Sieben am Sonntag 13.05.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Und nun: Cthulhu fthagn! Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Der Song selbst ist offen gesagt nicht weiter anmerkenswert, es ist das Video dazu, das ihm den dieswöchigen Platz sichert. Das passiert halt, wenn ich den Grand Prix/Eurovision nicht anschaue, weil dieser 2017 so unsäglich uninteressant war. Ein Jahr, in dem Deutschland den vierten Platz erreicht, ist allerdings auch kein gutes Omen.
Zu Fantasy von DyE — eine faszinierende Anwendung cthuluesken Horrors als Sinnbild der sich völlig verändernden Weltsicht der Pubertät, gewürzt mit Bildern von sozialem Druck. Und einer fremden Dimension mit Wesen, die unsere Sinne selbst zum Bersten bringen.
Oder kurz gesagt, Pubertät.

Nachrichten der Woche

ich möchte, dass ihr euch die dümmste Frage vorstellt, die euch zum Thema „Flüchtlinge“ einfält. Dann nehmt ihr sie und macht sie noch dämlicher. Bereit?Okay, hier ist, woran ihr euch messen müsst:

Bei dem ist auf jeden Fall was im Trinkwasser

Bei dem ist auf jeden Fall was im Trinkwasser


Wo wir grade bei Panik sind, der neue europäische Datenschutz bringt da auch einige mit. Das nimmt biswielen seltsame Formen an. So haben wir nun dank dieser Schwachsinnsregelung den Rückzug von US-Unternehmen und die Schließung ganzer Blogs. Weil niemand mehr die Regeln versteht und wer sie versteht, kann sie kaum umsetzen. Die DSGVO enthält eine Datenschutzvorstellung die nur erfüllbar ist, wenn man in Zukunft keine Webseiten mehr benutzt. Sie offenbart das Weltbild von Menschen, die tief im 20. Jahrhundert feststecken und in eine Welt des 21. Jahrhunderts gefallen sind, die sie nicht verstehen.
Apropos, hier ist Christina Schulze Föcking, wie sie sich im Umgang mit moderner Technik blamiert. Bei ihr gab es nämlich doch keinen bösartigen Hackerangriff, da konnte nur jemand in ihrem Haushalt nicht mit seinem Fernseher umgehen.
Deutlich besser mit moderner Technik umgehen können inzwischen so manche Tierarten, die beginnne, sich an das Stadtleben anzupassen. Das ist etwas, womit ich schon eine Weile rechne und was ich sogar mal als Teil der Meilensteine der Evolution angedacht habe: Ein komplett neues Ökosystem Stadt mit eigenen Spezies, die sich allein an die Bedingungen dieses Lebensraumes angepasst haben und dabei zu neuen Arten wurden.
Und zu guter letzt haben wir eine neue Art von Fahrrad. Weil ich heute im Bauen von Überleitungen so extrem gut bin.
Angetrieben wird es vermutlich mit den Händen auf dem Boden

Angetrieben wird es vermutlich mit den Händen auf dem Boden

Geniestreich der Woche

Denkmalschutz ist ein erhebliches Problem, wenn gleichzeitig andere Fragen zu klären sind. Das ist der beispielsweise Fall bei unserer Zentralbibliothek, deren Unterdenkmalstellung massiv eine Sanierung und vor allem einen Ausbau erschwert. Noch häufiger ist Denkmalschutz aber bei der Frage der Barrierefreiheit ein Problem, vor allem bei großen Hallen. So etwa bei der Kaiser-Friedrich-Halle.
Frustriert von der Musealisierung (ja, das Wort habe ich mir grade ausgedacht) kritzelte ich eine Notiz auf meinen Zettel. Das Bild konnte ich leider nicht brauchbar fotografieren, aber der folgende Ersatz sollte klar machen, woran ich dachte:

230 Jahre ist retro genug, oder?

230 Jahre ist retro genug, oder?

Ein Heissluftballon oder eine Montgolfière als aussen anliegende Aufzugsanlage dürfte altbacken genug sein, um dem Denkmalschutz gerecht zu werden, oder? Der Ballon würde über Schienen gehalten und so direkt am Gebäude hoch- und runterfahren. In seinem Korb können Personen befördert werden, insbesondere auch solche im Rollstuhl und dergleichen.
Ja, ich weiss, Denkmalschutz funktioniert so nicht. Denkmalschutz funktioniert nach überaus hirnrissigen Regeln, mit denen versucht wird, ein Bauwerk ohne Sinn und Verstand in einem bestimmten Zustand (oft nicht der Originalzustand) einzufrieren. Fast so hirnrissig wie meine Idee. Fast, denn so schnell überbietet mich hier niemand!

Politik der Woche

Wochen mit Feiertagen sind allgemein etwas kurz und leer.
Bedeutend war der Beschwerdeausschuss der Stadt, dem ich diese Woche mal als Zuhörer beiwohnte. Dort ging es um die Umstellung des Abfallkonzeptes. ich werde dazu noch in einem eigenen Artikel mehr schreiben, aber: Das war keine Sternstunde der städtischen Politik.
Eine Debatte ohne Fachleute, die ziellos verlief und bei der dann nur entschieden wurde, diese Woche nicht zu entscheiden. Was für eine Reaktion auf eine 1802-mal eingegangene Petition.

Wortgeschmeide der Woche

Endlich ein ernsthaftes Buch über die Erstellung lebensgroßer Dinosaurier-Modelle! Bisher habe ich nur zwei Bücher zum Thema, die beide weniger ernst gemeint sind. Chris McGowans How to Build Your Own Dinosaur out of Chicken Bones und T. rex to Go sind Anleitungen, wie man einen kleinen Dinosaurier aus Hühnerknochen baut. Das ist… kreativ?
Brian Cooleys Make-a-Saurus ist ein um Längen sinnvolleres Buch, das den Prozess im Bau echter lebensgroßer Dinosauriermodell erklärt. Vom Grundgerüst bis zum Gefieder.
Nicht nur für Dinosaurierfans, auch für andere Menschen, die sich für die Rekonstruktion ausgestorbener und die Modellierung lebender Tiere interessieren.

Fotos der Woche

Wenn Reinhold Messner eine Schnecke wäre

Wenn Reinhold Messner eine Schnecke wäre

Ich habe 31 Fotos von dieser Schnecke. Nicht, wiel sie so ein tolles Motiv ist, sondern weil meine Kamera mir keine Möglichkeit gibt, manuell auf ein bestimmtes Objekt im Bild zu fokussieren und sich sie so ständig auf den Hintergrund einstellte. Aber es ist dennoch ein interessantes Motiv, wie die Schnecke sind komplett um die Pflanze wickelt, um auf ihr hochzuklettern.
Grün

Grün

In der Dahler Oase sprießt es. Das aktuell größte Gewächs, das sich eindeutig von den Wildkräutern unterscheiden lässt, ist der Topinambur. Die Pflanze ist im Grunde die Essenz der Idee hinter der Oase: Nutzpflanzen, die sich aus eigener Kraft durchsetzen und (kontrolliert) im Garten ausbreiten.
Mehr Grün

Mehr Grün

Die Kirschen haben es offenbar eilig, den Sommer zu sehen. Das sind eine Menge Kirschen und schon recht groß. Vor zwei Wochen erst hat die Kirsch voll geblüht.
Kein Grün

Kein Grün

Und nun zu etwas völlig anderem: Am Freitag kamen endlich meine neuen Umlenkrollen fürs Liegerad an. Nachdem ich jetzt schon drei Rollen durchgenudelt habe, habe ich mich entschieden, gezielt ein Metallteil als Ersatz zu bekommen. Das allerdings ist in Deutschland gar nicht so einfach, hier gibt es nur Plastikteile, die zudem den falschen Achsdurchmesser haben. Das Aufbohren der Achse hilft nicht unbedingt bei der Haltbarkeit. Der China-Import hat etwas länger gedauert, aber dafür habe ich gleich drei Stück bestellt, um Vorrat zu haben. Ich hoffe, die halten länger.

Videos der Woche

Diese Woche gab es zwei Lego-Sets mit Tieren: Die Tierklinik mit Kater Chico aus Lego Friends und einen Baby-Raptor mit seinem Nest aus Lego Jurassic Park.

Zum Stand von Fiction Science: Momentan sammel ich Videoschnipsel, um meine eingesprochenen Beiträge zu unterlegen. Da fällt mir ein, hat jemand einen T. rex mit einem Rollator, der Kinder vom Rasen jagt? Aus einem unerfindlichen Grund finde ich dazu nichts passendes im Internet.


Sieben am Sonntag 06.05.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Und natürlich mit dem wöchentlichen Beweis, dass alles als Musik zählt. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Okay, ein paar dieser Geräusche stammen definitiv aus der Hölle (oder aus einem Furby, das ist in etwa das Selbe), aber das hat sich diesen Platz der Woche aus reiner Seltsamkeit verdient. Ich möchte mich ausdrücklich bei den Ohren meiner Leser entschuldigen.

Links der Woche

Was Kunst in der Regel fehlt: Lebensnähe - Bild: Fancy

Was Kunst in der Regel fehlt: Lebensnähe – Bild: Fancy


Ganz im Ernst, diese Skulptur eines britischen Künstlers namens Whatshisname gehört in mindestens ein Museum. Ich mag diesen Umgang mit Kunst, die Konfrontation des Idealisierten mit dem Alltag.
Die Google-Bildersuche schlägt hier übrigens "Sperrholz" vor. Okay.

Die Google-Bildersuche schlägt hier übrigens Sperrholz als Stichwort vor. Okay.


Leider kann ich nicht herausfinden, woher dieses Bild ursprünglich stammt, aber dieses Einrad für Neulinge ist schon ein lustiges kleines Teil. Ich frage mich, ob sowas regulär als Einrad-Übungsgerät gebaut wurde. Erscheint mir aber eher kontraproduktiv und in den Typenübersichten von Einrädern finde ich es nicht. Ja, es gibt Typen von Einrädern.
Bild: Adweek

Bild: Adweek


Ich habe schon ein paar Mal daran gedacht, Figuren aus meinen Geschichten lebensgroß irgendwo hinzustellen. In einen Park oder in die Filmfigurenausstellung. Offenbar bin ich nicht der einzige mit dieser Promo-Idee. Obiger Drachenschädel warb an einem britischen Strand für die aktuelle Staffel von Game of Thrones.
Awwww

Awwww


Okay, das ist offiziell der niedlichste USB-Hub aller Zeiten. Zu finden unter anderem hier bei Amazon (Affiliate-Link).
Wayaland - Bild: Pierpaolo Lazzarini

Wayaland – Bild: Pierpaolo Lazzarini


Schwimmende Städte sind ein altes Steckenpferd von mir. Mit diesem Konzept aus Italien sind wir ein ganzes Stück näher. Die pyramidalen schwimmenden Häuser von Crowdfunding-Kampagne.
Nestlé steht wegen seiner Trinkwassergewinnung ganz oben auf der Liste der allgemein als böse geltenden Unternehmen. Doch das war immer ein Problem in der Ferne. Bis jetzt. Denn Nestlé hat mal eben eine Wasserknappheit in Vittel ausgelöst.
Da muss zum Ausgleich was Positives aus der Wirtschaft her. Hier, die Allianz gliedert sich in die lange Liste von Unternehmen ein, die der Kohle das Geld entziehen.

Geniestreich der Woche

Ja, ich habe die „Servicemitteilung der Woche“ umgewidmet zu dem, was ich im Grunde als meine beste Idee der Woche betrachte. Was kann schon schiefgehen?
Kennt ihr das, wenn jemand einen Fachbegriff in einem Vorrag ständig wiederholt und ihr euch irgendwann anfangt, darüber zu amüsieren? Nun, ich präsentiere einen beliebten Alternativbegriff für die archimedische Schraube, das Schneckenhebewerk.

Schneckenhebewerk

Schneckenhebewerk


Das Bild ist zwar schon von vorletzter Woche, aber dafür kann ich jetzt schon ankündigen, was nächste Woche kommt: Eine denkmalgerechter barrierefreier Zugang für die Kaiser-Friedrich-Halle. Alle werden mein wahres Genie schon bald erkennen!
Und ja, es ist ebenfalls eine kriggelige Handskizze. Aber dann mit einem besseren Kuli.

Politik der Woche

Zentral war diese Woche der Bezirksrat der Grünen Niederrhein-Wupper in Düsseldorf.
Sven Giegold war zu Gast, um uns einen Einblick in die Europapolitik zu geben.
Was mir beim aufkommenden Thema Entwicklungspolitik auffiel ist, dass die Europäische Union keine gemeinsame Politik beim Thema der Kolonien hat, sind mehrere europäische Staaten doch immer noch Kolonialmächte, allen voran Frankreich, welches ja sogar ein Départment (also quasi ein vollwertiges Bundesland) in Südamerika hat.
Angesprochen habe ich angesichts der antidemokratischen Tendenzen in großen teilen Osteuropas auch das alte Thema „Europa der zwei Geschwindigkeiten“. Es stellt sich heraus, dass das zwar derzeit wieder debattiert wird, aber unrealistisch ist, denn Europa lässt sich schlichtweg nicht so einfach einteilen. Massiver Widerstand gegen Europa kommt zum Beispiel aus den als in Integrationsfragen besonders fortschrittlich geltenden Niederlanden.
Weiter gab es auch eine Sitzung des Aufsichtsrats der Marketing-Gesellschaft Mönchengladbach, aber deren Inhalte sind ja nicht öffentlich, daher darf ich dazu nicht zu viel sagen.

Wortgeschmeide der Woche

strafkolonie-comicIch war etwas überrascht, als ich dies in einem Antiquariat liegen sah. Die Comic-Adaption von Kafkas In der Strafkoloie stammt von den französischen Künstlern Sylvain Ricard und Maël und überträgt die Geschichte in einem sehr eigenen Stil erstaunlich effektiv in ein Bildmedium.
Kafka zu adaptieren ist allgemein ein nahezu aussichtsloses Unterfangen, aber In der Strafkolonie erleichtert dies mit seinen starken Dialogen und in der Tat ist dies eine sehr gelungene Version dieser Geschichte.
Nicht schlecht!

Fotos der Woche

Das Fotografieren ist bei mir in letzter Zeit massiv zurückgegangen. Vielleicht liegt es an den Videos oder daran, dass meine aktuellen Möglichkeiten nicht so gut sind wie mein altes Smartphone. Da euch mit dem Foto eines frisch angelegten Kartoffelackers wohl wenig geholfen ist, hier ein Foto von der Dahler Oase, in der wir kräftig mit dem Frühling und seiner Wirkung auf die Kräuter ringen. Insbesondere mit den Brennnesseln.
Versteckt in diesem Grün sind diese Woche neu Tomaten, Gurken und Kartoffeln.
dahler-oase-mai-2018

Video der Woche

Mit der Energieschleuder hat eine neue Sub-Reihe in Extra Extra Einzug gehalten: Die unregelmäßigen Cosplayer-Tipps weisen darauf hin, wenn an den Kiosken ein Zubehör auftaucht, das sich gut als Ausgangsmaterial für Cosplayer eignet.
Hinzu kommen diese Woche eine weibliche Ninjago-Figur mit einer neuen Art Mütze, die ich sehr goutiere, ein ordentlich großes aber leicht falsches Dinosaurierskelett und ein Lego-Rennfahrer auf einem deutlich zu klein geratenen Rennauto.

Mal ab vom Spielzeug hat Fiction Science inzwischen einige fertige Scripts. Ich werde da vor dem Start von Jurassic World: Fallen Kingdom einige Videos einstellen. Und dann habe ich noch ein vor Jahren angedachtes Projekt namens MG Relevant, welches ich auch aus der Mottenkiste zu holen gedenke.


Sieben am Sonntag 29.04.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Ohne Kreuz an der Wand, denn ich habe schon genug Kleiderhaken und der Katholenzombie ist zwar ganz lustig für Goths, aber wird doch schnell zu langweilig, um Gäste damit zu erschrecken. Jeden Sonntag, mehr oder weniger. Die Sieben, nicht das Gästeerschrecken.

Musik der Woche

Diese Woche erinnerte Youtube mich mit einem Vorschlag daran, dass die Dandy Warhols mal existiert haben. Womit bewiesen wäre, dass meine Youtube-Vorschläge besser sind als eure. Ha!
Apropos: Wer zum Teufel ist Ben Schmid? Der will mir ständig in Werbespots Webseiten verkaufen und ich habe keine Ahnung, warum ich die von ihm kaufen sollte.

Links der Woche

Beginnen wir diesen Abschnitt direkt mit der großen guten Nachricht der Woche: Die EU hat das Verbot von drei besonders insektenschädlichen Giften der Kategorie Neonikotinoide beschlossen. Ein guter Schritt!

awwwwwwwwww

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Und nun zu etwas völlig anderem: Das ist ein Pandicorn. Pandicorns sind etwas, was in dieser Welt existiert. Naja, im Internet. Das reicht. Pandicorns! Jetzt brauchen wir nur noch einen deutschen Namen. Ständig „Pandicorns“ zu sagen klingt irgendwie blöd.
Die großen Islamtheoretiker der Allesweiss-Schule dürfen jetzt mal sehr verwirrt dreinschauen: Muslimische Frauen tragen als Zeichen gegen Antisemitismus Kippa auf dem Kopftuch.
Völkerverständigung läuft selbst in Österreich, wenn es nur Geld bringt. Dort ist jetzt ein direkter Güterzug aus China eingetroffen. Das ist eine gute Nachricht. Viele Leute denken bei China-Importen an Flugzeuge, aber Flugzeuge sind für die meisten Gütertransporte zu teuer und daher deutlich seltener, als die meisten Leute glauben. Also nimmt man Schiffe, die ewig brauchen. Züge sind ein großer Schritt vorwärts, da sie nicht komplett den asiatischen Kontinent umfahren müssen, um nach Europa zu kommen.
Achja, die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) der Eu ist schon gut bescheuert. So kann man WhatsApp in Zukunft erst ab 16 verwenden. Offiziell, denn kontrollieren will das keiner. Wäre interessant, die dahinterstehende Rechtsauslegung andernorts anzuwenden, denn dann dürfte man unter 16 das Internet nicht benutzen. Ja, das gesamte Internet. Die Ausnahmen sind so wenige, dass man durchaus feststellen kann, dass es ein Internet ohne Datenspeicherung nicht gibt. Ich habe ein paar sehr kräfige Wörterbucheinträge für die DSGVO und ihre Realitätsferne.
In England wundert sich die Daily Mail (deren Tageszeitung für Vollhonks), dass mit dem Austritt aus der EU auch damit verbundene Freiheiten wie die Reisefreiheit fallen. Ich hoffe wirklich, das beschränkt sich auf die Mail und deren Leserschaft.
Begründungen für Ereignisse sind oft amüsanter als das Ereignis selbst. Aktuelles Glanzlicht ist dabei die Erklärung Facebooks, die Datenextraktion durch Cambridge Analytica sei wohl möglich gewesen, weil Facebook die AGB von Cambridge Analytica nicht durchgelesen habe.
Unterdessen hat sich auch für Nordkoreas Atomteststop eine Erklärung gefunden: Deren Testgelände ist zusammengebrochen, die können gar keine Atombombentests mehr durchführen. Wobei ich auch davon ausgehe, dass Nordkorea ganz einfach pleite ist und keine andere Möglichkeit mehr hat als sich abzuwickeln.
Die Raumsonde Rosetta hat uns erstmals eine Videoaufnahme von der Oberfläche eines Kometen geschickt. Die Aufnahme wurde im September 2017 aus den wenigen Daten des Landemoduls Philae geborgen.

Service-Mitteilung der Woche

Artikel 137 WRV

Auszug der wesentlichen Teile des Artikels 137 WRV

„Es besteht keine Staatskirche“ und die Kirchen und der Staat sind getrennt. Das ist jetzt eigentlich nicht so schwer zu verstehen.
Ausser für die Bayern.
Okay, es war ein etwas seltsames Vorgehen, die betreffenden Artikel aus der Weimarer Reichsverfassung nicht ins Grundgesetz zu nehmen, sondern nur auf sie zu verweisen. Weitgehend sinnlos, aber es wurde wohl getan, um eine neue Diskussion mit den Kirchen zu vermeiden.
Und wer sich über die Debatte wundert, der möge sich einfach vorstellen, Bayern hätte für alle Staatsbediensteten das Kopftuch zur Pflichtkleidung erklärt. Vielleicht versteht ihr dann das Problem.

Politik der Woche

Der Dienstag brachte eine ewig lange Sitzung des Bau- und Planungsausschusses mit einigen großen Themen wie der Erneuerung von sieben Brücken, welche die GroKo eine ganze Reihe ihrer Leuchtturmprojekte kosten dürfte. Für mich relevant war hauptsächlich der Punkt Elektromobilitätskonzept, wo ich dem Team die Themen O-Busse und Verkehrsvermeidung nahebringen konnte. Tatsächlich tauchte der O-Bus in der Wiederholung der Vorstellung im nächsttägigen Umweltausschuss dann auch auf.
Am Samstag in Solingen kam das Thema O-Bus dann erneut auf, diesmal eher zufällig. Denn dort wurde uns von der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität und Verkehr der Grünen (LAG MoVe) das Konzept hinter den neuen O-Bussen vorgestellt, die sich streckenweise von der Oberleitung abkoppeln und dann mit Akkuladung weiterfahren können. Das System soll auch stark in die künftige Stromversorgung und -verteilung der Stadt Solingen eingebunden werden. Das Ganze war sehr interessant.
Lustigerweise bin ich tatsächlich mit einem O-Bus angereist, der in Wuppertal einen Teil der Strecke ohne Oberleitung fuhr. Allerdings war dies noch ein älteres Modell, welches diese Strecke mit einem Dieselmotor überwand.
Daneben gab ich der Bundestagsfraktion mit, dass man beim Thema „Mehr Güter auf die Schiene“ nicht nur über Gleise, sondern auch mal über Bahnhöfe reden muss. Denn wenn die Autobahn überall erreichbar ist, gleichzeitig aber die Güterbahnhöfe ausserhalb der Hafenstädte praktisch verschwunden sind und dort jetzt Bürokomplexe, Wohngebiete und Einkaufzentren stehen, nützt das schönste Gleisnetz wenig. Oliver Krischer verwies in seiner Antwort auf die Digitalisierung, aber auch die bekommt die Waren nicht von Zauberhand auf die Waggons. Um Waren auf der Schiene transportieren zu können, müssen diese überhaupt auf die Schiene kommen können. Und da kann man so viele Computer einsetzen, wie man will, am Ende braucht man dafür doch einen Kran.

Wortgeschmeide der Woche

Sorry, diese Abteilung bleibt diese Woche mal etwas leer. Mir ist nichts empfehlenswertes über den Weg gelaufen.

Fotos der Woche

Ich beschränke mich diese Woche auf einen Screenshot. Der sieht recht unspektakulär aus, aber hier ist der Trick: Ich habe die VRR-Seite (Mobilversion, auf dem PC klappt es problemlos) nach einer Fahrt von Mönchengladbach Hbf nach Solingen Mitte gefragt. Solingen ist bei Wuppertal. Der Name der Stadt sieht dem Namen der Stadt Hannover nicht sonderlich ähnlich.

Kleiner Spaziergang bis zum Ziel ist einzuplanen

Kleiner Spaziergang bis zum Ziel ist einzuplanen

Video der Woche

Diese Woche blieb nicht viel Zeit übrig und so gibt es keine neuen Videos. Ich gehe davon aus, dass die wenigsten hier an meiner Sammlung von Schnipseln für spätere volle Videos interessiert sind.
Zum Ausgleich empfehle ich diese Woche, bei Isaac Arthur reinzuschauen, der sich ausführlich mit der Zukunft beschäftigt, insbesondere mit Raumfahrt und der Kolonisierung anderer Planeten. Ich habe beispielhaft seine Ausführungen zur Industrialisierung des Mondes und zu Realisierung und Nutzen von Raumstationen im Erdorbit eingestellt.

Nächste Woche geht es dann bei mir weiter. Material ist im Kasten, Schnitt folgt.


Sieben am Sonntag 22.04.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Bisweilen überaus unchristlich. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

So, dank eines Seminars war ich dann auch mal beim YMCA (deutscher Name CVJM – ja, wirklich!). Ein Anlass für Extrabreit. Wenn Extrabreit denn einen Anlass brauchen.

Links der Woche

Ausnahmsweise mal etwas, was wenigstens in NRW viele mitbekommen haben dürften, was ich aber nicht all zu schnell in Vergessenheit fallen lassen möchte: Christina Schulze-Föcking schließt die Stabsstelle für Umweltkriminalität mit der Behauptung, diese kümmere sich ja sowieso um nichts wichtiges. Und dann stellt sich heraus: Doch, tut sie, aber dabei unter anderem neben großflächigen Unfällen mit giftigen Substanzen auch um die Zustände auf dem Hof der Familie Schulze-Föcking. Ach was?
So weit ist man in Großbritannien noch nicht. Da muss man noch auf ganz klassische Diskreditierung des politisch-weltanschaulichen Gegners setzen und es als als Einseitigkeit zu ermahnen, wenn nicht automatisch Russland als Schuldiger dargestellt wird.
Europa zerschießt unterdessen mal eben die Infrastruktur des Internets. Der Grund: Datenschutzanforderungen, bis Daten so geschützt sind, dass man in Europa schlichtweg keine Internetunternehmen betreiben kann. Und anschließend wundert man sich dann, dass die ganzen Internetkonzerne aus Amerika kommen.
Wobei das Programm zu sein scheint. Also, aus Dummheit das Internet zu zerschießen. Wobei, könnte auch eine Verschwörung der Nicht-Internet-Unternehmen sein. Nun, jedenfalls hat das BGH entschieden, dass Werbeblocker legal sind und zwar selbst dann, wenn die Anbieter die Möglichkeit verkaufen, trotz diesem Blocker Werbung zu schalten. Also, wenn ein Anbieter gleichzeitig Anwender betrügt (denn nicht alle Werbung wird gefiltert) und Websites erpresst. Glückwunsch!

Das ist aber eine schöne Werbekampagne, die Sie da haben. Wäre doch schade, wenn der was passiert.

Ein Enzym, das Plastik zersetzt, gibt es nun etwa ein Jahr nach dem letzten Mal erneut.
Dabei kann man aus Plastikflaschen durchaus praktische Dinge machen. Diese „Klimaanlage“ zum Beispiel. Gut, die kann nur kühlen und ist damit in Deutschland relativ unnütz, aber es ist ein Anfang.
In der immateriellen Welt der eBooks gab es diese Woche eine besonders schöne Kuriosität: Die erfolgreiche amerikanische Autorin Cassandra Clare hat gemeinsam mit Sarah Rees Brennan ein Buch geschrieben, dass die beiden dann über Amazon für Kindle herausbrachten. So weit normal, doch dann sperrte Amazon das Buch plötzlich für den Verkauf. Begründung: Man fand es unvorstellbar, dass sie selbstverlegen würde und roch daher einen Betrugsversuch. Äh, ja. Inzwischen ist das Buch wieder erhältlich.

Service-Mitteilung der Woche

Es wird ja gerne erzählt, aus China komme nur Schrott und aus Deutschland gute, langlebige Ware. Lasst mich euch von einem Zahnrädchen erzählen.
Es begab sich vorvergangene Woche, dass erneut die selbe Umlenkrolle in meinem Liegerad brach. Die Rolle war ein als solche eingesetztes Rädchen aus einem Schaltwerk. Slche Rädchen bekommt man in Deutschland auch im Fachhandel nur noch in Einheitsgröße (dessen Achsumfang zu klein ist) und aus Plastik, das nach 2000-3000 Kilometern bricht, weil es die Belastungen nicht aushält, die an dieser Stelle auftreten. Sicher, in einem Schaltwerk hat es diese Belastungen nicht, aber bei mir eben schon.
Also sah ich mich nach Ersatz um, gezielt für meine Achse des Rädchens, um nicht wieder das Loch größerbohren zu müssen. Und plötzlich tat sich eine Auswahl an Rädchen aus, die nicht nur die richtige Größe hatten, sondern auch noch aus Aluminium waren.
Nein, natürlich nicht aus Deutschland. Aus China. Für 1,49 €. Ich hab dann mal drei bestellt, sollten sie doch nicht so lange halten, wie erhofft. Dieses Teil ist die ständige Schwachstelle meines Liegerads und ohne diesen Fund habe ich ernsthaft überlegt, es in „Rente“ zu schicken.

Und der Preis für das langweiligste Bild in diesem Blog geht an...

Und der Preis für das langweiligste Bild in diesem Blog geht an…

Politik der Woche

Momentan sind wir damit beschäftigt, den Mai als einen starken Monat von Aktionen vorzubereiten. Dazu gehört unter anderem die Teilnahme am Stadtradeln 2018. Ich habe dazu dort für Mönchengladbach ein für alle offenes Team „Grüne und Freunde Mönchengladbach“ eingerichtet. Würde mich freuen, wenn viele dort mitmachen.
Am gestrigen Samstag war ich auf einem Seminar zum Thema Digitalisierung in den Kommunen in Düsseldorf. Es war sehr interessant und hat eine Reihe von Ideen mit sich gebracht, die ich gerne nach Mönchengladbach mitgenommen habe und deren Einsatz nun diskutiert werden wird.

Wortgeschmeide der Woche

Sorry, diese Abteilung bleibt diese Woche mal etwas leer. Mir ist nichts empfehlenswertes über den Weg gelaufen.

Fotos der Woche

Im Garten blüht es. Im Folgenden die gelungenen Aufnahmen von Blüten, während andere, meist mit dem Handy gemacht, nicht sonderlich gut sind. Abgebildet sind Äpfel, Johannisbeere und Tulpe. Nicht abgebildet sind Vergissmeinnicht, Bärlauch und Hasenglöckchen.
apfelbluete
johannisbluete
tulpe

Video der Woche

Okay, ich bin wieder im Rytmus (ja, ich schreibe das jetzt so, das Wort hat zu viele nutzlose stumme Buchstaben) und habe diese Woche dann mal vier Videos für Extra Extra aufgenommen. Und so langsam komme ich auch wieder in die Laune für komische Geräusche und Kommentare. Also haben wir diese Woche einen sehr schönen Spinnendroiden aus Lego, einen leicht verbogenen Carnotaurus, eine etwas spärlich ausgestattete Harley Quinn von Lego und einen sehr schönen Utahraptor.

Im Hintergrund bastele ich zudem derzeit daran, Fiction Science zu einem Youtube-Kanal zu machen. Dieser ist dann allerdings ein Stückchen aufwendiger als meine anderen beiden Kanäle, deren Videos einschließlich Schnitt in einer Stunde gemacht sind (manchmal zwei für längere Kurzgeschichten). Ein Video für Fiction Science braucht wahrscheinlich einen halben Tag und wird somit seltener zu sehen sein, als die anderen Kanäle.
Ich schreibe derzeit die ersten Scripts für den neuen Kanal.


Sieben am Sonntag 15.04.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Besser als jede Echo-Verleihung (vor allem musikalisch). Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Huch, ich hatte Jupiter Jones noch nicht in der Musik der Woche? Das geht natürlich gar nicht! Nein, kein biografischer Bezug für mich, einfach nur ein schönes Lied. Jetzt nicht grade ein Geheimtipp, aber hey, manchmal dürfen es auch sieben Jahre alte Charthits sein.

Links der Woche

Wie genau werben Bergbau-Unternehmen eigentlich um die Unterstützung der lokalen Regierung. Na, mit unschlagbaren Vorteilen für die lokale Wirtschaft natürlich! Zum Beispiel jener, dass bei einer Ölpest viele neue Arbeitsplätze zu dessen Bekämpfung entstünden. Nein, wirklich! BP hat das in Australien vorgelegt, wobei der Antrag inzwischen zurückgezogen wurde:

Coastal towns would benefit from an oil spill in the pristine Great Australian Bight because the clean up would boost their economies, energy giant BP has claimed as part of its controversial bid to drill in the sensitive marine zone.

In Europa arbeitet man weiter hartnäckig daran, jeden Versuch des Aufbaus einer digitalen Wirtschaft im Keim zu ersticken. Und ganz nebenbei auch in die Steuerhoheit anderer Staat einzugreifen. Das alles ist eine perfekte Antwort auf die Frage, die hier als Überschrift dient.

Bild: Fancy

Bild: Fancy


Fancy hat zwei Dinge: Sehr viele schöne Ideen und absolut absurde Preisvorstellungen. Andererseits sind 6 $ jetzt auch nicht so schlimm und ein Silikonlesezeichen in Form eines Keimlings ist auf jeden Fall eine schöne Idee.
Wo wir schon bei Dingen sind, die ich mag: Quallen. Quallen sind wunderschöne Tiere. Ja, oft nicht ungefährlich und sie verlieren viel von ihrer Schönheit, wenn sie als Gallertklumpen am Strandliegen. Aber im Wasser sind sie wunderschön. Aber ich bin ja auch der Typ, der in den See reinrennt, wenn alle anderen „QUALLE!“ schreiend aus diesem rausrennen. Ich hatte halt noch nie eine Süßwasserqualle gesehen und wusste, dass die harmlos sind. Und ja, ich habe sie damals auch gefunden. Und jetzt hat Düsseldorf ein „Qualleninstitut“ — nicht in der Biologie, sondern in der Kulturwissenschaft. Ich mag das.
Forscher haben auf Satellitenbildern Spuren zahlreicher unbekannter Dörfer aus dem vorkolumbianischen Amazonasgebiet gefunden. Demnach waren die Ufer des Amazonas deutlich dichter besiedelt, als das bisher bekannt war. Und als Bonus: Wenn ich die Bilder von den Spuren so sehe, werden die bestimmt von irgendwelchen Spezis als Alien-Spuren herumgereicht. es sind aber offenbar Wälle von Dörfern.

Service-Mitteilung der Woche

Es gab bisher genau ein vernunftmäßig nachvollziehbares Argument der Amerikaner für Trump: Der hat immer versprochen, die USA nicht in internationale Konflikte zu bugsieren, wie es Hillary Clinton tun würde. Nun, war wohl nix.
Und wir lernen daraus: Einem verlogenen Dummkopf sollte man nicht alles glauben.

Politik der Woche

Ostern und Pause und Urlaub und überhaupt. War mal nötig.
Okay, ich bin jetzt im erweiterten Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne. Was halt so passiert, wenn man mal eine Pause macht, um statt dessen mit liegen gelassenen Projekten voranzukommen.

Wortgeschmeide der Woche

Bücher, Texte, Veröffentlichungen! Mal meine, mal nicht. Diese Woche zum Beispiel nicht, dafür eine Empfehlung.
Diese Woche eine thematisch angesiedelte Empfehlung: Dane Rahlmeyer war einer der ersten Autoren, von dem ich ein eBook gekauft habe statt kostenlose Angebote abzugreifen. Der Schatz der gläsernen Wächter war ein routiniert geschriebener Abenteuerroman in einer Fantasy-Welt mit SF-Anklängen. Hatte im Ton ein wenig von einer Partie Dungeons & Dragons.
Nun also ist ein neues Buch von ihm raus, zugleich ein Jubiläum für die Hörspielreihe Rick Future, aus deren Welt Reisen im Sternenlicht in zehn kurzen Geschichten erzählt. Und wer erst wissen möchte, worauf er sich da einlässt, die Hörspiele gibt es (ganz offiziell kostenfrei) hier

Fotos der Woche

Der lächelt ja gar nicht!

Der lächelt ja gar nicht!

Diese beiden Tagpfauenaugen waren offenbar sehr glücklich auf der Erdbeere und ließen sich sehr nah fotografieren. Sehr freundlich von ihnen.
Held vom Erdbeerf... Buchenwald

Held vom Erdbeerf… Buchenwald

Na huch, hier versucht jemand engagiert, die Buchen-Monokultur eines baumschulenhaft angesetzten Hainbuchengelände zu durchbrechen. Viel Erfolg, kleiner Ahorn!

Video der Woche

Begeistert bin ich von meinem aktuellen Kamera-Setup leider immer noch nicht. Eine Kamera, die keien Nahaufnahmen kann, ist für einen Kanal, der fast nur aus Nahaufnahmen besteht einfach wenig geeignet. Das Ergebnis ist entsprechend optisch vermurkst. Im ersten Video habe ich meine Pause bei den Videos erklärt, im zweiten dann einen Versuch für ein neues Video gestartet. Es wird weitere geben, aber die Probleme mit der Aufnahme muss ich dringend lösen.


Sieben am Sonntag 25.03.2018

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Wieso hat mir eigentlich niemand gesagt, dass das existiert? Das ist großartig!
Bester Einsatz des Harry-Potter-Themas und der Worte „You know who I am“. Natürlich mit Bonus für Connoisseure des britischen Jungmagiers und seiner Nemesis.

Links der Woche

Das ist fast schon Allgemeinwissen, aber ich will ein paar Worte dazu sagen: In San Francisco wurde eine Radfahrerin von einem autonom fahrenden Auto angefahren und starb an ihren Verletzungen. Nun kann man sagen, dass das bei Autos mit Fahrer ja auch ständig passiert. Aber bei Roboterautos wird es nahezu unvermeidlich, denn die Autos haben extreme Probleme damit, das grundsätzlich unvorhersehbare Verhalten von Menschen zu verstehen. Wie die meisten Verkehrsplaner verstehen auch diese Automacher nicht, dass Menschen individuell und irrational handeln und dies mit abstrakten Messungen nicht erfassbar ist.
Sehr viel mehr Tote gibt es in Frankreich. Die Menge an Feldvögeln ist dort dramatisch gesunken. Interessant dabei ist, dass es praktisch nur Vögel der Felder trifft, was ziemlich stark auf die Landwirtschaft als Schuldige deutet.
Ich fand die Betonsperren bei Großveranstaltungen immer schon mehr abschreckend als beruhigend. Und wie sich nun in Düsseldorf herausstellte schützen sie auch nicht.
Was man auch in Düsseldorf so oder so nicht schützen kann, sind die Videotheken. Die Landeshauptstadt von NRW hat jetzt keine mehr.
Und noch ein veraltetes System endet: Dänemark schafft die Rundfunkgebühr ab. Das Konstrukt aus einer Zeit, als es in eiem Land nur ein-zwei Fernsehsender gab, liegt derzeit heftig im Sterben und einzig die gebührenfinanzierte extreme Präsenz der Gebührensender hält es noch am Leben.
Das heisst aber nicht, dass die Zukunft einzig rosig ist. China hat bereits vor zwei Jahren ein gruseliges System vorgestellt, bei dem erwünschtes Verhalten mit Punkten belohnt wird, die man wie in einem Videospiel sammeln kann. Und wie befürchtet beginnt es nun mit Sanktionen für nicht systemkonforme Bürger: Die werden bald aus Fernzügen und Flugzeugen ausgeschlossen.
Donald Trump hat es in einem halben Jahr auf eine satte Billion Dollar neuer Staatsschulden gebracht. Und nein, das ist diesmal kein Übersetzungsfehler, denn an anderer Stelle findet sich die Milliarde als Tagesbetrag erwähnt. Das ist tatsächlich eine eins mit 12 Nullen. 13 Nullen, wenn man den Verursacher mitzählt.
Da braucht es ein paar positive Nachrichten. Zum Beispiel, dass Das Leben des Brian endlich an Karfreitag gezeigt werden darf. Das seltsame Verbot bestimmter Filme für den vermutlichen Fall, dass unerwartet ein vorschriftsmäßig um Jesu trauernder Christ ins Kino stolpert, ist damit deutlich geschwächt. Dass RTL am selben Tag einen Thriller um einen Mann zeigt, der sich von falschen Vorwürfen einer Vergewaltigung klären muss (Das Joshua-Profil) gehört dabei zu den vielen Dingen, die dieses Gesetz schon länger lächerlich gemacht haben.
Dazu passt, dass der Ostermarkt in Essen jetzt Frühlingsmarkt heisst. Schuld waren natürlich wieder religiöse Spinner. Nein, nicht die Moslems, die Christen. Die haben sich nämlich beschwert, dass der Markt über Ostern hinaus dauert und auch gar unösterliches Sortiment haben.

Bild: Baldur-Versand

Bild: Baldur-Versand


Kommen wir zu einem absolut beknackt-lustigen Produkt: Die Klavierpflanze! Okay, streng genommen scheint es der Blumentopf zu sein, der die Musik macht und leider ist es auch kein Klavier, sondern es werden abgespeicherte Musikstücke abgespielt, aber hey, es ist ein Anfang. Die Tage des Johann Sebastian Bachminze werden kommen!
Fachsprache ist manchmal einfach unvermeidlich. Ein besonders schönes Beispiel ist diese Meldung zu einem Fehler im GPS-System über Kalifornien. Das folgende Zitat stammt aus einem Abschnitt, der eigens für Nicht-Fachleute formuliert wurde:

It is followed by ionospheric hole (plasma depletions) due to rapid chemical reactions of rocket exhaust plumes and ionospheric plasma. The ionospheric hole causing large spatial gradients could lead to ~1 m range errors into GPS navigation and positioning system.

Service-Mitteilung der Woche

Es gab diese Woche mal wieder einen Skandal um Facebook. Bei diesem fallen mir zwei Dinge ein:
1. Baut eigene Webseiten! Soziale Netzwerke kommen und gehen. Sie bauen hin und wieder ihr komplettes System um und dann funktioniert nichts mehr wie zuvor. Und ihr habt keinen Einfluss darauf.
2. Wirklich lustig ist, dass Facebook in diesem Fall gar nichts dafür kann. Da hat jemand Facebook genutzt um eine Anwendung einzusetzen, die vom Nutzer Daten abfragt. Das hat mit Facebooks eigenem Vorgehen etwa so viel zu tun wie die Telekom mit Telefonbetrügern. Wer die Infrastruktur herstellt, ist noch lange nicht dafür verantwortlich, wie sie genutzt wird.

Politik der Woche

Eine sehr interne Woche leitet die Osterruhe ein. Davon ab war ich noch bei dieser Veranstaltung, die ich offengestanden als ziemlich uninteressant empfand.
Sorry, ist nicht mein Ding, ohne klares Ziel auf einer Veranstaltung voller reicher Leute im Anzug zu sein. Na gut, ich weiss jetzt, dass Berti Vogts echt klein ist. Und bei dieser Masse an für wichtig erachteten Leuten war es auch unvermeidlich, dass tatsächlich ein paar dabei waren, die ich kannte.
Und das im Raum stehende Seitenleitwerk der Junkers F-13 ist durchaus interessant in seiner Schlichtheit.
Dennoch: Einfach nicht mein Ding, da mich mit den meisten nichts verbindet ausser, dass ich eingeladen wurde.
Ihr findet mich auf dem Foto zum verlinkten RP-Artikel übrigens links hinter dem blauen BMW, wenn ihr einen Beweis wollt.

Wortgeschmeide der Woche

Bücher, Texte, Veröffentlichungen! Mal meine, mal nicht. Diese Woche zum Beispiel nicht, dafür eine Empfehlung.
Diese Woche eine thematisch angesiedelte Empfehlung: Radikale Alternativen von Alberto Acosta und Ulrich Brand stellen sich mit einem recht öffentlichkeitswirksam gestarteten Buch gegen die Wachstumslogik. Das ist wichtig, denn auch viele vermeintlich radikal antikapitalistische Ansätze, die herumgeistern, sind letztlich nur Varianten, denen durchgehend die Idee vom Wachstum als Zweck des Wirtschaftens zu Grunde liegt. Sozialismus und Kommunismus zum Beispiel sind letztlich nur rot angestrichener Kapitalismus.
Die Autoren geben sich Mühe, diesem Denken zu entkommen und echte Alternativen aufzuzeigen.

Fotos der Woche

Eine Woche, in der ich nur wenig zum Knippsen gekommen bin. Streng genommen zählen sogar nur zwei Bilder. Also habe ich mit ein paar Extras aufgefüllt.
grube-ohlerIc fange mal mit dem ältesten Bild an. Diese Aufnahme aus einer ehemaligen Kiesgrube in Mönchengladbach ist (offensichtlich) nicht aus dieser Woche, sondern ein paar Jahre her. 2009, wenn ich den Daten der Datei vertraue. Es steht stellvertretend für den Inhalt einer SD-Karte, die ich aus einer alten Kamera geborgen habe und die voller alter Aufnahmen aus dieser Zeit war, darunter auch eine Reihe Natur- und Tieraufnahmen aus der Kiesgrube.


Es ist etwas undankbar, bei den Arbeiten in der Dahler Oase immer Fotos frisch gepflügter Beete zu machen, denn dort sieht man doch nur Erde. Also habe ich diesmal das Saatgut fotografiert. Erbsen (Sorte Kleine Rheinländerin) und Dicke Bohnen haben sich fotografieren lassen, einzig der Mangold (Bright Lights) zierte sich.
dakota-universeUnd nun in die virtuelle Welt mit einem ersten Eintrag in die Welt der Spiele-Screenshots. In diesem Fall handelt es sich um Star Trek Online.
Ihr kennt das: Man kommt in Ruhe aus dem Raumdock, trifft letzte Vorbereitungen für den Warpsprung und dann sieht man plötzlich unter sich dieses Teil. Das riesige Schiff unter meinem ist ein Schiff der Universe-Klasse mit gut 3200 Metern Länge. Ich bin nicht sicher, wie lang meine U.S.S. Aspiration-B ist, aber sie zählt als schwerer Kreuzer mit einer Crew von 500 Leuten. Es ist das kleine Ding in der Bildmitte mit der grün-blauen Deko und den vier Warpgondeln. Etwas weiter vorne als etwas bekannterer Größenvergleich zwei Schiffe des selben Typs wie die Enterprise-D aus Star Trek: The Next Generation.
Jepp, das ist definitiv ein großes Schiff.

Video der Woche

Während ich weiter mit technischen Problemen kämpfe (wo zum Geier ist sind meine großen SD-Karten? Mit einem 1 GB kann ich nicht genug HD-Video aufnehmen), gibt es für euch wieder eine Fremdempfehlung. Diesmal ein Blick auf den Ursprung der heutigen Landesgrenzen im Nahen Osten dank britisch-französischer Kolonialwillkür.
ich finde es etwas unvollständig, aber den Zeitraum zwischen den Weltkriegen erfasst es sehr gut.
Und was man immer betonen muss: Das kann alles nur den Bach runtergehen, weil die schlimmsten Extremisten Milliarden mit Erdöl scheffeln. Die größte Bedrohung für den Weltfrieden ist also gegenwärtig der motorisierte Verkehr.


Sieben am Sonntag 18.03.2018

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Irgendwie hat diese Woche kein musikalischer Neufund besonders herausgestochen (okay, es gab einfach mangels Zeit keine), also habe ich dieses Metal-Cover der Kantinenmusik von Krieg der Sterne aus meinen abgespeicherten Favoriten rausgekramt.

Links der Woche

Bild: Twitter (genaue Quelle verliert sich im Datenwust, sorry)

Bild: Twitter (genaue Quelle verliert sich im Datenwust, sorry)

Der perfekte Keksausstecher ist erfunden! Die weniger wichtigen Links dieser Woche:
Der Münsteraner fordert die Abschaffung der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ im medizinischen Kontext. Ich wäre ja für ein ersetzen durch „unwissenschaftlicher Hokuspokus“.
Während die Türkei Krankenhäuser bombardiert und Kurden qua Volkszugehörigkeit zu Terroristen erklärt, halten uns Regierung und Presse weiter auf Kurs: Der Feind ist in Moskau, Erdogan ist unser NATO-Partner!
Wobei, einem Land, in dem Goldbarren vom Himmel fallen und alle wiedergefunden werden, sollte man vielleicht wirklich nicht trauen.
Wem soll man da noch trauen, wer fungiert noch als Garant für die einzig wahre Wahrheit? Klare Sache: Wikipedia!
Überhaupt, die Gefahren der digitalen Welt. Ich fand Smart Homes und SmartVs ja immer schon bescheuert. Ich meine, warum stelle ich mir ohne Not ein hackbares Gerät ins Wohnzimmer? Dann kann nämlich sowas passieren. Und das ist nun wirklich ein harmloses Szenario, dass da spontan ein unliebsamer Film gezeigt wird, irgendwo auf dem Niveau des durchschnittlichen Kinderstreichs. Viel schlimmer wird es, wenn die GEMA in ein paar Jahrzehnten von der Existenz der SmartTVs erfährt und grundlos Gebühren erhebt. Wie oft zahlt der Durchschnittsdeutsche eigentlich pro Privatkopie GEMA-Abgabe? Und wo bleibt die VG-WORT-Abgabe auf Bleistifte?
Gut, dass in NRW wenigstens der Strom Heimatgefühl verspricht, denn:
Für viele Grevenbroicher sind die Kraftwerks-Wolken das, was der Dom für die Kölner ist. Eine Art Orientierungspunkt aus der Ferne

. Das ist halt recht nah am Rhein und am Rhein will man bei der aktuellen Energiepolitik ohnehin besser nicht wohnen. Alle anderen müssen sich für ihre Lebensgefahr wie üblich mit VW-Dieselabgasen begnügen, die es nach der Nachrüstung jetzt auch in XXL-Dosen gibt. Und den Plastikmüll liefert Deutschland gleich nach, Privatisierung der sensiblen Abfallwirtschaft sei Dank.
Klogeist
Dark Stock Photos ist übrigens der beste Twitter-Account der Woche.
Ganz einfach nur eine schlichte Leseempfehlung gibt es zu guter letzt mit diesem Text darüber, wie Blinde mit ihrem Stock leben.

Service-Mitteilung der Woche

Dinge, die man sagen muss, obwohl man sie eigentlich nicht sagen müsste.
Diesmal in Vorwegname eines der Wochenfotos mit einem recht einfachen Statement: Leute, Landwehr und Wanderweg am Bahndamm sind, wie eigentlich alle Ecken, die keine Müllhalde sind, keine Müllhalde! Wir haben dann heute mal zu viert aufgeräumt. umindest das, was man trotz Schneedecke sieht.
Exif_JPEG_420

Politik der Woche

Diese Woche galt es, anzupacken. Mit Hajo Siemes‘ Arbeitskreis Praktisch-Ökologisch war eine Buchenhecke zu pflanzen. Operation geglückt, Ausführende gut eingeregnet geduscht.
buchen-giesenkirchen
buchenhecke-gk

Wortgeschmeide der Woche

Bücher, Texte, Veröffentlichungen! Mal meine, mal nicht. Diese Woche zum Beispiel nicht, dafür ein anderer Gladbacher Autor.
Paul Sonn blickt mit Erinnerungen an die 50ziger und 60ziger Jahre: es war nicht immer einfach… getreu dem Titel in die Jahrzehnte seiner Jugend zurück. Nicht unbedingt zur Freude des Lektorats (Sechzigziger?), aber doch zu jener der Nostalgiker und derer, die diese Jahre selbst erlebt haben.
Diese Hürden konnte es aber offenbar überwinden, wenn ich seinen Verkaufsrang sehe. Das spricht sehr für die inneren Qualitäten des Buchs, das ich selber leider noch nicht durchgelesen habe.

Fotos der Woche

Ein paar Bilder hatten wir diese Woche ja schon, hier nun der Rest:
Exif_JPEG_420Womit man Mönchengladbach üblicherweise nicht so schnell verbindet: Ein Regenbogen, am Montag über die Kreuzung Brunnenstraße/Rheydter Straße fotografiert. Leider nur mit Handykamera.
matschenAm Donnerstag gab es dann zu matschen: Bei der lokalen Transition-Town-Initiative wurden Samenbomben gebastelt. Rechts daneben noch die andere Bastelei des Abends, ein Insektenhotel aus den in den Gärten angefallenen Brombeerzweigen, kurzgeschnitten und zum Zusammenbinden mit Schnur zusammengebunden.
Seit heute sind zwei neue Obstbäume in der Dahler Oase heimisch: Links eine Sauerkirsche (Rheinische Schattenmorelle), rechts ein Pfirsich (Redhaven). Die beiden wurden uns gespendet, nachdem sich die Anpflanzung im Garten eines Wohnhauses als schwieriger herausgestellt hat, als erwartet. Eigentümergemeinschaften halt.
rhabarberrhabarberDie andere Pflanzung im langsam in den Frühling kommenden Garten war der Rhabarber, das orthografisch bekloppte Blattgemüse aus Russland. Für diese machte ich Freitag nachmittag noch vor dem ersten angekündigten Schneefall ein Feld frei, um diese beiden Exemplare eingraben zu können. Sie erfüllen künftig die Doppelfunktion als Gemüse und Verdecker der Kiste mit dem Gartenwerkzeug.
bombus-lapidariusGeweckt habe ich beim Ausgraben der Brennnesseln dann diese Königin der Steinhummel (Bombus lapidarius), die etwas grummelig auf dem Rücken landete, umdrehte und schnell wieder eingrub, bevor am nächsten Tag der Schnee folgte.

Video der Woche

Meine Youtube-Präsenz ist noch nicht wieder im Laufen, weswegen es erneut ein anderes Video als Empfehlung gibt.
Diesmal mit einer Empfehlung des ganzen Youtube-Kanals PBS Eons mit seinen hervorragenden Videos zur Erdgeschichte.


Sieben am Sonntag 11.03.2018

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Diese Woche starten wir mal mit was niedlichem. Oder mit einem unbeabsichtigt beissenden Kommentar zur Schulpolitik. So oder so haben wir hier Kraftwerks Roboter, eingespielt von einer 1. Klasse der GTS Lemmchen in Mainz-Mombach.
GTS steht normalerweise für Ganztagsschule, also lustigerweise genau die Schulform, die ich für die Roboterisierung der Kinder hauptverantwortlich mache. Man merkt vielleicht, dass ich mit der Schulpolitik meiner Partei nicht ganz konform gehe.

Links der Woche

Obacht vor geschenktem Geld!

Obacht vor geschenktem Geld!

Deutschland ruft die Milliarden Fördergelder für den Breitbandausbau nicht ab. Denn wer will schon Geld geschenkt haben? Das lässt uns die Tagesschau wissen. Die Grafik zeigt Fördertopf (blau) und tatsächlich abgerufene Gelder (orange).
Dass ein Privatsender die Initiative Notheidisgirls killt, ist zunächst keine so große Überraschung. Dass dies geschieht, indem RTL ein Youtube-Video der Gruppe bringt, die Sendung dann bei Youtube einstellt und Youtube wiederum das Originalvideo als nicht genehmigten Ausschnitt aus dem RTL-Video zu erkennen meint und sperrt, das ist dann doch etwas ungewöhnlich. Aber typisch für deutsche Digitalkompetenz.
Dazu passt dann auch der recht seltsame Vorschlag der EU, soziale Netzwerke sollten demnächst in den Wohnorten ihrer Kunden Steuern für die Datennutzung zahlen. Denn Steuern sollten da gezahlt werden, wo der Wert entsteht. Also zum Beispiel die Steuern für die Bananen bei Aldi Süd in der Dominikanischen Republik. Ach, wie, doch nicht? Komisch.
Das größte Drohnensystem der Welt geht denn auch nicht in Deutschland oder den USA an den Start — sondern in der High-Tech-Nation Tansania. Es liefert dort Medikamente und andere wichtige Versorgungsgüter in abgelegene Regionen.
Aber auch Deutschland engagiert sich in Afrika und setzt sich für den Schutz der Großkatzen ein. Dass die neue Bundesregierung gleichzeitig verspricht, daheim dem Wolf Einhalt zu gebieten, ist ein störendes Detail, dass man jetzt nicht unbedingt erwähnen muss, wenn man die Bundesregierung ist. Wenn man ich ist, schon.
Um das zu verstehen, fragt man am besten jemanden mit sowas wie einem „Einstein-Visum“. Melania Trump zum Beispiel.
Wie sich ihr Mann Donald dagegen eine intelligente Frau vorstellt, davon haben chinesische Spielzeughersteller eine ziemlich gute Illustration geschaffen.
Ja, ich weiss, dass Mickey männlich ist. Aber das ist nicht Mickey, das ist Lucky.

Ja, ich weiss, dass Mickey männlich ist. Aber das ist nicht Mickey, das ist Lucky.


Es gibt aber auch Gutes aus Deutschland zu berichten: Solingen hat seine Oberleitungsbusse durch einen BOB ergänzt. Der Batterieoberleitungsbus ist in der Lage, ohne Dieselmotor nicht elektrifizierte Streckenabschnitte zu bedienen, indem er Strom aus der Oberleitung in einem Akku einspeichert. Ältere Mitbürger meiner Stadt werden sich an frühere Versuche zu elektrischen Bussen erinnern.
Die Buslinie (00)9 aus Mönchengladbach 1981 als Elektrobus mit Akku im Anhänger - Bild: Stadtarchiv MG

Die Buslinie (00)9 aus Mönchengladbach 1981 als Elektrobus mit Akku im Anhänger – Bild: Stadtarchiv MG


In Belgien kommt man unterdessen zu der Erkenntnis, dass Leben vielleicht doch wichtiger ist als ein paar Arbeitsplätze und so spricht sich die reaktornahe Stadt Lüttich inzwischen gegen Tihange aus.

Service-Mitteilung der Woche

Dinge, die man sagen muss, obwohl man sie eigentlich nicht sagen müsste.

Bild: Karl Sasserath

Bild: Karl Sasserath

Diesmal geht es um das aktuell große Thema der Obdachlosen. Die es ja angeblich nicht gibt.
Während andere Städte ihnen Unterkunft bieten, werden sie hier konsequent von öffentlichem Gelände vertrieben.
Ich fasse mich kurz: Das sind Menschen, kein Ungeziefer. Wenn ihr ihnen schon nicht helft, lasst sie doch wenigstens in Ruhe, wo sie keinen stören. So viel Kundschaft hat eine geschlossene Postfiliale ja nicht.

Politik der Woche

Auf den Umweltausschuss letzte Woche folgt traditionell der Bau- und Planungsausschuss. So auch diese Woche.
Dabei stand ein Klassiker der politischen Seite dieses Blogs an: Die Busführung in der zentralen Fußgängerzone von Mönchengladbach. Mein Beitrag zum Thema war im wesentlichen eine Kurzfassung meines letzten Blogbeitrags zum Thema.
Doch da die GroKo lieber mit dem Kopf durch die Wand wollte, wurde die Datengrundlage der Erhebung ohne ersichtlichen Grund in Zweifel gezogen und von Annette Bonin sogar für wertlos erklärt. Thomas Fegers (SPD) führte aus, dass sich die Innenstadt als Einkaufsort ja sowieso bald erledigt habe — und prophezeite wohl eher versehentlich schonmal das Ende die grade erst gebaute und vor allem auch massiv von der SPD vorangetriebene Mall namens Minto. Ebenso ein Produkt des Zufalls dürfte sein, dass er mit diesem Beitrag perfekt einen anderen Beitrag von mir zusammenfasste. Was nicht das schlechteste ist, aber halt in dem Kontext Unsinn. Eine Innenstadt, die niemand erreicht, wird mit anderen Konzepten genausowenig blühen wie mit dem Handel. De Deutsche Post führt das grade vor, indem sie ihr Kundencenter so weit wie nur irgend möglich von ihrer Kundschaft entfernt oben auf den Abteiberg setzt.
Nun war der GroKo letztlich egal, wie widersprüchlich ihre Argumente waren, es gab offenbar das Ziel, die Hindenburgstraße vom Busverkehr zu räumen, ob es nun sinnvoll ist oder nicht. Das hat sie dann halt durchgezogen.
Ansonsten war mir dort bei den zahlreichen Änderungen im Nordpark noch wichtig, dass davon der aktuell in der Planung befindliche Radschnellweg Rheindahlen-Nordpark nicht negativ betroffen ist, denn mit dem habe ich noch ein bisschen was vor.
Der Freitag brachte eine weitere Veranstaltung, den Bezirksrat der Grünen Niederrhein-Wupper zum Thema Verkehr. Konkret ging es wegen der aktuellen Entwicklungen um den Dieselskandal. Mir wird das Thema deutlich zu einseitig autofixiert diskutiert, auch innerhalb der Grünen. Diese ganze Debatte, die den Verkehr als solchen praktisch nicht angeht und nur darauf abzielt, die Motoren zu ersetzen, ist so unglaublich ambitionslos und ängstlich.
Aber ich bin froh, dass der Vorstand des partei-internen Bezirksverbands, dem ich seit der letzten Vorstandswahl angehöre, bei den Bestrebungen, stärker inhaltliche Themen anzusetzen, die alle Kommunen gemeinsam betreffen (statt Personalien in Vorbereitung auf die jeweils nächste Wahl), an einem Strang zieht.

Wortgeschmeide der Woche

Bücher, Texte, Veröffentlichungen! Mal meine, mal nicht. Diese Woche zum Beispiel nicht, dafür schließe ich die Lücke mit einer kleinen Kuriosität. Ich zitiere einfach mal die Beschreibung von Benno Zeitmetz Kreuzmairs Alle Uhren gehen falsch! Tractatus neo-horologicus:

Wir Menschen empfinden die Zeit mal gar nicht, mal langsamer, mal schneller. Das kann man aber nicht mit einer normalen Uhr abbilden, denn die geht immer gleich schnell!
Daher präsentiert Benno Zeitmetz Kreuzmair ein ganz neues Konzept und plädiert gleich für drei Ziffernblätter: die Normalzeit, die Fühlzeit und die Wunschzeit. In der Mitte der Uhr kreuzen sich zwei Zeiger, der Zeiger der Wunschzeit und der der Fühlzeit. Im Idealfall treffen sie in der Mitte zusammen, dann sind gewünschte und gefühlte Zeit in Balance. Lassen Sie sich auf dieses faszinierende Abenteuer ein! Doch Vorsicht: Ihr bisheriges Zeitverständnis könnte sich komplett ändern …
Neben der deutschen Fassung beinhaltet dieses Buch den Text auch auf Mandarin.

Das ist so herrlich bescheuert. Ich fand es bei dem Versuch, den Novum-Verlag einzuordnen, nachdem mir eine sehr fragwürdige Schrift unter dessen Namen unterkam. Nun, es stellte sich heraus, dass der Novum-Verlag überhaupt kein Verlag ist, sondern ein „Dienstleister“, der Autoren das Geld aus der Tasche zieht, indem er sich erst für das Verlegen bezahlen lässt und den Autoren dann auch noch gegen Geld ihre eigenen Bücher andreht.
Wer darauf hereinfällt, nun, der schreibt solche Bücher.

Fotos der Woche

Fotografisch eine sparsame Woche. Schaun wir mal, was zusammengekommen ist:

Ja, ich habe im Dateinamen Tihange falsch geschrieben. Das war natürlich ein Test!

Ja, ich habe im Dateinamen Tihange falsch geschrieben. Das war natürlich ein Test!

Am Mittwoch wurde in Wickrath eine Protestsäule gegen den bröckelnden Reaktor Tihange 2 aufgestellt. Da darf jetzt jeder einmal den Hebel ziehen und das wird dann gezählt und nach Belgien gegeben. Zu diesem Anlass darf dann auch mal der Oberbürgermeister aufs Bild, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich den nicht doch hätten zensieren müssen. Achwas, tagespolitisch wichtiges Gruppenfoto.
Die Säule wandert im Laufe der nächsten zwölf Monate durch die vier Stadtbezirke.
Nutria-Mutte rmit kleinem Schwarzen

Nutria-Mutter mit kleinem Schwarzen

Auf dem Rückweg lief mir dann an der Niers diese Nutria-Familie über die Füße. Nutrias kenne ich zwar, aber so nah bin ich denen noch nie gekommen. Und das kleine schwarze Junge ist absolut niedlich. Dessen vermutlichen Vater, ein ebenso schwarzes ausgewachsenes Nutria, habe ich übrigens etwa 150 Meter flussabwärts auch noch gesehen.
hummel-03-2018Noch ein Tierbild: Diese Hummelkönigin machte es sich neben mir gemütlich, als ich das Gartenwerkzeug auspackte. Bombus hypnorum, die Baumhummel, dürfte sich in den zahlreichen hohlen Stellen unserer Apfelbäume sehr wohl fühlen.
huegel-kahlDas Ergebnis des heutigen Tagewerks in der Dahler Oase, die Freilegung eines von Brombeeren überwucherten Hügels, sieht nicht ganz so spektakulär aus, wie erhofft und wie die Arbeit rechtfertigen würde. Das ist nämlich die erste Aussaat 2018 in der Dahler Oase. Wir haben den Hügel dazu genutzt, hier Schwarzwurzel auszusäen, da dieses tief wurzelnde Wurzelgemüse sich an dieser Stelle hinterher besonders leicht ernten lässt. Und damit sind wir offiziell in der Gartensaison angekommen.

Video der Woche

Meine Youtube-Präsenz ist noch nicht wieder im Laufen, weswegen es erneut ein anderes Video als Empfehlung gibt. Diesmal von Barrys Serie My Virgin Kitchen mit einem schönen Rezept für einen Partygag: Durchsichtige Kartoffelchips! Das Rezept gibt es auch zum Abschreiben hier (englisch).


Sieben am Sonntag 04.03.2018

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Diese Woche in rundumerneuerter Form, wobei es sich teils (Video der Woche) um einen Vorlauf handelt. Die Internetfundstücke sind einer der sieben Punkte und müssen nun nicht weiter sieben Stück sein. Mal sehen, wie gut das funktioniert.

Musik der Woche

Zu großen Veränderungen passt wenig so gut wie eine 80er-Powerhymne. Dare von Stan Bush ist zur Zeit meine 80er-Powerhymne, bekannt aus dem originalen Transformers-Kinofilm.
Übrigens sind die Transformers-Filme für Cineasten gar nicht uninteressant. Beide sind absolut perfekte Zeitkapseln ihres jeweiligen Jahrzehnts. Dass die 2000er kein sonderlich gutes Jahrzehnt waren, tut dem keinen Abbruch.

Links der Woche

Was bisher den Löwenanteil der Sieben am Sonntag ausgemacht hat, habe ich jetzt hier rein gepackt. Im Gegenzug können das mal mehr, mal weniger als sieben sein. Manches ist lustig, manches ist traurig, manches interessant, manches kurios und manches auch einfach nur bekloppt. Aber alles ist erwähnenswert. Okay, bis auf das Monopoly-Spiel, das ist einfach nur lustig.

Um es mit den Worten einer Freundin zu sagen: „Oar, Menschheit, ey!“ - Bild: Amazon

Um es mit den Worten einer Freundin zu sagen: „Oar, Menschheit, ey!“ – Bild: Amazon


Es gibt ein Pummeleinhorn-Monopoly (Link geht zu Amazon).
Wissenschaftler der Uni Duisburg-Essen haben das Geheimnis römischer Opferhöhlen gelüftet. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Eine österreichische Ayurveda-Anhängerin hat mal eben sich und ihre lokale Kläranlage mit Quecksilber aus ihrer „natürlich-sanften Heilmethode“ vergiftet.
Wie man nach der Braunkohle und ihren Einkünften weitermacht, zeigt zur Zeit das Rheinische Revier mit Vernetzung und Planungen für eine Region nach dem absehbaren und hoffentlich noch schneller werdenden Kohleausstieg. Wie man es nicht macht, zeigt die Lausitz.
Wenn auf eine schwarze Frau mit den Worten: „Wir wollen keine Ausländerbabys hier“ eingeschlagen wird, dann weiss man bei der Polizei in Wurzen auch nicht, ob das vielleicht ein ausländerfeindlicher Akt gewesen sein könnte.
Eindeutig rassistisch dagegen: Schwarze Köche, die zum Black History Month Gerichte servieren, die Schwarze gerne mögen. Sie würden Klischees bedienen.

Service-Mitteilung der Woche

Keine Ahnung, ob das ein Regularium wird. Mal schauen.
Diese Woche jedoch ist es mir ein Anliegen, darauf hinzuweisen, dass die schwarzen Tütchen zum Einpacken von Hundekot nicht den Zweck haben, die Umwelt zusätzlich zum Kot noch mit einer Plastiktüte zu belasten, indem man anschließend die Tüte ins Gebüsch wirft. Vor allem nicht in Brombeerbüsche, wo sie dann an den Stacheln hängenbleibt, reisst und ihren Inhalt richtig schön verteilt. Das ist für den Mülleimer gedacht, ihr Schweine!
Ich kann nicht glauben, dass das der Erwähnung bedarf.
Wobei das hier fast schon wieder als Kunstwerk durchgeht:

„Kacke, hoch, zwei“, Alternativtitel „Exkrement in Zweisamkeit“

„Kacke, hoch, zwei“, Alternativtitel „Exkrement in Zweisamkeit“

Okay, im Ernst: „Exkrement in Zweisamkeit“ ist ein deutlich zu guter Titel.

Politik der Woche

Die Sieben fressen die Politische KW. Es ist einfach deutlich übersichtlicher und auch weniger Arbeit, die wöchentlichen Beiträge in einem zu haben. Das macht es auch einfacher, keinen davon aus Zeitmangel zu überspringen.
Also dann, politische Tätigkeit dieser Woche (soweit öffentlich):
Zentral war diese Woche der Umweltausschuss (pardon Umwelt- und Feuerwehrausschuss) der Stadt Mönchengladbach. Der war dieses Mal mit nur vier Tagesordnungspunkten (einer wurde aus gesundheitlichen Gründen verschoben) recht kurz.
Von den vier übrigen waren zwei Initiativen der Grünen. Die Umsetzung eines Klimasparbuches lehnte der Ausschuss leider ab und dazu gibt es wenig zu sagen.
Interessanter lief es beim Thema Glyphosat-Verbot in MG. Wurde das beim letzten Anlauf vor ein paar Jahren noch einfach abgelehnt, war das Thema diesmal Wesentlich präsenter und verlangte nach ernsthafter Debatte. Die GroKo wollte klargestellt wissen, dass auch aus ihrer Sicht Glyphosat ein Problem sei. Natürlich gab es den Verweis auf mangelnde Zuständigkeit der Stadt (und die kommunale Version von „Wieso sollen wir aufhören, wenn die in China weitermachen?“), aber es gab auch einen Vorschlag der Linken, der Gehör fand: Die Stadt soll gemeinsam mit den Landwirten nach Möglichkeiten suchen, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren und damit verbunden die Artenvielfalt zu schützen. Das wurde dann zum Beschluss des Ausschusses und somit ist die Stadt bei dem Thema weiter.
Bei den übrigen Punkten brachte ich beim zu erarbeitenden „Masterplan Stadtbezirke“ (gemeint sind die Gebiete ausserhalb der beiden großen Innenstädte von Mönchengladbach) meine Kritik ein.
Zunächst die fachliche, dass man so unterschiedliche Bereiche wie Rheindahlen (Kleinstadt) und Buchholz (Dorf) wohl kaum in einem so umfassenden Plan erfassen kann, was Dezernent Dr. Bonin bestätigte und nach Bedarf nach diesem ersten Grobkonzept eine Teilung des Plans ankündigte.
Gestört hatte mich die Behauptung, die verkehrliche Anbindung der ländlichen Stadtteile sei gut, was aber nur für den Autoverkehr stimmt und somit meines Erachtens eine schlichtweg falsche Behauptung ist. Gute Erreichbarkeit nur mit dem Auto ist für mich die Definition einer schlechten Verkehrssituation, denn das Auto sehe ich als Krücke, mit der Fehler ausgebügelt werden.
Dann sprach ich noch das Thema Zersiedelung an, was damit auch zusammenhängt. Der Niederrhein ist stark zersiedelt und wir brauchen auch eine Strategie, wie wir das einschränken. Wenn es uns ernst ist mit dem Artenschutz (siehe ein paar Absätze zuvor), müssen wir auch die Räume schaffen, in denen Natur sich entfalten kann.

Wortgeschmeide der Woche

Bücher, Texte, Veröffentlichungen! Mal meine, mal nicht. Diese Woche zum Beispiel nicht.

Bild hinterlistigst bei Thomas Maria Claßen geklaut

Bild hinterlistigst bei Thomas Maria Claßen auf Facebook geklaut


Das ist Thomas Maria Claßens Radwanderführer Niederrhein. Radeln für die Seele mit 15 Radtouren am Niederrhein. Die gemütliche Variante zum Genießen des Landes, wer Thomas ein wenig kennt, weiss, dass er auch sportliche Touren macht. Erschienen im Droste-Verlag für hübsches Hellblau.
Radeln für die Seele: Niederrhein, wie ich es selber jetzt aus schriftästhetischen Gründen nenne, ist ab morgen für 16,99 € im Buchhandel erhältlich. Im lokalen Buchhandel, den man super per Fahrrad erreichen kann, und natürlich auch bei Amazon.
Es ist der erste Band einer Reihe, gefolgt von Norbert Schmidts Radtourenempfehlungen für die Eifel im April.

Fotos der Woche

Fotografische Mission der Woche waren Bilder vom heutigen Repair Café in Rheydt, um Material für einen Flyer zu bekommen, den wir zur Zeit gestalten. Es folgt eine kleine Auswahl.
skandal-in-gruenDen Anfang macht dieser kleine Schraubendreher, der aus einer sozialdemokratischen Familie stammt und vor kurzem zu den Grünen übergetreten ist. Und jetzt muss er abseits sitzen, draussen am Wasser. Armer kleiner Schraubendreher!
radio-innenlebenDass dieses Radio ein paar Tage hinter sich hat, hätten wir ihm auch ohne den Staub geglaubt.
handy-reparaturDass die Kamera entschieden hat, lieber auf den Hintergrund scharf zu stellen, als auf das Handy, ärgert mich. Vor allem nach ewigem Warten, dass der Lötkolben mal heiss wird, um sowohl die Reparatur als auch das Foto machen zu können. Das ist einfach ein wirklich gutes Motiv.
rasenmaeher-opDrüben am Fahrradstand läuft es nach dem Motto „Wenn es zwei Räder hat und keinen Motor, wird es schon ein Fahrrad sein!“
vw-kaefer-1960Draussen vor der Tür wartete geduldig dieses Krabbeltierchen. Weil der Käfer mit den Schlafzimmeraugen noch nicht süß genug war, hat er kurzerhand noch eine dazu passende Sonnenblende bekommen. Jetzt sieht er aus wie ein sehr müdes Auto. Hat ein bisschen was von einem Hund, der vor der Metzgerei warten muss.

Video der Woche

Ich habe beschlossen, meine Youtube-Drehs wieder aufzunehmen. Das ist eine längere Geschichte, zu der ich in einem eigenen Beitrag kommen werde. Immer ganz am Ende, damit die Musik potenziell durch ist, wenn ihr hier ankommt.
Dieser Punkt hier steht zur Vorbereitung dessen. Und da es diese Woche kein Video von mir gab, ist hier statt dessen eins, dass ich sehr gut fand. Also wie die Politik der Woche die Aufnahme eines bisher eigenen Formats zwecks Übersichtlichkeit und Arbeitseffizienz.


Sieben am Sonntag 25.02.2018

Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Oh, ab dieser Woche werde ich ein paar Richtungen ausprobieren, in die das Format sich weiterentwickeln kann. Ihr dürft gespannt sein. Ihr dürft auch nicht-gespannt sein. Ich meine, wir sind ein freies Land hier und das ist ein freies Blog.
Und, auch wenn es möglich gewesen wäre, kein Drumpf der Woche. Die Sache mit dem Vorschlag, Lehrer zur Abwehr von Schulmassakern zu bewaffnen, ist zu bekannt und zu einfach. Trotzdem, Respekt, so bescheuert zu sein erfordert Talent. Wenn auch ein Talent, das keiner haben will — oder haben sollte.

Musik der Woche

Wie wäre es mal wieder mit einer Coverversion? Einer möglichst seltsamen natürlich. Okay, hier ist der Titelsong des Pokémon-Anime im Stil von 20 erfolgreichen Bands der 90er.

Wahrheit der Woche

horse-fastDie Natur hat doch immer noch die besten Erfindungen. Heute morgen in Facebook gesehen. Ein paar Minuten später konnte ich langsam wieder atmen.

Fütterung der Woche

Partyhäppchen für Krebszellen - Bild: Jason Drees, Arizona State University

Partyhäppchen für Krebszellen – Bild: Jason Drees, Arizona State University

Forscher aus Arizona haben eine neue Methode entwickelt, um das Krebsmedikament Thrombin direkt zu den Krebszellen zu bringen. Sie bauen eine winzige Kugel aus reiner DNA, in der sich Thrombin befindet. Die DNA ist so zusammengesetzt, dass sie auf ein Enzym auf der Oberfläche von Krebszellen reagiert und das Thrombin gezielt im Tumor freilässt.
Thrombin ist ein Gerinnungsmittel, das gezielt Adern verstopft und so den Tumor vom Blut abschneidet, durch das er mit Nahrung versorgt wird. Die Krebszellen verhungern. Als traditionelles Krebsmittel hat es schwere Nebenwirkungen, da es nicht nur Krebszellen angreift. Die neue Methode der Verabreichung in DNA-Nanorobotern kann das ändern.

Verdachtsmoment der Woche

Bild: Amazon

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Das ist eine Tastaturabdeckung für arabische Schriftzeichen. Damit kann man sehen, welche Taste welches Schriftzeichen erzeugt, wenn man am Computer die Tastatur auf eine andere Sprache umstellt. Das ist eine sehr nützliche Sache, vor allem für das Schreiben in Sprachen mit völlig anderen Schriftsystemen.
Arabisten zum Beispiel schreiben regelmäßig in einer solchen Sprache mit völlig fremdem Schriftsystem.
Nun ist arabisch bekanntlich die Sprache des terrorismus, also fand die Kreditkartenfirma eines solchen Arabisten, Pieter van Ostaeyen, seine Bestellung eines solchen Teils verdächtig genug, ihm temporär die Karte zu sperren.
Und dann fragen sich die Leute, warum die Deutschen so am Bargeld hängen…

Sportart der Woche

Plogging ist eine Sportart, die sich von Schweden aus in der Welt ausbreitet. Das Mischwort aus jogging und pluck (oder schwedisch: plocka) bezeichnet die Tätigkeit, beim Joggen gezielt den herumliegenden Müll aufzuheben und entweder mitzunehmen oder in einen Mülleimer zu werfen.
Das klingt schon mal sehr toll und selbstlos, aber auch für die Plogger selbst ist da was drin. Denn wer beim Joggen häufig anhält und Müll aufhebt, hat eine deutlich abwechslungsreichere Bewegung und einen Effekt, der an das in den letzten Jahren zunehmend empfohlene Intervalllaufen erinnert, bei dem man durch eine Kombination aus langsamem Laufen und Sprint einen stärkeren Trainingseffekt erzielt.
Dieses Jahr hat sich dank dem britischen Autor David Sedaris die englischsprachige Welt der Idee angenommen und damit beginnt sie, ein Trend zu werden.

Entdeckung der Woche

Neue Untersuchungen konnten nachweisen, dass einige Höhlenmalerien in Europa älter sind als der Homo sapiens dort und somit vom Homo neanderthalensis stammen müssen. Das ist beachtlich, da es dem Neandertaler eine hoch entwickelte Kultur nachweist, die mit der des Menschen auf Augenhöhe war.
Für mich ist das noch aus einem anderen Grund interessant: Ich vermute, dass Höhlenmalereien im Zusammenhang mit der Erfindung von Schriftsystemen und somit mit Sprache stehen. Gezielten Untersuchungen dazu steht nur leider sehr viel im Wege — nicht zuletzt die schwierige Datierung der Malereien. Ich bin sehr gespannt, was bei den neuen, genaueren Datierungsmöglichkeiten noch rauskommt.

Fotos der Woche

Das ist der Teil, wo ich eine Neuerung ausprobieren will. Den Platz des siebten Beitrags nimmt von nun an eine Sammlung von Fotos ein, die ich über die Woche gemacht habe.
Die Woche aufgeteilt in zwei Trilogien.
Die erste dokumentiert ein wenig hin und her am Samstag: Kiste in den offenen Garten bringen, leere Aktenordner aus dem nahen Büro ins Lager bringen, Tritt (ich wusste nicht, welchen der beiden) aus dem Lager ins Büro bringen. Falls mir nochmal irgendwer kommt, mit einem Fahrrad ginge sowas doch gar nicht. Natürlich geht das, man braucht nur das richtige Zubehör und für die Fahrt auf den Gipfel des Abteibergs eine brauchbare Gangschaltung. Und nicht unbedingt ein mächtig Platz fressendes Lastenrad.
Fotografiert mit meiner leider nicht sehr guten Handykamera, die vorherige war um Längen besser. Die neue kann ich noch nicht mal per Touchscreen auf ein Element im Bild fokussieren.

radransport-kiste

Das meine ich. Die Kamera im ZTE Blade L7 ist selbst eines Telefons unter 100 € unwürdig.


radtransport-ordner
Keine Sorge, alles vernünftig mit Spanngurten unten im Hänger gesichert.

Keine Sorge, alles vernünftig mit Spanngurten unten im Hänger gesichert.


Die zweite Trilogie besteht aus den dieswöchigen Aufnahmen der getanen Arbeit im entstehenden offenen Garten Dahler Oase. Diese erfolgten mit meiner wegen des für Fotos und vor allem Video komplett unbrauchbaren Handys erworbenen Kamera, die damit ihren ersten Bildtest durchlaufen hat. Bestanden!
oase-kiste-versteck Da ist die Kiste aus der ersten Trilogie ja wieder! Es war leider nötig, auf dem Gartengelände eine abschließbare Kiste unterzubringen. Diese hier sollte entsorgt werden, jetzt steht sie hinter einem Busch und unter einer blickdichten Buche im Garten. Einen Regenschutz und einen nicht verbogenen Deckel bekommt sie noch.
Eine von Januarsturm Friederike umgestürzte Kiefer auf dem Gelände durfte in Form ihrer Äste als Quelle für einen Sichtschutz in der jetzigen laubfreien Zeit dienen.

oase-schaukelstuhlÄh ja, weiss irgendjemand, wie man den reparieren kann? Dieser eigentlich sehr gemütlich aussehende Schaukelstuhl lag im Gebüsch rum. Er tat dies offenbar schon eine ganze Weile.

pflanze-nnHier noch ein Pflanzenfund auf dem Gelände. Ich habe keine Ahnung, was das ist. Zaunwinde vielleicht? Erkennt das jemand hier?