Sieben am Sonntag 04.11.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Jetzt im Sparpack für drei Wochen!

Musik der Woche

Hier ist ein Lied, das mich seit einigen Wochen durch ständige Wiederholung im Radio verfolgt hat. Es war alles andere als einfach zu finden,bis ich dann endlich mal eine Textzeile korrekt behalten habe.
Und jetzt, wo ich den ganzen Text gezielt anhören kann muss ich sagen: Das ist ein furchtbarer Liedtext. Absolut unmelodisch, die Reime schwanken zwischen nicht-existent und faul und nur durch eine aufgepfropfte Melodie zu einem Lied konvertiert. Aber es funktioniert. Und das ist eine Leistung, zu der man Achim Reichel dann irgendwie doch gratulieren muss.

Fundstücke der Woche

Dass Verschwinden einer japanischen Kleinstinsel macht mir eher weniger Sogen, solche Dinge passieren in einer seismisch so aktiven Region hin und wieder. Wichtiger ist da die Erkenntnis, dass der massive Rückgang der Insektenpopulation sich auch ausserhalb der Grenzen unserer kultivierten Flächen fortsetzt. Denn was auf die Felder gespritzt wird, bleibt nicht dort. Wir vergiften nach und nach den kompletten Planeten.
Aber wie kann man die Umwelt effektiv schützen? Nun, eine Demo in München hat hier einen Vorschlag: Mit Atomkraft! Ja, wirklich. Und die Demo schlägt natürlich sofort in absolut absurde Selbstparodie um. „Spass mit Kernkraft“ und sowas.
Deutlich mehr Verstand beweist die Berliner Ärztekammer mit ihrem Präsidenten, der endlich die Anerkennung homöopathischer Lehrgänge abschaffen will.

Technisch gesehen nicht falsch, aber trotzdem doof

Technisch gesehen nicht falsch, aber trotzdem doof – BIld: Cityvision

Oh, dann war da ja noch die landesweite Demo der Schrotthändler in Mönchengladbach. Warum in Mönchengladbach? Nun ganz offensichtlich werden wir die alle Diskussion beherrschende Weltstadt. In Schrottfragen. Naja, irgendwo muss man ja anfangen.
Ein Tipp aber an die Demonstrierenden: Wenn euer Problem ist, dass die Polizei euch zu oft bei Verkehrskontrollen rauszieht, hilft es im allgemeinen, sich einfach an die einschlägigen Gesetze zu halten. Ihr demonstriert hier nicht für den Erhalt der Welt oder die Menschenrechte, wo Probleme mit der Polizei tatsächlich ein Politikum sein können. Ihr fahrt Schrott durch die Gegend.
Eine andere Berufsgruppe, die sich grade bedroht fühlt, sind offenbar einige Übersetzer, seit eine chinesische KI ein Buch mit 90% Genauigkeit übersetzt hat. Was Literaturübersetzern eigentlich wurscht sein kann, da Genauigkeit überhaupt kein Ziel einer guten Übersetzung ist,sofern es sich nicht um eine Bedienungsanleitung handelt.
Wer aber schonmal wissen will, wie man sich gegen starke Konkurrenz wehrt, der kann in diesem (englischen) Youtube-Video lernen, wie Coca-Cola den Erfolg von Crystal Pepsi verhindert hat, indem sie absichtlich ein erfolgloses Konkurrenzprodukt auf den Markt gebracht haben. Was ich absolut beeindruckend finde.
Und wo wir schon bei bösartigen Großunternehmen und ihren Plänen sind: Hier ist die Geschichte, wie Nike unerwünschte Akademiker aus ihrer Uni schmeisst. Weil private Finanzierung von Unis so eine tolle Idee war…

Spielerei der Woche

Raven gif
Ja, ich ersetze den „Geniestreich“. Ich hatte schon länger überlegt, hier regelmäßig etwas zu Videospielen zu sagen. Am besten zu Titeln, von denen niemand gehört hat, die aber ein wenig Öffentlichkeit verdient haben.
Rocks and Ravens ist ein wunderbares Beispiel für ein solches Spiel. Ein kleiner entspannender Titel, der wahrscheinlich von seiner ganzen Art her nie eine große Internetsensation wird, aber einfach wirklich, wirklich gut ist. Die Animation ist wunderhübsch und detailliert, der grafische Stil ist angenehm und fast schon meditativ.
Die Idee ist einfach, aber fruchtbar: Auf dem Spielfeld sind einige Krähen. Die Aufgabe ist nun, Steine und Juwelen so zu verteilen, dass in jeder Reihe und Spalte je ein Juwel und ein Stein ist, aber keiner der Raben auf ein Juwel blickt.
Spielbar im Browser oder als Download (Windows und Mac) zu einem selbst gewählten Preis bei itch.io.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche habe ich wegen der vielen vergangenen Zeit gleich zwei Bücher vorzustellen. Und für nächste Woche habe ich auch schon eines bereit.
Der erste Titel ist Miriam Pharos Zwiefacher Schmoizla,der Beginn der zweiten Staffel von Isar 2066. Isar 2066 ist eine in einem zukünftigen Bayern angesiedelte Detektivgeschichte, die schwer mit Cyberpunk-Elementen getränkt ist und sich nicht ganz ernst nimmt. Eine Kuppel überdacht das in einem ökologischen Albtraum gelegene München, in dem der noir-kauzig Lucio Verdict seine Fälle verfolgt.
Empfehlung für Freunde wirklich seltsamer Zukunftskrimis mit Humor.

Das zweite Buch diese Woche ist etwas schwieriger zu bekommen, dafür eine lokale Geschichte. Arno Tophüths „Der Turmbau zu Dalen“ führt uns ins Rheindahlen des mittleren 17. Jahrhunderts. Die heute zu Mönchengladbach gehörende Stadt wurde damals von einem Feuer zerstört und nahezu vollständig wieder aufgebaut.
In diesem Kontext wird Meister Criens beauftragt, den Kirchturm neu aufzubauen. Und schließlich begeht er einen Mord. Topüth nimmt diese alte lokale Geschichte nun in Romanform auf. Erhältlich ist sie bei den Geschichtsfreunden Rheindahlen sowie bei der Thaler’schen Buchhandlung in Rheindahlen.
Turmbau zu Dalen

Politik der Woche

Herbstferien sind einigermaßen Ruhezeit. Es gab ein paar interne Sachen zu erledigen: Vorbereitung des Parteitags nächste Woche war dabei, Haushaltsdebatte, Satzungsfragen.
Aber eine große Sache gab es,die auch auf ordentlich Resonanz gestoßen ist: Der Protest gegen die überhand nehmenden Baumfällungen im Stadtgebiet aus rein gestalterischen Gründen. Dazu werde ich noch etwas ausführlicher schreiben, denn das Thema hat dies verdient.

Bild: Jürgen Mülders

Bild: Werner Kohn


Ich war auf dem Edmund-Erlemann-Platz dabei (ich habe extra einen Pfeil auf das Foto gemacht!), durfte dort ein paar Worte zum Umgang der Stadtverwaltung mit den Bäumen und daneben auch mit dem Andenken an Eddi Erlemann sagen. Am Mittwoch gab es noch eine Demo in Odenkirchen, am Martin-Luther-Platz. Ich habe meine Probleme mit dem alten Judenhasserudn daher beschlossen, dort fernzubleiben. Opportunismus bei meiner Meinung zu einer solch widerlichen Figur wie Martin Luther ist nichts, was ich mit mir vereinbaren kann.

Fotos der Woche

Diese Woche wurde ich etwas von den Ergebnissen dessen überrascht, dass einige Kinder die Dahler Oase für ihr Halloween genutzt haben. Was komplett okay ist, sie haben nichts kaputtgemacht, nur ein paar Dekorationen hinterlassen.

Okay

Okay


Etwas weniger okay ist, dass sie dabei einen der Eingänge mit einem Stück Bauzaun blockiert haben, um dort Deko aufzuhängen. Ich habe zudem keine Ahnung, wo der Zaun herkommt. Ich meine, wir können damit was anfangen, aber es ist nicht gut,wenn Zeug auftaucht, dessen Besitzer wir nicht kennen. Das ist vor ein paar Wochen schonmal mit einer Bank passiert und wir brauchten eine Woche herauszufinden, wo die her war (Baustelle einer Frittenbude).
Nicht okay

Nicht okay

Videos der Woche

Die Lego-Magazine haben mich diese letzten Wochen mit einer dicken Portion Sonderausgaben überrascht. Alle acht Videos der letzten Wochen hier einzufügen, würde die Ladezeiten der Seite einfach zu sehr negativ beeinflussen, daher werde ich zu diesen Sonderheften nur Links setzen, sobald ich mit den normalen Folgen durch bin.
Ich suche grade nach einer Lösung, den Datenverbrauch beim Aufruf dieser Videovorschauen zu reduzieren. Es gibt Plugins, die das könne, und ich schau mir die alle mal an.
Starten wir mit dem Ende. Von Nexo Knights.
Ja, Legos langjähriges Thema um Ritter mit Kräften aus dem Cyberspace geht dem Ende zu. Das aktuelle Heft ist mit Hinweisen auf das baldige Ende gespickt und impliziert stark, die vorletzte Ausgabe zu sein. Wir werden Ende November sehen, ob es das wirklich war. Bis dahin haben wir eine Minifigur von Macey mit einer herrlich absurden Keule.

Was mir dann bei Ninjago aufgefallen ist, ist die zunehmende Nähe zu den bisher in Nexo Knights auftauchenden Themen und Sets. Die neue Figur Samurai X übernimmt gleich die komplette Ästhetik der Rückenbedruckung aus dem anderen Thema und stärkt das Zukunftselement der Ninjago-Ninjas.

Und dann sind da noch die Lego Friends, das wohl erfolgreichste Lego Thema, das niemand öffentlich mag. Ich dagegen mag die Sets trotz der im Vergleich zu den Minifiguren weniger beweglichen Figuren.
Olivias Sternwarte ist nicht das beste Set, was einem der Hefte beilag,aber wenigstens kommt die Wissenschaftlerin der Gruppe im dazugehörigen Comic auch mal positiv weg.

Und nun noch die Sonderhefte. Diese Hefte waren anders als die sonstigen Lego-Hefte, da sie ein vollständiges, vorher separat erhältliches Legoset enthielten. Diese Sets in kleinen Tüten, die es für 3-4 Euro im Laden oder als kostenlose Zugabe bei teuren Bestellungen im Lego-Online-Shop gibt. Nun überlege ich, für die Videos neben den Heften regelmäßig auch diese Kleinstsets zu testen.
Nun zu den Sets: Wir hätten gleich zwei erste Hefte Lego City XXL (Rennfahrer Rob mit Rennauto und Polizistin Paula mit Wasserflugzeug), ein Ninjago XXL mit Lloyd und seinem GoKart Turbo, Lego batman XXL und Stephanie vonlego Friends mit ihrer Hockey-Training-Anlage.


Sieben am Sonntag 14.10.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und jede ein weiterer Schritt zu meiner Weltherrschaft!

Musik der Woche

Passend zur Abteilung „Wortgeschmeide der Woche“ widmet sich auch die Musik der Woche voll der Welt der wahnsinnigen Wissenschaftler. Dr. Horribles Sing-Along-Blog bringt uns in seinem Finale Everything You Ever,die musikalische Umsetzung des Momentes, in dem der Protagonist des Films schlussendlich an den Ereignissen bricht und voll in seiner Superschurken-Identität als Dr. Horrible aufgeht.
Die Hollywood-geprägte Filmwelt hat viel zu wenige Tragödien, geschweigedenn Tragikomödien. Da hält Joss Whedon hin und wieder gegen, so auch mit diesem Nebenprodukt des Drehbuchautorenstreiks, der Neil Patrick Harris, Felicia Day und Nathan Fillion in Hochform zeigt.

Fundstücke der Woche

Manche Denkweisen sind erstaunlich. So etwa im Minto, dem Einkaufszentrum von Mönchengladbach. Dort hat es die Gastronmie schwer, genug Kunden zu erreichen und es kriselt mächtig. Darauf wissen die Betreiber des Minto einen absolut wasserdichten Plan vorzuweisen: Sie bauen mehr Gastronomie! Sind halt echte Vollprofis. Gut, die CDU steht dem ja nicht nach und fordert ein Gastro-Center in Form einer „Markthalle“ auf dem Kapuzinerplatz ein paar hundert Meter weiter den Berg hoch.
Auch eine recht amüsante politische Entwicklung gibt es im „Handelskrieg“ zwischen den USA und China. Nachdem die USA Strafzölle über Importe im Wert von 200 Milliarden USD vehrängt haben, halten die Chinesen mit solchen auf Importe von 60 Milliarden gegen. Warum so viel weniger? Nun, es gibt gar nicht mehr genug amerikanische Exporte nach China. Mit anderen Worten: China gewinnt das Ding fast automatisch. Dumm gelaufen, Trumpeltier.
Okay, das war jetzt gemein. ich entschuldige mich bei allen zweihöckrigen Kamelen.

Der „Handelskrieg“ von Banksy gegen seine Kunden ist eh viel lustiger. Eines seiner Bilder hat sich in dem Moment, in dem es verkauft wurde, per Fernbedienung selbst zerstört.
Eine weniger lustige Fernbedienung sind die ungefragt automatisch laufenden Updates mancher Systeme. Das wurde letztens in Schweden etwas ungemütlich, wo sich ein Rechner mal eben während der Operation im OP-Saal aktualisiert hat. Die OP musste abgebrochen und wiederholt werden. ich hasse diesen Mist ja schon ohne, dass ich in Lebensgefahr schweben würde.
Schon wieder lustiger wird es bei einem Blick in das, was Regelungen für die Computerwelt so in der realen Welt auslösen können. In Österreich stellte sich jetzt heraus, dass Klingelschilder nicht mit dem Datenschutz zu vereinbaren sind.

Andere Rückwärtsgewandte protestieren dagegen, dass am Gardasee ein Radweg für den Tourismus gebaut wird. Ich vermute, die Touristen wären denen in Autos lieber?
Aber das ist ja harmlos, das übliche Geschrei bei teuren Projekten halt. Nein, für echte Rückwärtsgewandte blicken wir besser zu den Identitären. Oder, wie man nach einer solchen Aktion getrost sagen kann, Nazis.

Okay, enden wir mit einer positiven Notiz: Amerikanische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Kühe deutlich weniger Methan pupsen, wenn sie Seegras bekommen.

Geniestreich der Woche

Kühe mit Seegras füttern, damit sie nicht mehr so viel pupsen. Das kriege ich diese Woche nicht überboten.

Wortgeschmeide der Woche

Da lag es am Montag im Briefkasten: Mein Belegexemplar für die Herbstausgabe des Mad Scientist Journal. Das amerikanische Magazin im Taschenbuchformat rund um die Welt der wahnsinnigen Wissenschaftler und ihrer Forschungen enthält in diesem Quartal unter anderem meine (Sehr-)Kurzgeschichte Fetch Monkey um etwas spezielle neurologische Forschung an Laboraffen.
Es war eine schöne Übung, mal einen Text so spezifisch auf eine bestimmte Publikation zugeschnitten zu schreiben. Die Geschichte, der Ton, die Schreibweise, alles war komplett auf diese Zeitschrift zugeschnitten. Und das hat offenbar auch ganz wunderbar funktioniert. Fetch Monkey wurde mit nur zwei korrigierten Kommas so im Magazin übernommen, wie ich es eingeschickt habe.
Amazon-Links für Kindle- und Papierausgabe sind rechts und links in diesem Textabschnitt zu finden, daneben ist das Heft unter anderem auch bei Smashwords erhältlich, wo man auch eine ePub-Ausgabe für Leser wie den Tolino findet.

Politik der Woche

Der politische Aufschlag war nach den letzten Sieben der Bau- und Planungsausschussder so lang war, dass dies auch zu einer entsprechenden Diskussion führte. Wir kamen in der Tat erst um 23:15 aus dem Rathaus, zuhause war ich dann kurz vor Mitternacht. Und selbst das haben wir nur geschafft, weil die späten Punkte weniger ausführlich beraten wurden. Das allerdings war für einige Themen schlecht, denn beispielsweise das sehr spät noch diskutierte Thema „Barrierefreiheit in der Kaiser-Friedrich-Halle“ hätte definitiv eine gute und auch in die Tiefe gehende Debatte gebraucht. In einem so alten und markanten, aber auch zentralen Bau, ist das nämlich kein triviales Thema, aber auch ein wichtiges. Und die Pläne beziehungsweise Möglichkeiten sind entsprechend komplex.
Weitere Themen betrafen unter anderem die Umgestaltung der Hindenburgstraße samt der berüchtigten Sichtachsen, bei der mit in meinen Augen dermaßen manipulativen Vorschaubildern gearbeitet wird, dass ich mich ernsthaft frage, ob die Verantwortlichen hier bewusst eine Verschlechterung herbeiführen, dass sie das in ihren Bildern derartig beschönigen müssen. Ist-Situation in Schwarzweiss, Planung in Farbe? Ernsthaft?
Die Woche drauf war mit Verwaltung eines Vorhabens gefüllt: Busse aus Mönchengladbach zur Großdemo am Hambacher Wald. Grüne und Linke hatten je einen Reisebus organisiert, um mit diesem nach Kerpen-Buir zu fahren. Die Verwaltung der Fahrgastlisten lag diesmal zentral bei mir, um die Sache zu vereinfachen. Ich hatte eine eigene eMail-Adresse eingerichtet, die nur für die Anmeldungen zur Fahrt benutzt wurde und das über diese abgehandelt. Am 29. September begann die Teilnehmerliste, am 30. September gab es eine große Ankündigung im Sonntags-Werbeblättchen der Stadt und am Dienstagabend waren alle 106 Plätze belegt. Kurzfristig stellte das Busunternehmen Haupts an Stele eines der beiden Busse noch einen größeren Bus zur Verfügung, womit wir auf 120 Plätze kamen, die ebenfalls gut gefüllt wurden. Wir hätten mühelos einen dritten Bus füllen können,aber dafür standen im Raum Mönchengladbach gar keine Fahrer mehr zur Verfügung. So fuhren wir mit 120 Leuten zur Demo. Alles in allem kamen aus dem Bereich unserer Stadt geschätzte 300-400 Leute (näher an 400 als an 300), wenn ich die ADFC-Radtour (30 Leute) und die Anzahl an Beiträgen von Freunden und Bekannten in den sozialen Medien als Maßstab nehme.
Es folgen die obligaten Fotos im parteilichen Kontext.

Fast komplett! Der Vorstand der Grünen Niederrhein-Wupper (v.l.n.r.): Thomas R. Diehl, Birgitt Höhn, Ule Schauws, Stefan Engstfeld, Claudia Schmidt (Nilab Fayaz ist im Geiste dabei) - Foto: Paula Elsholz

Fast komplett! Der Vorstand der Grünen Niederrhein-Wupper (v.l.n.r.): Thomas R. Diehl, Birgitt Höhn, Ule Schauws, Stefan Engstfeld, Claudia Schmidt (Nilab Fayaz ist im Geiste dabei) – Foto: Paula Elsholz


Und die Gladbacher Vorstände diverser Parteiteile: Lena ZIngsheim (Grüne Jugend NRW), Boris Wolkowski(Fraktion im Rat MG), Laura Steeger (grüne Jugend NRW) und der Typ, den der ein oder andere hier kennen wird (Kreisverband) - Bild: Lena Zingsheim

Und die Gladbacher Vorstände diverser Parteiteile: Lena ZIngsheim (Grüne Jugend NRW), Boris Wolkowski(Fraktion im Rat MG), Laura Steeger (grüne Jugend NRW) und der Typ, den der ein oder andere hier kennen wird (Kreisverband) – Bild: Lena Zingsheim

Und das passiert, wenn man wegen der Sonne beim selfie den Bildschirm nicht sehen kann. Hallo, Thomas Schlangen, mein Hut und Peter Beckers! - Bild: Das geb ich jetzt nicht zu

Und das passiert, wenn man wegen der Sonne beim selfie den Bildschirm nicht sehen kann. Hallo, Thomas Schlangen, mein Hut und Peter Beckers! – Bild: Das geb ich jetzt nicht zu

Mein Hut ist allgemein gern auf Fotos. Und manchmal wird genau dann das Foto gemacht, wenn zwischen uns was runterfällt (hinten rechts im Bild) - BIld: Äh, Grüne? Sorry, Fotograf, ich weiss nicht mehr, wer's war

Mein Hut ist allgemein gern auf Fotos. Und manchmal wird genau dann das Foto gemacht, wenn zwischen uns was runterfällt (hinten rechts im Bild) – BIld: Äh, Grüne? Sorry, Fotograf, ich weiss nicht mehr, wer’s war

Und jetzt nochmal ein kleiner Blick in die Runde: Menschen, so weit der Horizont reicht - Bild: Ich

Und jetzt nochmal ein kleiner Blick in die Runde: Menschen, so weit der Horizont reicht – Bild: Ich


Insgesamt waren etwa 50.000 Menschen vor Ort. Das machte sich auch bei der Abfahrt bemerkbar; es standen locker mehr als 200 Busse an den Straßen. Unser Bus, der zu den letzten gehörte, die sich zur Abfahrt einreihten, stand vor der Kartbahn Kerpen-Manheim, ein paar Kilometer ausserhalb von Buir. Und das nicht freiwillig, die gesamte Strecke bis dahin standen die Busse Stoßstange an Stoßstange.
Alles in allem eine super Veranstaltung mit guter Laune, gutem Wetter und einem riesigen öffentlichen Echo. Das Hambacher Fest bezieht sich zwar auf ein anderes Hambach, aber das war im Vergleich ja auch das deutlich kleinere Fest.

Zeitgleich in Mönchengladbach geht es wie gehabt etwas provinzieller zu als in Kerpen-Buir. Hier streitet man um den Verbleib des Hauses Erholung in städtischer Trägerschaft. Das schicke Veranstaltungshaus soll im Rahmen einer Hotelplanung auf dem frisch geräumten Nachbargrundstück des vor Jahrzehnten umgezogenen Haus Zoar veräussert werden. Das kann ausser der GroKo im Rat niemand verstehen und so gibt es Widerstand. Unter anderem eine Art Fotodemo, was als Format mal ganz interessant ist.
Sprich, wer das Ansinnen teilt, macht ein Foto mit dem schild gegen den Verkauf, idealerweise am Gebäude selbst. Sowie ich hier:

Ich hätte ein zweites machen sollen, auf dem die Lampe an ist. Und dann ein GIF daraus basteln. Das wäre lustig gewesen. Hachja - Bild: Karl Sasserath

Ich hätte ein zweites machen sollen, auf dem die Lampe an ist. Und dann ein GIF daraus basteln. Das wäre lustig gewesen. Hachja – Bild: Karl Sasserath

Und dann gab es noch ein Treffen der Fraktionen in der Stadt beim ADFC, dem ich beiwohnen durfte. Es ging darum, sich über eine mögliche Radschnellwegeverbindung MG-Wegberg (und optional auch Roermond) auszutauschen. Wer dieses Blog regelmäßig liest, wird die Überlegungen kennen.
In der tat kamen wir gemeinsam recht weit, alle waren sich einig, dass die Verbindung durchaus attraktiv ist. Neu war die Information, dass auf der Nordseite der Gleise zwischen Rheindahlen und Wegberg aktuell die im Weg stehenden Gebäude ihrem Abriss entgegensehen und dort neu geplant wird. Das bietet eine einmalige Chance, einen solchen Radschnellweg jetzt auf den Weg zu bringen. Es wäre die kürzeste mögliche Verbindung zwischen den Städten.
Ich bin sehr zufrieden damit. Dass sich grade jetzt ein so guter Weg auftut, hatte ich nicht zu hoffen gewagt. Woran es leider hapert, sind die Kapazitäten im zuständigen Amt. Die Stadt ist derzeit mit der schieren Masse an Großprojekten schlichtweg ausgelastet.

Fotos der Woche

Da heisst es diesmal: Siehe oben. Die Politik war in den letzten Wochen sehr präsent, mehr noch als sonst. Meine Kamera im Gegenzug fast gar nicht.

Videos der Woche

In der Woche zuvor war es noch die Musik der Woche, diesmal nun ist Donald Trumps Space Force Thema beim ersten Ausflug von Fiction Science in die Welt der für die reale Welt vorgeschlagenen Ideen. Ich habe diese neue Unterserie kurzerhand Reality Check genannt. Ob sie weitere Videos bekommen wird, werden wir sehen, aber ich denke, schon. Ein weiteres Szenario habe ich konkret im Blick, wobei es da um die Wahrscheinlichkeit eines sehr beliebten Hintergrundes für eine alternativ verlaufene Welgeschichte geht.
Aber nun erst mal die Weltraumtruppen, welchen Platz sie im modernen Militär einnehmen könnten udn was mögliche Projekte bis zur Mitte des Jahrhunderts wären. Mit knapp 20 Minuten ist die smein bisher längstes Video unter Fiction Science, aber leider auch eines der Videos, die wirklich niemanden zu interessieren scheinen. Schade. Naja, vielleicht habe ich auch zu viele Leute mit dem Vorschaubild vertrieben. Egal, ich behalt’s.

Kürzer, aber auch erfolgreicher ist das zweite Video der aktuellen Periode: Pünktlich zum Start des Venom-Films habe ich mich der Frage gestellt, ob Venom eigentlich realistisch ist. Endlich komme ich dazu, über das Thema der biochemischen Barrieren zu sprechen. Das ist ein in der Science Fiction fast komplett ignoriertes Konzept, nach dem die chemische Funktionsweise etwaigen ausserirdischen Lebens wahrscheinlich dermaßen fremdartig wäre, dass es mit irdischem Leben vollständig inkompatibel wäre. Was für ein Konzept wie den ausserirdischen, verschiedene Planeten wechselnden Symbionten Venom ein echtes Problem darstellt.

Ninjago-Fans bekommen im letzten Heft zum Lego-Thema den Ninja Kai in der neuesten Variante mit ein paar Flammen. Ganz nett, aber wer Ninjago-Fan ist, hat wahrscheinlich inzwischen eine ganze Schwadron an Kais in den Lego-Kisten herumfliegen. Ich meine, selbst ich habe inzwischen drei davon. Und ich sammle Ninjago überhaupt nicht, ausser für Extra Extra.

https://www.youtube.com/watch?v=
Von Star Wars bin ich selbst ein deutlich größerer Fan. Da gab es nach einer kurzen Trockenphase an Lego-Heften ein Minikit von Poe Damerons X-Wing mit seinem feschen Farbmuster in schwarz und orange. Ich bin kein Freund des künstlich eingefügt wirkenden Charakters Poe und diese zwanghaft hochgejubelten Nebenfiguren sind ein Problem, dass die neuen Star-Wars-Filme allgemein haben (Captain Phasma ist auch nur eine silberner Sturmtrupplerin, Porgs sind nerviger als jeder Gungan und Rose hatte irgendwie auch nichts beizutragen). Aber die Schiffe sehen alle gut aus, vor allem die aktualisierten Varianten bekannter Typen wie TIE-Jäger und X-Flügler. Und von letzterem haben wir eben nun ein Minikit. Teilemäßig nix nennenswertes, aber ein nettes kleines Set.


Sieben am Sonntag 23.09.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Natürlich auch in den Weiten des Alls abrufbar.

Musik der Woche

Was Vizepräsident Mike Pence vor kurzem angekündigt hat, ist im Weissen Haus definitiv kein neuer Plan: Bereits ein paar Monate vorher hat Präsident Donald Trump den Gedanken an eine eigene Militärabteilung für den Weltraum geäussert. Das ist alles auch nicht annähernd so bescheuert, wie es klingt, denn die westlichen Armeen sind in der Tat sehr von ihren Satellitensystemen abhängig.
Das Thema beschäftigt mich derzeit etwas, da ich für Youtube ein Video vorbereite, das Potenzial und Sinn eines solchen Programms durchleuchtet. Und hier ist die Begleitmusik dazu.

Fundstücke der Woche

minion hanutaWusste ihr, dass es geheime Hanutasorten gibt? Wie bei vielen Produkten, gibt es auch bei Hanuta Überlegungen, die es nie bis auf den Markt schaffen. Ein Beispiel ist obige Sorte mit Banenenstückchen und Minion-Branding. Sie stammt aus einer Umfrage, an der ich Anfang des Jahres teilgenommen habe (etwas, was ich inzwischen nicht mehr tue) und war dermaßen kurios, dass ich damals einen Screenshot davon gemacht habe. Die anderen Sorten waren relativ normal und Kokos habe ich sogar schon gesehen (wenn auch von einer Discounter-Marke statt von Hanuta selbst), aber Bananen sind für mich als jemand, der die Dinger absolut nicht mag, eine Klasse für mich. Und Minions sowieso.

Auch ein merkwürdiges Produkt hat Carlsber im Angebot. Dort wurde grade eine Papierflasche fürs Bier entwickelt und die wird jetzt als große Plastikfrei-Heldentat vermarktet. Offenbar hat da niemand mitbekommen, dass Glasflaschen existieren, allgemein als kulturell akzeptables Trinkbehältnis für Bier anerkannt sind und man da sogar sehen kann, was in der Flasche ist. Und weniger Dreck macht es in der Herstellung auch noch.

Naja, man muss halt nur wissen, wie man es vermarktet. Das wissen auch die Killerroboterhersteller, die ihren Produkten inzwischen den netten Namen Lars verpassen — kurz für „Lethal Autonomous Robots“. Na dann…

Geniestreich der Woche

Auf der dieswöchigen Fraktionssitzung haben ausnahmslos alle Berichterstattenden ihren Beitrag mit den Worten „Ich fasse mich kurz“eingeleitet, was mich zu dem Vorschlag gebracht hat, dies zu eineroffiziellen Regel zu machen:„Berichterstattende beginnen ihren Beitrag mit den Worten: ‘Ich fasse mich kurz.’ Sie haben sodann mindestens eine halbe Stunde zu referieren.“
Der Vorschlag fand leider keine allgemeine Zustimmung.

Wortgeschmeide der Woche

Ich lese zur Zeit das in meinen grün-links-alternativ-versifften Kreisenimmer wieder gerne empfohlene Anständig Essen von Karen Duve. Mein bisheriger Eindruck ist, dass die Frau ein gutes Thema gefunden hat und mit ihrem Experiment, monatlich ethisch besser zu essen auch ein gutes Experiment durchführt. Das Drumherum ist allerdings etwas merkwürdig, mit dem menschgewordenen gewissen Jiminy alias Kerstin und dem krebskranken Hund. Aber ohne zusätzlichen emotionalen Aufhänger keine Geschichte und ohne Nebenschauplätze nur ein sehr dünnes Buch. Ich bin halt nur einfach der Kein-Geschwafel-Typ, wenn es um Literatur geht. Ich meine, es hat schon einen Grund,warum meine eigenen Werke zum großen Teil im Bereich dreistelliger Wortzahlen bleiben.
So komme ich dann auch an das Problem, unter solche Texte oft noch einen Absatz dazupacken zu müssen, der über sich selbst und seine Notwendigkeit spricht. Einfach nur, damit sich das Bildelement dieses Teils des Beitrags nicht mit dem nächsten Bildelement überschneidet, wodurch das Ganze gestalterisch einfach etwas seltsam aussähe.

Politik der Woche

Ich sehe leichte Probleme mit der Präsentation dieser Kampagne

Ich sehe leichte Probleme mit der Präsentation dieser Kampagne


Für Montag war dazu aufgerufen, als Solidaritätsbekundung mit dem Hambacher Wald von 20:30 bis 21:00 Uhr die Lichter an seinem Haus zu löschen und davon auch möglichst ein Foto zu machen. Das habe ich getan, aber die Dokumentation dessen geriet etwas schwieriger, als gedacht.

Ich weiss nicht mehr, wer das Bild gemacht hat, aber Martin Heinen hat es geteilt

Ich weiss nicht mehr, wer das Bild gemacht hat, aber Martin Heinen hat es geteilt

Am Mittwoch traf sich in Rheydt der Umweltausschuss der Stadt. Dort beschäftigte uns intensiv der Stand um Tihange und um die Pläne, hier die Bevölkerung zu schützen (die Jod-Ausgabe wird grade stadtweit organisiert). Interessant war auch ein Bericht zur Entwicklung des Klimas in Mönchengladbach mit den aktuellen Zahlen im Kontext der langen Dürre, die effektiv erst heute geendet hat.

Donnerstag brachte einen klassischen Repräsentationstermin mit sich: Die jährliche Verleihung der Preise des Dachverbandes der Kleingartenanlagen der Stadt, bei der wir Grüne traditionell den Preis in der Kategorie der besten Fachberatung stiften und überreichen. Nochmal Glückwunsch an die Anlagen Windberg, Großheide und Schloss Rheydt.

Beim Bezirksrat der Grünen Niederrhein-Wupper nahm der Hambacher Wald einen großen Teil der Sitzung ein. In letzter Zeit im Wald anwesende berichteten von den Geschehnissen und ihren Eindrücken als Beobachterinnen. Es gab eine lange Diskussion, wie man mit den Entwicklungen dort umgehen kann und soll, vor allem aber auch mit RWE als Konzern. Es wird wenig überraschen, dass wir Grüne wieder verstärkt ins Thema Anbieterwechsel und Abzug öffentlicher Investments in RWE gehen.

Fotos der Woche

Apfelfest 2018Am gestrigen Samstag fand am Haus Horst bei Mönchengladbach-Schelsen das diesjährige Apfelfest statt. Die Veranstaltung wird auch von Jahr zu Jahr größer. Hier ein Bild aus dem Büdchen von Transition Town heraus auf den in Beschlag genommenen Teil der großen dortigen Obstwiese.

schnakeMeine aktuelle Kamera hat es nicht so mit Makroaufnahmen. Glücklicherweise greift mir die Natur dabei unter die Arme und macht dann halt die Insekten größer. So eine Riesenschnake an der Wand ist halt schon praktisch.

Videos der Woche

Das reguläre Video in Fiction Science knüpft an ein älteres Video an, in dem ich feststellte, dass weder Apatosaurus noch Brachiosaurus in Jurassic World wirklich die Dinosaurier sind, die sie zu sein behaupten. Nun wende ich mich erneut dem Brachiosaurus zu, der ja eigentlich ein Giraffatitan ist, um festzustellen, dass er sich gar nicht so aufbäumen konnte, wie er es in seinen zwei ikonischen Auftritten in der Filmreihe tut.

Da das reguläre Video diese Woche mit weniger als sechs Minuten doch etwas kurz war, habe ich eine kleine Szene als Bonus eingeschoben, die ich schon länger eben als Bonus hochladen wollte. Es handelt sich um eine kleine Schau meiner Arachnodroiden-Armee, mit der ich dereinst die Welt zu erobern gedenke. Oder vielleicht auch nur Legoland. Mal sehen,wie weit der Plan gedeiht.
Es handelt sich um eine Szene, die ich im Zusammenhang mit dem Video zum AT-HS Legoset für Fiction Science gedreht habe,die es dann aber nie ins Video geschafft hat und seitdem ungenutzt auf meiner Kamera lag.


Die Lego-Hälfte von Extra Extra versorgen die Lego Friends mit einem Set von Musikzubehör. Mein Schluss: Ganz okay, aber am besten eignet es sich wohl dazu, das reguläre Lego-Set Andreas Zimmer etwas aufzuhübschen.

Die andere Hälfte übernimmt Schleich mit seinen Mini-Dinosauriern. Der Suchomimus leidet etwas unter einer mittelmäßigen Farb-Applikation, obwohl das Modell eigentlich mit seiner detailliert geschuppten Haut sehr gut aussieht und das Rot wesentlich besser aussieht, als ich befürchtet hatte.


Sieben am Sonntag 16.09.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Hin und wieder mit kleiner Pause, aber das holen wir schon wieder raus.

Musik der Woche

Wenn man ein bisschen in die Welt der alten Fernsehserien-Vorspänne eintaucht, stößt man auf so einige Kuriositäten. Definitiv einen Preis verdient hat sich dabei aber ein Power-Rangers-Klon namens Tattooed Teenage Alien Fighters from Beverly Hills. Der Vorspann hat einen gesungenen Titelsong. Und ja, der Titel kommt darin vor. Gesungen. Vollständig. Mit ansatzweise metalligen Gitarren.

Fundstücke der Woche

Auf die EU wird ja gerne geschimpft. Aber sie tut auch gutes. Zum beispiel bringt sie den lange überfälligen Plan voran, öffentlich finanzierte Forschungsergebnisse auch der Öfentlichkeit verfügbar zu machen. Frei, nicht über das System endlos überteuerter akademischer Zeitschriften.
Ein jetzt schon offenes Forschungsergebnis ist etwa ein brandneues Verfahren aus der Darmbehandlung. Man nehme einen Draht und forme ihn zu einer Schlinge. Verfeinerungen sind noch nötig, aber in diesem Fall hat es funktioniert, auf diese Weise einen tief im Anus eines Italieners feststeckenden Dildo zu entfernen.

Leider nicht oder nur sehr lückenhaft behandelbar ist die etwas übersehene Katastrophe, die der Brand des brasilianischen Nationalmuseums in Rio de Janeiro darstellte. Es handelte sich um ein international bedeutendes Museum und den Ort einiger der wichtigsten Sammlungen des südamerikanischen Kontinents in den Fachbereichen Linguistik, Paläontologie, Biologie und Archäologie. Das war einer der schlimmsten Schläge für die Welt der Wissenschaft und das Wissenserbe der Welt in der Moderne, wenn nicht gar der schlimmste.

Und noch einer zur EU und ihren positiven Ergebnissen: Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass die Kirche nicht mal eben Leute entlassen kann, die nicht nach ihren Vorstellungen leben. Das tun die nämlich ganz gerne mit Geschiedenen, Wiederverheirateten, Homosexuellen, Austretenden und dergleichen mehr.

Das sind Fisch-Flops, ob euch das schlechte Wortspiel gefällt oder nicht - Bild: ebay

Das sind Fisch-Flops, ob euch das schlechte Wortspiel gefällt oder nicht – Bild: ebay

Eigentlich hatte ich nach diesen Schlappen gesucht, die innen Bürsten haben, damit man sich damit im Stehen die Füße schrubben kann. Mein erstes Suchergebnis war die obige Monstrosität von einem Schuh. Ohen Fuß darin sieht das nur ein bisschen albern aus, mit einem Fuß dagegen… sagen wir mal so, plant jemand, eine ganz eigene friesische Version eines Clowns zu erfinden? Nur halt noch verstörender, als Clowns eh schon sind? Das da ist auf jeden Fall ein Anfang!

Schnell was niedliches - Bild: Fancy

Schnell was niedliches – BIld: Fancy

Ich brauch da ja schnell was niedliches zum Ausgleich. Hier zum Beispiel ein Bleistiftanspitzer in Form eines am Stift nagenden Eichhörnchens. Awww. Gefunden bei Fancy.

Um den Hambacher Forst läuft zur Zeit eine von einigen Presseorganen doch sehr fragwürdige Kampagne. So meint die Rheinische Post dieser Tage etwa, ein Tunnelsystem ähnlich jenem der Vietcong unter dem Wald entdeckt zu haben. Das zitieren dann auch die anderen Presseogane munter weiter, während selbst die Polizei etwas verwundert dasteht, wo denn dieses Gerücht herkommt und klar dementiert.

Geniestreich der Woche

Die Woche haben wir erneut über den barrierefreien Zugang zur Kaiser-Friedrich-Halle diskutiert. Und während mein letzter Einwurf mit den Passagierballons nicht so ganz ernst gemeint war, ist dieser es schon eher: Wenn Denkmalschutz das Problem ist, kann man dann nicht wenigstens an der äusseren Eingangstreppe eine mobile Hebebühne abstellen, mit der Rollstühle und dergleichen über die Stufen gehoben werden können? Da sie mobil ist, ist sie nicht Teil des Gebäudes und wäre somit von etwaigen Denkmalschutzfragen nicht betroffen.
Ich bin nur nicht sicher, ob es eine solche Hebebühne bereits gibt, oder ob man sie erfinden müsste. Aber das scheint mir nicht so schwierig zu sein.

Wortgeschmeide der Woche

Jutta Profijt hat einen neuen Roman raus. Alle für einen dokumentiert das (natürlich fiktive) Leben in einer von der Räumung bedrohten udn reichlich chaotischen WG in einer Villa am Rhein. Ein frischer Kurs für Juttas Romane, die lange Krimis und Liebesgeschichten schrieb und hier inhaltlich etwas neues ausprobiert. Mir fällt allgemein kein anderer Titel ein, der sich mit Alle für einen vergleichen ließ.
Wer sich also von der Inhaltsbeschreibung angesprochen fühlt, für den ist das ganz klar eine uneingeschränkte Empfehlung.

Ich selbst habe meine literarische Schreibproduktion im Bereich der Kurgeschichten wieder hochgefahren und will das jetzt auch so fortführen. Aktuell habe ich zwei Kurzgeschichten (Das literarische Forever Memories und die kleine Piratengeschichte Hydra) sowie eine kleine Spielerei von 12 Wörtern Länge in Auswahlverfahren von Herausgebern. Ich bin gespannt,ob es eine davon bis zur Veröffentlichung schafft. Weitere Geschichten kommen von jetzt an laufend dazu.

Politik der Woche

Im Moment ist an verschiedensten Ecken sehr viel los und leider nicht viel davon positiv.
Es gab ein Treffen zur Frage, wie man nach den Vorfällen in Chemnitz mit dem Problem der massiv auftretenden Rechten umgeht. Ich bin da der Meinung, dass wir vor allem ein Kommunikationsproblem haben. Nicht mit den Rechten, sondern mit den Menschen, die sich in Notlagen befinden und für die die Rechten vermeintlich einfache Lösungen parat zu haben scheinen. Die Linke hat sic zu einer Elite entwickelt, die philosophische Debatten führt, zu denen niemand ausser ihr noch Zugang hat. Ich werde dazu beizeiten mehr schreiben und einen Ausweg vorschlagen.
Wir haben wie gesagt auch über die Kaiser-Friedrich-Halle gesprochen, darüber, wie wir aus Gladbach den Leuten im Hambacher Forst helfen können (ich habe da hin und wieder Obst hingeschickt, andere waren direkt vor Ort im Wald) und über mögliche Nachbesserungen an den Planungen für den Parkplatz eines neuen Supermarktes in der Innenstadt. Das klingt nach einer seltsamen Mischung, ist aber in der Stadtpolitik recht typisch.
Heute dann führte ich einen Zubringer zur Sternfahrt Mönchengladbach von Roermond in die Stadt, immer eine schöne Strecke für eine Fahrradtour. Ich habe nach der Fahrt die Zahl von insgesamt 2800 Teilnehmern an der Gesamtsternfahrt gehört, was absolut beeindruckend ist.

Fotos der Woche

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Roermonder Münster, auch wenn man das ohne Touristen schlecht erkennt

Nachdem mein Telefon zwischenzeitlich eine Weile einen freien Speicher von exakt 0 Bytes auf dem Systemspeicher ausgewiesen hat, habe ich mal ein bisschen aufgeräumt. Jetzt ist darauf wieder ein bisschen Platz und kann Funde wieder dokumentieren.
Hier also das Roermonder Münster bei meiner Ankunft heute morgen um Schlag 10 Uhr.

Videos der Woche

Fiction Science geht zum dieswöchigen Start des neuen Predator-Films The Predator erstmals auf diese Filmserie ein. Nach etwas Überlegen änderte ich meinen ursprünglichen Plan, über die seltsame Schwemme menschenähnlicher Ausserirdischer zu sprechen und entschied mich statt dessen, zu versuchen herauszufinden, wo die Yautja (der Eigenname der Spezies) evolutionär eigentlich herkommen. Sie sind Predatoren, also Raubtiere, aber was genau ist eigentlich die Beute, auf deren Jagd sie sich ursprünglich hinentwickelt haben? De komischen Mandibeln sind nämlich für viele Raubtiere in dieser Form ziemlich unnütz und sogar störend.

Das andere Video von Fiction Science ist der erste Versuch mit einem etwas anderen Format, in dem ich einige Videos anderer Kanäle empfehle, die für meine Abonnenten interessant sein könnten. Da Youtube am Ende der Videos bis zu vier Elemente erlaubt, habe ich die Zahl auf vier festgelegt. Es ist ein bunter Strauss herausgekommen, bei dem für alle etwas dabei sein dürfte. Das Konzept funktioniert natürlich besser, wenn der Kanal etwas gewachsen ist, aber wieso nicht jetzt schon anfangen?

Extra Extra ist auch wieder in Schwung. Die Lego Nexo Knights liefern gleich zwei Minifiguren: Eine königliche Wache und den jungen Ritter Robin mit einem Jetpack.

Darauf folgt Lego Star Wars mit einem Zerstörer-Droiden, auch bekannt als Droideka. Nicht die hübscheste Version dieses Roboters, aber dafür gibt er einen guten Hubschrauber ab.

Den aktuellen Abschluss bildet Lego City, das uns mit Mark einen Müllmann samt passendem Zubehör bringt. Eine etwas einfache Figur, aber dafür liegt ihr ordentlich großes Zubehör bei.


Sieben am Sonntag 02.09.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Zwischen Vergangenheit und dem Ende der Zeiten.

Musik der Woche

Diese Woche nehme ich einfach einen Song, der mir diese Woche öfters über den Weg gelaufen hat. Keine tiefere Bedeutung oder Aussage meinerseits, einfach nur ein Song, den ich relativ häufig gehört habe. Wobei einem dann irgendwann der Text auffällt und der ist… ungewöhnlich für einen Hitsong.

Nachrichten der Woche

Fangen wir mit etwas Lokalpariotismus an: Das Blog Kitchenkompass hat im Wettbewerb „Vom Wissen zum Handeln“ gewonnen. Der Wettbewerb zur Förderung von Konzepten zu gesunder Ernährung war vom Bundes-Landwirtschaftsministerium ausgelobt worden und geht damit an ein Blog, das Einwanderern eine Einführung in den hiesigen Haushaltsalltag bietet.
Dabei handelt es sich offenbar um einen Förderpreis für die Umsetzung. Das erklärt, warum ich das Blog selber nicht finden kann, denn sonst würde ich es selbstverständlich verlinken.
Was man auch nicht so leicht findet, ist die 3Sat-Übertragung des Konzerts gegen Rechts, zu dem sich in Chemnitz kurzfristig eine Reihe bundesweit bekannter Bands verabredet haben, von Kraftklub bis zu den Toten Hosen. Eigentlich wollte 3Sat das auch übertragen, aber da hat offenbar die ARD (?) interveniert und nachdem sich die AfD darüber aufgeregt hat verschwanden alle Ankündigungen recht plötzlich.

Bei der SPD geht es bisweilen wenig sozial zu. So etwa bei den Versuchen Hubertus heils, Bayern dazu zu zwingen, Eltern ihr Hartz IV zu kürzen.
Und dann ist da noch Andrea Nahles, die vulgärste Kackbartze, die je Rot getragen hat. Die meint diese Woche, statt normal zu verhandeln, müsse sie beim Thema Kohleausstieg die Grünen angreifen, die den doch tatsächlich fordern. Für den Fall, dass irgendein Zweifel bestanden hat, warum Rot-Grün es nicht geschafft hat, die Kohle zu stoppen.
Da wünscht man sich ja schon ein wenig in die 60er zurück. Damals, als es in der SP noch Sozialdemokraten gab und Arnold Schwarzenegger viermal in Folge Mister Univerusm wurde. Nun, wenigstens ein bisschen geht das:

Das bringt mich jetzt fast dazu, doch noch ein Auto zu kaufen - Bild: Fancy

Das bringt mich jetzt fast dazu, doch noch ein Auto zu kaufen – Bild: Fancy


Wobei, ein bisschen Ostblock haben wir ja schon. Und der Ostblock ist böse. Oder wenigstens Russland. Man sollte halt nur tunlichst nicht berichten, wenn die Mordopfer Veründete Russlandssind, das macht ja das schöne Bild vom bösen Russen kaputt.

Aber nochmal zurück zu den Nazis. Es gab nämlich einen spektakulären Fund urzeitlicher Schmarotzer ohne Rückgrat in der Paläontologie. Bei einer groß angelegten Suche in fossilen Fliegenkokons fanden Forscher vier unterschiedliche Arten von Schlupfwespen, deren Nachwuchs in Fliegenlarven heranwuchs. Die Wespen hatten zum Zeitpunkt ihrer Versteinerung ihre Opfer fats vollständig konsumiert und warteten nun in deren Kokons auf die Schlupf. Ein wolcher direkter Nachweis von Parasitismus in Fossilien ist ein absolut aussergewöhnlicher Fund.
Ein ähnlich großer Glückfund ist auch ein neuer Flugsaurier, einer der ältesten seiner Verwandtschaft. Und für Empfindliche wohl auch ein deutlich appetitlicherer.

Entgegen aller Unkenrufe wächst der eBok-Markt in Deutschland weiter an und war im ersten Halbjahr 2018 erstmals neunstellig. Ich muss allerdings zugeben, davon gerne mehr mitbekommen zu wünschen.
Etwas weniger glücklich mit Technik sind die Anwohner von Googles Experimentiergebiet für selbstfahrende Autos. Die Dinger sind im Grund fahrende Verkehrshindernisse, die noch viele Probleme zu überwinden haben,bevor sie am normalen Straßenverkehr teilnehmen können.

Geniestreich der Woche

Wer ist eigentlich auf die bekloppte Idee gekommen, dass eine Woche eine Primzahl an Tagen haben soll? Sieben ist so eine blöde Zahl. Sie ist durch nichts teilbar, passt mit keiner anderen Zeiteinheit zusammen (ausser mit dem Februar in Jahren, in denen die überflüssige Schaltjahrerei ausbleibt) und erschwert es nur, Zielvorgaben wie „2x die Woche“ mit festen Wochentagen zu versehen, was es deutlich einfacher machen würde, sich eine solche Regelmäßigkeit zu merken.
Ich sehe dafür zwei Möglichkeiten: Entweder, wir schaffen den Montag ab. Den mag eh so gut wie niemand.
Oder aber, wir führen einen achten Tag ein. Den nennen ich Kortag, einfach weil es der erste unverwechselbare Name für einen Tag ist, der mir einfiel.
Sechs oder acht Tage pro Woche, alles ist besser als ausgerechnet sieben.

Politik der Woche

Die Woche war wieder eine privat sehr volle. So war ich politisch eher bei einigen Veranstaltungen zu Gast.
So gab es am Donnerstag einen Vortrag zum neuen Polizeigesetz von dem kölner Strafrechtler Christian Mertens, der den Gesetzenentwurf und seine Konsequenzen aus juristischer Sicht auseinandernahm. Kernerkenntnis: Hier wird die Gewaltenteilung beunruhigend ausgehöhlt.
Samstag veranstalteten die Grünen im Kreis Viersen ihr Sommerfest. Ein angenehmes Treffen mit dem Nachbarkreis mit einigen Gesprächen.

Eines möchte ich an dieser Stelle noch ergänzen,da es ansteht: Am Sonntag, den 16. September, ist in Mönchengladbach die Sternfahrt 2018. Ich werde bei dieser Gelegenheit einen Zubringer aus Roermond anbieten, der grob meinem Vorschlag für einen grenzüberschreitenden Radschnellweg folgt.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche habe ich hier mal zwei Tipps. Dafür hatte ich letzte Woche ja strenggenommen keinen.
Den Anfang macht ein Debütroman eines Mönchengladbachers. Der gefangene Sommer von Christoph Steckelbruck ist ein schwer einzuordnendes Porträt des Erwachsenwerdens in den 70er Jahren. Als solcher ist er authentisch und wenig nostalgisch, was vor allem bei der aus heutiger Sicht hässlichen Seite der Vergangenheit deutlich wird. Die Sicht auf das Erwachsenwerden, der beiläufige Alltagssexismus, all das findet sich in diesem Zeitbild ungelogen und in freiem Konfrontationskurs mit der Leserschaft der 2010er, die das alles kaum mehr kennt. Nun gehöre ich als Kind der 80er da zwar zu, aber so etwas schwindet ja nicht von Gestern auf Heute und so manches hat sich bis tief in die 90er gehalten.
Der andere Tipps ist deutlich gegenwartsbezogener. Unter dem Titel The Cleaners gibt es bei Arte eine Dokumentation dazu, wie bei sozialen Netzwerken wie Youtube und Facebook entschieden wird, welche Inhalte akzeptabel sind und vor allem, welche nicht. Das Ganze ist mit der seltsamen Hintergrundidee, redaktionelle Auswahl sei „Zensur“, auf Sensation/Skandal gebürstet,aber dennoch sehenswert.
In dieser Welt habe ich mich vor Jahren selbst bewegt. Und ja, man sieht eine Menge Scheiss. Nicht so schlimm wie das, was ich von Bürokräften bei der Polizei gehört habe, die beispielsweise Hinweise auf Kinderpornografie überprüfen müssen, aber da hatte ich wahrscheinlich einfach nur Glück, sowas nie dabei gehabt zu haben. Aber es ist eine Arbeit, die irgendjemand machen muss, wenn wir (einschließlich Kinder etc.) so etwas nicht schutzlos ausgeliefert sein wollen. Diese Notwendigkeit kommt mir bei der Doku etwas kurz.

Fotos der Woche

Hier war ich am Samstag auch mal für ein-zwei Stunden: Ein Stand der Umweltschutzvereine in MG zu den Themen Braunkohleabbau und Hambacher Forst. Mit politischer Musik und jeder Menge Information für alle Interessierten.
Diesmal ist es frisches Obst, das unsere Schubkarre füllt. Nach dem Ende der Dürre ist nun die Erntezeit gekommen und auch gepflanzt werden kann endlich wieder. Das hier ist der Rest, nachdem alles andere unter den Anwesenden verteilt wurde. Wahrscheinlich geht auch das wie beim letzten Mal, als größere Mengen Obst übrig waren, an die Aktiven im Hambacher Forst.
Nächste Woche ist übrigens nochmal Apfelernte, zwei weitere Bäume sind dann bereit.
Unterdessen ergänzen bei den Anpflanzungen Guter Heinrich, eine neue Winterheckenzwiebel, Rosmarin, Thymian und Liebstöckl die Vielfalt der Oase. Ein Schlehdorn ist ebenfalls neu, der dient aber weniger der Ernährung, als der Lieferung stacheliger Zweige zum Schutz der Gemüsepflanzen.

Videos der Woche

Fiction Science bleibt bei den Konzeptfahrzeugen aus der Science-Fiction, die es nie auf den Bildschirm gebracht haben. Der AT-HS ist ein Läufer, der für Star Wars: Die letzten Jedi entworfen wurde, am Ende aber nur in Form eines Lego-Sets auftauchte. Dieses Set habe ich nun hergenommen, um ein wenig über Zweiwegefahrzeuge zu sprechen, und darauf einzugehen, wieso ein solches Konzept für einen als Kundschafter eingesetzten Läufer im Star-Wars-Universum eine echte Verbesserung ist.

Bei Extra Extra gibt es endlich wieder frische Magazin-Inhalte. Ein Ninjago-Bösewicht namens Talon eröffnet die neue Saison der Tütchenfiguren als Heftbeilagen.


Sieben am Sonntag 26.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Aus Tradition verfassungsfeindlich.

Musik der Woche

Wer sagt eigentlich, dass man Lieder immer nurvorwärts oder rückwärts singen kann? Wie wäre es mal damit, Text und Melodie vorwärts,aber die einzelnen Wörter rückwärts zu singen? Die wahnwitzige Editierungsarbeit, das zu erreichen, ist eine der absurden Disziplinen, die sich in der Youtube-Remix-Szene etabliert haben. Sinnlos? Ja. Beeindruckend? Absolut!
Hier ist leeF dooG .cnI.

Nachrichten der Woche

Bis heute war in Köln die Gamescom und da gibt es eigentlich immer bemerkenswertes. manchmal nur, wie scheusslich die gekühlt verschenkte Coke Zero schmeckt, aber dieses Jahr zum Beispiel auch die Aufregung um das erste in Deutschland freigegebene Videospiel mit Hakenkreuzen. Denn vorvergangene Woche hat die USK eine Freigabe bekommen, Hakenkreuze nicht automatisch verbieten zu müssen, sondern auch diese in Spielen zuzulassen, wenn die Spiele angemessen mit diesen historischen Symbolen umzugehen wissen. So, wie es nach §86 Absatz (3) StGB auch sein sollte, nur noch etwas vorsichtiger als bei Bild und Film. Videospiele sind eine Kunstsparte und mit den anderen Künsten gleichberechtigt zu behandeln. Das müssen sie jetzt halt, wie vor 20 Jahren die Comics anlässlich Art Spiegelmanns Maus, wirksam erstreiten.

Grafik ist schon geil, aber langweilig und die Respawns sind voll verbuggt -  Bild: Bundeswehr

Grafik ist schon geil, aber langweilig und die Respawns sind voll verbuggt – Bild: Bundeswehr


Durch ein seltsames Verhältnis zur Spielkultur fällt wie jedes Jahr auf der Gamescom auch 2018 die Bundeswehr auf. Die hat ein paar wirklich bekloppte Plakate aufgehängt und begründet deren Ansatz dann mit irgendwelchem Kleingedruckten auf den Plakaten. Klar, liest sich jeder durch, so ein Plakat mit Kleingedrucktem, deshalb kennt auch jeder Deutsche auswendig die Nikotin- und Teerwerte der großen Zigarettenmarken.
Und weil die Bundeswehr richtig schlau ist, legt sie noch ein bisschen Gamer-Bashing nach und sagt, man wolle darauf aufmerksam machen, dass man doch lieber für den Frieden kämpfen statt seine Zeit mit Spielen vergeuden sollte.
Die olympische Disziplin Zurückgebliebener Flachköpper führt man übrigens traditionell in Tarnuniform durch. Weiss auch nicht, warum mir das grade einfällt.

In Deutschland kommt man halt nur nach und nach im 21. Jahrhundert an. Die Ergebnisse dessen werden bisweilen auch etwas bizarr. So wollen die Länder jetzt etwa auch Internetplattformen in den Rundfunkstaatsvertrag aufzunehmen. Die haben wohl gehört, dass das Internet zunehmend das Fernsehen ersetzt.
Aber vielleicht haben sie ja auch ein bisschen Recht, einzugreifen, immehrin macht zuviel Facebook offenbar zum Nazi. na dann mal ein kräftiges Prost und Heil… nee, lieber doch nicht.
Allgemein ist die Zukunft ein gefährlicher Ort. Dank neuer Nano-Materialien kann man jetzt noch nicht mal mehr in ein Museum gehen, ohne in ein unsichtbares Loch zu fallen.

Aber was isst man denn so in der Zukunft, jetzt wo wir endlich da sind? Was sind da die neuesten Internettrends? Nun, das hier zum Beispiel:

Falls jemand nicht sicher war, ob wir grade im Internet sind: Offensichtlich ja.

Falls jemand nicht sicher war, ob wir grade im Internet sind: Offensichtlich ja.


Na gut, vielleicht auch nicht. Aber mit derlei Speisen endet man wenigstens nicht unter dem Verdacht, in Spanien als terroristischer Anarcho-Veganer unterwegs zu sein. Die Gefahr besteht ja durchaus auch hier in NRW.

Genevieve von Petzinger berichtet bei einem TED-Talk, nachgehalten auf Youtube, wie sie in europäischen Höhlen immer wieder gleichen Symbole gefunden hat. Das ist ein für mich faszinierendes Thema. Schon in meiner Studienzeit wollte ich immer mal in die verschiedenen Höhlen mit Höhlenmalereien gehen und nach Gemeinsamkeiten suchen, um daraus Rückschlüsse auf das Denken und vielleicht sogar die Sprache der damaligen Menschen finden zu können. Hätte ich jemals eine Promotionsarbeit angesetzt, das wäre ihr Thema gewesen.
Höhlenmalereien sind ausgiebig katalogisiert, aber oft nur recht oberflächlich und ihre geordnete Erforschung ist noch extrem lückenhaft, die Paläopsychologie und Paläolinguistik blicken selten so weit zurück und sind auch relativ obskure Forschungszweige.

Geniestreich der Woche

Nö. Ich habe für den August 2018 die Phase „Oh Gott, jetzt bloß nicht noch eine Idee“ erreicht. Mit anderen Worten, wie jedes Jahr nach der großen Urlaubssaison brauche ich erstmal Urlaub von dem ganzen Urlaub. Denn das ist traditionell die Zeit, in der alle Zeit haben und alles mögliche erledigt wird (oder werden will).

Politik der Woche

Bild: Grüne Mönchengladbach

Bild: Grüne Mönchengladbach

Erik Marquardt war am Freitag im Ratskeller in Rheydt und stellte seine Eindrücke aus Afghanistan und vom Mittelmeer vor.
Er berichtete mit Fotobegleitung von furchtbarem Elend an allen Ecken, von verzweifelten Menschen, den vielen Gefahren der Flucht und den Folgen der europäischen Abschottung. Ein absolut beeindruckender Vortrag zum Leid der von vielen hierzulande so abwertend, ja entmenschlicht, diskutierten Menschen.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche ist das mehr eine Ankündigung,deswegen auch noch kein Link. Die Herbstausgabe des Mad Scientist Journal ist nun durch ihr letztes Lektorat und wird im September erscheinen. Darin dann auch eine Kurzgeschichte von mir, Fetch Monkey. Ein Cover habe ich leider noch nicht, aber die gesamte Zeitschrift sieht vom Inhalt sehr gut aus.
Sie bietet ein gut internationales Autorenteam und eine breite Palette innerhalb seiner Prämisse, als Fachmagazin für wahnsinnige Wissenschaftler mit einem Schuss 50er-Stil aufzutreten.

Foto der Woche

Die Erntesaison kommt in Fahrt.

Die Erntesaison kommt in Fahrt.

Jetzt, wo endlich wieder etwas Regen kommt, legen die Feldfrüchte ihren letzten Sprint zur Erntezeit vor. Kürbisse und Zucchini sind langsam so weit und auch die ersten Äpfel nehmen endlich ihre rote Maserung an und werden beissbar.

Videos der Woche

Fiction Science wendet sich diese Woche wie versprochen dem kultigen Hai-Thriller Deep Blue Sea zu. Zum einen geht es um die Haie, zum anderen um das Schiff aus dem nie gedrehten ersten Entwurf für eine Fortsetzung unter dem kreativen Titel Deep Blue Sea 2.

Extra Extra überwindet die Dürre bei den Lego-Heften mit zwei Abstechern ins Land des Nicht-Ganz-Lego. Zum einen gibt es ein paar Tiere mit dem alternativen Steinformat der Miniblocks, zum anderen ein Klebeband mit Noppen zur freien Gestaltung von Spiel- und Aufbewahrungsflächen für Legofiguren und -Bausätze.

Nächste Woche gibt es eine kleine Überschneidung: Während Extra Extra im normalen Rahmen läuft und ein neues Heft von Ninjago besprechen darf, wildert Fiction Science ein wenig bei seinem deutschen Schwesterkanal und bespricht ein Star-Wars-Fahrzeug aus einem Lego-Set: Der AT-HS (Heavy Scout Walker) kommt zu Besuch.


Sieben am Sonntag 19.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Weitgehend plastikfrei.

Musik der Woche

Am Montagabend wurde ich etwas von einem Britney-Spears-Konzert in Hörweite überrascht. Ich wusste, es kam eins, aber mit einem Konzert mitten in der Woche hatte ich nun doch nicht gerechnet.
Nun bin ich kein so großer Freund von Britney Spears (mehr), zu eintönig ist mir der ganze Pop geworden. Also muss sie für die Musik etwas aufgepeppt werden. Dafür kommt Gwen Stefani ins Spiel. Mashups sind immer noch eine der besten Erfindungen der Internet-Musikszene.

Nachrichten der Woche

Ist irgendwer überrascht, dass der große Diesel-Buhmann Fahrverbote nun erstmal nicht kommt? Ich jedenfalls nicht. Nötig gewesen wären sie ja, aber da sträubt sich absolut jeder gegen, an den heiligen Diesel zu gehen,als wäre der bisherige Angriff auf den Otto-Motor noch nicht schlimm genug. Das deutsche Kulturgut schlechthin, dieser Zweitakt der Explosionsmotoren.
Quizfrage für die Autofahrenden hier: Was ist schlimmer im Straßenverkehr als ein Fahrradfahrer? Nun, wie wäre es mit einem Fahrrad ohne Fahrer. Ja, der Technikhype um selbstfahrende Fahrzeuge geht weiter und jetzt kommt also ein Fahrrad, das den Leuten ganz von allein in die Hacken und vor die Autos fährt. Toll! Ja,sorry, ich bin halt der Meinung, ein Fahrzeug im Straßenverkehr sollte immer einen Fahrer (oder meinetwegen bei manchen Maschinen bauartbedingt einen Begleiter) haben, der das Verhalten des Fahrzeugs kontrolliert.

Immer diese scheiss Fahrradfah... oh - Bild: Harald Krieg/Uni Magdeburg

Immer diese scheiss Fahrradfah… oh – Bild: Harald Krieg/Uni Magdeburg


Apropos Fortschritt in der falschen Richtung: Plastikflaschen. Bekannt sind die ja für fragwürdige Zusatzstoffe wie Bisphenol-A und für den Müll, den sie machen. Weniger bekannt sind sie dafür, tatsächlich Plastik ins Trinkwasser zu bringen. Das Problem sind offenbar in vielen Fällen weniger die Flaschen selber, als die Schraubverschlüsse, die ja auch bei Glasflaschen oft aus Plastik sind.

Eher rückschrittlich ist mal wieder der Katholizismus. Zum Beispiel, wenn in Paraguay ein 14-jähriges Kind bei der Geburt des Kindes ihres Vergewaltiger stirbt. Denn Abtreibung ist ja eine Sünde.
Und bei der medizinischen Rückständigkeit der Bevölkerung können wir ja auch mal die Impfgegner ansprechen. Das Bild gleich etwa stammt von Berit Uhlmann und zeigt eine Eiserne Lunge. Darin landete man früher, wenn man Erkrankungen wie Tetanus oder Kinderlähmung grade so überlebte. Die Maschine ersetzt die nicht mehr funktionierenden Atemmuskeln und nur der Kopf schaut raus. Für eine lange Zeit, manchmal ein Leben lang. Eiserne Lungen gibt es heute nicht mehr. Die relevanten Krankheiten wurde durch Impfungen nahezu ausgerottet. Einst kannte sie jeder.

Kein Scherz - Bild: Berit Uhlmann

Kein Scherz – Bild: Berit Uhlmann

Okay, schnell etwas heiteres dagegensetzen. Wie wäre es mit dieser Umsetzung eines Seitenwagens am Fahrrad? Cool, oder?

Edel!

Edel!


Und noch was Lustiges aus dem Verkehrsleben: Wenn man ein Auto abschleppt und nur gegen Strafzahlung zurückbekommt, dann ist das ja schon irgendwie Erpressung, findet die Polizei. Wie? Achso, nein, nicht bei irgendwelchen Autos, nur bei Zivilfahrzeugen der Polizei natürlich.

Die Wissenschaft hat einen der wichtigsten Streits der englischsprachigen Kultur gelöst: Wie viele Leerzeichen hinter einen Punkt gehören. In der Zeit der Schreibmaschinen war es dort üblich, hinter einem Punkt zwei Leerzeichen zu setzen. Das endete mit dem Computer, doch nicht alle sind glücklich damit. Als Bonus hat der Artikel selbst sehr viel Spass mit unterschiedlichen Standards der Leerzeichensetzung. Als Malus ist die Studie selbst aus guten Gründen sehr umstritten. Aber interessant, womit sich manche Kulturen so beschäftigen. Ganz im Ernst, die Frage nach der Anzahl der Leerzeichen höre ich im englischen Bereich des Öfteren.
Aber vielleicht erledigt sich das auch bald. Die FNP hat einen beachtlich ehrlichen Artikel zur Zukunft des Buches und auch zum Umgang seiner Vertreter mit dieser Entwicklung. Ja, auch ich fürchte, dass das Buch auf dem Weg in eine Nische ist. Schon sehr bald wird es auf die Alltagskultur kaum mehr Einfluss nehmen, als dies heute Theater oder Ballett tun. Kulturelle Spurenelemente für eine kleine Liebhabergruppe.

Geniestreich der Woche

Wisst ihr was, ich habe jetzt schon ein paar Mal über Videospielideen nachgedacht, ich glaube, ich setze einfach mal eine um. So ziemlich meine älteste Idee in diesem Bereich: Eine Adaption von Moby Dick.
Moby Dick ist ja im Ursprung eine als Roman getarnte Einführung in die Kultur und Technik des Walfangs im 19. Jahrhundert. Als solche hat er eine Reihe von Schwächen, funktioniert aber letztlich doch. Nur eines nehme ich Melville bis heute übel: Dass der Wal in der Geschichte wirklich existiert. Ich bin der Überzeugung, Moby Dick wäre ein um Längen besserer Roman, wenn der Wal sich schließlich als Wahnvorstellung Ahabs herausstellt, für die er sein eigenes Leben und das seiner Mannschaft zu opfern bereit ist.
Letztlich ist dem im Roman ja auch so, aber dass der Wal am Ede dennoch existiert, schwächt ihn in meinen Augen erheblich.
Nein, bei mir existiert der Wal nicht. Nur ein Kapitän, dessen Wahn von Tag zu Tag wächst und der sein Schiff unvermeidlich auf den Untergang zusteuert — offen bleibt allein, auf welche Art von Untergang.

Politik der Woche

Im Hintergrund laufen die Vorbereitungen auf die Zeit nach der Sommerpause. Aber diese laufen eben noch im Hintergrund.
Abseits der Parteipolitik läuft es etwas vordergründiger. Die noch unverteilten 10 kg Birnen vom abgestürzten Ast der letzten Woche haben ihren Weg in den Hambacher Forst gefunden, nachdem eine sehr aktive Bekannte danach gefragt hat. Ich weiss nicht, ob sie einverstanden ist, wenn ich ihren Namen erwähne, daher lasse ich das hier mal.

Wortgeschmeide der Woche

Ich habe mich gestern sehr über die Verfilmung von Stanislaw Lems Solaris von 2002 geärgert. Der Roman zählt zu meinen absoluten Lieblingsbüchern.
Solaris ist aus gutem Grund ein Klassiker der Science-Fiction. Es ist ein Roman, der danach verlangt, Science-Fiction zu sein, eine Expedition in die menschliche Fähigkeit, die Welt zu verstehen und dahin, was jenseits des Verstehbaren liegt. Solaris dienen die Figuren als Vesikel seiner eigentlichen Geschichte, sie dienen uns als Augen in eine fremde Welt. Es lässt fragen offen, weil genau das der Punkt ist.
Soderberghs Verfilmung mit George Clooney ist ihr Genre herzlich egal. Sie erzählt die Geschichte von Chris Kelvins persönlicher Krise nach dem Verlust seiner Frau. Das amerikanische Verständnis von Geschichten denkt von den Figuren her. Es hat kein Interesse, große Fragen zu stellen, statt dessen spielt es die immer gleichen Fragen mit immer anderen Figuren durch. Es hasst offene Fragen und erklärt alles. Zwar erklärt es nicht, was der Planet Solaris ist und macht, aber auch nur, weil dieser zum Bildschirmschoner in den Fenstern der Raumstation verkommt. Er ist notwendiges Mittel, um eine Geschichte zu erzählen, die sich so sehr weigert, Science-Fiction zu sein, dass alle ihre Aufnahmen ausserhalb der Raumstation ganz offensichtlich New York um die Jahrtausendwende zeigen.
Solaris (Film von 2002) ist ein vergessenswerter Film voller Angst vor sich selbst.
Solaris (der Roman) ist ein Klassiker, der in der Literatur allein steht und den man gelesen haben sollte.

Foto der Woche

Hier ist eine Dürrefolge, die den meisten Menschen nicht bewusst ist, weil sie eher indirekt läuft: Die Apfelbäume bilden bei der Trockenheit nicht etwa weniger Äpfel, sie werfen diese einfach nur verfrüht ab. Oft zu früh, als dass sie noch nachreifen könnten. Das Ergebnis sind Obstwiesen, die gut einen Monat vor der Ernte voll sind mit faulenden Äpfeln. Wir haben heute zwei komplette Schubkarren voller Äpfel weggekarrt, um der daraus resultierenden Wespenplage Herr zu werden.
Vor der Dürre hingen die Bäume unglaublich voll, bis zur Reife werden es nun nicht mehr viele Äpfel schaffen.

Videos der Woche

Diese Woche kehren wir das übliche Spiel mal um: Extra Extra geht mangels Neuerscheinungen diese Woche leer aus, dafür ist der englischsprachige Kanal Fiction Science jetzt endlich am Laufen. Die Folgen zu Stygimoloch und den Sauropoden von Jurassic Park/World sind raus und ich habe mich für eine neue Regel entschieden: Statt wie erst angesagt zwei Folgen jeden Sonntag gibt es nun eine am Sonntag und eine am Mittwoch. Das ist deutlich leichter einzuhalten, denn Schnitt und Schlussbearbeitung der Videos kosten nicht wenig Zeit, die ich grade am Sonntag eher nicht habe. Und es ist für Interessierte auch deutlich angenehmer, nicht immer zwei Folgen auf einen Schlag zu haben.
Ich merke schon, das freie Sprechen vor einem Mikro ohne Bild muss ich noch etwas üben. Vorlesen kenne ich ja, Aufnahme mit Bild ebenfalls. Reiner Ton ist wieder etwas anders, da ist es nicht so einfach, die Stimme so zu modulieren, um das Publikum emotional zu erreichen. Aber ich denke, auch das kommt mit der Zeit.

Weiter geht es nächste Woche mit zwei Folgen zu Deep Blue Sea.
Was kommende Woche ebenfalls eine Wiederauferstehung feiert, ist der Kanal mit den eingesprochenen Kurzgeschichten. Das mit 100 Wörtern extrem kurze Chiselled macht hier diese Woche den Aufschlag, einen Titel für die zeitgleich erscheinenende deutsche Übersetzung habe ich noch nicht. Ja, das heisst, ich werde Paul, das Einhorn erstmal ignorieren, im Hintergrund vervollständigen und dann vielleicht diesen Dezember erneut veröffentlichen, dann komplett.


Sieben am Sonntag 12.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Weitgehend plastikfrei.

Musik der Woche

Bad Lip Reading ist ein Youtube-Kanal, der genau das macht: Filmausschnitte mit falsch von den Lippen der Figuren abgelesenen Dialogen nachzusynchronisieren. Manchmal kommt dabei auch Musik raus, so wie hier bei Bushes of Love. Und die ist in der Regel alles andere als schlecht, nur halt sehr bizarr. Vor allem Star Wars ist da ein beliebtes Ziel und ich hatte es nicht leicht, zwischen der textlichen Absurdität von Bushes of Love und der völlig unpassend fröhlichen Stimmung von Not a Moon zu entscheiden.

Nachrichten der Woche

Wie kommen die „Klimaskeptiker“ eigentlich an ihre schrägen Daten? Nun, wie man aus einem ziemlich eindeutigen Erwärmungstrend mit statistischen Tricks eine Abkühlung macht, zeigt das Blog Open Mind mit den Messdaten der USA. Das Ergebnis: Kompletter Quatsch, der aber mit korrekten Zahlen operiert. Nur halt mit einem schwer fehlerhaften Datensatz.
Unterdessen kommen zwei neue Quellen für die Luftverschmutzung, einschließlich der Treibhausgase,ans Tageslicht. Zum einen gibt es da die Erkenntnis, dass das eh schon katastrophale Fracking auch eine deutliche Luftverschmutzung mit sich bringt. Und weil das noch nicht reicht, stellt sich auch Plastik (insbesondere Mikroplastik) als Methanquelle heraus.
Wie ein wärmeres Deutschland aussehen wird, erleben wir ja grade: In großen Teilen trocken und verbrannt. Aber es gibt auch Tiere, denen das warme Wetter sehr zu Gute kommt. Der eigentlich sehr seltenen Süßwasserqualle etwa, von der ich durchaus ein Fan bin, die aber eigentlich andere Gewässer gewohnt ist. Sie benötigt tiefe Seen, die sich im Sommer schnell aufwärmen. Und diese Kriterien erfüllen diesen Sommer deutlich mehr Seen deutlich besser als früher.
Es ist dennoch gut, wenn etwa Edeka ein plastikfreies Pfandsystem in der Fleischteke anbietet. Ob das ausgerechnet im Fleischverkauf viel Sinn hat, kann man natürlich debattieren, aber es gibt halt in NRW gar keine militanten Veganer, nur ganz normale, die hin und wieder mal einen Sticker an eine Metzgerei kleben. Aber gut, dass wir das endlich mal geklärt haben!

Gefährlicher sind da schon einige Tendenzen der Digitalisierung. So gab es etwa in Venezuela einen Anschlag mit einer Drohne, an der ein Sprengsatz befestigt war.
Im US-Staat Georgia sind es eher die passiv-aggressiven Wahlmaschinen, die Mist bauen und so eine immer wieder wichtige Warnung liefern, solche Sachen einfach nicht elektronisch durchzuführen. Zettel kann man später nachzählen, elektronische Stimmabgaben sind schlichtweg nicht kontrollierbar.

Und zu guter letzt dieser Comic leider unbekannter Herkunft.

Geniestreich der Woche

Bälle!

Bälle!

Es gibt auf der Welt ein paar gemischte Sportarten, allen voran natürlich Mixed Martial Arts. Aber, so habe ich mich diese Woche gefragt, was wäre eigentlich, wenn man auch Ballsportarten mischen würde?
Das Ergebnis ist Ballball. Ein Spiel, in dem auf einem Feld zwei Mannschaften antreten, die beide unterschiedliche Ballsportarten spielen. Jede Begegnung ist anders und spannend, die Anforderungen an die Spieler sind enorm. Natürlich ist nicht jede Ballsportart mit gemischtem Ballsport kompatibel und es muss spezielle Regeln für die Ballübernahme geben, aber ich denke, Ballball könnte ein sehr spaßiger Sport werden.
Nun bin ich jemand, der Zuschauersport allgemein eher langweilig findet. Fußball und seine direkten Verwandten ganz besonders. Und das wäre bei Ballball wohl auch nicht groß anders, aber da könnte ich wenigstens nachvollziehen, was da an Strategien und wöchentlichen Begegnungen spannend und abwechslungsreich genug ist, um sich darüber ständig zu unterhalten.
Los, mach das jemand! Und wenn auch nur als Videospiel.

Politik der Woche

Eine ruhige Sommerwoche ist für mich Grund genug, statt der üblichen Politik etwas praktisches hier reinzusetzen: Wir machen vom Verein Transition Town MG (oder offiziell „Mönchengladbach im Wandel e.V.“) ein VHS-Seminar zum Thema Upcycling mit diversen Praxisbeispielen.

Wortgeschmeide der Woche

Ich habe keine Ahnung, warum ausgerechnet das Jahr 2030 als Symbol für Die ZukunftTM gilt, aber es ist offenbar die Role, die diese Jahreszahl jetzt hat. Früher war das ja 2000, aber das funktioniert aus offensichtlichen Gründen nicht mehr.
Zu großen Teilen sind die garndiosen Bücher über Die Welt Der ZukunftTM verschwunden. Bücher, die die ständige Verwendung alberner TMs rechtfertigen, voll mit Visionen einer Welt, die offensichtlich nie kommen wird. Die waren großartig.
Der Brockhaus-Verlag hat sich nun daran versucht. Das Ergebnis reicht nicht an die Titel der 70er und 80er heran, aber es ist ein ganz guter Versuch, die (hauptsächlich politische) Zukunft vorherzusagen. Ein bisschen mehr technische Abgefahrenheit hätte allerdings nicht geschadet. Aber dafür braucht man wohl Michio Kaku und Elon Musk. Wobei Elon Musk eigentlich nur die Titel aus den 70ern umzusetzen versucht. nein, Hyperloop und autonome Autos sind keine neuen Ideen. s ist wirklich alte Science-Fiction.
Wo war ich? Ach ja, Brockhaus 2030. Ist gut.

Fotos der Woche

Diesen Mittwoch im Bahnhofskiosk

Diesen Mittwoch im Bahnhofskiosk

Zu meinem Beitrag über das erste Jubiläum von Extra Extra nahm ich dieses Foto vom Kinderheftregal im Bahnhofskiosk auf. Ich denke, das Foto ist eien Wiederholung wert, es ist ein so perfekter Ausschnitt unserer gegenwärtigen Plastikkultur. Endlos Plastiktüten, die allein zum Wegschmeissen gedacht sind, um ein nicht verrottendes Objekt (ein Heft), wo ein einfacher Klebestreifen oder -tropfen reichen würde, um die jeweiligen Beilagen auf den Heften zu befestigen. Und alles in knallbunt.

Die heutige Ankunft in der Dahler Oase brachte eine Überraschung mit sich: Mitten auf dem Weg lag ein etwa vier Meter langer Ast der in sechs Metern Höhe aus dem großen Birnbaum ausgebrochen war. Das muss bei den Sturmböen am Mittwoch oder Donnerstag geschehen sein, als es auch zum ersten Mal seit Wochen endlich wieder regnete.
Den Ast haben wir dann heute auseinandergenommen und die Birnen „notgeerntet“ – über 20 kg waren mit dem Ast runtergekommen. Die müssen nun nachreifen, denn diese Birnensorte wird erst im September reif.

Videos der Woche

Die LegoMagazine brachten diese Woche zwei Minifiguren mit sich: Zunächst Owen Grady in Lego Jurassic World 2 mit einem Aussichtsstand dabei und dann, etwas puristischer, Obi-Wan Kenobi in der Version aus Episode II in Lego Star Wars 39. Zwecks Abwechslung habe ich dazwischen noch ein herrlich beklopptes Modell von Best Lock vorgestellt, das angeblich einen Raptor darstellen soll. Na, wenn sie meinen…

Für Fiction Science habe ich mich inzwischen für einen Rytmus entschieden. Es wird künftig immer Sonntag abend neue Videos dort geben. Für die nächste Zeit immer zwei. So werde ich nach dem Schreiben dieses Blogbeitrags die Videos zu Stygimoloch und den Sauropoden in Jurassic World fertigschneiden und hochladen.
Die Woche drauf geht es dann um Haie, dann Star Wars und dann geht es für zwei weitere Folgen zurück nach Jurassic Park/World.


Extra Extra wird 1!

Am 9. August 2017 ging das erste Video meines Kanals Extra Extra online. Seitdem hat sich dort viel getan und verändert, es gab ein langes Auf und Ab und heute sieht der Kanal völlig anders aus, als ich noch vor einem Jahr erwartet habe. Also, gehen wir zum Jubiläum auf die Reise!

Inhalte: Von Experimentierkästen zu Lego

Ich habe offenbar nie die Geschichte hinter der Entstehung des Kanals erzählt. Denn auch wenn er als Kanal für Heftbeilagen gestartet ist, war das nicht die ursprüngliche Idee.
Die ursprüngliche Idee war ein Kanal für Lernspielzeug, sprich Experimentierkästen und ähnliches. Das Konzept lief auf eine Beratung für Eltern hinaus, was die Produkte ihren Kindern beibringen könnten und ob sie dies gut machten. Allerdings sind die erhältlichen Experimentierkästen alle extrem gleich, es gibt nur relativ wenige Formate, die immer wieder neu aufgelegt werden. Das ist schade und macht es nicht einfach, genug Videos zu produzieren.
Und hier kamen die Heftbeilagen ins Spiel. Von denen gibt es gegenwärtig nicht wenige, wie ein Blick in den nächsten Kiosk, vor allem Bahnhofskiosk, beweist. Oder auf ein Foto des Bahnhofskiosk, das an dieser Stelle ohnehin folgt.

Ich bin im Schreiben des Artikels aufgestanden, zum Bahnhof gefahren und habe dieses Foto gemacht. DAS ist journalistische Integrität!

Ja, ich bin im Schreiben des Artikels aufgestanden, zum Bahnhof gefahren und habe dieses Foto gemacht. DAS ist journalistische Integrität!


Der Gedanke war der, dass dies ja relativ nah an den Lernspielzeugen ist und einige der Hefte sicherlich auch solche dabei haben. Nunja. Hin und wieder gibt es zwar auch solche Sachen, aber das meiste ist halt billigster Plastikkram aus China, der schnell mit einem Aufkleber versehen und dann nacheinander verschiedenen Heften beigelegt wird. Jetzt grade liegt eine Ausgabe der Drei ??? an den Kiosken, bei denen auf einem Teil der Hefte das Logo des Magazins zur Sendung mit der Maus auf der Beilage klebt.
Aber immerhin war so Material da, um jede Woche mit 4-6 neu erschienenen Heften zu füllen. Ich startete also damit, wöchentlich ein Video herauszubringen, das die Beilagen der Woche besprach. Auf diese oft „Extras“ genannten Beilagen bezieht sich auch bis heute der Name des Kanals.
Bereits in der dritten Woche war ich so bei Beilage 22 angekommen und die Sachen begannen, sich zu wiederholen. Den Ausschlag gab der vermaledeite Fidget-Spinne,r der zu diesem Zeitpunkt grade aus der Mode kam und in 1-Euro-Shops verramscht wurde. Das und die zunehmende Länge der Videos brachten damals eine Änderung mit sich: Von diesem Moment an würde ich nur noch ausgewählte Extras besprechen, über die es auch genug zu sagen gab, um ein Video zu drehen. Und jedes Extra würde statt der bald halbstündigen Sammelvideos sein eigenes Video bekommen. Damit endete die Dokumentation des Projekts hier im Blog aber die Videos gingen weiter.
Und bald zeichnete sich ab, dass der Inhalt des Kanals in eine klare Richtung lief: Lego.
Der Grund war ein recht einfacher: Die Lego-Hefte waren die einzigen Hefte, die zuverlässig hochwertige Beilagen hatten, über die sich zu sprechen lohnte. Der erneute Tod der Yps und die qualitativ nicht so pralle Entwicklung der Micky Maus zementierten diesen Trend. Die anderen Sachen schrumpften sehr schnell weg und da es praktisch jede Woche ein neues Lego-Heft gibt, musste ich mir um fehlende Inhalte keine Sorgen machen.
Natürlich versuchte ich, den Kanal weiterzuentwickeln. Im Dezember etwa nahm ich eine Reihe von Experimentiersets unter die Lupe. Das kam aber nicht besonders an. Auch die Versuche, wenig besprochene Sets von Lego-Konkurrenten vorzustellen, liefen eher mittelprächtig, das werde ich aber ab und an noch im Kanal einstreuen. Die Schleich-Dinos sind auch kein sonderlich populäres Thema, aber die halte ich aus eigenem Interesse an den Figuren noch im Kanal.

Besucher und Geld und so

Der Kanal wuchs nach dem Umstieg zunehmend an Abonnenten, Ansichten und Werbeeinnahmen. Als im Dezember mein zu dieser Zeit als Kamera verwendetes Handy kaputtging, hatte er sich auf eine Ausgaben-Einnahmen-Bilanz nahe Null hochgearbeitet. Bei anhaltendem Trend wäre er im April oder Mai profitabel geworden.
Doch dann ging eben mein altes Handy kaputt. Erst drei Wochen später konnte ich ein neues kaufen und dessen Kamera war vollkommen unbrauchbar. Und dann kam eine Mail von Youtube, dass die Bedingungen für die Fähigkeit verändert wurden, mit seinen Videos Geld zu verdienen. Es hieß, man wolle in Zukunft stärker auf die Kanäle schauen, die Werbung schalteten und dafür in Zukunft menschliche Tester die Kanäle überprüfen lassen. Doch dafür sollten die Bedingungen erschwert werden, um die Zahl der zu überprüfenden Kanäle begrenzt zu halten. Nur leider waren davon auch Kanäle betroffen, die bereits für Werbeschaltungen freigegeben worden waren — obwohl diese nach vorherigen Aussagen Youtubes auch schon von Menschen überprüft worden waren. Meiner zum Beispiel.
Plötzlich sollte ich neben den bereits erbrachten 10.000 Videoansichten zusätzlich 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden jährliche Sendezeit zusammenbekommen.
Und die Nachricht kam genau zu dem Zeitpunkt, als ich überlegte, in eine Kamera zu investieren. Denn mein Kanal erfüllte diese Anforderungen nicht, Youtube würde mir also bald mein Einkommen aus den Videos wegnehmen. Das hat mich etwas sehr desillusioniert und enttäuscht. Verstanden habe ich es bis heute nicht, da sich Google als Youtubes Besitzer damit meines Erachtens nur ins eigene Knie schießt, denn die schalten dann ja weniger Werbung.
So kam es also zu einer Unterbrechung des Kanals. Im Laufe der Monate fiel mir aber auf, dass die Abozahlen stabil blieben und immer noch neue Abonnenten hinzukamen. Und so entschied ich mich, dass die Anforderungen von Youtube vielleicht doch noch erreichbar waren. Ich stellte ein Video ein, das die Situation erklärte und begann wieder, Videos aufzunehmen.

Nach diesem Bruch war das Wachstum natürlich deutlich langsamer und ich musste mich wieder auf die vorherigen Zahlen hochkämpfen. Aktuell bin ich bei exakt 63 Videos, 300 Abonnenten, knapp 2 Millionen Videoansichten und 500 Stunden jährlicher Sendezeit. Ich gehe davon aus, dass ich Anfang 2019 wieder Werbung schalten kann, bis dahin ist das ein reines Passionsprojekt.
Ich werde weiterhin versuchen, den Fokus der Videos zu erweitern, aber die Lego-Hefte sind zur Zeit die Hauptattraktion. Was keine Beschwerde ist, Lego ist immer gut. Mal sehen, wo es in Zukunft hingeht.

Videodreh

Am Anfang habe ich recht aufwendige Videos gemacht, mit Schnitten, Einspielern, manchmal sogar Effekten. Es gab ein Intro und ein eigens gestaltetes Vorschaubild.
Inzwischen hat sich das alles deutlich verkürzt: Wenn ich ein Video für Extra Extra drehe, lege ich in der Regel die Requisiten bereit,richte die Kamera aus, schalte die Kamera ein und fange an, zu reden. Das Ergebnis ziehe ich dann in ein Programm zur Videobearbeitung, wo es für Youtube mit einem 20 Sekunden langen statischen Bild am Ende versehen wird, bevor ich das zu diesem Zeitpunkt 1-3 GB große Video mit Hilfe eines Programms namens Handbrake auf eine Größe von 100-200 MB komprimiere. Und dann lade ich das Ergebnis auf Youtube hoch. Als Stativ für die Kamera nutze ich übrigens immer noch einen Selfie-Stick für einen Euro, den ich in einem alten Rucksack fixiert habe. Das funktioniert super.
Alles in allem etwa 20 Minuten Arbeit und eine Stunde warten, während der Computer arbeitet. Ja, Extra Extra ist das mit Abstand am wenigsten aufwendige Format, das ich bediene. Keine Drehbücher, so gut wie keine Nachbearbeitung, einfach nur Kamera an und reden. Deutlich schneller und einfacher als Formate, bei denen ich separat aufgenommenen Ton nachher mit Bildern versehe. Gleichzeitig ist es das erfolgreichste, was übrigens im Videobereich gar nicht mal so selten ist.
Was eine mögliche übergreifende Geschichte angeht, so kommt die hin und wieder auf, aber das entwickelt sich beim Einsprechen spontan und organisch. Mal sehen, wo der Aufbau meiner Roboterspinnenarmee noch hinführt. Momentan denke ich an einen Jubiläums-Brickfilm oder sowas. Nicht dieses Jahr, aber irgendwann.
Ich bin aber auch mit der Zeit deutlich geübter geworden, was die Erstellung und Bearbeitung von Videos sowie das Sprechen bei der Aufnahme angeht. Ich denke, Extra Extra war wichtig, damit ich das flüssige Sprechen für meine Kurzgeschichten und Fiction Science erlernen konnte. Diese wiederum sind deutlich aufwendigere Formate und grade von Fiction Science erhoffe ich mir mittelfristig auch größeren Erfolg.

Aber jetzt erstmal: Auf das erste Jahr mit Youtube (auch in Hoffnung auf eine künftige Alternative), auf das erste Jahr Extra Extra und auf viele erfolgreiche weitere Jahre. Prost!


Sieben am Sonntag 05.08.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Und manchmal haben sie hitzefrei

Musik der Woche

Diesmal ist die Musik der Woche keine musikalische Auswahl, wobei der Song auch nicht schlecht ist.
Dies ist eine Erinnerung an Burkhard Lueneberg, von dessen Tod ich wenige Minuten nach dem letztwöchigen Beitrag erfahren habe. Burkhard war ein Jahr lang mein Bürokollege beim WDR. Ein positiver Mensch mit viel Humor, mit dem es immer sehr kurzweilig war.
ich wünsche seiner Familie und seinen Freunden alles Gute in dieser schweren Zeit.

Nachrichten der Woche

klimaflucht-langFangen wir mit diesem Statement von Ricarda Lang an. Ich finde das sehr gut. Leute, die Migration und Flucht nicht unterscheiden oder die Konsequenzen unserer eigenen Lebensweise nicht sehen wollen können halt nicht.Denn ja, am Ende sind es die westlichen Nationen, die für den Untergang der kleinen Inselstaaten verantwortlich sind. Zunehmend natürlich auch die aufstrebenden Länder Asiens, aber zuallererst Nordamerika und Europa. Wobei ich jetzt auch sagen muss, dass ich Seenomadentum als Konzept gar nicht so schlecht fände. Mich erstaunt es ehrlich gesagt, dass es bis dato keine nennenswerte Zivilisation zur See gab. Aber für die Insulaner gibt es im Moment eben nur zwei Optionen: Migration oder Schwimmen (also, auf Schiffen und Plattformen, nicht wie im Mittelmeer).
Warum es in Europa und insbesondere im zunehmend stur agierenden Deutschland nicht vorankommt mit der Umsetzung neuer Technologien, dafür liefert Andreas Scheuer ein anschauliches Beispiel: Weil es wichtiger ist, die den Fortschritt verschlafende heimische Industrie zu schützen, als endlich voranzukommen. Scheuer scheint die deutschen Ingenieure ja für überaus unfähig zu halten.
Dabei funktioniert das doch anderswo in Deutschland so gut mit der Service-Kultur. Etwa beim Verfassungsschutz, von dem es für die AfD offenbar freundliche Tipps gab, wie man seine Partei aus dem Verfassungsschutzbericht raushalten kann. So nett!

Nicht verwandt, wahrscheinlich nicht verschwägert - Bild: Pedilio

Nicht verwandt, wahrscheinlich nicht verschwägert – Bild: Pedilio


Und fortschrittliche Ideen aus Deutschland gibt es ja auch, man müsste sie nur endlich mal besser unterstützen, statt ständig den in ihrer Kreativität erlahmten Großkonzernen alles Geld in den Rachen zu schütten.
Das da oben zum Beispiel ist Pedilio, eine Mischung aus Velomobil und Solarauto. Es ist zudem eines der wenigen Modelle, bei deren Entwicklung neben Effizienz auch die Alltagstauglichkeit im Vordergrund stand, die also etwas höher sind, einen leichten Einstieg bieten und viel Stauraum vorhalten.
Es hat Ähnlichkeit mit einer Leitra, wenn man sie mit einem Smart kreuzt. Im Velomobilmarkt ist sie ein recht einmaliges Fahrzeug und bereichert den etwas leeren Markt der Alltagsvelomobile für den mit dem Liegerad etwas unübersichtlichen Stadtverkehr.

Ich merke schon, bei dem Wetter ist euch das alles zu trocken. Da muss man quasi ständig duschen. Okay, hier ist für diese Gelegenheit ein Videospiel zum Thema, dessen Beschreibung alles sagt: „Rinse and Repeat is a steamy first person showering game about giving a hunk a helping hand.“ Jepp, ein Einseifsimulator mit diesem sympathischen Herrn:

Und jetzt kann sich bei mir keiner mehr über Sexismus in Videospielen beklagen

Und jetzt kann sich bei mir keiner mehr über Sexismus in Videospielen beklagen, weil das keine Frau ist

Geniestreich der Woche

Ich hätte definitiv ein Bild davon zeichnen sollen,wie ich mir spontan ein Bifidobakterium vorstellte. Die Idee war eine Bakterie (Bakterium),die mit zwei (bi) kleinen Hündchen (Fido) Gassi geht. Leider wurde meine Vorstellugn recht schnell von der Realität eingeholt, dass es sich um eine Gattung von Bakterien handelt, die gespaltene Enden haben. Wobei sie mit diesen lustigerweise doch wieder genau so aussehen, wie ein Kauknochen für Hunde.
Ersatzweise hier ein Welpe,der mit einem Ball spielt:

Bild: Pixabay (Public Domain)

Bild: Pixabay (Public Domain)

Politik der Woche

Im grunde habe ich das politische Vorhaben der Woche hier im Blog ja schon geteilt. Die Überlegungen zum Radschnellweg Mönchengladbach-Roermond finden sich hier.
Übrigens nenne ich das Projekt wegen seiner Stellung im Gesamtnetz und seiner internationalen Natur für mich Het Hartdeel, eine direkte niederländische Übersetzung des deutschen Begriffs „Herzstück“, der so im Niederländischen (meines Wissens) nicht existiert. Quasi eine direkte Symbiose zwischen den Sprachen.

Wortgeschmeide der Woche

Diese Woche begeben wir uns mal in die Welt des Comics, speziell des japanischen Comics oder Manga. Für das volle internationale Flair gibt es das dann noch in einer italienischen Übersetzung, denn die wenigsten meiner Leser können wohl Japanisch.
Thermae Romae erzählt von einem römischen Zeitreisenden, der im heutigen Japan landet und von den technischen Errungenschaften der Gegenwart überwältigt ist. Und dann versucht er, diese Errungenschaften (speziell eine japanische Badeanstalt) an das ihm bekannte Alte Rom anzupassen, also alles mit einfacher Mechanik und Sklaven umzusetzen.
Manche Menschen sagen, die Industrielle Revolution habe im Grunde die Sklaverei ersetzt. Was damit gemeint ist, illustriert Mari Yamazaki sehr schön, indem er es kurzerhand wörtlich nimmt.
Es existiert eine Zeichentrick- und eine Spielfilmadaption. Alle Versionen der Geschichte sind empfehlenswert.

Foto der Woche

In der Dahler Oase hat die Erntesaison begonnen, den Anfang machen Brombeeren und Zuckerbirnen, aber auch die ersten Birnen der Sorte Köstliche von Charneux sind dieses Jahr überraschend früh reif (allerdings nur die Exemplare, die in direkter Sonne hingen). Und da es beim gegenwärtigen Wetter nichts zu pflanzen gibt, bestehen die Tage in der Oase zur Zeit nur aus Wässern und Ernten.
Das im Bild ist nur meine Ernte, die etwa ein Viertel der Gesamtmenge ausmacht.

Videos der Woche

Das war nicht ganz der Plan, aber diese Woche beschränkt sich das Youtube-Angebot aufein neues Lego-Video zur Minifigur Jet Jack im letzten Ninjago-Magazin.

Nein, ich funktioniere bei dem aktuellen Wetter absolut nicht gut. Aber die weiteren geplanten Videos kommen noch, keine Hoffnung Sorge.