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Wieder eine Woche vorbei, wieder eine Ausgabe der Extra Extra; wieder was gelernt. Und ganz nebenbei wird die Extra Extra in Zukunft wohl etwas anders laufen.

Erstmal: Das Video

25 Minuten Zeitschriftenbeilagen, Kampf mit der Sonne und Autos im Hintergrund. Bitteschön:

Wieder was gelernt

  • Ich bin alt
    Ein Inception-Gag? Okay.
  • Zeitraffer
    Da ich diesmal ein Lego-Päckchen dabei hatte, das nicht schön als Tasche zum Wiederverschließen gestaltet war, habe ich erstmals ein Lego-Set vor der Kamera aufgebaut. Bisher hatte ich die ja immer vorher zusammengebaut und dann fertig ins Bild gehalten. Daher auch die erneut längere Dauer des Videos – nach 15 und 20 Minuten nun schon 25.
    Allerdings, so wirklich mag entweder mein Rechner oder meine Software den Einsatz des Zeitraffers nicht — bei mehr als doppelter Beschleunigung stürzt er am Ende des gerafften Stücks ab. Es hat mehrere Versuche gebraucht, bis ich das Problem fand. Das hat mich zwar ein paar Stunden gekostet, dafür konnte ich in dieser Zeit die komplette erste Staffel von Marvel’s Defenders auf Netflix sehen. Ja, mein Rechner ist allgemein etwas langsam.
  • Manchmal geht’s einfach schief
    Diese Woche brachte ein defektes Extra und einen fehlenden Lego-Stein mit sich, für den ich auch keinen Ersatz da hatte.
  • Immer abends filmen!
    Ich filme vor einem nach Süden ausgerichteten Fenster. Das ist nicht schlecht, wenn man zur richtigen Tageszeit filmt, vorzugsweise gegen Abend. Filmt man dagegen mit diesem Setup in der Vormittags- und Mittagszeit, kann das schief gehen. Nicht nur hat man Streit mit der Sonne, es ist auch deutlich mehr los und ständig kommen Lärmquellen vorbei. An einem Punkt habe ich mehrere Autos, die Müllabfuhr, ein Flugzeug und das Bimmeln der Kirchenglocke um 12 abgewartet. Also: Aufnahmezeit richtig legen!
  • Die Videos wollen mich verarschen
    Mein zweites Video war länger als mein erstes und nun ist mein dritten erneut länger als das zweite. Wieso also sind gleichzeitig die Dateigrößen der Videos kleiner geworden, je länger die Videos sind? Hier spukt es doch!

Alles wird anders

Ich hatte Extra Extra in der Annahme gestartet, dass eine wöchentliche Sendung weniger Zeitaufwand insgesamt bedeutet. In der Theorie sah das ganz gut aus: Wöchentliche eine Aufnahmestunde, eine Postproduktion, ein Upload, ein Text, einmal Linkbuilding. In der Praxis ist das nicht geschehen. Die zweite Ausgabe hat mich den Samstag und gute Teile des Sonntags gekostet. Die dieswöchige dritte praktisch das ganze Wochenende, wobei ich es geschafft habe, meinen Rechner so einzurichten, dass ich ihn unbeobachtet arbeiten lassen kann.
Was ich nicht bedacht habe, ist die Rolle, die Fehler spielen.
Bei einem Video in der Länge der einzelnen Heftvorstellungen zwischen zwei und sechs Minuten ist ein Fehler schnell auszugleichen, das braucht vielleicht zehn Minuten. Beim wöchentlichen Magazinformat um die 20 Minuten je Video geht bei einem erst nachher entdeckten Fehler oder einem technischen Problem wie diese Woche mindestens eine Stunde verloren.
Ich denke, ich werde aus diesem Grund erstmal versuchen, mit Einzelvorstellungen zu arbeiten. Eventuell mit einem wöchentlichen Abschlussvideo in einer Form ähnlich dem seit letzter Woche eingefügten Fazit. Die Nummerierung war dafür ja zum Glück schon geeignet, da der Titel seit letzter Woche nicht mehr die Folgen zählt, sondern die vorgestellten Extras/Gimmicks. Das gibt mir teilweise auch mehr Raum zum Testen, wenn das Video sonst zu lang würde wie bei dem Extra in der Soy Luna oder bei Lego-Sets und manchen Yps-Gimmicks. In der Vergangenheit habe ich hier Schritte übersprungen, um die Videolänge niedrig zu halten.
Mir ist auch die zunehmende Länge der Videos aufgefallen. Die meisten Zuschauer interessiert wahrscheinlich nur eines der Hefte, was meine Rate der Zuschauer verschlechtert, die das ganze Video sehen — ein für Youtube wichtiges Merkmal. Ich denke, insbesondere die Lego- und Star-Wars-Videos können separat deutlich besser funktionieren. Es hat durchaus einen Grund, dass alle drei bisherigen Ausgaben jeweils eine dieser Marken sehr spät im Video hatten. Die Chance steigt so, dass eines meiner Videos im Erfolg nach oben ausreisst und den Kanal nach oben zieht. Wobei ich sagen muss, im Moment läuft der Kanal im Rahmen dessen, was ich für die ersten paar Wochen erwartet habe, das ist also ganz okay. Ich hab sogar schon einen ganzen Cent verdient!
Auch die Anzahl der Videos ist für Youtube wichtig und ganz ehrlich: Kürzere Videos bedeuten hier natürlich auch mehr und häufigere Videos, über die der Kanal gefunden werden kann.

Also, Interessierte bekommen schneller die Infos, die sie suchen; ich bekomme mehr Chancen, mit dem Kanal gefunden zu werden. Alle gewinnen etwas!
Ich muss allerdings auch sagen, ich hätte nicht erwartet, wie erfahrungsreich dieses kleine Experiment in so kurzer Zeit wird. Dafür allein hat es jetzt schon gelohnt.