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Von Treppen und Pfosten

Wer momentan ins AStA-Gebäude an der düsseldorfer Uni will (etwa um den freundlichen, kompetenten und überhaupt tollen aktuellen AStA-Vorstand zu besuchen *hüstel*), der muss entweder durch die Math-Nat-Fakultät (ca. 150 Meter Umweg) oder komplett um die Bibliothek rum (ca. 500 Meter).
Der Grund dafür ist eine riesige Baustelle, die mal eben die komplette Treppe zwischen Bibliothek und Math-Nat einnimmt. Der AStA ist dadurch so schwer erreichbar, dass wir eine Zeit lang fürchteten, komplett eingebaustellt zu werden.

Jedenfalls wird sich an dieser Situation so schnell nichts ändern: Gegenüber dem AStA hieß es, man wolle die Treppe blindengerecht machen. Explizit blinden-, nicht behindertengerecht. Dadurch dauerten die Bauarbeiten noch eine Weile an.
Nun habe ich eine Frage: Was bitte ist eine blindengerechte Treppe? Eine Treppe ist mit einem Blindenstock recht leicht zu ertasten, wie genau macht man sie also blindengerecht?

Die Antwort liefert mir schon seit Jahren die Agentur für Arbeit in Mönchengladbach. Zwischen McDoof und ehemaliger Hauptpost findet sich dort nämlich folgendes:

Nein, das ist kein Witz. Irgendein Vollpfosten hat auf einem architektonischen Artgenossen die Worte „Fußweg für Blinde“ lackiert. Nein, der Weg macht kein Geräusch, keinen Geruch und die Markierung ist nicht zu ertasten. Und es gibt (ausser einem zweiten Schriftzug auf dem Gebäude selber) keine weiteren Hinweise auf den Weg.
Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen ist es auch noch ein Fußweg für Blinde – damit kein Blinder auf die Idee kommt, mit dem Auto reinzufahren, vermute ich?