eBook-Land: Woche 12

Bücher im Verkauf: 3 | Eigene: 1 | Einkünfte bisher: 30,59 € | Händler: 6

Die Woche kennzeichnet sich vor allem durch scheinbare Ruhe, aber das hat seinen Grund: Zur Umsetzung meines Neujahrsvorsatzes (letzter Punkt) hab ich mein Arbeitspensum etwas erhöht. Das bekommt vor allem das (grade erst inhaltlich aufgefrischte) Blog mit, diese Phase sollte aber sehr bald enden. Inhalte habe ich definitiv genug, es fehlt nur etwas an Zeit.

Phase 1

Die Überarbeitung des Layouts von The Last American läuft und die erneuerte Version wird diese Woche online gehen.
Daneben habe ich mich entschieden, ein kleines Sonderexperiment zu wagen: Eine thematische Anthologie gemeinfreier Kurzgeschichten, Gedichte und so weiter. Dabei sammel ich nicht einfach Texte (das kann jeder), sondern verfolge die Entwicklung eines sehr kleinen Literaturgenres, das um die Jahrhundertwende seine Blütezeit hatte und dann in die Abenteuerliteratur absorbiert wurde. Das Genre existiert noch, aber kaum mit genug Vertretern um als eigenes Genre gelten zu können. Eine enge Verknüpfung mit gesellschaftlichen Entwicklungen und den zu dieser Zeit neu entstehenden Wissenschaftsdisziplinen bieten die Bühne für eine solche Bearbeitung. Weniger, weil es sich lohnen würde (tut es nicht, gemeinfreie Werke stellen sich als Cent-Tröpfeleien heraus) als aus eigenem Interesse.
Wobei, vielleicht geht das beim Anthologie-Ansatz anders. Immerhin sind dort eine ganze Menge von Autoren gelistet (jene der Einzelgeschichten), sodass das Buch in mehr Suchanfragen auftauchen und auch mehr Leute interessieren dürfte.

Phase 2

Feuchten Fußes nähert sich dem Endergebnis, da kann ich ja ruhig mal etwas mehr dazu sagen:
Das Konzept ist es, ein Sachbuch mit einer Kurzgeschichte einzuführen, die das Szenario, um das es geht, plastisch vorstellt. Etwa so wie in einer Fernsehdokumentation über das Thema nach Sorte Im Reich der Giganten(Werbelink). Das Thema, die Evolution der ersten Landwirbeltiere, eignet sich recht gut für ein solches Experiment, man muss nur den richtigen (oder einen guten) Moment in diesem Prozess finden. Wahrscheinlich spürt man hier auch den Einfluss, den Lothar Streblows Tiergeschichten (insbesondere Duna der Dinosaurier und Trigan der Dreihornsaurier) literarisch auf mich hatten.
Daneben habe ich noch ein paar Projetkideen, bei denen ich mir nicht bei allen sicher bin, ob ich sie nicht über Pseudonyme rausbringen soll. Einerseits sind es Themen, die sehr stark aus meinem Portfolio herausstechen würden. Andererseits habe ich mir in einem davon bereits 2006-2010 unter meinem Realnamen einen sehr guten Ruf als Fachmann aufgebaut. Hmm. Nun, wir werden sehen. Das andere ist im Grunde ein Kochbuch, nur um mal aufzuzeigen, wie weit die Titel von meinem sonstigen Programm (Wissenschaft & SF) ausscheren. Sollte ich mich für ein Synonym entscheiden, wäre es (dient ja nicht der Geheimhaltung, nur der Unterscheidung unterschiedlicher Portfolios) Raul Diego Juarez. ¡Olé! Raul Diego von meinem letzten Vor- und meinem Nachnamen, Juarez, weil es noch einen Nachnamen brauchte, der klanglich dazu passt.
Dann gibt es noch Version 3.0 von Dieses Cover ist Müll! – ja, sie ist in Arbeit. Ich rechne für die Veröffentlichung mit Mitte Februar. Wie angekündigt wird es ab dann zwei Ausgaben geben, eine dickere für Neulinge mit zusätzlichen Kapiteln zu den absoluten Grundlagen und eine für Fortgeschrittene, die kein Problem haben, mit Photoshop, Gimp & Co. zu arbeiten und die dann dank dieser Tatsache Geld sparen können. Wie ich den Unterschied im Namen kenntlich mache, weiss ich aber noch nicht so recht – irgendwelche Ideen?

Kindle gegen Bücherregal

Die deutschdemokratischen Ausgaben von Marx gelten allgemein als problematisch, da sie hin und wieder zu Gunsten der Staatsideologie zensiert wurden. Somit konnte ich mich auf meine Ausgabe von Zur Kritik der Politischen Ökonomie nicht wirklich verlassen, auch wenn der rot gebundene Band mit der goldenen Rückenbeschriftung wirklich hübsch war.
Tatsächlich habe ich eine Weile überlegt, ob ich Marx rausschmeissen will, das ist dann doch schon in der Repräsentativität ein anderes Kaliber im Bücherregal als das bisherige Kroppzeugs (Ratgeber, Taschenbücher und die Bibel). Letztlich siegte ironischerweise der Kapitalismus, denn die eBook-Ausgabe gibt es für 3 € während ich meine recht gut erhaltene Hardcoverausgabe für knapp 13 € verkaufen konnte. Marx als Kapitalanlage. Ich höre, in London poltert es grade in einem Grabe, als würde da etwas rotieren.
Aber es ist nicht alles verloren: Die Lücke füllt nun Sartre. Und der bleibt auch da: Französischsprachige nummerierte Erstauflage von Le Mur. Sowas geb ich so schnell nicht ab.
Dann ist da noch diese zweifelhafte Perle: Left Behind, das vor Jahren ordentlich Wellen geschlagen hat gibt es derzeit kostenlos bei Amazon und für lau schau ich dann doch mal, worum sich all der Wirbel drehte.
Ich bin kein Christ und kein Freund des etwas seltsam anmutenden angloamerikanischen Genres „Christian Literature“, aber für einen guten Fantasyroman bin ich dann doch zu haben. Mal sehen, ob es diese Erwartung erfüllt. Ich würde jetzt sagen, es ist sicher nicht grundlos ein Bestseller geworden, aber… naja, Twilight.


Straßenausgleichsmaßnahmen

Mal wieder etwas Politik, jetzt wo es langsam aus der Winterpause rausgeht. Das Folgende ist eine Idee, deren Umsetzung in Mönchengladbach wohl aussichtslos ist. Keine Partei ausser den Grünen und der Linken würde einen solchen Vorschlag in unserem autoverliebt-rückständigen Metropölchen mittragen.
Ich schreibe es hier in der Hoffnung, einen solchen Plan als Denkanstoß für andere Kommunen einzubringen.

Straßenausgleichsmaßnahmen
Straßen kosten Geld. Das mag zunächst trivial erscheinen, aber was gerne vergessen wird: Sie kosten auch nach dem erfolgten Bau weiter Geld. Je nach Zustand, Alter, Material und Belastung zwischen wenigen hundert und ein paar zehntausend Euro pro Kilometer. Benutzung und Wetter fordern ihren Tribut, es gibt Aufrisse für Strom, Telekommunikation, Wasser und Gas, Schlaglöcher und Risse wollen gefüllt werden.
Unter diesen Umständen ist es für eine finanziell in der Klemme steckende Stadt (also inzwischen fast jede) kaum möglich, Straßenbaumaßnahmen durchzuführen, selbst wenn sie sinnvoll sein sollten. Leider sind diese Folgekosten aber regelmäßig nicht im Blick der Akteure und so wird die jährliche Last an Pflichtausgaben munter weiter erhöht.
Mein Gegenmittel ist genau das, wonach es klingt: Straßenausgleichsmaßnahmen.
Im Grunde bedeutet das, bei jedem Straßenneubau ist anderswo im Stadtgebiet eine entsprechende Straßenfläche stillzulegen. Ob man die „entsprechende Fläche“ nach Quadratmetern oder jährlichen Kosten festsetzen will, sei jeder Kommune selbst überlassen, für beides gibt es gute Argumente.
Der Effekt dessen wäre insgesamt eine Optimierung des Straßennetzes auf die Bedarfe sowie zumindest eine Verlangsamung der Flächenversiegelung. Wirklich benötigte Straßen könnten gebaut werden, nicht mehr benötigte können – was bisher so gut wie gar nicht passiert – systematisch abgerissen werden. Fast jede Stadt hat irgendwo überflüssige Straßen – praktisch unbenutzte Nebenstraßen ohne Anwohner, fehlkonzipierte Umgehungsstraßen, Rudimente längst abgerissener Wohngebiete und verschwundener Gewerbebetriebe. Die liegen nur rum und verursachen Kosten.


>Meine Lieblings-eBook-Cover 2011

>Wo ich schon so viel über schlechte eBook-Cover schreibe sollte ich dann vielleicht auch mal darüber schreiben, welche eBook-Cover ich für wirklich, wirklich gut halte. Nun denn, hier sind meine Top 10, weitere Vorschläge gerne willkommen:

10. Loki
Der nordische Gott Loki wird als vater zahlreicher Monster hin und wieder mit Schlangen assoziiert und ist selbst der Gott der List und Tücke. Attribute, die in der westlichen Kultur auch Schlangen zugerechnet werden.
Interessant an Loki ist der erfolgreiche Versuch, dem Titel das Aussehen eines abgenutzten, alten Buches zu geben, ähnlich einem alten leinengebundenen Buch, das schon länger in einem Bücherschrank steht. Die einfarbige Ausführung von Bild und Text sowie der gewählte Farbton sehen auf diesem Hintergrund sehr authentisch aus. Auch wirkt die Illusion bei einem eBook besser als bei einem Taschenbuch, vermutlich durch das Fehlen eines kontrastierenden Buchrückens, der die Falschheit des Bildes verraten würde. Das K im Schriftzug wirkt ein wenig seltsam.

9. Broken Worlds
Das einzige Cover in der Liste, das ohne konkretes Titelbild arbeitet und zudem das einzige, das ich nur wegen seines Covers auf meine Wunschliste gesetzt habe (und kaufen werde, sobald meine Liste ungelesener Bücher mal wieder etwas schrumpft).
Broken Worlds funktioniert dank der hochgradigen Abstrahierung der Welten als Kreise/Kugeln und die Kombination mit der einfachen Tatsache, dass auch der Buchstabe O als Kreis darstellbar ist. Jetzt packt man die Os in den beiden Wörtern des Titels zusammen und bricht den Text genau dort entzwei. Das Ergebnis ist eine effektvolle Visualisierung des Buchtitels.
Ich wünschte wirklich, mehr Cover würden mit ihren Schriftzügen ähnlich kreativ arbeiten. Es kommt hin und wieder vor, beschränkt sich aber meist auf die Anwendung von Farben und Bildern in der Schrift. Das Schriftbild selbst zu „verletzen“ ist eine Technik, die man selten sieht.

8. Shapeshifters Anonymous
Ich mag J.A. Konraths Cover normalerweise überhaupt nicht. Sie wirken zusammengeschustert und überfrachtet. Sie sind nicht so schlimm wie die Fotogalerie von Frauenbeinen, die John Locke als Cover bezeichnet, aber sie wirken dennoch ziemlich billig.
Shapeshifters Anonymous ist das wahrscheinlich einfachste Cover zu einem von Konraths Büchern, aber zugleich auch das meiner Meinung nach beste. Und als wollte es sich über mich lustig machen, besteht es hauptsächlich aus Frauenbeinen á là Locke. Aber in Kombination mit dem Gepardenschwanz kommt ein Element hinein, das dem Bild einen Hauch von Andersheit gibt.
Das Cover sieht ein wenig aus wie eine Kreuzung aus einem O’Reilly-Buch und einem Animorphs-Band. Der Lichtblick unter den Konrath-Covern. Bonuspunkte dafür, dass eine wichtige Figur der Geschichte tatsächlich ein Wergepard ist.

7. The First Fossil Hunters
Das ist ein schönes beispiel für ein Cover, das mit wenigen Elementen verrät, worum es geht. Der Titel allein lässt an die ersten Paläontologen denken, die im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert die Existenz einer urzeitlichen Welt lange vor dem Menschen bewiesen und so den Weg für Lamarck, Darwin und die Evolutionstheorien bahnten. Das Bild hingegen verrät dem eingeweihten ein anderes Thema: Der Umgang mit den schon damals hin und wieder auftauchenden Fossilien in der Antike.
Dargestellt ist ein Greif auf der Basis des Skeletts eines Dinosauriers (Protoceratops). Ein Bild, das sich deshalb anbietet, weil der Verleger Princeton University zwei Greife im Wappen führt. Eingeweihte kennen die Theorie, dass Greife und die Sphinx auf den Funden solcher Tiere beruhen und wissen das seltsame Bild daher einzuordnen. Uneingeweihte wollen im besten Fall wissen, was es mit dem Bild auf sich hat. Leider werden wohl viele Leser dadurch einfach nur verwirrt.

6. Linksaufsteher
Das farbigste Cover in dieser Liste.
Man steht auf, schlurft ins Bad und verteilt im ersten Akt des Morgens die Zahnpasta quer über die Zahnbürste.
Und auf dem Weg hat man sich wahrscheinlich den Dicken Zeh gestoßen.
Und Montag ist es sowieso.
Ein Bild, das so manchen Morgen einfach nur perfekt beschreibt.
Und jetzt muss ich dennoch weiterschreiben, sonst überlappen die Bilder von Platz 6 und 5, was einfach blöd aussieht. Mir fällt aber sonst nicht viel zu dem Cover ein. Die Farben sind schön knallig, damit dürfte es bei den meisten Suchen deutlich herausstechen. So, Textblock grade lang genug, nochmal überlebt.

5. Why Evolution is True
Ja, ich hab’s mit Dinosauriern.
Dieses Cover schafft das Kunststück, seine Grundthese kurzerhand auf dem Cover zu beweisen, indem es den Übergang von kleinen Raubdinosauriern zu den Vögeln in vier klaren Schritten zusammenfasst. Man muss dazu sagen, dass der Titel des Buches in den USA allen Ernstes als kontrovers gilt, eine so klare Stellungnahme ist also ein Wagnis.
Hier ist es grafisch mit dem wohl berühmtesten Beispiel Archaeopteryx untermauert. Die häufige Behauptung der Kreationisten, die fehlenden Glieder in der Kette der Evolution seien nie gefunden worden, wird direkt durch das Aufzeigen einiger solcher Formen (alle vier Bilder zeigen echte Tiere, keine hypothetischen Zwischenformen) widerlegt.

4. 2:46 – Aftershocks
Normalerweise ist es eine Grundregel: Weiss funktioniert nicht als Hintergrundfarbe für eBook-Cover, da diese meist auf einem wiedeurm weissen Hintergrund präsentiert werden.
2:46 schafft es, diese fehlende Begrenzung zu nutzen. Das Rot der japanischen Flagge wirkt so verloren in einem großen weissen Raum. Durchaus passend für ein Buch über das verheerende Erdbeben von März 2011. Was ich aber an diesem Cover vor allem mag, ist die Subtilität der Symbolik. Erst auf den zweiten Blick fallen die Rissen und Schrammen an dem roten Kreis auf. Japan ist in seinem Kern beschädigt.
Der große Nachteil des Bildes ist seine Allgemeinheit – es wird in wenigen Jahren wahrscheinlich für so ziemlich jedes Unglück in Japan Verwendung finden können. Aber in dem Moment, in dem es gebraucht wurde, hat es gewirkt. Für ein kostenloses, innerhalb einer Woche geschriebenes Buch, das im Grunde nur ein Spendenaufruf war ist das durchaus beachtlich.

3. Schuld
Kurzgeschichtensammlungen sind der natürliche Feind jedes Coverdesigners. Wie bringt man mehrere unterschiedliche Geschichten auf einem Cover in Einklang, ohne ein austauschbares Bild zu erhalten? Das Titelbild von Schuld ist sicherlich keine einmalige Idee, Blut im Wasser ist ein häufiges Bild im Film.Hier wirkt es aber durch Stil und die klare Aufteilung des Covers.
Schuld ist ein schöner Titel für einen Krimi. Ein naheliegendes Konzept, das in diesem Literaturgenre dennoch kaum Erwähnung findet, weil die Schuldfrage in diesem Genre oft nur vordergründig interessiert („Wer war es?“) und die Handlung nach Feststellung des Täters endet. Die Frage nach der Schuld selber im Titel verspricht eine tiefergehende Auseinandersetzung, vielleicht näher am Film Noir als an der üblichen Krimikost.

2. Die Oetkers
Auch ein schönes Blutbild: Der Vanillepudding mit Erdbeersoße wirkt harmlos genug, aber das ist eine Familienchronik mit Fokus auf eine deutsche Industriellenfamilie. Familienchronik und Industrie, das trägt gleich einen ganzen Strauß an Implikationen mit sich, insbesondere be vor 1933 gegründeten Unternehmen.
Kaum vorstellbar, dass es in einem Unternehmen dieses Wertes keine Betrügereien, Dolchstöße und Verschwörungen gegeben hat. Undenkbar, dass ein solches Unternehmen das 3. Reich überstanden haben soll, ohne mit den Nazis zu kollaborieren.
Was das Blut angeht enttäuscht die Familie Oetker zwar, aber das Titelbild ist dennoch ein gelungener Kundenmagnet.

1. Demon Kissed
Demon Kissed sticht aus mehreren Gründen aus dieser Liste heraus. Da ist zunächst einmal die Tatsache, dass ich nicht das geringste Interesse am Inhalt des Buches habe. Romanzen, auch paranormale, sind nun wirklich das letzte Genre, das ich in die Hand zu nehmen gedenke. Aber das ist ganz einfach das beste Buchcover, welches zu sehen ich mich erinnern kann.
Das Titelbild spielt mit dem Buchformat und überragt es zu den Seiten hin, was einen ungewöhnliches plastischen Effekt ergibt.
Das Bild selbst hat drei Schichten. Die offensichtliche ist jene, in der rote Lippen einen Rind halten. In der zweiten Ebene ergeben Ring, Lippen und Schatten die Konturen einer drohenden Kobra, ein subtiler Effekt, der das Thema der Liebesgeschichte mit einem Dämonen sehr stark verbildlicht. Und diese Komposition ist ein absolut beeindruckendes Bild. Die dritte Ebene erkennt man erst in der Vergrößerung: Die Lippen bestehen aus beschrifteten Buchseiten, es handelt sich eigentlich um ein rot eingefärbtes, aufgeschlagenes Buch.
Dieses Cover könnte ohne Probleme in einem Museum hängen. es würde mich nicht wundern, wenn es das täte. Einziger Kritikpunkt: Der Titel ist relativ schlecht erkennbar.

Ausserdem erwähnenswert:
Cover, die mir die letzten Monate ebenfalls positiv auffielen, es aber nicht in die Top-10 geschafft haben.


e-Book Land: Woche 11

Bücher im Verkauf: 3 | Eigene: 1 | Einkünfte bisher: 29,44 € | Händler: 6

Okay, fangen wir mit den Informationsquellen an: Paper.li hat zwei „Zeitungen“, die ich jedem eBook-Autoren nur empfehlen kann, wenn er auf dem Laufenden bleiben will: Der eBook Klub für die deutsche Szene und Join the eBook Revolution für die englischsprachige.
Paper.li ist ein Service, der Twitter-Nachrichten sammelt. Jede Zeitung aktualisiert sich alle 24 Stunden mit neuen Schlagzeilen aus dem Twitterversum und liefert so ständig aktuelle Links und lässt sich abonnieren, wodurch man bei jeder Aktualisierung eine eMail erhält. Ich empfehle diesen Dienst auf jeden Fall sehr, wenn man immer auf dem letzten Stand bleiben will. Die englische Ausgabe ist etwas besser als die deutsche, aber das liegt daran, dass das Thema dort wesentlich weitreichender etabliert ist als hier.
Ein andere Punkt ist die luxemburgische Mehrwertsteueranpassung. Ich bin offengestanden schockiert, dass Amazon davon allem Anschein nach völlig überrascht wurde. Es ist nicht so, als wäre diese Gesetzesänderung erst am Weihnachtsabend beschlossen worden. Aber anders ist kaum zu erklären, wie unvorbereitet Amazon hier war – es gab nicht einmal eine automatisierte Funktion, die den Preis an die neuen Sätze anpasste? Denn das Vorgehen bei der Preisänderung lässt erahnen, dass die Änderungen per Hand gemacht werden. Für mehrere Millionen Titel! Das Ergebnis ist aktuell ein bunter Salat von Titeln mit unterschiedlichen Steuersätzen. Man sollte meinen, das weltgrößte Internet-Versandhaus mit hohem Automatisierungsgrad bei digitalen Verkäufen hätte eine Abteilung fähiger Programmierer im Haus.

Phase 1
Nach einigem hin- und herüberlegen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass meine beiden bisherigen Veröffentlichungen gemeinfreier Werke nicht mehr meinen Maßstäben entsprechen. Weniger im Inhalt als in der Aufmachung: Ich habe mit jedem Buch mehr über die Formatierung von Text in eBooks gelernt. Der wichtigste Ausfluss davon ist, dass ich die einst verhassten Einzüge am Absatzanfang inzwischen für essenziell für das Schriftbild halte.
Beide meine gemeinfreien Werksumsetzungen haben keine solchen Einzüge. The Last American werde ich definitiv entsprechend anpassen, Armata wird deutlich mehr Arbeit, da das 200 Jahre alte Original vollkommen anders gesetzt war als moderne Romane. Speziell bei Armata stehe ich bei einer Überarbeitung auch erneut vor der Frage: Originalrechtschreibung oder modernes Englisch? Für beide Positionen gibt es gute Argumente.

Phase 2
Ich hatte ja bereits darüber geschrieben, Dieses Cover ist Müll! Lernen Sie warum hat eine deutlich erweitere 2. Version erhalten und wird auch eine 3. Version bekommen. Das war von Anfang an geplant, aber die Geschwindigkeit dessen überrascht mich dann doch. Version 2 hat sich bisher (wohl auch dank des immer noch deutlich zu hohen Preises) noch nicht verkauft. Gar nicht.
Die letzten Monate sind mir so viele Dinge aufgefallen, die darin noch fehlten, dass die Überarbeitung nötig wurde. Viele der Dinge für die 3. Ausgabe sind Sachen, die für Anfänger nötig sind (beispielsweise Grundlagen der Bildbearbeitung), für Fortgeschrittene aber überflüssig und uninteressant. Ich überlege daher, die 3. Version aufzuspalten in eine Lite-Variante ohne die Anfängerinformationen für 2,99 € und eine erweiterte Edition mit diesen Details für die 3,99 € der bisherigen Edition.
Aber eine Sünde ist mir bei der 2. Version doch passiert: Ich habe vergessen, das Cover durch einen Sticker mit einem Hinweis auf die Versionsnummer noch mehr zu verschandeln. Dabei hatte ich mir das so fest vorgenommen!
Das andere Buch in Phase 2, Feuchten Fußes, steht aktuell vor einem ganz anderen Problem: Es wird für meinen Geschmack zu kurz. Ich könnte es zwar für 0,99 € verkaufen, aber ich finde, ein Buch dieser Länge lohnt nicht und habe auch persönlich Vorbehalte dagegen, zwischen dem vielen Schrott in dieser Preiskategorie zu landen. Was meint ihr, soll ich den Sprung in die Billig-Kategorie wagen?

Phase 3
Nur ein kurzer Teaser: Ich habe da noch eine Überraschung vor mit den beiden Anthologien. Die Bände sind definitiv im Zeitplan und sollten also Februar (deutsche Anthologie) und März (englische Anthologie) erscheinen. Beide enthalten jeweils eigene Geschichten, die als Originale in der jeweiligen Sprache geschrieben sind. Ob ich auch Übersetzungen beider in der jeweils anderen Sprache erscheinen, werde ich noch überlegen, Übersetzungen sind grundsätzlich nicht einfach. Es wird wojhl davon abhängen, wie erfolgreich die Anthologien werden. Wenn, werden die übersetzten Editionen aber wohl nicht vollständig sein, denn einige der Geschichten basieren auf Eigenschaften der jeweiligen Sprache, die sich nicht übersetzen lassen (einschließlich einiger Gedichte).

@eBooksfuerlau
Der Twitter-Account, der auf kostenlose Angebote verlinkt war bisher ein ganz guter Erfolg – nach einer Woche 30 Follower klingt nicht nach viel, aber mir scheint das ein ganz brauchbarer Start zu sein. In der einen Woche gab es knapp 400 Klicks auf Amazon und 100 auf iTunes, für den Rest habe ich (noch) keine Affiliate-Accounts.
Geld ist bisher nicht reingekommen, was in dieser Stufe nicht überrascht. Ich rechne mehr mit Einnahmen als einer Art Kollateralschaden in diesem Projekt, wodurch es sich erst bei einer dreistelligen Followerzahl zu rechnen beginnt. Kostenlose deutsche eBooks zu finden, die nicht bereits tausendfach verbreitet sind war in der Weihnachtszeit einfach, wird aber langsam schwieriger. Der Markt ist nicht annähernd so groß wie in den USA, wo täglich allein auf Amazon Dutzende Titel kostenlos abgegeben werden. Und nein, „Piraterie“ ist keine Option.

Kindle gegen Bücherregal
Diese Woche sind drei Bücher rausgeflogen, allerdings ohne Ersatz auf dem Kindle. Zwei davon sind Bücher über C++, die 9 bzw. 11 Jahre alt und somit komplett überholt sind. Das ist eines der klassischen Probleme gedruckter Bücher, die sich mit der digitalen Welt befassen: Wenn man Glück hat, sind sie noch ein Jahr aktuell, nachdem sie bereits ein Jahr auf dem Weg von der Schreibmaschine und die Druckereien in den Handel geschafft haben. Papierbücher über Programmierung sind ganz einfach eine vollkommen sinnlose Idee, dafür entwickelt sich die Technik und Szene in diesem Bereich einfach zu schnell.
Stadt in der Krise indes ist einfach ein uninteressantes Buch. Das Thema ist sicher extrem relevant, aber ich musste mir kein Buch kaufen, um herauszufinden, dass die Städte darunter leiden, dass sie von der Regierung zu viele Aufgaben und zu wenig Finanzmittel bekommen haben. Das weiss jeder, der sich irgendwie für das Thema ernsthaft interessiert auch ohne 250 Seiten darüber zu lesen.
Noch uninteressanter sind dann die Lösungsvorschläge des Autoren, die sich zusammenfassen lassen mit „Steuern erhöhen“.
Unterdessen habe ich dank Amazons aktueller Verschenk-Aktion Heilige Scheiße runterladen können, das schon länger auf meiner Wunschliste stand. Hätte ich doch nur vorher gewusst, dass es von den Autoren des unsäglich dämlichen Generation Doof ist, einer mir zutiefst verhassten Sammlung dummer Vorurteile über, was auch sonst. die „.Jugend von heute“.
Nein, irgendwie keine gute Lesewoche. Naja.


Auf nach 2012

Schon Abend, aber doch: Mein kleiner Ausblick auf 2012
Kurze Vorhersage: Der CASTOR kommt an MG vorbei wenn nicht gar durch MG, wogegen es ordentlich Widerstand gibt. Ansonsten geht es in der Stadt um große Dinge: Verkehrsentwicklungsplan, Lärmaktionsplan, Grimshaws Masterplan, Luftreinhalteplan – wenn es mit „-plan“ aufhört, ist es 2012 Thema. Mit etwas Glück sogar der immer noch suboptimale Busfahrplan in der Stadt. Meister und Vizemeister im Fußkugeln heissen beide Borussia. In Deutschland kommt es zum Durchbruch des eBooks, was weitreichende Auswirkungen auf die hiesige Kulturpolitik und Medienindustrie haben wird. eBooks werden für den Buchmarkt das, was das Internet für die Zeitungen bereits ist. Piraten und FDP gehen am jeweils eigenen Erfolg zu Grunde, wenn auch auf unterschiedliche Weise (FDP weil ihre Erfolge uns zunehmend in den Abgrund reissen, Piraten weil sie durch ihre eigenen Erfolge überflüssig werden). Das Ende der Welt verhindert grade noch rechtzeitig einen verheerenden Wahlsieg der Republikaner in den USA.
Eine Idee, die mir heute kam ist es noch zu beobachten, wie gut mein letzter Einkauf 2011 sich als Orakel eignet. Sollte ich das nicht vergessen, werde ich diese Liste zum Jahresende wieder hervorkramen, mal schauen, was rauskommt. Also: 3 Pfund Äpfel, 500 g FIMO, 1 Mülleimer, 4 LED-Glühbirnen, 5 Liter destiliertes Wasser, 1 Baguette, 1 neues Rücklicht fürs Fahrrad. Nein, ich habe noch keine Ahnung, was das ergibt. Wobei, ich könnte im Mülleimer aus den anderen Teilen eine Suppe anrühren. Dank der Glühbirnen auch mit Knusper.

Und nun der langweiligen Teil an: Vorsätze. Also denn.

85 kg
Der gute alte Klassiker: Abnehmen.
Nachdem ich Sommer 2011 einen Schreck bekommen habe, weil ich erstmals über 100 kg wog, will ich jetzt wieder auf gesünderes Maß kommen und mich auf ca. 85 kg stabilisieren. Auf 89 bin ich aktuell. 85 ist immer noch ein wenig über der BMI-Empfehlung für meine Größe, aber da sag ich ganz einfach: Fuck that, 85 halte ich für gut und gesund. BMI ist eh nicht zur Bemessung individueller Idealgewichte geeignet, sondern ein statistisches Bewertungsinstrument für den etwas abstrakteren Begriff der „Volksgesundheit“.
Nehmen wir „Mehr Sport“ gleich dazu, dann haben wir die Klassiker abgehakt.

Computerwechsel
Nein, es geht nicht um die Anschaffung eines neuen Computers, sondern um den Umstieg von Desktop-PC auf Laptop.
Im Dezember hat sich meine durchschnittliche tägliche Zeit vorm Desktop-Computer von 5 auf 3 Stunden verkürzt, im Laufe des Jahres 2012 will ich komplett auf den Laptop übergehen. Der wichtigste Grund dafür ist der geringere Stromverbrauch von Laptop-Computern, aber natürlich auch die Möglichkeit, unterwegs zu arbeiten und so zum Beispiel Bahnfahrten und Wartezeiten effektiver nutzen zu können. Im Idealfall erhalte ich dadurch mehr Zeit, im weniger idealen Fall steigt nur meine Zeit vorm Bildschirm.
Richtig ist, dass Tablet-Rechner noch weniger Strom verbrauchen, ich habe aber schlichtweg keinen und bin nicht sicher, ob ich 2012 einen kaufen werde. Vielleicht. Zudem sind Tablets allem Anschein nach zum Schreiben längerer Texte schon von der Software her eher weniger geeignet.

Bücherregalschrumpfkur
Meine Büchersammlung zählt sicherlich nicht zu den größten der Welt – sie braucht etwa zwei Billy-Regale und einen Eichenschrank in ähnlicher Dimensionierung. Alles in allem wohl ein paar hundert Bände, vielleicht 1.000. Dennoch verbrauchen sie Platz, den ich anderweitig gebrauchen könnte, grade mit rapide wachsenden Beständen an Ratsunterlagen und ähnlichem offiziellen Kram.
Also werde ich in Zukunft soweit möglich meine Bücher durch elektronische Versionen ersetzen. Ich schätze, das macht etwa ein Drittel meiner Sammlung aus, der Rest sind seit Jahrzehnten vergriffene Taschenbücher, Bildbände und aufwendigere alte Ausgaben. Alles andere ist ersetzbar. Da ich die Erfahrung machen musste, dass gebrauchte Bücher von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen praktisch unverkäuflich sind (ob auf dem Trödelmarkt, im Antiquariat oder online), bedeutet das wohl eine Zunahme meiner Altpapiermengen. Das kann man noch so schlimm, schade oder barbarisch finden: Niemand kauft alte Bücher, es gibt einfach keine wirtschaftlich vertretbare Alternative.

Archivbildung
Hier dann im Gegenzug, wofür die Bücher eigentlich Platz machen: Ende 2010 habe ich aufgehört, Ratsunterlagen jenseits der Protokolle zu archivieren. Jeden Monat kam etwa ein dicker Ordner an Unterlagen dazu, schnell gab es Platznot. Ich entschied mich, Ratsunterlagen künftig aus dem Ratsinformationssystem zu laden, wenn ich sie brauchte.
Das Problem hiermit ist, dass sich das Ratsinformationssystem als völlig unbrauchbar erwiesen hat. Allem voran das Fehlen der Bebauungspläne bei Bebauungsplanbeschlüssen wog schwer, etwas weniger schwer auch sonst das Fehlen praktisch sämtlicher Anlagen bei Beratungsvorlagen. So war oft nicht nachvollziehbar, was genau eine Entscheidung eigentlich umfasst und ich musste aus dem Gedächtnis zitieren/beschreiben. Das ist bei der Anzahl an Vorhaben, die über ein Jahr entschieden werden, inakzeptabel. Und da ich unserer Verwaltung inzwischen die nötige Kompetenz für eine ordentliche Versorgung des Ratsinformationssystemes nicht mehr zutrauen (mit wenigen Ausnahmen bei Einzelpersonen), muss ich halt doch wieder archivieren. Dafür brauche ich 2012 etwa 1-2 Regalmeter, die ich aktuell nicht übrig habe.

Projekte
Klare Zahlen: Bis Ende des Jahres will ich 4 Projekte im Rahmen meiner Ratsarbeit umgesetzt haben. Ausserdem sollen bis dahin 10 neu von mir verlegte eBooks raus sein, idealerweise eines pro Monat. Beides sind Mindestzahlen. Beide sind ungefähr gleich ambitioniert.


>Dieses Cover ist Müll! 2. Auflage

>So, die 2. Version (Auflage? Ich bin da noch nicht ganz sicher) von Dieses Cover ist Müll! Lernen Sie warum ist raus. Bei der Gelegenheit habe ich mal eben alles an den Einstellungen im Sinne besseren Marketings geändert, selbst beim Cover habe ich unten ein paar missratene Pixel abgeschnitten (allerdings versehentlich nur im Buch selber). Ich glaube, die einzige im Vergleich zur 1. Version nicht veränderten Einstellungen sind der US-Preis ($ 4,49) und die Rechteverwaltung (kein DRM, weltweite Rechte bei mir).
Der europäische Nettopreis wurde dem neuen Mehrwertsteuersatz angepasst (und sobald Amazon nachzieht stimmt der Bruttopreis dann auch wieder).
Aber was habe ich denn nun genau geändert?

Rechtschreibung
Natürlich gab es ein paar redaktionelle Fehler, hier mal die gesamte Liste:

  1. Ein Satz im Vorwort endete mit zwei Punkten
  2. Ein fehlendes Leerzeichen hinter einem Komma
  3. Ein fehlendes „nicht“

Davon ab habe ich beim Schmutztitel den Hinweis ergänzt, dass das Buch einer Hausorthografie folgt, sich also bewusst nicht 100% mit der Dudenschreibung deckt (die selbe Schreibung wie in meinen Blogbeiträgen und Tweets). Einen ähnlichen Hinweis hatte ich schon bei Armata eingesetzt, welches aufgrund seines Alters eine veraltete Rechtschreibung aus dem frühen 19. Jahrhundert nutzt.

Vorwort
Der Überarbeitung des komplett misslungenen Vorworts habe ich bereits einen eigenen Beitrag gewidmet. Festzuhalten bleibt: Wenn das Buch ein Vorwort hat, ist es das erste, was der Leser in der Leseprobe sieht. Es sollte daher einer der besten Texte des Buches sein mit dem klaren Ziel, Käufer zu werben.
Ein Vorwort muss dem potenziellen Kunden klar sagen, warum er grade dieses Buch kaufen sollte. Das ist anders als bei gedruckten Büchern, die der Kunde potenziell auf so ziemlich jeder Seite aufschlagen und probelesen kann. Was nicht heissen soll, dass der Rest des Buches qualitativ abfallen soll.

Neue Kapitel
Einige Themen hatte ich in der 1. Version gar nicht bearbeitet, die mir nachträglich aber doch wichtig erschienen. Das Thema der optischen Linien ist davon das wahrscheinlich wichtigste. Diese durch die Positionierung der Elemente auf dem Cover entstehenden gedachten Linien sind eine wichtige Grundlage im Layout und an grundlegendsten Kenntnissen kommt man auch bei so speziellen Themen wie Coverdesign nicht wirklich vorbei.
Ein weiteres neues kapitel beshcäftigt sich mit der Frage, ob es sinnvoll ist, das Cover eines gedruckten Buches auch für das eBook zu verwenden und was dem entgegenstehen kann. Ein Thema, das mir auffiel, als mir einige mehr schlecht als recht angepasste Perry-Rhodan-Cover
auffielen.
Das dritte und letzte neue Kapitel

Ergänzungen
Das Kapitel zur Gestaltung von Buchserien entwickelt sich zu einem der längeren, was ich so nicht erwartet hätte. Aber mehr Informationen zu Logos und dem Phänomen der farbigen Balken und Umrandungen in Heftromanen und Magazinen waren eine dringend angeratene Ergänzung.
Die andere große Ergänzung betraf das Kapitel zur Typografie. Dinge wie Serifen ohne Bildbeispiele zu erklären war keine sonderlich gute Idee, also habe ich für jede der näher vorgestellten Schriftsorten (Kursive, Zierschriften, Serif, Non-Serif, Fraktur, Dingbats) einen kleinen Beispieltext als Grafik eingebunden. Wahrscheinlich werde ich in der 3. Auflage diese Liste um die aktuell nur kurz angerissenen Monospace, Bild- und Effektschriften ergänzen, da bin ich aber noch nicht ganz sicher.

Anhänge
Bereits die erste Version endete mit einer Seite, auf der ich Möglichkeiten aufführte, mich zu kontaktieren: Twitter, Blog und eine speziell für diesen Zweck eingerichtete eMail-Adresse.
Das wird jetzt durch eine Liste der Neuerungen der 2. Version (wesentlich knapper als hier) und ein „richtiges“ Impressum ergänzt. Ich muss zugeben, mir ist immer noch nicht ganz klar, ob und in wlcher Form eBooks unter die Impressumspflicht fallen. Vorerst gehe ich sicherheitshalber davon aus, dass sie in dieser Frage mit Webseiten gleichgestellt sind.

Marketing-Kram
Den Werbetext als elektronisches Gegenstück zum Klappentext habe ich auch noch ein wenig umgestellt. Neben dem Hinweis auf die zweite Auflage ist der Text jetzt etwas freundlicher im Ton und das bevormundend klingende Wörtchen „Lernen“ an einer Stelle durch das ansprechendere „Lesen“ ersetzt.

Kristallkugel
Die Sache mit Technik-Ratgebern ist die, dass sie nie fertig sind. Will heissen: Selbstverständlich habe ich schon Ideen, die in eine 3. Auflage des Buches einfließen werden, die es voraussichtlich Frühjahr 2012 geben wird.
Das eine ist ein Kapitel „Eigenkritik“, in dem ich alle meine eigenen Cover nach den Maßstäben meines Buches unter die Lupe nehme, und dabei Schwächen und Stärken aufzeige. Zudem werde ich die Anzahl an Beispielen weiter erhöhen, im Grafikdesign sind beispiele unabdingbar.
Ebenfalls fehlt noch eine Einführung in die nötigen Fertigkeiten mit Grafikprogrammen. Da steckt ordentlich Aufwand drin, muss ich es doch schaffen, einen Text zu formulieren, der allen was bringt. Eine Einführung in Photoshop ist für Gimp-Nutzer fast unbrauchbar und da es hunderte verschiedener Plattformen gibt artet das ziemlich aus. Aus gutem Grund gibt es so gut wie keine plattformneutralen Bücher über Bildbearbeitung.
Das Kapitel zur Titelfindung braucht definitiv einen längeren Abschnitt für das Segment „Fiktion“, es ist momentan nur zwei Absätze lang. Was okay wäre, wäre der Abschnitt über Ratgeber im selben Kapitel umgerechnet nicht zwei Seiten lang. Beim Thema Typografie kann ich auch ruhig noch mehr ins Detail gehen, glaube ich.
Dazu kommt dann noch Kleinkram. Ich habe nachträglich einen Rechtschreibfehler gefunden (habe ein substantiviertes Adjektiv klein geschrieben) und es gibt noch einen Aspekt bei der Gestaltung von mehrbändigen Titeln, der bisher nicht behandelt wird.

Das heisst
Die 2. Auflage ist gegenüber der 1. eine deutliche Steigerung und ihr Geld wert.
Gleichzeitig ist aber auch festzuhalten: Bereits am nächsten Tag nach dem Upload dieser Ausgabe haben die Arbeiten an der 3. Version begonnen. Das ist kein Verlust für das Buch: Alle Käufer der älteren Versionen können die späteren Ausgaben über Amazon kostenlos erhalten. Einfach auf dem eigenen Lesegerät löschen und neu runterladen. Das ist (mit) das Schöne daran, dass eBooks Dateien sind.