MyFreeFram – Kleiner Test zum Browserspiel

[Trigami-Review]

MyFreeFarm ist ein Browserspiel, in dem man eine Farm verwaltet. Anders, als die Browserspiele, die ich sonst so kenne hat dieses sogar ein paar Animationen und besteht nicht nur aus endlosen Ansammlungen von Tabellen. Was auch dazu fĂŒhrt, dass ich anders als bei BigPoints Tabellenorgien auch freiwillig mehr als zwei Tage dabei bleibe.
Im Spiel baut man hauptsĂ€chlich auf mehreren Feldern GemĂŒse an, spĂ€ter auch Tierprodukte (Eier, Milch etc.) und Obst (angefangen mit Erdbeeren). Unten in der Farm tauchen immer mal wieder „Farmis“ auf, Kunden, die Bestellungen haben und bezahlen, wenn man diese mit seinem Anbau erfĂŒllen kann. EintrĂ€glicher sind aber die selteneren „Quests“, AuftrĂ€ge, die man im Dorf bekommt. Dort erhĂ€lt man auch sein Saatgut und seine Ausstattung und kann Bestenlisten einsehen.
Mit dem virtuellen Geld kann man dann weitere Saaten kaufen, Feld und Bauernhaus mit Möbeln, Bildenr, Vogelscheuchen und derlei Zeug schmĂŒcken, mehr Felder kaufen und die vorhandenen Felder von Unkraut, Steinen etc. befreien.
GrundsĂ€tzlich lĂ€sst sich der Farmertrag auch ĂŒber den Markt im Dorf verkaufen, aber dazu kommt man vor lauter Kunden auf der Farm normalerweise gar nicht. Ich zumindest nicht.
Das einzige Problem ist die Zeit: Ein paar Eier zu produzieren braucht gut 4 Stunden. Man kann das zwar mit Getreide beschleunigen – aber grade mal um lĂ€cherliche 3 Minuten pro Portion. Da kann man das FĂŒttern auch gleich bleiben lassen. Auch die fortgeschrittenen GemĂŒse- und Obstsorten brauchen ewig lange zum Wachsen. Andererseits hilft das beim Ansatz des Gelegenheitsspiels: nach zwei Stunden muss man sich eh neu einloggen, da kann man auch gleich einen Spielstil einnehmen, der morgens und abends je ein paar Minuten braucht. Oh, und das Geld: ZusĂ€tzliches Vieh und Felder sind so teuer, dass es sich kaum lohnt, auf deren Erwerb hinzuarbeiten. Man kann zwar virtuelles Geld mit harten Euros kaufen, das mag ich persönlich aber nicht. Man hat aber schon mit einem Feld und einem HĂŒhnerstall definitiv genug zu tun.

Doch nun zur GrĂŒnenfrage: Ist es Bio?
Ehrlich gesagt keine Ahnung. Man gießt mit Wasse rund baut Getreide an. Das Vieh wird mit eigenen Farmprodukten gefĂŒttert, davon ab lĂ€sst sich noch nicht sagen, wie Bio das Ganze ist. SpĂ€ter gibt es wohl DĂŒnger, an dem wird sich die Bio-igkeit dann zeigen.

Eine Besonderheit möchte ich noch positiv anmerken: Spieler werden nach zwei Stunden automatisch ausgeloggt. das finde ich positiv, weil es ein Hemmnis fĂŒr Spielesucht darstellt. ich rechne es den Machern bei Upjers durchaus hoch an, dass sie es riskieren, potenzielle Kunden zu vertreiben, um Spielsucht einzudĂ€mmen.

FĂŒr wen das Spiel letztendlich geeignet ist?
Ich wĂŒrde sagen, fĂŒr Fans von PokĂ©mon (Ă€hnlicher Sammelwuteffekt) und von Browserspielen, die sich aber von der meist zu trockenen PrĂ€sentation abgeschreckt fĂŒhlen. Alles in allem macht das Spiel durchaus Spass und hĂ€lt bei der Stange, trotz kleinerer nerviger Details.
Und da die Frage immer wichtiger wird: Nein, ich habe nach der Anmeldung bei MyFreeFarm keine zusÀtzlichen Spam-Mails erhalten.

Und zum Abschluss noch der launige Trailer zum Spiel. LĂ€uft angeblich auch im TV, was ich mangels Fernseher aber nicht bezeugen kann:

Jetzt zum Spiel