Mesozoischer Mittwoch (Dino-Dienstag) 27

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diese Woche einen Tag später, weil ich praktisch den kompletten Dienstag unterwegs war.

Dino-Strandspaziergang am Steinhuder Meer

Münchehagen, bekannt für seine Dinosaurierfährten, hat eine weitere Dinosaurierfährte. Diesmal ist es die Spur von zwei Raubsauriern, die dort vor 142 Millionen Jahren gemeinsam am Strand entlang gelaufen sind. Interessant ist daran der Größenunterschied: Das größere Tier war an der Hüfte wohl etwa 1,60 Meter hoch, das kleinere nur 1,10 Meter. Die Spuren zeigen zudem, dass der kleinere Saurier abschnittsweise gerannt ist, um mit dem größeren Schritt zu halten. Das deutet auf eine klare Verbindung beider Tiere hin. Kombiniert mit der Größe der beiden Tiere ist das ein weiterer Hinweis auf eine ausgeprägte Kinderpflege bei Dinosauriern.
Es wird immer klarer, dass Dinosaurier sich ähnlich intensiv um ihren Nachwuchs kümmerten wie ihre heutigen Nachfahren, die Vögel, es noch heute tun.

Ääähh…

Aus der bunten Welt der Medien haben wir heute eine Netflix-Serie von Dreamworks, zu der mir nicht mehr viel einfällt. Ich meine, seht euch den Trailer an:


Gladbachrettungsmaßnahme – MG Nachhaltig

Endlich, endlich, endlich kann ich mein neues Internetprojekt MG Nachhaltig ganz offiziell vorstellen. Die Technik läuft, die Inhalte sind vorzeigbar (na gut, die Radkarte braucht noch was, aber es ist als Start vorzeigbar) und ich bin innerlich bereit.

Langsam! Was ist MG Nachhaltig?

MG Nachhaltig ist eine Seite, die zu einem Knotenpunkt der ökologischen Szene(n) in Gladbach heranwachsen soll.„Nachhaltig“ bedeutet in diesem Falle also ökologisch nachhaltig – Initiativen, Vereine und Einrichtungen, die im Sinne einer Lebensweise handeln, die ein langfristig umweltverträgliches Leben ermöglichen und fördern sollen hier auf verschiedene Weisen zusammenkommen. Zugleich sollen an einer nachhaltigen Lebensweise interessierte Menschen eine Übersicht über Möglichkeiten in der Stadt erhalten, dieses Interesse praktisch umzusetzen.

Die Hauptkarte

Viele grüne Punkte - Die Karte zum Start am 17.08.2015

Viele grüne Punkte – Die Karte zum Start am 17.08.2015

Das Herzstück des Auftrittes und meine ursprüngliche Idee, die zu MG Nachhaltig geführt hat, war die nun auf der Startseite zu findende Karte entsprechender Einrichtungen in Mönchengladbach. Vom Bioladen über das vegane Lokal bis zu Fahrradläden und Flohmärkten sind hier zum Start 59 Einrichtungen verzeichnet, die im Sinne von Natur- und Umweltschutz, Ressourcenschonung und allgemein einem guten Umgang mit der Welt handeln.
Inspiriert wurde ich, als ich bei Michael Köster auf Bilkorama eine solche Karte für Düsseldorf gesehen hatte. Sowas wollte ich auch für Gladbach. Also habe ich angefangen zu basteln.
Aber es gibt noch einen anderen Punkt, der mich inspiriert hat, das einfach zu machen: Die Veganer. Man mag von der Veganismus-Bewegung halten, was man will. Viele finden sie zu verbissen und dogmatisch. Ich kenne nur sehr wenige missionarische Veganer, aber das ist jetzt nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass die Veganer in Gladbach in den letzten Monaten über ihren Veganer-Stammtisch zu einer richtigen, wahrnehmbaren Bewegung zusammengewachsen sind, die allein durch ihre Masse und Präsenz in der Lage sind, das Angebot an vegetarischen und veganen Speisen auf den Speisekarten vieler Lokale und Restaurants deutlich zu verbessern.
Die Veganer sind nur eine einzelne und nicht einmal die größte Bewegung im ökologisch-nachhaltigen Spektrum. Mit ziemlicher Sicherheit sind allein schon die Kunden der Bioläden eine größere Gruppe. Hinzu kommen die Mitglieder der diversen Natur- und Umweltschutzverbände sowie natürlich die vielen an diesen Themen interessierten Einzelpersonen, die sich nicht an Verbände binden (möchten oder können). Jene, die zwar ein nachhaltigeres Leben führen wollen, dabei aber nichts mit irgendwelchen Bewegungen zu tun haben wollen. Das Potenzial in der Stadt ist riesig. Egal wie konservativ Mönchengladbach scheint, in einer Stadt von fast 260.000 Einwohnern ist es schon statistisch unmöglich, dass kein Potenzial für eine große Umweltbewegung vorhanden ist.
Doch sie ist zersplittert. MG Nachhaltig will diese Zersplitterung überwinden. Die Karte ist dazu der erste Schritt – jede/r kann sich unabhängig und ohne Druck informieren, wo Einrichtungen zu finden sind.
Und sich dadurch inspirieren lassen, wie viele Möglichkeiten und Bewegungen in Mönchengladbach wider Erwarten der meisten vorhanden sind. Wie viele wussten schon, dass Gladbach ein veganes Haarstudio (Chaarisma, Bendhecker Straße 64) oder ein solches Tattoo- und Piercingstudio (Punkmuddis, Künkelstraße 69) hat? Oder dass es so etwas überhaupt gibt? Und die Liste ist noch lange nicht komplett – diverse Einrichtungen stehen noch zur Überprüfung an oder es ist noch zu diskutieren, ob sie wirklich aufzunehmen sind. So gibt es etwa nahe an der Stadtgrenze im Rhein-Kreis Neuss noch einige Biohöfe, die aber vorerst nicht in der Liste sind, weil sie halt ausserhalb der Stadtgrenzen liegen.
Momentan gibt es zwei Arten von Punkten: Grüne für bestehende und rote für geplante Einrichtungen (aktuell das Café Alge und die Radstation MG). In Zukunft werden mehr unterschiedliche Markierungen dazukommen, um beispielsweise Gebrauchtwarenläden von Restaurants unterscheiden zu können.

Die Radkarte

Thematisch verwandt, wenn auch als letztes zu der Seite hinzugekommen ist die separate Radwegekarte. Man kann das recht gut an der relativen Leere der Karte erkennen. Ursprünglich sollten gute Radwege mit in die Hauptkarte, aber letztlich entschied ich, dass das die Karte zu unübersichtlich machen würde.
Diese Karte habe ich spontan gestern nachmittag angelegt und eingebunden. Zum Start finden sich dort vier Anlagen: Die Richard-Wagner-Straße/Brucknerallee, der Weg auf der ehemaligen Bahntrasse zum Geneickener Bahnhof sowie die zwei Teile des Niersuferweges, getrennt durch die für alle Verkehrsteilnehmer einschließlich der Autos katastrophale Kreuzungsanlage Odenkirchener/Dohrer Straße.
Wege werden in zwei Farben markiert:: Grün für gute Wege, blau für gute Ideen, die relativ einfach gute Wege werden können. Ein Klick auf den Pin zu jedem Weg bringt eine genauere Bewertung einschließlich der Kritikpunkte.

Noch etwas leer: Die Radwegekarte

Noch etwas leer: Die Radwegekarte

Das Forum

Für alle Inhalte ist mir wichtig, dass diese offen diskutiert werden können. Die Option einer Facebook-Gruppe oder Seite erscheint mir weitgehend unbrauchbar, da Diskussionen auf Facebook nach relativ kurzer Zeit im Nirvana verschwinden. Dazu kommt, dass viele Nutzer grade in den alternativen Szenen Facebook aus verschiedenen Gründen ablehnen.
Also musste ein eigenes Forum her. Dort kann man die Seite diskutieren, aber auch Vorschläge für neue Einträge einreichen und diskutieren. Was mir ein besonderes Anliegen ist, ist auch die Möglichkeit, hier Leuten einen Platz zu bieten, die selbst etwas entwickeln möchten und Ideen, Kritik oder auch Mitstreiter suchen.
Ob das greift, werden wir sehen.
Was ich allerdings noch tun muss ist eine Harmonisierung des Forums mit dem Design der Seite.
Übrigens ist der Markt für WordPress-Forensoftware weitgehend unbrauchbar geworden, seit bbPress die Mitbewerber rausgedrängt hat. Diverse bessere Optionen wie das sehr mächhtige und fein justierbare MyBB werden nicht mehr aktualisiert, sodass ich letzten Endes auch bbPress anwenden musste. Nunja, es funktioniert.

Das Blog

Nachrichten aus den Umweltschutzverbänden in Mönchengladbach zu erhalten, ist überraschend schwierig. Die BAUM und der Nabu bringen kaum Neuigkeiten, die letzte Mitteilung vom BUND ist der Jahresbericht 2008, Transition Town muss man erst mal finden, Greenpeace hat sich gar lokal aufgelöst.
Das ist verständlich: Die Lokalgruppen haben jede für sich nicht genug Inhalte zu bieten, um ein reguläres Blog mit regelmäßigen Nachrichten zu füllen. Dafür ist ihr Fokus einfach zu klein. Aber: Alle zusammen können das meiner Überzeugung nach durchaus. Wenn ein Blog von all diesen Gruppen gemeinsam gefüttert wird, muss nicht jede Gruppe für sich das Blog am Leben halten, es reicht, wenn jeder ab und an was schreibt und das Blog dadurch insgesamt ständig Beiträge aus verschiedenen Ecken hat. So wie eine Zeitung ja auch nicht von einem einzelnen Journalisten alleine geschrieben wird.
Und natürlich ist das auch ein gemeinsamer Tisch, an den die Gruppen so gebracht werden, um Kooperation zu fördern.
Gleichzeitig erhalten Interessierte so die Möglichkeit, sich an einem Ort gebündelt über Neuigkeiten aus diesem Bereich zu informieren. Abgerundet wird das Ganze durch eigene Nachrichten von MG Nachhaltig, seien dies nun Interna wie etwa die Aufnahme neuer Einträge in die Karten oder durchaus hin udn wieder auch mögliche redaktionelle Inhalte.

Der Kalender

Noch ist er ziemlich leer, aber auch der Kalender wird noch gefüllt. Denn nicht alles lässt sich gut auf einer Karte darstellen – Termine müssen nach Datum geordnet werden können und dies ermöglicht nur ein Terminkalender.

Weitere Schritte

Meine Philosophie für Webprojekte ist, dass diese niemals fertig sind. Und dieses Projekt soll mit dem Forum über ein bloßes Webprojekt hinausgehen. Das bedeutet ständige Verbesserung, ständige Umsetzung neuer Ideen, ständiger Einsatz. Schon jetzt habe ich Ideen, die Seite weiter zu verbessern, attraktiver und nutzreicher zu machen. Ich weiss nicht, ob, glaube aber nicht wirklich, dass dies je aufhören wird.
Das wichtigste aber ist, was nun jenseits der Seite selbst wird.
Die Seite ist eine Saat, ich hoffe, der Boden ist so fruchtbar, wie ich glaube.

Partei?

Ich möchte dies von Anfang an klarstellen: Dies ist keine Parteiveranstaltung der Grünen. Im Gegenteil, ich habe sogar klar beschlossen, Parteien aus dem Projekt rauszuhalten. Sicherlich werden den Themen des Projekts nahe stehende politische Gruppen davon profitieren, wenn eine ökologisch-nachhaltige Bewegung in Mönchengladbach gestärkt wird, aber das ist ein Nebeneffekt.
Ich bin nicht an Nachhaltigkeit interessiert, weil ich Grüner bin. Ich bin Grüner, weil mir das Thema Nachhaltigkeit ein Anliegen ist.


Freitägliche Fünf 14.08.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal voller seltsamer Lebensformen:

1. Weltraum-Salat

Auf der ISS ist der Anbau von essbarem Gemüse im Weltall gelungen. Das ist nicht nur für die Raumstation ein bedeutender Schritt, sondern auch für künftige langfristige Missionen wie Landungen auf dem Mond und anderen Planeten, denn damit lässt sich das für Lebensmittel zu transportierende Gewicht deutlich reduzieren und die Auswahl an Lebensmitteln verbessern.
Was jetzt noch fehlt ist die Möglichkeit, Essenreste in der Schwerelosigkeit zu kompostieren.

2. Seepocken


NEO Aquarium ist, wenn ich das richtig verstehe, ein Krustentier-Kampfspiel, in dem man in die Haut eines ebensolchen schlüpfen und auf andere Krustentiere schießen kann. Das passt im Grunde hervorragend in die Welt der seltsamen japanischen Videospiele, wäre da nicht dieses perfekte Highlight:

YOU GET TO CONTROL UNIQUE CREATURES LIKE LOBSTERS, CRABS AND BARNACLES, IN A WILD WATER WORLD THAT EXCEEDS ALL HUMAN SENSE.

barnacles. Seepocken. Meine Damen und Herren, wir haben ein Seepocken-Kampfspiel!
Das nenn ich mal eine ruhige Kugel schieben: Den lieben langen Tag auf einem Stein sitzen und ab und an die Zunge rausstrecken. Das könnt ihr jetzt in NEO Aquarium nachleben und nebenbei noch Monsterkrebse bezwingen. Großartig!

3. Amerikaner

Das oberste Gericht von Connecticut hat dann mal eben die Todesstrafe in diesem Bundesstaat abgeschafft.

4. Das Schwimmende Spaghettimonster


Ramen!

5. Ökos

Mein kleines Webprojekt hat ein vorzeigbares Stadium erreicht, nachdem die Kartenfunktion eine Weile noch Ärger gemacht hat. Dazu gibt es am Montag zum offiziellen Start mehr Infos, hier erstmal ein Screenshot, wie das Ganze aktuell aussieht:

Kleine Weltrettungsmaßnahme

Kleine Weltrettungsmaßnahme


Da ist vieles drin, vom Bioladen bis zum veganen Piercingstudio. Die Seite soll ein Knotenpunkt für die ökologischen Grüppchen und Personen werden, die sich in Gladbach überall verteilen ohne eine wirkliche Bewegung zu bilden.
Die Veganer haben es gezeigt: Schafft man es, all die Gruppen in der Stadt zu vernetzen, hat man plötzlich Bewegungen, die niemand in dieser Stadt so erwartet hätte.


Freitägliche Fünf 07.08.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Und diesmal bewegen wir endlich was!

1. Zu Wasser: Wie wär’s mit einem hochseetauglichen Tretboot? Hier ist eins. Das kommt zwar auf gute 3.800 $, aber laut Umrechnung von Fancy sind das nur 3,48 €.
Leider vermute ich, dass mir der Verkäufer einen leicht anderen Wechselkurs berechnet. Schade, genau das richtige Boot für mich, um mal ein bisschen zwischen den Jachthäfen am Rhein rumzukurven.

Mit dem Fahrrad nach England? In die Pedale! (Bild: Fancy)

Mit dem Fahrrad nach England? In die Pedale! (Bild: Fancy)

2. Zu Lande: Da, endlich, das perfekte Auto für mich: Das Swincar aus Frankreich. So mach ich den Quatsch mit der Elektromobilität auch mit. Und ja, das gibt es für 1.000 € extra auch in straßentauglich.

Okay, man muss halt noch ein Dach schnitzen (Bild: Swincar)

Okay, man muss halt noch ein Dach schnitzen (Bild: Swincar)

3. Und in der Luft: Naja, fünf Zentimeter in der Luft, aber hey, Luft.

Wer sich mit Magnetismus auskennt, für den wird der Dampf verräterisch sein: Das Board enthält einen mit flüssigem Stickstoff gekühlten Supraleiter, der von im Boden befindlichen Magneten abgestoßen und so zum Schweben gebracht wird. Und deswegen ist der Supraleiter für Zimmertemperatur eine so wichtige Vision der Physik: Damit können wir Hoverboards bauen!
Okay und verlustfreien Stromtransport über gewaltige Entfernungen. Aber vor allem Hoverboards.

4. „Mimimi, wie willst du denn mit einem Fahrrad die Familie umherkutschieren?“ Bitteschön:

Alles nie ein Problem gewesen. Okay, teuer, aber Autos gibt es auch nicht grade am Kaugummiautomaten. Zumindest keine fahrbaren (Bild: Fancy)

Alles nie ein Problem gewesen. Okay, teuer, aber Autos gibt es auch nicht grade am Kaugummiautomaten.
Zumindest keine fahrbaren (Bild: Fancy)

5. Mal abseits von all den fahr-, flieg- und schwimmbaren Untersätzen: Es gibt eine Netzwerkseite für alle, die in MG Flüchtlingen helfen möchten. Sehr gute Initiative.


Dino-Dienstag 26

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diese Woche wieder mit Sauriern.

Schlabbersaurier

Die Ankylosaurier waren eine Gruppe schwer gepanzerter Dinosaurier mit Keulen an den Schwanzenden. Sie ähnelten nichts, was heute noch lebt, weshalb ein Bild her muss:
Ankylosaurus magniventris Reconstruction
Neue Arbeiten an einem Ankylosaurierskelett haben bisher unerwartete Knochen im Rachen eines dieser Tiere zu Tage gefördert: Paraglossalia.
Paraglossalia sind Knochen, an denen bei Vögeln die Zunge hängt. Sie kommen nur bei Vögeln vor, weshalb niemand bei anderen Tieren danach gesucht hat. Doch jetzt gibt es Nachweise von Paraglossalia bei der von den Vögeln womöglich am weitesten entfernten Verwandtschaft der Vögel innerhalb der Dinosaurier und das bedeutet wohl, dass alle Dinosaurier diese Knochen von ihrem letzten gemeinsamen Vorfahren geerbt haben.
Aber viel interessanter an diesen speziellen Paraglossalia: Sie sind ungewöhnlich groß und kräftig. Das bedeutet, zumindest der Ankylosaurieer Pinacosaurus hatte wahrscheinlich eine entsprechend ungewöhnlich kräftige Zunge. Diese könnte das Tier genutzt haben, um Nahrung vom Boden aufzunehmen, vielleicht sogar Insekten wie bei heutigen Säugetieren mit langen, klebrigen Zungen (etwa Ameisenbären oder Erdferkel). Auch die Idee, dass Ankylosaurier als eine Art Staubsauger der mesozoischen Welt Exkremente anderer Dinosaurier fraßen, erhält dadurch Aufwind.
Das wäre auf jeden Fall mal etwas sehr anderes.

Vom Verschwinden der Ichthyosaurier

Die Ichthyosaurier, delfinartige Reptilien, die meine Rechtschreibprüfung unerwarteterweise kennt, verschwanden bereits 27 Millionen Jahre vor den Dinosauriern, gemeinsam mit den Plesiosauriern, Spinosaurier und etwa einem Viertel der Wirbellosen in den Meeren. Ausgelöst wurde dieses kleinere Massensterben vermutlich durch globale Erwärmung in Folge von Vulkanausbrüchen. Kohlendioxid und Schwefeloxide aus der Luft wurden dabei von den Meeren absorbiert, das Wasser der Meere wurde für viele Tiere zu sauer, um Skelette aus Kalk aufzubauen. Ähnliches passiert auch heute: Das zunehmende Kohlendioxid in der Luft säuert das Wasser der Meere, viele Tiere bekommen nach und nach Probleme, ihre Schalen und Skelette aufzubauen.
Doch warum starben dabei nur bestimmte Tiergruppen aus, während andere (wie die Mosasaurier) überlebten? Vor allem die zuvor häufigen Ichthyosaurier wunderten dabei die Wissenschaftler.
Forscher aus München gingen nun einen neuen Weg: Statt der Zahl der Arten untersuchten sie die Zahl der grundsätzlichen Formen, die es zu dieser Zeit gab. Das Ergebnis: Von den insgesamt sieben unterschiedlichen Typen von Ichthyosauriern lebten zu Zeiten ihres Aussterbens bereits nur noch zwei Gruppen. Die in der Nähe der Küsten lebenden Ichthyosaurier waren bereits verschwunden, sie waren ausschließliche Kreaturen der Hochsee. Mit einer so geringen Zahl von Lebensräumen bedurfte es nur der Zerstörung der Grundlagen dieser zwei Lebensweisen, damit die gesamte Gruppe verschwand.


Verspätete Fünf 31.07.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal einen Tag später, mit überraschend viel von der Südhalbkugel.

1. Es gibt einen wirksamen Impfstoff gegen Ebola. Beste WHO-Meldung seit Monaten.

2. Das Comeback der Luftschiffe geht fleissig weiter. In Brasilien kommt bald ein Schwarm kleiner Luftschiffe in den Dienst, anvisiert sind aber schon Schiffe mit einer Tragkraft von 30 Tonnen sowie ein Passagierschiff. Für die Versorgung der praktisch unerschlossenen Urwaldgebiete Südamerikas sind Luftschiffe hervorragend und, sofern keine hohen Fahrtgeschwindigkeiten benötigt werden, deutlich wirtschaftlichere als alle Alternativen.

3. Gut, man kann bezweifeln, wie viel die Flüchtlinge von einem sehr textlastigen deutschsprachigen Auftritt haben, aber trotzdem: Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer können bei einem morgigen Konzert von Jan Delay in Mönchengladbach kostenlos dabeisein.

4. Ich habe nach fünf Jahren mein AdSense-Konto wieder. Das wurde damals wegen verdächtigen (aber nicht von mir verursachten) Aktivitäten gesperrt. Damals bin ich halt auf andere Möglichkeiten umgestiegen, um meine Websites zu tragen und habe Googles Werbenetzwerk ignoriert. Jetzt habe ich allerdings ein Youtube-Projekt in Vorbereitung und dort ist AdSense praktisch unvermeidbar, wenn man auch ein bisschen Einnahmen daraus haben möchte.
Das war schon etwas spannend, denn die Site, die mir damals Probleme gemacht hatte (Sporle & Co.) existiert schon seit Jahren nicht mehr, ebensowenig die zugehörigen Logdateien und eMail-Adressen. Ich musste also aus dem Gedächtnis schildern, was passiert war und wie es dazu kam.
Aber bevor das Youtube-Projekt kommt habe ich diese Woche noch eine neue Website fertigzustellen.

5. Ich habe nach langer Zeit mal wieder in einem Gewinnspiel gewonnen. Yay! Rise of the Tomb Raider für die Xbox One bei Microsoft. Fehlt nur die Xbox One, um es dann auch spielen zu können, wenn es im November ankommt.


Dino-Dienstag 25

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diese Woche geht es zu dem, was man zu Zeiten der Bibel noch als Gewürm kannte, also Würmern und Schlangen. Allerdings mit Beinen.
Aus konkretem Anlass: WARNUNG FÜR SCHLANGENPHOBIKER

Hallucigenia verdient sich seinen Namen

Die Tierwelt zur Zeit der so genannten kambrischen Explosion ist eine extrem seltsame. Mit diesem Ereignis, dem plötzlichen Auftreten der ältesten eindeutigen Vorfahren der meisten modernen Tiergruppen von diversen Würmern über die Gliederfüßer bis zu den ersten Fischen, beginnt die Welt, wie wir sie kennen. Aber viele der damaligen Tiere waren für unsere Augen völlig fremdartig, einfach weil so viel Zeit zwischen dieser Welt und der unseren vergangen ist.
Hallucigenia gehört zu den fremdartigeren Lebewesen dieser Welt. Eine Art Wurm auf Beinen mit langen Stacheln auf dem Rücken, von dem die Wissenschaftler lange nicht wussten, wo vorne und wo hinten ist – oder auch nur oben und unten. Doch nun wurden an einem Fossil von Hallucigenia Überreste gefunden, die eindeutig von einem Kopf stammen. Und damit war es auch möglich, mehr über das Tier herauszufinden. Mit zwei Punktaugen und einem runden Mund umgeben von einem Kranz von Zähnen lief es übeer den Meeresboden und saugte dabei Beute auf, die es mit weiteren Zahnreihen im Schlund in den Magen hinunterzog. Das Gesamtbild des Tieres wurde damit seltsamer als zuvor bereits bekannt, zugleich verdichten sich aber die Hinweise, dass Hallucigenia ein früher Vorfahr der heutigen Stummelfüßer war, einer seltsamen Gruppe von tropischen Tieren, die aussehen wie eine Mischung aus einem Wurm und einem Tausendfüßer.
Wie seltsam Hallucigenia also aussah? Nun, H.P. Lovecraft hätte seine helle Freude gehabt, auch wenn die Tierchen nur fünf Zentimeter lang wurden:

Ich habe dieses Bild als erstes genommen, nachdem sich eine Schlangenphobikerin über das nächste beschwert hat. Gern geschehen. (Bild: Danielle Dufault)

Ich habe dieses Bild als erstes genommen, nachdem sich eine Schlangenphobikerin über das nächste beschwert hat, das sonst in Facebook als Vorschaubild aufgetaucht wäre. Gern geschehen. (Bild: Danielle Dufault)

Die Knuddelschlange

Manchmal sind auch Paläontologen blind. Anders kann ich mir nicht erklären, dass sich ein sensationeller Fund über Jahre mehr oder weniger unbemerkt im Museum im bairischen Solnhofen befinden konnte ohne dass jemandem auffiel, dass es eine Schlange mit vier Beinen war. Ich meine, das ist das Heimatmuseum des Archäopteryx, man sollte meinen, dort gibt es wenigstens ein-zwei Forscher, die genug über prähistorische Reptilien wissen um die Bedeutung eines solchen Stückes zu erkennen.
Nun, ein britischer Forscher sah das Stück während eines Besuchs und erkannte seine Bedeutung, woraufhin eine Untersuchung folgte.
Was uns zu der Entdeckung bringt: Tetrapodophis amplectus, die „Umarmende Vierbeinschlange“ oder, wie ich sie lieber übersetze, die Vierbeinige Knuddelschlange, ist nichts geringeres als eine eindeutige Übergangsform zwischen Echsen und Schlangen. Wie der Name verrät, hatte diese vor 113 Millionen Jahren in Brasilien lebende Schlange vier Beine. Alle anderen bekannten Schlangen haben höchstens zwei Beine, die Vorderbeine haben sie sehr früh verloren. Die Beine von Tetrapodophis waren zudem überraschend gut entwickelt, sie wurden also wahrscheinlich noch benutzt – nicht zum Laufen, aber möglicherweise zum ergreifen von Beute.
Dass Tetrapodophis ein Räuber war, ist ebenfalls klar, denn in ihrem Magen fanden sich Reste von einem kleinen Wirbeltier.

Free Hugs! (Bild: Julis T. Cstonyi)

Free Hugs! (Bild: Julis T. Cstonyi)


Freitägliche Fünf 24.07.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal überaus unscharf.

1. Ich hab am Dienstag in Gladbach einen Hirschkäfer gefunden. Damit hatte ich definitiv nicht gerechnet, dass mir so einer über die Füße läuft. Ein Weibchen mit entsprechend kleineren Mandibeln, aber dennoch ganz eindeutig ein Hirschkäfer. Und auf den Fotos ungefähr so scharf wie das durchschnittliche Bigfoot-Foto. Naja, Handykamera bei unerwartetem Motiv halt.

Stillhalten? Fuck you, ich bin ein Käfer! Ich lauf und lauf und lauf… (eigenes Foto - offensichtlich)

Stillhalten? Fuck you, ich bin ein Käfer! Ich lauf und lauf und lauf… (eigenes Foto – offensichtlich)


Endlich mal wieder ein Tier gesehen, dass ich noch nie zuvor in der freien Natur gesehen habe.
Nachtrag: 28.07.2015: Nach weiterer Recherche stellt sich der Käfer als eine mit dem Hirschkäfer nahe verwandte Art heraus: Das Männchen des Balkenschröters oder Zwerghirschkäfer Dorcus parallelipipedus. Den wiederum habe ich nicht nur noch nie gesehen, ich hatte auch noch nie von ihm gehört.

2. Maastricht hat mir gefallen, auch wenn ich wegen dem Wetter am Sonntag dann doch mit dem Zug gefahren bin statt die ganze Rundtour mit dem Fahrrad zurückzulegen. Allerdings bin ich auch so mit acht Kilo Gepäck etwa 130 Kilometer gefahren. Nächstes Mal kaufe ich die Getränke unterwegs statt alle direkt mitzunehmen, das war eine blöde Idee.
Maastricht hat mich überrascht. Ich war wegen des Naturhistorischen Museums da und hatte nicht erwartet, so viel Geschichte zu finden. Basiliken, Museen und historische Bauten überall und alles trotz der geringen Entfernung zur Grenze so unglaublich niederländisch.
Ich werde noch ausführlicher vom Trip erzählen.
Und schaut mal, wie fröhlich der Mosasaurier schaut! Wie ein Hund, dem man ein komplettes Rinderbein mitgebracht hat.

Happy Mosasaur is happy!

Beim zweiten Mal verwackelt hintereinander kann ich es als meinen Stil bezeichnen, oder? (eigenes Foto)

3. Schöne Erfindung Nummer 1: Ein Rollstuhl, der die Welt für Rollstuhlfahrer deutlich alltagstauglicher macht.

Here is the technology that is…

Posted by Funniest And Craziest Videos on Donnerstag, 21. Mai 2015

4. Auch wenn ich vorerst bezweifel, dass die nach Speck schmeckende Rotalge wirklich nach Speck schmeckt, ist es doch eine interessante Bereicherung für die Mittagstische der Welt.

5. Am Dienstag habe ich erstmals an der Flash Fiction Challenge bei Indies Unlimited teilgenommen. Ich stieß da eher zufällig drauf, aber da es grade diese Woche um mein Lieblingsgenre (Science-Fiction) ging, habe ich spontan teilgenommen. Damit bin ich dann Finalist und letztlich Dritter von 13 Teilnehmern geworden. Gar nicht so schlecht. Die Geschichte gibt es hier (letzter Kommentar), ich werde sie demnächst auch leicht angepasst auf Youtube einsprechen.

Sieht doch nett aus, so ein „Finalist“-Schriftzug im Beitrag.

Sieht doch nett aus, so ein „Finalist“-Schriftzug im Beitrag.


Ich werde da sicherlich in Zukunft wieder teilnehmen.
Oh, und die Youtube-Geschichte – dazu später mehr.


Dino-Dienstag 24

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diese Woche mit verdammt großen Haien, einigermaßen großen Raptoren und winzigen Säugetieren.

Superzähne: Megalodon und Spinosaurus

Zwei in Filmen gern gesehene Räuber des Wassers hatten eine interessante Gemeinsamkeit: Extrem harte Zähne.
Carcharodon megalodon (oder Carcharocles megalodon, die Wissenschaftler sind sich noch uneins, welcher heutige Hai sein nächster Verwandter ist) war der größte Hai aller Zeiten und sah vermutlich aus wie ein Weisser Hai im Format eines Wales. Er war ein Zeitgenosse der ersten Menschen.
Spinosaurus war einer der größten Raubsaurier, leicht zu erkennen an seinem markanten Rückensegel, dem krokodilartigen Kopf und einer großen Sichelklaue an jeder Hand. Er lebte in der Kreidezeit in den Gewässern Nordafrikas.
Untersuchungen an den Zähnen dieser Tiere ergaben, dass sie extrem viel Fluorid enthielten – anders als bei Landtieren nicht nur im Zahnschmelz, sondern im gesamten Zahn. Das machte die Zähne extrem hart. Landtiere haben weniger Fluorid in den Zähnen, weil viele Nahrungsmittel des Landes in Kontakt mit Fluorid Säuren bilden, welche die Zähne schädigen. Unter Wasser allerdings ist das kein großes Problem.
Nur: Auch moderne Haie haben Fluorid nur noch im Zahnschmelz. Fluorid ist heute eine sehr seltene Substanz im Meerwasser, womit sich die Frage stellt: Was genau geschah vor etwa 2,6 Millionen Jahren, dass das zuvor anscheinend häufigere Fluorid aus den Ozeanen verschwand?

Säugetier-Boom im Jura

Und noch ein Befund wirft die Frage auf, was genau passiert ist, dass es zu so etwas führte: Das Zeitalter des Jura war die Blütezeit der Dinosaurier. Sie entwickelten weltweit zahlreiche Formen und erreichten in Form der langhalsigen Sauropoden den Rekord als größte Wirbeltiere aller Zeiten, von denen einzelne Vertreter den Blauwal noch übertrafen (der allerdings wohl deutlich mehr wiegt).
Die Säugetiere wurden in diesem Bild bisher offenbar unterschätzt. Denn während die Dinosaurier sich als dominante Lebewesen unter den großen Tieren entwickelten, entwickelten auch die Säugetiere zahlreiche neue Formen und besetzten fast alle für kleine Tiere freien Rollen in der Welt.
Da stellt sich die Frage: Warum entwickelten sowohl Säugetiere als auch Dinosaurier und Flugsaurier in dieser Zeit so viele verschiedene Formen?

Neuling: Zhenyuanlong

Aus China kommt ein weiterer gefiederter Dinosaurier aus der Verwandtschaft des Velociraptor. Zhenyuanlong ist mit zwei Meter Länge der größte bisher bekannte Dinosaurier mit eindeutig nachgewiesenen Flügeln. Zwar werden auch beim etwas größeren Velociraptor Flügel erwartet, da an seinen Armknochen entsprechende Ankerstellen zu finden sind, aber die Federn selbst wurden bisher nicht gefunden. Diese Entdeckung stärkt die ohnehin schon recht wahrscheinliche Vermutung, dass nicht nur Flaum, sondern auch voll ausgebildete Flügel quer durch den Stammbaum der Raptoren vorkamen.
Die Flügel des Zhenyuanlong sind zu klein zum Fliegen, aber schon lange wird vermutet, dass die Raptoren ihre Flügel zu anderen Zwecken nutzten, sei dies zur Stabilisierung beim Rennen, als Schmuck oder zum Abdecken der Eier im Nest.

Zhenyuanlong alias Technochicken - Bild: Chuang Zhao

Zhenyuanlong alias Technochicken – Bild: Chuang Zhao


Freitägliche Fünf 17.07.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal als kurze Statusmeldung aus dem Urlaub, wie man an den wenigen Beiträgen im Blog diese Woche merken kann.

1. Cool.

Magnetisch schwebender Lautsprecher

Magnetisch schwebender Lautsprecher


Gefunden bei Fancy
Ich bin nicht sicher, ob es sinnvoll ist, da die Lautsprecher im Betrieb ja Rückstoß verursachen, aber cool.

2. In den USA ist ein Projekt an den Start gegangen, einen Reaktor zu bauen, der Atommüll frisst. Das birgt natürlich einige Risiken, aber es sind geringere Risiken als jene, wenn wir das Zeug irgendwo zu lagern und zu hoffen, dass die nächsten paar Jahrtausende nichts passiert.
Wir müssen den Scheiss irgendwie loswerden. Dabei wird Energie freigesetzt, denn anders kriegt man die Radioaktivität nicht raus, Radioaktivität ist eine Form purer Energie. Wir sollten das noch nutzen, wenn es eh da ist. Wir müssen nur aufpassen, nicht davon abhängig zu werden oder es als Argument für eine Renaissance der Atomkraft zu missbrauchen: Atomkraft ist eine dumme Idee. Dass wir den Dreck entsorgen können hören die Kraftwerke deshalb nicht auf, Lecks zu bekommen.

3. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat sich diese Woche bis auf die Knochen blamiert. Verdient.

4. Ich verstehe Kunst ja eher selten. Hier ist eine Ausnahme: Churchtank No. 12 von Kris Kuksi.

Churchtank No. 12

Churchtank No. 12


Ausgestellt in Brooklyn.

5. Das Wetter spielt noch mal so richtig mit und ich kann morgen und übermorgen ohne Regenrisiko meine geplante Radtour nach Maastricht antreten. Dass ich in dieser Stadt noch nie war ist auch so ein komischer Lapsus bei der Nähe an Mönchengladbach und der Wirkung, die Dinosauriermuseen auf mich (für viele wenig überraschend) haben. Immerhin hat Maastricht mit dem Mosasaurus seine eigene Urzeitechse.

Der hier

Die hier