Columbus
018. Der Herr der Ringe – Die Gefährten, 2001, Peter Jackson
019. Findet Nemo, 2003, Andrew Stanton
020. Star Wars Episode 3 – Die Rache der Sith, 2005, George Lucas
021. Transformers – Die Rache, 2009, Michael Bay
022. Spider-Man, 2002, Sam Raimi
023. Independence Day, 1996, Roland Emmerich
024. Shrek der Dritte, 2007, Chris Miller
025. Krieg der Sterne, 1977, George Lucas
026. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, 2004, Alfonso Cuaron
027. E.T. – Der Außerirdische, 1982, Steven Spielberg
028. Der König der Löwen, 1994, Roger Allers, Rob Minkoff
029. Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, 2008, S. Spielberg
030. Spider-Man 2, 2004, Sam Raimi
031. 2012, 2009, Roland Emmerich

032. The Da Vinci Code – Sakrileg, 2006, Ron Howard
033. Die Chroniken von Narnia – Der König von Narnia, 2005, Andrew Adamson
034. Matrix Reloaded, 2003, Andy & Larry Wachowski

035. Oben, 2009, Pete Docter, Bob Peterson
036. Transformers, 2007, Michael Bay
037. New Moon – Biss zur Mittagsstunde, 2009, Chris Weitz
038. Forrest Gump, 1994, Robert Zemeckis
039. The Sixth Sense, 1999, M. Night Shyamalan
040. Fluch der Karibik, 2003, Gore Verbinski
041. Ice Age 2, 2006, Carlos Saldanha
042. Star Wars Episode 2 – Angriff der Klonkrieger, 2002, George Lucas
043. Kung Fu Panda, 2008, Mark Osborne, John Stevenson
044. Die Unglaublichen, 2004, Brad Bird
045. Hancock, 2008, Peter Berg

046. Ratatouille, 2007, Brad Bird
047. Vergessene Welt – Jurassic Park, 1997, Steven Spielberg
048. Die Passion Christi, 2004, Mel Gibson

049. Mamma Mia!, 2008, Phyllida Lloyd
050. Madagascar 2, 2008, Eric Darnell, Tom McGrath
051. 007 – Casino Royale, 2006, Martin Campbell
052. Krieg der Welten, 2005, Steven Spielberg
053. Men in Black, 1997, Barry Sonnenfeld
054. 007 – Ein Quantum Trost, 2008, Marc Forster
055. I Am Legend, 2007, Francis Lawrence
056. Iron Man, 2008, Jon Favreau

057. Nachts im Museum, 2006, Shawn Levy
058. Mission: Impossible 2, 2000, John Woo
059. Armageddon, 1998, Michael Bay
060. King Kong, 2005, Peter Jackson
061. The Day After Tomorrow, 2004, Roland Emmerich
062. Das Imperium schlägt zurück, 1980, Irvin Kershner
063. Wall-E – Der Letzte räumt die Erde auf, 2008, Andrew Stanton
064. Kevin – Allein zu Haus, 1990, Chris Columbus
065. Madagascar, 2005, Eric Darnell, Tom McGrath
066. Die Monster AG, 2001, Pete Docter
067. Die Simpsons, 2007, David Silverman
068. Terminator 2 – Tag der Abrechnung, 1991, James Cameron

069. Ghost – Nachricht von Sam, 1990, Jerry Zucker
070. Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich, 2004, Jay Roach
071. Aladdin, 1992, John Musker, Ron Clements
072. Troja, 2004, Wolfgang Petersen

073. Twister, 1996, Jan De Bont
074. Indiana Jones und der letzte Kreuzzug, 1989, Steven Spielberg
075. Illuminati, 2009, Ron Howard
076. Toy Story 2, 1999, John Lasseter
077. Bruce Allmächtig, 2003, Tom Shadyac
078. Shrek – Der tollkühne Held, 2001, Andrew Adamson, Vicky Jenson
079. Der Soldat James Ryan, 1998, Steven Spielberg

080. Mr. & Mrs. Smith, 2005, Doug Liman
081. Die Rückkehr der Jedi-Ritter, 1983, Richard Marquand
082. Charlie und die Schokoladenfabrik, 2005, Tim Burton
083. Gladiator, 2000, Ridley Scott
084. Der weiße Hai, 1975, Steven Spielberg
085. Hangover, 2009, Todd Phillips
086. Mission: Impossible, 1996, Brian De Palma
087. Pretty Woman, 1990, Garry Marshall
088. Cars, 2006, John Lasseter
089. Matrix, 1999, Andy & Larry Wachowski
090. X-Men – Der letzte Widerstand, 2006, Brett Ratner

091. Das Vermächtnis des geheimen Buches, 2007, Jon Turteltaub
092. Last Samurai, 2003, Edward Zwick
093. Tarzan, 1999, Kevin Lima, Chris Buck
094. 300, 2007, Zack Snyder

095. Ocean’s Eleven, 2001, Steven Soderbergh
096. Pearl Harbor, 2001, Michael Bay
097. Men in Black II, 2002, Barry Sonnenfeld
098. Sherlock Holmes, 2009, Guy Ritchie
099. Das Bourne Ultimatum, 2007, Paul Greengrass
100. Mrs. Doubtfire – Das stachelige Kindermädchen, 1993, Chris Columbus

Ohje, ich glaube nicht, dass ich noch zu retten bin…


Das Vitusportal

Letzten Dienstag ging nach einem Wochenende Arbeit das Vitusportal online, meine variante eines Internetangebotes für die Bürger der Stadt. Hier nun das making-Of, das eigentlich schon am Dienstag online stehen sollte:

Vorgeschichte
Schon seit einem guten halben Jahr trug ich mich mit dme Gedanken, dass es ein Internetforum für Mönchengladbach geben müsste. Was ich beim suchen entdeckte waren das Linke Forum Mönchengladbach (für mich okay, aber insgesamt zu deutlich politisch ausgerichtet) und RuM2Gether, ein Forum, in welchem man ohne Anmeldung nicht mal lesen konnte (und ich gehe nicht in Foren, in denen ich nicht vorher ein wenig mitlesen konnte, was da so los ist).
Etwas anderes musste her, ein politisch allen offenstehendes Forum für lokale Themen. Was mich lange daran hinderte war, dass ein solches Forum dazu verdammt war, vor sich hinzudümpeln. Foren füllen sich nicht von selbst, sie brauchen einen Anreiz für die Diskutanten.

*Argh* Um Gottes Willen, nein, DiskUtanten, DiskU! Keine Disko-Tanten!

Wie dem auch sei, eine zeit lang erfüllten die Kommentarbereiche der lokalen Nachrichtenmedien (Rheinische Post, Bürgerzeitung Mönchengladbach) diese Funktion recht gut.
bei letzterer wurde schließlich eine umfassende Umstrukturierung angekündigt. Die auf genau eines hinauslief, diesen Beitrag. Zwei Tage zuvor wurde ein Kommentar meinerseits mit dem Hinweis gar nicht erst zugelassen, dass Bundespolitik dort nicht diskutiert werde. Es ging um das Tanzverbot am Karfreitag (im übrigen ein Landesgesetz).
Nun muss man fairerweise sagen, dass es noch zwei tage davor eine öffentliche Auseinandersetzung zwischen Martin P. Heinen von der Jungen Union und mir gegeben hatte (nicht die erste), die einigermaßen Wellen schlug.

Auf jeden Fall war somit klar ausgesprochen: Die BZMG ist kein Forum.
Sie bietet aber auch keines an, ebensowenig wie es sonstwo ein brauchbares Forum gab.
Also doch wieder zurück zum eigenen Projekt. Nur war ich inzwischen auch in anderen Punkten von der BZMG enttäuscht – die beständigen Meldungen „In eigener Sache“, kommentarlos übernommene Pressemitteilungen, die fehlende Möglichkeit, Beiträge ihren Verfassern zuzuordnen und ein Umgang mit politischen Gegnern (lies: Der CDU), der auf keine Kuhhaut ging – und ich bin nicht grade ein Freund der CDU. Und, wie ich mitbekam, ich war nicht der erste, von dem Kommentare gar nicht erst erschienen.

Damit war klar: es brauchte ein anderes, besseres Bürgerportal für die Stadt. Mit Fourm und Nachrichten, aber auch einer Vernetzung darüber hinaus. Eine Zentrale für all die Blogger und Twitterer der Stadt, eine seite, auf der ganz MG repräsentiert war nd die beständig mit ihren Mitgliedern wuchs.

Tag 0
Doch wie sollte das Kind nun heissen?
Glabbach.de war vergeben, glabbach.net zwar nicht, aber eine .de-Adresse eignet sich besser zur Weitergabe, weil sie vertrauter ist und somit eher erinnert wird. Frei war jlabbach.de, aber da zweifelte ich, ob Leute es finden und nicht mit dem bestehenden Gladbach.de und Glabbach.de verwechseln würden. Auch meinten einige Leute, die ich fragte, das das wegen der seltsamen Rechtschreibung schwer zu merken sei.
Blieb für mich die Option, etwas mit Vitus zu machen. Vitusform – nee. Vitusnews – auch nicht schön, aber schon besser. Vitusportal – aha, das gefällt mir!
Allein, noch hatte ich Vorbehalte – der Name eines heiligen im Titel? Für mich als Atheist eher fragwürdig.
Aber bei allem hin und her, „Vitus“ war als Namensbestandteil der Vitusstadt fest in der Stadt verankert und hatte für die Gladbacher somit Identifikationspotenzial – und es gab schlimmere Heilige als Veit (unter den ganzen Völkermördern und Verbrechern im Heiligenkatalog fällt er sogar sehr positiv auf).
Nun denn, Vitusportal.de sollte es sein und vitusportal.de wurde es.

Die Seite
Klar war schon aus der Konzeption, dass das Vitusportal anders sein sollte als die bestehenden Seiten – politisch unabhängig (trotz meiner Zugehörigkeit zu den Grünen) und für alle Gladbacher da.
Dass die Möglichkeit mitzuschreiben allen registrierten Lesern zur Verfügung stehen sollte, war klar. Die Kommentarfunktion wurde durch ein integriertes Forum ersetzt, in dem auch jederzeit zu Themen diskutiert werdne konnte, über die nicht berichtet worden war.
Und so war die Grundplattform der erste Schritt. Nach einer langen Recherche zu verschiedenen Systemen kam ich schließlich zum Ergebnis, dass WordPress immer noch das flexibelste System auf dem Markt war. Also setzte ich WordPress auf.
Und ein erstes Design, wobei ich da am Abend merkte, dass ich zu lange keine eigenen Designs für WordPress mehr gestaltet hatte – es kam nur noch grafisches Chaos raus.

Also nochmal neu angesetzt, diesmal mit einem bestehenden Design, das ich nur noch anpasste.
Okay, und von dme nachher keine einzige Zeile Programmcode mehr stehen blieb. Na gut, wenigstens stand die Seite nun, der Rest konnte folgen

Der Rest
der rest war vor allem die Einbindung anderer Seiten und ständig neuer Nachrichten. Der Wettbericht war bereits integriert worden, als ich das Design erstellte (die Daten stammen übrigens von einer Wetterstation in Viersen), die beiden wichtigsten teile fehlten aber noch:
– Das Forum war der ursprüngliche Kern des Projekts. Leser sollten in der lage sein, alle Themen zu diskutieren, auch wenn sie nicht auf der Startseite angesprochen waren. Nun waren die meisten Foren nicht eng genug in einen WordPress-Blog einbindbar, um mit diesem so gut zu interagieren, wie ich das wollte. Es dauerte eine Weile, bis ich auf ein passendes System (SimplePress) stieß und es integrieren konnte.
– Die andere Sache waren die Twitter-Feeds. Eigentlich wollte ich ein Fenster anbieten, in dem die letzten 20 Tweets aus der Stadt erschienen, mit allen Twitterern der Stadt gemischt. Nur hatte twitter diese Möglichkeit inzwischen abgestellt, weil sie zu rechenintensiv war. Blieb die letztendlich umgesetze Liste Gladbacher Twitterer mit Profilbild (aktuell 53, es sind aber noch nicht alle erfasst).

Hinzu kamen noch ein paar Kleinigkeiten. Die Möglichkeit, Artikel zu bewerten war noch wichtig.
Warum die aber wichtig war, dazu später mehr. So viel nur: Sie wird zu dem Zeitpunkt wichtig, wo sich sowohl die Zahl der Leser wie auch der Schreiber ausreichend erhöht hat.

Grobschliff
Blieben noch zwei Dinge bis zur offiziellen Eröffnung.
Das Logo ging relativ schnell, nur sieht man ihm das auch an. was da aktuel steht ist nur ein Provisorium.
Wichtiger war die Trennung von redaktionell erarbeiteten Artikeln (einschließlich jener der Leser) und einfachen Pressemitteilungen. Letztere weiterzugeben machte durchaus Sinn, nur wollte ich nicht, dass sie als Arbeit seitens des Vitusportals ausgegeben wurden.
Also erhielten sie einen eigenen Bereich. Einen wirklich guten Code zu finden, um nur Beiträge einer bestimmten Kategorie abzurufen, hat mich denn auch mal eben einen halben tag gekostet – der Großteil der per Google auffindbaren Lösungen sind instabile Flickschustereien.

Und doch: Am Dienstag war alles startbereit.
Ein paar Funktionen fehl(t)en noch, vor allem die Bloggerliste analog zur Twitterliste (folgt, der Code dafür liegt bereits auf meiner Festplatte, ich suche noch die Blogs zusammen) und die Möglichkeit, unter verschiedenen Designs auszuwählen (ist im grunde schon drin, aber es gibt momentan nur ein Design).

Das Schlimmste aber: ich habe für diesen Beitrag keine Bilder von den Zwischenständen der Seite gemacht undmusste statt dessen eine endlose Textwand von einem Making-Of abliefern.
Mea culpa.

Eine Aussage aus dem Anfang des projekts Vitusportal bleibt aber bestehen: es steht niemals still – der Tag, an dem ich keine neuen Funktionen mehr einfüge, ist noch nicht abzusehen.
Es gibt noch so viele Möglichkeiten, die noch nicht umgesetzt sind und teils auch erstmal vorbereitet werden müssten.