Sieben am Sonntag 22.04.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Bisweilen überaus unchristlich. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

So, dank eines Seminars war ich dann auch mal beim YMCA (deutscher Name CVJM – ja, wirklich!). Ein Anlass für Extrabreit. Wenn Extrabreit denn einen Anlass brauchen.

Links der Woche

Ausnahmsweise mal etwas, was wenigstens in NRW viele mitbekommen haben dürften, was ich aber nicht all zu schnell in Vergessenheit fallen lassen möchte: Christina Schulze-Föcking schließt die Stabsstelle für Umweltkriminalität mit der Behauptung, diese kümmere sich ja sowieso um nichts wichtiges. Und dann stellt sich heraus: Doch, tut sie, aber dabei unter anderem neben großflächigen Unfällen mit giftigen Substanzen auch um die Zustände auf dem Hof der Familie Schulze-Föcking. Ach was?
So weit ist man in Großbritannien noch nicht. Da muss man noch auf ganz klassische Diskreditierung des politisch-weltanschaulichen Gegners setzen und es als als Einseitigkeit zu ermahnen, wenn nicht automatisch Russland als Schuldiger dargestellt wird.
Europa zerschießt unterdessen mal eben die Infrastruktur des Internets. Der Grund: Datenschutzanforderungen, bis Daten so geschützt sind, dass man in Europa schlichtweg keine Internetunternehmen betreiben kann. Und anschließend wundert man sich dann, dass die ganzen Internetkonzerne aus Amerika kommen.
Wobei das Programm zu sein scheint. Also, aus Dummheit das Internet zu zerschießen. Wobei, könnte auch eine Verschwörung der Nicht-Internet-Unternehmen sein. Nun, jedenfalls hat das BGH entschieden, dass Werbeblocker legal sind und zwar selbst dann, wenn die Anbieter die Möglichkeit verkaufen, trotz diesem Blocker Werbung zu schalten. Also, wenn ein Anbieter gleichzeitig Anwender betrügt (denn nicht alle Werbung wird gefiltert) und Websites erpresst. Glückwunsch!

Das ist aber eine schöne Werbekampagne, die Sie da haben. Wäre doch schade, wenn der was passiert.

Ein Enzym, das Plastik zersetzt, gibt es nun etwa ein Jahr nach dem letzten Mal erneut.
Dabei kann man aus Plastikflaschen durchaus praktische Dinge machen. Diese „Klimaanlage“ zum Beispiel. Gut, die kann nur kühlen und ist damit in Deutschland relativ unnütz, aber es ist ein Anfang.
In der immateriellen Welt der eBooks gab es diese Woche eine besonders schöne Kuriosität: Die erfolgreiche amerikanische Autorin Cassandra Clare hat gemeinsam mit Sarah Rees Brennan ein Buch geschrieben, dass die beiden dann über Amazon für Kindle herausbrachten. So weit normal, doch dann sperrte Amazon das Buch plötzlich für den Verkauf. Begründung: Man fand es unvorstellbar, dass sie selbstverlegen würde und roch daher einen Betrugsversuch. Äh, ja. Inzwischen ist das Buch wieder erhältlich.

Service-Mitteilung der Woche

Es wird ja gerne erzählt, aus China komme nur Schrott und aus Deutschland gute, langlebige Ware. Lasst mich euch von einem Zahnrädchen erzählen.
Es begab sich vorvergangene Woche, dass erneut die selbe Umlenkrolle in meinem Liegerad brach. Die Rolle war ein als solche eingesetztes Rädchen aus einem Schaltwerk. Slche Rädchen bekommt man in Deutschland auch im Fachhandel nur noch in Einheitsgröße (dessen Achsumfang zu klein ist) und aus Plastik, das nach 2000-3000 Kilometern bricht, weil es die Belastungen nicht aushält, die an dieser Stelle auftreten. Sicher, in einem Schaltwerk hat es diese Belastungen nicht, aber bei mir eben schon.
Also sah ich mich nach Ersatz um, gezielt für meine Achse des Rädchens, um nicht wieder das Loch größerbohren zu müssen. Und plötzlich tat sich eine Auswahl an Rädchen aus, die nicht nur die richtige Größe hatten, sondern auch noch aus Aluminium waren.
Nein, natürlich nicht aus Deutschland. Aus China. Für 1,49 €. Ich hab dann mal drei bestellt, sollten sie doch nicht so lange halten, wie erhofft. Dieses Teil ist die ständige Schwachstelle meines Liegerads und ohne diesen Fund habe ich ernsthaft überlegt, es in „Rente“ zu schicken.

Und der Preis für das langweiligste Bild in diesem Blog geht an...

Und der Preis für das langweiligste Bild in diesem Blog geht an…

Politik der Woche

Momentan sind wir damit beschäftigt, den Mai als einen starken Monat von Aktionen vorzubereiten. Dazu gehört unter anderem die Teilnahme am Stadtradeln 2018. Ich habe dazu dort für Mönchengladbach ein für alle offenes Team „Grüne und Freunde Mönchengladbach“ eingerichtet. Würde mich freuen, wenn viele dort mitmachen.
Am gestrigen Samstag war ich auf einem Seminar zum Thema Digitalisierung in den Kommunen in Düsseldorf. Es war sehr interessant und hat eine Reihe von Ideen mit sich gebracht, die ich gerne nach Mönchengladbach mitgenommen habe und deren Einsatz nun diskutiert werden wird.

Wortgeschmeide der Woche

Sorry, diese Abteilung bleibt diese Woche mal etwas leer. Mir ist nichts empfehlenswertes über den Weg gelaufen.

Fotos der Woche

Im Garten blüht es. Im Folgenden die gelungenen Aufnahmen von Blüten, während andere, meist mit dem Handy gemacht, nicht sonderlich gut sind. Abgebildet sind Äpfel, Johannisbeere und Tulpe. Nicht abgebildet sind Vergissmeinnicht, Bärlauch und Hasenglöckchen.
apfelbluete
johannisbluete
tulpe

Video der Woche

Okay, ich bin wieder im Rytmus (ja, ich schreibe das jetzt so, das Wort hat zu viele nutzlose stumme Buchstaben) und habe diese Woche dann mal vier Videos für Extra Extra aufgenommen. Und so langsam komme ich auch wieder in die Laune für komische Geräusche und Kommentare. Also haben wir diese Woche einen sehr schönen Spinnendroiden aus Lego, einen leicht verbogenen Carnotaurus, eine etwas spärlich ausgestattete Harley Quinn von Lego und einen sehr schönen Utahraptor.

Im Hintergrund bastele ich zudem derzeit daran, Fiction Science zu einem Youtube-Kanal zu machen. Dieser ist dann allerdings ein Stückchen aufwendiger als meine anderen beiden Kanäle, deren Videos einschließlich Schnitt in einer Stunde gemacht sind (manchmal zwei für längere Kurzgeschichten). Ein Video für Fiction Science braucht wahrscheinlich einen halben Tag und wird somit seltener zu sehen sein, als die anderen Kanäle.
Ich schreibe derzeit die ersten Scripts für den neuen Kanal.


Sieben am Sonntag 15.04.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Besser als jede Echo-Verleihung (vor allem musikalisch). Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Huch, ich hatte Jupiter Jones noch nicht in der Musik der Woche? Das geht natürlich gar nicht! Nein, kein biografischer Bezug für mich, einfach nur ein schönes Lied. Jetzt nicht grade ein Geheimtipp, aber hey, manchmal dürfen es auch sieben Jahre alte Charthits sein.

Links der Woche

Wie genau werben Bergbau-Unternehmen eigentlich um die Unterstützung der lokalen Regierung. Na, mit unschlagbaren Vorteilen für die lokale Wirtschaft natürlich! Zum Beispiel jener, dass bei einer Ölpest viele neue Arbeitsplätze zu dessen Bekämpfung entstünden. Nein, wirklich! BP hat das in Australien vorgelegt, wobei der Antrag inzwischen zurückgezogen wurde:

Coastal towns would benefit from an oil spill in the pristine Great Australian Bight because the clean up would boost their economies, energy giant BP has claimed as part of its controversial bid to drill in the sensitive marine zone.

In Europa arbeitet man weiter hartnäckig daran, jeden Versuch des Aufbaus einer digitalen Wirtschaft im Keim zu ersticken. Und ganz nebenbei auch in die Steuerhoheit anderer Staat einzugreifen. Das alles ist eine perfekte Antwort auf die Frage, die hier als Überschrift dient.

Bild: Fancy

Bild: Fancy


Fancy hat zwei Dinge: Sehr viele schöne Ideen und absolut absurde Preisvorstellungen. Andererseits sind 6 $ jetzt auch nicht so schlimm und ein Silikonlesezeichen in Form eines Keimlings ist auf jeden Fall eine schöne Idee.
Wo wir schon bei Dingen sind, die ich mag: Quallen. Quallen sind wunderschöne Tiere. Ja, oft nicht ungefährlich und sie verlieren viel von ihrer Schönheit, wenn sie als Gallertklumpen am Strandliegen. Aber im Wasser sind sie wunderschön. Aber ich bin ja auch der Typ, der in den See reinrennt, wenn alle anderen „QUALLE!“ schreiend aus diesem rausrennen. Ich hatte halt noch nie eine Süßwasserqualle gesehen und wusste, dass die harmlos sind. Und ja, ich habe sie damals auch gefunden. Und jetzt hat Düsseldorf ein „Qualleninstitut“ — nicht in der Biologie, sondern in der Kulturwissenschaft. Ich mag das.
Forscher haben auf Satellitenbildern Spuren zahlreicher unbekannter Dörfer aus dem vorkolumbianischen Amazonasgebiet gefunden. Demnach waren die Ufer des Amazonas deutlich dichter besiedelt, als das bisher bekannt war. Und als Bonus: Wenn ich die Bilder von den Spuren so sehe, werden die bestimmt von irgendwelchen Spezis als Alien-Spuren herumgereicht. es sind aber offenbar Wälle von Dörfern.

Service-Mitteilung der Woche

Es gab bisher genau ein vernunftmäßig nachvollziehbares Argument der Amerikaner für Trump: Der hat immer versprochen, die USA nicht in internationale Konflikte zu bugsieren, wie es Hillary Clinton tun würde. Nun, war wohl nix.
Und wir lernen daraus: Einem verlogenen Dummkopf sollte man nicht alles glauben.

Politik der Woche

Ostern und Pause und Urlaub und überhaupt. War mal nötig.
Okay, ich bin jetzt im erweiterten Vorstand der Landesarbeitsgemeinschaft Säkulare Grüne. Was halt so passiert, wenn man mal eine Pause macht, um statt dessen mit liegen gelassenen Projekten voranzukommen.

Wortgeschmeide der Woche

Bücher, Texte, Veröffentlichungen! Mal meine, mal nicht. Diese Woche zum Beispiel nicht, dafür eine Empfehlung.
Diese Woche eine thematisch angesiedelte Empfehlung: Dane Rahlmeyer war einer der ersten Autoren, von dem ich ein eBook gekauft habe statt kostenlose Angebote abzugreifen. Der Schatz der gläsernen Wächter war ein routiniert geschriebener Abenteuerroman in einer Fantasy-Welt mit SF-Anklängen. Hatte im Ton ein wenig von einer Partie Dungeons & Dragons.
Nun also ist ein neues Buch von ihm raus, zugleich ein Jubiläum für die Hörspielreihe Rick Future, aus deren Welt Reisen im Sternenlicht in zehn kurzen Geschichten erzählt. Und wer erst wissen möchte, worauf er sich da einlässt, die Hörspiele gibt es (ganz offiziell kostenfrei) hier

Fotos der Woche

Der lächelt ja gar nicht!

Der lächelt ja gar nicht!

Diese beiden Tagpfauenaugen waren offenbar sehr glücklich auf der Erdbeere und ließen sich sehr nah fotografieren. Sehr freundlich von ihnen.
Held vom Erdbeerf... Buchenwald

Held vom Erdbeerf… Buchenwald

Na huch, hier versucht jemand engagiert, die Buchen-Monokultur eines baumschulenhaft angesetzten Hainbuchengelände zu durchbrechen. Viel Erfolg, kleiner Ahorn!

Video der Woche

Begeistert bin ich von meinem aktuellen Kamera-Setup leider immer noch nicht. Eine Kamera, die keien Nahaufnahmen kann, ist für einen Kanal, der fast nur aus Nahaufnahmen besteht einfach wenig geeignet. Das Ergebnis ist entsprechend optisch vermurkst. Im ersten Video habe ich meine Pause bei den Videos erklärt, im zweiten dann einen Versuch für ein neues Video gestartet. Es wird weitere geben, aber die Probleme mit der Aufnahme muss ich dringend lösen.