Freitägliche Fünf 22.07.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal geht es vor allem ins Grüne. Eingebettet, falls sich wer über die Optik der Seite wundert, in die ersten Ausläufer einer Überholung des hiesigen Blogdesigns.

1. Critical Mass Viersen

Quasi von letzter Woche nachgereicht: Die Critical Mass in Viersen am vergangenen Freitag war ein voller Erfolg. Laut ADFC waren es 40-50 Teilnehmer. Auffällig war die Vielfalt an Fahrzeugtypen: Neben diversen Arten von normalen Niederrädern fanden sich unter anderem Lastenräder, Kurz- und Langliegeräder, gleich zwei Velomobile, ein Handbike und ein Liegedreirad. Kräftige Unterstützung aus Mönchengladbach steuerten wir Großstadtradler bei.

Für jeden etwas dabei - Bild: StadtradelnMG bei Twitter

Für jeden etwas dabei – Bild: StadtradelnMG bei Twitter

2.SuperMEAT

Das Projekt SuperMEAT hat sein Crowdfunding-Ziel bei Indiegogo erreicht. Allerdings ist mir nicht ganz klar, was die mit den 100.000 USD machen, wenn sie für einen Prototypen eine halbe Million brauchen. Naja, besser als nichts.
Das Ziel von SuperMEAT ist es, in großem Maßstab Fleisch ohne Tiere herzustellen. Ob das funktioniert und wer das nun alles wieder für widernatürlich hält, werden wir dann sehen.

3. Seltene Schmetterlinge nebenan

Raupen des Jakobskrautbären an Jakobs-Kreuzkraut

Wenn Ringelsocken Insekten wären. Der kleine Schmetterling unten rechts gehört übrigens nicht zur selben Art und ist mir erst nach dem Fotografieren aufgefallen – Bild: eigen

Am Donnerstag entschied ich mich, erneut das gute Wetter zu nutzen. Das eigentlich beabsichtigte Bild (die Dächer von Rheydt über die Felder an der Landwehr hinweg fotografiert) wurde aufgrund der zu grellen Lichtverhältnisse eher so mittelmäßig, aber auf dem Rückweg begab ich mich noch durch eine stillgelegte Kiesgrube in der Nähe, wo ich massenhaft Raupen des Jakobskrautbären fand.
Der Jakobskrautbär ist ein seltener und schöner Nachtfalter, der allerdings manchmal in großer Zahl an einzelnen Stellen auftritt. Einfach zu fotografieren waren die mit meiner Kompaktkamera nicht, da die ständig auf den Hintergrund fokussierte, aber ein paar Bilder habe ich doch bekommen. Sehr schöne Raupen, die ich noch nicht kannte.

4. Nutria

Nutria im Wasser

Niedlicher Niers-Nager – Bild: eigen

Die große Nutria-Population von Mönchengladbach ist bekannt, aber Dienstag habe ich erstmals ein Exemplar völlig unversteckt selbst gesehen. Ich mag die, sehen aus wie zu groß geratene Meerschweinchen. Und sie gehören auch zu den unproblematischeren Neozoen, die keine nennenswerten Schäden anrichten.

5.Purino Bambini Urban Gardening

Logo des Bambini Urban Gardening

Bild: Purino

Das Purino hat am Donnerstag einen eigenen Garten für Zutaten angelegt, dessen Erzeugnisse auch im Restaurant verarbeitet werden. Auch wenn ich beim Standort (im Hardter Wald) nicht sicher bin, ob das nun wirklich gut ist, grundsätzlich ist es aber eine gute Sache, wenn Gastbetriebe Zutaten im eigenen Garten anbauen.


Sonntägliche Sechs 17.07.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Erneut verspätet und dafür länger. Ich habe den Freitag wegen Krankheit verpasst und der Samstag war dann mit dem CSD in Mönchengladbach ausreichend gefüllt. Sonderlich toll war die Nachrichtenlage der Welt diese Woche ja auch nicht. Aber ausfallen werden die Freitäglichen Fünf deswegen noch lange nicht. Es gibt immer genug Gutes aus Welt und Leben zusammenzutragen.

1. Saubere Pokémon

Fragt einfach nicht wie das rollt - Bild: Mags

Fragt einfach nicht wie das rollt – Bild: Mags

Ich halte die Mags für eine der dümmeren Ideen unserer GroKo in Mönchengladbach. Ich meine, da holen wir mit der Ampel die Gesellschaftsanteile des Entsorgungsunternehmens GEM in die Hände der Stadtverwaltung und dann geht die GroKo nach der Wahl hin und verschlimmbesser das alles dahingehend, dass plötzlich die gesamte Sauberkeit und Grünpflege privatisiert ist.
Wie dem auch sei, die positive Nachricht hierbei: Ich mag dieses Plakat wirklich. Das hat eigentlich nichts mit der Mags zu tun, ich mag einfach nur dieses Plakat.

2. Modische Pilze

3. Bleibende Bäume

Kaiser-Friedrich-Halle

Mal an den Bäumen vorbeifotografiert – BIld: MGMG

Ich sehe ja allgemein noch Hoffnung für meinen Wohnort. Ich meine klar, sonst wäre ich nicht mehr hier. Hoffnungsschimmer der Woche ist die Reaktion der Stadtspiegel-Leser auf das Ansinnen der FDP, vor der Kaiser-Friedrich-Halle nicht nur die Werbebanner, sondern vor allem auch die Bäume zu entfernen. Baumentfernung zur Erreichung eines so kleinlichen Ziels wie der Schaffung von Sichtachsen ist so ein feuchter Stadtplanertraum, bei dem ich inzwischen das kalte Kotzen kriege.
Und allem Anschein nach bin ich da nicht allein. Ich meine, ich wurde schon mehrfach auf das Vorhaben angesprochen udn fast durchgehend mit ablehnender Haltung, aber in politisch-kommerziellen Kreisen fand man diese Barbarei im Kontrast dazu tatsächlich toll.

4. Tote Bäume

Mit inzwischen drei Filialen wächst Wortwerke, eine norddeutsche Buchhandlung, die sich auf Selbstverleger spezialisiert hat, kräftig um sich.

5. Plasticine Abgase

Ich habe anders als viele keinerlei Probleme mit Plastik. Es ist ein großartiger und einmaliger Werkstoff, ohne den die Welt, wie wir sie heute kennen, kaum existieren könnte. Natürlich bringt er aber auch Probleme mit sich. Das eien Problem ist das Abfallproblem. Lösung: Plastikmüll gehört so weit wie möglich vermieden und der Rest gehört nicht in die Umwelt. Das andere Problem ist, dass Plastik meist aus Erdöl hergestellt wird und spätestens bei seiner Verbrennung zur jenseits jeglichen Maßes überhöhten CO2-Produktion der Menschheit beiträgt. Mögliche Lösung hierfür: CO2-neutrales Plastik.
Die andere Lösung ist der vermehrte Einsatz von Holz (welches in seiner Produktion ebenfalls CO2 bindet), aber für Verwendungszwecke, wo dies nicht geht, wäre solches Plastik großartig.

6. Earthship 2.0

Bild aus Facebook, Urquelle finde ich nicht mehr

Bild aus Facebook, Urquelle finde ich nicht mehr

So mancher mag jetzt denken „Oh mein Gott, wie furchtbar die Vermüllung“, die Krabbe indes denkt einfach nur: „Super, ein Haus!“


Dumme Dinge

dohmen_screen_420Manchmal sagt man als in der Öffentlichkeit stehende Person, insbesondere als Politiker, etwas wirklich, wirklich dummes. Kenne ich. Wirklich, sehr, sehr gut. Haben wir alle oft genug gesehen, schließlich ist grade erst eine Fußballmeisterschaft durch und Fußballer können das ja auch sehr gut. Und dann findet man Screenshots seines Beitrags auf drittklassigen Blogs irgendwelcher anderen Kommunalpolitiker. Insofern Glück gehabt, diesmal war es ein erstklassiger. Gut, da sind die Fußballer besser dran, die landen dann nur in der 11 Freunde.
Das praktische an so einem Screenshot ist, wenn er sich ohne weitere Kommentierung selbst erklärt. Daher: Siehe rechts.

Okay, ungünstig, aber kann passieren, so ein Ausrutscher. Ist ja auch ein komplizierter Einstieg, der erste Satz. Wenn man mit so einem Logikknoten beginnt, macht man es sich nicht leicht. Gut, ein paar durcheinandergewürfelte Tempus ergeben halt einen unnötig verwirrenden Satz. Gemeint war wahrscheinlich: „Was gestern falsch war, muss auch falsch gewesen sein bleiben, auch wenn es heute möglicherweise nicht mehr falsch ist.“
Ein Meisterwerk des deutschen Satzbaus wäre das gewesen! Inhaltlich trotzdem Murks, aber dazu komme ich noch (im Abschnitt „Rettungsleine“).
Tja, und dann fallen die Stichworte „Zeitgeist“ und „scheinbares Unrecht“. „Scheinbares Unrecht“. m(
Nun machte die Geschichte ihre Runden. Als Lokalposse nationaler Aufmerksamkeit aus Mönchengladbach in der Presse, in der Politik, natürlich in der Homosexuellen-Szene. Am kommenden Wochenende ist in Mönchengladbach Christopher-Street-Day.
Okay, das kriegen wir noch hin.

Rettungsleine

Auftritt Dieter Breymann als Retter in der Not. Breymann weiss, wie man Debatten führt, wann welcher Ton anzuschlagen ist und überhaupt, wie man sich benimmt. Er also reagiert nun mit einem Facebook-Beitrag, der sich wohl aus Solidarität ein paar Hiebe auch nicht entgehen lässt und den Begriff „Hexenjagd“ in die Diskussion bringt, aber im Kern enthält sein Beitrag die Rettungsleine für Christoph Dohmen.

Wie eine Gesellschaft bzw. ein Staat mit rechtskräftigen Gerichtsurteilen umgeht, ist zunächst eine rechtsphilosophische Frage. Rechtskraft und Rechtssicherheit sind Auswirkungen des Rechtsstaatsprinzips. Ob man mittels Entschädigungsleistungen rechtskräftige Urteile rechtsstaatlicher Gerichte „heilt“ bzw. „heilen kann“ ist daher eine Frage, die nicht nur diskutierbar ist, sie ist auch des Diskurses würdig. Man muss diesbezüglich nicht die Position des Kollegen Dohmen teilen, allerdings ist ihm die seine zunächst zuzugestehen, zumal bei ihm keine homophobe Begründung erkennbar ist. Soviel in der Sache!

Die Option, das ganze Desaster zu einer juristischen Fachdebatte zu machen, ist hier schlichtweg die eleganteste. Man kann sogar davon ausgehen, dass dies Dohmens Absicht war. Ich halte es sogar für ein Merkmal einer guten Diskussion über juristische Fragen, die persönliche Meinung hinter dem eher auf Logik beruhenden Diskurs von Gesetzen zurückzustellen, auch dann, wenn einem die Gesetze nicht gefallen.
Dohmens Auffassung halte ich ganz klar für falsch, die Strafbarkeit der Homosexualität war schon immer grundgesetz- und menschenrechtswidrig und somit auch dann nicht rechtens, als es in der Bundesrepublik Deutschland ein entsprechendes Gesetz gab. Die grundsätzliche Diskussion um die Frage der Rechtssicherheit und ob sie auch so ausgelegt werden sollte, dass Strafen rückwirkend entschädigt werden sollen, wäre dennoch eine interessante, wenn auch eine vergiftete. Das ist ja bei weitem nicht das erste Mal, dass Deutschland Opfergruppen seiner Politik oder der eines einverleibten Staates für erlittenes Unrecht entschädigt.

Das hohe Gut der Entschuldigung

Die Entschuldigung (im Bündnis mit der Vergebung) halte ich für eine der höchsten und wichtigsten Errungenschaften der menschlichen Zivilisation, irgendwo da oben mit dem Ackerbau und der Schrift. Ein Zeugnis von Verständnis und Demut, dessen Glaubwürdigkeit die fortgesetzte Funktionsfähigkeit einer sozialen Gruppe nach einer persönlich verursachten Krise garantiert. Eine ehrliche Entschuldigung ist ein mächtiges Mittel, Konflikte zu lösen. Allerdings, eine unehrliche oder auch nur unehrlich erscheinende Entschuldigung vermag es, den Weg zur Vergebung zu verbauen. Deswegen ist das Formulieren einer Entschuldigung eine wichtige Fähigkeit.
Zunächst einmal müssen Verständnis und Demut deutlich vorhanden sein. Das bedeutet, man entschuldigt sich nicht nur, man führt aus, wofür man sich entschuldigt und macht so klar, dass man das Problem verstanden hat (Verständnis) und dies als Fehler erkannt hat (Demut).

Clusterfuck

Es gibt genau zwei Dinge, die man in einer Entschuldigung nie tun sollte, weil sie dem Sinn und Zweck einer Entschuldigung widersprechen und diese als fehlerhaft oder gar unehrlich erscheinen lassen. Zum einen bezeichnet man sich nicht selbst als Opfer einer „Hetzkampagne“ oder dergleichen und zum anderen unterlässt man eine Wiederholung des Fehlers noch in der Entschuldigung. Hier ein schlimmstmögliches Beispiel aus der Rheinischen Post:

„Ich habe in mehreren Posts versucht geradezurücken, dass es mir nicht darum geht, Homosexuelle zu diskriminieren. Der Vorwurf der Homophobie ist abstrus.“ Er bleibe bei seinem Standpunkt und der Kritik an Bundesjustizminister Maas. Aber: „Ich bedaure den Post, weil er ungewollt jemanden verletzt haben könnte und nun im Netz eine Hetzjagd stattfindet.“

Sorry, aber das Problem war zu keinem Zeitpunkt die Formulierung. Das Problem lag in der Aussage des Satzes. Damit wäre schonmal ein Beweis fehlenden Verständnisses erbracht. Die ziemlich krummen Vorstellungen bei Christdemokratens, was homophob ist und vor allem, was nicht, helfen da wenig. Und dann folgt sofort die Klage, dass „nun im Netz eine Hetzjagd“ stattfinde, was als Beweis für fehlende Demut erscheint. Somit ist diese Entschuldigung keine, da sie die Wesensmerkmale einer Entschuldigung aus sich heraus negiert und nicht hinterlässt als das enthöhlte Wort „Entschuldigung“, reduziert zu einer reinen Aneinanderkettung von Buchstaben ohne Bedeutung. Da wäre mir lieber gewesen, Dohmen würde einfach zu seiner politischen Position stehen.
Um auf meine Geschichte zurückzugreifen: Der einzige Grund, aus dem das damals bei meiner Guttenberg-Goebbels-Geschichte so ging war, dass damals tatsächlich die Formulierung und nicht die Aussage dahinter das Poblem war. Ich habe damals einen Fehler gemacht, ich habe gezeigt, dass ich die Fehlerhaftigkeit meines Verhaltens erkenne und worin ich diese zu erkennen glaube, habe mich dann entschuldigt und sodann vermieden, den Fehler zu wiederholen. Was ich nie getan hätte: Ich hätte nie eine Entschuldigung geschrieben, wenn ich mich im Recht gewähnt hätte. Vielleicht hätte ich den Fehler falsch erkannt, das kann mit Sicherheit passieren und wäre in der Formulierung der Entschuldigung aufgefallen. Dohmen wähnt sich aber allem Anschein nach weiterhin im Recht und schreibt dennoch eine durchsichtig nicht ehrliche Entschuldigung.
Entschuldigungen sind wichtig, man entwertet sie nicht durch Unehrlichkeit.
Das ist dumm.


Zweiwöchige Zehn 10.07.2016

Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut oder mir gefallen haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diesmal an einem Sonntag und zu zehnt statt zu fünft, da ich den zweiten Freitag in Folge verpasst habe und das jetzt einfach mal in die Welt muss.

1. Gegen Tihange in Aachen

Der Europaplatz wird von heimischen Extremisten (wie mir) abgeschirmt

Der Europaplatz wird von heimischen Extremisten (wie mir) abgeschirmt

Am 26. Juni war ich erstmals seit 2001 wieder in Aachen, und ebenso erstmals seit 2001 mit dem Fahrrad in Aachen. Dort stand eine Demo gegen den von Aachen nicht weit entfernten Schrottreaktor Tihange 2 an. Die Demo war durchaus beeindruckend, ein paar tausend Menschen mit den letzten noch erhältlichen Aachener Anti-Atom-Schirmen umringten den übrigens wirklich schönen Aachener Europaplatz mit Musik und die Gelegenheit nutzend im Wasser planschendem Nachwuchs.

2. Frischebox beim Edeka

Leider kann ich das Video vom Facebook nicht für maximale Eyecatcherei hier einbetten, also muss ich das halt textlich rüberbringen: Edeka in Kolb (Nordbayern, wenn mich nicht alles täuscht) probiert das Einkaufen mit wiederverwendbaren Verpackungen aus. Die wegen Verwechselbarkeit etwas ungünstig benannte Frischebox gibt es für 5 € Pfand und wird im Laden zurückgenommen, um sie gereinigt wieder verwenden zu können.

3. Verwandle den Hass!

Künstler Ibar Omani nimmt sich Hakenkreuzschmierereien und dergleichen vor und verwandelt sie in niedliche Hoppelhäschen und andere hübschere Bilder. Artikel in der SZ, leider mit Paywall.

Ich gehe mal davon aus, dass das nicht mehr als Hakenkreuz zählt - Bild: Legacy Grafitti via SZ

Ich gehe mal davon aus, dass das nicht mehr als Hakenkreuz zählt – Bild: Legacy Grafitti via SZ

4. Bezahle, Windows 10!

Ungewolltes Windows-10-Upgrade bekommen? Gute Nachrichten, dafür kann man jetzt Entschädigungen erstreiten. Zumindest in Kalifornien, wobei 10.000 USD bei amerikanischen Schadensersatzprozessen dieser Größenordnung sehr niedrig ist. Da geht noch mehr!

5. UPS-Lastenfahrräder

Eigentlich wollte ich mich hier freuen, dass mit dem Einsatz von UPS-Lastenfahrrädern in Herne die Verbreitung und Veralltäglichung von Transportfahrrädern voranschreitet, da bekomme ich mit, dass es die Dinger schon seit mindestens einem Jahr in Hamburg gibt. Aber wisst ihr was? Trotzdem toll!

Lpf? Wie nennen wir ein Lastpedalfahrzeug? - BIld: Wikimedia Commons/Flor!an

Lpf? Wie nennen wir ein Lastpedalfahrzeug? – Bild: Wikimedia Commons/Flor!an

6. Das Ozonloch schließt

Da muss man tatsächlich nicht mehr viel zu sagen, das Ozonloch scheint sich definitiv zu schließen.
Der m.E. bisher größte Erfolg in der Geschichte der internationalen Diplomatie und der Umweltpolitik.

7. Ich habe Feuer Zahnpasta gemacht!

Beiseite, Tubenpaste, hier kommt der neue König!

Beiseite, Tubenpaste, hier kommt der neue König!

Nachdem ich nun alles da hatte, habe ich mich mal an das Experiment Zahnpasta begeben. Die machen viele selbst, wenn sie versuchen, Verpackungsmüll zu vermeiden oder wenigstens zu verringern. Bei Veranstaltungen mit Zero-Waste-Leuten (ich nenne es lieber Weniger Waste) gehen allerdings die Meinungen weit auseinander, wie genau man Zahnpasta ersetzen soll.
Manche empfehlen blankes Bürsten, andere Dentaltabs oder Zahnputzpulver. Hin und wieder finden sich auch Salz oder Natron als alte Hausmittel. Aus dem arabischen Raum stammt das Kauen auf Miswak, Zweigen oder Wurzeln des passend benannten Zahnbürstenbaumes.
Ich bin da ein Mensch für Bewährtes und wollte so doch eine Zahnpasta. Es gibt im Netz etliche Rezepte für Zahnpasta, die sich allesamt sehr ähnlich sind. So beschloss ich, die alle zu nehmen, zu vergleichen und zu den zum Glück nicht so zahlreichen Zutaten zu recherchieren, wie die wirken, insbesondere beim Zähneputzen. Das führte dazu, dass ich die durchgehend angegebenen 3 Esslöffel Natron auf einen reduzierte (scheuert zu stark für solche Mengen) und im Ausgleich das nirgends erwähnte Xylit hinzugab. Nicht alle Rezepturen enthielten Calcium-Magnesium-Pulver, aber die, die es enthielten, erklärten den Einsatz als Mineralienlieferant für Zähne und Zahnfleisch sehr gut und plausibel.
Natron reinigt und neutralisiert Säuren, Xylit und Kokosöl unterstützen nachgewiesen die Heilung angeschlagener Zähne, Calcium wird dafür benötigt, Magnesium hilft bei der Calcium-Aufnahme und das ätherische Öl fördert den Speichelfluss.
Und hier nun mein Rezept für Zahnpasta.
Zutaten: 3 EL Kokosfett, 1½ EL Xylit, 1 EL Natron, 2 Tl Calcium-Magnesium-Pulver, ca. 10 Tropfen ätherisches Öl (eine Minze oder Citrusfrucht)
Herstellung: Kokosöl verflüssigen (einfach in die Mittagssonne stellen), andere Zutaten zugeben und alles gut vermengen.
Verwendung: Mit einem Löffelchen o.ä. auf die Zahnbürste geben. Diese Paste schäumt nicht wie gekaufte Zahnpasta, daher reicht hier keine erbsengroße Menge, sondern etwa doppelt so viel. Achtung: Kokosöl schmilzt knapp über Raumtemperatur (bei ca. 24°C), an warmen Tagen kann es also sein, dass die Mischung flüssig ist.

8. Tischtransport

Ob man mit so einem Liegerad auch einen Stehtisch transportieren kann? Aber klar doch!

Mein Beitrag zum Wikipedia-Eintrag für das Stichwort Eleganz

Mein Beitrag zum Wikipedia-Eintrag für das Stichwort Eleganz

9. Tourfieber

Da Mönchengladbach zur Bewerbung der Gladbacher Etappe aus Markenschutzgründen nicht den Namen und das Logo der Tour de France benutzen kann, wenn die Tour de France für ein paar Minuten durch die Stadt zuckelt, hat sie ein eigenes entworfen. Und das finde ich perfekt. Was für eine wunderschöne Darstellung eines Rennradfahrers beim Durchqueren eines Gladbacher Schlaglochs.

Oder ein wirklich bemerkenswertes Brillendesign - Bild: Stadt Mönchengladbach

Oder ein wirklich bemerkenswertes Brillendesign – Bild: Stadt Mönchengladbach

10. Kaffeesatzleselamperei

Kaffeesatz ist ein super Rohstoff. Als Dünger, Grundlage für Pilze, Scheuermittel und Haarwaschmittel kannte ich ihn schon. Hier ist eine neue Variante, als pressholzartiger Werkstoff für Lampen. Cool. Leider mit Geheimrezept.