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Ich klau heute mal eine Idee von Lucy Aslan, die Friday Five. Die Idee ist, jeden Freitag fünf Dinge zu posten, die einem in den sieben Tagen zuvor besonders gefallen haben.
Ich mag das zum einen, weil es das Blog aktiv hält und zum anderen, weil es ein positiver Ansatz ist, auf die Woche zurückzublicken. Und ich habe mir das Ziel gesetzt, positiver und proaktiver zu werden. Und zwar für die gesamte zweite Hälfte dieses Jahrzehnts. Aber dazu zum Jahreswechsel mehr, jetzt erstmal die ersten Freitäglichen Fünf:

1. Die rechts zu sehende exotische Sichtung auf dem Bismarckplatz begeisterte mich am Montag abend. Ich habe das zwar schon zuvor gesehen, da aber kein Handy dabeigehabt. Angeblich sollen die Pizzas bei Joey’s recht mies sein, aber das ist mir relativ wurscht. Wichtig ist meines Erachtens, dass in unserer Stadt an prominenten Plätzen solche Bilder auftauchen. Bildern bewirken viel in der Veränderung einer Stadt zum Besseren.

2. Die kleine Stadt Montforte de Cid setzt in Zukunft Pferdekutschen für die Müllabfuhr ein. Ich finde das großartig. Mit den steigenden Treibstoffpreisen verändert sich die Wirtschaftlichkeit von Technologien. Die einst extrem billigen Verbrennungsmotoren können nicht länger mit den Nutztieren mithalten. Und da die Müllabfuhr ohnehin eine für Motoren sehr verschleissreiche Fahrweise haben (Fahren-Stopp-Einladen-Fahren-Stopp…), ist dies ein absolut sinnvoller Schritt für Stadtsäckel und Umwelt.
Bei Facebook wies mich Dieter Rink darauf hin, dass es solche Kutschen auch in der Steiermark gibt.

3. Ich habe meine tägliche Schreibleistung (zählt nur eigene Projekte, keine Auftragsarbeiten) stabil über 1.000 Wörter gehievt. Da bin ich mal recht zufrieden mit mir. Nächstes Ziel: 1.000+500 (Neuprojekte und Bearbeitungen älteren Materials).

4. Daniel Schlagmann stellte im Ladenlokal in Mönchengladbach das Konzept der Gemeinwohlökonomie vor. Das Grundkonzept ist eine Bewertung von Firmen nach ihrem Nutzen für die Allgemeinheit und eine Förderung von Verhalten und Produkten, die dem Gemeinwohl dienen: Transparenz, Arbeitnehmerbeteiligung, Kooperation, Produktionsweisen mit möglichst wenig Umweltverschmutzung und Ausbeutung, all diese Dinge.
Das Konzept hat seine Schwachpunkte wie etwa die starke Subjektivität von Gemeinwohl, aber es ist wenigstens ein Ansatz, der wegführt von der Orientierung daran, sinnlos immer mehr Geld anzusammeln.

5. Erneut eine sehr gute Folge der Anstalt, wenn ich auch das Gefühl hatte, dass die drei Gastkabarettisten bei ihren Solo-Auftritten das Niveau eher zu senken bemüht waren. Ausserhalb dieser durfte Marc-Uwe Kling allerdings etwas glänzen („Ich schreibe kapitalismuskritische Bücher, die sich super verkaufen“). Es war aber auch ein komödiantisch undankbares Thema mit der Einwanderung.
Dennoch grandios: Ein zunehmend begeisterter DDR-Grenzer kriegt Frontex erklärt und der Auftritt am Ende. Die allein machen das Ganze sehenswert. Hier zum Beispiel: