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Die wöchentlichen fünf Dinge der Woche, die mich gefreut haben. Denn mies gelaunt sind wir hier im Internet oft genug. Und an Karfreitag sowieso, da ist das ja vorgeschrieben. Alles persönlich, es kann also von großen Nachrichten bis zu kleinen Alltäglichkeiten reichen. Ohne feste Reihenfolge einfach, wie es mir beim Schreiben einfällt.
Diese Woche einen Tag später, weil ich gestern schlichtweg nicht in der Gemütsverfassung war, diesen Beitrag zu schreiben. Zu sehr habe ich mich über einige Dinge in Verbindung mit dem Nazi-Aufmarsch in der Stadt aufgeregt.
Zusammenfassung in einem Absatz: Könnten wir Ihnen eine Demonstration davon anbieten?

1. Beginnen wir die Woche mit der Anti-Kohle-Kette am 25. April. 7.000 Menschen bildeten eine Kette von menschen, die westlich vom Tagebau Garzweiler II sechs Kilometer lang von Immerath über Borschemich bis Keyenberg reichte.
Ich durfte hier eine Gruppe von 30 Radfahrern vom Hauptbahnhof Mönchengladbach nach Borschemich führen, weitere Gladbacher kamen per Bus, Auto oder separat mit dem Fahrrad hinzu, ebenso natürlich noch ein paar tausend andere Menschen aus halb Europa. Es war eine schöne Tour über einige der schönsten Wege der Stadt mit gut gelaunten Leuten, die Demo selbst war ebenso gut gelaunt und ein angenehmes Zusammentreffen mit teils ewig nicht mehr gesehenen Menschen.

Radtour zur Braunkohlekette in Wanlo (Foto: Jürgen Küsener)

2. In Afghanistan gibt es ein Gesetz, das Frauen verbietet, Fahrrad zu fahren. Das ist so furchtbar dumm, es ist zum Schreien. Nun gibt es eine Organisation, die Abhilfe verschafft – mit Skateboards.

3. Witzig: Elektrofahrer testen mal so ein Auto mit Verbrennungsmotor.

4. Mein Hardwarepark ist um mein erstes Tablet gewachsen. Mal sehen, ob das gebrauchte Toshiba Folio 100 das Potenzial zeigt, meinen Laptop bei einigen Dingen und mittelfristig ganz zu ersetzen. Der Nachfolger zu meinem Laptop soll ja eh ein Tablet werden, vor allem wegen der Flexibilität und des geringeren Stromverbrauchs.

5. Wie es endete, so möge es auch beginnen: Etwa 2.000 Menschen stellten sich am gestrigen Freitag gegen eins mit viel Müh und Not angekarrtes Grüppchen von 153 Anhängern der NPD. Letztere schafften es dann auch nicht bis zu ihrem vorgesehenen Kundgebungsplatz. Allerdings beschallten sie statt dessen im südlichen Eicken unter anderem den Geburtstag des Margarethengartens mit so lustigen Thesen wie der Schuld der Ausländer daran, dass Kindergärten nicht kostenlos seien.
Wie dem auch sei, das Vorhaben der Nazis scheiterte und es trat das größte Bündnis gegen diese trottel auf, dass sich je in Gladbach zusammengesetzt hat.

Sah voll aus am 1. Mai 2015 vor dem Hauptbahnhof MG


Der Wermutstropfen hierbei ist natürlich die komplette Abwesenheit der CDU (und vielleicht auch der FDP, aber die paar Nasen kann ich auch leicht in der Masse übersehen haben). Begründet wird dies u.a. mit der Anwesenheit von „Linksextremen„, schließlich spräche man sich gegen jeden Extremismus aus. Ich sag da jetzt mal nichts zu, hab mich gestern schon genug aufgeregt.