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Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen.
Zusammenfassung in einem Absatz: Die Woche war nicht grade die beste, aber hey, es gab verdammt leckere Kekse. Und das Wetter war die letzten Tage in Ordnung.

1. Microsoft trägt den Internet Explorer zu Grabe. Leider nur den Namen, aber immerhin.
Der Internet Explorer war seit (mindestens) 1995 ein beständiges Ärgernis für Webentwickler. Microsofts Browser war zu keinem Zeitpunkt in der Lage, korrektes HTML zu rendern und kam zugleich immer wieder mit Code an, den kein anderer Browser lesen konnte. In den 90ern gab es daher die Plage der für bestimmte Browser (meist eben IE) optimierten Webseiten – dabei ist einer der Punkte hinter HTML, dass jeder halbwegs vernünftig programmierte Browser es zuverlässig gleich darstellte.
Microsoft hatte anfangs versucht das so darzustellen, dass der Internet Explorer mehr können als andere Browser. Sagen wir einfach, sie haben sich damit nicht beliebt gemacht.

2. Diese Kekse sind so gut, ich bin nicht sicher, ob die legal sind.

Bisfino Apple Cinnamon

Bisfino Apple Cinnamon


Apfel-Zimt-Schoko-Kekse aus Mazedonien von einem Händler, der seit ein paar Wochen auf den Gladbacher Trödelmärkten steht. Sollte ich jemals wieder über 90 kg zusammenbringen, die sind schuld.

3. Ich habe diese Woche das erste Mal ein eBook in Brasilien verkauft. 0,72 Real Verdienst für The Last American! Wuhu!

4. Aus Versehen scheint mal etwas verkerspolitisch modernes in unserer Stadt zu geschehen: Ein Konzept, bei dem Parkplätze in der Innenstadt mehr kosten als in den Aussenbezirken. Grund dafür ist höchstwahrscheinlich, dass die Dorffürsten sich wie so oft mit ihrer Kirchturmpolitik innerhalb der konservativen Parteien durchgesetzt haben, dabei schaffen sie aber aus Versehen etwas sinnvolles.
Wie, dazu zitiere ich einfach mal eine Mail von mir zu einer Einwendung des City-Magements gegen die entsprechenden Pläne:

Ich finde die Maßnahme aus ökologisch-verkehrlicher Sicht sinnvoll, auch wenn der von mir als sinnvoll betrachtete Effekt sicherlich nicht das ist, was die GroKo hier beabsichtigt: Es ist zunehmend Trend in der Stadtplanung, die Innenstädte so weit wie möglich vom Autoverkehr zu befreien. Städte wie London und Paris setzen hier auf weitreichende Verbote.von Kraftfahrzeugen in ihren Innenbereichen.
Die Situation sehe ich so: In den Aussenbezirken ist es nachvollziehbar, wenn Leute sagen, sie brauchen aufgrund der größeren Entfernungen im Alltag ein Auto, daher ist es auch sinnvoll, den Automobvilverkehr hier weniger stark einzuschränken als in den Innenstädten, die so kompakt sind, dass ein Auto nur in Ausnahmefällen für alltägliche Besorgungen und Arbeitswege notwendig ist. Anzumerken ist, dass Anbieter sperriger Güter (Elektromärkte, Möbel- und Einrichtungshäuser, Heimwerkermärkte u.ä.) in der Regel eigene Parkplätze vorhalten und somit von der Regelung nicht betroffen sind.
Das ist das eine. Das andere ist, dass nach meiner Erfahrung die Innenstädte in der Tat deutlich stärker unter dem Parkdruck leiden, daher ist eine in dieser Art aufgebaute Gegenmaßnahme zielführend. Sie hilft im übrigen auch — das schimmert bei Wimmers zwischen den Zeilen durch, aber er hält das in seiner Rolle als Lobbyist für stark zentralisierte Handelsstrukturen natürlich für negativ — die kleinen Zentren gegenüber der zentralisierten Innenstadtstruktur zu stärken und so Ortskerne und mit diesen gewachsene Siedlungsstrukturen in den Vororten zu erhalten.

Kurzum, ich halte das Vorhaben für positiv, auch wenn die positiven Effekte mit ziemlicher Sicherheit ein Versehen seitens der GroKo sind. Es würde mich nicht ein Mal wundern, wenn denen gar nicht klar ist, was ihr Vorhaben in diesem Sinne bewirkt.

5. Wo wir schon in Gladbach sind: Die Abwahl von Baudezernent Andreas Wurff durch die Große Kooperation in Mönchengladbach ist ein frustrierender Prozess, der für meine Sicht auf politische Tätigkeit insbesondere in Gremien tiefgreifende Wirkung zeigt. Verbitterung ist, denke ich, das richtige Wort.
Aber bei den freitäglichen Fünf geht es um positive Nachrichten und in der Tat, es hatte ein gutes Ergebnis: Die persönliche Erklärung von Wurff nach der Abwahl ist bei aller Kürze die pointierteste Rede der bisherigen Wahlperiode.
Zu der Abmahnung an die BZMG werde ich etwas schreiben, sobald ich das Video zur Verfügung habe. Ich gehe davon aus, es bekommen zu können und habe aktuell die Frustration und juristische Zuversicht (Presserecht), einer etwaigen Abmahnung seitens der Stadt entgegenzutreten.