Dino-Dienstag 28

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diese Woche besonders grün.

Ältester Wald, älteste Blume und die Gänseblümchen

So könnte der Wald bei Lindlar vor 390 Millionen Jahren ausgesehen haben. Foto: LVR

So könnte der Wald bei Lindlar vor 390 Millionen Jahren ausgesehen haben. (Foto: LVR)


Mitten im Bergischen Land fanden Wissenschaftler Spuren vom ältesten bekannten Wald der Welt. Der Fund bei Lindlar ist mit einem Alter von 390 Millionen Jahren älter als die ersten bekannten Landwirbeltiere. Calamophyton, die Pflanze aus denen dieser Wald hauptsächlich bestand, hatte noch keinen Holzstamm, erreichte aber dennoch bereits drei Meter Höhe. Bis zu dieser Zeit war das feste Land von bis zu acht Meter hohen Pilzen beherrscht.
Montsechia
Die erste Blütenpflanze der Welt fand sich in den Tümpeln der frühen Kreidzeit von Spanien, vor etwa 130 Millionen Jahren. Die Blütenpflanzen sind eine Gruppe, deren Entwicklung immer noch weitgehend im Dunkeln liegt. Niemand weiss genau, wovon sie abstammen und wann sie entstanden. Montsechia zeigt, dass es sie auf jeden Fall schon gegen Beginn der Kreidezeit gab. Zumindest diese Pflanze war damals auch bereits sehr erfolgreich, sie besiedelte offenbar alle spanischen Tümpel ihrer Zeit in großer Zahl. Es handelte sich um eine Wasserpflanze, die äusserlich Hornkraut oder Wasserpest ähnelte.
Eher klein wirkt in diesem Kontext das Ergebnis einer Analyse von fossilen Pollen, die auffällig jenen von Korbblütlern ähnelten. Diese Gruppe innerhalb der Blütenpflanzen, zu denen unter anderem Gänseblümchen, Sonnenblume und Kopfsalat zählen galt bisher als eine der spätesten Gruppen im Pflanzenreich. Doch tatsächlich scheinen die Korbblütler bereits 80 Millionen Jahre hinter sich zu haben und damit noch unter den Füßen der letzten Dinosaurier gestanden zu haben.

Sauropode auf vier Beinen

Dass die langhalsigen Sauropoden allesamt auf vier Beinen liefen, ist angesichts ihres Stammbaums ein wenig eine Überraschung. Immerhin waren nicht nur ihre nächsten Verwandten, die fleischfressenden Theropoden praktisch durchgehend Zweibeiner, sondern auch ihre direkten Vorfahren, die Prosauropoden liefen trotz bereits deutlich verlängerter Hälse noch auf den Hinterbeinen.
Die südafrikanische Neuentdeckung Pulanesaura ergänzt hier ein Puzzlestück. Zwar konnten einige andere Sauropoden seiner Zeit bereits auf allen vieren laufen, aber Pulanesaura ist der älteste, der die Fähigkeit, auf den Hinterbeinen zu laufen, komplett verloren hat. Anders als seine Zeitgenossen konnte er somit nicht in hohen Baumkronen fressen, sondern musste mit Buschwerk und niedrigen Pflanzen vorlieb nehmen.
Das bedeutet, die Sauropoden gingen womöglich nicht auf alle viere um ihre langen Hälse besser tragen zu könne, sondern um abseits des Konkurrenzdruckes unter den vielen in den Baumkronen fressenden Prosauropoden Nahrung vom Grund aufnehmen zu können. Der lange Hals hatte dort vor allem den Vorteil, in einem großen Radius fressen zu können. Als sie aus dieser Position erneut in die Baumkronen stießen, wurden sie die größten Tiere, die jemals auf der Erde wandelten.

Jurassic Park: The Cartoon

Lecker Finger, aber was soll der Kleine mit dem Obst? Deko? (Bild: William Stout)

Lecker Finger, aber was soll der Kleine mit dem Obst? Deko? (Bild: William Stout)


Die 90er waren eine seltsame Zeit für Kinderserien. Es gab welche zu Conan, Robocop und überhaupt viele Umsetzungen von Filmen, die eher weniger für Kinder waren. Da war es gradezu erstaunlich, dass es nie eine Serie zu Jurassic Park gab. Das Spielzeug war immerhin schon da.
Und tatsächlich, Künstler William Stout stellt nun Konzeptzeichnungen für eine solche Serie vor. Der Hollywood Report weiss mehr zu berichten.


Freitägliche Fünf 21.08.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche bauen wir Utopien.

1. Yep

Nailed It!

Nailed It!

2. Minas Tirith

Für läppische 1,83 Mrd. Pfund wollen einige britische Architekten Minas Tirith nachbauen. In Originalgröße und bewohnbar. Nicht unbedingt ein Ort, an dem ich persönlich gerne leben würde (zu viel Stein), aber dennoch ein beeindruckendes Vorhaben.
Ich persönlich bevorzuge übrigens diese Buchillustration gegenüber der Variante im Film. Daraus könnte man einen langen Vortrag über Architektur und Funktionalität machen (die Buchillustration verbindet den Schlosshof beeindruckend mit Gondors Weissen Bergen und den dortigen Leuchtfeuern)

3. Der Supraleiter

Nachdem sich andere Meldungen als Enten beziehungsweise reine Patentanmeldungen herausstellten, lässt der Supraleiter bei Zimmer Temperatur weiter auf sich warten. Neben Hoverboards würde die Erfindung eines praktisch widerstandslosen elektrischen Leiters auch die Konstruktion nahezu verlustfreier elektrischer Leitungen ermöglichen und damit die Effizienz bei der Übertragung und Nutzung von elektrischer Energie schlagartig deutlich erhöhen.
Immerhin aber sind Forscher aus Washington einem solchen Leiter bei praktikablen Temperaturen deutlich näher gekommen: Wasserstoffsulfid muss auf „nur“ -70°C heurntergekühlt werden, um als Supraleiter eingesetzt werden zu können. Allerdings war dafür auch ein extrem hoher Druck (1,5 Millionen Atmosphären) nötig. Dennoch – wir kommen Schritt für Schritt näher.
Das wirklich wichtige an diesem Fund: Wasserstoffsulfid ist kein extrem seltener, exotischer Stoff; es ist ein typisches Produkt von Faulungsvorgängen.

4. Ein grünes Mönchengladbach

Viele grüne Punkte - Die Karte zum Start am 17.08.2015

Viele grüne Punkte – Die Karte zum Start am 17.08.2015


Der Start von MG Nachhaltig am Montag war ein großer Erfolg mit hervorragendem Echo. Ich habe keine Besucherzahlen, weil ich das Zählen von Besuchern für Zeitverschwendung halte, aber die Reaktionen waren großartig. Auch habe ich bereits viele Ideen gesammelt, wie ich die Seite weiter entwickeln kann. Es wird noch eine spannende Reise.
Mehr zum Start hatte ich am Montag hier geschrieben.

5. Wunschgewicht

Und aus dem Land der kleineren persönlichen Ziele: Ich habe am Donnerstag mein Wunschgewicht von 85 kg erreicht, das ich mir vor zwei Jahren vorgenommen hatte, als ich drohte, die 100 kg zu knacken. Vielleicht auch schon ein paar Tage früher, ich habe es gemerkt, als ich zwei hoffnungslos zu kleine Hosen aussortieren wollte und diese plötzlich wieder zugingen.
Am besten feier ich das ausgiebig mit Schokolade, damit ich nicht am Ende noch so komische Hubbel auf dem Bauch kriege wie die ganzen Typen in den Filmen.


Mesozoischer Mittwoch (Dino-Dienstag) 27

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diese Woche einen Tag später, weil ich praktisch den kompletten Dienstag unterwegs war.

Dino-Strandspaziergang am Steinhuder Meer

Münchehagen, bekannt für seine Dinosaurierfährten, hat eine weitere Dinosaurierfährte. Diesmal ist es die Spur von zwei Raubsauriern, die dort vor 142 Millionen Jahren gemeinsam am Strand entlang gelaufen sind. Interessant ist daran der Größenunterschied: Das größere Tier war an der Hüfte wohl etwa 1,60 Meter hoch, das kleinere nur 1,10 Meter. Die Spuren zeigen zudem, dass der kleinere Saurier abschnittsweise gerannt ist, um mit dem größeren Schritt zu halten. Das deutet auf eine klare Verbindung beider Tiere hin. Kombiniert mit der Größe der beiden Tiere ist das ein weiterer Hinweis auf eine ausgeprägte Kinderpflege bei Dinosauriern.
Es wird immer klarer, dass Dinosaurier sich ähnlich intensiv um ihren Nachwuchs kümmerten wie ihre heutigen Nachfahren, die Vögel, es noch heute tun.

Ääähh…

Aus der bunten Welt der Medien haben wir heute eine Netflix-Serie von Dreamworks, zu der mir nicht mehr viel einfällt. Ich meine, seht euch den Trailer an:


Gladbachrettungsmaßnahme – MG Nachhaltig

Endlich, endlich, endlich kann ich mein neues Internetprojekt MG Nachhaltig ganz offiziell vorstellen. Die Technik läuft, die Inhalte sind vorzeigbar (na gut, die Radkarte braucht noch was, aber es ist als Start vorzeigbar) und ich bin innerlich bereit.

Langsam! Was ist MG Nachhaltig?

MG Nachhaltig ist eine Seite, die zu einem Knotenpunkt der ökologischen Szene(n) in Gladbach heranwachsen soll.„Nachhaltig“ bedeutet in diesem Falle also ökologisch nachhaltig – Initiativen, Vereine und Einrichtungen, die im Sinne einer Lebensweise handeln, die ein langfristig umweltverträgliches Leben ermöglichen und fördern sollen hier auf verschiedene Weisen zusammenkommen. Zugleich sollen an einer nachhaltigen Lebensweise interessierte Menschen eine Übersicht über Möglichkeiten in der Stadt erhalten, dieses Interesse praktisch umzusetzen.

Die Hauptkarte

Viele grüne Punkte - Die Karte zum Start am 17.08.2015

Viele grüne Punkte – Die Karte zum Start am 17.08.2015

Das Herzstück des Auftrittes und meine ursprüngliche Idee, die zu MG Nachhaltig geführt hat, war die nun auf der Startseite zu findende Karte entsprechender Einrichtungen in Mönchengladbach. Vom Bioladen über das vegane Lokal bis zu Fahrradläden und Flohmärkten sind hier zum Start 59 Einrichtungen verzeichnet, die im Sinne von Natur- und Umweltschutz, Ressourcenschonung und allgemein einem guten Umgang mit der Welt handeln.
Inspiriert wurde ich, als ich bei Michael Köster auf Bilkorama eine solche Karte für Düsseldorf gesehen hatte. Sowas wollte ich auch für Gladbach. Also habe ich angefangen zu basteln.
Aber es gibt noch einen anderen Punkt, der mich inspiriert hat, das einfach zu machen: Die Veganer. Man mag von der Veganismus-Bewegung halten, was man will. Viele finden sie zu verbissen und dogmatisch. Ich kenne nur sehr wenige missionarische Veganer, aber das ist jetzt nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass die Veganer in Gladbach in den letzten Monaten über ihren Veganer-Stammtisch zu einer richtigen, wahrnehmbaren Bewegung zusammengewachsen sind, die allein durch ihre Masse und Präsenz in der Lage sind, das Angebot an vegetarischen und veganen Speisen auf den Speisekarten vieler Lokale und Restaurants deutlich zu verbessern.
Die Veganer sind nur eine einzelne und nicht einmal die größte Bewegung im ökologisch-nachhaltigen Spektrum. Mit ziemlicher Sicherheit sind allein schon die Kunden der Bioläden eine größere Gruppe. Hinzu kommen die Mitglieder der diversen Natur- und Umweltschutzverbände sowie natürlich die vielen an diesen Themen interessierten Einzelpersonen, die sich nicht an Verbände binden (möchten oder können). Jene, die zwar ein nachhaltigeres Leben führen wollen, dabei aber nichts mit irgendwelchen Bewegungen zu tun haben wollen. Das Potenzial in der Stadt ist riesig. Egal wie konservativ Mönchengladbach scheint, in einer Stadt von fast 260.000 Einwohnern ist es schon statistisch unmöglich, dass kein Potenzial für eine große Umweltbewegung vorhanden ist.
Doch sie ist zersplittert. MG Nachhaltig will diese Zersplitterung überwinden. Die Karte ist dazu der erste Schritt – jede/r kann sich unabhängig und ohne Druck informieren, wo Einrichtungen zu finden sind.
Und sich dadurch inspirieren lassen, wie viele Möglichkeiten und Bewegungen in Mönchengladbach wider Erwarten der meisten vorhanden sind. Wie viele wussten schon, dass Gladbach ein veganes Haarstudio (Chaarisma, Bendhecker Straße 64) oder ein solches Tattoo- und Piercingstudio (Punkmuddis, Künkelstraße 69) hat? Oder dass es so etwas überhaupt gibt? Und die Liste ist noch lange nicht komplett – diverse Einrichtungen stehen noch zur Überprüfung an oder es ist noch zu diskutieren, ob sie wirklich aufzunehmen sind. So gibt es etwa nahe an der Stadtgrenze im Rhein-Kreis Neuss noch einige Biohöfe, die aber vorerst nicht in der Liste sind, weil sie halt ausserhalb der Stadtgrenzen liegen.
Momentan gibt es zwei Arten von Punkten: Grüne für bestehende und rote für geplante Einrichtungen (aktuell das Café Alge und die Radstation MG). In Zukunft werden mehr unterschiedliche Markierungen dazukommen, um beispielsweise Gebrauchtwarenläden von Restaurants unterscheiden zu können.

Die Radkarte

Thematisch verwandt, wenn auch als letztes zu der Seite hinzugekommen ist die separate Radwegekarte. Man kann das recht gut an der relativen Leere der Karte erkennen. Ursprünglich sollten gute Radwege mit in die Hauptkarte, aber letztlich entschied ich, dass das die Karte zu unübersichtlich machen würde.
Diese Karte habe ich spontan gestern nachmittag angelegt und eingebunden. Zum Start finden sich dort vier Anlagen: Die Richard-Wagner-Straße/Brucknerallee, der Weg auf der ehemaligen Bahntrasse zum Geneickener Bahnhof sowie die zwei Teile des Niersuferweges, getrennt durch die für alle Verkehrsteilnehmer einschließlich der Autos katastrophale Kreuzungsanlage Odenkirchener/Dohrer Straße.
Wege werden in zwei Farben markiert:: Grün für gute Wege, blau für gute Ideen, die relativ einfach gute Wege werden können. Ein Klick auf den Pin zu jedem Weg bringt eine genauere Bewertung einschließlich der Kritikpunkte.

Noch etwas leer: Die Radwegekarte

Noch etwas leer: Die Radwegekarte

Das Forum

Für alle Inhalte ist mir wichtig, dass diese offen diskutiert werden können. Die Option einer Facebook-Gruppe oder Seite erscheint mir weitgehend unbrauchbar, da Diskussionen auf Facebook nach relativ kurzer Zeit im Nirvana verschwinden. Dazu kommt, dass viele Nutzer grade in den alternativen Szenen Facebook aus verschiedenen Gründen ablehnen.
Also musste ein eigenes Forum her. Dort kann man die Seite diskutieren, aber auch Vorschläge für neue Einträge einreichen und diskutieren. Was mir ein besonderes Anliegen ist, ist auch die Möglichkeit, hier Leuten einen Platz zu bieten, die selbst etwas entwickeln möchten und Ideen, Kritik oder auch Mitstreiter suchen.
Ob das greift, werden wir sehen.
Was ich allerdings noch tun muss ist eine Harmonisierung des Forums mit dem Design der Seite.
Übrigens ist der Markt für WordPress-Forensoftware weitgehend unbrauchbar geworden, seit bbPress die Mitbewerber rausgedrängt hat. Diverse bessere Optionen wie das sehr mächhtige und fein justierbare MyBB werden nicht mehr aktualisiert, sodass ich letzten Endes auch bbPress anwenden musste. Nunja, es funktioniert.

Das Blog

Nachrichten aus den Umweltschutzverbänden in Mönchengladbach zu erhalten, ist überraschend schwierig. Die BAUM und der Nabu bringen kaum Neuigkeiten, die letzte Mitteilung vom BUND ist der Jahresbericht 2008, Transition Town muss man erst mal finden, Greenpeace hat sich gar lokal aufgelöst.
Das ist verständlich: Die Lokalgruppen haben jede für sich nicht genug Inhalte zu bieten, um ein reguläres Blog mit regelmäßigen Nachrichten zu füllen. Dafür ist ihr Fokus einfach zu klein. Aber: Alle zusammen können das meiner Überzeugung nach durchaus. Wenn ein Blog von all diesen Gruppen gemeinsam gefüttert wird, muss nicht jede Gruppe für sich das Blog am Leben halten, es reicht, wenn jeder ab und an was schreibt und das Blog dadurch insgesamt ständig Beiträge aus verschiedenen Ecken hat. So wie eine Zeitung ja auch nicht von einem einzelnen Journalisten alleine geschrieben wird.
Und natürlich ist das auch ein gemeinsamer Tisch, an den die Gruppen so gebracht werden, um Kooperation zu fördern.
Gleichzeitig erhalten Interessierte so die Möglichkeit, sich an einem Ort gebündelt über Neuigkeiten aus diesem Bereich zu informieren. Abgerundet wird das Ganze durch eigene Nachrichten von MG Nachhaltig, seien dies nun Interna wie etwa die Aufnahme neuer Einträge in die Karten oder durchaus hin udn wieder auch mögliche redaktionelle Inhalte.

Der Kalender

Noch ist er ziemlich leer, aber auch der Kalender wird noch gefüllt. Denn nicht alles lässt sich gut auf einer Karte darstellen – Termine müssen nach Datum geordnet werden können und dies ermöglicht nur ein Terminkalender.

Weitere Schritte

Meine Philosophie für Webprojekte ist, dass diese niemals fertig sind. Und dieses Projekt soll mit dem Forum über ein bloßes Webprojekt hinausgehen. Das bedeutet ständige Verbesserung, ständige Umsetzung neuer Ideen, ständiger Einsatz. Schon jetzt habe ich Ideen, die Seite weiter zu verbessern, attraktiver und nutzreicher zu machen. Ich weiss nicht, ob, glaube aber nicht wirklich, dass dies je aufhören wird.
Das wichtigste aber ist, was nun jenseits der Seite selbst wird.
Die Seite ist eine Saat, ich hoffe, der Boden ist so fruchtbar, wie ich glaube.

Partei?

Ich möchte dies von Anfang an klarstellen: Dies ist keine Parteiveranstaltung der Grünen. Im Gegenteil, ich habe sogar klar beschlossen, Parteien aus dem Projekt rauszuhalten. Sicherlich werden den Themen des Projekts nahe stehende politische Gruppen davon profitieren, wenn eine ökologisch-nachhaltige Bewegung in Mönchengladbach gestärkt wird, aber das ist ein Nebeneffekt.
Ich bin nicht an Nachhaltigkeit interessiert, weil ich Grüner bin. Ich bin Grüner, weil mir das Thema Nachhaltigkeit ein Anliegen ist.


Freitägliche Fünf 14.08.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal voller seltsamer Lebensformen:

1. Weltraum-Salat

Auf der ISS ist der Anbau von essbarem Gemüse im Weltall gelungen. Das ist nicht nur für die Raumstation ein bedeutender Schritt, sondern auch für künftige langfristige Missionen wie Landungen auf dem Mond und anderen Planeten, denn damit lässt sich das für Lebensmittel zu transportierende Gewicht deutlich reduzieren und die Auswahl an Lebensmitteln verbessern.
Was jetzt noch fehlt ist die Möglichkeit, Essenreste in der Schwerelosigkeit zu kompostieren.

2. Seepocken


NEO Aquarium ist, wenn ich das richtig verstehe, ein Krustentier-Kampfspiel, in dem man in die Haut eines ebensolchen schlüpfen und auf andere Krustentiere schießen kann. Das passt im Grunde hervorragend in die Welt der seltsamen japanischen Videospiele, wäre da nicht dieses perfekte Highlight:

YOU GET TO CONTROL UNIQUE CREATURES LIKE LOBSTERS, CRABS AND BARNACLES, IN A WILD WATER WORLD THAT EXCEEDS ALL HUMAN SENSE.

barnacles. Seepocken. Meine Damen und Herren, wir haben ein Seepocken-Kampfspiel!
Das nenn ich mal eine ruhige Kugel schieben: Den lieben langen Tag auf einem Stein sitzen und ab und an die Zunge rausstrecken. Das könnt ihr jetzt in NEO Aquarium nachleben und nebenbei noch Monsterkrebse bezwingen. Großartig!

3. Amerikaner

Das oberste Gericht von Connecticut hat dann mal eben die Todesstrafe in diesem Bundesstaat abgeschafft.

4. Das Schwimmende Spaghettimonster


Ramen!

5. Ökos

Mein kleines Webprojekt hat ein vorzeigbares Stadium erreicht, nachdem die Kartenfunktion eine Weile noch Ärger gemacht hat. Dazu gibt es am Montag zum offiziellen Start mehr Infos, hier erstmal ein Screenshot, wie das Ganze aktuell aussieht:

Kleine Weltrettungsmaßnahme

Kleine Weltrettungsmaßnahme


Da ist vieles drin, vom Bioladen bis zum veganen Piercingstudio. Die Seite soll ein Knotenpunkt für die ökologischen Grüppchen und Personen werden, die sich in Gladbach überall verteilen ohne eine wirkliche Bewegung zu bilden.
Die Veganer haben es gezeigt: Schafft man es, all die Gruppen in der Stadt zu vernetzen, hat man plötzlich Bewegungen, die niemand in dieser Stadt so erwartet hätte.


Freitägliche Fünf 07.08.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Und diesmal bewegen wir endlich was!

1. Zu Wasser: Wie wär’s mit einem hochseetauglichen Tretboot? Hier ist eins. Das kommt zwar auf gute 3.800 $, aber laut Umrechnung von Fancy sind das nur 3,48 €.
Leider vermute ich, dass mir der Verkäufer einen leicht anderen Wechselkurs berechnet. Schade, genau das richtige Boot für mich, um mal ein bisschen zwischen den Jachthäfen am Rhein rumzukurven.

Mit dem Fahrrad nach England? In die Pedale! (Bild: Fancy)

Mit dem Fahrrad nach England? In die Pedale! (Bild: Fancy)

2. Zu Lande: Da, endlich, das perfekte Auto für mich: Das Swincar aus Frankreich. So mach ich den Quatsch mit der Elektromobilität auch mit. Und ja, das gibt es für 1.000 € extra auch in straßentauglich.

Okay, man muss halt noch ein Dach schnitzen (Bild: Swincar)

Okay, man muss halt noch ein Dach schnitzen (Bild: Swincar)

3. Und in der Luft: Naja, fünf Zentimeter in der Luft, aber hey, Luft.

Wer sich mit Magnetismus auskennt, für den wird der Dampf verräterisch sein: Das Board enthält einen mit flüssigem Stickstoff gekühlten Supraleiter, der von im Boden befindlichen Magneten abgestoßen und so zum Schweben gebracht wird. Und deswegen ist der Supraleiter für Zimmertemperatur eine so wichtige Vision der Physik: Damit können wir Hoverboards bauen!
Okay und verlustfreien Stromtransport über gewaltige Entfernungen. Aber vor allem Hoverboards.

4. „Mimimi, wie willst du denn mit einem Fahrrad die Familie umherkutschieren?“ Bitteschön:

Alles nie ein Problem gewesen. Okay, teuer, aber Autos gibt es auch nicht grade am Kaugummiautomaten. Zumindest keine fahrbaren (Bild: Fancy)

Alles nie ein Problem gewesen. Okay, teuer, aber Autos gibt es auch nicht grade am Kaugummiautomaten.
Zumindest keine fahrbaren (Bild: Fancy)

5. Mal abseits von all den fahr-, flieg- und schwimmbaren Untersätzen: Es gibt eine Netzwerkseite für alle, die in MG Flüchtlingen helfen möchten. Sehr gute Initiative.


Dino-Dienstag 26

Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diese Woche wieder mit Sauriern.

Schlabbersaurier

Die Ankylosaurier waren eine Gruppe schwer gepanzerter Dinosaurier mit Keulen an den Schwanzenden. Sie ähnelten nichts, was heute noch lebt, weshalb ein Bild her muss:
Ankylosaurus magniventris Reconstruction
Neue Arbeiten an einem Ankylosaurierskelett haben bisher unerwartete Knochen im Rachen eines dieser Tiere zu Tage gefördert: Paraglossalia.
Paraglossalia sind Knochen, an denen bei Vögeln die Zunge hängt. Sie kommen nur bei Vögeln vor, weshalb niemand bei anderen Tieren danach gesucht hat. Doch jetzt gibt es Nachweise von Paraglossalia bei der von den Vögeln womöglich am weitesten entfernten Verwandtschaft der Vögel innerhalb der Dinosaurier und das bedeutet wohl, dass alle Dinosaurier diese Knochen von ihrem letzten gemeinsamen Vorfahren geerbt haben.
Aber viel interessanter an diesen speziellen Paraglossalia: Sie sind ungewöhnlich groß und kräftig. Das bedeutet, zumindest der Ankylosaurieer Pinacosaurus hatte wahrscheinlich eine entsprechend ungewöhnlich kräftige Zunge. Diese könnte das Tier genutzt haben, um Nahrung vom Boden aufzunehmen, vielleicht sogar Insekten wie bei heutigen Säugetieren mit langen, klebrigen Zungen (etwa Ameisenbären oder Erdferkel). Auch die Idee, dass Ankylosaurier als eine Art Staubsauger der mesozoischen Welt Exkremente anderer Dinosaurier fraßen, erhält dadurch Aufwind.
Das wäre auf jeden Fall mal etwas sehr anderes.

Vom Verschwinden der Ichthyosaurier

Die Ichthyosaurier, delfinartige Reptilien, die meine Rechtschreibprüfung unerwarteterweise kennt, verschwanden bereits 27 Millionen Jahre vor den Dinosauriern, gemeinsam mit den Plesiosauriern, Spinosaurier und etwa einem Viertel der Wirbellosen in den Meeren. Ausgelöst wurde dieses kleinere Massensterben vermutlich durch globale Erwärmung in Folge von Vulkanausbrüchen. Kohlendioxid und Schwefeloxide aus der Luft wurden dabei von den Meeren absorbiert, das Wasser der Meere wurde für viele Tiere zu sauer, um Skelette aus Kalk aufzubauen. Ähnliches passiert auch heute: Das zunehmende Kohlendioxid in der Luft säuert das Wasser der Meere, viele Tiere bekommen nach und nach Probleme, ihre Schalen und Skelette aufzubauen.
Doch warum starben dabei nur bestimmte Tiergruppen aus, während andere (wie die Mosasaurier) überlebten? Vor allem die zuvor häufigen Ichthyosaurier wunderten dabei die Wissenschaftler.
Forscher aus München gingen nun einen neuen Weg: Statt der Zahl der Arten untersuchten sie die Zahl der grundsätzlichen Formen, die es zu dieser Zeit gab. Das Ergebnis: Von den insgesamt sieben unterschiedlichen Typen von Ichthyosauriern lebten zu Zeiten ihres Aussterbens bereits nur noch zwei Gruppen. Die in der Nähe der Küsten lebenden Ichthyosaurier waren bereits verschwunden, sie waren ausschließliche Kreaturen der Hochsee. Mit einer so geringen Zahl von Lebensräumen bedurfte es nur der Zerstörung der Grundlagen dieser zwei Lebensweisen, damit die gesamte Gruppe verschwand.


Verspätete Fünf 31.07.2015

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal einen Tag später, mit überraschend viel von der Südhalbkugel.

1. Es gibt einen wirksamen Impfstoff gegen Ebola. Beste WHO-Meldung seit Monaten.

2. Das Comeback der Luftschiffe geht fleissig weiter. In Brasilien kommt bald ein Schwarm kleiner Luftschiffe in den Dienst, anvisiert sind aber schon Schiffe mit einer Tragkraft von 30 Tonnen sowie ein Passagierschiff. Für die Versorgung der praktisch unerschlossenen Urwaldgebiete Südamerikas sind Luftschiffe hervorragend und, sofern keine hohen Fahrtgeschwindigkeiten benötigt werden, deutlich wirtschaftlichere als alle Alternativen.

3. Gut, man kann bezweifeln, wie viel die Flüchtlinge von einem sehr textlastigen deutschsprachigen Auftritt haben, aber trotzdem: Flüchtlinge und Flüchtlingshelfer können bei einem morgigen Konzert von Jan Delay in Mönchengladbach kostenlos dabeisein.

4. Ich habe nach fünf Jahren mein AdSense-Konto wieder. Das wurde damals wegen verdächtigen (aber nicht von mir verursachten) Aktivitäten gesperrt. Damals bin ich halt auf andere Möglichkeiten umgestiegen, um meine Websites zu tragen und habe Googles Werbenetzwerk ignoriert. Jetzt habe ich allerdings ein Youtube-Projekt in Vorbereitung und dort ist AdSense praktisch unvermeidbar, wenn man auch ein bisschen Einnahmen daraus haben möchte.
Das war schon etwas spannend, denn die Site, die mir damals Probleme gemacht hatte (Sporle & Co.) existiert schon seit Jahren nicht mehr, ebensowenig die zugehörigen Logdateien und eMail-Adressen. Ich musste also aus dem Gedächtnis schildern, was passiert war und wie es dazu kam.
Aber bevor das Youtube-Projekt kommt habe ich diese Woche noch eine neue Website fertigzustellen.

5. Ich habe nach langer Zeit mal wieder in einem Gewinnspiel gewonnen. Yay! Rise of the Tomb Raider für die Xbox One bei Microsoft. Fehlt nur die Xbox One, um es dann auch spielen zu können, wenn es im November ankommt.