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Sorry wegen der wenigen Illustrationen diesmal, mein Computer weigert sich seit kurzem, Dateien herunterzuladen und zeigt mir beim Versuch wahlweise „Datei nicht gefunden“ (Firefox) oder „Fehler beim Virenscan“ (Chrome) an. Keine Ahnung, was das soll und wieso ich keine Option erhalte, den Virenscan einfach zu ignorieren.

Erstes Leben auf dem Festland noch erster
Bereits 1,7 Milliarden Jahre früher als bisher gedacht betraten die ersten mehrzelligen Lebewesen das Land. Bisher dachte man, bis vor etwa über 500 Millionen Jahren sei das Land je nach Darstellung entweder völlig karg oder von Bakterienwiesen überzogen gewesen. Nun haben Untersuchungen mit modernsten Mikroskopen zeigen können, dass eine bekannte, aber bisher unidentifizierte Struktur aus 2,2 Milliarden Jahren alten Gesteinen Fossilien eines bisher unbekannten Lebewesens darstellt.
Diskagma war eine Art Beutel aus Zellen. Die Forscher vermuten, dass diese Lebewesen dem seltenen Pilz Geosiphon ähneln, einem winzigen Wesen, das in feuchten Böden im Schwarzwald lebt und mit Blaualgen gefüllt ist, die es ernähren. Was genau Diskagma war, ist aber noch völlig unklar. Die Erde war zu dieser Zeit so unglaublich anders als heute, dass Diskagma alles mögliche sein könnte.
Waren sie wie Geosiphon mit Sauerstoff produzierenden Bakterien gefüllt, würde das mit erklären, warum zu dieser Zeit plötzlich große Mengen Sauerstoff in die Atmosphäre gerieten, ein Gas, das bis dahin auf der Erde praktisch nicht vorkam.

Nasutoceratops, der Bullhornceratopier

Neue Ceratopier (Horngesichter) sind immer wieder spektakulär und Nasutoceratops ist da keine Ausnahme. Der neu entdeckte Ceratopier hatte kein Nasenhorn, dafür aber eine besonders hohe Nase, der er seinen Namen („großnasiges Horngesicht“) verdankt. Noch auffälliger aber waren seine beiden Stirnhörner – diese wuchsen nicht, wie bei anderen Ceratopiern, nach oben, sondern entsprangen zur Seite, um dann nach vorn weiterzuwachsen. Das Ergebnis waren zwei Hörner, die auffällig denen heutiger Rinder ähnelten.
Kein anderer bisher bekannter Ceratopier hatte auch nur annähernd eine ähnliche Hornkonfiguration.

Und sie rammten doch
Eine kleine, aber spektakuläre Gruppe der Dinosaurier waren die Pachycephalosaurier, zweibeinige Vettern der Ceratopier ohne Hörner, die sich durch ihre extrem dicken Schädel auszeichneten. Jahrzehntelang war es populär, diese Tiere dabei zu zeigen, wie sie mit Anlauf ihre Schädel gegeneinander rammten, um Weibchen zu beeindrucken, Reviere zu verteidigen oder dergleichen. In den 2000er verschwand das zunehmend, da Paläontologen meinten, die Wirbelsäulen der Tiere hätten das nie ausgehalten. Eine Untersuchung von Schädelverletzungen bei unterschiedlichen Arten zeigt aber, dass die Schädelkuppeln wahrscheinlich doch zum Rammen benutzt wurden.

T. rex: Überführt!
Eine der langanhaltendsten Debatten in der Dinosaurierforschung ist die, ob Tyrannosaurus rex ein aktiver Jäger war oder doch eher ein umherstreunender Aasfresser. Ich selbst habe T. rex in Staksigen Schrittes bei einem aktiven Angriff auf einen Edmontosaurus-Brutplatz dargestellt, ein klassisches Beutetier schon zu der Zeit, als diese Entenschnabelsaurier noch Trachodon genannt wurden. Für mich lag das immer nahe, denn wenn T. rex nicht jagte, wogegen haben sich die Ankylosaurier dann gepanzert?
In zwei Schwanzwirbeln eben dieses Tieres nun haben Forscher einen abgebrochenen Tyrannosaurierzahn gefunden. Das interessante daran ist, dass die Knochen um den Zahn ganz klar verheilt war und das über mehrere Jahre. Der Edmontosaurus hatte also den Angriff eines jagenden Tyrannosaurus überlebt.