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Nachrichten aus der Welt der Paläontologie, (so gut wie) jeden Dienstag hier im Blog. Denn Dinosaurier und das Leben der Urzeit sind Themen, von denen ich nie genug haben werden. Ausserdem verspreche ich es den Lesern der Meilensteine der Evolution.
Diesmal einigermaßen theropodenlastig, dafür aber wieder wirklich am Dienstag.

Ornithomimus‘ Federkleid

Dass es ein Läufer ist erkennt man an den rasierten beinen für die Aerodynamik - Bild: Julius Csotonyi

Dass es ein Läufer ist erkennt man an den rasierten Beinen für die Aerodynamik – Bild: Julius Csotonyi


Dass Ornithomimus ein Gefieder besitzt, ist schon seit 2014 bekannt, aber die Details kommen nur langsam zusammen. Diese Details sind wichtig um herauszufinden, wie sich die Federn bei den Dinosauriern entwickelt und ausgebreitet haben und welche Funktion sie erfüllten. Ein neuer Fund aus den USA zeigt nun das Gefieder des Hinterkörpers. Demnach war der Schwanz gefiedert, aber die Hinterbeine nicht. Damit steht Ornithomimus auch im Kontrast zu den ersten Vögeln, die mit Federn an den Hinterbeinen ein zweites paar Flügel bildeten, das erst später verschwand. Die nicht isolierten Beine halfen dem Tier wahrscheinlich ähnlich wie heutigen Straussen, nicht zu überhitzen.
Möglicherweise gab es also beim Gefieder der Dinosaurier, ähnlich wie beim Fell der Säugetiere, einen Trend zu weniger Gefieder je größer das Tier insgesamt war, mit Ausnahmen vor allem in kalten Regionen.

In den Kiefern des Tyrannosaurus

Aaaaaa-llosaurus - Bild: Wikimedia Commons

Aaaaaa-llosaurus – Bild: Wikimedia Commons


Fleisch fressende Dinosaurier teilten eine Fähigkeit mit ihren Kollegen unter den Säugetieren: Sie konnten ihre Mäuler deutlich weiter aufreissen als Pflanzenfresser, selbst wenn diese nahe mit den Fleisch fressenden Arten verwandt waren. Bisher war nur vermutet worden, dass Dinosaurier wie Allosaurus (siehe Bild oben) und Tyrannosaurus ihre Kiefer bis zu 90° weit öffnen konnten, das wurde nun nachgewiesen.
Schon Erlikosaurus, ein Pflanzen fressender Dinosaurier aus der nahen Verwandtschaft der Fleischfresser konnte seine Kiefer lediglich um 45° öffnen — etwa so weit wie ein Mensch.
Nur, was befand sich beim Zubeissen zwischen den Kiefern? Laut einer anderen Untersuchung aus den USA wenigstens bei tyrannosaurus rex hin und wieder auch mal ein Artgenosse. Ob T. rex allerdings regelmäßig andere seiner Art als Nahrung angriff oder sie nur nutzte, wenn er ein bereits totes Tier fand, kann die Untersuchung nicht beantworten.

Dino-Media

Nach dem Karbon soll nun auch das Trias-Zeitalter eine virtuelle Umgebung für den Einsatz im Unterricht bekommen. Derzeit ist das Projekt in der Testphase. Es wird mehrere Lebensräume aus aller Welt samt ihrer Bewohner zeigen. Die Trias war jene Zeit, in der die ersten Dinosaurier auf der Erde auftauchten. Die Welt erholte sich damals langsam vom größten Massensterben in ihrer Geschichte, bei dem unter anderem die Trilobiten verschwanden.
Die Hollywood-Seite Tracking Board meldet unterdessen, Mattel sei an einer Verfilmung der Zeichentrickserie Dino-Riders aus den 80ern interessiert. Die zu einer gleichnamigen Spielzeugserie gehörende Trickfilmreihe handelte von einem Kampf auf der Erde gestrandeter Ausserirdischer mit Hilfe von Dinosauriern.