Gute KĂŒche

Essen ist ein großes Thema im Fernsehen. Bei einer aktuellen Recherche bin ich auf die Masse an Kritik am nun schon ein paar Jahre anhaltenden Boom von Kochsendungen gestoßen. Und in direkter Verbindung damit auf die Kritik daran, dass die Deutschen unglaublich schlecht essen wĂŒrden.
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Ratsvorspiel im Juni

Ich will ja zu jedem Ratszug hier veröffentlichen, was ich zur jeweils letzten Sitzung zu sagen habe oder fĂŒr berichtenswert halte. Das klappt bisher nicht immer, aber ich hoffe, mich zu verbessern. Vielleicht komm ich ja irgendwann mal wieder auf die Rate, regelmĂ€ĂŸig jeden Freitag einen Bericht zu schreiben (meine Regularia leiden in letzter Zeit eh), wie zu seligen AStA-Zeiten.
Nun, zwei Sitzungen gab es in den letzten Tagen, bei denen ich bei war.

Sportausschuss
Da bin ich eigentlich gar nicht, bin aber kurzfristig fĂŒr eines unserer Mitglieder eingesprungen (letztes Mal bin ich dort fĂŒr unser anderes Mitglied eingesprungen, so langsam werd ich da Festausstattung).
Die wichtigste Entscheidung war jene, ob es Sportvereinen in Zukunft ermöglicht werden soll, in der PrioritĂ€tenliste fĂŒr Reparaturen an stĂ€dtischen Sportanlagen vorzurĂŒcken, wenn sie mindestens 25% der Kosten selbst stellen. Dies war bereits zweimal durch die Verwaltung so gemacht worden und die Ampel will nun eine klare Regelung fĂŒr solche VorgĂ€nge.
Letzten Endes haben wir der Regelung zugestimmt, wenn die letztendliche Entscheidung beim Rat liegt und Eigenleistungen grundsĂ€tzlich angerechnet werden. Dabei konnte ich dafĂŒr sorgen, dass Eigenleistungen nicht nur in EinzelfĂ€llen anrechenbar sind, um den vereinen eine grĂ¶ĂŸere Planungssicherheit zu geben. Dies ist vor allem fĂŒr die kleinen Vereine wichtig, die bei dem Antrag etwas schlechter dastehen als die grĂ¶ĂŸeren, weil sie das Geld nicht so leicht aufbringen können (allerdings haben sie ja auch meist billigere Anlagen mit weniger Sanierungskosten).
Nicht gefallen hat mir die Aussage, ein Antrag zu den Sportanlagen der Stadt meine „automatisch“ nur Mitgliedsvereine des Stadtsportbundes, als die CDU diese EinschrĂ€nkung forderte. Zwar gab sich die CDU mit dieser Aussage zufrieden und ließ ihre Forderung nicht in den Antragstext einfließen, mir gefĂ€llt abe rnicht, dass eine Mitgliedschaft im Stadtsportbund in MG offenbar als selbstverstĂ€ndliche Voraussetzung dafĂŒr gilt, in Politik und Verwaltung ernstgenommen zu werden.

Die MarketingGesellschaft MG (MGMG) stellte ihr Konzept zur FIFA-Fußballweltmeisterschaft der Frauen 2011 vor, zu deren Spielorten auch MG gehört. Insgesamt wenig kreative Ideen, dafĂŒr aber penetrant hĂ€ufige PrĂ€sentation des Logos fĂŒr MG als Spielort.
Die CDU hatte noch einen Antrag zur „StĂ€rkung der Eigenverantwortung des Stadtsportbundes Mönchengladbach“, den sie auch pressewirksam prĂ€sentierte. Mir persönlich kommt die Überschrift zynisch vor, geht es doch darum zu untersuchen, wie man dem Stadtsportbund mehr Kosten auflasten kann. Zudem hielt ich den Antrag, auch wenn er auf den ersten Blick so aussah nicht fĂŒr einen PrĂŒfauftrag, da er so ausgelegt werden kann, dass die Verwaltung ermĂ€chtigt wird, zum Zweck der Kostenreduzierung direkt VertrĂ€ge auszuhandeln.

Den Rest finde ich jetzt nicht so interessant: Es gab einen Bericht ĂŒber die BĂ€der, das Tennenspielfeld Schlachthofstraße wird saniert, ebenso der Hallenboden in MĂŒlfort.

Umweltausschuss
Und damit kommen wir zu meinem „Heimspiel“ im Umweltausschuss. das ist ĂŒbrigens die erste Fußballmetapher, die ich seit Beginn der Fußball-WM der Herren ĂŒber meine Finger oder Lippen habe kommen lassen – irgendwann musste es ja passieren.

Nunja, hier gab es quasi nur Berichte, aber mit denen konnte man durchaus arbeiten.
Interessant fand ich persönlich den Bericht ĂŒber die LuftqualitĂ€t. Hier ging es vor allem um die Friedrich-Ebert-Straße, fĂŒr die die Stadt nun ein Konzept gegen Feinstaub entwickeln muss. Die Stadt macht es sich leicht und hofft auf eine Entlastung durch die ohnehin beabsichtigten Umbauten in der StraßenfĂŒhrung in Rheydt.
Das Land indes verpflichtet die Stadt zwar zur Lösung des Feinstaubproblems, stellt aber keine Messstation auf, die den Erfolg der Maßnahmen messen könnte – leicht schizophren und ganz sicher nicht zielfĂŒhrend.
Und das nĂ€chste Problem bahnt sich ja bereits an: Der Braunkohletagebau Garzweiler II rĂŒckt direkt an Wanlo heran und bringt Staub mit sich. Die Verwaltung sagte auf meine Nachfrage immerhin zu, die Feinstaubentwicklung durch den Tagebau im Auge zu behalten. Das Problem fĂŒr die Wanloer wird allerdings wohl mehr der ordinĂ€re Staub als der Feinstaub sein.

Der KanadagĂ€nse wird sich die JĂ€gerschaft im normalen Jagdbetrieb annehmen, Rettungsdienst und Katastrophenschutz berichteten. Es gab eine Übersicht zum Bodenzustand in nicht besiedelten Gebieten, der bis auf natĂŒrliche Arsenvorkommen um die Niers nördlich Giesenkirchen und Blei im Hardter Wald (das sich wegen zu saurem Bodens dort ansammelt) gut aussieht.

Insgesamt
Zwei wenig aufregende Sitzungen mit vielen Berichten. Die sich nÀhernde Sommerpause und die Zeit, die die Haushaltsbesprechungen in Anspruch nehmen, machen sich bemerkbar.
Im Hintergrund wird derzeit viel gearbeitet, soviel kann ich verraten. An der OberflÀche aber ist es noch ruhig.