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Eine Frage an mich, die immer wieder aufkommt, ist die nach meinen Arbeitszeiten. Es scheint also von Interesse zu sein, wie ich als Freiberufler/Selbstständiger meine Zeit einteile. Der Hauptgrund dafür ist natürlich, dass man mich oft zu Zeiten trifft, an denen die meisten Leute arbeiten.

Zunächst: Entgegen meiner einstigen Intention haben sich feste Zeiten etabliert. Diese sind aus einem ganz einfachen Grund anders als die üblichen Arbeitszeiten in Regel- oder Schichtarbeit: Es ist möglich und auch angenehmer, wenn meine arbeitsfreie Zeit so fällt, dass Dinge wie Einkaufen zu Zeiten erledigt werden können, wenn Läden und Straßen nicht ganz so voll sind, eben weil die meisten Leute arbeiten.
Daher ist meine Arbeitszeit in der Regel von 16:30 bis 1:00 Uhr. Übrigens auch an Sonn- und Feiertagen. Plus etwas Zeit am Vormittag.
Dass die Zeiten überhaupt einigermaßen fest sind hat den einfachen Grund, dass ich festgestellt habe, dass es der Produktivität eher abträglich ist, ständig zu anderen Zeiten zu arbeiten. Der Körper braucht einigermaßen verlässliche Rhythmen (was übrigens nicht gegen Schichtarbeit spricht, die ich früher gerne gemacht habe, der Rhythmus sollte nur nicht jeden Tag wechseln, dann ist es kein Rhythmus mehr).

Aaaaalso:
Vormittags gibt es eine kurze Vorphase: Nachrichten lesen per RSS-Leser und Paper.li (Eine ernstzunehmende Tageszeitung gibt es in Mönchengladbach leider nicht), tägliche Verkaufs- und Anzeigenstatistiken durchgehen. Übrigens, wo ich schon bei Zahlen bin, zählt dieses Blog keine Besucher, weil mich schlichtweg nicht interessiert, wieviele Leser es hat. Ist ja nicht so, als könnte ich etwas an der Leserzahl ändern, wenn ich es wüsste. Dies ist auch kein Themenblog, bei dem ich auf populäre Themen ziele, ich schreibe einfach, was mir grade durch den Kopf geht, gekoppelt mit Politik und meinen Büchern – alles Bereiche, auf deren Verlauf und Aktualität meine Besucherzahlen keinen Einfluss haben.

Es folgt der frei gestaltete Nachmittag: Einkaufen, Spazieren gehen, Daddeln. Manchmal mache ich da auch etwas zusätzliche Arbeit, etwa wenn Deadlines knapp sind oder ich ein Projekt einfach abschließen will. An Tagen, an denen etwa ein eBook von mir erscheint (zugegeben nicht so viele wie ich gerne hätte) habe ich in der Regel den Vortag durchgearbeitet.
Politische Arbeit ausserhalb der Sitzungen fällt in diesen Zeitraum.

Um 16:30 geht dann die eigentliche Arbeit los. Ich stelle die Links für eBooks für lau zusammen. Manchmal sind schon am Morgen einige zusammengekommen, die ich vorgemerkt habe, aber immer erfolgt jetzt eine Durchsicht diverser Anbieter und Foren, danach lege ich eine Reihenfolge der Tweets fest und welche eBooks bei oberflächlicher Prüfung meinen Qualitätsanforderungen für eine Empfehlung genügen. Ab 17:00 Uhr stelle ich die Links dann ein, entweder vergütete Werbelinks vom Anbieter (bei Amazon, Apple, Smashwords und für Probe-Abos) oder über adf.ly mit Werbeeinblendung belegte Kurz-URLs. Die Zeit kann etwa eine Stunde nach vorn oder zurück verschoben werden, wenn ich (vor allem wegen der Politik) Termine habe.
Es folgt das schreiben: Entweder aus diversen Portalen bezogene Aufträge oder eigene Inhalte für eBooks. Im Moment versuche ich, den Anteil der eBook-Zeit hochzufahren. Zur Zeit schreibe ich an sieben Bänden der Meilensteine der Evolution, um die im Juni alle auf einen Schlag rauszubringen. Die eBooks sind die angenehmere Arbeit, weil sie einerseits in den Themen und Inhalten komplett selbstbestimmt sind, andererseits aber auch mehr als ein Mal auszahlen – jedes fertiggestellte eBook verringert meine Unabhängigkeit von Arbeit für andere.
Wenn bei meiner Suche nach kostenlosen eBook-Angeboten qualitativ empfehlenswerte Titel mit deutlichen Erotik-Anteilen aufgetaucht sind, gibt es bei eBooks für lau um etwa 22:00 Uhr noch Mal die Nachtschicht mit diesen Empfehlungen.
Sonst geht es ohne größere Unterbrechung bis kurz nach 1:00, gerne auch schon Mal 2:00 an der Tastatur des Laptops weiter.

Ein Problem ist natürlich, dass die meisten politischen Termine ebenfalls um 17:00 anfangen. Diese sind also verlorene Tage für mich. Da Tage zB vor Ratssitzungen ohnehin für sinnvolles verloren sind verlege ich die Arbeit dann ausnahmsweise in den Mittag und frühen Nachmittag.
Das ist teils lästig, aber auch das ist ein Problem, welches nachlässt, je mehr eBooks ich auf dem Markt habe, da deren Verkauf weitgehend ohne mein Zutun läuft und nicht darauf angewiesen ist, dass ich nie ausfalle. Im Moment können die eBooks pro Monat einen verlorenen Tag ausgleichen. Ich habe 5 auf dem Markt (3 eigene und 2 Neuauflagen gemeinfreier Werke), Ende Juni werden es 12 sein (davon 10 eigene), vielleicht 13 (ein weiteres gemeinfreies ist in Arbeit). Das dürfte den Anteil der eBooks an meinen Einkünften auf 10% erhöhen (dann gleichauf mit den Werbeeinnahmen von eBooks für lau). Es ist noch ein langer Weg in die echte Unabhängigkeit, aber ich glaube, dass er sich lohnt.

Und um diesen Weg etwas zu verkürzen folgen die unverschämten Werbelinks auf meine bisher erhältlichen eBooks, die allerdings zugleich die Textwüste hier ein wenig auflockern:


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