Sieben am Sonntag 15.07.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Willkommen zurück, Defiance!
Diese Woche ist eine aktualisierte Version des Online-Spiels Defiance unter dem Titel Defiance 2050 erschienen. Defiance war vor ein paar Jahren mein erstes echtes Online-Spiel,ein Genre, mit dem ich zuvor nie richtig warm geworden bin. Aber seine Herangehensweise, eine Welt zu sein, in der Spieler gleichzeitig spielen udn kämpfen können, aber nicht gegeneinander (es sei denn, sie möchten), war perfekt für mich. Und so begrüße ich das Spiel in seiner Neuauflage.
Es ist ein SF-Spiel in der San Francisco Bay Area, nachdem diese von den Terraforming-Maschinen ausserirdischer Kolonisten verwüstet wurde. Der daraus resultierende Krieg ist nun vorbei, doch das Zusammenleben der Spezies ist noch lange nicht zum Normalzustand zurückgekehrt und die vollkommen veränderte Erde stellt sie vor eine völlig neue Herausforderung.
Oh, und der Soundtrack ist ziemlich gut.

Nachrichten der Woche

Normalerweise konzentriere ich mich ja auf die eher obskuren Nachrichten, aber diesmal liegt es mir am Herzen, einen bereits sehr verbreiteten Text zu empfehlen: Johann Pätzold über seine Erlebnisse und Berichte von den Vertriebenen im Mittelmeer. Den sollte man gelesen haben. Niemand soll sagen können, er habe doch nichts gewusst. Hier der Abschnitt, den man auf jeden Fall kennen sollte, wenn man den Rest zu lang findet:

Lieber würden sie zurück in das Wasser springen und ertrinken, als zurück nach Libyen zu müssen. Die schwangeren Frauen wurden über Monate hinweg von den libyschen Aufsehern vergewaltigt. Und in Europa reden Rechtspopulisten darüber, dass es unverantwortlich sei, als schwangere Frau auf und über das Mittelmeer zu flüchten. Es ist nur leider schwer, als Frau nicht schwanger zu werden, wenn man täglich mehrfach vergewaltigt wird. Und ich denke, es ist legitim, vor seinen Peinigern weg zu laufen. Verzeihen sie meinen Zynismus.

Die Männer waren oft verheiratet und hatten Familie. Sie erzählten, dass man ihre Frauen gerne als demütigende Foltermethode im Beisein der Ehemänner vergewaltigt hat und wenn sie dann schwanger wurden, erschossen hat. Wenn die Töchter noch zu jung waren, hat man ihnen gleich die Kehle durchgeschnitten und mit kleinen Jungen passierte im Grunde dasselbe.

Junge, hübsche Frauen wurden auf Marktplätzen verkauft, wie Vieh. Und das hat sich mit Sicherheit nicht geändert. Das passiert immer noch – und ich befürchte, es ist noch viel schlimmer geworden, seitdem die EU ihre NO WAY Politik, die Festung Europa, aufbaut. Was in Libyen passiert, ist mit Worten nicht zu beschreiben. Es ist die wahrhaftige Hölle.

Ich weiss, nicht die hier übliche Mischung aus Leichtigkeit und Optimismus. Aber zu wichtig, um es nicht zu teilen.

Okay, zum Ausgleich etwas, worüber die Aufregung nicht lohnt: < a href="https://the-duesseldorfer.de/post-vom-rainer-liebe-aufsichtsraete-der-duesseldorf-congress-sport-events/">Das Düsseldorfer Fußballstadion wird nach dem neuen Hauptsponsor nun Merkur-Arena heissen. Dieser Sponsor ist Deutschlands größte Casino-Kette. Und weil gegen Casinos eine absolut irrationale Hetze läuft, regt sich halb NRW darüber auf, vor allem aber praktisch ganz Düsseldorf. „Glücksspielsucht%ldquo; wird dann als das große Übel angeführt, während niemand die Sponsorenschaft Warsteiners in Frage stellt. Das fünftgrößte Fußballstadion Deutschlands? Die Veltins-Arena.

Wo wir grade beim Bier sind, Anheuser-Busch ordert bei Tesla 800 wasserstoffelektrische Lkw. Das sind die Dinger, die es nlaut deutscher Autoindustrie nie geben wird und an denen nie irgendwer Interesse haben wird. Upps.

Weit verwunderlicher war aus Getränkewelt die Nachricht, dass die USA als einziges eine UN-Resolution nicht unterstützen, die sich für das Stillen von Säuglingen stark macht. Und das nicht einfach so, sondern mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln. Sie störten sich wohl daran, dass die Resolution sich auf Studien bezieht, die industrielle Ersatzprodukte für schädlich befanden.

Babysitter-Gans. Nein, wirklich! - BIld: Wellington Bird Rehabilitation Trust

Babysitter-Gans. Nein, wirklich! – BIld: Wellington Bird Rehabilitation Trust

Dieser Namensvetter von mir hat eine wunderschöne Geschichte voller Liebe und Tragödie. Es ist eine Lebensgeschichte, also endet sie mit dem Tod, aber wenigstens wird Thomas in einer wunderschönen Gedenkzeremonie an seinem Heimatsee bestattet. Vor allem aber ist er wegen der extrem ausführlichen Schlagzeilen zu seinem Tod hier: Blind bisexual goose stuck in love triangle with two swans dies aged 40. Die Daily Mail sogar „Blind bisexual goose named Thomas who spent six years in a love triangle with two swans and helped raise 68 babies dies at the ripe old age of 40“. Das ist quasi schon selbst eine kleine Geschichte.

Sollte Thomas ein Facebook-Profil haben, hat er Glück: Diese sind nach einem BGH-Urteil der letzten Woche vererbbar. Das digitale Erbe und Umgang mit sozialen Medien und eMail-Konten im Todesfall, aber auch mit Besitz an virtuellen Produkten (eBooks, Spiele, Filme usw.) hing lange in der Schwebe, war von AGB-Regelungen und halblegalen Weitergaben von Passwörtern im Testament geprägt. Der BGH sagt nun: Besitz ist Besitz und vererbbar.

Praktisch! - Bild: Pinterest

Praktisch! – Bild: Pinterest

Die englische Sprache kann mitunter recht verwirrend sein. Gut, wenn es da leicht verständliche grafische Hilfen gibt. Hier zum Beispiel das Vokabular zum Bellen eines Hundes, großenabhängig. Gefunden bei Pinterest.

Endlich eine gute Umsetzung! - Bild: GentleTent

Endlich eine gute Umsetzung! – Bild: GentleTent

Hersteller GentleTent gebührt der Titel des ersten gelungen wirkenden Fahradwohnwagens. Der B-Turtle ist zusammengeklapt klein genug, um tatsächlich ohne den extremen Luftwiderstand anderer Modelle hinter einem Fahrrad hergezogen zu werden und ist damit der erste alltagstaugliche Versuch, der mir bekannt ist.

Geniestreich der Woche

Hier, sogar mit Logo. Quasi. Dürft ihr nutzen.

Hier, sogar mit Logo. Quasi. Dürft ihr nutzen.

Es gibt so viele internationale Küchen, wieso nicht mal eine intertemporale? Das Straßen-Fast-Food wurde im Alten Rom erfunden, wo die Arbeiter am Straßenrand zu Frühstück und Mittagspause kleine Mahlzeiten erwerben konnten.
Das Frühstück eignet sich hierzu besonders und erscheint mir tatsächlich recht interessant als Angebot. Im Grunde bestand es aus Brot mit einer Art Kräuterquark oder Olivenöl, Obst und Milch. Stilistisch gut gemacht kann ich mir sowas sehr gut als Basis für einen entsprechenden Anbieter vorstellen. Hätte was, mitten im Bahnhof so ein altrömisch gestaltetes Lädchen mit authentisch altrömischen Gerichten.
Vielleicht mit Spezialwochen für altgriechisch, ägyptisch oder aztekisch. Das wäre so klasse!
Und ich sehe jetzt erst, dass da ein U im Schriftzug ist. Die lateinische Schrift hatte in der Antike kein U, sondern dafür das V verwendet. Tja, wird wohl doch nix.

Politik der Woche

Während die Sommerferien herangerückt sind, habe ich mich intern in Treffen und eMail-Verkehr mit zwei Verkehrsprojekten beschäftigt, die über die Grenzen der Stadt hinausgehen. Eines sogar über die Grenzen der Bundesrepublik.
Zum einen war das ein Treffen mit den Viersener Grünen zur Verlängerung der S28 von Kaarst nach Viersen (mit Halten in Willich und Mönchengladbach-Neuwerk).
Das andere Projekt ist noch nicht spruchreif, wird es aber hoffentlich im Laufe des Sommers werden. Aktuell kann ich nur versprechen: It’s gonna be yuuuge!. Und nein, es ist keine Mauer zu den Niederlanden. Es sei denn, das läuft alles sehr schief.

Die Crème de la Crème (von links: Thomas Diehl, Tim Achtermayer, Lena Zingsheim, Anita Parker) - Bild: Max Lucks

Die Crème de la Crème (von links: Thomas Diehl, Tim Achtermayer, Lena ZIngsheim, Anita Parker) – Bild: Max Lucks


Die Grüne Jugend NRW hat sich dieses Wochenende in Mönchengladbach getroffen und das Amt der Landesvorstandssprecherin neu gewählt. Da habe ich natürlich nichts mit zu tun, ausser, dass ich als Sprecher des gastgebenden Kreisverbandes der Mutterpartei natürlich anwesend war, aber es ist einfach eine schöne Nachricht für unsere Partei in MG. Ich freue mich sehr, dass unsere Lena Zingsheim (3. v.l.) nun dieses Amt bekleiden darf.

Wortgeschmeide der Woche

Leider konnte ich selbst am Freitag nicht dabei sein, aber ich höre viel Gutes von der ersten FuckUp Night in Mönchengladbach. De Idee ist gut und potenziell amüsant: Es kommen Leute auf die Bühne, die wirklich übel auf die Fresse geflogen sind, insbesondere wirtschaftlich. Nicht allein zum Amüsement, sondern auch, um daraus für sich etwas lernen zu können, was für Fehler andere gemacht haben.
Am 12. November ist die nächste, ähnliche Veranstaltungen gibt es auch in anderen Städten (siehe Website hinter dem Link).

Fotos der Woche

In der Dahler Oase blühen endlich erstmals Ringelblumen. Nachdem die erste Saat im warmen November noch ausgetrieben hat, nur um dann mit dem ersten Frost abzusterben, hat diese neue Saat ihre Heimat nun erobert. Und einmal etabliert, sähen Ringelblumen sich immer wieder selber aus. Diese Blumen sidn ein recht wichtiger Schritt auf dem Weg von der Wildnis zum Garten.
Es ist unglaublich, wie sehr die Hitze und Trockenheit die Pflanzen zum Fruchten treiben. Die Brombeeren fangen nun gut einen Monat früher als erwartet an, reif zu werden. Auch Kürbisse und Zucchini sind deutlich schneller, die Süßkirschen haben wir sogar verpasst, weil sie sich deutlich mehr beeilt haben, als erwartet.

Videos der Woche

Zurück zum normalen Modus für Extra Extra: Ein Probe Droid aus Das Imperium schlägt zurück schaut diese Woche rein und sieht auch recht gut aus, ist nur eine Wiederauflage von vor zwei Jahren.

Nächste Woche gibt es bei Extra Extra mal was Neues und Fiction Science kommt auch endlich mit ersten regulären Videos voran. Seid gespannt.


Sieben am Sonntag 8.7.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Wenigstens so lange, bis die Sommerzeit abgeschafft wird, dann wird es eng mit der abendlichen Pünktlichkeit.

Musik der Woche

Der dieswöchige Tod Steve Ditkos macht die Wahl der Musik der Woche klar: Spider-Man muss es sein, Ditkos bekannteste und einflussreichste Schöpfung. Ditko hat hier mit Stan Lee eine Figur geschaffen, die eine zentrale Rolle in der Gegenwartskultur gefunden hat. Ja, in jeden Literaturkanon, der etwas auf sich hält, gehört mindestens ein Spider-Man-Comic. Und ja, das meine ich absolut ernst. Der Einfluss dieses Comics lässt keinen anderen Schluss zu.

Nachrichten der Woche

Lego hat schon vor einem Jahr das Ziel ausgegeben, vom Erdöl wegzukommen. Nun ist das erste Produkt auf diesem Weg erhältlich: Ein Set von Lego-Pflanzenteilen auf Zuckerrohrbasis, dass es in Legos eigenem Onlineshop als Zugabe für alle gibt, die mindestens 35 € ausgeben. Hier ist ein Testvideo.

One shall stand, one shall meow

One shall stand, one shall meow

Wo wir grade bei Spielzeug sind, hier ist eine Optimus-Prime-Hello-Kitty. Ich glaube nicht, dass die Tatsache, dass dies existiert weiterer Worte bedarf. Obwohl, doch, ich kann das noch eine Stufe abgefahrener machen. Es gibt dazu auch eine My Melody als pinker Truck und eine Decepticon-Version mit einer Hello Kitty mit Stacheldraht. Ich habe mir nichts davon ausgedacht.
Das Land Berlin fördert dieses Jahr Lastenräder mit einem Betrag von 200.000 €. Der Fördertopf war noch am selben Tag, an dem er eröffnet wurde, mit folgendem Hinweis ergänzt: „Wir bitten von weiteren Anträgen abzusehen, da aller Voraussicht nach die Fördersumme ausgeschöpft werden wird.“ Flott!
Ähnlich erging es auch der Online-Debattenplattform der EU. Die hatte am Freitag eine Umfrage zur Abschaffung oder Beibehaltung der Zeitumstellung aufgemacht. Der Server brach sofort nach Bekanntgabe praktisch zusammen und erst am nächsten Tag war eine geregelte Meinungsabgabe möglich. Ich wundere mich ja, dass sich alle so schwer tun bei der Abschaffung dieser als nutzlos erwiesenen Maßnahme.
Die Bayrka - Bild: Bento/Osterhofener Zeitung

Die Bayrka – Bild: Bento/Osterhofener Zeitung

In Bayern hat man das Grundprinzip hinter der Burka als fortschrittlich erkannt und solange man keine Kapuze dabeitut, ist es ja was ganz anderes. Und so gibt es an einer bairischen Schule übergroße T-Shirts gegen aufreizende Kleidung.
Bild: Claus Brell

Bild: Claus Brell


Aber Schulen können durchaus auch positives bewirken. So haben wir hier etwa Tobias Venrath und Marius Gödden, die bei der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach ein Spiel vorstellen, mit dem man Spielern die Stromproduktion nahebringen kann. Es funktioniert laut Twitter ähnlich wie Clicker-Spiele, ein etwas exotisches, aber erfolgreiches Genre von Spielen, die sich mit geringem Input selber spielen. Ziel solcher Spiele ist die Optimierung hin zu möglichst großer Ausbeute bei geringer Investition (in diesem Fall unter anderem von Umweltzerstörung).
Sparks, Nevada, gibt uns unsere dieswöchige Erinnerung, dass Arbeitslätze kein Selbstzweck sind. Die Stadt hat mit Milliardeninvestition in Form von Steuererlassen eine riesige Fabrik für Tesla angelockt — und nun ist sie in einer tiefen Finanzkrise.

Geniestreich der Woche

Es gibt diese Woche im Bereich der Ideen vor allem eine Erkenntnis: Ich muss echt mal lernen, wie man programmiert, insbesondere Videospiele.
Die Sache mit den Ideen ist die: Hat man eine, hat man hunderte. Eine Idee ist im Grunde so eine Art Dammbruch, der über Assoziationsketten immer weitere Ideen hervorbringt. Und wenn man sich dann nicht irgendwann hinlegt und einschläft, kann das problemlos ein paar Tage so durchlaufen und am Ende hat man eine Liste mit Ideen, die länger ist, als jedes einzelne fertige Werk es je sein könnte.
Ich gebe mal die obskureren Titel in die Welt: Kebob Fish, Flip Flip Bunny, Shopping Spree, Dachshund, Thyreophoran und Oh, Crab!. Insgesamt habe ich innerhalb eines Tages Notizen für 52 Titel gemacht. Und nicht eins davon ist übrigens ein Ego-Shooter.

Politik der Woche

Politisch ging es für mich diese Woche um interne Fragen. Eigentlich eine Kleinigkeit: Das Anbieten von Trinkwasser in Karaffen anstelle von Mineralwasser in Flaschen, deren Herstellung und Transport in Ländern mit so guter Trinkwasserversorgung und -qualität wie Deutschland eine vermeidbare Umweltbelastung ist.

Wortgeschmeide der Woche

Irgendwas scheint immer zu leiden und dieses Jahr ist es die Literatur. Sorry, nichts Neues diese Woche.

Fotos der Woche

kuscheldenkmalAuf dem Schillerplatz in Mönchengladbach war heute der Greta-Markt. Das Problem des Schillerplatzes ist das Gefallenendenkmal. Das wurde dieses Jahr mit Stofftieren gelöst.

tomate-gruenDie Dahler Oase hat dieser Tage wie fast alle Gartenanlagen mit der Hitze zu kämpfen. Manche kommen damit besser zurecht als andere und eine Gewinnerin und Hoffnungsträgerin ist diese Tomate samt ihrer Artgenossen (die anderen sind noch in der Blüte). Das wird eine sehr dunkle Tomate namens „Schwarze Krim“ und die muss sich beeilen. Zum einen, um ihre dunkle Farbe zu bekommen, zum anderen, weil neben ihr ein „Roter Russe“ steht. Und dass das mal klar ist, im Gemüsebeet wird nicht annektiert!

Videos der Woche

Die Woche bringt wieder eine Doppelportion Lego. Neben der üblichen Heftbeilage (diesmal Polizist Phil aus einer seltsam dystopischen Lego City) gibt es diesmal ein Video zu den übergroßen Lego-Aufbewahrungssteinen, da ich dazu selten was sehe.


Sieben am Sonntag 1.7.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Manchmal sogar vor Sonnenuntergang. Daran merkt man dann, dass die Sommersonnenwende noch recht nah ist.

Musik der Woche

Es ist My-Little-Pony-Zeit! Immer eine beliebte Zeit! Musikeinlagen sind in der Serie alles andere als eine Seltenheit, aber das ist so ziemlich die einzige, an die ich mich erinnern kann. Okay, diese und Apples to the Core, aber Glass of Water ist viel lustiger. Discord wäre fast der Grund, aus dem ich mir eine MLP-Figur geholt hätte, er ist ein herrlicher Charakter. Wie bei den meisten Inkarnationen des Chaos als Naturgewalt.

Nachrichten der Woche

In Afrika hilft Technik im Kampf gegen Propaganda und Fehlmeldungen. So arbeiten Journalisten in Kenia mit Drohnen, um Ereignisse aus der Luft zu beobachten und darüber zu berichten.
Einsatz solcher Technik wird auch zunehmend wichtiger. Und das nicht nur in Entwicklungsländern. Denn in Sachen Pressefreiheit ist es inzwischen Osteuropa, das den Experten von Reporter ohne Grenzen Sorgen bereitet.
Auch in Deutschland wird zunehmend gegen freie Berichterstattung und Aufdeckung von Missständen vorgegangen. Ein gutes Beispiel dafür ist das Vorhaben von Julia Klöckner (landwirtschaftsministerin des Bundes, CDU), härter gegen verdeckt entstandene Aufnahmen in tierquälerischen Viehbetrieben vorzugehen. Dagegen hat sich inzwischen auch eine Petition gebildet.
Unterdessen hat die unsinnigste einflussreiche Erfindung derdeutschen Geschichte 30. Geburtstag: Der Dax, diese absolut nichtssagende Zahl, die uns allen als die wichtigste der Welt verkauft wird.
Viel wichtiger für das Leben ist die Schule. Oder sollte es zumindest sein, denn die Schule lehrt vor allem viel Bildungsgerümpel und lässt im Gegenzug viel für das Leben konkret wichtiges aus. Das kritisieren aktuell mal wieder ein paar Experten. Mal schauen, ob diesmal was bei rumkommt.
Was wichtige Fragen angeht, mag ich ja Quora. Im allgemeinen sind die Antworten auf dieser Plattform gut und die Fragen interessant. Auf der Fragerseite ist hin und wieder eine reichlich krude Idee dabei, aber manche Fragen sind einfach nur großartig. Etwa diese, ob man einen Hamsterplaneten bekommt, wenn man 1.000.000.000.000.0002 nahe beisammen im Weltall schweben lässt. Ich würde das ja verneinen, da die Gravitation eines einzelnen Hamsters nicht groß genug ist, um mit anderen Hamstern zusammenzuklumpen. Aber viel wichtiger ist, dass jemand die Frage gestellt hat.
In der Kategorie „Das sage ich doch schon seit Jahrzehnten“ haben wir diesmal die Idee, CO2 durch den Anbau von Algen in großer Menge zu binden. Diese dann für die Ernährung zu nutzen, klingt zwar vernünftig, löst aber nicht das Problem mit den Treibhausgasen, da es die Bilanz über die Verdauung wieder auf Null setzt. Aber der Ansatz ist richtig.
Zum Abschluss noch ein interessantes Bild aus den Archiven: Frühe Inlineskater aus dem Jahre 1910. Schon interessant, wie sehr die damals noch aussahen wie verkleinerte Fahrräder. Noch viel interessanter aber, dass die einen fest eingebauten mechanischen Antrieb hatten.
Ich frage mich, ob die damals ähnlich häufig waren wie heute Segways und ähnliche Elektrominiflitzer.

Bild: Library of Congress (Public Domain)

Bild: Library of Congress (Public Domain)

Geniestreich der Woche

Ich bleibe noch ein bisschen bei den Fahrraderfindungen: Mir ist aufgefallen, wie einfach das Fahrrad in seinem Ursprung eigentlich ist. Am Anfang hatte es ja nicht mal einen Kettenantrieb. Damals war es noch die Draisine. Die hätte man im Prinzip schon in der Antike bauen können. Und das wäre eine Revolution gewesen.
Wenn man den Römern das Fahrrad gibt, hätte diese eine Erfindung den Zusammenbruch des Reiches aufhalten können, denn plötzlich würden die Reichweite und Geschwindigkeit eines Boten massiv vergrößern und das unregierbare Imperium organisatorisch deutlich geschrumpft.
Was ich noch nicht weiss ist, was ich mit der Idee mache. Okay, doch, eine Idee habe ich, aber die bewahre ich mir in einer Schublade „tatsächlich gute Ideen“ auf. Vorerst.

Ja, ich habe ewig danach gesucht. Alte Fahrradwerbung auf einer Postkarte, das einzige relevante Bild zu der Idee.

Ja, ich habe ewig danach gesucht. Alte Fahrradwerbung auf Postkarte, das einzige relevante Bild zu der Idee.

Politik der Woche

Es geht auf die Sommerpause zu. Ich habe diese Woche den Anlauf für einige Projekte genommen, die danach stattfinden werden.
Also kann ich für die zweite Jahreshälfte schon mal die Themen Plastik, Radwege und Eisenbahn andeuten. Aber für Konkreteres ist noch keine Zeit.
Eine Thema, das jetzt viel näher ansteht ist die Frage, was zum Teufel wir in Mönchengladbach eigentlich mit unserem Flughafen machen? Das Ding ist komplett überflüssig, aber die Stadt kauft es jetzt zurück und pumpt auf absehbare Zeit jährlich siebenstellige Beträge da rein. Wir brauchen auf jeden Fall ein Konzept, was aus diesem Teil in Zukunft wird.

Wortgeschmeide der Woche

Es hat eine Weile gedauert,aber endlich ist meine erste Übersetzung eines kompletten Buchs auch beim größten Anbieter erhältlich. Rezepte für den Schmortopf bietet genau das, was der Titel verspricht.
Ein Kochbuch zu übersetzen ist eine interessante Aufgabe, denn längst nicht alle in den USA verfügbaren Tatsachen sind auch hier erhältlich und bei manchen sind einige Details unterschiedlich. Auch die Maßeinheiten funktionieren nicht immer — so etwa die berühmte Tasse unbekannter Größe in übersetzten Rezepten, bei der ich mir jedesmal nicht nur die Mühe machte, diese in ml umzurechnen, sondern in manchen Fällen das auch wieder in Gewicht umrechnete (eine Tasse Mehl geht, 237 ml Mehl ist nicht nur wegen der krummen Zahl schwierig).
Wie gesagt, eine interessante Aufgabe, deren Ergebnis nun also auch auf Amazon verfügbar ist.

Fotos der Woche

Fotofreie Woche. Als, ich habe einiges fotografiert, aber nichts Interessantes dabei.

Videos der Woche

Bei Fiction Science kämpfe ich noch mit der Zeitbegrenzung auf 15 Minuten.
Extra Extra läuft dagegen solide weiter. Diese Woche mit einer neuen Ninjago-Figur in Form eines etwas aus dem Stil der Serie herausragenden Cole mit einem übergroßen Hammer, mit dem er wohl Lances Lanze von letzter Woche die Stirn bieten will.