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Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.

Musik der Woche

Erinnert sich noch wer daran, wie Meghan Trainor Trainors Al About That Bass? Das war ein angeblich körperpositiver Song über die Attraktivität voller Hintern. Dagegen ist jetzt wenig zu sagen, ausser dass Trainor nicht umhin konnte, dabei auch gleich dünne Frauen anzugreifen. Also Zeit, eine bessere Version anzugehen und den Refrain etwas wörtlicher zu nehmen. Und wo ein guter Bass benötigt wird, findet man schnell einen, wenn Jonathan Young auftaucht.

Entpackung der Woche

Wie Laser wohl schmeckt? - Bild: Rewe

Wie Laser wohl schmeckt? – Bild: Rewe

Ein fast schon regelmäßiger Aufreger sind aktuell in Plastik eingeschweisste Bio-Lebensmittel. Aus gutem Grund, macht man doch mit der Verpackung einiges von den ökologischen Vorteilen des Bio-Anbaus umgehend zunichte. Rewe hat sich nun entschieden, dazu eine Alternative anzugehen: Statt einer Plastikfolie für den Aufdruck wird dieser in Zukunft einfach per Laser in die Schalen der Früchte gefräst.

Robocalypse der Woche

Unterdessen, in Südkorea (Aufs Bild klicken für Video/Gif)- Bild: bgr.com

Unterdessen, in Südkorea (Aufs Bild klicken für Video/Gif)- Bild: bgr.com

Südkorea ist gemeinsam mit Japan eine der am höchsten technisierten Gesellschaften der Welt. Diese Länder haben einfach einen anderen Umgang mit Technik, sie sehen sie allgemein deutlich positiver als der Westen, der dieses Potenzial rein technologisch ebenso hätte.
So wundert es auch nicht, dass ausgerechnet von dort Videos des bisher fortgeschrittensten kommerziellen Mechs kommen. Mechs sind in der Science-Fiction große Roboter, die nicht autonom arbeiten, sondern einen Piloten benötigen. Sie sind in japanischen Anime beliebt, kommen aber auch andernorts ab und an vor. Ein berühmtes beispiel wäre der Ladegutroboter aus Aliens.
Für das Verladen von Gütern dürfte der Hankook Mirae Technology Method-2 nicht geeignet sein, sehr wohl aber beispielsweise für Grenzpatrouillen oder den Einsatz bei der Polizei. Für diese ist der hohe Aussichtspunkt sehr hilfreich. Militärisch ist ein so hohes und sturzgefährdetes Gerät allerdings wohl eher nicht zu gebrauchen – so gern manche Anime-Fans das auch im echten Leben sehen würden.
So oder so, beeindruckend ist das Teil auf jeden Fall.

Geburtshelfer der Woche

Was da oben zu sehen ist, ist der Test einer künstlichen Gebärmutter, die Kälber ein gutes Stück vor dem bisher sicheren Zeitpunkt am Leben halten kann. In den vier Wochen, die sie in den Beuteln verbrachten entwickelten sich ihre Körperfunktionen und ihre Organe ganz normal, wie sie es auch im Muttertier täten. Ein deutlicher Fortschritt gegenüber der mit Folgeerkrankungen insbesondere der Lungen in Verbindung stehenden jetzigen Maßnahmen, um Frühgeburten mit erheblicher Mühe bis zu einem sicheren Zeitpunkt am Leben zu halten.
Die Technologie ist nun für den probeweisen Einsatz bei menschlichen Frühgeburten bereit. Die Forscher erwarten mit diesem Durchbruch die Entwicklung künstlicher Gebärmuttern noch in diesem Jahrhundert – ob man dies nun als Fortschritt oder Schreckensszenario sehen möchte, sei jedem selbst überlassen.
Dieser Zwischenschritt jedoch ist eine gute Entwicklung, die viele Leben retten kann.

Robohelfer der Woche

Endlich der perfekte Roboter: PancakeBot! - Bild: Storebound LLC

Endlich der perfekte Roboter: PancakeBot! – Bild: Storebound LLC

Die Maschinen versuchen ein zweites Mal, nach dem Riesnrobote runser Vertrauen wiederzuerlangen. Frühchen am Leben halten ist das eine, aber die Königsdisziplin menschlicher Sympathien folgt auf dem Fuße: Die Gestaltung von Motivpfannkuchen.

Insekt der Woche

So sehen Helden aus! - BIld: United States Geological Survey

So sehen Helden aus! – Bild: United States Geological Survey

Ich bin kein Freund von Leuten, die Raupen in Plastiktüten tun und dann wegwerfen. Nun bin ich ein wneig geneigt, da bei Federica Bertocchini aus Spanien eine Ausnahme zu machen, immerhin hat ihr genau jenes Verhalten gegenüber einem kleinen Imkereischädling eine erstaunliche Erkenntnis gebracht.
Die Raupen der Großen Wachsmotte sind in der Lage, bestimmte Kunststoffe zu verdauen, genauer gesagt Polyethylen. Polyethylen ist der mit Abstand häufigste Kunststoff für Verpackungen, da hat es also genau den Richtigen getroffen.
Die Raupen können den Kunststoff dem Bericht nach erstaunlich schnell zersetzen. Die Forscher aus Spanien wollen die Enzyme, welche die Raupe dazu benutzt nun als Grundlage für eine neue Art von Kunststoffabbau einsetzen. Warum sie nicht einfach die ohnehin häufig als Labortieren eingesetzten Raupen dafür nehmen, verstehe ich allerdings nicht. Aber ich bin ja auch kein Raupologe (Coleopterologist?).

Klimafolge der Woche

Aus der Reihe "Untermieter, die niemand haben will" -  Bild: US Center for Disease Control

Aus der Reihe „Untermieter, die niemand haben will“ –
Bild: US Center for Disease Control

Es gibt Dinge, die ich definitiv nicht haben will. Die eosinophile Meningoenzephalitis klingt schon so, als würde sie sich Mühe geben, dazuzugehören. Und in der Tat handelt es sich um eine potenziell tödlich verlaufende Hirnentzündung. Ein möglicher Auslöser ist das oben abgebildete Tierchen, der Ratten-Lungenwurm Angiostrongylus cantonensis aus dem Südpazifik. Nun ist der Südpazifik zum Glück etwas weit entfernt. Noch, denn es gibt da ein Problem: Der Wurm scheint sich auszubreiten und ist immerhin schon in Hawaii angekommen. Als Grund dafür gilt der Klimawandel.
Damit stellt sich der Lungenwurm in eine länger werdende Liste gefährlicher Parasiten, die dem sich verändernden Klima in Regionen folgen, die dafür nicht gewappnet sind. Mitteleuropa hat in dieser Beziehung ja schon mit verschiedenen Mückenarten zu tun, die Krankheiten und Parasiten mit sich bringen.

Bonus

Letzte Woche gab es hier ja einen kleinen Ausfall dieser Reihe. Das muss ich natürlich erklären: Ich wurde vone ineer düsteren Prophezieung bedroht. Nichtsahnend suchte ich Online nach Bildern von Trilobiten, als mich diese Manifestation des Bösen virtuell attackierte. Okay, es könnte auch damit zu tun haben, dass die Tierwelt beunruhigend menschlich wurde. Oder beides hängt ohnehin zusammen.
Ich sag euch, die planen was. Wahrscheinlich sind das mit den Chemtrails auch in Wirklichkeit Flughunde, die die Flugzeuge als Tarnung nutzen, während sie uns ausrotten.
Denkt dran, wenn die Menschheit dann ausgestorben ist: Ihr habt’s hier zuerst erfahren.

Fthagn und so weiter - Bild: Ali Express

Fthagn und so weiter – Bild: Ali Express


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