Sieben am Sonntag 16.09.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Hin und wieder mit kleiner Pause, aber das holen wir schon wieder raus.

Musik der Woche

Wenn man ein bisschen in die Welt der alten Fernsehserien-Vorspänne eintaucht, stößt man auf so einige Kuriositäten. Definitiv einen Preis verdient hat sich dabei aber ein Power-Rangers-Klon namens Tattooed Teenage Alien Fighters from Beverly Hills. Der Vorspann hat einen gesungenen Titelsong. Und ja, der Titel kommt darin vor. Gesungen. Vollständig. Mit ansatzweise metalligen Gitarren.

Fundstücke der Woche

Auf die EU wird ja gerne geschimpft. Aber sie tut auch gutes. Zum beispiel bringt sie den lange überfälligen Plan voran, öffentlich finanzierte Forschungsergebnisse auch der Öfentlichkeit verfügbar zu machen. Frei, nicht über das System endlos überteuerter akademischer Zeitschriften.
Ein jetzt schon offenes Forschungsergebnis ist etwa ein brandneues Verfahren aus der Darmbehandlung. Man nehme einen Draht und forme ihn zu einer Schlinge. Verfeinerungen sind noch nötig, aber in diesem Fall hat es funktioniert, auf diese Weise einen tief im Anus eines Italieners feststeckenden Dildo zu entfernen.

Leider nicht oder nur sehr lückenhaft behandelbar ist die etwas übersehene Katastrophe, die der Brand des brasilianischen Nationalmuseums in Rio de Janeiro darstellte. Es handelte sich um ein international bedeutendes Museum und den Ort einiger der wichtigsten Sammlungen des südamerikanischen Kontinents in den Fachbereichen Linguistik, Paläontologie, Biologie und Archäologie. Das war einer der schlimmsten Schläge für die Welt der Wissenschaft und das Wissenserbe der Welt in der Moderne, wenn nicht gar der schlimmste.

Und noch einer zur EU und ihren positiven Ergebnissen: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die Kirche nicht mal eben Leute entlassen kann, die nicht nach ihren Vorstellungen leben. Das tun die nämlich ganz gerne mit Geschiedenen, Wiederverheirateten, Homosexuellen, Austretenden und dergleichen mehr.

Das sind Fisch-Flops, ob euch das schlechte Wortspiel gefällt oder nicht - Bild: ebay

Das sind Fisch-Flops, ob euch das schlechte Wortspiel gefällt oder nicht – Bild: ebay

Eigentlich hatte ich nach diesen Schlappen gesucht, die innen Bürsten haben, damit man sich damit im Stehen die Füße schrubben kann. Mein erstes Suchergebnis war die obige Monstrosität von einem Schuh. Ohen Fuß darin sieht das nur ein bisschen albern aus, mit einem Fuß dagegen… sagen wir mal so, plant jemand, eine ganz eigene friesische Version eines Clowns zu erfinden? Nur halt noch verstörender, als Clowns eh schon sind? Das da ist auf jeden Fall ein Anfang!

Schnell was niedliches - Bild: Fancy

Schnell was niedliches – BIld: Fancy

Ich brauch da ja schnell was niedliches zum Ausgleich. Hier zum Beispiel ein Bleistiftanspitzer in Form eines am Stift nagenden Eichhörnchens. Awww. Gefunden bei Fancy.

Um den Hambacher Forst läuft zur Zeit eine von einigen Presseorganen doch sehr fragwürdige Kampagne. So meint die Rheinische Post dieser Tage etwa, ein Tunnelsystem ähnlich jenem der Vietcong unter dem Wald entdeckt zu haben. Das zitieren dann auch die anderen Presseogane munter weiter, während selbst die Polizei etwas verwundert dasteht, wo denn dieses Gerücht herkommt und klar dementiert.

Geniestreich der Woche

Die Woche haben wir erneut über den barrierefreien Zugang zur Kaiser-Friedrich-Halle diskutiert. Und während mein letzter Einwurf mit den Passagierballons nicht so ganz ernst gemeint war, ist dieser es schon eher: Wenn Denkmalschutz das Problem ist, kann man dann nicht wenigstens an der äusseren Eingangstreppe eine mobile Hebebühne abstellen, mit der Rollstühle und dergleichen über die Stufen gehoben werden können? Da sie mobil ist, ist sie nicht Teil des Gebäudes und wäre somit von etwaigen Denkmalschutzfragen nicht betroffen.
Ich bin nur nicht sicher, ob es eine solche Hebebühne bereits gibt, oder ob man sie erfinden müsste. Aber das scheint mir nicht so schwierig zu sein.

Wortgeschmeide der Woche

Jutta Profijt hat einen neuen Roman raus. Alle für einen dokumentiert das (natürlich fiktive) Leben in einer von der Räumung bedrohten udn reichlich chaotischen WG in einer Villa am Rhein. Ein frischer Kurs für Juttas Romane, die lange Krimis und Liebesgeschichten schrieb und hier inhaltlich etwas neues ausprobiert. Mir fällt allgemein kein anderer Titel ein, der sich mit Alle für einen vergleichen ließ.
Wer sich also von der Inhaltsbeschreibung angesprochen fühlt, für den ist das ganz klar eine uneingeschränkte Empfehlung.

Ich selbst habe meine literarische Schreibproduktion im Bereich der Kurgeschichten wieder hochgefahren und will das jetzt auch so fortführen. Aktuell habe ich zwei Kurzgeschichten (Das literarische Forever Memories und die kleine Piratengeschichte Hydra) sowie eine kleine Spielerei von 12 Wörtern Länge in Auswahlverfahren von Herausgebern. Ich bin gespannt,ob es eine davon bis zur Veröffentlichung schafft. Weitere Geschichten kommen von jetzt an laufend dazu.

Politik der Woche

Im Moment ist an verschiedensten Ecken sehr viel los und leider nicht viel davon positiv.
Es gab ein Treffen zur Frage, wie man nach den Vorfällen in Chemnitz mit dem Problem der massiv auftretenden Rechten umgeht. Ich bin da der Meinung, dass wir vor allem ein Kommunikationsproblem haben. Nicht mit den Rechten, sondern mit den Menschen, die sich in Notlagen befinden und für die die Rechten vermeintlich einfache Lösungen parat zu haben scheinen. Die Linke hat sic zu einer Elite entwickelt, die philosophische Debatten führt, zu denen niemand ausser ihr noch Zugang hat. Ich werde dazu beizeiten mehr schreiben und einen Ausweg vorschlagen.
Wir haben wie gesagt auch über die Kaiser-Friedrich-Halle gesprochen, darüber, wie wir aus Gladbach den Leuten im Hambacher Forst helfen können (ich habe da hin und wieder Obst hingeschickt, andere waren direkt vor Ort im Wald) und über mögliche Nachbesserungen an den Planungen für den Parkplatz eines neuen Supermarktes in der Innenstadt. Das klingt nach einer seltsamen Mischung, ist aber in der Stadtpolitik recht typisch.
Heute dann führte ich einen Zubringer zur Sternfahrt Mönchengladbach von Roermond in die Stadt, immer eine schöne Strecke für eine Fahrradtour. Ich habe nach der Fahrt die Zahl von insgesamt 2800 Teilnehmern an der Gesamtsternfahrt gehört, was absolut beeindruckend ist.

Fotos der Woche

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Nachdem mein Telefon zwischenzeitlich eine Weile einen freien Speicher von exakt 0 Bytes auf dem Systemspeicher ausgewiesen hat, habe ich mal ein bisschen aufgeräumt. Jetzt ist darauf wieder ein bisschen Platz und kann Funde wieder dokumentieren.
Hier also das Roermonder Münster bei meiner Ankunft heute morgen um Schlag 10 Uhr.

Videos der Woche

Fiction Science geht zum dieswöchigen Start des neuen Predator-Films The Predator erstmals auf diese Filmserie ein. Nach etwas Überlegen änderte ich meinen ursprünglichen Plan, über die seltsame Schwemme menschenähnlicher Ausserirdischer zu sprechen und entschied mich statt dessen, zu versuchen herauszufinden, wo die Yautja (der Eigenname der Spezies) evolutionär eigentlich herkommen. Sie sind Predatoren, also Raubtiere, aber was genau ist eigentlich die Beute, auf deren Jagd sie sich ursprünglich hinentwickelt haben? De komischen Mandibeln sind nämlich für viele Raubtiere in dieser Form ziemlich unnütz und sogar störend.

Das andere Video von Fiction Science ist der erste Versuch mit einem etwas anderen Format, in dem ich einige Videos anderer Kanäle empfehle, die für meine Abonnenten interessant sein könnten. Da Youtube am Ende der Videos bis zu vier Elemente erlaubt, habe ich die Zahl auf vier festgelegt. Es ist ein bunter Strauss herausgekommen, bei dem für alle etwas dabei sein dürfte. Das Konzept funktioniert natürlich besser, wenn der Kanal etwas gewachsen ist, aber wieso nicht jetzt schon anfangen?

Extra Extra ist auch wieder in Schwung. Die Lego Nexo Knights liefern gleich zwei Minifiguren: Eine königliche Wache und den jungen Ritter Robin mit einem Jetpack.

Darauf folgt Lego Star Wars mit einem Zerstörer-Droiden, auch bekannt als Droideka. Nicht die hübscheste Version dieses Roboters, aber dafür gibt er einen guten Hubschrauber ab.

Den aktuellen Abschluss bildet Lego City, das uns mit Mark einen Müllmann samt passendem Zubehör bringt. Eine etwas einfache Figur, aber dafür liegt ihr ordentlich großes Zubehör bei.


Sieben am Sonntag 02.09.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Zwischen Vergangenheit und dem Ende der Zeiten.

Musik der Woche

Diese Woche nehme ich einfach einen Song, der mir diese Woche öfters über den Weg gelaufen hat. Keine tiefere Bedeutung oder Aussage meinerseits, einfach nur ein Song, den ich relativ häufig gehört habe. Wobei einem dann irgendwann der Text auffällt und der ist… ungewöhnlich für einen Hitsong.

Nachrichten der Woche

Fangen wir mit etwas Lokalpariotismus an: Das Blog Kitchenkompass hat im Wettbewerb „Vom Wissen zum Handeln“ gewonnen. Der Wettbewerb zur Förderung von Konzepten zu gesunder Ernährung war vom Bundes-Landwirtschaftsministerium ausgelobt worden und geht damit an ein Blog, das Einwanderern eine Einführung in den hiesigen Haushaltsalltag bietet.
Dabei handelt es sich offenbar um einen Förderpreis für die Umsetzung. Das erklärt, warum ich das Blog selber nicht finden kann, denn sonst würde ich es selbstverständlich verlinken.
Was man auch nicht so leicht findet, ist die 3Sat-Übertragung des Konzerts gegen Rechts, zu dem sich in Chemnitz kurzfristig eine Reihe bundesweit bekannter Bands verabredet haben, von Kraftklub bis zu den Toten Hosen. Eigentlich wollte 3Sat das auch übertragen, aber da hat offenbar die ARD (?) interveniert und nachdem sich die AfD darüber aufgeregt hat verschwanden alle Ankündigungen recht plötzlich.

Bei der SPD geht es bisweilen wenig sozial zu. So etwa bei den Versuchen Hubertus heils, Bayern dazu zu zwingen, Eltern ihr Hartz IV zu kürzen.
Und dann ist da noch Andrea Nahles, die vulgärste Kackbartze, die je Rot getragen hat. Die meint diese Woche, statt normal zu verhandeln, müsse sie beim Thema Kohleausstieg die Grünen angreifen, die den doch tatsächlich fordern. Für den Fall, dass irgendein Zweifel bestanden hat, warum Rot-Grün es nicht geschafft hat, die Kohle zu stoppen.
Da wünscht man sich ja schon ein wenig in die 60er zurück. Damals, als es in der SP noch Sozialdemokraten gab und Arnold Schwarzenegger viermal in Folge Mister Univerusm wurde. Nun, wenigstens ein bisschen geht das:

Das bringt mich jetzt fast dazu, doch noch ein Auto zu kaufen - Bild: Fancy

Das bringt mich jetzt fast dazu, doch noch ein Auto zu kaufen – Bild: Fancy


Wobei, ein bisschen Ostblock haben wir ja schon. Und der Ostblock ist böse. Oder wenigstens Russland. Man sollte halt nur tunlichst nicht berichten, wenn die Mordopfer Veründete Russlandssind, das macht ja das schöne Bild vom bösen Russen kaputt.

Aber nochmal zurück zu den Nazis. Es gab nämlich einen spektakulären Fund urzeitlicher Schmarotzer ohne Rückgrat in der Paläontologie. Bei einer groß angelegten Suche in fossilen Fliegenkokons fanden Forscher vier unterschiedliche Arten von Schlupfwespen, deren Nachwuchs in Fliegenlarven heranwuchs. Die Wespen hatten zum Zeitpunkt ihrer Versteinerung ihre Opfer fats vollständig konsumiert und warteten nun in deren Kokons auf die Schlupf. Ein wolcher direkter Nachweis von Parasitismus in Fossilien ist ein absolut aussergewöhnlicher Fund.
Ein ähnlich großer Glückfund ist auch ein neuer Flugsaurier, einer der ältesten seiner Verwandtschaft. Und für Empfindliche wohl auch ein deutlich appetitlicherer.

Entgegen aller Unkenrufe wächst der eBok-Markt in Deutschland weiter an und war im ersten Halbjahr 2018 erstmals neunstellig. Ich muss allerdings zugeben, davon gerne mehr mitbekommen zu wünschen.
Etwas weniger glücklich mit Technik sind die Anwohner von Googles Experimentiergebiet für selbstfahrende Autos. Die Dinger sind im Grund fahrende Verkehrshindernisse, die noch viele Probleme zu überwinden haben,bevor sie am normalen Straßenverkehr teilnehmen können.

Geniestreich der Woche

Wer ist eigentlich auf die bekloppte Idee gekommen, dass eine Woche eine Primzahl an Tagen haben soll? Sieben ist so eine blöde Zahl. Sie ist durch nichts teilbar, passt mit keiner anderen Zeiteinheit zusammen (ausser mit dem Februar in Jahren, in denen die überflüssige Schaltjahrerei ausbleibt) und erschwert es nur, Zielvorgaben wie „2x die Woche“ mit festen Wochentagen zu versehen, was es deutlich einfacher machen würde, sich eine solche Regelmäßigkeit zu merken.
Ich sehe dafür zwei Möglichkeiten: Entweder, wir schaffen den Montag ab. Den mag eh so gut wie niemand.
Oder aber, wir führen einen achten Tag ein. Den nennen ich Kortag, einfach weil es der erste unverwechselbare Name für einen Tag ist, der mir einfiel.
Sechs oder acht Tage pro Woche, alles ist besser als ausgerechnet sieben.

Politik der Woche

Die Woche war wieder eine privat sehr volle. So war ich politisch eher bei einigen Veranstaltungen zu Gast.
So gab es am Donnerstag einen Vortrag zum neuen Polizeigesetz von dem kölner Strafrechtler Christian Mertens, der den Gesetzenentwurf und seine Konsequenzen aus juristischer Sicht auseinandernahm. Kernerkenntnis: Hier wird die Gewaltenteilung beunruhigend ausgehöhlt.
Samstag veranstalteten die Grünen im Kreis Viersen ihr Sommerfest. Ein angenehmes Treffen mit dem Nachbarkreis mit einigen Gesprächen.

Eines möchte ich an dieser Stelle noch ergänzen,da es ansteht: Am Sonntag, den 16. September, ist in Mönchengladbach die Sternfahrt 2018. Ich werde bei dieser Gelegenheit einen Zubringer aus Roermond anbieten, der grob meinem Vorschlag für einen grenzüberschreitenden Radschnellweg folgt.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche habe ich hier mal zwei Tipps. Dafür hatte ich letzte Woche ja strenggenommen keinen.
Den Anfang macht ein Debütroman eines Mönchengladbachers. Der gefangene Sommer von Christoph Steckelbruck ist ein schwer einzuordnendes Porträt des Erwachsenwerdens in den 70er Jahren. Als solcher ist er authentisch und wenig nostalgisch, was vor allem bei der aus heutiger Sicht hässlichen Seite der Vergangenheit deutlich wird. Die Sicht auf das Erwachsenwerden, der beiläufige Alltagssexismus, all das findet sich in diesem Zeitbild ungelogen und in freiem Konfrontationskurs mit der Leserschaft der 2010er, die das alles kaum mehr kennt. Nun gehöre ich als Kind der 80er da zwar zu, aber so etwas schwindet ja nicht von Gestern auf Heute und so manches hat sich bis tief in die 90er gehalten.
Der andere Tipps ist deutlich gegenwartsbezogener. Unter dem Titel The Cleaners gibt es bei Arte eine Dokumentation dazu, wie bei sozialen Netzwerken wie Youtube und Facebook entschieden wird, welche Inhalte akzeptabel sind und vor allem, welche nicht. Das Ganze ist mit der seltsamen Hintergrundidee, redaktionelle Auswahl sei „Zensur“, auf Sensation/Skandal gebürstet,aber dennoch sehenswert.
In dieser Welt habe ich mich vor Jahren selbst bewegt. Und ja, man sieht eine Menge Scheiss. Nicht so schlimm wie das, was ich von Bürokräften bei der Polizei gehört habe, die beispielsweise Hinweise auf Kinderpornografie überprüfen müssen, aber da hatte ich wahrscheinlich einfach nur Glück, sowas nie dabei gehabt zu haben. Aber es ist eine Arbeit, die irgendjemand machen muss, wenn wir (einschließlich Kinder etc.) so etwas nicht schutzlos ausgeliefert sein wollen. Diese Notwendigkeit kommt mir bei der Doku etwas kurz.

Fotos der Woche

Hier war ich am Samstag auch mal für ein-zwei Stunden: Ein Stand der Umweltschutzvereine in MG zu den Themen Braunkohleabbau und Hambacher Forst. Mit politischer Musik und jeder Menge Information für alle Interessierten.
Diesmal ist es frisches Obst, das unsere Schubkarre füllt. Nach dem Ende der Dürre ist nun die Erntezeit gekommen und auch gepflanzt werden kann endlich wieder. Das hier ist der Rest, nachdem alles andere unter den Anwesenden verteilt wurde. Wahrscheinlich geht auch das wie beim letzten Mal, als größere Mengen Obst übrig waren, an die Aktiven im Hambacher Forst.
Nächste Woche ist übrigens nochmal Apfelernte, zwei weitere Bäume sind dann bereit.
Unterdessen ergänzen bei den Anpflanzungen Guter Heinrich, eine neue Winterheckenzwiebel, Rosmarin, Thymian und Liebstöckl die Vielfalt der Oase. Ein Schlehdorn ist ebenfalls neu, der dient aber weniger der Ernährung, als der Lieferung stacheliger Zweige zum Schutz der Gemüsepflanzen.

Videos der Woche

Fiction Science bleibt bei den Konzeptfahrzeugen aus der Science-Fiction, die es nie auf den Bildschirm gebracht haben. Der AT-HS ist ein Läufer, der für Star Wars: Die letzten Jedi entworfen wurde, am Ende aber nur in Form eines Lego-Sets auftauchte. Dieses Set habe ich nun hergenommen, um ein wenig über Zweiwegefahrzeuge zu sprechen, und darauf einzugehen, wieso ein solches Konzept für einen als Kundschafter eingesetzten Läufer im Star-Wars-Universum eine echte Verbesserung ist.

Bei Extra Extra gibt es endlich wieder frische Magazin-Inhalte. Ein Ninjago-Bösewicht namens Talon eröffnet die neue Saison der Tütchenfiguren als Heftbeilagen.


Sieben am Sonntag 26.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Aus Tradition verfassungsfeindlich.

Musik der Woche

Wer sagt eigentlich, dass man Lieder immer nurvorwärts oder rückwärts singen kann? Wie wäre es mal damit, Text und Melodie vorwärts,aber die einzelnen Wörter rückwärts zu singen? Die wahnwitzige Editierungsarbeit, das zu erreichen, ist eine der absurden Disziplinen, die sich in der Youtube-Remix-Szene etabliert haben. Sinnlos? Ja. Beeindruckend? Absolut!
Hier ist leeF dooG .cnI.

Nachrichten der Woche

Bis heute war in Köln die Gamescom und da gibt es eigentlich immer bemerkenswertes. manchmal nur, wie scheusslich die gekühlt verschenkte Coke Zero schmeckt, aber dieses Jahr zum Beispiel auch die Aufregung um das erste in Deutschland freigegebene Videospiel mit Hakenkreuzen. Denn vorvergangene Woche hat die USK eine Freigabe bekommen, Hakenkreuze nicht automatisch verbieten zu müssen, sondern auch diese in Spielen zuzulassen, wenn die Spiele angemessen mit diesen historischen Symbolen umzugehen wissen. So, wie es nach §86 Absatz (3) StGB auch sein sollte, nur noch etwas vorsichtiger als bei Bild und Film. Videospiele sind eine Kunstsparte und mit den anderen Künsten gleichberechtigt zu behandeln. Das müssen sie jetzt halt, wie vor 20 Jahren die Comics anlässlich Art Spiegelmanns Maus, wirksam erstreiten.

Grafik ist schon geil, aber langweilig und die Respawns sind voll verbuggt -  Bild: Bundeswehr

Grafik ist schon geil, aber langweilig und die Respawns sind voll verbuggt – Bild: Bundeswehr


Durch ein seltsames Verhältnis zur Spielkultur fällt wie jedes Jahr auf der Gamescom auch 2018 die Bundeswehr auf. Die hat ein paar wirklich bekloppte Plakate aufgehängt und begründet deren Ansatz dann mit irgendwelchem Kleingedruckten auf den Plakaten. Klar, liest sich jeder durch, so ein Plakat mit Kleingedrucktem, deshalb kennt auch jeder Deutsche auswendig die Nikotin- und Teerwerte der großen Zigarettenmarken.
Und weil die Bundeswehr richtig schlau ist, legt sie noch ein bisschen Gamer-Bashing nach und sagt, man wolle darauf aufmerksam machen, dass man doch lieber für den Frieden kämpfen statt seine Zeit mit Spielen vergeuden sollte.
Die olympische Disziplin Zurückgebliebener Flachköpper führt man übrigens traditionell in Tarnuniform durch. Weiss auch nicht, warum mir das grade einfällt.

In Deutschland kommt man halt nur nach und nach im 21. Jahrhundert an. Die Ergebnisse dessen werden bisweilen auch etwas bizarr. So wollen die Länder jetzt etwa auch Internetplattformen in den Rundfunkstaatsvertrag aufzunehmen. Die haben wohl gehört, dass das Internet zunehmend das Fernsehen ersetzt.
Aber vielleicht haben sie ja auch ein bisschen Recht, einzugreifen, immehrin macht zuviel Facebook offenbar zum Nazi. na dann mal ein kräftiges Prost und Heil… nee, lieber doch nicht.
Allgemein ist die Zukunft ein gefährlicher Ort. Dank neuer Nano-Materialien kann man jetzt noch nicht mal mehr in ein Museum gehen, ohne in ein unsichtbares Loch zu fallen.

Aber was isst man denn so in der Zukunft, jetzt wo wir endlich da sind? Was sind da die neuesten Internettrends? Nun, das hier zum Beispiel:

Falls jemand nicht sicher war, ob wir grade im Internet sind: Offensichtlich ja.

Falls jemand nicht sicher war, ob wir grade im Internet sind: Offensichtlich ja.


Na gut, vielleicht auch nicht. Aber mit derlei Speisen endet man wenigstens nicht unter dem Verdacht, in Spanien als terroristischer Anarcho-Veganer unterwegs zu sein. Die Gefahr besteht ja durchaus auch hier in NRW.

Genevieve von Petzinger berichtet bei einem TED-Talk, nachgehalten auf Youtube, wie sie in europäischen Höhlen immer wieder gleichen Symbole gefunden hat. Das ist ein für mich faszinierendes Thema. Schon in meiner Studienzeit wollte ich immer mal in die verschiedenen Höhlen mit Höhlenmalereien gehen und nach Gemeinsamkeiten suchen, um daraus Rückschlüsse auf das Denken und vielleicht sogar die Sprache der damaligen Menschen finden zu können. Hätte ich jemals eine Promotionsarbeit angesetzt, das wäre ihr Thema gewesen.
Höhlenmalereien sind ausgiebig katalogisiert, aber oft nur recht oberflächlich und ihre geordnete Erforschung ist noch extrem lückenhaft, die Paläopsychologie und Paläolinguistik blicken selten so weit zurück und sind auch relativ obskure Forschungszweige.

Geniestreich der Woche

Nö. Ich habe für den August 2018 die Phase „Oh Gott, jetzt bloß nicht noch eine Idee“ erreicht. Mit anderen Worten, wie jedes Jahr nach der großen Urlaubssaison brauche ich erstmal Urlaub von dem ganzen Urlaub. Denn das ist traditionell die Zeit, in der alle Zeit haben und alles mögliche erledigt wird (oder werden will).

Politik der Woche

Bild: Grüne Mönchengladbach

Bild: Grüne Mönchengladbach

Erik Marquardt war am Freitag im Ratskeller in Rheydt und stellte seine Eindrücke aus Afghanistan und vom Mittelmeer vor.
Er berichtete mit Fotobegleitung von furchtbarem Elend an allen Ecken, von verzweifelten Menschen, den vielen Gefahren der Flucht und den Folgen der europäischen Abschottung. Ein absolut beeindruckender Vortrag zum Leid der von vielen hierzulande so abwertend, ja entmenschlicht, diskutierten Menschen.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche ist das mehr eine Ankündigung,deswegen auch noch kein Link. Die Herbstausgabe des Mad Scientist Journal ist nun durch ihr letztes Lektorat und wird im September erscheinen. Darin dann auch eine Kurzgeschichte von mir, Fetch Monkey. Ein Cover habe ich leider noch nicht, aber die gesamte Zeitschrift sieht vom Inhalt sehr gut aus.
Sie bietet ein gut internationales Autorenteam und eine breite Palette innerhalb seiner Prämisse, als Fachmagazin für wahnsinnige Wissenschaftler mit einem Schuss 50er-Stil aufzutreten.

Foto der Woche

Die Erntesaison kommt in Fahrt.

Die Erntesaison kommt in Fahrt.

Jetzt, wo endlich wieder etwas Regen kommt, legen die Feldfrüchte ihren letzten Sprint zur Erntezeit vor. Kürbisse und Zucchini sind langsam so weit und auch die ersten Äpfel nehmen endlich ihre rote Maserung an und werden beissbar.

Videos der Woche

Fiction Science wendet sich diese Woche wie versprochen dem kultigen Hai-Thriller Deep Blue Sea zu. Zum einen geht es um die Haie, zum anderen um das Schiff aus dem nie gedrehten ersten Entwurf für eine Fortsetzung unter dem kreativen Titel Deep Blue Sea 2.

Extra Extra überwindet die Dürre bei den Lego-Heften mit zwei Abstechern ins Land des Nicht-Ganz-Lego. Zum einen gibt es ein paar Tiere mit dem alternativen Steinformat der Miniblocks, zum anderen ein Klebeband mit Noppen zur freien Gestaltung von Spiel- und Aufbewahrungsflächen für Legofiguren und -Bausätze.

Nächste Woche gibt es eine kleine Überschneidung: Während Extra Extra im normalen Rahmen läuft und ein neues Heft von Ninjago besprechen darf, wildert Fiction Science ein wenig bei seinem deutschen Schwesterkanal und bespricht ein Star-Wars-Fahrzeug aus einem Lego-Set: Der AT-HS (Heavy Scout Walker) kommt zu Besuch.


Sieben am Sonntag 19.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Weitgehend plastikfrei.

Musik der Woche

Am Montagabend wurde ich etwas von einem Britney-Spears-Konzert in Hörweite überrascht. Ich wusste, es kam eins, aber mit einem Konzert mitten in der Woche hatte ich nun doch nicht gerechnet.
Nun bin ich kein so großer Freund von Britney Spears (mehr), zu eintönig ist mir der ganze Pop geworden. Also muss sie für die Musik etwas aufgepeppt werden. Dafür kommt Gwen Stefani ins Spiel. Mashups sind immer noch eine der besten Erfindungen der Internet-Musikszene.

Nachrichten der Woche

Ist irgendwer überrascht, dass der große Diesel-Buhmann Fahrverbote nun erstmal nicht kommt? Ich jedenfalls nicht. Nötig gewesen wären sie ja, aber da sträubt sich absolut jeder gegen, an den heiligen Diesel zu gehen,als wäre der bisherige Angriff auf den Otto-Motor noch nicht schlimm genug. Das deutsche Kulturgut schlechthin, dieser Zweitakt der Explosionsmotoren.
Quizfrage für die Autofahrenden hier: Was ist schlimmer im Straßenverkehr als ein Fahrradfahrer? Nun, wie wäre es mit einem Fahrrad ohne Fahrer. Ja, der Technikhype um selbstfahrende Fahrzeuge geht weiter und jetzt kommt also ein Fahrrad, das den Leuten ganz von allein in die Hacken und vor die Autos fährt. Toll! Ja,sorry, ich bin halt der Meinung, ein Fahrzeug im Straßenverkehr sollte immer einen Fahrer (oder meinetwegen bei manchen Maschinen bauartbedingt einen Begleiter) haben, der das Verhalten des Fahrzeugs kontrolliert.

Immer diese scheiss Fahrradfah... oh - Bild: Harald Krieg/Uni Magdeburg

Immer diese scheiss Fahrradfah… oh – Bild: Harald Krieg/Uni Magdeburg


Apropos Fortschritt in der falschen Richtung: Plastikflaschen. Bekannt sind die ja für fragwürdige Zusatzstoffe wie Bisphenol-A und für den Müll, den sie machen. Weniger bekannt sind sie dafür, tatsächlich Plastik ins Trinkwasser zu bringen. Das Problem sind offenbar in vielen Fällen weniger die Flaschen selber, als die Schraubverschlüsse, die ja auch bei Glasflaschen oft aus Plastik sind.

Eher rückschrittlich ist mal wieder der Katholizismus. Zum Beispiel, wenn in Paraguay ein 14-jähriges Kind bei der Geburt des Kindes ihres Vergewaltiger stirbt. Denn Abtreibung ist ja eine Sünde.
Und bei der medizinischen Rückständigkeit der Bevölkerung können wir ja auch mal die Impfgegner ansprechen. Das Bild gleich etwa stammt von Berit Uhlmann und zeigt eine Eiserne Lunge. Darin landete man früher, wenn man Erkrankungen wie Tetanus oder Kinderlähmung grade so überlebte. Die Maschine ersetzt die nicht mehr funktionierenden Atemmuskeln und nur der Kopf schaut raus. Für eine lange Zeit, manchmal ein Leben lang. Eiserne Lungen gibt es heute nicht mehr. Die relevanten Krankheiten wurde durch Impfungen nahezu ausgerottet. Einst kannte sie jeder.

Kein Scherz - Bild: Berit Uhlmann

Kein Scherz – Bild: Berit Uhlmann

Okay, schnell etwas heiteres dagegensetzen. Wie wäre es mit dieser Umsetzung eines Seitenwagens am Fahrrad? Cool, oder?

Edel!

Edel!


Und noch was Lustiges aus dem Verkehrsleben: Wenn man ein Auto abschleppt und nur gegen Strafzahlung zurückbekommt, dann ist das ja schon irgendwie Erpressung, findet die Polizei. Wie? Achso, nein, nicht bei irgendwelchen Autos, nur bei Zivilfahrzeugen der Polizei natürlich.

Die Wissenschaft hat einen der wichtigsten Streits der englischsprachigen Kultur gelöst: Wie viele Leerzeichen hinter einen Punkt gehören. In der Zeit der Schreibmaschinen war es dort üblich, hinter einem Punkt zwei Leerzeichen zu setzen. Das endete mit dem Computer, doch nicht alle sind glücklich damit. Als Bonus hat der Artikel selbst sehr viel Spass mit unterschiedlichen Standards der Leerzeichensetzung. Als Malus ist die Studie selbst aus guten Gründen sehr umstritten. Aber interessant, womit sich manche Kulturen so beschäftigen. Ganz im Ernst, die Frage nach der Anzahl der Leerzeichen höre ich im englischen Bereich des Öfteren.
Aber vielleicht erledigt sich das auch bald. Die FNP hat einen beachtlich ehrlichen Artikel zur Zukunft des Buches und auch zum Umgang seiner Vertreter mit dieser Entwicklung. Ja, auch ich fürchte, dass das Buch auf dem Weg in eine Nische ist. Schon sehr bald wird es auf die Alltagskultur kaum mehr Einfluss nehmen, als dies heute Theater oder Ballett tun. Kulturelle Spurenelemente für eine kleine Liebhabergruppe.

Geniestreich der Woche

Wisst ihr was, ich habe jetzt schon ein paar Mal über Videospielideen nachgedacht, ich glaube, ich setze einfach mal eine um. So ziemlich meine älteste Idee in diesem Bereich: Eine Adaption von Moby Dick.
Moby Dick ist ja im Ursprung eine als Roman getarnte Einführung in die Kultur und Technik des Walfangs im 19. Jahrhundert. Als solche hat er eine Reihe von Schwächen, funktioniert aber letztlich doch. Nur eines nehme ich Melville bis heute übel: Dass der Wal in der Geschichte wirklich existiert. Ich bin der Überzeugung, Moby Dick wäre ein um Längen besserer Roman, wenn der Wal sich schließlich als Wahnvorstellung Ahabs herausstellt, für die er sein eigenes Leben und das seiner Mannschaft zu opfern bereit ist.
Letztlich ist dem im Roman ja auch so, aber dass der Wal am Ede dennoch existiert, schwächt ihn in meinen Augen erheblich.
Nein, bei mir existiert der Wal nicht. Nur ein Kapitän, dessen Wahn von Tag zu Tag wächst und der sein Schiff unvermeidlich auf den Untergang zusteuert — offen bleibt allein, auf welche Art von Untergang.

Politik der Woche

Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen auf die Zeit nach der Sommerpause. Aber diese laufen eben noch im Hintergrund.
Abseits der Parteipolitik läuft es etwas vordergründiger. Die noch unverteilten 10 kg Birnen vom abgestürzten Ast der letzten Woche haben ihren Weg in den Hambacher Forst gefunden, nachdem eine sehr aktive Bekannte danach gefragt hat. Ich weiss nicht, ob sie einverstanden ist, wenn ich ihren Namen erwähne, daher lasse ich das hier mal.

Wortgeschmeide der Woche

Ich habe mich gestern sehr über die Verfilmung von Stanislaw Lems Solaris von 2002 geärgert. Der Roman zählt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.
Solaris ist aus gutem Grund ein Klassiker der Science-Fiction. Es ist ein Roman, der danach verlangt, Science-Fiction zu sein, eine Expedition in die menschliche Fähigkeit, die Welt zu verstehen und dahin, was jenseits des Verstehbaren liegt. Solaris dienen die Figuren als Vesikel seiner eigentlichen Geschichte, sie dienen uns als Augen in eine fremde Welt. Es lässt fragen offen, weil genau das der Punkt ist.
Soderberghs Verfilmung mit George Clooney ist ihr Genre herzlich egal. Sie erzählt die Geschichte von Chris Kelvins persönlicher Krise nach dem Verlust seiner Frau. Das amerikanische Verständnis von Geschichten denkt von den Figuren her. Es hat kein Interesse, große Fragen zu stellen, statt dessen spielt es die immer gleichen Fragen mit immer anderen Figuren durch. Es hasst offene Fragen und erklärt alles. Zwar erklärt es nicht, was der Planet Solaris ist und macht, aber auch nur, weil dieser zum Bildschirmschoner in den Fenstern der Raumstation verkommt. Er ist notwendiges Mittel, um eine Geschichte zu erzählen, die sich so sehr weigert, Science-Fiction zu sein, dass alle ihre Aufnahmen ausserhalb der Raumstation ganz offensichtlich New York um die Jahrtausendwende zeigen.
Solaris (Film von 2002) ist ein vergessenswerter Film voller Angst vor sich selbst.
Solaris (der Roman) ist ein Klassiker, der in der Literatur allein steht und den man gelesen haben sollte.

Foto der Woche

Hier ist eine Dürrefolge, die den meisten Menschen nicht bewusst ist, weil sie eher indirekt läuft: Die Apfelbäume bilden bei der Trockenheit nicht etwa weniger Äpfel, sie werfen diese einfach nur verfrüht ab. Oft zu früh, als dass sie noch nachreifen könnten. Das Ergebnis sind Obstwiesen, die gut einen Monat vor der Ernte voll sind mit faulenden Äpfeln. Wir haben heute zwei komplette Schubkarren voller Äpfel weggekarrt, um der daraus resultierenden Wespenplage Herr zu werden.
Vor der Dürre hingen die Bäume unglaublich voll, bis zur Reife werden es nun nicht mehr viele Äpfel schaffen.

Videos der Woche

Diese Woche kehren wir das übliche Spiel mal um: Extra Extra geht mangels Neuerscheinungen diese Woche leer aus, dafür ist der englischsprachige Kanal Fiction Science jetzt endlich am Laufen. Die Folgen zu Stygimoloch und den Sauropoden von Jurassic Park/World sind raus und ich habe mich für eine neue Regel entschieden: Statt wie erst angesagt zwei Folgen jeden Sonntag gibt es nun eine am Sonntag und eine am Mittwoch. Das ist deutlich leichter einzuhalten, denn Schnitt und Schlussbearbeitung der Videos kosten nicht wenig Zeit, die ich grade am Sonntag eher nicht habe. Und es ist für Interessierte auch deutlich angenehmer, nicht immer zwei Folgen auf einen Schlag zu haben.
Ich merke schon, das freie Sprechen vor einem Mikro ohne Bild muss ich noch etwas üben. Vorlesen kenne ich ja, Aufnahme mit Bild ebenfalls. Reiner Ton ist wieder etwas anders, da ist es nicht so einfach, die Stimme so zu modulieren, um das Publikum emotional zu erreichen. Aber ich denke, auch das kommt mit der Zeit.

Weiter geht es nächste Woche mit zwei Folgen zu Deep Blue Sea.
Was kommende Woche ebenfalls eine Wiederauferstehung feiert, ist der Kanal mit den eingesprochenen Kurzgeschichten. Das mit 100 Wörtern extrem kurze Chiselled macht hier diese Woche den Aufschlag, einen Titel für die zeitgleich erscheinenende deutsche Übersetzung habe ich noch nicht. Ja, das heisst, ich werde Paul, das Einhorn erstmal ignorieren, im Hintergrund vervollständigen und dann vielleicht diesen Dezember erneut veröffentlichen, dann komplett.


Sieben am Sonntag 12.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Weitgehend plastikfrei.

Musik der Woche

Bad Lip Reading ist ein Youtube-Kanal, der genau das macht: Filmausschnitte mit falsch von den Lippen der Figuren abgelesenen Dialogen nachzusynchronisieren. Manchmal kommt dabei auch Musik raus, so wie hier bei Bushes of Love. Und die ist in der Regel alles andere als schlecht, nur halt sehr bizarr. Vor allem Star Wars ist da ein beliebtes Ziel und ich hatte es nicht leicht, zwischen der textlichen Absurdität von Bushes of Love und der völlig unpassend fröhlichen Stimmung von Not a Moon zu entscheiden.

Nachrichten der Woche

Wie kommen die „Klimaskeptiker“ eigentlich an ihre schrägen Daten? Nun, wie man aus einem ziemlich eindeutigen Erwärmungstrend mit statistischen Tricks eine Abkühlung macht, zeigt das Blog Open Mind mit den Messdaten der USA. Das Ergebnis: Kompletter Quatsch, der aber mit korrekten Zahlen operiert. Nur halt mit einem schwer fehlerhaften Datensatz.
Unterdessen kommen zwei neue Quellen für die Luftverschmutzung, einschließlich der Treibhausgase,ans Tageslicht. Zum einen gibt es da die Erkenntnis, dass das eh schon katastrophale Fracking auch eine deutliche Luftverschmutzung mit sich bringt. Und weil das noch nicht reicht, stellt sich auch Plastik (insbesondere Mikroplastik) als Methanquelle heraus.
Wie ein wärmeres Deutschland aussehen wird, erleben wir ja grade: In großen Teilen trocken und verbrannt. Aber es gibt auch Tiere, denen das warme Wetter sehr zu Gute kommt. Der eigentlich sehr seltenen Süßwasserqualle etwa, von der ich durchaus ein Fan bin, die aber eigentlich andere Gewässer gewohnt ist. Sie benötigt tiefe Seen, die sich im Sommer schnell aufwärmen. Und diese Kriterien erfüllen diesen Sommer deutlich mehr Seen deutlich besser als früher.
Es ist dennoch gut, wenn etwa Edeka ein plastikfreies Pfandsystem in der Fleischteke anbietet. Ob das ausgerechnet im Fleischverkauf viel Sinn hat, kann man natürlich debattieren, aber es gibt halt in NRW gar keine militanten Veganer, nur ganz normale, die hin und wieder mal einen Sticker an eine Metzgerei kleben. Aber gut, dass wir das endlich mal geklärt haben!

Gefährlicher sind da schon einige Tendenzen der Digitalisierung. So gab es etwa in Venezuela einen Anschlag mit einer Drohne, an der ein Sprengsatz befestigt war.
Im US-Staat Georgia sind es eher die passiv-aggressiven Wahlmaschinen, die Mist bauen und so eine immer wieder wichtige Warnung liefern, solche Sachen einfach nicht elektronisch durchzuführen. Zettel kann man später nachzählen, elektronische Stimmabgaben sind schlichtweg nicht kontrollierbar.

Und zu guter letzt dieser Comic leider unbekannter Herkunft.

Geniestreich der Woche

Bälle!

Bälle!

Es gibt auf der Welt ein paar gemischte Sportarten, allen voran natürlich Mixed Martial Arts. Aber, so habe ich mich diese Woche gefragt, was wäre eigentlich, wenn man auch Ballsportarten mischen würde?
Das Ergebnis ist Ballball. Ein Spiel, in dem auf einem Feld zwei Mannschaften antreten, die beide unterschiedliche Ballsportarten spielen. Jede Begegnung ist anders und spannend, die Anforderungen an die Spieler sind enorm. Natürlich ist nicht jede Ballsportart mit gemischtem Ballsport kompatibel und es muss spezielle Regeln für die Ballübernahme geben, aber ich denke, Ballball könnte ein sehr spaßiger Sport werden.
Nun bin ich jemand, der Zuschauersport allgemein eher langweilig findet. Fußball und seine direkten Verwandten ganz besonders. Und das wäre bei Ballball wohl auch nicht groß anders, aber da könnte ich wenigstens nachvollziehen, was da an Strategien und wöchentlichen Begegnungen spannend und abwechslungsreich genug ist, um sich darüber ständig zu unterhalten.
Los, mach das jemand! Und wenn auch nur als Videospiel.

Politik der Woche

Eine ruhige Sommerwoche ist für mich Grund genug, statt der üblichen Politik etwas praktisches hier reinzusetzen: Wir machen vom Verein Transition Town MG (oder offiziell „Mönchengladbach im Wandel e.V.“) ein VHS-Seminar zum Thema Upcycling mit diversen Praxisbeispielen.

Wortgeschmeide der Woche

Ich habe keine Ahnung, warum ausgerechnet das Jahr 2030 als Symbol für Die ZukunftTM gilt, aber es ist offenbar die Role, die diese Jahreszahl jetzt hat. Früher war das ja 2000, aber das funktioniert aus offensichtlichen Gründen nicht mehr.
Zu großen Teilen sind die garndiosen Bücher über Die Welt Der ZukunftTM verschwunden. Bücher, die die ständige Verwendung alberner TMs rechtfertigen, voll mit Visionen einer Welt, die offensichtlich nie kommen wird. Die waren großartig.
Der Brockhaus-Verlag hat sich nun daran versucht. Das Ergebnis reicht nicht an die Titel der 70er und 80er heran, aber es ist ein ganz guter Versuch, die (hauptsächlich politische) Zukunft vorherzusagen. Ein bisschen mehr technische Abgefahrenheit hätte allerdings nicht geschadet. Aber dafür braucht man wohl Michio Kaku und Elon Musk. Wobei Elon Musk eigentlich nur die Titel aus den 70ern umzusetzen versucht. nein, Hyperloop und autonome Autos sind keine neuen Ideen. s ist wirklich alte Science-Fiction.
Wo war ich? Ach ja, Brockhaus 2030. Ist gut.

Fotos der Woche

Diesen Mittwoch im Bahnhofskiosk

Diesen Mittwoch im Bahnhofskiosk

Zu meinem Beitrag über das erste Jubiläum von Extra Extra nahm ich dieses Foto vom Kinderheftregal im Bahnhofskiosk auf. Ich denke, das Foto ist eien Wiederholung wert, es ist ein so perfekter Ausschnitt unserer gegenwärtigen Plastikkultur. Endlos Plastiktüten, die allein zum Wegschmeissen gedacht sind, um ein nicht verrottendes Objekt (ein Heft), wo ein einfacher Klebestreifen oder -tropfen reichen würde, um die jeweiligen Beilagen auf den Heften zu befestigen. Und alles in knallbunt.

Die heutige Ankunft in der Dahler Oase brachte eine Überraschung mit sich: Mitten auf dem Weg lag ein etwa vier Meter langer Ast der in sechs Metern Höhe aus dem großen Birnbaum ausgebrochen war. Das muss bei den Sturmböen am Mittwoch oder Donnerstag geschehen sein, als es auch zum ersten Mal seit Wochen endlich wieder regnete.
Den Ast haben wir dann heute auseinandergenommen und die Birnen „notgeerntet“ – über 20 kg waren mit dem Ast runtergekommen. Die müssen nun nachreifen, denn diese Birnensorte wird erst im September reif.

Videos der Woche

Die LegoMagazine brachten diese Woche zwei Minifiguren mit sich: Zunächst Owen Grady in Lego Jurassic World 2 mit einem Aussichtsstand dabei und dann, etwas puristischer, Obi-Wan Kenobi in der Version aus Episode II in Lego Star Wars 39. Zwecks Abwechslung habe ich dazwischen noch ein herrlich beklopptes Modell von Best Lock vorgestellt, das angeblich einen Raptor darstellen soll. Na, wenn sie meinen…

Für Fiction Science habe ich mich inzwischen für einen Rytmus entschieden. Es wird künftig immer Sonntag abend neue Videos dort geben. Für die nächste Zeit immer zwei. So werde ich nach dem Schreiben dieses Blogbeitrags die Videos zu Stygimoloch und den Sauropoden in Jurassic World fertigschneiden und hochladen.
Die Woche drauf geht es dann um Haie, dann Star Wars und dann geht es für zwei weitere Folgen zurück nach Jurassic Park/World.


Extra Extra wird 1!

Am 9. August 2017 ging das erste Video meines Kanals Extra Extra online. Seitdem hat sich dort viel getan und verändert, es gab ein langes Auf und Ab und heute sieht der Kanal völlig anders aus, als ich noch vor einem Jahr erwartet habe. Also, gehen wir zum Jubiläum auf die Reise!

Inhalte: Von Experimentierkästen zu Lego

Ich habe offenbar nie die Geschichte hinter der Entstehung des Kanals erzählt. Denn auch wenn er als Kanal für Heftbeilagen gestartet ist, war das nicht die ursprüngliche Idee.
Die ursprüngliche Idee war ein Kanal für Lernspielzeug, sprich Experimentierkästen und ähnliches. Das Konzept lief auf eine Beratung für Eltern hinaus, was die Produkte ihren Kindern beibringen könnten und ob sie dies gut machten. Allerdings sind die erhältlichen Experimentierkästen alle extrem gleich, es gibt nur relativ wenige Formate, die immer wieder neu aufgelegt werden. Das ist schade und macht es nicht einfach, genug Videos zu produzieren.
Und hier kamen die Heftbeilagen ins Spiel. Von denen gibt es gegenwärtig nicht wenige, wie ein Blick in den nächsten Kiosk, vor allem Bahnhofskiosk, beweist. Oder auf ein Foto des Bahnhofskiosk, das an dieser Stelle ohnehin folgt.

Ich bin im Schreiben des Artikels aufgestanden, zum Bahnhof gefahren und habe dieses Foto gemacht. DAS ist journalistische Integrität!

Ja, ich bin im Schreiben des Artikels aufgestanden, zum Bahnhof gefahren und habe dieses Foto gemacht. DAS ist journalistische Integrität!


Der Gedanke war der, dass dies ja relativ nah an den Lernspielzeugen ist und einige der Hefte sicherlich auch solche dabei haben. Nunja. Hin und wieder gibt es zwar auch solche Sachen, aber das meiste ist halt billigster Plastikkram aus China, der schnell mit einem Aufkleber versehen und dann nacheinander verschiedenen Heften beigelegt wird. Jetzt grade liegt eine Ausgabe der Drei ??? an den Kiosken, bei denen auf einem Teil der Hefte das Logo des Magazins zur Sendung mit der Maus auf der Beilage klebt.
Aber immerhin war so Material da, um jede Woche mit 4-6 neu erschienenen Heften zu füllen. Ich startete also damit, wöchentlich ein Video herauszubringen, das die Beilagen der Woche besprach. Auf diese oft „Extras“ genannten Beilagen bezieht sich auch bis heute der Name des Kanals.
Bereits in der dritten Woche war ich so bei Beilage 22 angekommen und die Sachen begannen, sich zu wiederholen. Den Ausschlag gab der vermaledeite Fidget-Spinne,r der zu diesem Zeitpunkt grade aus der Mode kam und in 1-Euro-Shops verramscht wurde. Das und die zunehmende Länge der Videos brachten damals eine Änderung mit sich: Von diesem Moment an würde ich nur noch ausgewählte Extras besprechen, über die es auch genug zu sagen gab, um ein Video zu drehen. Und jedes Extra würde statt der bald halbstündigen Sammelvideos sein eigenes Video bekommen. Damit endete die Dokumentation des Projekts hier im Blog aber die Videos gingen weiter.
Und bald zeichnete sich ab, dass der Inhalt des Kanals in eine klare Richtung lief: Lego.
Der Grund war ein recht einfacher: Die Lego-Hefte waren die einzigen Hefte, die zuverlässig hochwertige Beilagen hatten, über die sich zu sprechen lohnte. Der erneute Tod der Yps und die qualitativ nicht so pralle Entwicklung der Micky Maus zementierten diesen Trend. Die anderen Sachen schrumpften sehr schnell weg und da es praktisch jede Woche ein neues Lego-Heft gibt, musste ich mir um fehlende Inhalte keine Sorgen machen.
Natürlich versuchte ich, den Kanal weiterzuentwickeln. Im Dezember etwa nahm ich eine Reihe von Experimentiersets unter die Lupe. Das kam aber nicht besonders an. Auch die Versuche, wenig besprochene Sets von Lego-Konkurrenten vorzustellen, liefen eher mittelprächtig, das werde ich aber ab und an noch im Kanal einstreuen. Die Schleich-Dinos sind auch kein sonderlich populäres Thema, aber die halte ich aus eigenem Interesse an den Figuren noch im Kanal.

Besucher und Geld und so

Der Kanal wuchs nach dem Umstieg zunehmend an Abonnenten, Ansichten und Werbeeinnahmen. Als im Dezember mein zu dieser Zeit als Kamera verwendetes Handy kaputtging, hatte er sich auf eine Ausgaben-Einnahmen-Bilanz nahe Null hochgearbeitet. Bei anhaltendem Trend wäre er im April oder Mai profitabel geworden.
Doch dann ging eben mein altes Handy kaputt. Erst drei Wochen später konnte ich ein neues kaufen und dessen Kamera war vollkommen unbrauchbar. Und dann kam eine Mail von Youtube, dass die Bedingungen für die Fähigkeit verändert wurden, mit seinen Videos Geld zu verdienen. Es hieß, man wolle in Zukunft stärker auf die Kanäle schauen, die Werbung schalteten und dafür in Zukunft menschliche Tester die Kanäle überprüfen lassen. Doch dafür sollten die Bedingungen erschwert werden, um die Zahl der zu überprüfenden Kanäle begrenzt zu halten. Nur leider waren davon auch Kanäle betroffen, die bereits für Werbeschaltungen freigegeben worden waren — obwohl diese nach vorherigen Aussagen Youtubes auch schon von Menschen überprüft worden waren. Meiner zum Beispiel.
Plötzlich sollte ich neben den bereits erbrachten 10.000 Videoansichten zusätzlich 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden jährliche Sendezeit zusammenbekommen.
Und die Nachricht kam genau zu dem Zeitpunkt, als ich überlegte, in eine Kamera zu investieren. Denn mein Kanal erfüllte diese Anforderungen nicht, Youtube würde mir also bald mein Einkommen aus den Videos wegnehmen. Das hat mich etwas sehr desillusioniert und enttäuscht. Verstanden habe ich es bis heute nicht, da sich Google als Youtubes Besitzer damit meines Erachtens nur ins eigene Knie schießt, denn die schalten dann ja weniger Werbung.
So kam es also zu einer Unterbrechung des Kanals. Im Laufe der Monate fiel mir aber auf, dass die Abozahlen stabil blieben und immer noch neue Abonnenten hinzukamen. Und so entschied ich mich, dass die Anforderungen von Youtube vielleicht doch noch erreichbar waren. Ich stellte ein Video ein, das die Situation erklärte und begann wieder, Videos aufzunehmen.

Nach diesem Bruch war das Wachstum natürlich deutlich langsamer und ich musste mich wieder auf die vorherigen Zahlen hochkämpfen. Aktuell bin ich bei exakt 63 Videos, 300 Abonnenten, knapp 2 Millionen Videoansichten und 500 Stunden jährlicher Sendezeit. Ich gehe davon aus, dass ich Anfang 2019 wieder Werbung schalten kann, bis dahin ist das ein reines Passionsprojekt.
Ich werde weiterhin versuchen, den Fokus der Videos zu erweitern, aber die Lego-Hefte sind zur Zeit die Hauptattraktion. Was keine Beschwerde ist, Lego ist immer gut. Mal sehen, wo es in Zukunft hingeht.

Videodreh

Am Anfang habe ich recht aufwendige Videos gemacht, mit Schnitten, Einspielern, manchmal sogar Effekten. Es gab ein Intro und ein eigens gestaltetes Vorschaubild.
Inzwischen hat sich das alles deutlich verkürzt: Wenn ich ein Video für Extra Extra drehe, lege ich in der Regel die Requisiten bereit,richte die Kamera aus, schalte die Kamera ein und fange an, zu reden. Das Ergebnis ziehe ich dann in ein Programm zur Videobearbeitung, wo es für Youtube mit einem 20 Sekunden langen statischen Bild am Ende versehen wird, bevor ich das zu diesem Zeitpunkt 1-3 GB große Video mit Hilfe eines Programms namens Handbrake auf eine Größe von 100-200 MB komprimiere. Und dann lade ich das Ergebnis auf Youtube hoch. Als Stativ für die Kamera nutze ich übrigens immer noch einen Selfie-Stick für einen Euro, den ich in einem alten Rucksack fixiert habe. Das funktioniert super.
Alles in allem etwa 20 Minuten Arbeit und eine Stunde warten, während der Computer arbeitet. Ja, Extra Extra ist das mit Abstand am wenigsten aufwendige Format, das ich bediene. Keine Drehbücher, so gut wie keine Nachbearbeitung, einfach nur Kamera an und reden. Deutlich schneller und einfacher als Formate, bei denen ich separat aufgenommenen Ton nachher mit Bildern versehe. Gleichzeitig ist es das erfolgreichste, was übrigens im Videobereich gar nicht mal so selten ist.
Was eine mögliche übergreifende Geschichte angeht, so kommt die hin und wieder auf, aber das entwickelt sich beim Einsprechen spontan und organisch. Mal sehen, wo der Aufbau meiner Roboterspinnenarmee noch hinführt. Momentan denke ich an einen Jubiläums-Brickfilm oder sowas. Nicht dieses Jahr, aber irgendwann.
Ich bin aber auch mit der Zeit deutlich geübter geworden, was die Erstellung und Bearbeitung von Videos sowie das Sprechen bei der Aufnahme angeht. Ich denke, Extra Extra war wichtig, damit ich das flüssige Sprechen für meine Kurzgeschichten und Fiction Science erlernen konnte. Diese wiederum sind deutlich aufwendigere Formate und grade von Fiction Science erhoffe ich mir mittelfristig auch größeren Erfolg.

Aber jetzt erstmal: Auf das erste Jahr mit Youtube (auch in Hoffnung auf eine künftige Alternative), auf das erste Jahr Extra Extra und auf viele erfolgreiche weitere Jahre. Prost!


Sieben am Sonntag 05.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und manchmal haben sie hitzefrei

Musik der Woche

Diesmal ist die Musik der Woche keine musikalische Auswahl, wobei der Song auch nicht schlecht ist.
Dies ist eine Erinnerung an Burkhard Lueneberg, von dessen Tod ich wenige Minuten nach dem letztwöchigen Beitrag erfahren habe. Burkhard war ein Jahr lang mein Bürokollege beim WDR. Ein positiver Mensch mit viel Humor, mit dem es immer sehr kurzweilig war.
ich wünsche seiner Familie und seinen Freunden alles Gute in dieser schweren Zeit.

Nachrichten der Woche

klimaflucht-langFangen wir mit diesem Statement von Ricarda Lang an. Ich finde das sehr gut. Leute, die Migration und Flucht nicht unterscheiden oder die Konsequenzen unserer eigenen Lebensweise nicht sehen wollen können halt nicht.Denn ja, am Ende sind es die westlichen Nationen, die für den Untergang der kleinen Inselstaaten verantwortlich sind. Zunehmend natürlich auch die aufstrebenden Länder Asiens, aber zuallererst Nordamerika und Europa. Wobei ich jetzt auch sagen muss, dass ich Seenomadentum als Konzept gar nicht so schlecht fände. Mich erstaunt es ehrlich gesagt, dass es bis dato keine nennenswerte Zivilisation zur See gab. Aber für die Insulaner gibt es im Moment eben nur zwei Optionen: Migration oder Schwimmen (also, auf Schiffen und Plattformen, nicht wie im Mittelmeer).
Warum es in Europa und insbesondere im zunehmend stur agierenden Deutschland nicht vorankommt mit der Umsetzung neuer Technologien, dafür liefert Andreas Scheuer ein anschauliches Beispiel: Weil es wichtiger ist, die den Fortschritt verschlafende heimische Industrie zu schützen, als endlich voranzukommen. Scheuer scheint die deutschen Ingenieure ja für überaus unfähig zu halten.
Dabei funktioniert das doch anderswo in Deutschland so gut mit der Service-Kultur. Etwa beim Verfassungsschutz, von dem es für die AfD offenbar freundliche Tipps gab, wie man seine Partei aus dem Verfassungsschutzbericht raushalten kann. So nett!

Nicht verwandt, wahrscheinlich nicht verschwägert - Bild: Pedilio

Nicht verwandt, wahrscheinlich nicht verschwägert – Bild: Pedilio


Und fortschrittliche Ideen aus Deutschland gibt es ja auch, man müsste sie nur endlich mal besser unterstützen, statt ständig den in ihrer Kreativität erlahmten Großkonzernen alles Geld in den Rachen zu schütten.
Das da oben zum Beispiel ist Pedilio, eine Mischung aus Velomobil und Solarauto. Es ist zudem eines der wenigen Modelle, bei deren Entwicklung neben Effizienz auch die Alltagstauglichkeit im Vordergrund stand, die also etwas höher sind, einen leichten Einstieg bieten und viel Stauraum vorhalten.
Es hat Ähnlichkeit mit einer Leitra, wenn man sie mit einem Smart kreuzt. Im Velomobilmarkt ist sie ein recht einmaliges Fahrzeug und bereichert den etwas leeren Markt der Alltagsvelomobile für den mit dem Liegerad etwas unübersichtlichen Stadtverkehr.

Ich merke schon, bei dem Wetter ist euch das alles zu trocken. Da muss man quasi ständig duschen. Okay, hier ist für diese Gelegenheit ein Videospiel zum Thema, dessen Beschreibung alles sagt: „Rinse and Repeat is a steamy first person showering game about giving a hunk a helping hand.“ Jepp, ein Einseifsimulator mit diesem sympathischen Herrn:

Und jetzt kann sich bei mir keiner mehr über Sexismus in Videospielen beklagen

Und jetzt kann sich bei mir keiner mehr über Sexismus in Videospielen beklagen, weil das keine Frau ist

Geniestreich der Woche

Ich hätte definitiv ein Bild davon zeichnen sollen,wie ich mir spontan ein Bifidobakterium vorstellte. Die Idee war eine Bakterie (Bakterium),die mit zwei (bi) kleinen Hündchen (Fido) Gassi geht. Leider wurde meine Vorstellugn recht schnell von der Realität eingeholt, dass es sich um eine Gattung von Bakterien handelt, die gespaltene Enden haben. Wobei sie mit diesen lustigerweise doch wieder genau so aussehen, wie ein Kauknochen für Hunde.
Ersatzweise hier ein Welpe,der mit einem Ball spielt:

Bild: Pixabay (Public Domain)

Bild: Pixabay (Public Domain)

Politik der Woche

Im grunde habe ich das politische Vorhaben der Woche hier im Blog ja schon geteilt. Die Überlegungen zum Radschnellweg Mönchengladbach-Roermond finden sich hier.
Übrigens nenne ich das Projekt wegen seiner Stellung im Gesamtnetz und seiner internationalen Natur für mich Het Hartdeel, eine direkte niederländische Übersetzung des deutschen Begriffs „Herzstück“, der so im Niederländischen (meines Wissens) nicht existiert. Quasi eine direkte Symbiose zwischen den Sprachen.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche begeben wir uns mal in die Welt des Comics, speziell des japanischen Comics oder Manga. Für das volle internationale Flair gibt es das dann noch in einer italienischen Übersetzung, denn die wenigsten meiner Leser können wohl Japanisch.
Thermae Romae erzählt von einem römischen Zeitreisenden, der im heutigen Japan landet und von den technischen Errungenschaften der Gegenwart überwältigt ist. Und dann versucht er, diese Errungenschaften (speziell eine japanische Badeanstalt) an das ihm bekannte Alte Rom anzupassen, also alles mit einfacher Mechanik und Sklaven umzusetzen.
Manche Menschen sagen, die Industrielle Revolution habe im Grunde die Sklaverei ersetzt. Was damit gemeint ist, illustriert Mari Yamazaki sehr schön, indem er es kurzerhand wörtlich nimmt.
Es existiert eine Zeichentrick- und eine Spielfilmadaption. Alle Versionen der Geschichte sind empfehlenswert.

Foto der Woche

In der Dahler Oase hat die Erntesaison begonnen, den Anfang machen Brombeeren und Zuckerbirnen, aber auch die ersten Birnen der Sorte Köstliche von Charneux sind dieses Jahr überraschend früh reif (allerdings nur die Exemplare, die in direkter Sonne hingen). Und da es beim gegenwärtigen Wetter nichts zu pflanzen gibt, bestehen die Tage in der Oase zur Zeit nur aus Wässern und Ernten.
Das im Bild ist nur meine Ernte, die etwa ein Viertel der Gesamtmenge ausmacht.

Videos der Woche

Das war nicht ganz der Plan, aber diese Woche beschränkt sich das Youtube-Angebot aufein neues Lego-Video zur Minifigur Jet Jack im letzten Ninjago-Magazin.

Nein, ich funktioniere bei dem aktuellen Wetter absolut nicht gut. Aber die weiteren geplanten Videos kommen noch, keine Hoffnung Sorge.


Radschnellweg Niederrhein

Seit ein paar Wochen bin ich an der konkreten Planung eines Radschnellweges zwischen Mönchengladbach und Roermond. Die Pläne habe ich schon länger im Kopf, aber momentan kommt Bewegung in das Thema und so habe ich mich entschieden, das endlich anzugehen. Und jetzt ist so viel Bewegung drin, dass ich dies schneller tun muss, als ich gedacht hatte. Denn die Presse berichtet über die Vorhaben, mischt dabei hin und wieder verschiedene Überlegungen zusammen und bringt dadurch eine starke Eigendynamik rein, die zu ganz anderen Ergebnissen führen kann.

Karte modifiziert vom KSTA

Karte modifiziert vom KSTA

Die Karte des Kölner Stadtanzeigers ist die mit Abstand beste, die ich gefunden habe, daher habe ich diese als Grundlage für diese Weiterantwicklung genommen. Sie stammt aus diesem Artikel, weshalb die Wege um Köln besonder betont sind. Ignoriert das, es ist der Preis für meine Notlösung. Ich bin selbst einfach nicht sonderlich gut mit Grafik.
Jedenfalls habe ich dort die Projekte aus Mönchengladbach (einschließlich MG-Roermond) in grün eingetragen und sinnvolle Fortführungen dieser Projekte ausserdem in blau ergänzt. Alles nur grob, nehmt das nicht zu genau. Wie gesagt, nicht so gut mit Grafiken.

Der wichtige Punkt ist, dass man die Funktion der Gladbacher Projekte im Gesamtnetz sieht. Hier entsteht potenziell ein zentraler Knotenpunkt, der RS1 (Ruhrgebiet), das Projekt in Düsseldorf und mittelfristig auch das Aachener Netz zusammenführt. Andere Knotenbereiche sind auch sinnvoll (Köln und Aachen scheinen ähnlich zu konzipieren), aber das ist jetzt nicht der Punkt. Hier geht es um den Bereich Mönchengladbach. Ebenso nicht auf der Karte sind diverse auf der Ebene der Städte geplante Vorhaben wie Kleve-Venlo. Ich kenne bei weitem nicht alle davon. Und auch sonst hat niemand eine Gesamtübersicht, was durchaus ein Problem ist. Da komme ich später zu.
Also dann:

RS Niederrhein-West

Radwegenetz MG im Masterplan Nahmobilität der Stadt. Radschnellwege in grün und blau-grün. Etwas unübersichtlich für Rot-Grün-Blinde, ich weiss

Radwegenetz MG im Masterplan Nahmobilität der Stadt. Radschnellwege in grün und blau-grün. Etwas unübersichtlich für Rot-Grün-Blinde, ich weiss


Mönchengladbach plant mit den Verbindungen nach Krefeld und Neuss sowie einer internen Verbindung von der Innenstadt ins vorgelagerte Rheindahlen ein recht gut zusammenhängendes Netz. Das ist ein großer Unterschied zu den oft zusammenhanglosen Planungen des Landes und ein großer Vorteil.
Doch ein attraktives Nahziel fehlt in der Liste der Verbindungen noch: Das niederländische Roermond, Partnerstadt von Mönchengladbach in direkter Grenznähe. Und dazwischen liegt eine Reihe von Orten, die stark an diese beiden Großstädte angebunden sind. Viele Einwohner im deutschen Grenzort Elmpt pendeln täglich in jeweils eine der beiden benachbarten Großstädte und Wegberg ist für viele Mönchengladbacher beliebtes Ausflugsziel.
Damit wird die Streckenführung über Wegberg und Elmpt (plus Niederkrüchten, das einfach davon profitiert, auf dem Weg zu liegen) die sinnvollste für eine solche Westverbindung in die Niederlande.
Dazu kommt das Ausbaupotenzial dieser Strecke. Denn auch für Roermond gibt es hier eine sehr attraktive Aussicht. Und hier kommt dann Brüggen ins Spiel. Wer sich die Karte anscheut, dem fällt vielleicht ein nördlicher Arm des grünen Weges auf. Dieser endet bei Brüggen. Und dann schließt sich ein blaues Stück an. Das blaue Stücke läuft von Brüggen über Nettetal nach Venlo. Dazu muss man wissen, dass die Provinz Limburg noch nicht im niederländischen Netz von Radschnellwegen berücksichtigt ist. Venlo-Maastricht-Aachen gilt als „vielversprechende Route“, aber mehr bisher nicht. Die beiden niederländischen Großstädte und die dazwischen liegenden deutschen Kleinstädte hätten mit einer solchen Verbindung viel zu gewinnen.
Das niederländische Netz ist überraschend zerstückelt. Unten rechts Limburg mit Venlo (V), Roermond (R), Maastricht (Ma) und Aachen (A) - Bild von fietssnelwegen.nl

Das niederländische Netz ist überraschend zerstückelt. Unten rechts Limburg mit u.a. Venlo (V), Roermond (R), Maastricht (Ma) und Aachen (A) – Bild von fietssnelwegen.nl

In älteren Überlegungen hatte ich den Weg noch durch das ehemalige JHQ führen wollen, das seit dem Abzug der NATO leersteht und über große Straßen verfügt, die schnell umzunutzen wären. Die Verbindung wäre auch kürzer gewesen. Aber hier gab es immer das Problem mit dem Durchfahren von Naturschutzgebieten.
Nun gibt es Überlegungen aus Wegberg, sich an den Radschnellweg nach Rheindahlen anzuschließen. Das ist nicht nur politisch günstig. Wegberg stellt zwar einen klaren Schlenker dar, aber es ist für Fahrende in diesem Bereich ein attraktives Ziel, dessen Anbindung lohnt. Zudem kann eine Führung über Wegberg die Naturschutzgebiete umgehen und es gibt eben bereits eine sehr günstig gelegene Planung bis Rheindahlen, an die man das nahtlos anschließen kann.

Elmpt ist fast schon geborener Übergangspunkt für einen solchen Weg. Die dortige Roermonder Straße führt auf einem graden Stück ohne irgendwelche Anwohner ab Elmpt bis ins zu Roermond gehörende Dorf Swalmen. Sie liegt direkt neben der Autobahn und führt sogar auf den selben Grenzübergang wie diese. Es gibt also schlichtweg für den Großteil dieser Straße keinen Grund, warum sie von Autos befahren werden sollte. Sie kann mit Leichtigkeit in einen Radschnellwegeabschnitt umgewandelt werden.
Geht das nicht,so hat Elmpt dort auch noch einen ehemaligen Militärflughafen, der mehr als genug Platz für ein solches Vorhaben bietet und als Flughafen auch noch absolut eben ist. Elmpt ist als Anschlusspunkt schlichtweg perfekt.

Die Überlegungen bei Dalheim

Wegbergs Bürgermeister Stock kam in den letzten Wochen mit der Überlegung in die Presse, einen Radschnellweg Dalheim-Roermond zu bauen. Das hat einige Hintergründe, etwa die Befürchtung, dass die dortige Bahnverbindung reaktiviert werden könnte und dann bald auch Güterzüge fahren. Tatsächlich will die private Euregiobahn die Strecke für ihre Rurtalbahn (Verbindung Mönchengladbach-Dalheim) reaktivieren. Dann gäbe es eine direkte Bahnverbindung Mönchengladbach-Roermond. Dass das absolut im Interesse Mönchengladbachs liegt, dürfte offensichtlich sein. ich muss um Offensichtliches nicht herumdiplomatieren, es ist so.
Hinzu kommt, dass Dalheim kein attraktives Ziel ist. Sorry, es ist ein recht zufälliges Dorf, in dem der Weg hier enden würde. da hat niemand was von. Auch Dalheim nicht. Wobei ich zugeben muss, Dalheim wäre ein möglicher Brückenkopf für eine Verbindung Roermond-Heinsberg-Aachen.

Aber da sind wir auf ein zentrales Problem der aktuellen Planungen und Überlegungen von Radschnellwegen gestoßen: Viele der Planungen sind relativ sinnlose Kleinstverbindungen von 5-6 Kilometern, die in keiner Weise ein zusammenhängendes Netz ergeben. Roermond-Dalheim wäre dafür exemplarisch.
Das ist meines Erachtens kein durchdachtes Vorgehen. Radschnellwege müssen koordiniert angelegt werden, zum Nutzen aller anliegenden Gemeinden und als Teil eines größeren Netzes. Dann kann man die Verbindung Dalheim möglicherweise sogar sinnvoll einbetten, aber momentan sehe ich darin wenig bis keinen Sinn. Es ist einfach zu klein und zu abseits. Dalheim müsste aufpassen, dass diese Verbindung nicht zu einem Strohhalm wird, aus dem Roermond kräftig Wirtschaftskraft absaugt.
In meiner Karte ganz oben gibt es eine blaue Verbindung nach Süden. Das ist Wegberg-Heinsberg-Aachen, wieder eine Verbindung zentraler und untereinander wettbewerbsfähiger Ortschaften, zwischen denen eine großräumige Verbindung sinnvoll ist und von der alle profitieren.

Weitere sinnvolle Verbindungen

Sieht man sich ganz NRW an, fallen ein paar Verbindungen auf, die nach Fertigstellung der aktuell geplanten Wege zentrale Bedeutung erhalten müssten.
Düsseldorf-Wuppertal-Hagen-Dortmund ergänzt den RS1 und bindet die hervorragenden Einrichtungen in Wuppertal (Nordbahntrasse) ins Netz ein.
Bonn-Köln-Düsseldorf-Duisburg ist eine naheliegende Verbindung der rheinischen Großstädte, die zu großen Teilen in Form des Rheinuferweges vorhanden ist, der nur aufgewertet werden müsste.
Krefeld-Duisburg ist ein relativ kurzes Stück, welches eine durchgehende Verbindung von Hamm bis nach Aachen ermöglichen würde. Die beiden Städte haben auch heftigen Pendelverkehr, den man damit reduzieren könnte.
Dass Bielefeld und vor allem Deutschlands „Fahrradhauptstadt“ Münster nicht in das Netz eingebunden sind, ist mir unerklärlich.
Sieht man sich das alles an, wird klar, wo in Zukunft die zentralen Knotenpunkte im überörtlichen Radverkehr in NRW liegen. Von Westen nach Osten: Aachen, Mönchengladbach, Düsseldorf, Köln, Dortmund. Boom-Regionen der Zukunft.


Sieben am Sonntag 29.07.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und manchmal haben sie hitzefrei

Musik der Woche

Was passiert eigentlich, wenn man Africa von Toto in alphabetische Reihenfolge bringt?
Nun, zunächst einmal ist das Ergebnis definitiv nicht mehr sonderlich melodisch. Aber die Idee ist seltsam und sinnlos genug, um hier aufzuschlagen. Glückwunsch!

Nachrichten der Woche

Der Tagesspiegel schreibt einen für diese Zeitung erstaunlich guten Artikel zur Frage der Leistungen der Krankenkassen und warum diese eigentlich homöopathischen Mummenschanz zahlen, aber keine notwendigen Dinge wie etwa Brillen. Und ich kann mich dazu nur selbst zitieren: „Fortschritt durch Marktwirtschaft ist, wenn echte Medizin privat bezahlt werden muss und Zuckerkügelchenherstellern Milliarden zugeschustert werden, weil Glauben profitabler ist als Wissenschaft.“

Da ist doch was verrutscht - Bild: Trisled

Da ist doch was verrutscht – Bild: Trisled

Dieses Liegerad hat mich im ersten Moment etwas verwirrt, ist es mit dem seitlich vom Hauptrohr angebrachten Tretlager doch etwas sehr ungewöhnlich. Ein Blick in das Blog, aus dem es stammt, konnte meine Verwunderung aber auflösen: Das Trisled Sidestep wurde speziell für einen Fahrer gebaut, der nach einer Operation an den Beinen nicht mehr über das Mittelrohr eines normalen Liegerads steigen konnte. Interessant, was für Varianten es manchmal für unvorhergesehene Gebräuche geben kann.
Auch unvorhergesehen beim Radfahren ist der Protest einiger Frauen zur komplett männlich gefüllten Tour de France. Sie machen einfach eine eigene Tour für Frauen. Wobei man natürlich einwenden kann, dass eine Chemiefabrik sowohl im Deutschen wie auch im Französischen weiblich ist.

Aus einem ganz anderen Grund ohne Zugang zur Frauenwelt fand eine andere Aktion statt, die erst jetzt herauskam. Offenbar hat die Labour-Partei Anzeigen so eng gezielt geschaltet, dass sie praktisch niemand ausser dem eigenen Parteivorsitzenden sah, der dann zufrieden war, dass seine Kampagne so viel zu sehen war. So ziemlich die beste Demonstration der Funktionsweise einer Filerblase, die es bisher gab.
Da ist man in Ameirka weiter: Deren Präsident lässt sich von niemandem verarschen. Der verarscht sich einfach selber. Zum Beispiel, wenn seine Handelspolitik die Einfuhr seiner eigenen Werbeartikel verhindert. Upps.
Und auch andere Teile Asiens sind mir manchmal sehr sympathisch. So kam der indische BUndesstaat Sikkim diese Woche
in die sozialen Netzwerke, weil er komplett auf Bio-Landwirtschaft umstellt. Das hat er zwar schon länger geplant, aber aktuell ist es in die Nachrichten gekommen.

Die Ökoreform ist in einem ganz anderen Bereich noch viel sinnvoller, denn aktuell werden die fossilen und nuklearen Kraftwerke ausgerechnet von der laufenden Hitzewelle lahmgelegt. Das Problem ist, dass diese alle mit Wasser laufen, das beim Verdampfen Turbinen antreibt. Und es gibt langsam Probleme, genug Wasser in die Kraftwerke zu bekommen. Die Erneuerbaren haben dieses Problem allesamt nicht und so macht Deutschland mit diesen grade ordentlich Geld, vor allem mit Solarstrom.
Was wieder beweist: Ein ordentlich ausgebautes System mit Erneuerbaren Energien ist deutlich zuverlässiger als ein stark zentralisiertes System mit anfälliger und ressourcenhungriger fossiler Energie.

Geniestreich der Woche

Als könnte ich bei dem Wetter denken. Wobei ich zur Zeit wieder deutlich häufiger an meine alte Vision einer Stadt auf dem Pazifik denke. Eines Tages…

Politik der Woche

Ich wünschte nur, ich wüsste noch, wer das Bild gemacht hat. Karl Saserath? ich sage mal Bild: Karl Sasserath

Ich wünschte nur, ich wüsste noch, wer das Bild gemacht hat. Karl Saserath? ich sage mal Bild: Karl Sasserath

Der ADFC hat einen Stand zum Sommerstart der Unterschriftensammlung der „Initiative Aufbruch Fahrrad“ gemacht und alle in den politischen Gremien aktiven demokratischen Parteien waren vertreten. Am stärksten aber themengerecht die Grünen, die mit Karl Sasserath, Boris Wolkowski und mir gleich zu dritt auftauchten.
Wer die Forderung, den Fahrradanteil in NRW mit neun Maßnahmen auf 25% zu steigern, unterstützen möchte, der findet hier die Sammelstellen sowie weitere Infos zur Initiative.
Das war auch eine gute Zusammenkunft, um unter den Parteivertretern und mit dem ADFC ein paar Radthemen zu besprechen.
Am vorhergehenden Dienstag haben wir in der Grünen Geschäftsstelle auch ein gut besuchtes Treffen zu den Themen Radschnellwege und Verlängerung der S-Bahn-Linie 28 nach Viersen gehabt. Nur Fotos hab ich davon leider nicht. Macht aber nix, es war für alle sehr informativ.

Okay, diesmal weiss ich es aber. Bild: Anita Parker. Hoffe ich jedenfalls, sonst sollte ich mal mit einem Neurologen sprechen, Gedächtnis und so

Okay, diesmal weiss ich es aber. Bild: Anita Parker. Hoffe ich jedenfalls, sonst sollte ich mal mit einem Neurologen sprechen, Gedächtnis und so

Tags drauf fand in Rheydt der CSD statt. Eine Veranstaltung, der wir selbstverständlich nicht fernbleiben konnten.

Wortgeschmeide der Woche

Eva Engelken schreibt schon länger Bücher, abe rbisher waren es eher mit Humor gewürzte Rechtsratgeber. Mit Drei Küsse für Herkules wagt sie sich nun in die Literatur vor und bringt dazu eine recht einmalige Mischung aus Liebesroman und leicht ins absurde gedrehter griechischer Mythologie heraus.
Nun muss ich zugeben, dass Liebesromane absolut nicht mein Ding sind, mythologische Fantasy dafür umso mehr. Ich bin für mich selbst noch unschlüssig, ob das ein Buch für mich ist, aber eine im literarischen Bereich neue Autorin aus Mönchengladbach ist mir dennoch immer eine Empfehlung wert. Oder mindestens ein „Schaut euch mal an, ob das was für euch ist!“

Fotos der Woche

Das könnte je nach Bildschirmauflösung etwas ineinanderfließen, daher schreibe ich hier ein paar Worte hin, um Überschneidungen mit dem Buchlink zu vermeiden.
So, jetzt aber:
Harz an altem KirschbaumSchon lustig, da spreche ich wenige Tage zuvor ein Video über Bernstein ein (siehe weiter unten im Beitrag) und kurz darauf finde ich einen Kirschbaum mit großen Mengen Harz, das bereits steinhart geworden ist. Das sieht schön aus, ist aber schwierig zu fotografieren. Und manches hat mich wirklich überrascht. So kommen einige der Harzteile in Form eines dicken Korkenziehers aus dem Baum. Das hatte ich absolut nicht erwartet, dass Harz genug Druck und Festigkeit hat, um in dieser Art aus dem Baum zu kommen.

Die ersten Birnen 2018

Die ersten Birnen 2018

Nach und nach kommt die Erntezeit. Der Plan in der Dahler Oase ist langfristig durchaus, immer etwas erntereif da zu haben. Aktuell ist es neben den Brombeeren der erste der beiden Birnbäume, der jetzt reif geworden ist. Die kleinen Sommerbirnen hängen wieder in großer Zahl, auch wenn wir immer noch nicht die genaue Sorte kennen (vermutlich Zuckerbirne).

Videos der Woche

Fiction Science beschäftigt sich diese Woche mit der überraschend oft auftauchenden und überraschend selten beantworteten Frage, wie neben den Dinosauriern eigentlich die prähistorischen Pflanzen in den Park kommen.

Extra Extra hat in den letzten zwei Wochen immerhin vier Videos zusammenbekommen. Das Lego-Friends-Sommerspezial hat mich am Kiosk überrascht. Dazu kommen ein kleiner blauer T. rex von Schleich, noch ein wenig Lego Friends und Clay von den Nexo Knights.

Weiter geht es in nächster Zeit bei Fiction Science mit Stygimoloch, Brachiosaurus und Apatosaurus, alles zum Thema „Wieso Dinosaurier ständig ihre Namen wechseln“. Bei Extra Extra steht Ninjago an — und ein etwas anderer Dinosaurier.


Sieben am Sonntag 15.07.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Willkommen zurück, Defiance!
Diese Woche ist eine aktualisierte Version des Online-Spiels Defiance unter dem Titel Defiance 2050 erschienen. Defiance war vor ein paar Jahren mein erstes echtes Online-Spiel,ein Genre, mit dem ich zuvor nie richtig warm geworden bin. Aber seine Herangehensweise, eine Welt zu sein, in der Spieler gleichzeitig spielen udn kämpfen können, aber nicht gegeneinander (es sei denn, sie möchten), war perfekt für mich. Und so begrüße ich das Spiel in seiner Neuauflage.
Es ist ein SF-Spiel in der San Francisco Bay Area, nachdem diese von den Terraforming-Maschinen ausserirdischer Kolonisten verwüstet wurde. Der daraus resultierende Krieg ist nun vorbei, doch das Zusammenleben der Spezies ist noch lange nicht zum Normalzustand zurückgekehrt und die vollkommen veränderte Erde stellt sie vor eine völlig neue Herausforderung.
Oh, und der Soundtrack ist ziemlich gut.

Nachrichten der Woche

Normalerweise konzentriere ich mich ja auf die eher obskuren Nachrichten, aber diesmal liegt es mir am Herzen, einen bereits sehr verbreiteten Text zu empfehlen: Johann Pätzold über seine Erlebnisse und Berichte von den Vertriebenen im Mittelmeer. Den sollte man gelesen haben. Niemand soll sagen können, er habe doch nichts gewusst. Hier der Abschnitt, den man auf jeden Fall kennen sollte, wenn man den Rest zu lang findet:

Lieber würden sie zurück in das Wasser springen und ertrinken, als zurück nach Libyen zu müssen. Die schwangeren Frauen wurden über Monate hinweg von den libyschen Aufsehern vergewaltigt. Und in Europa reden Rechtspopulisten darüber, dass es unverantwortlich sei, als schwangere Frau auf und über das Mittelmeer zu flüchten. Es ist nur leider schwer, als Frau nicht schwanger zu werden, wenn man täglich mehrfach vergewaltigt wird. Und ich denke, es ist legitim, vor seinen Peinigern weg zu laufen. Verzeihen sie meinen Zynismus.

Die Männer waren oft verheiratet und hatten Familie. Sie erzählten, dass man ihre Frauen gerne als demütigende Foltermethode im Beisein der Ehemänner vergewaltigt hat und wenn sie dann schwanger wurden, erschossen hat. Wenn die Töchter noch zu jung waren, hat man ihnen gleich die Kehle durchgeschnitten und mit kleinen Jungen passierte im Grunde dasselbe.

Junge, hübsche Frauen wurden auf Marktplätzen verkauft, wie Vieh. Und das hat sich mit Sicherheit nicht geändert. Das passiert immer noch – und ich befürchte, es ist noch viel schlimmer geworden, seitdem die EU ihre NO WAY Politik, die Festung Europa, aufbaut. Was in Libyen passiert, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Es ist die wahrhaftige Hölle.

Ich weiss, nicht die hier übliche Mischung aus Leichtigkeit und Optimismus. Aber zu wichtig, um es nicht zu teilen.

Okay, zum Ausgleich etwas, worüber die Aufregung nicht lohnt: < a href="https://the-duesseldorfer.de/post-vom-rainer-liebe-aufsichtsraete-der-duesseldorf-congress-sport-events/">Das Düsseldorfer Fußballstadion wird nach dem neuen Hauptsponsor nun Merkur-Arena heissen. Dieser Sponsor ist Deutschlands größte Casino-Kette. Und weil gegen Casinos eine absolut irrationale Hetze läuft, regt sich halb NRW darüber auf, vor allem aber praktisch ganz Düsseldorf. „Glücksspielsucht%ldquo; wird dann als das große Übel angeführt, während niemand die Sponsorenschaft Warsteiners in Frage stellt. Das fünftgrößte Fußballstadion Deutschlands? Die Veltins-Arena.

Wo wir grade beim Bier sind, Anheuser-Busch ordert bei Tesla 800 wasserstoffelektrische Lkw. Das sind die Dinger, die es nlaut deutscher Autoindustrie nie geben wird und an denen nie irgendwer Interesse haben wird. Upps.

Weit verwunderlicher war aus Getränkewelt die Nachricht, dass die USA als einziges eine UN-Resolution nicht unterstützen, die sich für das Stillen von Säuglingen stark macht. Und das nicht einfach so, sondern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Sie störten sich wohl daran, dass die Resolution sich auf Studien bezieht, die industrielle Ersatzprodukte für schädlich befanden.

Babysitter-Gans. Nein, wirklich! - BIld: Wellington Bird Rehabilitation Trust

Babysitter-Gans. Nein, wirklich! – BIld: Wellington Bird Rehabilitation Trust

Dieser Namensvetter von mir hat eine wunderschöne Geschichte voller Liebe und Tragödie. Es ist eine Lebensgeschichte, also endet sie mit dem Tod, aber wenigstens wird Thomas in einer wunderschönen Gedenkzeremonie an seinem Heimatsee bestattet. Vor allem aber ist er wegen der extrem ausführlichen Schlagzeilen zu seinem Tod hier: Blind bisexual goose stuck in love triangle with two swans dies aged 40. Die Daily Mail sogar „Blind bisexual goose named Thomas who spent six years in a love triangle with two swans and helped raise 68 babies dies at the ripe old age of 40“. Das ist quasi schon selbst eine kleine Geschichte.

Sollte Thomas ein Facebook-Profil haben, hat er Glück: Diese sind nach einem BGH-Urteil der letzten Woche vererbbar. Das digitale Erbe und Umgang mit sozialen Medien und eMail-Konten im Todesfall, aber auch mit Besitz an virtuellen Produkten (eBooks, Spiele, Filme usw.) hing lange in der Schwebe, war von AGB-Regelungen und halblegalen Weitergaben von Passwörtern im Testament geprägt. Der BGH sagt nun: Besitz ist Besitz und vererbbar.

Praktisch! - Bild: Pinterest

Praktisch! – Bild: Pinterest

Die englische Sprache kann mitunter recht verwirrend sein. Gut, wenn es da leicht verständliche grafische Hilfen gibt. Hier zum Beispiel das Vokabular zum Bellen eines Hundes, großenabhängig. Gefunden bei Pinterest.

Endlich eine gute Umsetzung! - Bild: GentleTent

Endlich eine gute Umsetzung! – Bild: GentleTent

Hersteller GentleTent gebührt der Titel des ersten gelungen wirkenden Fahradwohnwagens. Der B-Turtle ist zusammengeklapt klein genug, um tatsächlich ohne den extremen Luftwiderstand anderer Modelle hinter einem Fahrrad hergezogen zu werden und ist damit der erste alltagstaugliche Versuch, der mir bekannt ist.

Geniestreich der Woche

Hier, sogar mit Logo. Quasi. Dürft ihr nutzen.

Hier, sogar mit Logo. Quasi. Dürft ihr nutzen.

Es gibt so viele internationale Küchen, wieso nicht mal eine intertemporale? Das Straßen-Fast-Food wurde im Alten Rom erfunden, wo die Arbeiter am Straßenrand zu Frühstück und Mittagspause kleine Mahlzeiten erwerben konnten.
Das Frühstück eignet sich hierzu besonders und erscheint mir tatsächlich recht interessant als Angebot. Im Grunde bestand es aus Brot mit einer Art Kräuterquark oder Olivenöl, Obst und Milch. Stilistisch gut gemacht kann ich mir sowas sehr gut als Basis für einen entsprechenden Anbieter vorstellen. Hätte was, mitten im Bahnhof so ein altrömisch gestaltetes Lädchen mit authentisch altrömischen Gerichten.
Vielleicht mit Spezialwochen für altgriechisch, ägyptisch oder aztekisch. Das wäre so klasse!
Und ich sehe jetzt erst, dass da ein U im Schriftzug ist. Die lateinische Schrift hatte in der Antike kein U, sondern dafür das V verwendet. Tja, wird wohl doch nix.

Politik der Woche

Während die Sommerferien herangerückt sind, habe ich mich intern in Treffen und eMail-Verkehr mit zwei Verkehrsprojekten beschäftigt, die über die Grenzen der Stadt hinausgehen. Eines sogar über die Grenzen der Bundesrepublik.
Zum einen war das ein Treffen mit den Viersener Grünen zur Verlängerung der S28 von Kaarst nach Viersen (mit Halten in Willich und Mönchengladbach-Neuwerk).
Das andere Projekt ist noch nicht spruchreif, wird es aber hoffentlich im Laufe des Sommers werden. Aktuell kann ich nur versprechen: It’s gonna be yuuuge!. Und nein, es ist keine Mauer zu den Niederlanden. Es sei denn, das läuft alles sehr schief.

Die Crème de la Crème (von links: Thomas Diehl, Tim Achtermayer, Lena Zingsheim, Anita Parker) - Bild: Max Lucks

Die Crème de la Crème (von links: Thomas Diehl, Tim Achtermayer, Lena ZIngsheim, Anita Parker) – Bild: Max Lucks


Die Grüne Jugend NRW hat sich dieses Wochenende in Mönchengladbach getroffen und das Amt der Landesvorstandssprecherin neu gewählt. Da habe ich natürlich nichts mit zu tun, ausser, dass ich als Sprecher des gastgebenden Kreisverbandes der Mutterpartei natürlich anwesend war, aber es ist einfach eine schöne Nachricht für unsere Partei in MG. Ich freue mich sehr, dass unsere Lena Zingsheim (3. v.l.) nun dieses Amt bekleiden darf.

Wortgeschmeide der Woche

Leider konnte ich selbst am Freitag nicht dabei sein, aber ich höre viel Gutes von der ersten FuckUp Night in Mönchengladbach. De Idee ist gut und potenziell amüsant: Es kommen Leute auf die Bühne, die wirklich übel auf die Fresse geflogen sind, insbesondere wirtschaftlich. Nicht allein zum Amüsement, sondern auch, um daraus für sich etwas lernen zu können, was für Fehler andere gemacht haben.
Am 12. November ist die nächste, ähnliche Veranstaltungen gibt es auch in anderen Städten (siehe Website hinter dem Link).

Fotos der Woche

In der Dahler Oase blühen endlich erstmals Ringelblumen. Nachdem die erste Saat im warmen November noch ausgetrieben hat, nur um dann mit dem ersten Frost abzusterben, hat diese neue Saat ihre Heimat nun erobert. Und einmal etabliert, sähen Ringelblumen sich immer wieder selber aus. Diese Blumen sidn ein recht wichtiger Schritt auf dem Weg von der Wildnis zum Garten.
Es ist unglaublich, wie sehr die Hitze und Trockenheit die Pflanzen zum Fruchten treiben. Die Brombeeren fangen nun gut einen Monat früher als erwartet an, reif zu werden. Auch Kürbisse und Zucchini sind deutlich schneller, die Süßkirschen haben wir sogar verpasst, weil sie sich deutlich mehr beeilt haben, als erwartet.

Videos der Woche

Zurück zum normalen Modus für Extra Extra: Ein Probe Droid aus Das Imperium schlägt zurück schaut diese Woche rein und sieht auch recht gut aus, ist nur eine Wiederauflage von vor zwei Jahren.

Nächste Woche gibt es bei Extra Extra mal was Neues und Fiction Science kommt auch endlich mit ersten regulären Videos voran. Seid gespannt.