Sieben am Sonntag 30.07.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Diese Woche wegen dem Ausfall letzte Woche (manchmal fallen Familiengeburtstage halt auf einen Sonntag und dann muss man Prioritäten setzen) diesmal nicht exakt sieben Einträge (es sind acht, wenn ich mich nicht verzählt habe).

Musik der Woche

Selbstverständlich geht die Musik der Woche diese Woche nach dem Suizid des Sängers an Linkin Park, eine der Bands meiner musikgeschmacklich prägenden Jahre. Damals, in der kurzen Phase der Weltgeschichte, als es Musikfernsehen gab, in dem tatsächlich Musik lief. Manchmal 24 Stunden am Tag. Dafür braucht man heute ein Radio. Ihr wisst schon, so ein Volksempfänger, nur ohne Hitler. Gibt es Radio überhaupt noch?

Kuchen der Woche

Käsekuchen-Cupcakes

Ich gründe eine Nation in Schwarz-Weiss-Lila – Bild: Svenja Goßen

Zur Zeit fallen im Garten täglich mehrere Kilo an Brombeeren an – weit mehr, als die lokale Vogel- und Menschenwelt gemeinsam verspeisen können.
Manches davon wird Konfitüre, manches davon wird Obst, aber manch anderes landet in Küchenexperimenten.
So hatte ich etwa noch ein paar Cashews da und wollte schon eine halbe Ewigkeit mal veganen Käsekuchen aus Cashew-Mus (oder wie ich sage: Cäsekuchen) machen. Der geht auch mit Beerenobst als Zugabe und so kam alles zu diesen Küchlein zusammen.
Boden: Zerkrümelte Oreos mit etwas Kokosöl mischen und unten in die Formen drücken.
Cäse: Cashews im Mixer pürieren, Kokosmilch und flüssige Süße (Originalrezept: Ahornsirup, nach Blick auf das Preisschild: Agavendicksaft) dazugeben, bis die Konsistenz gut dickflüssig ist. Hälfte der Masse auf die Oreos geben, andere Hälfte mit pürierten Beeren mischen und dann über die erste Schicht geben.
Alles über Nacht in den Kühlschrank, fertig. Gekühlt servieren.
Mengenangaben: Ein Schlobb hiervon, ein Schlubb davon. Die gehen ganz gut nach Gefühl.
Die waren praktischerweise in der Mache, als ich bei einer Veganerin zum Grillen eingeladen wurde. Perfekte Versuchskaninchen, die in diesem Fall positiv anschlugen.

Kraftwerk der Woche

Solarzellen auf Schwimmpontons

Alle meine Panelchen schwimmen auf dem See – Bild: Sungrow

Ein ehemaliger Kohletagebau bau Huainan in China hat eine neue Funktion erhalten: Nach seiner Flutung schwimmen dort nun 165.000 Solarpanele und versorgen die Umgebung mit 40 MW Strom.
Das macht Sinn: Der künstliche See bietet eine große Oberfläche und vermutlich auch den Raum, um unter der Oberfläche große Speicherkapazitäten aufzubauen. Hinzu kommt der Wehmutstropfen, dass der Restsee belastet ist, also wohl zu schnell und ohne ausreichenden Wasserschutz gefüllt wurde. Tagebaurestseen zu füllen ist durch die Bodenchemie der tiefen Gruben eine ziemlich schwierige Angelegenheit.

Versteigerung der Woche

Donald Trump malt die Skyline von New York

Wolkenkratzer, Wolkenkratzer, Johnny Bravo, Wolkenkrat… Moment, was? – Bild: Nate D. Sanders Auctions

Ein, ähm, Werk, von Donald Trump kam diese Woche in Baltimore unter den Hammer. Das Werk, welches die Skyline von Trumps Heimatstadt New York City darstellt ist zwar nicht künstlerisch, aber irgendwie dennoch interessant. Vier Mittelfinger umringen das Haupt von Johnny Bravo, darunter ein Weg. Ich… bin nicht sehr gut in Bildanalyse.
Die Auktion endete nach ganzen elf Mitbietenden bei etwa 30.000 US$

Symbolbild der Woche

Finger in einer Mausefalle

Hochrepräsentativ – Bild: Stadt MG

Wenn man etwas in den sozialen Medien veröffentlicht, braucht man dafür idealerweise ein Bild, das hilft mit den Klickzahlen. So sind diese Beiträge beispielsweise so strukturiert, dass immer ein gewünschtes Bild als Vorschau erscheint, wenn jemand Links dazu auf Facebook oder Twitter setzt. Manchmal aber ist es gar nicht so einfach, ein passendes Bild für einen Beitrag zu finden. Dann packt man halt ein eingekauftes Bild von einem Lizenzhändler rein, das irgendwie eine sehr esoterische Verbindung mit dem Thema hat. So wie das über diesem Absatz. Und hier die Meldung, die mit diesem Bild seitens der Pressestelle der Stadt Mönchengladbach einher ging:
In die Falle gegangen: Mit 113 km/h ist gestern kurz nach 18 Uhr ein Fahrzeug in der Rheydter Innenstadt geblitzt worden. Der Raser wurde an der Dahlener Straße ertappt. Er muss sich auf ein Bußgeld in Höhe von 280 Euro, zwei Monate Führerscheinentzug und zwei Punkte einstellen. Wir wünschen euch ein unfallfreies Wochenende!

Spezialeffekt der Woche

Früher gab es ja Bluescreens. Das waren blaue Leinwände, vor denen Schauspieler aufgenommen wurden, um sie dann am Computer mit einem eingefügten Hintergrund zu ersetzen. Blau war dazu ganz gut, weil es weniger stark als andere Farben Schatten sichtbar macht (örks, der Satz fühlt sich irgendwie verunglückt an).
Nur leider ist blau nicht nur die häufigste Farbe für Kleidung, es ist auch eine wichtige Farbe in der Cinematographie (wegen dem schönen Kontrast zu orange). Also ist man allgemein auf Greenscreens gewechselt –
wortwörtlich das Selbe in Grün. Grün trägt man nicht so oft wie Blau, aber manchmal halt doch. Und damit kann man dann wie Jessie McLaren auf Twitter viel Spass haben, wenn man die richtige Software hat.

Fahrkarte der Woche

Ja, das Video ist nicht grade ideal geschnitten und Katrin kommt etwas gekünstelt daher, etwa wie ein Werbespot für Versicherungen, aber dass das Ansinnen, dem Wirrwarr aus Verkehrsverbünden mit einem übergreifenden „MobilPass“ ein Ende zu bereiten, ein gutes ist, davon bin ich überzeugt.
So macht man Verkehrswende!

Reform der Woche

Im Stierkampf verletzter Stier

Auf Mallorca endlich illegal – Bild: Michael Helmer

Die Balearen verbieten das Verletzen und Töten von Stieren im Stierkampf.
Stück für Stück endet diese unsägliche „Tradition“ (ich hab’s eh nicht so mit Traditionen).
Auch einige andere traditionelle Veranstaltungen mit Stieren wie die Stierhatz werden in ihrer Form deutlich eingeschränkt.


Sieben am Sonntag 16.07.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Diese Woche mal eine sehr kurze Musik der Woche. Meine Lieblingsserie aus der Kindheit (Duck Tales) und meine Lieblingsserie der Gegenwart (Doctor Who) treffen sich in einem Titelsong. Gemeinsam haben die Serien, dass David Tennant, der die zehnte Inkarnation des Doctors gespielt hat, in der dieses Jahr neu startenden DuckTales-Serie Dagobert Duck sprechen wird.

PS: Jodie Whittaker wurde heute als Darstellerin für die dreizehnte Inkarnation des Doctors angekündigt. Eine sehr gute Schauspielerin, auf deren Version der Figur ab Weihnachten 2017 ich mich freue.

Eröffnung der Woche

Eimer voll Brombeeren

Gartensymbiose: Die einen schnitten die den Weg zuwachsenden Brombeeren weg, die anderen ernteten sie ab

Eine Kiste voll Birnen

Frühreife Früchtchen

Zwei frisch gepflanzte Erdbeersträucher

Die Ersdbeeren

Nach langen Verhandlungen und Vorarbeit war es heute endlich so weit: Der neue Bürgergarten im Herzen von Mönchengladbach ist eröffnet. Nunmehr unter dem Namen Dahler Oase geführt, entsteht auf einer alten Obstwiese am weitläufigen Gelände der Binderteneinrichtung Hephata diese Gartenanlage.
Den Beginn machen zwei Erdbeerpflanzen, die ich als Projektleiter heute feierlich gesetzt habe, während zugleich aus den bereits vorhandenen Pflanzen ein paar Kilo Birnen und Brombeeren geerntet wurden. Wobei die Brombeeren noch massiv zurückgedrängt werden müssen. Auf den 6.000 m² wird in den nächsten Monaten mit Interessierten und Hephata einiges entstehen. Ich freu mich auf das Ergebnis, sofern man bei so einem sich ständig wandelnden Garten überhaupt von einem endgültigen Ergebnis sprechen kann.

Schweinerei der Woche

Die Ernennung von Christina Schulze Föcking zur Ministerin für (u.a.) Landwirtschaft, Tierschutz und Umwelt hat mir Sorgen gemacht, ist die Frau doch erklärte Gegnerin von Umwelt- und Tierschutz. Eine absolut skrupellos wirkende Landwirtin in einer Branche, die sehr große Ekligkeiten als Normalität hinnimmt. Und in der Tat, in kürzester Zeit kam dies über ihren Hof heraus:

Bild: Grüne NRW

Bild: Grüne NRW

Ich sehe Stern (Beitrag hier, Achtung, Video mit Ton) eigentlich nicht grade als die beste Quelle für Nachrichten, die liegen eben so eine Stufe oberhalb von Bild und Focus, aber die Bilder sind doch drastisch und passen zu meiner Einschätzung der neuen zuständigen Ministerin.
Wenn die Rheinische Post das verteidigt, so seien nunmal die Zustände in der konventionellen Haltung, ist das nicht unbedingt falsch. Aber das macht es nicht grade besser oder auch nur akzeptabel.

Fahrrad der Woche

In Regenbogenfarben geschmückte Rikscha vor dem Festplatz des CSD Mönchengladbach 2017

Ich schwöre, die Ballons haben ein Bewusstsein und versuchten genau im Moment des Fotos, mich aufzufressen. Ich konnte grade so entkommen!

Im Rahmen des dieswöchigen Christoper Street Day in Mönchengladbach konnte ich wieder eine neue Raderfahrung machen: Ich konnte mich als Fahrer einer Rikscha (chinesischer Bautyp) betätigen. Die Leihgabe von Georgs Fahrradladen hatten wir dort dem Anlass entsprechend geschmückt als Blickfang eingesetzt. Bei der hierzustadte erstmalig veranstalteten Parade des CSD durfte sie natürlich ebenfalls mitfahren, dort auch wie im Bild mit Anita Parker als Passagierin. Ich glaube, ich kann jetzt behaupten, alles gefahrne zu haben, was zwischen zwei und vier Rädern und eine Fußpedale hat. Nächstes Ziel: Handbike testen!
Ich bin allerdings ziemlich sicher, diese Rikscha war nicht für den betrieb durch eine Person über 1,60 Körpergröße konzipiert. So konnte ich nur über das Dach hinweg in die Ferne oder unter dem Dach hindurch auf den Boden kurz vor mir schauen. Das bedeutet extrem vorsichtiges Fahren, vor allem wenn Kinder oder Hunde in der Nähe sind. Und auf keinen Fall bergab fahren. Konkret sieht der Blick über das Dach bei meinen 1,79 Metern Körpergröße so aus:
Rheydter Marktplatz, größtenteils verdeckt von einer Regenbogenfahne

Die Welt ist ein Regenbogen!

Peinlichkeit der Woche

In einer Wohnung von Kardinal Francesco Coccopalmerio beendete die Polizei einen „drogengefüllte homosexuelle Orgie“ des dort wohnenden Sekretärs Luigi Capozzi, den Coccopalmerio (nb: Was für ein Name!) grade erst für das Bischofsamt vorgeschlagen hatte. Er arbeitet beim direkten Nachfolgeamt der Heiligen Inquisition.
Nun kann mir ja eigentlich egal sein, was so ein Sekretär in seinen Wohnräumen tut, aber dass es einen so hochrangigen katholischen Offiziellen getroffen hat, ist schon lustig.
Dass die Kirche gegen jedes Element der Orgie geifert und sie zugleich zelebriert, ist vom Vatikan natürlich alles andere als neu und war in der Renaissance fast schon typisch für diese Einrichtung.

Aussatz der Woche

Schlangen in einer Styroporkiste

Schang? Schlang! – Bild: Stadt Mönchengladbach

Letzte Woche Dienstag fanden Mitarbeiter der Mags eine verdächtig schwere Styroporkiste. Als sie sie öffneten, fanden sie darin 18 Königspythons.
Ich kann einfach nicht verstehen, wer diese schönen Tiere einfach so an einen Abfallcontainer stellt. Ich meine, selbst wenn man sie nicht halten kann oder will, es gibt Leute, die es wollen und können. Und selbst wenn nicht, wer tut sowas?
Der Täter wurde zum Glück noch am selben Tag gefunden.

Übereinkunft der Woche

An dieser Stelle zitiere ich einfach mal die Meldung der Tagesschau:

Seit Jahren streiten Israel und die Palästinenser um die Wasserversorgung in der Region. Nun will Israel den Palästinensern jährlich zusätzlich 32 Millionen Kubikmeter Wasser zum Vorzugspreis liefern. Eine entsprechende Vereinbarung präsentierten beide Seiten in Jerusalem. 22 Millionen Kubikmeter werden danach künftig in das Westjordanland verkauft, zehn Millionen Kubikmeter in den Gazastreifen. Die ersten Lieferungen sollen bereits bald beginnen.

Das ist in der gegenseitig genozidalen Lage dort unten ein kleines Wunder.


Sieben am Sonntag 02.07.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Diese Woche aktiviere ich mal den „mehr-oder-weniger“-Teil aufgrund zweier Sonntage, an denen ich schlichtweg nicht in der Stadt bzw. letzte Woche sogar nicht im Land war und eines Unfalls mit verletzten Armen am 20.06. Ud fragt mich nicht, was mit dem Wortzähler los ist. Der hängt wahrscheinlich an irgendeinem Sonderzeichen fest. Dieser Beitrag hat definitiv mehr als 110 Wörter.

Musik der Woche

Wer aufgepasst hat, wird sich erinnern, dass ich Moana/Vaiana schon im Januar empfohlen habe.
Neu ist, dass ich jetzt auch ein paar Übersetzungen des Films kenne. Die deutsche ist furchtbar, was ich von Disney eigentlich nicht gewohnt bin. Aber dafür ist die französische Version der Songs sog ut, man könnte meinen, das sei die Ursprache des Films. Maui bekommt in Pour les Hommes eine viel deutlichere Charakterzeichnung, Tomatoa sagt in Bling-Bling deutlich mehr und so weiter. Bis auf ein paar kleine Stellen in Notre Terre ist die Übersetzung absolut beeindruckend und überschattet das Original.
Empfehlung für alle des Französischen Mächtigen.

Gummibolsch der Woche

haribo-cthulhuHaribo hat seit nicht all zu langer Zeit ein neues Produkt im Angebot: In der Süd-See-Tüte finden sich Fruchtgummis in Form diverser Meerestiere. Das Übliche halt: Seepferdchen, Seesterne, Muscheln, Fische, Cthulhu…
Ja, genau, Cthulhu. Oder was genau soll das Wesen da ganz links auf der Packung sonst sein? Ein Tintenfisch hat seine Augen nicht oben auf dem Rücken, das ist ganz klar das Gesicht des Großen Alten aus R’lyeh. Passt ja auch, schließlich liegt die versunkene ausserirdische Stadt R’lyeh im Südpazifik.
Ja, ich bin für den Zwischentitel in den Wortschatz meiner Großmutter gegangen. Keine Ahnung, woher sie das hat. Vielleicht ist das im Wendland der übliche Begriff? Google findet kein einziges Ergebnis für Gummibolschen. Das ist sehr enttäuschend, es ist ein sehr schönes Wort.

Entscheidung der Woche

So lief das - Bild: Philipp Steffen

So lief das – Bild: Philipp Steffen

Nach einigem Hin und Her und ewiger Gegenwehr ging es dann plötzlich ganz schnell: Der Bundestag hat per Gesetzesbeschluss den Weg für die Ehe zwischen Partnern gleichen Geschlechts freigemacht.
Das war ein langer Weg von der Entkriminalisierung über die Entpathologisierung bis hin zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare. Ein langer Weg, der so lange schon hätte gegangen werden können, aber ein paar Ewiggestrige meinen ja immer noch, sich in das konsensuelle Privatleben anderer Leute einmischen zu müssen.
Das Bild oben fasst zusammen, wie das Ganze in den letzten Tagen in kürzester Zeit lief.

Fahrrad der Woche

Lastendrahtesel - Bild: Donk-EE

Lastendrahtesel – Bild: Donk-EE

Das ist Donk-EE. Der Name hat allerdings nichts mit der Ortschaft Donk zwischen Willich und Mönchengladbach zu tun. Es ist ein Lastenrad, welches nun in großer Zahl in Köln zum Einsatz kommt. Der gleichnamige Lastenradverleih hat die Tage gestartet und ist jetzt Europas größer Verleih für Lastenräder. Die Nutzung läuft über eine Smartphone-App mit stundenweiser Abrechnung.

Reisegruppe der Woche

Endlich ist der Schirm mal nützlich - Bild: Martin Hahnen

Endlich ist der Schirm mal nützlich – Bild: Martin Hahnen

Letzte Woche Sonntag ging es mit knapp 100 (99, um genau zu sein) nach Belgien, um sich der Menschenkette von Huy über Lüttich, Maastricht nach Aachen anzuschließen. Die Menschenkette gegen das bei Huy gelegene Kernkraftwerk Tihange ging über 90 Kilometer, was in etwa der Luftlinie zwischen Lüttich und Erkelenz entspricht. Insgesamt kamen 50.000 Menschen zur Menschenkette.
Und es ist mir jetzt leicht egal, ob es für das Schließen der Kette 60.000 Menschen gebraucht hätte. Es sind für eine einzige optisch eher unspektakuläre Demo 50.000 Leute gekommen. Das lass ich mir nicht damit kleinreden, dass es weniger als benötigt sind. Allein wenn ich sehe, was für eine Herausforderung es wahr, auch nur den Großteil der Interessierten zum Ort zu transportieren, kann man diese Leistung gar nicht zu hoch schätzen.

Buch der Woche

Mein alter Kollege aus Zeiten beim WDR hat ein neues Buch raus. Nun habe ich es zwar noch nicht lesen können, aber ich fühle mich zuversichtlich genug, es einfach mal zu empfehlen. Und zu diesem Zweck habe ich kurzerhand die Buchbeschreibung rüberkopiert. Link zu Amazon bei Klick auf das Bild auf der linken Seite.
„Frühling 1978. Beim ersten Rendezvous zwischen dem fünfzehnjährigen Thomas und der gleichaltrigen Claudia, kommt es auf einem Hochsitz zu einem Streit und zu einem tödlichen Unfall. Claudia stürzt sechs Meter in die Tiefe. Als Thomas seinen Eltern von dem Unfall erzählt, verurteilen sie ihren Sohn über den Vorfall zu schweigen. Getrieben von Schuldgefühlen, sucht er die Nähe der Mutter des Mädchens. Bei einem Selbstmordversuch rettet Thomas ihr das Leben und verliebt sich in die schöne, über fünfundzwanzig Jahre ältere Frau. Zwischen der Geheimhaltung dieser verbotenen Beziehung und der Suche nach Erlösung, entdeckt Thomas zwei lange gehütete Geheimnisse seiner ihm immer fremder werdenden Eltern. Thomas fasst einen Plan, der sein Leben und das aller Beteiligten für immer verändern wird…“

Malbuch der Woche

meine-schuldOkay.