Meine letzten vier Veröffentlichungen Mad Scientist Journal Autumn 2018 Fiction Science The Dinosaurs of Jurassic Park and Jurassic World Steaks, Walls And Dossiers Zur Übersicht aller Veröffentlichungen Fiction Science

Sieben am Sonntag 23.12.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Jetzt mit ganz viel Spekulatius Weihnachtsstimmung!

Musik der Woche

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alle wissen, was der wichtigste Teil eines gelungenen Weihnachtsfestes ist: Weihnachtslieder singen mit Leuten, die man definitiv nicht mag. Dann kann ja jetzt nichts mehr schiefgehen!

Fundstücke der Woche

Der Axel Springer Verlag intensiviert seinen Angriff auf An- und Verstand mit einemneuen Zeitschriftenkonzept. Die BILD Politik soll Nachrichten nicht nach Faktenlage, sondern nach Gefühlslage berichten. Mit Kategorien wie Wut, Freude und Neugier. Ja, ernsthaft. Emotional vorverpackte Nachrichten. Man kann das positiv sehen, dass die Bild nun noch nicht mal mehr versteckt, wie sehr sie ihre Leserschaft emotional manipuliert. Muss man aber nicht.
Ein schönes Beispiel, wie sich Veröffentlichungen manipulieren lassen, liefern unterdessen einige amerikanische Studierende. Die haben eine Studie veröffentlicht, die nachweist, dass Fallschirm nutzlos sind, weil sowieso niemand beim Sturz aus einem Flugzeug stürzt. Was recht viel damit zu tun haben könnte, dass die Experimente auf dem Boden durchgeführt wurden. Absichtlich, um die Absurdität mancher Studien vorzuführen und als Kritik am Studiendesign insbesondere in medizinischen Wrkungsnachweisen.
Mit Sicherheit bei der „Politik in Blöd“ unter Wut würde etwa die Meldung laufen, dass eine Weihnachtsaktion beendet wurde, bei der man Plastikbeutel mit in große Mengen Plastikmüll in die Umwelt wirft. Der Müll nennt sich zwar offiziell Luftballons, aber das Ende der Aktion ist das selbe.

Die Meldung, dass Schokolade wegen Plastikteilchen zurückgerufen wurde, wäre hier eigentlich keine Mitteilung wert. Aber hier geht es um Buchstabenschokolade und die Tatsache, dass die Meldung eine genaue Information enthielt, welche Buchstaben betroffen sind, bringt s dann in ausreichende Kuriosität.

Morgen ist ja Heiligabend, da ist es für einen Weihnachtswunsch wohl etwas knapp. Dann bekomme ich halt nächstes Jahr diesen Lichtschalter-Sticker.

Zu nerdy? Nicht für mich! - Bild: Wish

Zu nerdy? Nicht für mich! – Bild: Wish

Spielerei der Woche

Einen Pixel vor dem Tod aufgenommen

Einen Pixel vor dem Tod aufgenommen

Ich mag Arcade-Shooter. Also, die alten aus der Verwandtschaft von Space Invaders und allem, was das Genre in den 40 Jahren seit damals hervorgebracht hat. Weniger Ego-Shooter, denen gegenüber ich nur so neutral eingestellt bin. Sie existieren und das ist okay.
2D-Shooter aus der Vogelperspektive dagegen sind mein Ding. Ghost Hunt ist eine nette Variation dessen für zwischendurch: Es gibt nur einen kleinen Bildschirm, der sich nicht bewegt und man schießt nicht ständig, sondern muss erst einen Bolzen einsammeln, den man dann in eine riesige Armbrust einlegen und damit schießen kann. Damit das nicht zu leicht wird, muss man seinerseits den deutlich zahlreicheren gegnerischen Geschossen ausweichen.
Das ist ziemlich schwer, vor allem wenn es mit der Tastatur gesteuert werden muss (ich bin ein Fan von Controllern und Joysticks), aber es spornt auch an, es weiter zu versuchen. Die Runden sind kurz, weil die Spielfigur nicht lange überlebt, aber genau deshalb will man auch bei einem neuen Versuch jede weitere Sekunde rausholen.
Entwickelt von Shnilsen, kostenlos im Browser spielbar bei itch.io.

Wortgeschmeide der Woche

Ich habe dieser Tage eine mir bis dahin nicht bekannte lokale Autorin kennengelernt, die ich hier natürlich gerne vorstelle. Eva Engelken hat eine Reihe von Ratgebern um den Umgang mit und die Öffentlichkeitsarbeit von Juristen herausgegeben, aber ich konzentriere mich hierauf ihren Roman Drei Küsse für Herkules.
In diesem findet die frustrierte Ehefrau Vivian den entmachteten Halbgott Herkules (das weiss sie aber nicht), der zur Rettung Europas die wahre Liebe finden muss. Aphrodite ist überarbeitet, Zeus ist… Zeus und so muss Vivian das mit Herkules mehr oder weniger alleine regeln. Nur hat sie halt dummerweise auch noch ein eigenes Leben.

Politik der Woche

Politik wird zum Jahresende immer deutlich weniger, aber immerhin läuft aktuell die Unterschriftensammlung zum Verbleib des Haus Erholung in städtischer Hand. Interessantes Hindernis dabei auf dem Marienplatz in Rheydt: Wir standen direkt neben den Zeugen Jehovas und wurden deshalb regelmäßig selbst für welche gehalten, wenn wir Leute ansprachen. So manche kamen zurück, wenn sie mitbekamen, wofür wir wirklich da waren, aber dennoch war das lästig.
Auch, da irgendwann einer der Zeugen anfing,über göttliche Bestimmung und die Schöpfung zu diskutieren. Immer gerne, aber nicht, wenn ich grade mit wichtigen Anliegen beschäftigt bin. Das Thema habe ich inzwischen in vier Büchern behandelt und es werden in Zukunft auch noch ein paar weitere werden.

Fotos der Woche

Sehr plastisch

Sehr plastisch

Den Anfang macht dieses Schild, das sehr eindrücklich zeigt, wieso es hier eigentlich einer Warnung bedarf.
Besuch war da

Besuch war da

Ebenfalls Eindrücke sind diese Fußspuren, die sich am letzten Sonntag im Schnee zeigten. Ich glaube, es war ein Fuchs, der uns da im Garten besuchte, denn menschliche Fußabdrücke, wie sie bei einem Hund zu erwarten gewesen wären, gab es nicht. Eine gute Aufnahme fürs Archiv, die ich definitiv noch brauchen kann.

Videos der Woche

Bie Fiction Science gibt es nur halb so viele Videos, wie es geben sollte. Denn ursprünglich sollten zeitgleich zwei Videos zu Pokémon erscheinen — doch das längere Video dazu, wie Pokébälle funktionieren können, ohne die Gesetze der Physik ausser Kraft zu setzen oder unsinnige Halbwissenschaft zu verwenden, erhielt einen automatisierten „Copyright Claim“. Eine asiatische Firma beanspruchte Rechte an einem kurzen Clip, der für etwa eine halbe Minute eingesetzt wurde. Ich bin der Überzeugung, dass der Clip im Rahmen des Zitatrechts und des Fair-Use-Prinzips korrekt verwendet wurde und so habe ich Einspruch eingelegt. Doch bis das gelöst wird, kann es nun etwas dauern. Dabei handelte es sich mit 60 Objekten um das komplexeste Video, das der Kanal bisher vorzuweisen hat und mit fast 13 Minuten auch um eines der längsten.
Sein sehr kurzes Gegenstück zu den kulturellen Hintergründen von Pokémon-Kämpfen dagegen ging ohne Probleme online. Dabei enthält es einen brutalen Kampf zwischen zwei Hirschkäfern!

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Der ursprüngliche Plan war, dass die Videos sich gegenseitig verlinken und so dazu beitragen, ein Netzwerk von Videos innerhalb des Kanals aufzubauen. Diese stärkere Zusammenbindung soll dem Kanal einen größeren Halt verleihen, welcher zu dringend nötigem Wachstum führt.

In der Legowelt kommen die Ninjas von Ninjago und bringen ihren Meister Wu in seiner jugendlichen Erscheinung mit, bevor er Meister wurde. Keine spektakuläre Figur, aber eine seltene. Lohnt für Ninjago-Sammler, die nicht 100 € für das Set ausgeben wollen, in dem er sonst verfügbar ist.
Das ist das erste Video der Reihe in 1080p, wie künftig auch auf diesem Kanal alle meine Videos.

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Ganze vierzehn Tage aus dem Adventskalender kommen in so zwei Wochen zusammen. Mathematisch logisch. Immerhin gibt es aus Zeitmangel und wegen technischen Problemen ein paar Doppelfolgen.
10. und 11.12.
12.12.
13. und 14.12.
15. und 16.12.
17.12.
18.12.
19.12.
20.12.
21.12.
22.12.
23.12.

Nächste Woche geht es dann mit Pokémon-Wissenschaft und weiteren Türen im Adventskalender weiter.


Sieben am Sonntag 09.12.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Mit Holz.

Musik der Woche

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zähle Holz von den 257ers jetzt mal einfach als eine Art Fortsetzung vom Sägewerk Bad Segeberg, das wir hier letzte Woche besucht haben. Musikalisch recht praktisch,so eine Fortsetzung zu haben.

Fundstücke der Woche

Was hat die Privatisierung der Bahn eigentlich gebracht? Nun,wie sich herausstellt nicht nur eine massive Verschlechterung der Bahn, sondern sogar Absicht dahinter. Denn wenn die Bahn kaputte Infrastruktur nicht mehr repariert, bis der Staat gezwungen ist, einzuspringen, lässt sich richtig viel Geld sparen. Na das hat ja toll geklappt.
Da gefällt mir die Ausnutzung von Gesetzeslücken durch die Kirche in den Niederlanden deutlich besser. Sie verhindert eine Abschiebung, indem sie einen endlosen Gottesdienst abhält. Denn ein laufender Gottesdienst darf nicht für eine Abschiebung unterbrochen werden.

Wer sich gerne selbst das Leben schwer macht, sind Sportler. Das ist im Sinne des Trainingserfolges auch durchaus sinnvoll. Albern aussehen kann es manchmal aber trotzdem. Zum Beispiel, wenn Läufer sich einen Fallschirm anhängen, um mehr Luftwiderstand zu haben.

Beste Investition von drei Euro aller Zeiten! Und in Zukunft als Symbolbild für sehr viele Dinge in der Politik brauchbar

Beste Investition von drei Euro aller Zeiten! Und in Zukunft als Symbolbild für sehr viele Dinge in der Politik brauchbar

Sinnvoll und sperrig, aber zum Glück nicht albern aussehend, ist der neueste Durchbruch aus Bayern: Von dort kommt ein neuer Energiespeicher auf Basis eines Abfallproduktes aus der Papierproduktion. Die Batterien sind momentan noch recht groß, aber der erste Schritt ist gemacht.
Und auch mein Fahrzeug der Zukunft nimmt langsam Form an:

Straßenzulassung leider nur ohne Torpedowerfer

Straßenzulassung leider nur ohne Torpedowerfer

Spielerei der Woche

Hippie Tree Friends setzt unser Holzthema fort, dass es fast schon unheimlich wird.
In diesem Spiel schießt man mit Blumen auf herannahende Holzfäller, die drei Bäume hinter der Spielfigur fällen wollen. Man kann seine Blumen nach und nach stärker und schneller machen, was auch nötig ist, da die Gegner mit der Zeit mehr Treffer abkönnen. Ziel ist es natürlich, die Bäume so lange wie möglich zu schützen.
Das Spiel hat ein paar kleine Schönheitsfehler, vor allem, dass man nur nach vorne schießen kann — ist ein Holzfäller durchgekommen, war es das. Alles in allem ein nettes kleines Pausenspiel.
Gratis für Android erhältlich.

Wortgeschmeide der Woche

Ich erinnere mich noch recht gut an die britische Fabel Als die Tiere den Wald verließen, die auch als Fernsehserie lief.
Im Umfeld der Bewegung um den Hambacher Wald hat ein sehr ähnliches Buch Erfolg gefunden: Am Tag, als die Tiere verschwanden handelt genau davon: Von einer Gruppe Tiere, die eines Tages aus ihrem Wald fliehen müssen, wiel Kettensägen und Baumaschinen anrücken. Zwar wird keine Braunkohle gefördert, sondern offenbar ein Flughafen gebaut, aber die Themen um die Zerstörung eines Waldes sind doch die selben.
Eine durchblätterbare Online-Leseprobe aus zufälligen Seiten des Buchs gibt es auf der Website Spass und Lernen.

Politik der Woche

Der Dienstag brachte einen Sitzung des Planungs- und Bauausschusses der Stadt mit einigen großen Klopperthemen. Neben dem Haushalt für die Jahre 2019 und 2020 waren vor allem die Planungen für den Neubau des Rathauses ein großes Thema. Wobei letzterer verschiedene Komponenten hatte, für deren Behandlung es gar keinen fachlich zuständigen Ausschuss gab — der IT-Ausschuss etwa wurde ja schon in den 2000ern eingestampft und jetzt, wo das Thema als Digitalisierung zum Trend geworden ist, fehlt er.
Wie man so große Themen überhaupt in den selben Ratszug packen kann wie den Haushalt für zwei Jahre, ist mir ein Rätsel. Das hätte sicherlich auch noch im Februar Zeit gehabt.

Der Mittwoch brachte eine Reise ins ferne Düsseldorf zu einem Treffen des Vorstands im Bezirksverband Niederrhein-Wupper der Grünen. Wir haben unsere Sitzungen für 2019 geplant und anstehende Themen vorbesprochen. Ein Vorhaben, das mehrere von uns (darunter ich) machen wollten und nun umsetzen, ist eine örtlich flexiblere Form der Sitzungen. Statt immer an ein-zwei Orten werden die Bezirksverbandssitzungen 2019 durch die Kreise des Bezirks wandern. Wir werden auch mindestens eine weitere Veranstaltung für neue Mitglieder machen.

Am Freitag waren wir noch mal für die Bäume unterwegs, diesmal auf dem Martin-Luther-Platz. An diesem Platz ist bisher in der Frage überflüssiger Baumfällungen noch gar nichts passiert, also brachten Hajo Siemes und ich das Thema während des Wochenmarktes aktiv dorthin. Wie überall war auch hier der Andrang groß, für den Erhalt der Bäume zu unterschreiben.

Fotos der Woche

Es war eine wirklich, wirklich volle Woche. Keine Fotos diesmal.

Videos der Woche

Bei Fiction Science habe ich ein zweites Mal die Yautja aus der Predator-Filmreihe besucht und sie mir genauer angeschaut. Und tatsächlich gibt es da etwas zu entdecken: Die Biologie der Yautja macht nämlich keinen Sinn, es sei denn, man nimmt an, dass ihr Planet jetzt ein völlig anderer ist als zu der Zeit, als sie entstanden sind. Genau: Yautja Prime ist ein Opfer eines massiven Klimawandels, wahrscheinlich ausgelöst durch die technische Entwicklung der Yautja zu einer raumfahrenden Zivilisation (das oder die vielen aktiven Vulkane auf dem Planeten).

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Im Magazinbereich verabschiedet sich die Schleich Roaarr Dinosaurs mit einem sehr netten Kentrosaurier ins Zeitschriften-Nirvana. Schade, das Heft war das letzte Nicht-Lego-Magazin, welches ich regelmäßig bei Extra Extra besprochen habe.

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Auch bei den Lego-Heften gibt es einen Abschied: Die Nexo Knights enden und ihre Abschiedsbeilage ist ein leider etwas sehr uninteressanter „Giga-Schnapper“ mit einer Sense. Nächstes Jahr gibt es dafür regelmäßig Lego Batman.

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Die sieben Videos aus dem Galileo-Adventskalender hier einzubetten,wird mir dann doch etwas umfangreich. Die Seite lädt jetzt schon langsam genug. Alos bleibe ich für diese Videos bei Textlinks für den jeweiligen Tag,als da wären:
3.12.
4.12.
5.12.
6.12.
7.12.
8.12.
9.12.

Nächste Woche geht es dann mit Pokémon-Wissenschaft und weiteren Türen im Adventskalender weiter.


Sieben am Sonntag 02.12.2018

Der wöchentliche Rückblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Zahnstocher gibt’s bei der Stadtverwaltung.

Musik der Woche

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Wir sind Helden geht immer: Musik mit literarischem und inhaltlichem Anspruch, obwohl sie auf Deutsch ist. Sowas sieht man ja auch eher selten, ohne dass es platt wird. Wir sind Helden waren da eine Ausnahmeerscheinung, die sich immer lohnt.

Fundstücke der Woche

Es gibt doch noch Hoffnung für die Digitalisierugn in Deutschland: Die CEBIT verdigitalisiert sich. Und das meine ich genau so: Meines Erachtens ist die CEBIT eine hoffnungslos veraltete Veranstaltung. Es gibt keinen Grund, im digitalen Zeitalter eine Messe für Computerprodukte abzuhalten. Das ist der ganze Punkt hinter der Digitalisierung: Die weitgehende Bedeutungslosigkeit des physischen Raums in der digitalen Welt.
Und sie ist nicht das einzige Relikt der 70er, das zum Dank endlich sein Ende findet: Frankreich schaltet endlich das AKW Fessenheim ab. Vielleicht. Es gibt noch Ausstiegsklauseln für den Ausstieg. Aber die Richtung stimmt.

Überhaupt, Frankreich kommt langsam voran. Denn während deutsche Autolobbyisten noch das Märchen erzählen, dass nur Deutschland sich um Luftverschmutzung kümmern würde, nimmt sich Frankreich bereits die Lieblings-Nebelgranate selbiger Lobby vor: Der Kapitän eines Kreuzfahrtschiffes darf für seine Abgase 100.000 € zahlen.

Doch zurück zur digitalen Welt. Wir haben großartige Nachrichten erhalten: Es gibt endlich eine klare Zahl, wie hoch die Erfolgsrate von Blockchain-Lösungen eigentlich ist. Es sind… 0 Prozent. Das ist noch übler, als ich erwartet hatte. So ein Prozent hätte ich diesem Unsinn ja schon zugetraut, einfach nur aus statistischen Zufall.

Dinosaurierfreunde finden unterdessen, dass sich die Forschung zur Zeit in Bereichen fortentwickelt, die noch vor wenigen Jahren als unvorstellbar schienen. Ein besonderes Beispiel dafür sidn Erkenntnisse über die Farben, die einige ausgestorbene Lebewesen zu Lebzeiten hatten.
Der neueste Fall dieser Art ist der frühe Vogel Confuciusornis, von dem nun zwar nicht die kompletten Farben, aber immerhin das Muster des Flügelgefieders bekannt ist.

Da bleibt zum Abschluss des Abschnitts nur eins: Was niedliches. Mit Dinosaurier. Zum Beispiel dieser Ohrring. Von Wish.com.

Spielerei der Woche

Honu WorldWisst ihr, was virtuelle Daten definitiv nicht erzeugen? Plastikmüll!
Um diesen geht es in A Honu World, das von vier Studierenden der Uni Stanford entwickelt wurde.
Man spielt eine kleine Meeresschildkröte, die versucht, die Ozeane vom Müll zu befreien, indem sie diesen in die Netze der Fischfangschiffe „pustet“. Okay, ich schreibe „pustet“, aber so ganz klar ist mir nicht, was sie da macht. Aber egal, es funktioniert, da darf die Schildkröte auch mal über magische Kräfte verfügen, die über einen Mausklick in der richtigen Richtung aktiviert werden.
ich fand die Steuerung etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit geht es und man beginnt, die Level von leeren Flaschen und Dosen zu befreien.
A Honu World gibt es bei itch.io für Windows, Mac und zum Spielen im Browser.

Wortgeschmeide der Woche

Das Blog Love in the Time of Chasmosaurs hat letzte Woche ein interessantes Buch vorgestellt.
Ich selbst hatte schon eine ganze Weile diese Idee, ein Buch zu verfassen, das den Leser durch die seltsamen Bilder führt, die sich die Menschen über die Jahrhunderte von jenen Wesen gemacht haben, die wir heute als Dinosaurier kennen. Von dem für ein menschliches Bein gehaltenen Riesensalamander über Meeresreptilien, deren Kopf versehentlich auf den Schwanz montiert wurde, bis zu Stegosaurus, einem Dinosaurier, der im vollen Bewusstsein dessen benannt wurde, dass sein Name sich auf eine komplett falsche Vorstellung des Tiers bezog. Es ist alles so herrlich seltsam.
Kathleen Kudlinski hat bereits 2005 eine ähnliche Idee umgesetzt und das Ergebnis ist Boy, were we wrong about Dinosaurs. Es ist Teil einer ganzen Reihe von Büchern dieser Art, deren andere Bände sich beispielsweise mit Medizin, dem Sonnensystem oder Meteorologie beschäftigen. Die Bücher sind alle lesenswert und bieten schöne Beispiele dafür, wie sich die Wissenschaft mit der Zeit die Welt erschließt und wie sie ihre Erkenntnisse gewinnt und stetig mit neuen Entdeckungen verbessert.

Politik der Woche

Die Sitzung des Umweltausschusses am Mittwoch zog sich diesmal leider sehr. Stark dafür verantwortlich war ein Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg. Ich bin ja froh, wenn jemand von der Bergbaubehörde zum Braunkohlentagebau informiert, aber wenn der vorher eine gute Viertelstunde von den eMail-Problemen beim Zustandekommen seiner Einladung erzählt, verfliegt das schnell.
Als er dann mal zum Punkt kam, gab es einiges zu lernen. Etwa, dass die Kosten für den Rückbau der Tagebaue gar nicht in liquiden Mitteln vorliegen, sondern in Form von Bilanzvermögen. Das zum Teil bei Schließung der Tagebaue sofort wertlos wird, weil man zum Beispiel viel von der Technik zu nichts anderem gebrauchen kann, als zum Kohleabbau. Das ist so die Form von Sicherheiten, mit denen man eine Bank zufriedenstellen kann, die aber fachlich absolut ungeeignet ist.
Oder, dass es um so teurer wird, je länger wir warten — was nicht heissen soll, dass eine kürzere Laufzeit günstiger wäre. Das Problem ist, dass bei einer Verschlimmerung der klimatischen Bedingungen diese die Reparatur der Schäden durch den Tagebau immer schwerer macht. Es ist beispielsweise nicht so einfach, einen See mit Rheinwasser aufzufüllen, wenn der Rhein kaum noch Wasser führt.

Es gab die aktuelle Liste der geplanten Baumfällungen, an der wir wieder zu kritisieren hatten, was wir schon lange kritisieren: Es fehlt eine Liste der Ersatzpflanzungen, die Länge der Liste macht ein Bearbeiten sehr schwierig und oft ist nicht mal ersichtlich, welcher Baum eigentlich fallen soll. Angaben wie „Hauptfriedhof: 1 Rosskastanie“ sind wenig hilfreich.

Der Haushalt stand an, bei dem wir im Umweltbereich vor allem einen Antrag hatten, der den Beitritt der Stadt zum Netzwerk Biodiversität vorsah. Den stellte dann überraschend die GroKo ebenfalls. Wohl, weil der Himmel auf uns hinabstürzt, wenn die GroKo einem Antrag der Opposition zustimmt. Immerhin haben sie ihn noch um ein paar Details erweitert.
Bei der Haushaltsrede gab es dann ein sehr merkwürdiges Verhalten seitens Baudezernent Gregor Bonin: Als die Opposition sprach, fand der sich plötzlich auf der Pressebank und quatschte mit Denisa Richters von der Rheinischen Post. Es war offenbar sehr wichtig, die Presse tunlichst von allen Nicht-GroKo-Meinungen abzulenken. Ach, nennen wir es doch beim Namen: Es ist nicht merkwürdig, es ist unverschämt!

Am Freitag blieben wir gleich beim Thema, es ging erneut zur Sammlung von Unterschriften gegen das in Mönchengladbach ausufernde Entfernen von Bäumen. Ob sie nun gefällt oder umgepflanzt werden, ist dabei eine Nebensache, auf jeden Fall fehlen sie nachher in der Innenstadt. Der Stand war erneut schon beim Aufbau gut besucht. Obwohl wir diesmal drei statt nur zwei Unterschriftenlisten dabei hatten, bildete sich wieder schnell eine Schlange.

Lutz Schippers sorgte mit einem Instrument, dessen Name mir ständig wieder entfällt (Gatham?) fürangenehme musikalische Begleitung.

Fotos der Woche

Als Nachtrag zu dem Sanddorn gestern ein Bild von der selben Strauchreihe am Wegesrand. Die beiden unterschiedlich intensiv gefärbten Sanddornsorten geben einen attraktiven Farbtupfer in der winterlichen Trübe.

Nicht ganz so nett ist der Anblick des Abteibergs. Okay, die Mischung an Brauntönen im ersten Bild mag mancher noch halbwegs künstlerisch ansprechend empfinden, aber mein Geschmack ist es nicht.
Der zuvor satt begrünte Hang wurde auf einen Schlag geleert und aus dem Postkartenmotiv der Stadt wurde eine hässliche Kahlschlagsszene. Angeblich soll es im Frühjahr besser aussehen. Wir werden sehen. Aber den Übergang hätte man nun wirklich sanfter und weniger hässlich machen können. An so wichtigen Stellen macht man dann halt nicht alles auf ein Mal weg.
Man sollte wirklich meinen, die Zuständigen würden langsam lernen, sensibler mit dem Grün in der Stadt umzugehen. Aber nein, es geht ungebrochen weiter mit diesem Vorgehen.
Immerhin regen die Leute sich darüber auf. Ich habe inzwischen komplett den Überblick verloren, wie viele Leute und Seiten diese Bilder auf Facebook weitergeteilt haben, von den Kommentaren unter all diesen Weiterteilungen meines ursprünglichen Beitrags ganz zu schweigen. Es gibt also schon ein Empfinden für solche Dinge, nur bei Stadtverwaltung und Grünflächenamt fehlt es.

Mit sowas kann ich die wöchentliche Bilderschau natürlich nicht abschließen, da muss was hübsches her! Und zum Glück gibt es da auch was.
Bei den Ringelblumen in der Dahler Oase fiel mir heute erst auf, dass eine der Pflanzen eine ganz neue Farbvariante hervorgebracht hat. Da hat sich wohl was reingekreuzt. Nun gibt es neben den bekannten Varianten (gelb mit gelbem und mit braunem Kopf) eine Variante, deren Blütenblätter einen zusätzlichen weissen Kranz aufweisen. Was ich erst für einen Schaden an einer der Blüten hielt, stellt sich nun dank einer zweiten Blüte als Teil der Pflanze heraus. Auf Fotos sieht das dann so aus, als wären die Blüten aufgemalt.

Videos der Woche

Die ersten Tage des Dezembers sind da und somit beginnt der angedrohte tägliche Blick in den Galileo-Adventskalender.

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Doch auch bei den Lego-Magazinen geht es weiter und so finden sich da die Minifigur Nitro aus Lego Ninjago und ein kleines Weihnachtsset mit Hund in Lego Friends.

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Nächste Woche gibt es dann wieder Inhalte bei Fiction Science. Der Ton für das zweite Video zu den Predator-Filmen ist bereits aufgenommen, ich muss ihn noch schneiden und mit Videomaterial ausstatten. Wenn alles klappt, gibt es kommende Woche ein zweites Video, dieses dann zum Thema Pokémon.