2013: Ausblick, Vorsätze

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Ich möchte für 2013 ein paar Vorhersagen aufstellen und Vorsätze festlegen.
Die Vorhersagen sind für mich selbst überraschend, aber ich halte sie für nicht unwahrscheinlich. Ich glaube ernsthaft, 2013 wird international ein historisches Jahr mit weitreichenden Auswirkungen in die weitere Zukunft. Deutschland läuft dabei Gefahr, von den Entwicklungen abgehangen zu werden. Merkels Regierung steht schon bald ähnlich isoliert da wie einst Honecker kurz vor dem Ende der Sowjetunion – die Welt dreht sich weiter, allein ein deutscher Staat weigert sich stetig, mitzudrehen und gräbt sich in veralteter Ideologie ein.

Ausblick

Die Armutsschere wird absurd
Die Armutsschere spreizt sich bekanntlich immer weiter, aber 2013 werden wir einige wirklich absurde Folgen dieser Entwicklung sehen. Der Lebensstil von Arm und Reich zeigt 2013 deutliche Tendenzen einer vollständigen Trennung, vor allem im Konsum.
Teilweise wird das in Entwicklungen offensichtlich, die noch vor einigen Jahren nur als Satire möglich gewesen wären. So wird es bei den Superreichen eine Raumfahrtbewegung geben, die zwar noch niemanden ins All bringt, aber mehrere erfolgreiche Testläufe bringt, die es breit in die Presse schaffen.

Das Erbe Angela Merkels
Angela Merkel bleibt Kanzlerin, aber nur mangels Alternativen. Deutschland ist in einer Kombination aus fortgesetzter Krise und unfähiger Regierung unregierbar geworden, aber auch hier ändert sich nichts, weil die Bevölkerung in der Mehrheit keine Alternativen sieht. Die dritte Amtszeit Angela Merkels geht als Das große Siechtum in die deutsche Geschichte ein. Währenddessen sammelt sich zunehmend Widerstand in der Bevölkerung, der sich weiter in regionalen Donnerschlägen à lá Stuttgart 21 entlädt, aber die oberen Ränge der Bundesregierung nicht wirksam erreicht.
Eine große Revolution wird es schon wegen des Mischmasch ans Partikularinteressen nicht geben, aber regionale Konflikte werden langsam an Intensität zunehmen. Politisch extreme Kräfte nähern sich in den Umfragen beunruhigend der 5%-Hürde, bei den etablierten Parteien erstarken populistische Kandidaten samt ihrer Flügel. Die FDP wird alle durch eine große interne Reform überraschen, bei der die Marktradikalen zu Gunsten der klassischen Liberalen untergehen werden. Der Erfolg dieser Reform entscheidet über Fortbestehen oder endgültigen Untergang der Partei, vor allem aber ist es die erste sichtbare Weichenstellung für die politische Landschaft nach der Ära Merkel.
Die Piratenpartei spielt keine nennenswerte Rolle mehr, selbst wenn sie in den Bundestag einziehen sollte.

Mönchengladbach: Ruhe vor dem Sturm
2014 sind Kommunalwahlen und ich gehe fest davon aus, dass sich schon aus diesem Grund 2013 in Mönchengladbach politisch nicht viel tun wird. Jeder will sich profilieren und gleichzeitig dem eigenen beabsichtigten Profil (vermeintlich) schadende Vorhaben verhindern. Damit wird sich die Politik hierzustadte gegenseitig auf den Füßen stehen.
Diese Situation wird weitergehen, bis die beginnende heisse Phase des Wahlkampfes im Laufe des Herbstes das Bündnis zerreisst.

Die Welt verändert sich grundlegend
In den USA kommt es zu einem großen Kurswechsel. Obama muss sich in seiner zweiten Amtszeit nicht mehr um die Wiederwahl kümmern und wird einige überraschende Entscheidungen verkünden. In Frankreich wird Hollande einige seiner Versprechen erfüllen – sehr zum Ärger Deutschlands. Der Nahe Osten versinkt in einem zweiten Anlauf des Arabischen Frühlings, nachdem der erste gescheitert ist. Die neue Revolution wird, ausgehend von Syrien und Palästina, zu einer Art internationalem Bürgerkrieg von Indien bis in die Türkei. Wir Zentraleuropäer werden davon aber nicht viel bemerken.

Medienwelt
In Deutschland wird mindestens eine als gesund geltende Tageszeitung empfindlich einbrechen. Mehrere unabhängige Filmprojekte aus dem Internet feiern Erfolge an den Kinokassen. Das eBook wird weiterwachsen, aber es wird nicht viel in der Art wirklich neues geben.

Vorsätze

Blog
2012 habe ich es in der ersten Jahreshälfte einigermaßen geschafft, regelmäßig hier zu schreiben. Dann kam die Sommerpause, in der alles ein wenig durcheinander kam und danach kam ich nicht wieder in einen brauchbaren Schreibrytmus. Dabei gab es nun wirklich genug potenzielle Inhalte für das Blog.
2013 will ich wieder dahin kommen, regelmäßig hier zu schreiben. Die Themen bleiben das bekannte Potpourri: Politik mit Fokus auf der lokalen Ebene, auf der ich selbst tätig bin, eBooks und hin und wieder mal was anderes, vor allem aus den Bereichen Wissenschaft & Technik. Angeblich eine viel zu polymorphe Mischung für ein konsistentes Blog, aber trotz dieser schönen Sammlung an Xenolemata halte ich das für mich persönlich für irrelevant – das ist mein Blog, es berichtet nicht wirklich, sondern spiegelt mehr mich und meine Interessen. Trotz eines bedauerlichen Mangels an Dinosauriern.

eBooks
Letztes Jahr habe ich mein Ziel in diesem Bereich bei weitem nicht erreicht. Das will ich 2013 ändern. Allerdings gebe ich diesmal kein pauschales Zeil von 10 Büchern im Jahr aus, sondern ein konkreteres, was den Motivationseffekt des Vorsatzes steigern sollte.
Das bedeutet, ich will 2013 mindestens diese Bücher fertigstellen: 2 weitere Bände der Reihe Meilensteine der Evolution, 1 Roman (wahrscheinlich Ètrenne, zu dem ich beizeiten mehr schreibe), 1 Kochbuch (unter Synonym, das aber nur um Verwechslungen mit den anderen Büchern zu vermeiden).

Politische Projekte
Auch mit politischen Projekten möchte ich weiterkommen und vor allem ein paar echte Pflöcke einschlagen. Das Ziel ist erneut, 4 größere Projekte erfolgreich anzustoßen oder mitzugestalten. Konkret denke ich an zwei Radwegeprojekte, ein Projekt für nachhaltige Luftfahrt, ein wirtschaftspolitisches Projekt. Aber diese Liste kann sich das Jahr über noch verändern, je nachdem, welche Themen von ausserhalb aufkommen oder mir in den nächsten 12 Monaten sonst so einfallen.

Projekt X
Ausserhalb dessen steht noch ein Projekt, dass ich dennoch hier zusätzlich einfüge. Dass ich zu diesem noch nichts sage ist keine Geheimniskrämerei oder soll es zumindest nicht sein. Aber ich überlege momentan, wie ich es möglichst gut präsentiere, denn dieses Projekt soll ein Erfolg werden und dafür braucht es eine gute Startpräsentation des Vorhabens.
Wie gesagt, es ist nicht direkt ein politisches Projekt, sondern mehr ein kulturelles und wirtschaftliches und ich werde dazu Crowdfunding anstoßen müssen. Es hat nichts mit meiner Partei zu tun und ist ein Projekt, das ich selber als Privatperson umsetzen will. Es geht, soviel kann ich schon sagen, um Bestattungs- und Erinnerungskultur.
Ich will es nicht 2013 komplett umsetzen, aber ich will es beginnen und bekannt machen. Wenn allein die Idee sich nur ausreichend verbreitet, wenn andernorts eine Diskussion darüber geführt wird, ist schon sehr viel erreicht. Wenn ich es dann in den nächsten Jahren auch noch umsetzen kann, wäre das natürlich absolut großartig.