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Niedlich, oder? Aber leider auch überaus problematisch: Das Grauhörnchen ist eine amerikanische Baumhörnchenart und quasi das dortige Gegenstück zum Eichhörnchen. Nur wurde das Grauhörnchen vor einigen jahren in England eingeschleppt und entwickelt sich dort zunehmend zum Problem für Artenschützer – es verdrängt das bekannte rote Eichhörnchen zunehmend aus den Wäldern, weswegen Naturschützer dafür plädieren, den Neuling in Großbritannien auszurotten.
Das ist eine alte Diskussion, auf die ich mich andernzeits vielleicht mal einlassen werde.

In den 90ern gab es ähnlich große Probleme mit einer Caulerpa (eine Algengattung) im Mittelmeer. Damals hatte ich den Vorschlag, aus den Algen Papier zu machen – denn was rottet Spezies effektiver aus als die kommerzielle Nutzung?
Tatsächlich sterben kommerziell für Fleisch und Industrieprodukte ausgebeutete Tierarten recht oft aus, wenn sie nicht vorher domestiziert werden. Hingegen sind fast alle gezielten Versuche, eine Art lokal auszurotten gescheitert (die Ausnahme sind die großen Raubgreifer Europas und Australiens).

Das ist auch den Briten nicht entgangen und ihre Lösung für das Problem sieht entsprechend aus.

Ein paar Errata noch zum verlinkten Tagesschau-Beitrag: Die heissen Grauhörnchen, nicht „graue Eichhörnchen“ und Vögel fressen sie auch genausowenig wie unsere heimischen Eichhörnchen.