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Puh, das war ein langes Jahr. Was gut ist, wenn sich die Jahre noch lang anfühlen, ist das ein gutes zeichen, dass ich noch lange nicht dement werde ;-)
Ich war richtiggehend erstaunt, dass einige Ereignisse vom Januar noch in diesem Jahr waren. In ein paar Stunden ist es also vorbei und einiges ist geschehen.

Schreiben

Ich stelle das Schreiben und die Schriftstellerei voran, weil ich dies 2015 zu meinem absoluten Arbeitsschwerpunkt machen will. Aber dazu morgen im Ausblick auf 2015 mehr.
2014 war ein gutes Jahr fürs Schreiben. Nach meinem Ausscheiden aus der ersten Reihe der Kommunalpolitik steckte ich meine Energie zunehmend in das Fertigstellen von Schreibprojekten. In der zweiten Jahreshälfte konnte ich mein Schreibziel von 500 Wörtern pro Tag problemlos erreichen und halten. Damit schaffte ich es 2014, fünf neue eBooks rauszubringen, darunter mit Unter Wittgensteins Löwen ein besonders persönliches Projekt.
Ja, meine Bücher sind kurz, aber es bleibt dabei, ich habe mehr Projekte abgeschlossen als in den drei Jahren zuvor. Genau so viele, wenn ich die extrem kurzen Geschichten Khamel und Introduction nicht mitzähle.
Das hat sich übrigens auch gelohnt: Meine Verkäufe steigen seit dem Start der neuen Produktivität wieder. Inzwischen bin ich bei 1.000 Wörtern pro Tag und habe viele Projekte kurz vor der Fertigstellung. Was ich dieses Jahr geschafft habe, ist die perfekte Grundlage für die weiteren Bücher, die ich schreiben möchte. Meine drei großen Interessengebiete Sachbücher, Science Fiction und Fantasy sind nun alle präsent und darauf kann ich aufbauen.

Politik

Im Mai endete erwarteterweise fürs erste meine Beteiligung in der ersten Reihe der Gladbacher Politik. Ich würde lügen, würde ich sagen, darüber gäbe es nicht viel zu sagen. Aber es gibt in der Tat nicht viel dazu zu sagen, was hier hin gehören würde.
Da ich das schon erwartet hatte, habe ich nicht viel Neues mehr gestartet. Allerdings war ich dieses Jahr in halb NRW auf Demos und Veranstaltungen unterwegs, zu Fracking, gegen die Rechten, für den Radverkehr, zu TTIP/CETA… ich muss nächstes Mal eine Liste machen, es war eine Menge.
Später im Jahr bin ich dann bei der Wahl des offenen Platzes der Vorstandssprecher der Grünen Mönchengladbach um – wenn ich mich richtig erinnere – nur zwei Stimmen unterlegen. Zuvor bin ich – ohne auch nur vorgehabt zu haben, dafür zu kandidieren – Landesdeligierter für die Gladbacher Grünen geworden. Ich habe dort Rückhalt und Unterstützung und da ich letztlich kein Mensch dafür bin, politisch inaktiv zu bleiben, werde ich dort weiter präsent und aktiv sein.

Sonstiges

Ich glaube, ich bin seit 2001 (Tour nach Paris) nicht mehr so viele große Strecken mit dem Rad gefahren wie 2014. Mehrmals nach Düsseldorf und Heinsberg/Oberbruch, ein Mal nach Brüggen und ein paar Mal ins Braunkohlerevier. Vielleicht werde ich ja doch nochmal sportlich.
Ich habe ein paar gute alte Freunde nach langer Zeit an verschiedenen Orten wiedergetroffen. An dieser Stelle ein lieber Gruß an Sabine, Caro, John, Michael, André, Norbert, Rocky und Peter. Und an alle Freunde, die ähnlich weit in der Welt verstreut sind und die ich dieses Jahr nicht sehen konnte. Und an alle anderen natürlich auch.

Ich möchte ein paar meiner Blogbeiträge noch ein Mal hervorheben, weil ich sie für meine besten des Jahres halte (ohne bestimmte Reihenfolge):
Heimatliebe – meine Erklärung, warum ich mit diesem begriff wenig anfangen kann und wieso ich mich dennoch dafür engagiere, Mönchengladbach zu einem besseren Ort zu machen.
Postsedative Wohnwelten – Der Gameboy, das revolutionäre Potenzial neuer Lebensweisen und die engen Horizonte derer, die uns ihre Zukunftsvisionen vorstellen.
Architektur ist alles – zur Oberflächlichkeit und mangelnden Konsequenz in der Erinnerung an Werk und Denken Hans Holleins in der ihm gerne gedenkenden Stadt Mönchengladbach
Die zwei Arten schlurfender Horden – Versuch einer Erklärung der Popularität von Zombie-Medien aus der zunehmenden Allgegenwart der Flüchtlingsdebatte

Das war mein 2014. Mit dem der Welt bin ich nicht zufrieden, aber meines war interessant. Viele Menschen, viele Themen, viele Orte.
Morgen folgt dann meine Vorschau auf 2015 – Vorsätze udn Vorhersagen. Wobei, einen Vorsatz mache ich schon jetzt: Für diesen Beitrag früher Notizen anfertigen, damit er in einem Jahr tatsächlich widerspiegelt, wie viel alles in diesem Jahr war. Und wenn alles nach Plan läuft (ha! Das passiert nie!), wird das so einiges sein.
Auf ein weiteres Jahr!