Sieben am Sonntag 23.12.2018

Der w├Âchentliche R├╝ckblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des allt├Ąglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkw├╝rdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundst├╝cke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Jetzt mit ganz viel Spekulatius Weihnachtsstimmung!

Musik der Woche

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alle wissen, was der wichtigste Teil eines gelungenen Weihnachtsfestes ist: Weihnachtslieder singen mit Leuten, die man definitiv nicht mag. Dann kann ja jetzt nichts mehr schiefgehen!

Fundst├╝cke der Woche

Der Axel Springer Verlag intensiviert seinen Angriff auf An- und Verstand mit einemneuen Zeitschriftenkonzept. Die BILD Politik soll Nachrichten nicht nach Faktenlage, sondern nach Gef├╝hlslage berichten. Mit Kategorien wie Wut, Freude und Neugier. Ja, ernsthaft. Emotional vorverpackte Nachrichten. Man kann das positiv sehen, dass die Bild nun noch nicht mal mehr versteckt, wie sehr sie ihre Leserschaft emotional manipuliert. Muss man aber nicht.
Ein sch├Ânes Beispiel, wie sich Ver├Âffentlichungen manipulieren lassen, liefern unterdessen einige amerikanische Studierende. Die haben eine Studie ver├Âffentlicht, die nachweist, dass Fallschirm nutzlos sind, weil sowieso niemand beim Sturz aus einem Flugzeug st├╝rzt. Was recht viel damit zu tun haben k├Ânnte, dass die Experimente auf dem Boden durchgef├╝hrt wurden. Absichtlich, um die Absurdit├Ąt mancher Studien vorzuf├╝hren und als Kritik am Studiendesign insbesondere in medizinischen Wrkungsnachweisen.
Mit Sicherheit bei der „Politik in Bl├Âd“ unter Wut w├╝rde etwa die Meldung laufen, dass eine Weihnachtsaktion beendet wurde, bei der man Plastikbeutel mit in gro├če Mengen Plastikm├╝ll in die Umwelt wirft. Der M├╝ll nennt sich zwar offiziell Luftballons, aber das Ende der Aktion ist das selbe.

Die Meldung, dass Schokolade wegen Plastikteilchen zur├╝ckgerufen wurde, w├Ąre hier eigentlich keine Mitteilung wert. Aber hier geht es um Buchstabenschokolade und die Tatsache, dass die Meldung eine genaue Information enthielt, welche Buchstaben betroffen sind, bringt s dann in ausreichende Kuriosit├Ąt.

Morgen ist ja Heiligabend, da ist es f├╝r einen Weihnachtswunsch wohl etwas knapp. Dann bekomme ich halt n├Ąchstes Jahr diesen Lichtschalter-Sticker.

Zu nerdy? Nicht f├╝r mich! - Bild: Wish

Zu nerdy? Nicht f├╝r mich! – Bild: Wish

Spielerei der Woche

Einen Pixel vor dem Tod aufgenommen

Einen Pixel vor dem Tod aufgenommen

Ich mag Arcade-Shooter. Also, die alten aus der Verwandtschaft von Space Invaders und allem, was das Genre in den 40 Jahren seit damals hervorgebracht hat. Weniger Ego-Shooter, denen gegen├╝ber ich nur so neutral eingestellt bin. Sie existieren und das ist okay.
2D-Shooter aus der Vogelperspektive dagegen sind mein Ding. Ghost Hunt ist eine nette Variation dessen f├╝r zwischendurch: Es gibt nur einen kleinen Bildschirm, der sich nicht bewegt und man schie├čt nicht st├Ąndig, sondern muss erst einen Bolzen einsammeln, den man dann in eine riesige Armbrust einlegen und damit schie├čen kann. Damit das nicht zu leicht wird, muss man seinerseits den deutlich zahlreicheren gegnerischen Geschossen ausweichen.
Das ist ziemlich schwer, vor allem wenn es mit der Tastatur gesteuert werden muss (ich bin ein Fan von Controllern und Joysticks), aber es spornt auch an, es weiter zu versuchen. Die Runden sind kurz, weil die Spielfigur nicht lange ├╝berlebt, aber genau deshalb will man auch bei einem neuen Versuch jede weitere Sekunde rausholen.
Entwickelt von Shnilsen, kostenlos im Browser spielbar bei itch.io.

Wortgeschmeide der Woche

Ich habe dieser Tage eine mir bis dahin nicht bekannte lokale Autorin kennengelernt, die ich hier nat├╝rlich gerne vorstelle. Eva Engelken hat eine Reihe von Ratgebern um den Umgang mit und die ├ľffentlichkeitsarbeit von Juristen herausgegeben, aber ich konzentriere mich hierauf ihren Roman Drei K├╝sse f├╝r Herkules.
In diesem findet die frustrierte Ehefrau Vivian den entmachteten Halbgott Herkules (das weiss sie aber nicht), der zur Rettung Europas die wahre Liebe finden muss. Aphrodite ist ├╝berarbeitet, Zeus ist… Zeus und so muss Vivian das mit Herkules mehr oder weniger alleine regeln. Nur hat sie halt dummerweise auch noch ein eigenes Leben.

Politik der Woche

Politik wird zum Jahresende immer deutlich weniger, aber immerhin l├Ąuft aktuell die Unterschriftensammlung zum Verbleib des Haus Erholung in st├Ądtischer Hand. Interessantes Hindernis dabei auf dem Marienplatz in Rheydt: Wir standen direkt neben den Zeugen Jehovas und wurden deshalb regelm├Ą├čig selbst f├╝r welche gehalten, wenn wir Leute ansprachen. So manche kamen zur├╝ck, wenn sie mitbekamen, wof├╝r wir wirklich da waren, aber dennoch war das l├Ąstig.
Auch, da irgendwann einer der Zeugen anfing,├╝ber g├Âttliche Bestimmung und die Sch├Âpfung zu diskutieren. Immer gerne, aber nicht, wenn ich grade mit wichtigen Anliegen besch├Ąftigt bin. Das Thema habe ich inzwischen in vier B├╝chern behandelt und es werden in Zukunft auch noch ein paar weitere werden.

Fotos der Woche

Sehr plastisch

Sehr plastisch

Den Anfang macht dieses Schild, das sehr eindr├╝cklich zeigt, wieso es hier eigentlich einer Warnung bedarf.
Besuch war da

Besuch war da

Ebenfalls Eindr├╝cke sind diese Fu├čspuren, die sich am letzten Sonntag im Schnee zeigten. Ich glaube, es war ein Fuchs, der uns da im Garten besuchte, denn menschliche Fu├čabdr├╝cke, wie sie bei einem Hund zu erwarten gewesen w├Ąren, gab es nicht. Eine gute Aufnahme f├╝rs Archiv, die ich definitiv noch brauchen kann.

Videos der Woche

Bie Fiction Science gibt es nur halb so viele Videos, wie es geben sollte. Denn urspr├╝nglich sollten zeitgleich zwei Videos zu Pok├ęmon erscheinen — doch das l├Ąngere Video dazu, wie Pok├ęb├Ąlle funktionieren k├Ânnen, ohne die Gesetze der Physik ausser Kraft zu setzen oder unsinnige Halbwissenschaft zu verwenden, erhielt einen automatisierten „Copyright Claim“. Eine asiatische Firma beanspruchte Rechte an einem kurzen Clip, der f├╝r etwa eine halbe Minute eingesetzt wurde. Ich bin der ├ťberzeugung, dass der Clip im Rahmen des Zitatrechts und des Fair-Use-Prinzips korrekt verwendet wurde und so habe ich Einspruch eingelegt. Doch bis das gel├Âst wird, kann es nun etwas dauern. Dabei handelte es sich mit 60 Objekten um das komplexeste Video, das der Kanal bisher vorzuweisen hat und mit fast 13 Minuten auch um eines der l├Ąngsten.
Sein sehr kurzes Gegenst├╝ck zu den kulturellen Hintergr├╝nden von Pok├ęmon-K├Ąmpfen dagegen ging ohne Probleme online. Dabei enth├Ąlt es einen brutalen Kampf zwischen zwei Hirschk├Ąfern!

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Der urspr├╝ngliche Plan war, dass die Videos sich gegenseitig verlinken und so dazu beitragen, ein Netzwerk von Videos innerhalb des Kanals aufzubauen. Diese st├Ąrkere Zusammenbindung soll dem Kanal einen gr├Â├čeren Halt verleihen, welcher zu dringend n├Âtigem Wachstum f├╝hrt.

In der Legowelt kommen die Ninjas von Ninjago und bringen ihren Meister Wu in seiner jugendlichen Erscheinung mit, bevor er Meister wurde. Keine spektakul├Ąre Figur, aber eine seltene. Lohnt f├╝r Ninjago-Sammler, die nicht 100 € f├╝r das Set ausgeben wollen, in dem er sonst verf├╝gbar ist.
Das ist das erste Video der Reihe in 1080p, wie k├╝nftig auch auf diesem Kanal alle meine Videos.

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Ganze vierzehn Tage aus dem Adventskalender kommen in so zwei Wochen zusammen. Mathematisch logisch. Immerhin gibt es aus Zeitmangel und wegen technischen Problemen ein paar Doppelfolgen.
10. und 11.12.
12.12.
13. und 14.12.
15. und 16.12.
17.12.
18.12.
19.12.
20.12.
21.12.
22.12.
23.12.

N├Ąchste Woche geht es dann mit Pok├ęmon-Wissenschaft und weiteren T├╝ren im Adventskalender weiter.


Sieben am Sonntag 09.12.2018

Der w├Âchentliche R├╝ckblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des allt├Ąglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkw├╝rdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundst├╝cke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Mit Holz.

Musik der Woche

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z├Ąhle Holz von den 257ers jetzt mal einfach als eine Art Fortsetzung vom S├Ągewerk Bad Segeberg, das wir hier letzte Woche besucht haben. Musikalisch recht praktisch,so eine Fortsetzung zu haben.

Fundst├╝cke der Woche

Was hat die Privatisierung der Bahn eigentlich gebracht? Nun,wie sich herausstellt nicht nur eine massive Verschlechterung der Bahn, sondern sogar Absicht dahinter. Denn wenn die Bahn kaputte Infrastruktur nicht mehr repariert, bis der Staat gezwungen ist, einzuspringen, l├Ąsst sich richtig viel Geld sparen. Na das hat ja toll geklappt.
Da gef├Ąllt mir die Ausnutzung von Gesetzesl├╝cken durch die Kirche in den Niederlanden deutlich besser. Sie verhindert eine Abschiebung, indem sie einen endlosen Gottesdienst abh├Ąlt. Denn ein laufender Gottesdienst darf nicht f├╝r eine Abschiebung unterbrochen werden.

Wer sich gerne selbst das Leben schwer macht, sind Sportler. Das ist im Sinne des Trainingserfolges auch durchaus sinnvoll. Albern aussehen kann es manchmal aber trotzdem. Zum Beispiel, wenn L├Ąufer sich einen Fallschirm anh├Ąngen, um mehr Luftwiderstand zu haben.

Beste Investition von drei Euro aller Zeiten! Und in Zukunft als Symbolbild f├╝r sehr viele Dinge in der Politik brauchbar

Beste Investition von drei Euro aller Zeiten! Und in Zukunft als Symbolbild f├╝r sehr viele Dinge in der Politik brauchbar

Sinnvoll und sperrig, aber zum Gl├╝ck nicht albern aussehend, ist der neueste Durchbruch aus Bayern: Von dort kommt ein neuer Energiespeicher auf Basis eines Abfallproduktes aus der Papierproduktion. Die Batterien sind momentan noch recht gro├č, aber der erste Schritt ist gemacht.
Und auch mein Fahrzeug der Zukunft nimmt langsam Form an:

Stra├čenzulassung leider nur ohne Torpedowerfer

Stra├čenzulassung leider nur ohne Torpedowerfer

Spielerei der Woche

Hippie Tree Friends setzt unser Holzthema fort, dass es fast schon unheimlich wird.
In diesem Spiel schie├čt man mit Blumen auf herannahende Holzf├Ąller, die drei B├Ąume hinter der Spielfigur f├Ąllen wollen. Man kann seine Blumen nach und nach st├Ąrker und schneller machen, was auch n├Âtig ist, da die Gegner mit der Zeit mehr Treffer abk├Ânnen. Ziel ist es nat├╝rlich, die B├Ąume so lange wie m├Âglich zu sch├╝tzen.
Das Spiel hat ein paar kleine Sch├Ânheitsfehler, vor allem, dass man nur nach vorne schie├čen kann — ist ein Holzf├Ąller durchgekommen, war es das. Alles in allem ein nettes kleines Pausenspiel.
Gratis f├╝r Android erh├Ąltlich.

Wortgeschmeide der Woche

Ich erinnere mich noch recht gut an die britische Fabel Als die Tiere den Wald verlie├čen, die auch als Fernsehserie lief.
Im Umfeld der Bewegung um den Hambacher Wald hat ein sehr ├Ąhnliches Buch Erfolg gefunden: Am Tag, als die Tiere verschwanden handelt genau davon: Von einer Gruppe Tiere, die eines Tages aus ihrem Wald fliehen m├╝ssen, wiel Kettens├Ągen und Baumaschinen anr├╝cken. Zwar wird keine Braunkohle gef├Ârdert, sondern offenbar ein Flughafen gebaut, aber die Themen um die Zerst├Ârung eines Waldes sind doch die selben.
Eine durchbl├Ątterbare Online-Leseprobe aus zuf├Ąlligen Seiten des Buchs gibt es auf der Website Spass und Lernen.

Politik der Woche

Der Dienstag brachte einen Sitzung des Planungs- und Bauausschusses der Stadt mit einigen gro├čen Klopperthemen. Neben dem Haushalt f├╝r die Jahre 2019 und 2020 waren vor allem die Planungen f├╝r den Neubau des Rathauses ein gro├čes Thema. Wobei letzterer verschiedene Komponenten hatte, f├╝r deren Behandlung es gar keinen fachlich zust├Ąndigen Ausschuss gab — der IT-Ausschuss etwa wurde ja schon in den 2000ern eingestampft und jetzt, wo das Thema als Digitalisierung zum Trend geworden ist, fehlt er.
Wie man so gro├če Themen ├╝berhaupt in den selben Ratszug packen kann wie den Haushalt f├╝r zwei Jahre, ist mir ein R├Ątsel. Das h├Ątte sicherlich auch noch im Februar Zeit gehabt.

Der Mittwoch brachte eine Reise ins ferne D├╝sseldorf zu einem Treffen des Vorstands im Bezirksverband Niederrhein-Wupper der Gr├╝nen. Wir haben unsere Sitzungen f├╝r 2019 geplant und anstehende Themen vorbesprochen. Ein Vorhaben, das mehrere von uns (darunter ich) machen wollten und nun umsetzen, ist eine ├Ârtlich flexiblere Form der Sitzungen. Statt immer an ein-zwei Orten werden die Bezirksverbandssitzungen 2019 durch die Kreise des Bezirks wandern. Wir werden auch mindestens eine weitere Veranstaltung f├╝r neue Mitglieder machen.

Am Freitag waren wir noch mal f├╝r die B├Ąume unterwegs, diesmal auf dem Martin-Luther-Platz. An diesem Platz ist bisher in der Frage ├╝berfl├╝ssiger Baumf├Ąllungen noch gar nichts passiert, also brachten Hajo Siemes und ich das Thema w├Ąhrend des Wochenmarktes aktiv dorthin. Wie ├╝berall war auch hier der Andrang gro├č, f├╝r den Erhalt der B├Ąume zu unterschreiben.

Fotos der Woche

Es war eine wirklich, wirklich volle Woche. Keine Fotos diesmal.

Videos der Woche

Bei Fiction Science habe ich ein zweites Mal die Yautja aus der Predator-Filmreihe besucht und sie mir genauer angeschaut. Und tats├Ąchlich gibt es da etwas zu entdecken: Die Biologie der Yautja macht n├Ąmlich keinen Sinn, es sei denn, man nimmt an, dass ihr Planet jetzt ein v├Âllig anderer ist als zu der Zeit, als sie entstanden sind. Genau: Yautja Prime ist ein Opfer eines massiven Klimawandels, wahrscheinlich ausgel├Âst durch die technische Entwicklung der Yautja zu einer raumfahrenden Zivilisation (das oder die vielen aktiven Vulkane auf dem Planeten).

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Im Magazinbereich verabschiedet sich die Schleich Roaarr Dinosaurs mit einem sehr netten Kentrosaurier ins Zeitschriften-Nirvana. Schade, das Heft war das letzte Nicht-Lego-Magazin, welches ich regelm├Ą├čig bei Extra Extra besprochen habe.

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Auch bei den Lego-Heften gibt es einen Abschied: Die Nexo Knights enden und ihre Abschiedsbeilage ist ein leider etwas sehr uninteressanter „Giga-Schnapper“ mit einer Sense. N├Ąchstes Jahr gibt es daf├╝r regelm├Ą├čig Lego Batman.

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Die sieben Videos aus dem Galileo-Adventskalender hier einzubetten,wird mir dann doch etwas umfangreich. Die Seite l├Ądt jetzt schon langsam genug. Alos bleibe ich f├╝r diese Videos bei Textlinks f├╝r den jeweiligen Tag,als da w├Ąren:
3.12.
4.12.
5.12.
6.12.
7.12.
8.12.
9.12.

N├Ąchste Woche geht es dann mit Pok├ęmon-Wissenschaft und weiteren T├╝ren im Adventskalender weiter.


Sieben am Sonntag 02.12.2018

Der w├Âchentliche R├╝ckblick in sieben Kategorien. Eine Chronik des allt├Ąglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkw├╝rdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundst├╝cke und Dings. Jeden Sonntag hier im Blog, mehr oder weniger. Zahnstocher gibt’s bei der Stadtverwaltung.

Musik der Woche

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Wir sind Helden geht immer: Musik mit literarischem und inhaltlichem Anspruch, obwohl sie auf Deutsch ist. Sowas sieht man ja auch eher selten, ohne dass es platt wird. Wir sind Helden waren da eine Ausnahmeerscheinung, die sich immer lohnt.

Fundst├╝cke der Woche

Es gibt doch noch Hoffnung f├╝r die Digitalisierugn in Deutschland: Die CEBIT verdigitalisiert sich. Und das meine ich genau so: Meines Erachtens ist die CEBIT eine hoffnungslos veraltete Veranstaltung. Es gibt keinen Grund, im digitalen Zeitalter eine Messe f├╝r Computerprodukte abzuhalten. Das ist der ganze Punkt hinter der Digitalisierung: Die weitgehende Bedeutungslosigkeit des physischen Raums in der digitalen Welt.
Und sie ist nicht das einzige Relikt der 70er, das zum Dank endlich sein Ende findet: Frankreich schaltet endlich das AKW Fessenheim ab. Vielleicht. Es gibt noch Ausstiegsklauseln f├╝r den Ausstieg. Aber die Richtung stimmt.

├ťberhaupt, Frankreich kommt langsam voran. Denn w├Ąhrend deutsche Autolobbyisten noch das M├Ąrchen erz├Ąhlen, dass nur Deutschland sich um Luftverschmutzung k├╝mmern w├╝rde, nimmt sich Frankreich bereits die Lieblings-Nebelgranate selbiger Lobby vor: Der Kapit├Ąn eines Kreuzfahrtschiffes darf f├╝r seine Abgase 100.000 € zahlen.

Doch zur├╝ck zur digitalen Welt. Wir haben gro├čartige Nachrichten erhalten: Es gibt endlich eine klare Zahl, wie hoch die Erfolgsrate von Blockchain-L├Âsungen eigentlich ist. Es sind… 0 Prozent. Das ist noch ├╝bler, als ich erwartet hatte. So ein Prozent h├Ątte ich diesem Unsinn ja schon zugetraut, einfach nur aus statistischen Zufall.

Dinosaurierfreunde finden unterdessen, dass sich die Forschung zur Zeit in Bereichen fortentwickelt, die noch vor wenigen Jahren als unvorstellbar schienen. Ein besonderes Beispiel daf├╝r sidn Erkenntnisse ├╝ber die Farben, die einige ausgestorbene Lebewesen zu Lebzeiten hatten.
Der neueste Fall dieser Art ist der fr├╝he Vogel Confuciusornis, von dem nun zwar nicht die kompletten Farben, aber immerhin das Muster des Fl├╝gelgefieders bekannt ist.

Da bleibt zum Abschluss des Abschnitts nur eins: Was niedliches. Mit Dinosaurier. Zum Beispiel dieser Ohrring. Von Wish.com.

Spielerei der Woche

Honu WorldWisst ihr, was virtuelle Daten definitiv nicht erzeugen? Plastikm├╝ll!
Um diesen geht es in A Honu World, das von vier Studierenden der Uni Stanford entwickelt wurde.
Man spielt eine kleine Meeresschildkr├Âte, die versucht, die Ozeane vom M├╝ll zu befreien, indem sie diesen in die Netze der Fischfangschiffe „pustet“. Okay, ich schreibe „pustet“, aber so ganz klar ist mir nicht, was sie da macht. Aber egal, es funktioniert, da darf die Schildkr├Âte auch mal ├╝ber magische Kr├Ąfte verf├╝gen, die ├╝ber einen Mausklick in der richtigen Richtung aktiviert werden.
ich fand die Steuerung etwas gew├Âhnungsbed├╝rftig, aber mit der Zeit geht es und man beginnt, die Level von leeren Flaschen und Dosen zu befreien.
A Honu World gibt es bei itch.io f├╝r Windows, Mac und zum Spielen im Browser.

Wortgeschmeide der Woche

Das Blog Love in the Time of Chasmosaurs hat letzte Woche ein interessantes Buch vorgestellt.
Ich selbst hatte schon eine ganze Weile diese Idee, ein Buch zu verfassen, das den Leser durch die seltsamen Bilder f├╝hrt, die sich die Menschen ├╝ber die Jahrhunderte von jenen Wesen gemacht haben, die wir heute als Dinosaurier kennen. Von dem f├╝r ein menschliches Bein gehaltenen Riesensalamander ├╝ber Meeresreptilien, deren Kopf versehentlich auf den Schwanz montiert wurde, bis zu Stegosaurus, einem Dinosaurier, der im vollen Bewusstsein dessen benannt wurde, dass sein Name sich auf eine komplett falsche Vorstellung des Tiers bezog. Es ist alles so herrlich seltsam.
Kathleen Kudlinski hat bereits 2005 eine ├Ąhnliche Idee umgesetzt und das Ergebnis ist Boy, were we wrong about Dinosaurs. Es ist Teil einer ganzen Reihe von B├╝chern dieser Art, deren andere B├Ąnde sich beispielsweise mit Medizin, dem Sonnensystem oder Meteorologie besch├Ąftigen. Die B├╝cher sind alle lesenswert und bieten sch├Âne Beispiele daf├╝r, wie sich die Wissenschaft mit der Zeit die Welt erschlie├čt und wie sie ihre Erkenntnisse gewinnt und stetig mit neuen Entdeckungen verbessert.

Politik der Woche

Die Sitzung des Umweltausschusses am Mittwoch zog sich diesmal leider sehr. Stark daf├╝r verantwortlich war ein Vertreter der Bezirksregierung Arnsberg. Ich bin ja froh, wenn jemand von der Bergbaubeh├Ârde zum Braunkohlentagebau informiert, aber wenn der vorher eine gute Viertelstunde von den eMail-Problemen beim Zustandekommen seiner Einladung erz├Ąhlt, verfliegt das schnell.
Als er dann mal zum Punkt kam, gab es einiges zu lernen. Etwa, dass die Kosten f├╝r den R├╝ckbau der Tagebaue gar nicht in liquiden Mitteln vorliegen, sondern in Form von Bilanzverm├Âgen. Das zum Teil bei Schlie├čung der Tagebaue sofort wertlos wird, weil man zum Beispiel viel von der Technik zu nichts anderem gebrauchen kann, als zum Kohleabbau. Das ist so die Form von Sicherheiten, mit denen man eine Bank zufriedenstellen kann, die aber fachlich absolut ungeeignet ist.
Oder, dass es um so teurer wird, je l├Ąnger wir warten — was nicht heissen soll, dass eine k├╝rzere Laufzeit g├╝nstiger w├Ąre. Das Problem ist, dass bei einer Verschlimmerung der klimatischen Bedingungen diese die Reparatur der Sch├Ąden durch den Tagebau immer schwerer macht. Es ist beispielsweise nicht so einfach, einen See mit Rheinwasser aufzuf├╝llen, wenn der Rhein kaum noch Wasser f├╝hrt.

Es gab die aktuelle Liste der geplanten Baumf├Ąllungen, an der wir wieder zu kritisieren hatten, was wir schon lange kritisieren: Es fehlt eine Liste der Ersatzpflanzungen, die L├Ąnge der Liste macht ein Bearbeiten sehr schwierig und oft ist nicht mal ersichtlich, welcher Baum eigentlich fallen soll. Angaben wie „Hauptfriedhof: 1 Rosskastanie“ sind wenig hilfreich.

Der Haushalt stand an, bei dem wir im Umweltbereich vor allem einen Antrag hatten, der den Beitritt der Stadt zum Netzwerk Biodiversit├Ąt vorsah. Den stellte dann ├╝berraschend die GroKo ebenfalls. Wohl, weil der Himmel auf uns hinabst├╝rzt, wenn die GroKo einem Antrag der Opposition zustimmt. Immerhin haben sie ihn noch um ein paar Details erweitert.
Bei der Haushaltsrede gab es dann ein sehr merkw├╝rdiges Verhalten seitens Baudezernent Gregor Bonin: Als die Opposition sprach, fand der sich pl├Âtzlich auf der Pressebank und quatschte mit Denisa Richters von der Rheinischen Post. Es war offenbar sehr wichtig, die Presse tunlichst von allen Nicht-GroKo-Meinungen abzulenken. Ach, nennen wir es doch beim Namen: Es ist nicht merkw├╝rdig, es ist unversch├Ąmt!

Am Freitag blieben wir gleich beim Thema, es ging erneut zur Sammlung von Unterschriften gegen das in M├Ânchengladbach ausufernde Entfernen von B├Ąumen. Ob sie nun gef├Ąllt oder umgepflanzt werden, ist dabei eine Nebensache, auf jeden Fall fehlen sie nachher in der Innenstadt. Der Stand war erneut schon beim Aufbau gut besucht. Obwohl wir diesmal drei statt nur zwei Unterschriftenlisten dabei hatten, bildete sich wieder schnell eine Schlange.

Lutz Schippers sorgte mit einem Instrument, dessen Name mir st├Ąndig wieder entf├Ąllt (Gatham?) f├╝rangenehme musikalische Begleitung.

Fotos der Woche

Als Nachtrag zu dem Sanddorn gestern ein Bild von der selben Strauchreihe am Wegesrand. Die beiden unterschiedlich intensiv gef├Ąrbten Sanddornsorten geben einen attraktiven Farbtupfer in der winterlichen Tr├╝be.

Nicht ganz so nett ist der Anblick des Abteibergs. Okay, die Mischung an Braunt├Ânen im ersten Bild mag mancher noch halbwegs k├╝nstlerisch ansprechend empfinden, aber mein Geschmack ist es nicht.
Der zuvor satt begr├╝nte Hang wurde auf einen Schlag geleert und aus dem Postkartenmotiv der Stadt wurde eine h├Ąssliche Kahlschlagsszene. Angeblich soll es im Fr├╝hjahr besser aussehen. Wir werden sehen. Aber den ├ťbergang h├Ątte man nun wirklich sanfter und weniger h├Ąsslich machen k├Ânnen. An so wichtigen Stellen macht man dann halt nicht alles auf ein Mal weg.
Man sollte wirklich meinen, die Zust├Ąndigen w├╝rden langsam lernen, sensibler mit dem Gr├╝n in der Stadt umzugehen. Aber nein, es geht ungebrochen weiter mit diesem Vorgehen.
Immerhin regen die Leute sich dar├╝ber auf. Ich habe inzwischen komplett den ├ťberblick verloren, wie viele Leute und Seiten diese Bilder auf Facebook weitergeteilt haben, von den Kommentaren unter all diesen Weiterteilungen meines urspr├╝nglichen Beitrags ganz zu schweigen. Es gibt also schon ein Empfinden f├╝r solche Dinge, nur bei Stadtverwaltung und Gr├╝nfl├Ąchenamt fehlt es.

Mit sowas kann ich die w├Âchentliche Bilderschau nat├╝rlich nicht abschlie├čen, da muss was h├╝bsches her! Und zum Gl├╝ck gibt es da auch was.
Bei den Ringelblumen in der Dahler Oase fiel mir heute erst auf, dass eine der Pflanzen eine ganz neue Farbvariante hervorgebracht hat. Da hat sich wohl was reingekreuzt. Nun gibt es neben den bekannten Varianten (gelb mit gelbem und mit braunem Kopf) eine Variante, deren Bl├╝tenbl├Ątter einen zus├Ątzlichen weissen Kranz aufweisen. Was ich erst f├╝r einen Schaden an einer der Bl├╝ten hielt, stellt sich nun dank einer zweiten Bl├╝te als Teil der Pflanze heraus. Auf Fotos sieht das dann so aus, als w├Ąren die Bl├╝ten aufgemalt.

Videos der Woche

Die ersten Tage des Dezembers sind da und somit beginnt der angedrohte t├Ągliche Blick in den Galileo-Adventskalender.

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Doch auch bei den Lego-Magazinen geht es weiter und so finden sich da die Minifigur Nitro aus Lego Ninjago und ein kleines Weihnachtsset mit Hund in Lego Friends.

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N├Ąchste Woche gibt es dann wieder Inhalte bei Fiction Science. Der Ton f├╝r das zweite Video zu den Predator-Filmen ist bereits aufgenommen, ich muss ihn noch schneiden und mit Videomaterial ausstatten. Wenn alles klappt, gibt es kommende Woche ein zweites Video, dieses dann zum Thema Pok├ęmon.