Sieben am Sonntag 27.08.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Letzte Woche startete Disney seinen Neustart der Klassikerserie Duck Tales, damals übrigens die erste Zeichentrickserie, die gezielt für die Zweitverwertung im nationalen und internationalen Markt geschaffen wurde. Das Ergebnis waren sehr hohe Qualitätsstandards und eine der kritisch wie kommerziell erfolgreichsten Zeichentrickserien aller Zeiten.
Dieses Jahr nun gibt es also endlich eine Neuauflage und man kann es nicht anders sagen: Sie ist gut. Wirklich, wirklich gut. Die ersten beiden Folgen hat Disney auf Youtube eingestellt, man muss allerdings als Bewohner eines nichtamerikanischen Kontinents ein wenig tricksen, um sie zu sehen. Ihr schafft das schon.
Bis dahin gibt es die Langversion des Titelthemas. Sollte die zu kurz sein, keine Sorge: So schnell verlässt einen der Song nicht. Niemanden. In keiner Version.
DuckTales! Wo-oo!

Geräusch der Woche

Zukünftig ausgelöst durch das geplante Glasdach für den Innenhof des Rathauses Abtei ist das Geräusch der Woche das sanfte Tröpfeln des Regens während einer Gremiensitzung unter diesem Dach, vom leichten Tippen des Wassers über das Strömen bei dauerhaftem Niesel bis hin zum Brüllen eines Platzregens.
Dramaturgisch je nach aktuellem Vortrag sicherlich ein Mehrwert, auf den ich gespannt bin. Und oft genug ist es auch ein Mehrwert, manche Rede dank Wolkenbruch nicht hören zu können.

Bewuchs der Woche

Gelber Pilz im Blumentopf

Oh, ähm, hallo?

Nicht schlecht habe ich geschaut, als die Tage plötzlich ein kleines gelbes Etwas in einem Blumentopf heranwuchs. Ich war mir zunächst nicht sicher, ob das zur dort eigentlich heimischen Pflanze, einer Dracaena, gehören konnte, da es einer Knospe ähnelte.
Doch einen Tag später formte es sich zu einem Pilz auf, der am dritten Tag seinen Schirm öffnete und dann am selben Abend umkippte, um wieder in die Erde zu entschwinden.
Es stellte sich als Gelber Faltenschirmling (Leucocoprinus birnbaumii) heraus, ein Pilz mit einer durchaus interessanten Geschichte. Eigentlich ein tropischer Pilz, hat er sich in den letzten Jahren einen recht einzigartigen Lebensraum erobert: Blumentöpfe. Denn wie in seiner tropischen Heimat bieten ihm auch diese regelmäßige Wässerung und konstante Temperaturen und so konnte er sich, eingeschleppt durch die Blumenerde, dort eine neue Heimat schaffen.

Lego der Woche


Ich bin nicht der einzige, der diese Woche auf Youtube legot. Und Youtube The Brick Wall hat mit Anleitungen deutlich weniger am Hut als ich. So hat er eine voll funktionsfähige Heuballenmaschine aus Lego Technic gebaut. Seine anderen Lego-Helferlein sind auch durchaus sehenswert, etwa der Kartoffelpflanzer.
Ich habe deutlich zu wenig Lego im Garten.

Fahrrad der Woche

Fahrrad auf einem Surfbrett verbaut

Und so sieht es aus, wenn ich surfen gehe (Symbolbild) – Bild: Waterbike

Pedalgetriebene Wasserfahrzeuge gibt es überraschend viele. Dazu gehören neben dem Tretboot (welches nach StVZO lustigerweise unter die Definition eines Fahrrades fällt) auch schwimmfähige Fahrräder. Davon hatten wir hier mit der Zeit schon so einige.
Diese Variante ist dabei die in der Beschaffung minimalistischste: Der kroatische Hersteller Auto Mart vertreibt dafür einen Bausatz, mit dem man einen Radrahmen auf ein Surfbrett schrauben kann. Der Lenker steuert ein Ruder hinten am Brett an, die Kette geht auf den Antrieb einer Schraube. Und fertig ist das Fahrrad für Flussschifffahrer.
Nur einen Preis konnte ich nicht finden. Sonst stünde hier auf dem Hof wahrscheinlich schon so eins rum.

Begegnung der Woche

Fliegt wie besoffen: Der Sägebock

Fliegt wie besoffen: Der Sägebock

Und noch eine Art, die ich noch nie zuvor gesehen habe zum ersten Mal getroffen: Das da oben ist, wie ja auch unter dem Bild vermerkt, der Sägebock (Prionus coriarius). Ein hübscher großer Käfer, der fliegt wie Quax der Bruchpilot in besoffen.
Das hat immerhin den Vorteil, dass er irgendwann landete, wo ich ihn dann genauer betrachten und fotografieren konnte. Das war ganz gut, denn im Flug wirkt er mit den großen Fühlern wie ein Nashornkäfer und hätte er nicht angehalten, hätte ich ihn nie richtig erkannt. Er quietscht übrigens komisch, wenn man ihn antippt. nd irgendwann krabbelt er weg, weil es ihm zu doof wird.

Hundespielzeug der Woche

Eine Zwille für Tennisbälle

Auch im BIld: Der geduldigste Bällchenholehund der Welt – BIld: Fancy

Hunde sind komisch. Nicht so komisch wie Katzen, aber — okay, doch, sie sind genauso komisch wie Katzen. „Schmeiss es weg, damit ich es zurückholen kann“ ist so ein typisches Hundespiel. Und das wurde nun um einiges gemeiner, denn es ist jetzt technisiert. Und anders als die sonst so bei Fancy zu findenden Produkte ist es noch nichtmal um eine Zehnerpotenz überteuert.
Ihc präsentiere, den HyperDog Ball Launcher, eine Art überdimensionierte Zwille für Tennisbälle mit einer Reichweite von über 60 Metern. Und mit Bällchenvorrat, damit der Vierbeiner so schnell nicht wiederkommt.


2017er Bauarbeiten

Es ist mal wieder Zeit für ein paar Neuerungen hier im Blog. Neue Projekte und Plattformen wie das Youtube-Projekt Extra Extra stellen neue Anforderungen an die Seite, denn auch sie wollen angemessen präsentiert sein. Das Ergebnis sind die 2017er Neuerungen im Blog.

Etwas schwierig zu vergleichen, da Startseite und Artikel im Detail so verschieden geworden sind

Etwas schwierig zu vergleichen, da Startseite und Artikel im Detail so verschieden geworden sind

Flashbox kontra Seitenleiste

Ausgangspunkt war wie gesagt die Ergänzung meiner Plattformen um Youtube. Extra Extra ist der erste von zwei Kanälen, die ich dort in Zukunft bedienen werde. Es ist ein wichtiger Schritt, in der zunehmend virtuellen Medienwelt den Fuß in mehr als einer Tür zu haben. Und das will auf der Webseite auch entsprechend eingebunden sein, schließlich will ich den Kanälen ja auch Zuschauer rüberschicken, für die sie interessant sein können.
Youtube-Videos können nicht kleiner als 200 Pixel breit eingebunden werden, womit sie in zu kleinen Browserfenstern zu groß für die Seitenleiste sind. Also musste eine andere Lösung her.
Diese Lösung bestand darin, oberhalb der Blogbeiträge etwas einzufügen, was ich als „Flashbox“ bezeichne. Diese bietet nun den jeweils letzten Videos der Youtube-Kanäle ebenso Raum wie meinen letzten zwei Buchveröffentlichungen. Sicher, in der Vergangenheit waren es vier, aber das wäre zu raumgreifend gewesen.
Die Flashbox erscheint aber nur auf der Startseite oben. Geht man zu einem einzelnen Beitrag, wandert die Box nach unten.
Damit verschwand auch die Notwendigkeit, einige Dinge in der Seitenleiste unterzubringen. Die beiden Youtube-Kanäle mussten dort nicht mehr als Icons stehen, da es eine ständig aktuelle Vorschau des letzten Videos gab. Und die Bücher konnten ebenfalls in die Box wandern. Doch einmal angefangen, musste ich das auch konsequent durchziehen.
Als erstes verschwanden die horizontalen Trennlinien in der Seitenleiste. Irgendwie sahen die neben der Flashbox nicht mehr gut aus, die beiden Bereiche der Seite wirkten mit ihnen uneben.
Ich zog die restlichen Einträge unter „Kanäle“ in Zweifel, nachdem Youtube dort nun raus war. Zunächst entfernte ich die überflüssigen Kanäle, dann verschwand der RSS-Feed von dort, da er schon oben auf der Seite verlinkt war.
Am Ende waren Amazon, Facebook und Twitter übrig. Diese drei wollte ich nicht rausschmeissen. Aber ich wollte auch den Kanal-Bereich in der Seitenleiste endgültig abschaffen. Also nahm ich den RSS-Feed zum Vorbild, ersetzte die Symbole durch deutlich kleinere und versetzte sie in den Kopfbereich der Seite.
Auch überlegte ich, den Newsletter zu streichen. Nur ist es auch so, dass manche Aktionen, insbesondere Werbeaktionen und Anthologiebeiträge einen Newsletter erfordern. Das sprach gegen einen Rauswurf. Aber hey, den Text gegen eine deutlich attraktiver wirkende Grafik auszutauschen war eine gute Idee. Und en separaten englischen Newsletter habe ich dabei auch eingestampft. Wer sich im deutschen Newsletter anmeldet, bekommt einfach auch Infos über Veröffentlichungen im englischen Sprachraum. Und wer einen rein englischen Newsletter sucht, kann ja im englischen Blog einen finden.
Alle sin allem ist jetzt mehr Information in attraktiverer Form auf den ersten Blick zu sehen, bevor man auf der Seite weiter runterscrollt. Ich denke, hier eine gute Form zwischen einem Blog und einer Autorenwebseite gefunden zu haben.

In der Übersicht über alle Veröffentlichungen fehlt die Seitenleiste jetzt übrigens ganz. Sie ist dort einfach überflüssig und ich kann diese Seite nun freier gestalten. Auch das wird bei meinen Plänen für die nächsten Monate dringend nötig sein.

Alles in allem keine große Änderung, aber ich wollte dennoch kurz darauf eingehen, was konkret anders ist und wieso ich es veränder habe. Wie gesagt, diese Seite entwickelt sich gemeinsam mit meinen Tätigkeiten weiter und wird dies auch in Zukunft tun. Da gehört ein gelegentlicher frischer Anstrich einfach dazu.
Selbst, wenn sie zeitweise perfekt wirkt, keine Seite sollte zu lange statisch bleiben. Wir wollen unsere Leben nicht zu statisch haben und diese Seite reflektiert stets einen guten Teil des meinen.


Extra Extra mit Gimmick 17-22

Wieder eine Woche vorbei, wieder eine Ausgabe der Extra Extra; wieder was gelernt. Und ganz nebenbei wird die Extra Extra in Zukunft wohl etwas anders laufen.

Erstmal: Das Video

25 Minuten Zeitschriftenbeilagen, Kampf mit der Sonne und Autos im Hintergrund. Bitteschön:

Wieder was gelernt

  • Ich bin alt
    Ein Inception-Gag? Okay.
  • Zeitraffer
    Da ich diesmal ein Lego-Päckchen dabei hatte, das nicht schön als Tasche zum Wiederverschließen gestaltet war, habe ich erstmals ein Lego-Set vor der Kamera aufgebaut. Bisher hatte ich die ja immer vorher zusammengebaut und dann fertig ins Bild gehalten. Daher auch die erneut längere Dauer des Videos – nach 15 und 20 Minuten nun schon 25.
    Allerdings, so wirklich mag entweder mein Rechner oder meine Software den Einsatz des Zeitraffers nicht — bei mehr als doppelter Beschleunigung stürzt er am Ende des gerafften Stücks ab. Es hat mehrere Versuche gebraucht, bis ich das Problem fand. Das hat mich zwar ein paar Stunden gekostet, dafür konnte ich in dieser Zeit die komplette erste Staffel von Marvel’s Defenders auf Netflix sehen. Ja, mein Rechner ist allgemein etwas langsam.
  • Manchmal geht’s einfach schief
    Diese Woche brachte ein defektes Extra und einen fehlenden Lego-Stein mit sich, für den ich auch keinen Ersatz da hatte.
  • Immer abends filmen!
    Ich filme vor einem nach Süden ausgerichteten Fenster. Das ist nicht schlecht, wenn man zur richtigen Tageszeit filmt, vorzugsweise gegen Abend. Filmt man dagegen mit diesem Setup in der Vormittags- und Mittagszeit, kann das schief gehen. Nicht nur hat man Streit mit der Sonne, es ist auch deutlich mehr los und ständig kommen Lärmquellen vorbei. An einem Punkt habe ich mehrere Autos, die Müllabfuhr, ein Flugzeug und das Bimmeln der Kirchenglocke um 12 abgewartet. Also: Aufnahmezeit richtig legen!
  • Die Videos wollen mich verarschen
    Mein zweites Video war länger als mein erstes und nun ist mein dritten erneut länger als das zweite. Wieso also sind gleichzeitig die Dateigrößen der Videos kleiner geworden, je länger die Videos sind? Hier spukt es doch!

Alles wird anders

Ich hatte Extra Extra in der Annahme gestartet, dass eine wöchentliche Sendung weniger Zeitaufwand insgesamt bedeutet. In der Theorie sah das ganz gut aus: Wöchentliche eine Aufnahmestunde, eine Postproduktion, ein Upload, ein Text, einmal Linkbuilding. In der Praxis ist das nicht geschehen. Die zweite Ausgabe hat mich den Samstag und gute Teile des Sonntags gekostet. Die dieswöchige dritte praktisch das ganze Wochenende, wobei ich es geschafft habe, meinen Rechner so einzurichten, dass ich ihn unbeobachtet arbeiten lassen kann.
Was ich nicht bedacht habe, ist die Rolle, die Fehler spielen.
Bei einem Video in der Länge der einzelnen Heftvorstellungen zwischen zwei und sechs Minuten ist ein Fehler schnell auszugleichen, das braucht vielleicht zehn Minuten. Beim wöchentlichen Magazinformat um die 20 Minuten je Video geht bei einem erst nachher entdeckten Fehler oder einem technischen Problem wie diese Woche mindestens eine Stunde verloren.
Ich denke, ich werde aus diesem Grund erstmal versuchen, mit Einzelvorstellungen zu arbeiten. Eventuell mit einem wöchentlichen Abschlussvideo in einer Form ähnlich dem seit letzter Woche eingefügten Fazit. Die Nummerierung war dafür ja zum Glück schon geeignet, da der Titel seit letzter Woche nicht mehr die Folgen zählt, sondern die vorgestellten Extras/Gimmicks. Das gibt mir teilweise auch mehr Raum zum Testen, wenn das Video sonst zu lang würde wie bei dem Extra in der Soy Luna oder bei Lego-Sets und manchen Yps-Gimmicks. In der Vergangenheit habe ich hier Schritte übersprungen, um die Videolänge niedrig zu halten.
Mir ist auch die zunehmende Länge der Videos aufgefallen. Die meisten Zuschauer interessiert wahrscheinlich nur eines der Hefte, was meine Rate der Zuschauer verschlechtert, die das ganze Video sehen — ein für Youtube wichtiges Merkmal. Ich denke, insbesondere die Lego- und Star-Wars-Videos können separat deutlich besser funktionieren. Es hat durchaus einen Grund, dass alle drei bisherigen Ausgaben jeweils eine dieser Marken sehr spät im Video hatten. Die Chance steigt so, dass eines meiner Videos im Erfolg nach oben ausreisst und den Kanal nach oben zieht. Wobei ich sagen muss, im Moment läuft der Kanal im Rahmen dessen, was ich für die ersten paar Wochen erwartet habe, das ist also ganz okay. Ich hab sogar schon einen ganzen Cent verdient!
Auch die Anzahl der Videos ist für Youtube wichtig und ganz ehrlich: Kürzere Videos bedeuten hier natürlich auch mehr und häufigere Videos, über die der Kanal gefunden werden kann.

Also, Interessierte bekommen schneller die Infos, die sie suchen; ich bekomme mehr Chancen, mit dem Kanal gefunden zu werden. Alle gewinnen etwas!
Ich muss allerdings auch sagen, ich hätte nicht erwartet, wie erfahrungsreich dieses kleine Experiment in so kurzer Zeit wird. Dafür allein hat es jetzt schon gelohnt.


Sieben am Sonntag 13.08.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Grimlock hat mir diese Woche bei einem anderen Projekt zur Seite gestanden. Da bekommt er natürlich einen Platz in der Musik der Woche. Ein Remix mit Zusammenschnitten aus allen Inkarnationen der Transformers, die den Anführer der Dinobots beinhalteten, auf den ich stieß, als ich popkulturelle Referenzen zu dem B-Promi unter den Transformers suchte. Der Ton ist vor allem aus den Folgen der ersten Transformers-Fernsehserie zusammengesetzt, was auch dem Alter meiner Grimlock-Figur entspricht. Das ist nämlich tatsächlich noch eine Figur aus meiner Kindheit. Alle anderen Transformers habe ich mit der Zeit verkauft, aber Grimlock bleibt.

Batterie der Woche

So hat ein Labor auszusehen, damit ich es als Labor ernstnehme - BIld: Gabor Paal/SWR

So hat ein Labor auszusehen, damit ich es als Labor ernstnehme – BIld: Gabor Paal/SWR

Professor Birgit Esser aus Freiburg gehört zur langen Liste der Leute, die derzeit mit einer neu erfundenen Sorte Batterien Schlagzeilen machen. Zwar ist mein Favorit weiterhin der Natrium-Glas-Akkus, aber dieser Polymer-Aluminium-Akku ist ebenfalls interessant.
Im Kern ist der Akku eine Variante der bewährten LiPo-Akkus. Die Anode ist weiterhin Lithium, die Katode dagegen mit Ruß versetztes Polyvenylphenothiacin (auswendig lernen, das muss sitzen wie Desoxyribonukleinsäure!) auf Aluminium. Das Ergebnis soll ein sehr schnell ladender und langlebiger Akku sein, doch ein wenig Geheimniskrämerei schwebt noch über dem Vorhaben. Denn die Details gibt es erst nach Bestätigung des Patents.

Komödie der Woche

Der Versuch der sich Identitäre schimpfenden Rechtsextremen-Bewegung, auf dem Mittelmeer in illegaler Weise die Seenotrettungsmissionen verschiedener humanitärer Organisationen mit einem eigenen Schiff zu behindern, stellt sich als unerwartet amüsant heraus.
Sie haben zu diesem Zweck ein Forschungsschiff namens C-Star angeheuert, ein ursprünglich unter dem Namen Suunta laufendes Forschungsschiff für den Vorküstenbereich (Off-Shore) unter mongolischer Flagge. Unter mongolischer Flagge. Ein Hochseeschiff. Einen Augenblick…

Karte der Lage der Mongolei in Asien

Ab und an führt es vermutlich Manöver mit der Schweizer Bundesmarine durch

Ich möchte betonen, dass ich noch gar nicht angefangen habe, den lustigen Teil der Geschichte zu erzählen. Ausserdem muss man fairerweise sagen, dass das Schiff ursprünglich in und für Finnland gebaut wurde, was deutlich mehr Sinn macht.
Der lustige Teil beginnt wenige Tage nach Start der Mission bei einem Hafenaufenthalt in Zypern. Dort wurde das Schiff der selbsternannten Schleppereibekämpfer und Einwanderungsgegner mal eben festgesetzt. Wegen Schlepperei und einem gesuchten Waffenschmuggler als Kapitän. Als Sahnehäubchen fanden sich auf dem Schiff 20 Tamilen ohne Einreisepapiere. Auf einem für acht Besatzungsmitglieder ausgelegten Kahn. Die C-Star hat zwar Schlafplätze für insgesamt 24 weitere Passagiere, aber eine Besatzung dieser Größe braucht sie nicht.
Weil das noch nicht lustig genug war, kam es diese Woche zu einem Zwischenfall, bei dem das vierzig Jahre alte Schiff antriebslos auf dem Mittelmeer lag. Die europäische Küstenwache verständigte daraufhin das nächstgelegene zur Hilfe fähige Schiff über den Seenotfall, dem es selbstverständlich nachkam. Denn Seenotrettung ist Pflicht. Die Pointe: Bei dem helfenden Schiff handelte es sich um die Sea-Eye, eines der Schiffe, welche die C-Star mit ihrer Mission an der Seenotrettung hindern wollte.
Immerhin sind die Rechten konsequent und verweigern die Annahme der Hilfe, der Schaden sei wohl doch nicht so schlimm gewesen.
Ich bin jetzt schon gespannt, wie es weitergeht.

Buch der Woche

Ich mag Spinnen und habe die Angst vor den oft nützlichen Tierchen in unseren arachnid harmlosen Gegenden nie verstanden. Eine Schwarze Witwe muss es natürlich nicht sein, aber die hat von Australien bis hier zum Glück ein paar tausend Kilometer zu laufen. Und ganz ehrlich: Australien hat das einzige giftige Säugetier und den einzigen giftigen Vogel. Das ist einfach der Kontinent, auf dem der Planet für die Ausrottung der Menschheit übt.
Tanya Berlinger-Odemer hat sich entschieden, etwas gegen die Angst vor Spinnen bis hin zur Arachnophobie zu tun. Dafür hat sie das Projektbuch Spinnen zusammengestellt, in dem sie verschiedene Aktivitäten und Bilder rund um das Thema Spinnen vorstellt und Kinder so spielerisch-kreativ an diese faszinierend andersartigen Tiere heranführt.

Regalfund der Woche

Es ist immer wieder interessant, was man so findet, wenn man das Zeitschriftenregal durchgeht, um auszusortieren.
So zum Beispiel dieser Beileger von VW aus dem Jahre 2007, der zehn Jahre später aktueller nicht sein könnte.
Na gut, die beworbene BlueMotion-Technologie ist ein alter Hut, aber der Spruch auf dem Cover ist einfach so unglaublich perfekt:

Wer ein Auto fährt, trägt sehr große Verantwortung. Wer eins herstellt erst recht. VW - Das Auto

Schöner Spruch zum Merken

Wobei ich jetzt schon interessant fände, ob auch die manipulative Software für die Abgaswerte unter dem Label BlueMotionlief.

Vogelscheuche der Woche

Start der Woche

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Ich muss nicht all zu viele Wörter darüber verlieren. Das habe ich zum einen schon getan, zum anderen habe ich beim Dreh schon einen Plastik-Frownie verloren, der jetzt hinter irgendeinem Schrank liegt.
Also nochmal zum Sonntag: Ich habe diese Woche eine Youtube-Serie gestartet, in der ich Zeitschriftenbeilagen der Woche vorstelle und bewerte.
Das erste Video gibt es hier mit einer Erklärung, was es mit dem Projekt eigentlich auf sich hat hier. Darauf folgt natürlich die zweite Folge von heute morgen, ebenfalls mit einem Beitrag zu den Hintergründen. Zukünftige Folgen gibt es dann ohne eigenen Beitrag direkt bei Youtube.


Extra Extra, die Zweite

Nein, nicht alle Ausgaben der Serie erhalten ihren eigenen Blogbeitrag, aber diese ersten paar sind die Phase, in der ich am meisten lerne und das finde ich durchaus interessant. Immerhin war die erste Ausgabe mein erstes selbstgedrehtes Youtube-Video überhaupt.
Und so habe ich schon nach der ersten Woche einiges optimiert.
Zum Beispiel packe ich dieses Video jetzt nach oben (21 Minuten):

Technik: Ruhig mal rumprobieren

Die zweite Ausgabe sieht schon deutlich besser aus als die erste. Der eine Grund ist der, dass ich jetzt direkt in FullHD 1080p aufnehme (beim ersten Mal war es auf 1080p hochskaliertes 720p) und das mit 30 Bildern pro Sekunde (statt 16). Der andere Grund ist, dass mir bisher nicht klar war, dass ich das Blitzlicht bei Filmaufnahmen auch als Dauerlicht benutzen kann. Upps. Die bessere Ausleuchtung hilft jedenfalls mit der Schärfe des Bildes. Im Gegenzug erhalte ich einige Schlagschatten, die aber in Bewegung nicht auffallen. Damit werde ich eine Weile leben müssen, denn das werden erst andere Lampen lösen können.
Auch mein Kampf mit dem Autofokus ist ausgestanden. Es stellt sich heraus, dass der Autofokus bei mir ausgeht, wenn ich Videos aufnehme. Ich muss also manuell auswählen, auf welches Objekt sich die Kamera fokussieren soll. Das konnte ich zum Beispiel bei Grimlocks Auftritt ganz am Ende effektiv nutzen.
Allerdings habe ich auch die Bildqualität der Datei ein wenig runtergesetzt, sonst hätte sie nicht mehr auf meine übervolle Festplatte gepasst. Ein Problem, für welches ich bereits eine Lösung gefunden habe: In Zukunft schreibe ich die Aufnahmen direkt auf einen USB-Stick.

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Fortschritt! Ich denke, der Qualitätsunterschied ist offensichtlich (links alt, rechts neu)

Struktur: Mehr Abwechslung

Die erste Folge hatte eine klare Struktur Intro, jede Vorstellung mit einer Titelkarte, Outro. Hintendran kamen noch einige Outtakes, weil sich das bei der Produktion dieser ersten Ausgabe anbot. Diesmal fiel nichts unter den Schnitttisch, was sonderlich unterhaltsam gewesen wäre.
Die Struktur dieser Ausgabe ist zugleich komplexer und klarer. Nach dem kurzen Intro (mit bewusster gestalteter Gestik neu aufgenommen) folgt erstmal ein Ausblick, welche Titel diesmal besprochen werden und ein Hinweis auf die Links in der Videobeschreibung, mit denen man direkt zu jedem Abschnitt springen kann. Dann kommen die Besprechungen in etwa der selben Form wie bisher. Und zum Ende kommt nochmal ein kurzer Überblick über die Extras der Woche. Bei diesem sieht man nochmal alle Extras im Bild arrangiert, was eine gute Orientierung ergibt, aber auch ein Punkt ist, der sich automatisch gut für das Vorschaubild eignet.
Etwas Kopfzerbrechen bereiteten mir diese Woche die Schießspielzeuge. Ich wusste dass sie kommen würden, aber wie und woran sollte ich sie vorführen? Ich entschied mich für den guten alten Grimlock, eine Transformers-Figur aus den 80ern, die ich noch hatte. Mit dem Charakter Grimlocks kann man eine Menge machen, seine Sprechweise allein ist ja schon von sich aus lustig. Nur musste ich leider auch feststellen, dass die Figur deutlich stabiler stand, als ich erwartet hatte Ich hatte gehofft, sie würde wenigstens beim zweiten Test umfallen, doch sie stand unbeeindruckt. Das ist ein bisschen langweilig. Andererseits fiel mir auch auf, dass es vielleicht keine so gute Idee ist, ein Sammlerstück so zu riskieren. Also wird Grimlock wohl bei nächster Gelegenheit ausgetauscht.
Ich mag meine Gaststars. Grimlock und der Marienkäfer (okay, der war ungeplant) bringen etwas Abwechslung in das Format und vor allem mit Grimlock kann ich auch etwas besser Humor einfügen. Eine Qualität, die sein Nachfolger ebenfalls bekommen muss. Der muss dann aber wenigstens etwas leichter umfallen.
Und ja, die Idee, ausgerechnet Grimlock zu nehmen basierte im Endeffekt auf der Idee zu den letzten fünf Sekunden des Videos. Die habe ich dann auch ein gutes Stück vor der restlichen Aufzeichnung gemacht. Statt Outtakes eine Pointe als Abschluss, das finde ich gut.
Alle sin allem fluppt das gut: Obwohl das Video etwas länger ist als das erste, haben die Aufnahmen und der Schnitt deutlich weniger Zeit gebraucht als beim ersten Mal. Dafür hat die Software deutlich länger gebraucht, wohl weil sie diesmal FullHD als Eingangsmaterial zu verarbeiten hatte.

Zeitplan

Ursprünglich hatte ich geplant, die Serie immer am Samstag online zu stellen. Doch es gibt ein paar Magazine, die samstags erscheinen und die wollte ich dann auch noch drin haben. Mit Postproduktion, Hochladen und Verarbeitung der fertigen Dateien kann das dann aber durchaus bis in die folgende Nacht dauern (die heutige Folge war gegen Mitternacht zum Hochladen bereit). So kann ich natürlich nicht verlässlich planen, also verschob ich die Veröffentlichung der Folgen auf Sonntag vormittag. Ich mache also am Samstag Postproduktion und am Sonntag morgen dann die letzten Arbeiten zur Veröffentlichung.
Damit habe ich jetzt also einen klaren Ablauf, eine Art Arbeitsalltag für die Youtube-Aufnahmen dieser Serie:

  • Freitag spätnachmittag: Produktion ( Videoaufnahmen, Tonaufnahmen, Standbilder)
  • Samstag: Eventuell fehlende Aufnahmen, Postproduktion (Schnitt, Zusammenstellung, Erzeugung und Optimierung der finalen Videodatei)
  • Sonntag: Veröffentlichung mit allen Daten, die Youtube braucht, um das Video optimal zu präsentieren

Das klingt nach viel, aber der Großteil dieser Zeit besteht aus dem Warten darauf, dass sich irgendwelche Ladebalken auf irgendwelchen Monitoren ohne Zwischenfälle füllen. Ein Video von 20 Minuten wie die aktuelle Ausgabe bedeuten letztlich eine Stunde Aufnahmezeit und noch mal ein bisschen mehr an Nachbearbeitung. Es wäre mehr, würde ich mit Drehbuch arbeiten. Ich habe das bei den Grimlock-Elementen gemerkt, die teilweise vier oder fünf Anläufe brauchten. Die meisten Segmente kommen schon deshalb ohne Drehbuch aus, weil gar nicht wirklich planbar ist, wie gut die Produkte sind.

Kleinkram

Ansonsten habe ich noch ein wenig Kleinkram optimiert.
Ab sofort sind nur noch die Gimmicks nummeriert, nicht mehr die Folgen selber. Das sah einfach doof aus. Intern heissen die Dateien fürs Handling weiterhin “Extra Extra 002„ und so weiter, aber Zuschauer sehen davon nichts mehr.
Ich habe das Intro nochmal neu gedreht. Eigentlich wollte ich diese Datei jedesmal identisch neu einbauen, aber im Moment ist es halt noch nicht perfekt, also gibt es überarbeitete Versionen. De jetzige ist schon ziemlich nah an meiner Vorstellung, aber ich muss zur Perfektion noch ein paar Anläufe machen. Wir kommen näher.
Es gibt diesmal am Ende keine Vorschau auf die nächste Woche. Ich bin noch nicht sicher, ob eine ausreichend zuverlässige Vorschau möglich ist und habe sie daher erstmal weggelassen. Dafür gibt es jetzt das Fazit der vorgestellten Beilagen, das ich viel nützlicher finde.
Ich will mir auch angewöhnen, ein paar Worte mehr zu den jeweiligen Heften zu verlieren.
Zugleich will ich in Zukunft gezielt Zeitraffer einsetzen statt Sachen zum Zusammenbauen wie die Lego-Sets vor dem Dreh zusammenzubauen. Ich denke, das vermittelt einen besseren Eindruck zu den Sets.

Erfolgsbilanz

Das erste Video ist erst etwas über ein Dutzend Mal angeschaut worden, aber das macht mir keine großen Sorgen. Bei Youtube startet man halt nicht von 0 durch. Die Zahl wird steigen, wenn es mehr Videos gibt, die untereinander verbunden sind. Mir gibt das auch die Freiheit, regelmäßig Qualität liefern zu können, bis der Erfolg anklopft.
Ich denke, die wöchentlichen Videos sind eine Basis für ständig neue Inhalte. Richtig ziehen werden aber wahrscheinlich erst die angedachten Sondervideos speziell zu Einzelthemen wie Lego oder Weihnachten.


Extra Extra mit Gimmick Nr. 1-8

hand-589488_1280Okay, mal was anderes: Ein Youtube-Kanal für Bewertungen von Heftbeilagen. Wo das herkommt, wo es hingeht und wieso ich einen Selfie-Stick gekauft habe. Ihr wisst schon, die wichtigen Fragen des Lebens.

Die Youtube-Landschaft

Es begann mit einer einfachen Frage: „Was macht eigentlich die Yps zur Zeit?“ Und mit einem Blick auf das chaotische Regal mit Kinderzeitschriften im Bahnhofsbuchladen, aufgrund ihrer mit Extras verfälschten Form keinen bekannten Gesetzen der Physik mehr gehorchend.
Da fiel mir auf, dass wahrscheinlich niemand mehr einen Überblick hat, was es eigentlich alles gibt und welche Zeitschrift grade was dabei hat. Denn ganz ehrlich: Viele dieser Zeitschriften werden doch nur wegen der Beilage gekauft.
Also kam ich auf die Idee, daraus ein Youtube-Format zu machen. Für Eltern, aber auch für alle, die in einem bestimmten Bereich sammeln und gerne wissen möchten, was es in diesem aktuell so an Stellen gibt, an denen man normalerweise eher nicht schaut. Fürs Lego-Sammeln sind diese Magazine zum Beispiel hin und wieder ganz interessant, Schleich-Figuren-Sammler finden mehrere Hefte mit exklusiv bemalten Varianten der Figuren und natürlich die Motiv-Sammler für Dinge wie Pferde, Dinosaurier, Pinguine, Star-Wars-Objekte und so weiter. Und manche Dinge sind so herrlich kurios, dass es schon interessant ist, sie einfach mal zu sehen. So wie in dieser ersten Folge der aufblasbare Todesstern, der nicht ohne Grund das Vorschaubild ausmacht.
Im Grunde ist das ja nur eine Sonderform der bei Youtube sehr erfolgreichen Unboxings und Hauls, wo Youtube vor der Kamera Produkte auspacken, zeigen und kommentieren. Nur halt mit Zeitschriftenbeilagen statt Telefonen und Aboboxen. Und es gibt wirklich deutlich beklopptere Formate auf Youtube.
Versuch macht kluch. Und da ich noch nie zuvor ein Youtube-Video gemacht habe, wird das ein sehr interessantes Experiment, ob erfolgreich oder nicht.

Hightech-Video-Produktion

Die meisten von euch werden sich die Produktion eines Videos wohl technisch recht aufwendig vorstellen. Und ganz ehrlich, das kann sie auch sein. Mein Video würde von etwas mehr Hightech fraglos profitieren. Aber ich arbeite halt mit dem, was ich habe, die Upgrades kommen nach und nach.
Ja, die Kamera war mein Handy. Das hat nicht grade die beste Tiefenschärfe und der Autofokus reagiert frustrierend träge bis gar nicht, aber es funktioniert.
Fixiert habe ich das Handy aber mit absoluter Spitzentechnologie: Ich habe einen Selfie-Stick aus dem 1-Euro-Laden in eine Tasche gesteckt, die zwischen mir und dem Tisch stand. Das Ganze habe ich dann fixiert, indem ich den Reissverschluss der Tasche zugezogen habe. Das hat ziemlich gut funktioniert. Mein anderes Stativ ist zwar ein Dreibein, aber nur eins für den Tisch und das bekam ich nicht weit genug von der Tischfläche weg aufgestellt, um einen ausreichend großen Bildausschnitt abfilmen zu können.
Die Beleuchtung war so lala, weil ich zwischendurch das Handy aufladen und dann mit künstlichem Licht arbeiten musste. Das prompt Schatten geworfen hat. Also: Nur mit vollem Akku filmen und zu einer Tageszeit, wo es zuverlässig noch genug Tageslicht gibt.
Das werde ich alles nach und nach verbessern.
Das Konzept erfordert natürlich, dass ich zu jedem Heft in einer Aufnahme durchspreche, ohne zu stottern oder hängen zu bleiben. Ich finde, das hat ganz gut geklappt. Natürlich muss und werde ich da mit der Zeit dazulernen. Interessant wäre zu wissen, ob ich tendenziell mehr zu jedem Artikel sagen soll. Zu dem Dinosaurier beispielsweise hätte ich noch eine Menge sagen können, denn das ist kein besonders gutes Modell dieser Dinosaurierart und basiert auf einem 20 Jahre alten größeren Modell von Schleich, welches ich zufällig ebenfalls besitze. Und warum das Yps-Periskop eigentlich noch nicht mal ein Periskop ist, hätte ich auch noch ergänzen können.
Dass im Hintergrund etwas auf dem Tisch rumkrabbelt (Spinne? Fliege?) hab ich leider erst beim Zusammenschneiden der Segmente gesehen. Einen Teil meiner Anläufe zum Starten des Videos und einen kleinen Zwischenfall mit dem klassischen Handy-Laut beim Aufnehmen hab ich in Form von Outtakes hinten an das Video gesetzt.
Aber, wie viele Ratgeber zum Thema Youtube-Videos immer wieder sagen: „Fertig ist besser als perfekt.“ Und da ich manche dieser Packungen nur einmal öffnen kann, muss das erste Mal halt das beste Mal sein.
Etwas ärgerlich ist noch der extrem langsame Upload bei Youtube. Nachdem das erste Video mit seinen 5 GB ungefähr 6 Minuten pro Prozentpunkt brauchte, brach ich diesen ersten Upload ab und schickte das Video erstmal zum Verkleinern zu Clipchamp, wo der Upload nur ein paar Minuten dauerte und ich nach etwa einer halben Stunde eine deutlich verkleinerte Videodatei zurückbekam.

5 GB auf 340 MB - gar nicht schlecht

5 GB auf 340 MB – gar nicht schlecht

Was nicht funktioniert hat, war der direkte Upload aus Clipchamp. Der zeigte irgendwann „Processing“ an, abe rin meinem Youtube-Konto war nichts zu sehen ausser einem Video, das gleichzeitig anzeigte, verarbeitet zu werden und erst zu 8% hochgeladen zu sein (der Punkt, an dem ich meinen ersten Versuch abbrach). Und nach zwölf Stunden, also heute morgen, zeigte er genau das immer noch an.
Da versuchte ich es erneut und siehe da: Nur noch 45 Minuten brauchte Youtube, um das Video hochzuladen und dann noch ein bisschen für die Verarbeitung, bei der es aus der 1080p-Videodatei die kleineren Formate generiert. Das Lustige daran ist noch, dass die Aufnahme eigentlich in 720p lief, meine Schnittsoftware aber aus Versehen in der Ausgabe auf 1080p eingestellt war. Nicht so schlimm, macht nur halt die Datei ein ganzes Stück größer.

Potenzial

Grundsätzlich kann ich mir viele Arten vorstellen, wie ich dieses Format ausreifen und erweitern kann. Schon vor einer ganzen Weile hatte ich beim Gang durch einen Spielwarenladen mal die Idee, Experimentierkästen und andere Lernspielzeuge zu testen. Das wäre ja auch noch eine logische Erweiterung.
Was bei Youtube schon recht viel läuft und auch hier passen würde, wären Vorstellungen und Unboxings von Adventskalendern. Viele der Magazine, insbesondere die Blue-Ocean-Titel (Die drei ???, Schleich Dinosaurs und so weiter) bringen ja auch Adventskalender raus und viele wollen vorher wissen, was sie sich oder ihren Kindern da holen.
Von Sammelmagazinen, die eine Sammlung oder einen Bausatz über eine lange Reihe teurer Magazine mit einem billigen Erstling als Lockvogel anbieten, werde ich mich dagegen fernhalten. Es sind zwar teils wirklich schöne Modelle, aber ein Test erscheint mir wegen der langen Zeit, über die sich diese Veröffentlichungen erstrecken, recht sinnlos. Ich weiss ja nach Band 1 nicht, wie das Ergebnis nach Band 100 aussehen wird. Mal ganz davon abgesehen, dass der zusammengerechnete Preis für diese Sammlungen schon ziemlich stolz ist. Mehrere hundert Euro für ein Schiffsmodell sind da keine Seltenheit. Oft kosten die Einzelbände so viel wie alle sieben Zeitschriften dieser Woche zusammen. Das geht gar nicht.
Was ich mir dagegen ganz gut vorstellen könnte wären gelegentliche Videos zu besonderen Themen und Funden. Ich hatte mal das Konzept einer Vorstellung besonders bizarrer Flohmarktfunde (da gibt es einiges zu entdecken) oder von Funden aus chinesischen Versandplattformen (es gibt zuviel davon, alsdass Youtube das jemals bewältigen könnte!). Mal sehen, was sich da anbietet.

Wie nun weiter?

Vorerst gilt es natürlich herauszufinden, ob das Konzept funktioniert. Ich gebe ihm daher bis Ende des Jahres, um sich zu tragen. Das bedeutet bei den Kosten für die Hefte und den online zu findenden Werten für das Einkommen mit Werbung auf Youtube-Videos etwa 50.000 Ansichten pro Monat (alle Videos zusammen). Erreicht es das, geht es weiter. Erreicht es das nicht, eben nicht. So oder so denke ich, ich habe bis dahin viel über Youtube, das Videomachen und alles, was so dazugehört, gelernt.
Auf jeden Fall werde ich die Videos noch ein wenig optimieren. Nächstes Mal gibt es vor den Besprechungen eine Übersicht, was kommt, und danach eine Zusammenfassung der Bewertungen. Dafür wahrscheinlich keine Outtakes mehr, die halten sich zum Glück eh in Grenzen. Probleme hatte ich im Grunde nur mit dem Start des Videos, danach ging es recht flüssig: Heft hinlegen, soweit vorbereiten, dass das Auspacken schnell geht, filmen, schneiden, einfügen.
Diese Webseite wird sich in Zukunft auch ein wenig verändern, um neben den eBooks auch die Youtube-Aktivitäten angemessen zu präsentieren. Ich habe da schon eine ganz gute Vorstellung.
Und dann gibt es noch ein Fernziel: Sollte die Serie 100 Folgen erreichen, gibt es auf jeden Fall ein nicht so kleines Special, bei dem alle bis dahin gezeigten Extras und Gimmicks zu Einsatz kommen (von einfachen Figuren und sowas mal abgesehen). Dann werde ich meine wahren Pläne enthüllen! Mwahahaha! Aber um die zu sehen, muss die Serie auf 100 Folgen kommen. Wöchentliche reguläre Folgen der Hauptserie Extra Extra, eventuelle Neben-Experimente zwischendurch zählen nicht. Und ja, die Ausgabennummer hat bereits drei Ziffern. Ich bin halt Optimist.


Sieben am Sonntag 06.08.2017

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Filme mit Tim Curry sind schon als Grundregel gut. Und wenn es nur für die Szenen ist, in denen Tim Curry vorkommt.
Die Muppets-Version der Schatzinsel ist da ein perfektes Beispiel und just dessen Auftaktsong hat mir Youtube die Tage zum Wiederhören vorgeschlagen. Aber gerne doch!

Bewaffnung der Woche

Bei aller Ablehnugn von Krieg, ich hatte noch nie Berührungsschwierigkeiten mit der dazugehörigen Technologie. So ein Panzer ist einfach ein sehr exotisches Gefährt mit oft beeindruckender Technik. Also genau das, was den Katzen auf ihrem Weg zur Weltherrschaft noch gefehlt hat, nachdem sie sich ja schon erfolgreich den Homo sapiens domestiziert haben.
Verzagt nicht, Katzheit! Selbstverständlich mit eingebautem Laserpointer.

Zwei Katzen in einem als Panzer gestalteten Kratzbaum

Die Katzellerie ist da! – Bild: Fancy

Bestätigung der Woche

Am 2. August erhielt ich die mit Sannung erwartete Zusage des Quartiersmanagements Rheydt, dass mein Projekt Bibliothek der Gladbacher bei der diesjährigen zweiten Schauzeit dabei sein darf. Die Schauzeit ist, zur Erinnerung, eine Aktion, bei der für einen Monat leerstehende Ladenlokale durch Künstler und Kreative mit Leben gefüllt werden.
Ich möchte mit meinem Projekt gebündelt schreibenden Kreativen aus Mönchengladbach eine Bühne bieten. Was genau dahintersteckt, verrate ich dann öffentlich bei Zeiten.

Fliegt, meine Hübschen, fliegt! - Bild: Schauzeit Rheydt

Fliegt, meine Hübschen, fliegt! – Bild: Schauzeit Rheydt

EU-Initiative der Woche

Eine Initiative der Grünen im EU-Parlament will ein neues Recht in der Europäischen Union einführen: Das Recht auf einfache Reparierbarkeit.
Für Firmen wie Apple, deren Geräte völlig geschlossen daherkommen und grunsätzlich nicht repariert werden können, ist das natürlich ein Albtraum. Aber für Verbraucher und Umwelt ist es ein großer Schritt, der deutlich zur Vermeidung von Elektroschrott beiträgt.

Fahrrad der Woche

Okay, ein wenig mehr als ein Foto und ein Kommentar, worum es sich handelt, hätte es schon sein dürfen. Aber immerhin hat das Culticycle, ein zweispuriges Fahrrad zum Bestellen von Feldern auf großen Gartenflächen wenigstens so viel Erklärung. Die Solution Library des Ökodorf Netzwerks wird von diesem immer wieder hoch gepriesen, auch wenn ihre Beiträge oft sehr dünn sind.
Immerhin, um ein eher ungewöhnliches selbstgebautes Fahrrad zu zeigen, reicht es. Jetzt noch ein paar größere Bilder aus ein paar mehr Blickwinkeln und es wird sogar nützlich. Das Bild, nicht das Rad. Dass das Culticycle ein nützliches Gefährt ist, daran zweifel ich nicht.

Pedalgetriebener Traktor

Damit der Bauer weiss, was für eine Plackerei so ein Pferd hat – Bild: Global Ecovillage Network

Spamsperre der Woche

Eine etwas ältere Mitteilung, aber zu schön, um sie zu übergehen: Die norwegische Seite NRK hat demnach ein System eingeführt, bei dem Kommentatoren statt eines Captacha eine Frage vorgesetzt bekommen um nachzuweisen, dass sie den Artikel den sie da kommentieren, verstanden haben.
Wenn wir das jetzt auch noch beim Zitieren einführen könnten, wäre es zwar plötzlich sehr ruhig im Internet, aber auch deutlich weniger verpanikt.

Neubau der Woche

München macht sich auf den Weg, einen neuen Beitrag in seinem kleinen Hochhausviertel anzusiedeln. Das neue Mehrfamilienhaus ist dabei das zumindest optisch grünste der Welt. Auf allen Stockwerken gibt es ppige Bepflanzung, die das Ganze zu einem vertikalen Wald inmitten der Stadt machen. Und 55 Haushalte werden in diesem Wald leben können.
Das Haus ist nicht einfach ein Bauprojekt, sondern soll auch grundsätzlich die Möglichkeiten erproben, Pflanzen in dieser Art an der Aussenfassade eines Gebäudes in solcher Höhe anzupflanzen. Die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Freising begleitet daher Bau und Betrieb.

Hochhaus mit Bäumen und Büschen in allen Stockwerken

Der Hausmeister kriegt einen Propellerflieger statt Rasenmäher – Bild: Stadt München