Sieben am Sonntag 22.01.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Eine Woche, in der ich keine neue Musik gefunden habe? Das ist allerdings erstaunlich. Nun gut, dann grabe ich einen weiteren Videospielesoundtrack aus meiner Kindheit aus, diesmal im Original. Die Actionspiele der 90er hatten großartige Musik (und ja, ich hatte einen Mega Drive, keinen Super Nintendo, weil mein Bruder einen Super Nintendo hatte).

Lampe der Woche

Lampe in Gestalt von Michael Schumachers Kopf

Aaaaaaaaaaaah!

eBook der Woche

Ich muss zugeben, Die Raupen greifen an von Cedric Baltimore verwirrt mich vor allen Dingen, weil ich nicht weiss, ob das jetzt ernst gemeint ist. Ich meine, die ganze Aufmachung spricht dafür, es wird als unheimlicher Thriller angepriesen, die Edition Bärenklau ist ein echter Verlag (der das Heftromangeschäft als lukrativen Mülleimer nutzt, aber trotzdem ein echter Verlag) und das over sieht recht ernst aus.
Aber, ich meine, Raupen! Eine Familie und ihre Killerraupen!

Joint der Woche

Cannabis gibt es bald für Schwerkranke als Schmerzmittel auf Rezept. Das war ein jahrelanger, schwieriger Kampf mit Störfeuern seitens unbelehrbarer Ideologen, die wie so oft alles ablehnen, was ihren Vorurteilen nicht entspricht.

Kawumm der Woche

Nunja, vorgesagter Kawumm: 2022 bekommen wir ein neues zweithellstes Objekt am Nachthimmel (nach Luna, dem Mond der Erde), der Doppelstern KIC 9832227 sol dann zusammenstürzen und dabei in einer Nova explodieren. beziehungsweise, uns soll dann das Licht aus dieser Explosion erreichen. Weltuntergangsexperten können an diesem Abend ihr Frühstück rausstellen, damit es am nächsten Morgen schön mikrowelliert bereitsteht.

Küchenhelfer der Woche

via Fancy

via Fancy

Untergangsszenario der Woche


Sieben am Sonntag 15.01.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Die dieswöchige Hintergrundmusik zum Lesen des restlichen Beitrags ist einer der großartig-metalligsten Videospielesoundtracks aller Zeiten. Alle Zeiten vor Brütal Legends Aller! Zeiten!

Stinkstiefel der Woche

„Dieser Stiefel stempelt seinen Träger als Nazi ab“ lautet einer der beiden Titel der Rheinischen Post hierzu. Nunja, wenn man sich die Sohle anschaut, ist das eindeutig ein Versehen, welches niemandem aufgefallen ist, bevor jemanden damit in den Schnee gegangen ist. So wie bei Lonsdale, die nun wirklich nicht ahnen konnten, dass Rechte auf die mittleren Buchstaben des Namens des Begründers des modernen englischen Boxsports anspringen würden. Ich meine, sieht man diese Stiefel nicht im spezifischen Kontext von Nazi-Symbolik und ohne ein Bild des Abdrucks daneben, ist da nichts auffälliges dran.

There was an angle I didn't get to see when ordering my new work boots…

Oh. Ich habe grade das Wortspiel der RP verstanden, während ich diesen Text tippte.

eBook der Woche

Mobilfunkstrahlung ist eine besondere Perle im Reich der seltsamen Pseudophysik-Verschwörungstheorie-Sphäre und deshalb nicht zum ersten Mal in dieser Kategorie dabei. In Sigmars Auftrag: Profit vor Sicherheit: Mobilfunk in Deutschland ist nahezu perfekt: Ein schwadronierender Titel mit gleich zwei Untertiteln, der aus irgendeinem Grund Sigmar Gabriel für das Mobilfunknetz verantwortlich macht, zugleich aber dermaßen zerhäckselt ist, dass ich noch nicht mal sicher bin, dass das wirklich die Aussage ist. Dafür muss man dann das Buch lesen.
Es kann sich ebensowenig entscheiden, ob es nun ein Roman oder ein Sachbuch sein will. Jedenfalls gibt es keine Romanhandlung und die Informationen sind mangels Kontext vollkommen unverständlich. Ich sehe das ab und an auf Facebook, dass Leute so schreiben, in Sätzen, die ohne Kontext niemand verstehen kann ausser sie selbst. Und Spaghetti mit Tintenfischsoße im japanischen Restaurant! Die wissen genau, was sie da getan haben!

Energiewende der Woche

Während die Energiewende in Deutschland systematisch sturmreif geschossen wird (von Sigmar und seinen Handystrahlen-Installateuren), geht sie andernorts all jene Schritte, von denen uns hierzulande beständig erzählt wird, wie unmöglich sie seien. So haben etwa die dicht bevölkerten Niederlande genug Platz für Windkraft gefundne, dass die komplette Staatsbahn zu 100% auf Erneuerbare umstellen kann – Wind für den Strom, Biogas für die Heizung.

USB-Zubehör der Woche

Wie zuverlässig er ist, muss natürlich noch weiter getestet werden

Wie zuverlässig er ist, muss natürlich noch weiter getestet werden – Bild: DNA Electronics

Dieser USB-Stick hat 0 Bit Speicherplatz. Das ist verschmerzbar bei dem, was er tut: Der Stick der Firma mit dem wundervollen SciFi-Namen DNA Electronics ist den Berichten zufolge in der Lage, innerhalb einer halben Stunde eine Probe auf eine HIV-Infektion zu überprüfen. Das ist verdammt gut und praktisch. Bisher dauerte so ein Test Wochen auf dem Weg zwischen Arzt, Labor und der eigentlichen Untersuchung.

Saftschubse der Woche

Kanada kennt sich mit Schnee und Eis aus.Ich setze das mal als Prämisse bei der Meldung, damit sie glaubhaft klingt. Denn Kanada hat einen Zusatzstoff gefunden, mit dem der Einsatz von Streusalz deutlich umweltverträglicher wird, weil das Salz gezielter eingesetzt werden kann. Rote-Bete-Saft.
(Der Titel geht natürlich an die kanadischen Streuwagen)

Feuermacher der Woche

Ich bin nicht sicher, ob ich damit etwas bei Regen anzünden will, aber hier ist ein elektrisches Feuerzeug. Nie wieder Gas leer, was bei mir, der ich als Nichtraucher Feuerzeuge extrem selten brauche, ein Problem ist, denn die sind meistens leerglaufen, bis ich sie mal wieder einsetze.


Sieben am Sonntag 08.01.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Nach Weihnachten und Neujahr für 2017 wieder im Regelbetrieb.

Musik der Woche

Moana, der neue Disney-Film, der in Deutschland aus mir unerfindlichen Gründen als Vaiana erscheint, ist gut. Und die Musik darin sowieso.

eBook der Woche

„Monster Porn“ war vorletztes Jahr ein wenig in den Schlagzeilen. Was den meisten sich wundernden Beobachtern nie klar gewesen zu sein scheint ist allerdings, dass dieses ganze Genre so gut wie nie ernstgemeint ist. Es war immer ein Spielplz für Parodien auf sich selbst. Manchmal merkt man das an den Titeln, manchmal nicht.
Captain Cockburn and the Well-Hung Velociraptors ist ein Musterbeispiel eines durchaus typischen Titels dieser Kategorie.

Umzug der Woche

Die Sekte Zwölf Stämme zieht nach Tschechien und damit aus Deutschland fort. Die Zwölf Stämme sind eine maßgebliche Kraft hinter dem Versuch, in Deutschland Heimunterricht einzuführen und wesentliche Unterrichtsinhalte vor allem in den Wissenschaften wie Evolution und Aufklärungsunterricht abzuschaffen. Bekannt sind sie vor allem für die fortgesetzte Verteidigung der Prügelstrafe.
Ich hoffe, die Zahl der Orte, an denen die sich niederlassen könne, schrumpft weiter.

Widerstand der Woche

Allem Anschein nach konnte das Dritte Reic doch nicht die Bombe bauen, selbst wenn sie die Materialien gehabt hätten.
Interessant an dem Bericht ist die spezifische Problematik in der Forschung. Es liest sich meines Erachtens stark so, als hätte das Forscherteam alles getan, um ja nicht zu einem verwertbaren Ergebnis zu kommen. Heisenberg udn Co. haben in einer Art obskuren Geschäftigkeit effektiv verhindert, dass die Nazis die Atombombe bekommen.
Ob das deren Absicht oder einfach nur eine Auswirkung der Anwendung nationalsozialistischer Ideologie auf den Wissenschaftsbetrieb war, ist dann natürlich die nächste Frage. Die Nazis hatten ja große Teile der Physik und Medizin als jüdisch beeinflusst verworfen.

Prognose der Woche

orakel2017Ihr kennt diese albernen Buchstabensalate, die zum Jahreswechsel durch die Zeitungen und Netzwerke fliegen, in denen dann die ersten drei Wörter, die man findet, ein Orakelfür das restliche Jahr darstellen sollen? Nun, ich hoffe, niemand nimmt die ernst. Mir liefen zwei davon über den Bildschirm und die Prognosen darin sind leicht verunsichernd.
Das abgebildete Exemplar der Pseudo-Zeitung für leicht zu Verarschende ergab bei mir „Familie na und“. Das ist nicht ganz so schlimm wie ein anderes, das bei Twitter umlief: „Kraft, Wahrheit, Ork“. Eigentlich sogar Orkwohnung, aber ich schätze mal, das zählt als zwei Wörter.

Fusion der Woche

inkbook-primeMit dem Inkbook und Inkbook Prime erscheint endlich ein Lesegerät für eBooks, welches sowohl Kindle- als auch ePub-Bücher auf eInk darstellen kann. Die Lösung dafür ist einfach: Es läuft auf einer Android-Version, man kann also einfach die entsprechenden Handy-Apps der Verkäufer auf das Gerät installieren und dann in diesen lesen, nur halt auf elektronischem Papier statt einem Bildschirm.
Die Einrichtung ist etwas mühsam, da der App-Shop nicht funktioniert und man die Dateien zum Installieren direkt auf das Gerät kopieren muss, aber es funktioniert sehr gut.
Basisversion und Prime-Version (u.a. mit Beleuchtung) bei Amazon.

Nachzucht der Woche

Ein Mann in Kalifornien hat über Jahre eine seltene Schmetterlingsart in einem eigens errichteten Gewächshaus nachgezüchtet. Eine beachtliche Maßnahme — fachkundige Nachahmer erwünscht.


Das wird 2017

Auf den Jahresrückblick 2016 folgt natürlich der Jahresausblick 2017. Hoffen wir einfach, dass die Musik diesmal nicht ein paar Stunden später von Youtube verschwindet. Oh, und dann muss noch ein Bild für die Linkvorschauen sein. Okay, wir können anfangen.2017

Thema: Netzwerk

Hier geht es um eine Fokussierung eines Trends, der 2016 begonnen hat. Verstärkte Vernetzung nicht nur in der Politik, sondern vor allem auch unter Autoren, lokal wie international. Ich habe Ende 2016 gemerkt, dass dies nicht nur ein Selbstzweck ist, sondern auch mit der Motivation und Kreativität hilft. Es gibt eine 2016 nicht umgesetzte Idee in dieser Richtung, für die ich nun endlich eine gute Grundlage habe, ein gemeinsames Projekt Gladbacher Autoren. Das werde ich im Februar anstoßen (weil ich das Autorentreffen im Januar wegen anderer Termine auslassen muss) und deute es jetzt nur an, um es nicht in einem Nebensatz eines Jahresausblicks untergehen zu lassen. Ein gemeinsames öffentliches Auftreten der lokalen Autoren ist mir schon länger ein Anliegen, weswegen es auf meiner Bücherseite bei den Empfehlungen ja auch einen Abschnitt mit Büchern aus der Stadt und ihrer Umgebung gibt.
Ein erstes Ergebnis verstärkter Vernetzung wird Ende Januar ein Beitrag in einer Trump-Parodie-Anthologie sein, ein Projekt, an dem ich viel Spass habe.
Und damit geht es weiter zu:

Ausverkauf

Meine erste vollständige Buchübersetzung ist in Arbeit, ich werde dies 2017 durch weitere ergänzen, darunter hoffentlich auch kreative Projekte (der Erstling ist ein Kochbuch). Aber das ist letztlich nur der Broterwerbsteil der kreativen Arbeit.
Was sehr gut funktioniert, sind Kurzgeschichten. Das werde ich 2017 verstärkt nutzen: Ich beabsichtige, jeden Monat eine Kurzgeschichte zu veröffentlichen – nicht schreiben, veröffentlichen. Und damit meine ich, in professionellen Kanälen wie Zeitschriften und Anthologien, Veröffentlichung im Blog zählt nicht. Das bedeutet natürlich ein entsprechendes Volumen an Geschichten, aber Kurzgeschichten gehen einfach viel leichter von der Hand als Romane, selbst wenn sie zusammengenommen genau so viele Wörter umfassen wie mehrere Romane. Vieles davon wird in eine weitere Sammlung gehen: Die Nachfolgesammlung zu How to Sing Butterflies wird den Titel How the Rain Gets in tragen, daneben plane ich eine Sammlung von weihnachtlicher Sciencefiction und Fantasy für den November, erhältlich in Deutsch und Englisch auf Papier und elektronisch. Ich habe da über die Jahre schon einiges geschrieben, das ergänze ich bis zum Herbst mit neuen Beiträgen.
Das andere, was sich sehr gut schreiben lässt, sind Sachbücher. Ich habe den ersten Band von Fiction Science 2015 in sehr kurzer Zeit geschrieben und danach keine wirklich gute Idee für einen zweiten Band gehabt. Nun, inzwischen hatte ich eine, auch wenn es diesmal keine passende Filmpremiere im laufenden Jahr geben wird, an die ich es anheften kann. Rechnet im Sommer damit.
Mein 2016er Projekt, die Meilensteine der Evolution abzuschließen, wurde durch den Tod meines Computers im März gestoppt, doch inzwischen konnte ich die Daten wiederherstellen. Damit einher gehen große Veränderungen für die Serie es wird keine zehn Bände mehr geben, sondern vier, die dafür um so umfangreicher sind. Die bisherigen Bände werden in die neuen integriert, Käufer der alten Bände sollen die neu konzipierten Teile der Serie als kostenloses Update erhalten. Das ist dann das Buchprojekt fürs Frühjahr.
Abschließen will ich auch die Zero-Waste-Reihe Less Litter Lifestyle im Blog mitsamt dem zugehörigen Buch. Ein Kochbuch-Projekt ist so gut wie fertig, dafür fehlen hauptsächlich noch die Fotos.
Ich habe inzwischen gelernt, dass ich für Romane besser keine Ankündigungen mache. Es gibt ein paar Projekte, aber welche davon 2017 veröffentlichungsreif werden, will ich nicht mehr voraussagen. Momentan sind die Titel Sünde, Boy, Ètrenne und Neanderthalensis in unterschiedlichem Fortschritt auf meinen Festplatten (ja, ich habe nach dem März-Desaster mehrere), aber wie weit diese 2017 kommen, wer weiss. Mein Fokus ist 2017 mit voller Absicht auf den kleineren, schneller umsetzbaren Projekten.

Ein anderes Vorhaben aus 2016, das untergegangen ist, war die Veröffentlichung von Hörbuchversionen meiner Kurzgeschichten auf Youtube. Auch hier habe ich das bisher erstellte Material wiederhergestellt und kann 2017 damit weitermachen.

Portfolio

Und damit in die andere Ausrichtung meiner kreativen Vorhaben: Eine breitere Fächerung der Formen, mit denen ich arbeite. Viele meiner Ideen fallen schlichtweg nicht in den Bereich des geschriebenen Wortes und ich will meine Fähigkeiten trainieren, auch in anderen kreativen Bereichen zu arbeiten.
Ich habe 2016 meine Fähigkeiten mit Fotos und Bildbearbeitung deutlich verbessern können. Ich hoffe, das 2017 im Bereich des Zeichnens/Malens (digital, da kann man Fehler besser rückgängig machen ;-) ) fortführen zu können. Ob ich in Jahresfrist etwas Vorzeigbares produzieren kann, werden wir sehen, ich bin da vorsichtig, da ich weiss, wie viel Übung in ein gutes Bild einfließt, bevor es so einfach aussieht, wie einige Künstler es aussehen lassen.
Aber die Ideen sind da und ich will sie umsetzen. Und dafür brauche ich die entsprechenden Kenntnisse.

Sonstiges

Ich werde mich 2017 verstärkt als Übersetzer betätigen. Dazu gehört neben den bereits genannten Buchübersetzungen auch ein ab morgen verfügbarer Fiverr-Gig zum Übersetzen von Rezepten, eine Dienstleistung, mit der ich inzwischen umfassende Erfahrungen gemacht habe und in der ich bei all den schlecht übersetzten Rezepten, die überall rumfliegen, eine echte Lücke sehe.
Und dann ist da noch die Politik. Zwei Wahlkämpfe sind da nur die Spitze des Eisberges, es wird für mich politisch 2017 einiges zu tun geben.
Oh, und ich plane, dieses Jahr umzuziehen, etwas mit deutlich mehr Platz für meine ganzen Ideen und Experimente.

Und nun entschuldigt mich. Ich habe einen Berg abzugraben und dafür einen Teelöffel aus der Küchenschublade mitgebracht. Und ich habe schon angefangen.