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Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen.
Da ich letzte Woche Freitag noch bis zum Abend offline war (kurzgefasst: Die Telekom hat die Leitung korrekt umgestellt, aber vergessen, den dazugehörigen Router zu schicken), diesmal zehn Punkte für zwei Wochen.

1. Der Futurzwei Zukunftsalmanach 2013 (leider nur noch antiquarisch und bei Amazon zu finden, aber es gibt eine Fortschreibung für 2015) begeistert mich. Ein Buch über eine nachhaltige Zukunft, das nichts mit Angstmache und Besserwisserei zu tun hat, aber auch keine Fantasiegebilde aufbaut, die eh nicht um- oder durchsetzbar sind. Statt dessen ist es eine Zusammenstellung vieler kleiner Texte über erfolgreiche Projekte, die zeigen, wie einzelne einen Beitrag leisten, die Zukunft in Richtung einer nachhaltigeren Welt zu verbessern, oder, wie Herausgeber Harald Welzer und Stephan Rammler gerne sagen, eine enkeltaugliche. Denn es geht ja nicht darum „die scheiss Umwelt“ zu schützen (ja, wörtliches Zitat von jemandem zu mir), es geht darum, dass unsere Nachkommen nicht im Dreck ersaufen, den unsere jetzige Gesellschaft hinterlässt.
Das Buch jedenfalls ist ein guter Ansatz: Lichtblick, Inspiration, Ermutigung, die Voraussetzungen für eine bessere Zukunft zu schaffen, mit Ideen und Projekten in jeder Größenordnung – von der Pilzzucht auf Kaffeesatz über das Waschmittel aus Roter Bete bis zum spontanen Aufbau einer Stadtwerksgesellschaft.
Geschichten von Menschen, die eine Idee hatten und sagten: „Machen wir das doch einfach mal!“.
Leider nur auf Papier erhältlich.

2. Ich habe es endlich mal angepackt, ein paar seit letztem Jahr bei mir rumliegende Saatscheiben für Küchenkräuter in Erde zu setzen. Mal schauen, was von den vermutlich uralten Scheiben (Abfülldatum und Haltbarkeit fehlen, sind aber schon letztes Jahr Ausschussware gewesen, die frisch aus dem Supermarktlager geworfen über einen Flohmarkt lief) noch keimt. Zu erwarten sind Basilikum, Oregano, Schnittlauch, Dill, Rauke und Petersilie.
Die Rauke ist schon mal anwesend, 15 zweiblättrige Keimlinge haben sich durch den Boden gestreckt.

3. Ein Anstoß, endlich mal die Saatscheiben anzusetzen war neben ihrem Alter auch, dass ich beim Discounter etwas Neues entdeckte: Kokoserde. Interessant, dachte ich mir und nahm einen Block davon mit. Vor allem da dieses Produkt sehr ausführlich begründete, ökologisch gegenüber der viel kritisierten Torferde vorteilhafter zu sein. Und auch sonst: Statt einem Sack Erde hat man eine kleine Platte oder einen Ziegel aus Kokosfasern, der dann mit Wasser zum Quellen gebracht wird. Ein Ziegel von etwa 600 Gramm ergibt dann mit vier Litern Wasser etwa 10 Liter „Erde“.
Das Ganze ist eine sehr lockere Art Erde, die leicht nach Kokos riecht und ansonsten recht authentisch rüberkommt – sie setzt sich sogar genauso wie richtige Erde als lästiger schwarzer Rand unter die Fingernägel. Taugt es? Das werde ich sehen, wenn es keimt.
Ich habe damit jedenfalls den Pflanzkübel gefüllt, wobei ich zwei Sorten gemischt habe. Interessanterweise hat mich die deutlich günstigere Discountervariante bis jetzt mehr überzeugt als das Markenprodukt Kokohum aus dem Baumarkt – vor allem, weil das Discounterprodukt (sieht aus wie eine Sonderverpackung der sonst als Biogro verkauften Variante) einen höheren Faseranteil hat und betont, dass die dort verwendeten Fasern Abfallprodukte der Lebensmittelherstellung sind, was die Nachhaltigkeit auf jeden Fall erhöht.
Der BUND empfiehlt Kokoserde übrigens auch.

4. Aldi (zumindest Aldi Süd) hat Instantmischungen für Bratlinge. Keine Ahnung, ob die was taugen (die Tester im Internet meinen: Ja), aber es kann kein Fehler sein, wenn das Angebot an veganen nicht nur wächst, sondern vor allem an Orte kommt, an denen es mehr Kunden erreichen kann. Keine Ahnung, ob es das schon längeer gibt, ich habe es jedenfalls erst letzte Woche im Prospekt gesehen.

5. Noch mal zum Gartenthema, hier ist eine Anleitung, wie man Kartoffeln in der Tonne anbaut.

6. Dieses T-Shirt

7. Das Video ist zweieinhalb Jahre alt und ich habe keine Ahnung, was in der Zwischenzeit daraus geworden ist, aber die Idee ist schon mal klasse: Eine relativ kleine Maschine zur schnellen Herstellung von kleinen Solarzellen, die sonst überproportional teuer sind.

8. Ich hatte eine Idee. Also, eine wirklich große. Jetzt brauch ich nur noch etwas zugeordneten Webspace (kein Problem), aufgemöbelte Programmierkenntnisse (hrmpf) oder einen Webprogrammierer (den ich nicht bezahlen kann). Also werde ich wohl meine Kenntnisse in Webprogrammieren aufmotzen müssen, über das hinaus, was man benötigt, um ein WordPress-Theme zu bauen.
Oder alternativ hoffe ich, dass jemand 100.000 € Risikokapital rumliegen hat.
Okay, ich les ja schon einen Kurs zu PHP/MySQL *grummel*

9. Es gibt offenbar eine Methode, Pokémon aus den Originalspielen auf die aktuellen Titel zu übertragen. Yay! Mein Mew darf leben! (nerdout)

10. Öhm, keine Ahnung. Hier ist ein uraltes Mem, um euch von dieser Tatsache abzulenken.