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Sieben Dinge der Woche, ausgewählt zum Ende der Woche. Eine Chronik des alltäglichen Wahnsinns, der Erfreulichkeiten, Merkwürdigkeiten und sonstigen -keiten, der Fundstücke und Dings. Jeden Sonntag, mehr oder weniger.
Diese Woche aktiviere ich mal den „mehr-oder-weniger“-Teil aufgrund zweier Sonntage, an denen ich schlichtweg nicht in der Stadt bzw. letzte Woche sogar nicht im Land war und eines Unfalls mit verletzten Armen am 20.06. Ud fragt mich nicht, was mit dem Wortzähler los ist. Der hängt wahrscheinlich an irgendeinem Sonderzeichen fest. Dieser Beitrag hat definitiv mehr als 110 Wörter.

Musik der Woche

Wer aufgepasst hat, wird sich erinnern, dass ich Moana/Vaiana schon im Januar empfohlen habe.
Neu ist, dass ich jetzt auch ein paar Übersetzungen des Films kenne. Die deutsche ist furchtbar, was ich von Disney eigentlich nicht gewohnt bin. Aber dafür ist die französische Version der Songs sog ut, man könnte meinen, das sei die Ursprache des Films. Maui bekommt in Pour les Hommes eine viel deutlichere Charakterzeichnung, Tomatoa sagt in Bling-Bling deutlich mehr und so weiter. Bis auf ein paar kleine Stellen in Notre Terre ist die Übersetzung absolut beeindruckend und überschattet das Original.
Empfehlung für alle des Französischen Mächtigen.

Gummibolsch der Woche

haribo-cthulhuHaribo hat seit nicht all zu langer Zeit ein neues Produkt im Angebot: In der Süd-See-Tüte finden sich Fruchtgummis in Form diverser Meerestiere. Das Übliche halt: Seepferdchen, Seesterne, Muscheln, Fische, Cthulhu…
Ja, genau, Cthulhu. Oder was genau soll das Wesen da ganz links auf der Packung sonst sein? Ein Tintenfisch hat seine Augen nicht oben auf dem Rücken, das ist ganz klar das Gesicht des Großen Alten aus R’lyeh. Passt ja auch, schließlich liegt die versunkene ausserirdische Stadt R’lyeh im Südpazifik.
Ja, ich bin für den Zwischentitel in den Wortschatz meiner Großmutter gegangen. Keine Ahnung, woher sie das hat. Vielleicht ist das im Wendland der übliche Begriff? Google findet kein einziges Ergebnis für Gummibolschen. Das ist sehr enttäuschend, es ist ein sehr schönes Wort.

Entscheidung der Woche

So lief das - Bild: Philipp Steffen

So lief das – Bild: Philipp Steffen

Nach einigem Hin und Her und ewiger Gegenwehr ging es dann plötzlich ganz schnell: Der Bundestag hat per Gesetzesbeschluss den Weg für die Ehe zwischen Partnern gleichen Geschlechts freigemacht.
Das war ein langer Weg von der Entkriminalisierung über die Entpathologisierung bis hin zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare. Ein langer Weg, der so lange schon hätte gegangen werden können, aber ein paar Ewiggestrige meinen ja immer noch, sich in das konsensuelle Privatleben anderer Leute einmischen zu müssen.
Das Bild oben fasst zusammen, wie das Ganze in den letzten Tagen in kürzester Zeit lief.

Fahrrad der Woche

Lastendrahtesel - Bild: Donk-EE

Lastendrahtesel – Bild: Donk-EE

Das ist Donk-EE. Der Name hat allerdings nichts mit der Ortschaft Donk zwischen Willich und Mönchengladbach zu tun. Es ist ein Lastenrad, welches nun in großer Zahl in Köln zum Einsatz kommt. Der gleichnamige Lastenradverleih hat die Tage gestartet und ist jetzt Europas größer Verleih für Lastenräder. Die Nutzung läuft über eine Smartphone-App mit stundenweiser Abrechnung.

Reisegruppe der Woche

Endlich ist der Schirm mal nützlich - Bild: Martin Hahnen

Endlich ist der Schirm mal nützlich – Bild: Martin Hahnen

Letzte Woche Sonntag ging es mit knapp 100 (99, um genau zu sein) nach Belgien, um sich der Menschenkette von Huy über Lüttich, Maastricht nach Aachen anzuschließen. Die Menschenkette gegen das bei Huy gelegene Kernkraftwerk Tihange ging über 90 Kilometer, was in etwa der Luftlinie zwischen Lüttich und Erkelenz entspricht. Insgesamt kamen 50.000 Menschen zur Menschenkette.
Und es ist mir jetzt leicht egal, ob es für das Schließen der Kette 60.000 Menschen gebraucht hätte. Es sind für eine einzige optisch eher unspektakuläre Demo 50.000 Leute gekommen. Das lass ich mir nicht damit kleinreden, dass es weniger als benötigt sind. Allein wenn ich sehe, was für eine Herausforderung es wahr, auch nur den Großteil der Interessierten zum Ort zu transportieren, kann man diese Leistung gar nicht zu hoch schätzen.

Buch der Woche

Mein alter Kollege aus Zeiten beim WDR hat ein neues Buch raus. Nun habe ich es zwar noch nicht lesen können, aber ich fühle mich zuversichtlich genug, es einfach mal zu empfehlen. Und zu diesem Zweck habe ich kurzerhand die Buchbeschreibung rüberkopiert. Link zu Amazon bei Klick auf das Bild auf der linken Seite.
„Frühling 1978. Beim ersten Rendezvous zwischen dem fünfzehnjährigen Thomas und der gleichaltrigen Claudia, kommt es auf einem Hochsitz zu einem Streit und zu einem tödlichen Unfall. Claudia stürzt sechs Meter in die Tiefe. Als Thomas seinen Eltern von dem Unfall erzählt, verurteilen sie ihren Sohn über den Vorfall zu schweigen. Getrieben von Schuldgefühlen, sucht er die Nähe der Mutter des Mädchens. Bei einem Selbstmordversuch rettet Thomas ihr das Leben und verliebt sich in die schöne, über fünfundzwanzig Jahre ältere Frau. Zwischen der Geheimhaltung dieser verbotenen Beziehung und der Suche nach Erlösung, entdeckt Thomas zwei lange gehütete Geheimnisse seiner ihm immer fremder werdenden Eltern. Thomas fasst einen Plan, der sein Leben und das aller Beteiligten für immer verändern wird…“

Malbuch der Woche

meine-schuldOkay.